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Full text of "Allgemeines Polyglotten-Lexicon der Naturgeschichte mit erklaerenden Anmerkungen"

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UNIV. TOfiONTO. 



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Bd 1- 




S82025 



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ÜWiV. lür.Urtiü. 



^evor ich von dem gegenwärtigen Werke über die NatnrgefcWchte dem Publicufn 
Rechenfchaft gebe, wird es mir erlaubt, ieyn, von der Entfteliung des ganzen 
Unternelmiens eines Catholicon Ivürzlicli Meldung zu thun. 

In meinen früheften Jugendjahren hatte ich Neigung und Gelegenheit mich 
mit verfchiedenen neueren Spraclien bekiinnt zu machen. Auf Akademien fetzte 
ich, neben der fogenannten Brodwifienfchaft, mein LiebUngsftudium fort. Die 
feile Kenntnifs einiger Sprachen erleichterte mir das Lernen der übrigen, Befon- 
ders nützhch war es mir, daCs ich die Ueberbleibfel der alteften deutfchen und 
nordifchen .Schriften iludirte. Dadurch erwarb ich niir einen Vorrath von etymo- 
logifchen KenntnilTen, der mir nachlier in meinen ferneren Fortfcliritten, befonders 
in den Vergleichungen, richtigen Schreibarten und Erforfchungen der eigentlichen 
Bedeutungen der Wörter vortreflich zu Statten kam. 

Ich fchafte mir die vorzüglichften Wörterbücher an mid las die Werke der 
Aiislilnder über allerley Gegenftände der Wiffenfchaften und Künfte. Was ich in 
den Wörterbüchern entweder gar nicht, oder irrig, oder nicht beftimmt genug fand, 
zeichnete ich jedesmal aus. Meine Excerpte vermehrten fich anfehnhch, und 
erhielten dadurch einen W^erth, dafs icli, fo of^t fich eine Gelegenheit darbot, allerley 
dahüi gehörige fremde Schriften am Rande notirte. Neben bey machte ich es mir 
zum Vergnügen, mehrere Sprachen mit einander zu vergleichen und ihre näcliile 
Verwandichaft kennen zu lernen. Ich wurde fehr bald gewahr, dafs eine richtige 
Zufommenftellung und Ueberficht der Sprachen, der bcquemfte Weg fey, in kurzer 
Zeit und mit geringer Mühe nicht nur mehrere Sprachen zu erlernen, fondern auch 
zugleich die nützliche allgemeinere Kenntnifs derlelben zu erkmgen. Denn w er 
z. ß. zugleich die lateinifche oder franzöfifche, die deutiche und eine von den 
flavifchen Sprachen nach allen Regeln inne hat, der kann, oline einen befchwerli- 
chcn Sprung zu thun, bald diefe bald jene europäifche Sprache fich eigen machen. 

Unter dergleichen Ideen und Befchäftigungen entfchlofs ich mich, ein allge- 
meines Wörterbuch der europaifchen Sprachen zu bearbeiten, v\"elches nicht blos 
die gewühnliclien fondern auch die künftlichen Wörter und Redensarten in fich 
faden Ibllte. Nachdem ich mir einen feften Plan entworfen hatte , opferte ichriir 
Verfolgung defielben die dazu gehörige Zeit, Mühe und Koften mät Freuden auf, 
weil ich mich damals der guten und vcrtheilhaften Aufr.ahir.e eines folchen Werkes 
gewifs glaubte. Nachdem ich weit genug mit meiner Arbeit gekommen war, trug 
ich ielbige Herrn ßuchhandler üebauer iij Halle zum Verlag an. Herr Gebauer 

* s acceptirt© 



ijcrrptirtc fofi;leirh meinen Antra«^, mit der Bcc1in<»nn«^, wenn fich eine von ilim 
fcltseicty-te Ä;i7,ahl Priinuincrantcn einfinden winde. Er vcrfprach zur vorj^än- 
jjigen Bekanntniachung des Werks weder Mühe noch Anfwand zu fparcn. 

Es crfchien hieranf, nnter dem Titel Catholicon, die crfte Ankündij;;nng des 
Werkes, mit ljey,2;ef\iu;ten Proben. Zu eben der Zeit hatte ich dasGUick, mit Herrn 
Röding bekanntzu werden, mid ihn zur Mitbearbeitung dcsCatliolicon zu vermögen. 
Wie viel ieh auf den Beyltand diefes Mannes zu rechnen Urfache hatte, wird mau 
aus Ibinem allgemeinen" Wörterbuch der Marine, als der zweyten Abtheihmg des 
nun erfcheinend^'n Catholicon gewahr werden. Ich zeigte dielen zur AusiVihruiig 
der Eutreprite (o wichtigen Vortheil öffentlich an , und glaubte dadurch dem erlten 
Einwurf, dils ein Ibiches Werk die Kräfte und das Alter eines einzigen Mannes 
iiberfteige, zuvorzukommen. 

Die von Herrn Gebauev feftgefetzte Anzahl von Pr"innmcrantcn \\mrdc indclTeu 
bey weitem nicht vollzählig. Er forderte mich auf, durch eine zweyte Ankündi- 
gung und durch neue Proben das Publicum von dem Nutzen des Werkes naher zu 
tiberzengcn, zugleich auch die gelehrtellen MiUmer in Dentfclrland um ihr Urtheil 
über den Werth und die Ausführung deffelben zu erfuclien. Mehrere von den 
gröisten Gelehrten Dcutfchlands und zugleich die competenteften Richter crtheiltcu 
mir über den Nutzen und die Ausführung der Entremife die ehrenvollefteu Zeugnifle, 
und erlaubten mir, felbige mit Anführung ilirer Namen bey der zweyten Aiikuudi- 
gung bekannt zu machen. 

Die zweyte Ankündigimg erfchien, imd der erneuerte Beyfall liefs hoffen, dafs 
die verabredete Anzahl von Pränumeranten zu Stande kommen würde. Sie wurde 
auch in der That anfehnlich vermehrt, allein nach Ablauf des Termins fand es fich, 
dafs fie, zur ficheren Unternehmung eines fo koftbaren Werkes, dennoch für Herrn 
Gebauer nicht hinreichend war. 

Herr Gebauer trat nunmehr von der Unternchmimg ab, munterte mich aber 
dabey zum Selbftverlagc befonders dadurch auf, dafs er fich ofterirte, mir zur Beför- 
derung und ferneren Bekamitmachung des Werkes den möglichilen Beyftand zu 
leiften. 

Bis dahin hatte ich die Urtlieile des Publicums gefammelt. Im Allgemeineti 
war man mit der Unternehmung zufrieden, und wünfchte mir eine mit derielben im 
Verhältnils Itehende Unterftützung. Es waren aber hauptfüchlioh zwey Grün- 
de, welche den gröfsten Theil von einer thätigcn Unterftiitzung abfchreckten. 
Erftlich war den meiften das Wer'i viel zu weitlLtuftig, und in fo fern tlicils 
entbehrlich, tlieils zu koltbar, weil fie genöthigt wurden, mit ihren HauptfiUhern 
auch diejenigen zu kaufen, welche weiter kein Intereffe für fie hatten. Z w e y t e n s 
wlinfchre inan bey den Kunftwörtcrn zugleich eine Erkliirung derfelben. Dies "würde 
aber, auch bey den kürzcften Erkiä-ungen, die Zahl der in der erftcn Ankiüidigung 
des Catholicon beftimmten Alphabete zum wenigllen verdoppelt haben. 

D'efe beyden Puncle füluten mich auf den Gedanken, mit dem erften Plan des 
Catholicon emeAeudei-migvorzuiieiuiien, nämlich die WiUcnichaftcn undKünltc in 

beibn- 



befünderen Abtheilnngen herauszugeben, nnd die nicht allgemein bekannten Wörter 
mit Er]\läruiigeii zu. begleiten, fo dals diejenigen, denen das Ganze entweder zu 
weitlüuttig oder zu kofrbar fchien, fich eine befondere Abtheilung wählen könnten. 
Nächftdiefen getrennten Wörterbüchern folltc ein Nomenciator erfcheinen, der jene 
Tcnninologien ausfchlüfle, und nur die im gemeinen Leben vorkommenden, keiner 
weiteren Erklärung bedürfenden Wörter in fich fafste. Jeder Befitzer einer feparaten 
Abtheilung des Catholicon konnte hienach> um filr fich etwas ganzes zu haben, 
den Nomenciator dazu nelmien. 

Der neu entworfene Plan gefiel allen, denen ich ihn vorläufig mitzutheilen 
Gelegenheit hatte, und man wollte mir zum Voraus lagen, dafs die Befolgung 
deflelben auch für mich ungleich vortheilliafter feyn würde. Ich konnte mich jedoch 
nicht gleich dazu entfchlieflen , weil ich die Abtretung der bereits vorhandenen 
Interellenten und mithin den gänzlichen Mangel der zu einem fo groflen Werke 
erforderhchen ünterltützung befürchtete. Ich legte den Beförderern meiner Entre- 
prife in einem Circular den abgeänderten Plan vor Augen, und erfuchte fie, felbigen 
nicht nur zu genehmigen, fondern auch fich für die zuerft erfcheinenden Abtheilun- 
gen mit Beybehaltung der vollen Pränumeration zu intereffiren. Einige wenige 
Pränumeranten antworteten mir nicht; die Uebrigen hingegen gaben mir unverzüg- 
lich ihre Genehmigung imd Zufriedenheit, zuweilen nocli in befonders gütigen 
Ausdiiicken, zu erkennen, fo dafs ich, von einem Theil des Pubhcunis unterltützt, 
nicht nur mit dem neuen Plane, fondern auch mit dem Verfprechen , die erfte fünf 
Alphabet ftarke Lieferung nach Verlauf emes halben Jalures wirklich erfchehien zu 
laffen, auftreten konnte. 

Meinem Verfprechen geti-eu, liefre ich hiemit die erften Bände der beyden 
erfteren Abtheilungen des Catholicon, nämlich des naturhiftorifclien Polyglottenlexi- 
con und des allgemeinen Wörterbuchs der Marine. Herr Röding wird, als Ver- 
fafler des Wörterbuchs der Marine, in einer eignen Vorrede von der Entftehung, 
Nothwendigkeit und Originahtät feines Werks, hinreichende Nachricht geben. 
Hier folgt in möglichfter Kürze, was ich von dem vorliegenden naturliiftorifchen 
Tlieile des Catholicon bis jetzt zu fagen für nöthig erachte. 

Die Kenner werden, fchon be\Tn erften Anbhck des Werks geliehen, dafs im 
ausgebreiteten Reiche der naturhiftorii'chen Wiffenfchaften, noch nie ein Werk von 
einem fo groffen Umfange, von einer ähnlichen Bearbeitung und zwecknuifligcn Voll- 
ftiindigkeit erfchienen ift. Sie werden, wenn fie auch Manches zu tadeln finden, mir 
lieber ihre Belehrungen, die ich noch allemal zum Beften des Werkes benutzen 
kann, freundlich m.ittheilen, als mü- die billige Gerechtigkeit verfagen, dafs ith 
zuerft diele Bahn glückhch betreten, und, ohne Vorgänger, fo viel geleiftet habe, 
als man von der Thätigkeit eines cinzehicn forfchenden Maimes zu erwarten 
berechtigt ift. 

'■' Was man in den Wörterbüchern von natnrhiftorifchen Gegenftänden findet, 
ift überaus wenig, und, wenn es mar im mindeften die Grenzen der im gem.einen 
Leben täglich vorkommenden Dinge überftcigt, mit Irthim:icrn, Verwechslungen 
und unbeftinrmten Erklärungen bc-gieitet. Ein Lexicograph follte es fich zur Regel 
machen, da, wo er keine Saciikeiuitüils hat, lieber dieKunitwcrter und Redensarten 

ent- 



entweder anszurchlicfTeii, oder keine Erldrmingen beyzufügeii, am wcnigften aber 
Iclbige aus andern Wöiterb;u'hcrn auszulchrciben. 

So wie man den nieillen Lexicographen die Kenntnifs naturhifl-orifcher Dinge 
abfpricUt, Ib k;inn man aueh im Gegcntheil belianptcn, dafs Beylpiele von nutnrhi- 
üorilclien Schrifttlellcrn, die zugleich Sprachkcnntnils bcluflen, höchit leiten find. — 
Viele Antoren haben geglaubt, iln-cin Publicum einen angenehmen Dienfi: zu erweifcn, 
wenn fie von den Gegenilanden, die fie abhandelten, zugleich die Ben(;nnungen in 
melireren Sprachen mittheüten. Um diele zu lauiineln, gab (\d\ ein Theil unHig- 
liche Midic, daliingegen ein andrer Theil es bey dem Abichreiben bewenden licts. 
Sie wulten, aus AlLUigel an Sprachkcnntnils, die älteren Bencmiungen fo wenig von 
den neuern, als die Idiotifmen von derSchriftlprachczu nnterfcheiden ; iie vervvecli- 
lelten eben fo häuiig eine Sache mit der andern, zumal wenn iie fich dmxh ähnlich 
lautende Wörter irre fahren lielTen ; und durch das öftere Abfchreiben und immer 
mehr vernachläfTigte Prüfen wurden die Wörter am Ende fo lehr verltümmelt, dafe 
ihnen nicht das Minderte von Kenntlichkeit übrig blieb. Jede Nation wird diefes, 
beym Auffchlagen eines Iblchen Buches bellätigt finden. FiU- uns Deutfchen will 
ich hievon nur ein einziges Beyfpiel anführen. In dem ornithologifclicn Theil der 
neuen franzöfifclien Encyclopädie find hin und wieder die deutfchen Benennungen 
der Vögel angezeigt. Von den bekaimteften Vögeln wird darin behauptet, dafs fie 
in Deutfchland mit folgenden Namen allgemein belegt werden: Sielz, Hahech, Bhu, 
Waleer, Tahaestain-Tahen, Gravekrache, Stoerllran, tian, Guggel, Boasth, 
Hufsfpar, Tul, Tahe, Wy, Zamc, Tub, Kuntc, Ftalm, üchft'n-englc, Weckbol- 
cus &c. (^'c. Dergleichen Wörter fehen der malabarifchen Sprache ähnlicher als 
der deutfchen. In der fpanifchen Ueberfctzung find dergleichen Wörter treulich 
iiachgefchrieben, und wer weis, in wie viel Büchern fie noch liehen mögen 'i 

Was foU man aber dazu fagen, wenn es Schriftfteller giebt, die aus Mangel an 
Sachkenntnifs, ihre eigne I\lutterfprache fo lehr verkennen, dafs fie die Fehler, 
welche die Ausländer fich haben zu Schulden kommen laiTen, blindlings abfchreiben. 
Um keinem meiner Landsleute etwas Unangenehmes zu fagen, will ich gleichfalls 
ein Beyfpiel von den Ausländern entlehnen. Man findet in den italienifchen Ueber- 
letzungcn des Buffön, Bomare &c. eben diefelben falfchen italienifchen Benennungen, 
womit die Originale angefüllt find, ja fogar mit allen Fehlern gegen die Orthographie. 
So weit geht ferner die Sorglofigkeit und BequemUchkeit der italienifchen Uebcr- 
Ictzer. dafs fie auch da, wo ächte italienifchc Synonyme, auch wohl in mehrerer 
Anzahl vorhanden find, denrioch die franzöfifclien Beueimimgen beybehalten, imd 
iluien nur eine italieniiche Endung gegeben haben. 

Wie wenig und fchlecht die bisherigen einzelnen Sammlungen von Synonymen 
mit fremden Namen verfehen find, will ich ebenfalls nur durch ein einziges aufial- 
lendjs Bevfpiel beweifen. In der Iclithyologie des Artedi findet mau in Allem nur 
- - - ^^^ 

?dene 
( enlay'o de una hirtoria de los peccs 
Ö£ la cülla de Galicia. 1 788 ). 

Bey 




Bey folchen Miingeln und Fehlern ifl: die richtige Zurammenftelhing naturhi- 
ftorifchgr Benennungen aus mehreren Sprachen eine neue und dabey iehr befchwer- 
liche Arbeit. Man nuifs zugleich die Sachen und die Sprachen kennen, im Suchen 
nicht ermüden, und zum Prüfen, oder das Wahre von dem Falfchen zu unterfcheiden 
immer aufgelegt feyn. 

Ich liefre hier eine Arbeit folcher Alt, in einem fehr ausgebreiteten Umfange. 
Ich habe die Benennungen der Tlriere, Pflanzen und Steine in allen fowohl älte- 
ren als neueren europaifchen Sprachen, nebft den Synonymen und fehr vielen Pro- 
vinziahiamen gefammelt, und in eine alphabetifche Ordnung gebracht. Obgleich 
ich von den GegenftiAnden, die ich bearbeite, Kenntnifs habe, fo habe ich doch bey 
jedem Artikel den befondern Gegenftand von Neuem ftudirt, und Alles, was ich 
konnte, darüber gelefen, um bey der Unterordnung meiner gefammehen Wörter, 
Fehler und Irthümer zu vermeiden. Dafs ich fehr viele, und meiftens die bellen 
Werke benutzt habe, wird man beym Gebrauch meines Buches erkennen. Wo es 
mir möglich war, habe ich aufler den Befchreibungcn in mehreren Sprachen, auch 
mehrere Abbildur.gen mit einander verghchen. 

Die meiden Artikel habe ich mit Anmerkungen begleitet Anfluiglich follten 
diefe fich nur blos darauf einfchränken, dafs die Wörter erklärt, und, wo es an- 
gieng, deren Urfpnuig entweder gemuthmafst oder dargethau würde. Als ich 
aber beym Sti;diren der befondern Artikel immer m einem Buche mehr oder weni- 
ger, als in dem andern, in keinem aber etwas ganz Vollftändiges fand, fo habe 
ich es nachher verfucht, auch aus dem Hiftorifchen dasjenige, was nicht fehr gemein 
ift, in der gcdrängteften Kürze hinzu zu fügen. Durch diele Arbeit ift mein Lexicon 
zugleich zur Bibliothek und zumLefebuch geworden, indem ich, was das Letztere 
angeht, auch auf den Stil Fleifs verwendet habe. 

' Die lateinifche Sprache habe ich zum Grunde gelegt, und zwar nach der 
Gmelinfchen Ausgabe des linneifchen Naturfyftems, weil diefe gegenwärtig die 
voUftändigfte ift, und die Entdeckiingen der neueften Naturforfchcr in fich fafst. 
Ich habe nur diejenigen Species aufgenommen, wovon bald in mehreren, bald in 
wenigem Sprachen nicht blos Uebcrfetzimgen des Lateiuifchen , fondern eigene 
Landes- oder Provinzialnamen vorhanden find./ Mehrentheils habe ich auch die 
Wörter weggelaffen, welche lediglich Ueberfetznngen eines lateiuifchen Adjeclivs 
und, und die ein jeder, wenn er auch nur geringe Sprachkenntnifs hat, leicht 
überfetzen kann. Es ift eine eben fo groffe Kunft , den Ueberflufs zu vermeiden, 
als eme zweckniäfTige Vollftändigkeit zu beobachten. 

Die Characlere habe ich weggelaffen. Einmal find fiefür diejenigen, welche 
ein fyftematifches W^erk befitzen, überCüTig; zweytens kommen fie durch den 
Zwang des Alphabets aus ihrem angenon menen Zufammenhange; drittens kann 
die deutfche Sprache in vielen Fähen un'; ö ;lich fo fein und beftimmt feyn, als die 
lateüüfche, mit welcher der Kenner gleich leine Begriffe zu verbinden weiis. 

Ich habe die nat-urhiftorif he Terminologie, nämlich die kunftmäfligen Benen- 
nungen der verfchiedenen The ile. Eigen fchaften, Verhältniffe ^'c. der Thiere, 
Püauz^u vuid Steine mit memem Werke verbunden, und kurze Erklärungen und 

mehren- 



mcUrcntlipils Excmpcl \mm gofiigt, D;\ der Menfch mit den tUjrigen Ge- 
rcliöpten \icle 'riicilc des Körpers i;emcin hat, und er das erfte und wiclUi.^llc 
Nivtiu-gefehüpf irt, Ib habe ich auch dieanatoniil'chc Terminologie, oder die fiiiunit- 
lichcn'^ Benennungen der eiuxehien Theile des nienlelilichen Körpers, mit m 
mein Werk anfgenoninien. — Dnrch diefenUinlland bekoninit das naturhiRorifche 
Fülyglottonlexicon auch für die Etymologen einen noch gröfl'ercn Wertli. Denn 
der'Mcntch, die äuHeren Theile deflelben, und die niitzlichilen Tliiere und Vegeta- 
bilien, find wohl das hauptf.ichlichlle Feld für die Unterfnchungen eines Philoibphcn 
und vSprachlbrfehers. Hieranl" folgen die znfiilligen Bedürfnifle. Technologifchc 
Wörter find hir den Etyuiologen, wenn er zwifchen Sprachen Verwandi'chaft Hüten, 
und fclbige auf ürlpradien zurückführen will, feiten ergiebig. 

Nach Vollendung des Polyglottcnlexicon crfcheint ein vollftändiger' Index 
nicht nur über alle iin Hauptwerk, enthaltenen Sprachen und Idiotifinen, fondeni 
auch über die Beyträgc, welche mir in der Zwifchenzeit etwa zngeichickt werden 
foUtcn. — Den "wichtigften Beytrag, welchen ich bis jerzt erhahen und gleich 
bevm Hauptwerk benutzt habe, verdanke ich dem gelelirten Herrn üoftor Anton 
in "Görlitz, der die Güte geliabt hat, ein Wövi-erhuch der Serbifchen Sprache zu 
vcriairen,'und mir mit felbigem, zum Beden des Catholicon, ein fehr fchätzbares 
Gefchenk zu machen. 

Bevm Anblick des erflcn Bandes durfte \ ieüeicht Mancher auf den Gedanken 
gcrathen. ^iafsdas Polyglottenlcxicon eiwe ziemlich Itarkc Anzahl Bände einnehmen 
werde. Man kann fich aber vom Gegentheil vcrfichert halten, indem die BuchRa- 
ben A und C die Itiirklten im Alphabet find ; die :ibrigen hingegen bald einige Bogen 
weniger, bald mehr, als derBuchitab B betragen, ib dafs ich mit dem vierten Bande 
die Vollendung des Alphabets mit Gcwiishcit verfprechen kann. — Da fich nicht 
jeder B;.\nd, den ich auf 2| Alphabet angefctzt habe, auf eine fchicklichc Art 
fchliefien Uilst, fo werde ich bald einige Bogen mehr, bald weniger folgen lafien. — 
Die Fortfetzungen folgen von Mefie zuMeffe, nüthin der zvveytc Band zur künftigen 
IVIichaeüsmeffe. — Die Druckfehler werden am Ende des Werks aufs genauelle 
angezeigt; ich denke nicht, dafs das Verzeichniis derfelben betrachtlich feyii wird, 
iiambiirg, den i, ApriL, 1793. 

N e m 11 i c h. 



Verzeichnifs 



der Beförderer und InterelTenten 
des Catholicon.. 



Altenburg. 
Die LIterarifche Gefeülchaft. 

Altona. 

Hr. Juftizrath Lawätz. 

Hr. Etatsrath von Schirach. 

Anhalt. Zerbft, 

Hr. Geheime Rath Tietnen. 

Allfpacll. 
Sr. Excel. Graf von Platen & Hallermnndt. 

Aurich. 
Hr. Doden , für die Oftfrielifclie GefelUchaft. 
Hr. Winter. 

Bafel. 
Hr. Buchhändl. Schweighäufer. 



Berenbure. 

Prinz Friedrich von Anhalt - Schaumburg- Be- 
renburg. 

Berlin. 

Hr. von Alopeus. 

Hr. Doftor Biefler. 

Hr. Buchhändl. La Garde. 

Die Gefeülchaft Naturforfchender Freunde. 

Hr. Buclih'andl. I\Iaurer. 

Hr. Friedrich Willielm , Reichs • Graf von 

Milkaii. 
Hr. Buchhändl. Nicolai. 
Hr. Buchliändl. Pauli. 

Die Königl. Preufsif. Seehandlun^s-Societat 
Hr. Buchhändl. Vieweg. fen. 

* * Bern. 



Bern. 
Hr. Buchhändl. Haller. 
Hr. Sturlcr von Lnndsliut , Solni . Alfer Mit- 

ßlied des groflen Ratlis zu Bern. 
Hr. Not;iiius Strcbl. 

Bilin. 
Tk. D. Franz Ambrofius Reuls. 

Biftritz in Siebenbilrgeii. 

Hr. Baron Jean von Califch & Kis-BirofZ. 

S. Bhfien 
auf dem Schwarzwalde. 
Hr. Abt Gerbert. 
Hr. Buchdriicker Rottmann. 

Blieskafrel. 

"St. des Herrn Reichsgnifen von der Lcycn, 
Erlaucht. 

Bonn, - ' 

Die Lefegefellfchaft 

Sr. Excel. Hr. Conferenz - Mijiifter Freyherr 
von Spiegel zum Diel'enberg. 

Botlikamp. 

Hr. Heinrich von R-umolir auf Bothkamp, 

Bramildiweig, 

Hr. Hofrath Efchenburg, 
Die Schulbudihandlung. 

Bremen. 

Hr. DoKiprediger Nicolai. 
Hr. Hinr, von Lengerke. 

Breslau. 

Hr. Buchhändl. Gutfeh. 
Hr. Buchhändl. Korn, fen. 
Hl. Buchhändl. Korn, jun. 

Calbe an der Saal 

ßr. Pafior Johann Fried. Aug. KiDderllng. 



Carlftadt ain I\Tayrt. 

Hr. Franz JoiVph Linden. 

CafTcl. 

Hr. J. J. Cmniers Erben. 
Hr. Oberkammerherr . und Kriegs • Rath von 
Jasmund. 

Clausthuli 
Hr. Piülor Koppel. 

Copenhageit. 

Zwey Anonymi. 

Hr. Buchhändl. Proft. 

Corbach. 

im Waldeckifchen. 
Hr. Hofgerichts Secretair Kramer, 

Danzig. 

Hr. Buchhändl. Trofchel. 

Dresden. 

Sr. Durchl. Friedrich Augufl: LH. , Kurfiirft von 

Saclifen &c. &c. 
Hr. Hofrath Adelung, Biblioth. der Kurfürftl, 

Bibliothek. 

Drontheini. 

Hr. Graf von Schmettau. 

Duisburg, 

Hr. Buchhändl. Helwing. 

Elbing. 

Die Bibl. des Gymnafiums. 
Erlangen. 

Die Univerfitäts Bibliothek. 

Hr. Hofkanimerrath von Vifchbacfi. 

Erbach- Schönberg. 

Sr. Erlaucht Guftav Reichsgraf und Königl. 
franz. Obrift. von Royal Zwcjbrück und 
dss Marmilic O. K. ' 

■--■■'■?. 'h ' 

ErRirtl!. 



Erfurth. 

Hr. Candidat Maeller, jun. 
Hr. Buchhändl. Keyfer. 

• ■ Frankfurtli am Mayiu 

'Hr. Buchhändl. Andreae. 
Die Eifenbergifche Ruchliandlung. 
FIr. Buchli'ändi. Fleifcher.' 
Hr. Buchhändl. Gebhardt und Koerber. 
Die Herinannifche Buchhandlung. 
Hr. Buchhändl. 'Varrentrapp und Wenner. 

Gaickftadt. 
Hr. Etatsrath von Saldern. 

Gotha. 
Sr. Durchl- Ernft Ludwig. Herzog von Sach- 

fen-Godia und Altenbnrg. 
Ihre Durchl. Maria Charlotte Amalia, Herzogin 

von Sachfen- Gotha und Altenburg. 
Sr. Durch!. Aemil. Leopold Aug., Erbprinz 

von Saclifen-Gotlia und Altenburg. 
Die Herzogl. Bibl. auf Frkdenfteia, 
Hr. Rath Andrae. 
Hr. Bechftein. 
Hr. Rath. Becker. 
Fräul. von Frankenber^. 
Hr. Cammerjnnker Grat von Sallfch, 
Hr. Kriegs - Actuarius Schenk. 
Die Expeditioa der Deutfchen- Zeitung^ 

Göttingen. 

Die Gottingifche Bibliothek. 

Görlitz. 

Hr. Doftor Anton. 

Die öilentliche Bibliothek. 

Grätz. 

Hr. Baron von Ottenfels - Gschwind , K. K. 

>Ä-irkl. Kammeior und Gubernlalrath. 
Hr. Baron Chriicoph von Sdiwitzen, K. K. 

Guberniakath und Kraishauptmaun. 



Hr. von Pcval. K. K. J. Oe. Staats - Güter 

Adminiilrator. 
//r. von Koenig bej-der Rechte Doftor. 
Hr. Anton Gattola. 
Hr. Buchhändl. Simon. 

Greifswalde. 
Ratbs-Herr Pogge. 

Haag. 

Sr. Durchl. WiUielm V., Prinz von Oranien, 
Erbftatthalter, Admiral - und General -Ca- 
pitain der lieben vereinigt. Provinzen &:c. 

Hagensdorf. 

Hr. Jofeph W'erfak, Rentmeiiler auf den Jlar- 
tinitiichen Herrlchafteu. 

Halle. 
Hr- Candidat Deutfeh. 
Hr. U. ]\laas. 

Hamburg. 
Hamburgifche Gefellfchaft zur Beförderung ist 

Künfte und nützlichen Gewerbe. 
Hamburgifche Commerz -Deputation. 
Hamburgifche Stadt -Bibliothek.' 
Herr Doktor Abendroth. 
Hr. Buchhändl. Bachmann &: GundermalJJIj' 
Hr. Doclor Bartels. 
Hr. Doctor Beckmann, 
Hr. Nie. Eernegau. 
Hr. Buchhändl, Bohn. 
Hr. Paftor Br.ike. 
Hr. H. C. Brandt. 
Hr. Joh. Nie. Bufch. 
Hr. Guillaume Clamer. 
Hr. William Collins. 
Hr. Burgemeifter L. M. DäfnC?. 
Hr. M. von Drateln. 
Hr. Joh. Fr, Dunker. 
Hr. Profeffor Ebeling. 
Hr, Enderes. 
Hr. Buchhändl. ftoche, 



Hr. Job. Gabe, 

Hr. (iaoi'.cchens. 

Hr. Liccntiat Gerfte. 

Hr. Dr. und Pr. Gicfcke. 

Hr. T. H. Goverts. 

Hr. Admir.ilitäts Kegiftrator Hartmann. 

Hr. Joli. Peter Hafe. 

Hr. He6tor. 

Hr. Stintor Hcifc. 

Hr. Jencquel. 

Hr. Julius. 

Hr. Gerhard Karsdorp. 

Hr. Mathias Klefeker. 

Hr. Hermann Hin. Klink. 

Hr. Cand. Knauth. 

Hr. Difpacheur Lienau. 

Hr. Senator Lienau. 

Hr. Joh. Nie. Lüdemann. 

Hr. Doftor Luis. 

Hr. Notarius Luis. 

.Hr. Abrah. Meldola Not. und Translateur. 

Br. J. H. Meyer. 

Hr. J. E.. Munfler. 

Hr. Georg Friedrich, Mnftoph. 

Hr. NeckehTiann. 

Hr. Johann Noni^n, von Liverpool. 

Hr. John Parish. 

Hr. G. Parish. 

Hr. Prof. Pitiscus. 

Hr. Liccntiat Prinshaufeu. 

Madame Rahufen, geb. Koofen. 

Hr. Jacob Rahufen. 

Hr. Gabriel Rahufen. 

Hr. Doftor Reimarus. 

Hr. Budihändl, Remnanf. 

Hr. Abraham "Roofen, 

Hr. Berend Roofen. 

Hr. Hermann Roofen. 

Hr. Rudolph, 

Hr. Ruprecht 

Hr. Pcftgr Rtickey . 



Hr. J. H. Sthmc'ichel. 

Hr. Schaiifpiel-Diretlor Sclirfidor. 

Hr. Joh. W'ilh. Schütze, D. R. 1<, 

Hr. Kanzeley-Secretiiir Schütze. 

Hr. Johannes Schuback, Charge' d'Affaires und 
General Conful dts Portiigiilifchen Hufes 
im ganzen Niederf:icblifclicii Krcife. 

Hr. M. Sciiuback, jnn. 

Hr. Arnold Sciiuback. 

Hr. Schulte. 

Hr. Burgemeifter von Sieneti, 

Hr. Siveking. 

Hr. Carl Hermann Soltau. 

Hr. Senator von Sprekelfen. 

Hr. Steinfurth. 

Hr. Doftor Jacob Chriftian Vogel, 

Hr. L. de Vofs. 

Hr. L. WcHphalen. 

Hr. Liccntiat Wittenberg. 

Hr, Ziefe. 

Hameln, 
Hr. Berg- Commiffarius W'eftrurab. 

Hannover. 
Die HeKvingfche Buchhandlung. 

Heidelberg. 
Hr. Univerf. Buchhändl. Pfähler. 

Helniftiidt. 
Die Bibliothek dafclbft. 
Hr. Buchändl. Fleckeifen. 

Heffen - Darmftadt. 
Sr. Durchl. Ludwig Georg Carl, Prinz und 
Landgraf. 

i 

Holftein - Auguftenburg. 

Sr. Durchl. Friedrich ChriHian, Erbprinz &'c. 

Hoycsbüttel. 
Hr. Major von Guftädt , Erbherr auf Hoyes- 
bütteL 

Hufura. 

Die Bibliothek dafelbft, 

Katfcher« 



Katfcher. 

Hr. P. W'okka , Decliant und Erzbirdioflicherr 

CommilTarius. 

Kempten. 

Hr. Bucbhändl. Koefel. 

Kiel. 

■•Bie Akademlfche Bachhandlung. 
Hr. Geheime Ratli und Ober - PräHdent von 
Schack. 

Königsberg. 

Hr. Buclihändl. Kicolovius. 

Hr. Auditeur Zick. 

Hr. Lieutenant Graf von Bernllorf, 

Leipzig. 

Hr. Snperior Tgnatius Spalt. 
Die Univerfitats Bibliothek. 
Die Crufifche Buchhandlung. 
Die Dj-kfche Buchhandlung. 
'Hr. Bilchli5n31; KShler. 
Hr. Fuchhdndl. Sommer. 
Die Gräfifclie Buchhandlung. 

;_ Liegnit?;,,, 
Hr. Bachhandl. Siegert. 

Lindau am Bodenfee. 

Hr. M. J. Gottlieb Lorenz Sembeck. 

LifTabon. . 

O Exmo . Snr; T&ärquez ' de CäfieHo - melhor. 

Hr. D. H. Overmann.^ 

Hr. E. A. Bieftef. ' 

Hr. joh. Illiiis. 

pr. Bropiley Illius. 

Hr. Friederich Ficke. 



Hr. Job. Hinr. Metzener. 
Hr. Joh. Frizoni. 

London. 

Hr. Herbert Marfh , I\litglied des Stifts des keil. 

Joh, zu Cambridge. 
Hr. Buchhändl. John Sewel. 

Lübeck. 

Hr. Superintendent. Schinmeyer. 

Lüneburg. 

Hr. Prätor Pauli. 

Magdeburg. 
Hr. Bucbhändl. Scbeidfaauer. 

Manheim. 

fir. Bucbhändl. Schwan. 

Meiningen. 

Hr. Rath Reinwald. 

Memmingen. 

Hr. Buchhändl. Seiler, 

Oels. 
Hr. Conreccor Günther. 

Oldenburg. 

Hr. Landvoigt von Brandenftein. 

Olmütz 

Die Bibliothek dafelbft, ,. 

Päfewalel«. 

Hr. General -Lieutenant Graf von Kaikrfcath. 

PcR. 
Dominus Nobilis de Nt'mes. 



BomiHUS L Baro Gabriel <ifi Pionay. 
Repia Univerfitatis Peftienfis Bibliotlicca. 
Hr. Buchhandl. Stalicl und Kilian. 

St. Petersburg. 

Hr. Shairps. 

Hr, Profeilbr Wolke, 

Pirna. 
Hr. J. G. Hoycr Clmrfurftl. Säclif. Pontoniiici-- 
Premier - Lieutenant 

Prag. 

Sr. Hochwürden Gnaden Hr. Anton Jacob Su- 
chanecli, Grofsraeifter d.cs Ritterl. Kreuz- 
Ordens mit dem rothen Stern. 

Hr. Buchhandl. Widtmann. 



Hr. Heilmann. 



PruDshaus, 



Radebor. 
Hiv Feldprediger Schliepftein. 

llegensburg. 
Hr. Geheime Rath Graf von WefterhoIJ, 

Reval. 

Hr. Bnchbinder Boldt. 

Hr. Rath und Oberland • Gerichts • ÄücÜOr ReJ- 

mers. 
Hr. Profeffor Wehrmann, 

Riga. 

l!t. Buolihändl. Hartknoch. 

Rosdorf. 
Hr. Rath mi Kammer- Präüdent voa Wegh- 



Roflock. 
Hr, BuchJiiindl. Kniipe, 

Rotterdam. 

Hr. P. Weiland , Leeraer in de Rcmonflratitfcbe 
Genicende. 

Salzburg. 

Sr. Hoclifin-fll. Gnaden Hieronimus, ErzbUchof 

von Salzburg. 
Die Meyerifche Buchiiaodlung, 

Salzungen. 

Hr. Doftor Sulzberger. 

Hl-, Johann Friederich Chriftian Sulzbcrgef, 

Schwarzenbeck, 
Hl*. Oberförfter ßornemann. 

Schwerin. 

Hr. Kammer -Secretair Faull. 

Hr. Hofrath Livonius, jun. 

Hr. Kammerherr Obrift - Lieutenant Friedrich 
Wilbekn v. Ll'itzow, Gouvernenr bey dem 
Durclilauch. Erbprinzen von Mecklenbijrg- 
ScJiwerin. 



ßf. Dietii. 



SonderbiTTg, 



StendaL 
Hr. Buchl/andl, Franzen. 

Stettin. 
Die Bibliothek des GyronaßuiflÄ 

Stralfund. 

Hr. Kanzle«- von Engelbrecliteni 
Die EUths- Bibliothek. 



Stttttgarl. 



Stuttgard. 

Sr. Diirclil. Carl Eugen , Herzog von Wiirtem- 

berg- Stuttgard. 
Ihre Durcbl. Francisca, Herzogin &e. 
Hr. Biichhändl. Ehrhardt & Loefliin** 

TremsbütteJi 

Hr. Graf von Stollberg. 

Tübingen^ 
-Hr. Buciihändl. Cotta. 



Hr. Reichs -Kammergericlits.Beyfitzer Relcks- 
Graf Spauer. 

Hr. Reichs-Karamergerichts-Beylitzer SteigffiT- 
tefch. 

Hr. Reichs -Kammergericlits-Procuratorj Hof- 

rath und Doctor Tils. 
Hr. Geheimerath Freyherr von Weiuba^eJl. 
Hr. Kanzley-Kopift: Klöckiier. 

Wittenberg, 

Hr. Profeflbr Schröck. 



Ulm. 

Die Stettinfche Buchhandlung« 



•n.».*«^-.-?*. „♦- ^^s, ; 



Wolfeiibüttet 



Wallerfteiii. 

Sr. des regierenden Hm. Fürften zu Oettingen» 
W'allerftein Hochfiirftl. DurchL 

Weimar, 

Die Herzogliche Bibliothek. 

WeilTenfels. 
Hr. Bachhändl. Severin. 

Werningerode« 

■Hr. Bibl. Benzler. 

Wezlar. 
Hr. Reichs - Gerichts - Procurator Hc^ati Iin4 

Licentiat Abel. 
Hr. Geheimerath Hoffmann. 

Hr, Reichs- Kammergerichts-Beyfitzer Freyherr 
Maurer von Kronegg. 

Hr. Reichs-Kamtaergerichts-Beyützer von Neo- 
rath. 

Hr. Reichs-Kammergerichts-Beyfitzer Freyherr 
von Eiedeiel. 



1)1« Herzogliche Bibliothelj. 

iWolgaft. 
Hr. Redor Kofe. 

Zelle, 
Die Kirchen -Bibliothek. 
Die Tribunal -Bibliothek. 

Zichtau 
in der Altmark. 
&. Kapitain von Averslebec. 

ZittaiT. 

Die -Saths -Bibliothek. 

ZüricK 

Hr. Buchhändl, Ziegler & Sohire. 

Hr. Dodor Äled. d: Chir. J. H. Eämet, 

Zweybritck. 

Hr. Joh. Georg Seyler. 



F^ 



l^on folftcndcii Hcn'cn haben ttlr den Ifohnort nicht erfahren könnfH : 
Hr. Abrahum Gottliob Peiifcl. 
Hr. P. Ignatius Habcrliti. 



Das Iiitcreilciitcn-Verzcichnifs vt'ird in den folgenden Bänden fortgcfetat 



A. 



Abbreviatus, a, um. adj. 

Dentfch. Kurz, abgekürzt. 
Kort, afgekort. 
Kort, afkortet, forkortet. 
Kort, förkortad. 
Short, fhortened, abbreviated. 
Court; racourci. 
Corto; abbreviato. " 
Corto ; acortado. 
Curto ; encurtado. 
Koro'rk'ü. 
Krotki. 
Kra'tky. 
Kurta, rövid. 



«•■) von dem 
wenn derlelbe 



Holt. 
Dan. 

Schwed. 
Engl. 
Franz. 
Itat. 
Span. 
Port. 
Ruf 
Pol. 
Böhm. 
Ungr. 
Abb I evi a t a cauda. Sagt man 
Schwänze der vierfüfUgeii Tlüere , 
das Ende des Hüftbeins nicht erreicht (Lepus, 
Satyriis, Taipa, Eiinaceus). b") Von dem Schwanz 
einer Schnecke, wenn deri'elbe kürzer irt, als die 
untere Windung (^Murex eiinaceus). 
Abbieitiitae areae. Wenn die Felder eines 
echini verfchwinden, bevor fie die untere Scheibe 
erreichen. 
Abb >■ er i a ( ae lamellae. So heiffen die abge- 
kürzten Blättchen einiger Seefterne (Madrepora 
piieus ). 
Abb I e L-i a t a ein ti a. [ Ejitomot. ] Abgekürzte 
FKii;eldecken. Sie bedecken in diefeni Falle nur 
einen Theil des Kückens. (^Scarabaeus hemipterns; 
Dermertes pedicularius ; Curculio palmarum ; &c.) 
Abbieviatae firiae. \_Term. roiicltifl.'] Streifen 
einer Mulchel, welche fich nicht bis zum Rande 
ausdehnen. 
^^bbrei-inta deprejfa facies. Ein kurzes, plat- 
tes Geficht (Simia (ilvanus). 
Abbieviata jnfcia. [ Terw. enlouio!. '\ Binde, 
welche die Hälfte einer Randfeite nicht erreicht 
• (l'h;ilaena wau;iria). 
Abbiai'iata lingua. \^Term. enloni.'^ Wenn die 
Spiialztinge der IiiTeäen kürzer iit als der Rumpf 
CPlialaena). 
Abhf ei/iaia probo/cis. Kurzer Rüffel a) eines 

Inlects (Tipula). *) eines Säugthiers (Porcus). 
Abbreuiali palpi. [ Tenn. entom. ] Kurze Frefs- 

fpitzen (Libellula). 
Abbieri al.'im perianlhium. ITeim. bo/an. J 
Eine abgekürzte Blumendecke ; wenn nämlich die 
Decke kürzer ift, als die Rj'hre oder die Kagel der 
Krone (Fulmonaria maritima). 
Catholiion. J\'aluigef(hiihtii, Bd. 1. 



Abbreviatum roßtum. [ 7>r»;. ««/ow. ] J^in kur- 
zer Schnabel verfchiedener In/ecten (Kotonefta). 

Abbreiiatiiili fleritiiyii. \_Tetm. ei:iom.'^ Ein ab- 
gekürztes Brui^bein (Dytifctis). 

Abb revi atns aculeiis. \Ttrm. e>itom.'\ Einkurzer 
Stacliel (Ichneumon, einige Arten davon). 

Abbreviatus caliix. [ 7>;j,v. bat. '\ Ein kurzer 
Blumenkelch. Wenn der Kelch kürzer itt, als die 
Blumenrohre. 

Abbreviatus cautis. [Tertit bof.'\ Ein kurzer 
Stamm. 

Abbreviatus a afti s. Wenn bey einem vierfüfli- 
gen Thiere die Nafe kürzer ii>, als die Oberlcizen ; 
labiis brevior nafus (Simia). (Homo). 

Abbreviatus pes. [Ter»:. entcim.'\ Ein unvolUrin- 
diger Ful's. An den Vnrderfüffen der P.^pilioiieu 
vermifiet man zuweilen den Tarfum. — Bey den 
Larven heilVen abbreviali peiies diejenigen , welche 
kürzer find, als der verticale Durchmefler ihres 
Körpers. 

Abbreviatus t ho> a x. [Tenii. entom."] Ein kurzes 
Brnftlchild. 

Abbreviatus v?iibi lictis. [Term. eonchi/l.'i So 
nennt man den N.abcl einer Schnecke, wenn er fich 
nicht von der Oeffnung an bis in die Spitze er- 
l'trecket. 

Dem alLrerinto pflegt das elorgatum entgegengefetzt 
zu werden. 

Abdomen, f. n. 

* Infimus venter; aqualiculus. 

Gricch. Hypogaftrion, hypokollion, 
lapara. 

Dnttfch, Der Unterleib, der Bancli. 

Hol!. Hct Onderlyf, deOnderbuik, de 

Buik. 
Dan. UnderlLvet, Bugen eller Vommen, 

Ifterbugen. Island. Yftra. 
Schwed. Underlifvet, Buken, Ljuniden, Ifter- 

buken. 
Engl. The abdomen, the Iower belly, tlio 

bellj-. — Anglf. Swind; Gti/;V. 

Bolg, Broin. 
Franx, L'abdomen, le \-entre, Ic bas-ventre, 

le ventre inferieur. 
Itat. Addü'mine, il ventre inferiore, il ven- 

tre j U baflb-ventre o imo-vcnti-e. 
A Span. 



3 ARD 

Span. Abdomen, il virntrc, la barrlpa. 
Port. O ;ibdotiion. o \entrf. :i b:irrip;a. 
Ruf. \\i(:i ■ l'iifo ; Ni'iirclmiajä tichsft 

tfchrr'wa. 
Pohl. 15rziich doltiy. 
Böhm. Dole^nj, i'poilnj biicho; Podbrjfrek. 
Utifri: Has potroh. 
Lrtt. Kuiv^is. 
Ehßn. Kölit. kof. 

Das al'JoiKfn f.iiiRt ;in viin dem Kndc des Tlior.ix, und 
erftreckt (iili bcy den vieifiilligeii Tliiereii bis in die 
Gegend der /^ciigiiiigstlicile , bey den meiften iibii- 
gen Tliieren hingegen bis an den Schwanz oder 
den Aller. 

Ehedem verlt.iiid man auch unter abdomen die Gi?geiid 
des menkhliihen Körpers, Welche fich nrilchcn 
dem Nabel und dem Cilicde befindet. Das .Su- 
men. womit die Alton eine gewifle Baiichgegend 
des Miitterlihweines benannten, h.nt vermuthliLii 
In eben diefer Region gelegen. — l'lniiliis nannte 
in einem noch eingel'thianktercn Sinne die vorde- 
ren fc".ndlheile des m;innlicheii Unterleibes abdo- 
men. 

Es gef.illt den meiften F.tymologen, das Wort .ibdoinen 
von abdere herzuleiten , quod abdit feii ablcondit 
vifcera. In filieren ileiten tilgten die ehilithcu 
Etymologen noch hinzu: "niii quis malit ex liebr. 
ab doiiiei: i. e. pniei Juni vel y, >)«//.> dici. " Sie 
leiteten es aber noch lieber aus dem griech. a//lio- 
deuma i. e. Jleicus her. 

Abdomen itifectoiiim. — Detiffc/i. Der Huiter- 
Icib ; Noil. Het Agterlyf; Dnn. Vomnien ; Sttui'. 
Balgen ; t'ng/. The abdomen or lower body. 

Abdomen f. pars poßeiior pupae. Die 
Scheide des Hinterleibes ; der hintere Tlieil oder 
der Hinterleib einer Pnpe. Er beftelu aus artuu- 
In'ten Ringen und ift beweglich. 

Abdomen feipf,it:i»i. Bey den Sclilangen ift 
unter abdomen der zwifchen dem Kopf und dem 
Schwänze liegende untere Theil des Körpers zu 
verfiehen. 

Uneigentlich hat man den articiilirten Schwaiu der 
Krcble abdomen genannt. 

Wenn die Alfeln nnd Vielfülfe, deren ganzer Leib aus 
Ringtn oder Gliedern heCteht, nieiir als zehn Fülle 
haben, l'o kann man den Hinterleib vom Brulil'tücke 
nicht mitericheiden. Cielit die Xnh). ihrer Fülle 
nur bis zehn, lu lubcn fie leibige fämmtlich am 
ßruftftücke. 

Zuweilen bedeutet abdomen nur die äufferfle Gegend 
am Hintei leibe. Z.B. VerCchiedene Sphin.xe h.iben 
ein barbatum abdomen, d. i. einen rauhen After. 

jlbdominis acut ei. Die Bauchftacliel des Te- 
trodon. 

jtbdoniiiiis aptx. Siehe apex. 

t-fc doniinis iHtif.irae, a ,• >: v. l i f. ftgmenla. 
[Etitoni</t.'\ Eiifihnitte, Einkerbungen, Queer- 
ringe , Ringe oder Falten , woraus der Hinterleib 
«ler Iniecten befteht. Von diefenKinrchnitteii liabeii 
<üe In'et'ten ihren Namen bey den lateinilchea 
Schriftüellern erhalten. Etjureoninia inl'efta ap- 
pcllata ab ii-.cif-.oh. Plin. XL i. —^ Ho'd. ,Sny- 
Hukken, Iiiftv dingen. .S'naedjes , Riagcii, Voe^en, 



ARD 4 

Verdeolingen van'i AgtcilyT; Dan. Vommen': Tnd. 
(ki.treU'er; A'.j;/. Rings or legments ; l'mr:z, 
Anneanx oii i'egiuens. 

Bey den Spinnen find diele Ringe nlclit deutlicli zu be- 
merken ; nulla diliintta fegmcnta. 

Ab domiiiii iiiimilns. [vliuu.'] Der Baiichrlng. 
Kine Oefliuiiig im aiill'eren Ichieltn Baiich'imikcl, 
durch welche bey dem männlichen (ielchlechte die 
SaaincngelalVe. und bey dem weiblichen die runden 
Miutcrbander herablieigen. 

Abdomiiiis glaiid:i tat, [^//.a/. ] Die Bauch- 
driileii. 

Abdoniinis cnvum. [Aiiat."] Die Bauchhcj'le ; der 
Zwilchen dem /^wergfell nnd den Hebemulkeln des 
Alters befindliche uml die inneren 'l'hcile des ab- 
doniini.s in fich rcliliellcnde Raum, 

Abdomiiiis liquoi. [W«(i/.] Die Feuchtigkeit des 
Unterleibes, wodurch die innere i" lache des Bauch- 
fells l'ciiliiplrig eriialten wird. 

Abdoniinis »largo. [Tenn. entern.'] Der Daucli- 
rand. iiiehe Margo. 

Abdohiinis teigum f. dorfitt». [Tfim. entom.J 
Der Hinterriicken , der Rücken oder obere Tlieil 
des Hinterleibes der Inletten. — ßnn. \'ummens 
Ovcrdeel; Sduteii. Rygg, den 6'fre .Sidan af Bal- 
gen ; t^i'ßl. The back; liuiu. Le dos; toit, 
Dorlo, &c. 

Abdomiiiis i etiler. [Tenn. eiilcm.'] Der Hinter- 
bauch , der Bauch oder untere Theil des Hinterlei- 
bes der liilecten. — Scliited. Magen, den undre 
Sidan af B.-ilgen ; E"i;!. The bclly ; Franz. Le 
ventre ; Fan. Veijtre, barriga, &c. 

Abdominalis, e. adj. 

Dnitfch. Zum Unterleibe geliörig. 
Holl. Behoorig tot liet Onderlj'f. 

Dan. Som hör til L'iider'.iv. 

Schiced. Som Iiörcr til Uiiderlif. 
Enirl. Abdominal, belonging to thebellv. 
Franz. AbdomiiKtl, e, 
Ital. Addominale. 

LSpan. Abdominal. 
Fori. Abdominal, 
Abdominales arteiiae. [A-tal.'] Bauchadern, 
Abdominales miiinmne. Baucheuter. Sie be- 
finden fich zu mehreren Paaren an dem Bauche der 
Säiigthiere (.Uidelphis, Phoca). — Die meilteu 
glires haben zugleich am Bauche und an der Bruft 
ihre Euter. 
Abdominales »n/fcsili. [^;;a^ ] Bauchmulkeln. 
Abdominales pedes. \_Terni. ealom.'] Bauchriiife,. 
Sie befinden fich an dem Bauche des Hinterleibes 
verlchiedciier Infcc'ten. — Holt. Buikvoeten ; Dan. 
Voml'.'dder. — Einige fechsriiflige Iiilecken haben 
vier Bruliiiilit und zwey Bauchfilfle. 
Abdominales pinnae. [^Teim. ichibijol.'] Bauch- 
floli'en. Sie liegen am Baiiclie vor der Oeffiiung 
des Afters. — Holl. Buikvinnen; Dan. Biigfin- 
jierne-, S:hued. Bukfciioriie. Magfenorne ; Engl. 
The abdominal fiiis or bellv fius ; Franz. Lei 
tiaoeuiics du reiitre, les jiageoires inferieures. 

Abdomi* 



ABO 



ABO 



jtbiiotHin atts pifres. Die Bauchfloffer. Sie 
liaben die Bauchflcflfeii näher am Alter als an der 
BiulK Im Liniieiftlien Svrteni machen fie die 
vierte Ordnung unter den f ifclien aus. — Huil. 
Biiikpooteu ; Dan. Bugfinnende Ki(ke:>e ; Schwed. 
Biikfilkar; Eifgl- Tiie abdominal lilhes; franz. 
Poill'ons abdoniinaux ; Itul. Pel'ci addomiuali ; 
Üjian. Peces abdominales; Poit. Peixcs abdo- 
niinaes. 

Abdotninalia ova. \^E:tloni.'\ Baiicheyer. Sie 
bleiben und entwickeln ficli im Bauche des Mutter- 
inl'ecls (Coccus). 

Ai domi H alia Jutta. Die Bauchfchilde oder die 
hornartigen Scinijipeu am BaucJic einiger Schlangen 
undKidechlen. — Fianz. Les grandes jdaqucs ou 
eculTons du ventre. 

Abäomiii alis /accus f. folliculus , abdo- 
minale mar fupitini. Eine häutige, weite 
Tal'clie am Bauclie des Weibchens der Beutelratte, 
die durch belondre Mulkehi geütlnet werden kann, 
und in deren Buden die Zitzen liegen. Die noch 
nackten und unreifen Jungen werden in dieler Tafche 
gegen Wind und Wetter gelchützt, und künueii 
dann gemäciilich die Zitzen fallen. 

Abductor mufculus, [Amt.'] 

Dattfch. Der Abziehmufket. 

Holl. Het af haalcnde Spiertje. 

Dan. Udvenderen. 

Sclmcd. Udvändande Alufkelen. 

Engl. The abductor. the abducent mufcle. 

Franz. L'abdiicteur, le mufcle abdutteur. 

Ital. II deduttore. 

Span. El abduftor. 

Fert. O abduftor, o apartador, mufculo 

que traz. 
Diefer Name wird verfchiedeneli Mulkeln beygelegt, 
deren Verrichtinig (^Lat. abducrio ) darin beliebt, 
dafs (ie das Glied, woran lie befefiigt find, nach 
der Seite wenden , oder auswärts bewegen. Am 
bckannteften ift der abduftor ocu'i, welchem man, 
wie den übrigen Augenmulkeln, fninreiche Nanicn 
gpoebcn hat. Man lelie Oculus : ferner auricuhu-js, 
index, pollex. Der Antagonift dieler MuJkeln wird 
adductor genannt. 

Aberration es. Die Ausarten. 

Einige Autoren diftinguiren und lagen , daft die Aus- 
arten von den Abarten nach einer mehr beträcht- 
lichen, jedoch zufälligen Veränderung verll:hie- 
denTuid. i'id. naturae luliis. 

Abomafum, abomafus, abomalium. 

(Die Synonymen Afellus , Fali.scus und Amoba/is, 
welche man verfchicdentlich angeliilirt linder, 
ballen keine Autoritär. Z. B. von dein Faii«ro 
ili \m% weiter 'nicht.s- bekannt, als dafs er eine 
Magen- oder Preiswmfr gewelen leyn folU) 

Gi-ii\k. Enyrtron. Arißot. 

DiiUfch. Der Rom; das Lab. der Labmas;en 
(^!t Laab. Laf. I.alT, Lvp, Lipp, 
LlilTe, tfi-lche Wolter u'rfprünglich 



eilt co.ijTulum hedrittcM ) ; der Fett- 
magen; der Roden; die Ruthe; 
Magen oderlM-igen. (Diefe letztere 
BencntmufT iß viellricht an.<! dem 
alten IVorte Alaghen oder Meghe», 
i.e. coaguliim, cntßanden. In al- 
teren holläudifchen Schriften findet 
man das galiumi/z^rc/jMegherkruyd 
iiberfetzt. ) 
Holl. Leb, Agterpens. 

Dan, Löbemaven ; det rinkende Knllun ; 

yVon^'. Vinlleren; Island. Lifur. 
Scitwcd. Löpemagen , Kiele , Väiiileren ; 

Gothl. \'inil:er. 
Engl. The raaw ( aus dem Anglf. maga ) ; 
the rennet-bag, the runnec-bag (fl?(j 
dem Aaglf. gerunnen ) ; ( Charleton 
nennt //;« Honey-trlpe, qnia giißni 
gratißimim). 

'Ga//f. Gaile ; irelßi. Caiil. 
Franz. La caillctte. 
Ital. 11 ventrlcino, il perfettibile. 

In Brefcia II mago', 
Span. El ciiajar. el cuajo.' el'bondeio. 
Port. O coaiho, o qualho, o yentricolo. 
Rnß. Sujtfchug. 

Ilhjr. Sujchdgz. 

Pohl. • Flak. slaz. 

Ungr. Tejes-bel. (rf.?. Milchmagen.) 
Abo in af um ift der vierte und letzte Magen der wie- 
derkäuenden Thiere , in welchem die völlige \er. 
dauung vorgeht, und woraus die Nahrung in die 
Gedärme Iconnnt. Den ükonomifchen Gebrauch 
dieles .Alagens , nebl't den dabey vorkommenden 
Bencnjnni^en werde ich im okonomilchcn Ü'or- 
terbucl,e anführen. M.an lehe ferner die Wörter 
rumen, reticulum und oniafos. 

Abortion S flos. [Term. bot.] Conf. masculu j, 
(Sterilis Toiirnef. — paleaceus Raj. — * Fru- 

giperda vetentm.) 
Deutßh, Eine Blume welche- die Fracht ver- 

fchtitcet, oder lie nicht zur Reife 
• bringt. 

Holl. Eene Bloem die de Vragt niet ter 

Rypheid brengt. (Kweelen). 
Dan. Blomftrerfomknyttesikke tilFrugt. 
Sclnt'ed. Blomftret fem ej bringer Frugteu 

til Mognad. 
Engl. Barren floNvers, fach as produce no 

fruit. 
Franz. Avorte'. e'e. a.ij. — Fleur^ qui ne 

produifcntricn ; — les p'antes avor- 

tent quand elles donnenr des fruirs 

pie'coces ; — la femence avorte; 

{^die Giirtner ßigen le frait coule, 

A 2 ' l/ißoii^ 



7 ABO 

brlonders wnn ein ßjirkrr Reffen 
den ßlwiinillaitb ahgefpült hat ). 
Jtal. Fioro ubortiva clie pertle il frutto. 

(Non atteccliirc; incatorzolire, im- 
bozzaccliire ). 
Span. Flores abortivos quo no da'n frutas 

maduras (^marcliitarfe). 
Port. Flores abortivos cujos germes nao 

medraö (niirrarle). 
• Die Giclnkönier, aboitus lemimim , les grains 
;noi'tes wirJ niaii im ükonomilclieii W. B. an- 
titffcn. 

Abortire, aborwre, abortum parerc. 
b) Abortio f. abortus; aborticndi 
aäus. c) Abortus, abortivus Ibe- 
tus; *aborrus, abortium, abortivum. 
d) Abortivus, a, um. adj. 

Crkch. /') EkMwlis; ambl^lis. f) To ck- 

trojma; to amblaima. 
Deutfih. a) Unzeitig gebären , vor der Ziifc 
gebären; abortiren , mifsgebalircn ; 
um die Frucht kommen, die Frucht 
verfchiitten ; ron Tliinrn fugt man 
Verwerfen, vorder Zeit werten. 
h) Eine unzeitige Niederkunft; das 
unzeitige Abgehen der ueihesfruclir; 
das Alifsgebären ; vnlgo ein Umfclilag, 
eine X'erlchuttung, ein IMifsfall, ein 
Mifskram; hn Ravcnsbr.vijfcltcn By- 
kram. c) Eine unzeitige Frucht; 
ein Abortus; In ältere Sehr ififv. : em 
Unzeytling. dj Unzeitig geboren. 
Hol!. a) Vonr denTyd vaneeneAhsdragt 
bevallen ; een Misval of ecne Stör- 
ung hebben; misvallen, misbaren. 
b) i\Iisval, Misdraaging, Rlisdragt, 
Miskraam, l\lisbaring, kwaade Kraam, 
Storting. c) Een onvolraaakte of 
of onvoldraage Vmgt; Misboorte. 
d) Door Misval gebooren. 
Dan. ß) FödeiUtide; fareilde; komme 
fortüig: haveOmflag; VonThieren, 
Kaitafortilig. /;)Omflag, Misfödfd. 
t) Utidig Frugt, utidig Födfel ; Rlis- 
föter. d) Utidig ; föd for Tiden. 
Grörddnd. a) ÄHukfurpok. c) Die 
heidu'/ihni (h-'6,iländer nennni enioi 
verheimlichten ahortuin mamdichen 
Gefchlechts Angiak, imd einen ver- 
heimlichten abortim weiblichen Ge- 
fchlechts Angialik. Der abortus ver- 
itandelt [ich", wie fie glauben, in einen 
kleinen Togel, und giebt dm Laut 
eines iungebohrnfu Kindes von ßch. 



ABO. 



8 



Eigentiich iß es eine Tdufchnitg. wo- 
tiii't ihr Angekkok oder Zanberpryßer 
ße betrügt. iVijeSainl. af dct Kongt. 
Norfke Srintabs-Skrißer I, 27 1. 
Schwed. n)FaMisfaIl; föda et otidtgtFüfter; 
von Thierni Kafta i Förtid. b) Mis- 
fall. c) Et otidigt Föfter, Mifsföftcr. 
d) Otjdig. 

In JVißgothland nennt man enicu 
aborruni c) der Vögel Näfling. 
Lappland. «)Tfuükanet; l'on 'Filie- 
ren Tcwerdet. b) Tfuokancm. 
Finnland, c) I.uoma, Puülieräino?i. 
£ngl. a) To miscarry; * to abort; ron 
Thieren tocaft (beforetime). h) The 
miscarriage, * thc Abortion. f> An 
untin-.ely birth , an abortive cMld; 
FonTUieren a caftling. d) Abortive; 
born beforo time. 
Galic. h) Failmighadh. 
Franz. »?) Accoucher avant terme; faire un 
faulTc-couche; feblefler; *Avorter; 
Fon T.iicren avorter, mcttre bas un 
petit avanf- terme. h) La faufie-cou- 
che; * l'avortement ; (Man pflegt: 
die fau(Te-couche, oder das zu/Hllige 
Mifsgebären von dem avormcnt, oder 
dem ' vorfiilzlichen Mifsgebären zu 
tmterfclir.iden) ; Von Thieren Avor- 
tement. f) Un enfant abortif; un 
fruit ou fe'tus \-eim avant terme; 
Von T'iieren un avorton, un petit 
abortif. d) Abortif, ive. 
Ital. a) Dilperderfi;, difperdere, fperdere 
la creatura ; fconciarfi : fciparfi ; 

* Abortare. abortire. abortirfi; Von 
Thieren abortarc; fperdere; fciparfi. 
b) Difperdimento; fconciatura; abor- 
to. c) Abortive); aborto; fconcia- 
tiu-a. d) Abortivo, a. 

Span. o) Malparir ; mover ; parirmal; 

* abortar ; Von Thieren abortar. 
t) El mal parto ; * aborto. (Die Spa- 
nier pflegen, ivic die Franzofen, mal 
parto «o»j aborto 'XK miterfcheiden}; 
Von Thieren aborto. c) Nino aJDor: 
tado; aborto'n; aborto; abortivo. 
d) Abortivo, a. 

Bafc. a) Bertitztu. 
Port. fl) Malparir; mover; ter mao fuceffo 
a mulher prcnhida; »abortar; Von 
Thieren abortar. b) Mo'vito ; mao 
parto; * aborto; Von Thieren aborto. 
f) Aborto; *aborfo. rf; Abortivo, a. 
Kuf 



ABR 



ABR 



lo 



RuJJ'. a^ Nedonofit; nedonärclii\VaL V) 

Nedonos. f.m. c) Nedonölbk. I'.m. 
Poln. a)Poroniam; porzucam. /') Poro- 

nienie ; porzucenie. c ) Pomiotek./. m. 
Böhm. a) Potratici. b) NedolTly porod. c) 

Kedochudce. /. »j. 
Lett. c) Ncleika behrns, 
Elißn. t)Ennu aigafiindinu. c)Eiine aegne 

laps. 
üngr. fl) Idetlent fziilni. b) Ide'den fzulcs' 

a'llapatja. c) Idetlen fzales. 

ABROMA augufta, \_Botan.'\ 

[Abrcma falhiofum. ^acq. — Ambroma; 
theobroma auguftaj. 
Daitfcli. Die königliche Abrome ; der könig- 
liche Cacao. 
£«5/. The maple leav'd ambroma. AitOH. 
Franz, Ambrome a feiiilles anguleufes, Eti- 
cycl. ( l'^on dii'fcr nnteffcheidet La- 
niark ehif ambrome ä feuilles alon- 
ge'es, ambroma elongata). 

Abniptum. a) abbreviatiim. e. c. ab- 
rupta cauda. b ) truncatiim. e. c. 
abnipta columella. c) iiiterruptiim. 
e. c. abmpta lateralis linea. 

Abnipte-pinnata folia. [Tcrm. bot.] 

Deuifch. Abgebrochen gefiedelte Blatter ; 
gleichpaarig gefiederte Blatter; Blat- 
ter, ^velche lieh weder mit einem 
Blattchen, noch mit einer Gabel en- 
digen. (Robinia fpinola, caragana ; 
Abrus). 

Hol!. AfgebrokeneVinbladen; afgebroken 
gevinde Bladen. 

Dan. iederdeelt uden Topblade og Haeft- 
ftsengel. 

Sdttved. Parbladigt utan udde Blad och Klänge. 

Engl, Winged Icaves, ending without 
either foliole or tendril. 

Franz. feuilles ailees fans iitpaire. 

Jtal. Foglie pennate fenza impari. 

Span. Hojas pennadas que rematan enpar; 
hojas pninadas fin impar. 

Port. Folhas aladas fem impare nem ga- 
vinha. 

.ABRüS precatorius. \_Botan.] 

[Glycyrrhiza indica; glj-cinc; phafeolus 
arborefcens; vicia africana; pifum arne- 
ricanum; pifum indicum; orobus indicus ; 
orobiis aniericanus. 

Cet/ian. Oiinda, Olida. Hern:. 



Malab. Konni. Rheed. 

Oßind. Zaga. Kumplt. 

Caraib. Aouarou. Barrere. 

Senegal. Boutiguianu. Aianf. 

Otaheite. Berdeebeedeo. Parkinf. 

Cochinchina. Cam thao do hot. De Loureiro. 

Arah.fel. Byllia. Forfk.]. 
Deutfeh. Der Abriisftrauch , die Abmserbfe, 
der Paternolterabrus ; die Giftbohne ; 
die afrikanifche Wicke ; die indiani- 
fche Erbfe. 
Holl. Weegboontjes, (rf. /. Wagböhnchen 
weil der Saamen an einigen Orten, 
ßatt kleiner Getvichte, beym If^iegen 
gebratteht wird; die/er Saamen heifst 
nialejfch Conduri. — 717(7« nennt ihn 
auch zuweilen Holl. Weesboontjes, 
weil er mit der fchwarz bordirten 
hochrotlien Kleidtnig der IFaifenkin- 
der in einigen Niedcrländifehen Städ- 
ten, Aelmliclikeit hat) ; Indiaanfche 
roode Erweten. 
Engt. The Jamaica \vild liquorice. Aiton. 
The red bead-vine. Brown. The 
iTtrubby kidney bean of India. 
Franz. Liane a re'glifle; le petit panacoco 
de la Guiane ; pois rouge des Indes ; 
pois de bedeau. {Diefer letzte Name 
hat mit der obenangeführten otahei- 
tifchen Benennung eine auffallende 
JlehnUchkeit. ) 
Span. Abro de cuentas de rofario ; guifante 
de Indias. 

Abfconditus, a, um. adj. 

Dev.tfch. Verfteckt, verborgen. 
Holl'. Verfteeken, verborgen. 
Dan. Forborgen, 
Schwed. Förborgad, fördold. 
Engl. Hidden, abfconded. 
Franz, Cache', e'e, 
Ital. Nafcofto, a. 

Span. Efcondido, a. 
Port. Efcondido, a, 
Ahfconditae f. pennis t e cuttib tuiibus ei. 

tectae na res. lOrr.ilhol.'] Wenn die Federn 

an der Wurzel des Schnabels iibergebogen liegen, 

fo dafs fie die Oeffnuiig der NafelOchcr bedecken; 

Franz, narines couvertes de p''""" (Corvus, 

Pica, StrLx). 
Abjcondita mandibuta. [£«^0»;.] Wenn die äuC- 

fere Kinnlade unter dem Scliilde verfteckt liegt 

(Dermeftes). 
Ab J CO 11 di tum capui. \^Enlom.'\ Wenn der Kopf 

der Inleften und Larven ganz unter dem erften 

CUede des Körper« verborgen liegt. 

Abfuluti 



II ACA 

Abfüluti flores. [Bouvi.] 

So nennen einiu;e die Zwittcrblumcii. fid. 
Hermapliroditi. 

Abforbentia vala. [To-m. hot.] 

GefäfTe welche fich belonders auf der Ober- 
fläche der Blätter beriiiden. und die zum 
Leben der Pflanzen erforderliche ieuch- 
tigkeit in lieh ziehen. 

AC/EXA. [Boln.i.] 

AcKna elungata ; Krameriee aßnis. 
Deutfeh. Die Kratzbeere. Planer. 
Franz. L'acc'na du Mexique. Encifcl. ( La- 
nuirk glaubt, dafs diefer kleine mexi. 
canifche Strauch nicht als eine be- 
fondere Gattung von der Kramerie 
getrennt werden iniilTe). 

Acalyces, kclchlofc Pflanzen. 

Sie find hi-yro iraclifujiuffi' du- i5re Ordnung 
in fein'ei- natürlichen Eiiiüitüung der 
Manzen. 

ACALYPI-L^. [Botan.] 

(Dies Wort bedeutet im Griechifchen eine Neftel, 
uiui Ibllte .icalephe gelchriehen wer<len. (of- 
/■;•.% de litiis feim. 47. — Zergliedert man 
das Wort acalephe , lo bedeutet es ein Ding, 
das, bev der Berührung , eine unangenehme 
Empfindung zuriickläfst.) 

[Acalvpha indica; ricinocarpos : mercurialLs Zey- 
lön. tricoccos cum acetabulis. Heim. 
Ceitnii. Kupanienva, d. i. Dreckfreund, weil 
diele PRajize auf Mifthaufen waclilt. ] 

Deidfch. Zeckel. Planer-, Brennkraut; exoti- 

tifches Bingelkraut. 
Holt. Netelkruid. Houtt.; Cejlonfch Bin- 

gelkruid. 
£,:g/. The acalvpha er three - feeded mer- 

cury. 
Frarjs. La ricinelle, 
■{■Acalvpha decidua; Arah. fei. Bortom faghajar. 
• Forjt. 
7Acal\-pha fruticofa; Ainb.Jtl. Börtom ; Scliobat; 
Aiifchat; D.Tefran. Foilk. 

Acalyptrati mufci. {Tcrm.hoi?^ 

Huthlole l\ioore. 

Acantha, dorü fpina. Vid. 
Acanthacere, * acanaces herbse, 

[ Ttrm. bot. ] 
Dtutfch. Stachlichte- Pflanzen. 
Holt. Steekelige Planren. 
D'dti. Stikkende, tomige Planter, 
Schwed, Stickande Växter. 



ACA 



12 



Engl. Arantliaccous, .icanaccous or prickly 

!)lants. 
'lautes acanthacc'es, • acanace'es. 
Ital. Piante circondate da pungoli o fpine. 
Span, Plantas cfpinofas. 
Fort. Plantas efpinhofas. 

Cfie/nl/'iii gab dielen Namen einer befondcrenPflaH» 
zeuclalVe. 

Die liaclilichten Thcile einiger Thierkörper find 
gleichfalls mit dicfem nach dem Griechifchea 
lormirtea Be)worte belegt Morden. 

Acanthiae, acantliiodoiites. [Lithol.'] 

Denteä fofliles f. petrificati acantlÜM. 
( Cotif. Gloflbpetrae. ) 

Zahne des Doniliaj-fi ; kleine fpitzige 

Zalmfteine. 
Hol!. Haaijentanden, Doornhaaytanden. 
Dä)i. Hajrajndcrne. 
Sclnerd. Tandcr af Hayfi'T'en. 
Enql, Teeth of the prickly lliark or dog. 
' "^ fifh. 

Denfs fofiiles ou petrüic'es de l'ai- 

guillc ou du requin. 

Denti del pejcc cane o del fcazone. 

Dientes de un gran pcrro marlno, 

Uamado requin. 

Dentes pedrilicados do tubarao. 



Dcntfch. 



Franz. 

Ital. 
Span. 



Port 

Acanthopterygii pifces 
Deutfeh 



Stachelfloflen , Spitzflofien : Pifche 

welche harte, ftechende Strahlen 

an den Flofl'en haben. 
Uoll. Stekelvinnen. 
Dan. Hvasftraalede, hvasfinnede, tornfin- 

nede Fifke. 
Schwed. Hvaisftr-ilede Fifkar. 
Engl. Acanthopterygious or prickly finncd 

fifhes. 
Franz. Poiflbns acanthopterygiens ; ceux 

qui out des os en forme d'aiguillons 

dans les nageoires. 
Ital. Pefci ne' quali i raggi delle ale fono 

fpinoli. 
Span. Acanropten^giosj peces cuyas ale- 

tas efran ibitenidas con radios pun- 

zantes. 
Port. Acandiopterj-gios ; peixcs com as 

barbatanas agudas ou elpinhofas. 

Dies Wort ift aus dem srieclii'ikeii ak.intha (fpina) 
und pterygion (pinna, ala parva) zufanimenge- 
fetzt. Artedi hat aus den Stachelfloflen eine 
belbndre Ordnung gemacht, und diele ift iii 
Jejneni Softem die erfte. 

ACAX- 



13 ACA 

ACAXTI-IUS. [Botan.] 

(Aus dem Griechifcheii akantlia, df r Dorn ; eine 

doriiic!)te. Pflanze. ) 
[Acantluis niollis ; — Branca vrfi vera oßc. — 

Acanthiis farivus f. inollis Virgilii. S. Bciuh. 

Caidmis acanthus L branca vrfi. C. Batik. 

Es joUfii JijHonifm fe:jn melanophyllum, mar- 

moraria, to-piaria cel. ] 

Deutfck. Die Bärenklau ; die ächte oder italie- 
riifchc Bärenklau {im Geqenfatz der 
unächten oder deutfcJien Bärenklau, 
fphondyl.); Bärentatzen, Bärentap- 
pen ( weil die Blätter der Pflanze mit 
den Bärentatzen Aehntichkeit haben). 
In einigen Gegenden Löweiiklau. 

Null. Beerenklaauw. 

I)ä)i. Biörnekloe ; Björnelabbe {Labbe be- 
deutet eine Tatze; in altnordifchen 
Schriften Läpp). 

Schwed. Biörnklo. 

Engt. The bear's breech (vermuthlick iß 
die/es Breech aus branca entßanden) ; 
tiie brankurfin. 

Franz. Acanthe ou branc-urfine; acante; 
branche-urfine. branqiie-iirfine. 

Ital. Acanto, brancorfina (^die in mehreren 
Sprachen angrnominene Benennung 
branca iß in Italien zu Hanfe, woßlbß 
ße eine Tatze bedeutet). 

Span. Acanto; vnlgo branca -urfina o gi- 
gaiita; Hierba jigante; * Acantio. 

Port. Acanto; branca- urfina; lierva gi- 
gante. 

DnyHanellei: XiUatroos. Fotfk. 

Dieler acantluis und das fpliondylinm find in Ueber- 
i'etzungen nicht mit einander zu verwechlelu. 

Acanthus arboreus. Forfk, 

Arab. Senaf. Forfk. 

Acanthus eduhs. Forfi. 
Arah. Sogaf. Forfa. 

Acanthus ilicifolius. 

Malab. Paina-fchylli. Rheed. 

Cnrhinchina. Cav ö ru i t-, t 

Sinef. La6dmläc.S ^' Loureii-o. 

Deutfck. Die Bärenklau mit Stechpalmblätterr». 
Franz. Acanthe ii feuille de lioux. 

ACARUS. ^Entoni. ] 

(^..Heiros ift ein gricclüfches Wort, und heifst, was 
ib lilom ift, dal'» es weiter nictit getheilt wer- 
den kann. — In altern Zeiten hielt man die 
^ Milben für die allerklemlten Thierchen.) 

[Sifones; Pedicelli; Lat. barlh JMida, Mira,] 



ACA 



14 



Deutfck. 



Diel\UIbe; 
Mite. 



die.Miethe, Elicte oder 



(In einigen Scliriften findet man Miiibs 
oder Mtilbe ; und bey den fchwäl-ilclieti 
DiihleiH Melewe. Bevm Tatiait heilst die 
Motte Miliuii.i. In Aieäerfa:!t''e>! nennt 
man auch die Milben, Ib wie andere kleine 
Inleäen, Menielii, Memerii, Emern ; und 
im Osttahi ückfcl:en Maanen. Dagegen 
V'ird der Name Miete, im OiKabr'i.kche», 
den Mücken gegeben. Mida liiei's bev den 
Griechen eine die Bohnen zerfrelTendo 
Made. — In ^Uijfen nennt man die Mil- 
ben und die Blattläule, ohne Unterl(;hied, 
Nelfen. 

Die Her'eitung der obigen Benennun- 
gen ift ungewils. Milbe bedeutete vielleicht 
die kleinlte Partikel einer lockrichten Sub- 
ftanz. In alteren deutl'chen Scliriiten fin» 
det man mölbe oder molbichte Erde; Mel- 
big ftatt mehlicht, miilmifcli , zu Staub 
geworden u. f.w. — Miete liat vielleicht 
einen äimlichen Urfprung. Im Fi ainöfi~ 
fckeit bedeutet Rliette ein Krümchen, und 
im Eitglißheit Mite eine ganz kleine Sa- 
che, the (inalleft thing, that may be feen. 
Myt oder .Myte liiels bey den Niederlän- 
dern die kleinfie geringfiigigfte Sache, zu- 
mal die Ichlechtelte Münze, ein Haller, 
z. B. Tot dat ghy al u Icult hebt betaelt 
tot een Myt. 3ian findet auch bey den 
Engländern eine ganz kleine Münze, Mita 
genannt. — Die Ai:getfäclißfchf Benennung 
Slite und die BritanKifihe Mitvn , welche 
üi einer alten 13ibeliiberleizung J/rt;r. <\7/. 
4:. vorkommt , kann man auf das gegen, 
wärtige Inleft nicht einichränken. Üeber- 
haupt hat man vor Zeiten allerlev Arten 
des Ibgenannten Ungeziefers, ohneßeltim- 
nmng, die Namen Miete. Made, Motte, 
Matha, Madliur, Mal, Molur, Miliwa &c. 
gegeben. 

Die Benennung Mite ift älter als die 
Benennung Milbe ; auch ift erllere in rie- 
len europäilchen Spr.achen bekannt uad 
angenommen. } 
Hotl. lAlvt; Ziertje; Siertje, 

[Die BSattlaiiger heiden ebenfalls Ziert- 
jes. — Die HoU.'inder nannten in altem 
Zeiten eine Milbe Siere oderSierken, welr 
ches ein Atom oder auch eine ganz kleine, 
verächtliche Sache bedeutete, z.B. Niet een 
fiere gheuen. Das neuere Wort Ziertje 
bedeutet auch eigentlich ein Stäubchen, 
t. B. Daar is een Ziertje in myn Oog ge- 
waayt. Auch kannte man in altern Zeiten 
die Namen .Meluve , Miluue in Hoilaiid. J. 
Altfiißiih Mvte, Mvdte. 
Dan. l\lide, I\lid,' i\iidden. 

Noi-w. Mot. — Island. Maur. — 
Grönl. Okiingvoack {bedeutet auch 
eine Motte). 
Schwed. (^valiter. Retzius; Flott, Qvalfter. 
Econom. Diff. 

[In einigen Gebenden von Friii-kni geben 
aie 



»5 



ACA 



ACA 



i6 



die frfmeineii Leute f[C\vilTen Frldvi'StlWrt 
den NaiiRMi QvallkT. — Ihi t halte lien 
KiiiCull. dios \V'>rt VOM Qunl Ijorziililteii, 
weil es die Thiere qiiiilc. Dialnl. Lex, ] 

£ngi. Tlif mite. 

[Duiciiigoii , wclilie die Wörter Mite, 
M>'ite &c. aus ilem üoiliililiea Maiian, 
elVcii, herleiten wollen, können, um iliie 
Venutitiunig zu untcriHitzen, bey allcrea 
eiiglilclieii Scliiifllteilein Meat Itatt Mite 
antrerteii. BekaimtUch heilst Meat die 
Siicilc. ] 
GctUc. Fineag. 

Franz. La mitte. Dcss^eer; Tiqiic, mite. 
Groß):; Ciroii. Bomarc. 
£ In Sltcrn Zeiten liieffeu lie vers. — Bo- 
tiuiie i;iebt den Namen Mitte den Schaben, 
weiche auch in Deutlchlaud Milben oder 
Matten geiiainit worden lind. ] 

Ital. L'a'caro. [vuli^o Pidocchietto. ] 
Span. El acaro. 
Port. O acaro, 

?) Acarus americamis, 

[Acams Nigiia Dcgecr. 

Di'Utfch. Die amerikaiüfclie Waldmilbe oder 
Holzlaiis. 

f]olL Hoiitluis. Woudluis, amerikaanfclie 
Iiüfclihiis. 

Däyi. Amerikaiifk Buflduus. 

Sihwed. Skogsluus. An//«. [ So nennen fie 
die Schweden in Penfyhanien und 
iVrujerJey_. ] 

Engl. V\'ood - ticks. [ Bei/ e'inirren Seed- 
ticks, bey andern Sea- ticks, oder 
Water -ticks.] 

Franz. Mitte pique Degeer; Pou des bois. 

Span. In Amerika werden die Syrones über- 
haupt von den Spaniern Piques und 
Niguas genannt. Im engltcn V'cr- 
ftande aber wird der Sandtloh:'(Pulex 
penetrans) darunter verltanden. 

b) Acams aquaticus. 

[Trombidiiim aquaticum. Fahr. 

Acarus aquaticus holofericeus. Degecr. 
Bupreltis aquaticus. ] 
Deutfeh. Die WalTermilbe; Die kleine rothe 
\\'a!Tcrn;ilbe ; — Die fchöne hoch- 
rothe ^Vaflermilbe. Röfel. — vulgo 
&" crron. Wanerfpinnen. 
Roü. Rood Waterlpinnetje. Houtt. 
Dan. Röd Vandmid, röd Vandluils. Hani' 

tner. — Grönl. Imabkoma. 
Sm'Jaiid. Qvaliler. 
Engl. Tlie fcarlet \\ater - mite. 



Franz. La mitte fatincV aquatique. üegeer, 
[Sie wird von di'lVclbcii IMitte aqua- 
tiqiio rf)iigo, oder der liydraclina 
imprelTa Miilleri unterlchieden J. — 
La tiqiie rotige fatinee aquatique. 
Genßr. — Hitprelle. 

Ttat. Zecca acquatica. Ginanni. 

* Conf. Mülleri hydrachnae, Lipf. 1781. 

c) Acams baccamni. 

Deutfeh. Die Beerenmilbe; Die Johnnnisbeer- 
milbe; Die Staclielbecrmilbe; Das 
kleine Strausmilbclien. 

HoU. BetVciifpinnetje. 

Dan. Bsermiden. 

d) Acarus coleoptratoram. 

[Acarus fucorum. Degecr. '\ 
Deutfeh. Die KalVnriilbe ; Die Hummelmilbe; 

Die laufende Kaferlaus. 
Holt. T/jrrenJuisje. 
Dan. Hcldek\ingcdes Mid. 
Engl. The beetle tick. 
Franz. La mitte des bourdons. Degeer; L» 

mite des coleopte'res, Geoßr. 

e) Acams craflTipes. 

Dciitfeh. Der Dickfufe. 
Hol!. Dikpoot. 

f) Acams dyfenteriae. 

Deutfch. Die Ruhrmilbe. 
Holl. Roolopdiertje. 
Dan. Blodlbrmid. [Äc folkn die Ruhr 
vcruvfaehcn. ] 

g) Acams elephantinus, 

Dattfch. Die Elephantenmilbc; Die gröfste 

Milbe. 
Hol!. Olyphantluis. 

h) Acams exulcerans. f ) Acams fca- 

biei. 

[ Acarus humanus fubcutaneus. FanvaSvec. 

Ed. I. Acarus Siro. F. Sv. Ed. II. — 

Siro fcabiei ; — Acarus vett. ; — Sirones 

veLt., quia tractim fub cute repunt.] 

Deutfeh. DieAusfchlagmilbe; Die Kratzmilbe. 

[ Um JVicn nennt man fie taieigenilicli 

den Zack. — Sire, Siere, SiriAen, 

Seire. Frifch; — Slire Chytr.; ■ 

Seuren Pitf.; Monffct; — Sur oder] 

Liefe Focabul. d. a. 1482; Die Syre 

Schtrenkf; vi eil riebt wie bey den 

Holländern Sicre, Sierken. — Die 

Rcitlaus, oder vtilgo Die Reitliefe, j 

von 



1? 



ACA 



ACA 



18 



VPn reiten, cuniculos agere ; alfo eine 
Vci-d'-Atfchnng von Siro. jSi;//^ Reit- 
milbe , wril die Laufe ßch über der 
übcrliaut anfhaltpn ]. 
ffoll. lAlyt van raazeude Scliurft. Houtt.; 
Schiirftdiertje ; — Alt. Siere, Sierken. 
Dan. Klaaiiiii'T-:, Skaborm. Fnatorm, Ring- 

orm, Skabmid, Kridorm. 
Sciiwed. KU.ma"k. 

Engt. The itch-mite; hand-worms, ring- 
•worms. Elirdem hiejfen fie wheal- 
worms, ti'iil ße unter der Oherltant 
juckende Bläschen (^Engl. wlieales) 
venirfackeii , und darin ihren Aitfent- 
halt haben. — Aiiglf. Handwyrm. 
If'etJ!:. Eiiddon; Marchwreinvn. 
Franz. I.a mitte de la5>,alei)r<T^er; Le ciron 
de la gileGeoß'r; — vnlgo Le ciron. 
Ital. II pfllicello; 1 pellicelli, che con le 

loro rofure cagionano le fcabbie. 
i'aÜsn; llfiroiie; *Jl bolct'llo; In 
Brefcia Verein delarogna; Tiirino 
Sciro. 
Span, El arado'r (Eine fchickliche Benen- 
mnig. ivelche vom Pflügen hergenom- 
men iß). — Enliisinontanas Saron. — 
Eih'c. Brigantcs. 
Port. O acaro qiie fe cria entre o couro e 

aoarnc; vnlgo Oi>(;a.o. 
Pohl. Robaczek zaskorny. 
Ungr. Bor-alatt vifskettetü ferke. 
Dies Infeft veriirfaclit die l'ogenannte MilbeiikrKtze, 
Fl am. les ciroiis, wovon /("/V/;/,« eine eigene Ab- 
liandliing geTclirifben hat ii. d. T. De pr:itii:! exan- 
l!,f\:ial,tv: nb iicfii is. — Die Krätzmilben kriechen 
auch wohl in die Kleider des Scabioli, und künneii 
mictelll derl'elben auf gelUnde Körper fortgepfian/t 
werden. 

i) Acarus fuiigorum, 

Deutfeh. Die Schwarnrnmilbe. 
Hol/. Kampernoeljemyt, 

k) Acarus geniculatus. 

Deutfeh, Der Knotenfufs. 
Hot/. Knobbelpoot. 

1) Acarus gymiiopterorum. 

[Acarus libellulae. Z)f_C|-<>fr.] 
Deutfeh. Die Libellenmilbe; Die Bienenmilbe; 

Die Hilmmelinilbe. 
ffotl. Byenmyt, Byenluisje. 
Dan. Bicluus. 
Schwed. Bihifs. 

Engt. The loufe of the bees. 
Franz. La mitte des denunfelles Degeer. 

La mite rouge des mouchcs. Geojfr. 
CutholiiOK. I\'al»>gffiliuh(e, Bd. I. 



m) Acarus holofericeus, 

[Araneus coccineus niger. Lißer. 
Trombidium holofericeiim. Fabr. ] 
Deutfeh, Die Samnietmilbe; Die Erdmiibe; 

Die rothe Erdmilbe. 

Im Piuzgau. HimmelkueL 
Holt. R(jod Aardfpinnetje. 
Dan. Rödluus. — Nonv. Bufteluus i. e. 

Börfceluus. Srrecm. 
Schwed. Brafrö (Be fonders in Oßgothtand). 
Engt. The tant or taint, the fcarlet fpider. 
Franz, La mitte fatinee terrefrre. Dcgeer. 

Tique roiige fatinee terreftre. Geofir. 
Ital. L'acaro di colore rollb. 

n) Acaius laCtis. 

Deutfeh. Die Milchmilbe. 

Holt. Melckmyt. 

Dan. Melkemiden, Melkemark, 

o) Acarus limacum. 

Dentfch. Die Schneckenmilbe.* 

Franz. L'infefte des lima9ons. Reauin, 

p) Acarus litoralis. 

Dev.tfch. Die Ufermilbe.' 

Holt. Oevermvt. 

Dan. Strandniiden. 

q) Acanis longicornis. 

Deuifch. Das Langliorn. 
Holt. Gehoornde Mvt. 

Franz. La pince rouge. Bomarc. 

r) Acarus niotatorius. 

Deutfeh. Der Fuhlerfiifs. 

Holt. Beweegpoot. 

Dan. Haftig bev^cgende Mid, 

f) Acarus muscanim. 

Deutfeh. Die Fliegenmilbe. 
Vliegliiisie. 

En brun Mide pna flueme. 
TJie loufe of the flies. 
La mitte des mouches. Degeer. 
JVlite brune des mouches. Geoff'r. 

t) Acarus pafferinus. 

[Acarus avium. Degeer; Pulex Stnm. Redi.] 
Dentfch. Die Vogelmilbe ; Die Sperlings- 
milbe. 
Vinkenluis. 

The lo'.ife of the birds. 
La mitte des mrjineaux, Degeer. , 
Tique de la chauvc-fouris. Geoffr. 
L'acaro rfegli uccclli. 

u) Aca 



Holt. 
Dan. 
Engt. 
Franz. 



Holt. 

Engt. 

Franz. 

Hat. 
B 



^9 



AC.\ 



ACA 



ao 



u) Acanis vcdmius. — v) Ac.inisrioiims-. 

(Br\,le liii.i »inniul.-i- !".> ;,l'n'.,(Ii , <l;ils lio li.iiilis M.ir 
eiiiaml<.-r \tiuci.Iiictr weiiiiii. Den N.iinoii riii- 
uus hat (lielc Milbe von dem .S:iimn der riliiizc 
dieres Namens, mit welclicm (ie einige AcIuiIkIi- 
keii liat ■) 
\lM.Baih. Cica. Ccccn, Ciccn, Tcca. 

Taca, Aiberti; Kugula. ^//;. ['tnc; G:- 
Hierin. 

Gri'-cfi. Ki'oton. v) Kynnraiftes. 
n) l'edinilus o\imIs. — vi Ricinus cani- 
niis. Rp!.: Acariis ricinoiilcs. Drgfer; 
Pcdiculns caninus.] 
Dnitfcli. Die Ticcke ; Nirderßichf. Teke, Tq- 
cke, Tacken ; Schweiz, (yulc^o) ZiU 
cken ; — Erigulaufi, Zeck. Alii. vta-yn. 
Ti:ierliiich ; Zäch. ii) 13ii* Scliafscie- 
kc ; Ä"v rinii^Di Die Schafslaiis (wel- 
clif aber alsdann mir dem pcdiculo 
Ovis nicht vcrwechfelt '.Verden darf '; 
Die Rohrniilbe. v) DerHiindsbock; 
DiaHundslaus (v:il;ro Hiindelaiis ) ; 
Die Himdstieke (vitltro Tecke, Zac- 
ke ) : Die Kuhmilbe. 

.\\'ollte man die Namen Tieke, Tccke 
^der backen aus dem alten rtcutIVhen 
\\'oi"te Tacken , d. i. ankleben, herleiten, 
fo würde die Frage entliehen, ob auch wohl 
ilie ahnlichen fremde« Benennungen Tick, 
Tiijue, Zecca &c. eiiien gleichen L'rfprnng 
haben küimeii V — Die Laus heilst J.nj-pl. 
Tikke, und lihßn. Taye; inid das Fina- 
iHKJiühc Zeitwort takiltan lieifst, wie eine 
Klette anliangeu. Der! Eiymclog niiilste 
aJi'o weiter gelten , um V.en eijeiitlicheu 
Urlpriing ansfiindig zn machen.. 

Dicie Milben halten ficii auch'in den Ge- 
ftn'iuclien auf, daher lie li.'iufig ah den Jagd- 
hunden gelnnden werden. Sie pflegen, 
aus diefer Lrlache, von den ]Sgoru HoU- 
ööcke genannt zu werden; dalier mögen 
auch woiil einige den redHvium durcli Wald- 
mübe üherl'etzt haben. Andre geben bey- 
deij Infcc'ctcji den gemeiiifcliaftlichen Na- 
men Hiindsinilbe. 
Hol!. Tek, Tckliiis [In Flandern n-irii der 
Erdtair/nTckegeuamif]. u) Scbaaps- 
tek . Schaapsluis. v) Hondsluis; 
vi-li^o Tek, Teke. 
Zliin, u) Vaarelims : Qvseglmis. v) Hunde. 
Iiuis. — Norit'. Soumid, Souflaat, 
Veitcr ; — Soudlmis. Sb-mn. 
Schwed. ii) F;ircliii!s : — Oeiand. rcfting. v) 

Hiindcliiiis; Flott. 
Enj!. Tick. * Tike. ii) The flicep-tick. 
v'i The dog-tick. 
Ani^'f. Handeiwyrm. jElfrid.Gtojf. 
Fiwix. (t-'/^'-ol Latique; *le tic. u) La mitte 
ricino'i'de. Deirecr. [Dcgeer wacht 



Im!. 



Span. 
Port. 

M- 

Bö!im. 

Foln. 

Serb. 

Fett. 
Unsrr. 



i^ri'rli'-n den I^iiiifen nr.d Milben 
eine Milteli^nUiin-y. lalche er ricinus 
nennt; — Le ricin ; — rediciihi'; fiir- 
cipatiis; — die Zangenlaus 1 ; Lu ti- 
quc des cliiens. Geojj'r. ; La louvette 
des piqueurs. — In altern Scliriftcn 
i\loiirche de chien. 
(viili^o) La zecca. ("jt'/wr. zecche). u) 
L'a'caro dci motitoni. v ) i.'aVtiro dei 
rani; — La zecca ricina. Ginamii; 
fcned. n. Fadnci Ceca. — [Si-wird 
OJidt wotil mofca axmna genannt, und 
viele [glauben . daß die Hinuisßiei^e 
ans diefer Milbe cnlßchc]. 
Elgarrapato; cl reziio; BeyniOudin 
Axcs. 

carrapato; o ricino. 
Klischtsch [Bedeutet vrfprnn'sjuh.fo 
wie die folgenden, eine J^angc}. 
KTssc. 

Kteszcz robak. 
iOberlaußlx: KüschkZ. \ j^^i^,, 

1 Nieder lauf. KltschRZ. J 
Kuttulis. 
Eb-lc'gy. 

w) Acarus rupcfliis. 

Dmtfili, Die Steinmilbe. 
Holl. Stecnmyt. 
JJän. Kiippcmid. 

x) Acams falicinus. 

Fcutfcti. Die Wctdenmilbe. 
Holl, Wilgenmyt". 

y) AcaiTTs iiiiigiiilügus. 

[5r<;/5/. Jatebiicu. Marcgr.'^ 
Dentfch. Der BUitrauger. 
Hol!. Blocdzuiger. 

z) Acarus Icabiei. 

Vid. Acar. exulc. 

aa) Acanis firo. 

[Acarus. a^ cafei. /// farinae. 
Acarus domefticus. Def!^cer.'\ 
Dciaßh. Die Milbe oder Rlietlie; Die Hau*, 
milbe; a) Die Kafemilbe oder KVsfei 
mietJie. b) Die Mehlmilbe oder 
]\lehlmiethe. 

Myt. a) Kaasmyt. b) Mcelmyt. 
Miöen. a) Oitmiden. b) Meelnu- 
den. — Norw. l\lot. 
'Schwed. Mahh Mütt. a) Ofunafk; Fimü. 

.Tuuftomato. b) MjöhnafT:. 
Engl. The mite, a) The checfe - mite. 
tjThe Meal-mite. 

frdßw 



Holl. 
Dan. 



u 



2E ACA 

irdßi. d) Ciwyddon, I.Iwyfr, Llnyp;, lAyg. 

Franz. J,:i itiitte; b mitte domefdtjue. 

(icgrer, a) Le ciron du tVomage. 

■ ■' Groß'r. i)La mit(-e de la viellc farine. 

Itaf, a) L'aVaro dcl cacio; viiliro Yev- 
metto, venninctto, baco di cacio. 
/') L"a'caro della farina vecchia. 
■ Span. Mites <>' gufanitos delqiiefo ; — ^flu- 
ria: Saltoncs; Madrid: CreCsts[u>e- 
e;m Ihrer /Ichnlichkeit mit den Etjcru 
der Iiifedfen. bcfonders der Cicaden, 
deren Eijer man crefas nennt~\. 

Fori. Saltoes. 

PoU. a;Robak wfyrze. /O Robak \v m jce, 

Un^r. d) Saitban, 

Lett. Sniadfites. 

IVotjäk. rJontcy. Falk. 

bb) Acarus tc4arius, 

Deutfc'.:. Die Spitinmilbe ; Der Spinner ; Die 
Spintienn. 

HpII. Spinder. 

Ens,l. The fpinliing-mite, 

Franse. La mitte fdeufe.iJi'g^fr; Letiflerand 
d'automne. Gcoffr, 
[Ofilfr. und aiioeie find der Meynitng, 
dai'i ous dem Gewebe diefer iMilbe die fo- 
jiannten Marien laden entftelien ; allein man 
halt es für walnlcheinücher , d;iCs (ie von 
der aianeaexfeülauiid andern ganz kleinen 
Spinnen gewebt werden]. 

cc) Acarus tinrtorius, 

[Acarus arancoides. Pnl/as.'] 
Deutfch. Die Färbermilbe, 
Hol/. Verwmyt. 

[M<m bringt fie in Menge von der Giiinei- 
Ichen Küfte unti braiitlit fie zum Färben. ] 

dd) A:arus vegetans. 

Deutfch. Die Haarmilbe; Der Haar\mrm; — 

Die Canalmilbe. Füjsli, 
S:!:)('ed. H;lrmalen. 

Acaulis, e. ndj. 

Devlfch. Sfammlos; Stiellos, ungeftielt. 
Holt. Ongeftengd ; ongefteeld. 
Dan. Uden Stilk. 

Sch'.Ded. Utan Stam eller Srjelke; ofkaftad. 
E)Ujl! Without a ftalk, without ftem. 
Franz. Sans tige. 
Ital. Senza gambo. 

Span. Sin tallo. 
* Port. Sem haltea nu grelo ; descaulino, 

destronquecido, rente. 
.Acp.ul^ alc :j c f.i N m. Eine fianimlofe Alcyonie (.-U- 

cvoü. digitatum). 
^..■<i...'r' : a r al ti i.iii. Ein Korallenk.>per. der auf 
keinem Stiele fitzt ( \'erleluedeije Madreportn). 



ACC 2z 

Acnulia cot tiua. Eine Ciev/cili, wo'an die Stange 
oder der Hauptftamm ^caiili.i) t'clilt (Cervus altes). 

ylca litis /im gm: Ein Ihinjhlorer Schwamm. 

.'Icirilis j'Innta. Eine rficllofe Pflanze, deren 
Tlieile gleich an der Wurzel feft/irzen. — Im ent- 
gegen gefetzten Falte fygt man caulefcens. 

A c c e 1 e r a 1 r e s mufculi. 

* BulbocavernoC; acceleratorcs vrinae. 

DcHffch. Die Treibemulielii ; die Harn- und 
Saamentreibcude i'-luflseln. — i\Iu- 
fkeln des ra'iinnliclien ZeugiingsgUe- 
des, die den Ausflufs des Urins Ib- 
^vobl, als die Ej;iculation des Saa- 
mens belchleiniigcn. 

J-Ioll. WatervoorCr-ryvcrs. Pisverfnelleiule 

Spieren. 

Dan. Hallig dj'ivende iMii'Uer. 

Schwcd. P;i!kvndande l\liin lor. 

Eni^l. The acceleratory niufcles. 

Franz. Lcs mufcles accc'lc'rateurs ; le biilbo- 
cavcrneux. 

Ital. Accelleratori ; ilbulbo cavernoib. 

Span. Mufculos aceleradores. 

Port. IMufculos acceleradores. 
Acccfforius, a, um. ad]. 

Deutfch. \Vas zu einer Sache gehört, züb?- 
hörig: Was an einer Sache hang"-. 

Holt. Bykomcnd; bylioorig; aanhange- 

lyk ; byvoegelyk. 

Dan. Tilfaeldig, tilfaldendc, tilkommende,- 
tilhörig. 

Schwcd. Det Ibm hör-er til cn Sak; tilhörig. 

fi.-q'/. .'^ccefibrioi.is. acceiTory, aceeHarv; 
fomething that accedes or is added 
to another more confiderable thing. 

Franz. AccelToire. 

Ital. Acceilb'rio, a. 

Span. Acceforio, a; lo que figue a'Io prin- 
cipal. 

Port. Accefibrio.a: que ajuda ao principal, 

j/lc'.effotia n I a > inii i:: ■■ mb i n >i:tl ,'.. Ein IS'e- 
benhautchen .in dem Gelenk der Hinferflügel eini- 
ger liifeiten. Die libeiluia gwndis liat ein weiffes 
Füigelhäiitchen, die libeiluia juncea ein fchwarzes. 

Acctffoiiae valvuln:: \_ Tcni:. cor.cUijl. ] Sj 
nennt m.in die kleine« Nebcnrchalen einer vielfclia- 
ligen Mnfthel; Sehn cd. Bilkaler (l'holas). 

Accefforiti 1 1 grmci.t a. [r/,;a/. ] >."ebenbäi!dev. 
welche den Haiiptbäiidern der Knochen zur Hiilie 
dienen. 

Aiceffoiii t: f ri' i : p n r a: oeCfoi ium' I{'i!U- 
fii; nervi fpimiles; iietvi n ; c effo rti 
})ii/is ingi. [yhiii/.'} /';.'/:.« gab diefen Namen 
einem aus den hintern Ncneiilibern des vierten 
nud fünften ner\-i cenicalis entipringenden Nerven- 
paar; Ftam. Les accelfoires de Willis. 

Ac:eJforii praseffui. [^//.a/.] Kebeiifortiiitze. 

ß a Acci- 



53 



ACC 



ACE 



24 



A c c i d c n t a 1 c s charactercs. 

Dcutfcli. Zufällige Kcnnzcidien oder I\lerk. 

male. 

MolL Toevallige IVlerktekenen. • 

Dan. Tilfrflclip;f Kiendotetfn. 

Scliu'fd. Tiir;illigo Kianncrekii. 

Eu/r!. Acciiicntal churarters. 

Franz. Carartercs accidciitclles. 

/fij/. Caratrcri accideiitali. 

Span. Caratte'res accideiihaics. 

Port. Caraftcrcs accideiitales. 

A c i p i t r c s. [ OrKitlwI. ] 

Di-i-.tfclt. Die liaubvögcl. 

//(>//.■ De RoolVogcleii. 

Dan. örneartede Jr'uglene. 

Schrccd. Hokar. 

Ei'C^l. The ha\\ks. 

Franz. Les oil'eaiix de proie. 

Ital. Uccelli di raplna. 

Span. Las aves de rapiiia. 

Port. As aves de rapiiia. 
Die arcipitrcs marhen im linnei'chen Syllem der Vögel 
die erIVe ürdiuing aus. Sie li iben einen erlialiencn, 
unterwärts gelicj;enen , hakenföriiii» j^ckriimmteii 
ScImaUel, an deflen oberer Kinnlade eine fcliaile 
Ecke zur Seite licnorftelit. Die liieiiinttr begrif- 
fenen Gattungen find : Vultur, Falco, Strix, La- 
iiius. — Boniaie hat diefe Ordnung le genre corbiu 
genannt, Iihin,itiiii hingei;en halt (ic, wie die übri- 
gen linncllchen ürdiuingsiiamcn der Vügel, für un- 
Überfetzbar. 

Acephalus, i.e. fine co.pite. 

.D^titßh. Kopflos, ofine Kopf. 

Hol!. Zondcr Kop. 

Dan. Ho\ edlüs, uden Hoved. 

Scliwed. HufviidU'is. 

Engl. Headlefs; forneüiing rbat wants a 

hcad. 

Franz. Sans tefe, acepbale. 

Ital. Senza tcfia, acefalo. 

Span. Acefalo; qiie no tlene cabcza. 

Port. Acepl.alo; o que nao tem cabega. 

PliKh's hat (ich erzählen hiffen, dals die äV.-/;,««//'/ ohne 
Kopf lebten, i^lund niid Aagcn hingen an der Bnifl 
trügen. Man findet dieic vorgegebne africanilche 
Katicii auch be}m CUuidm^: tuid t opifcm genannt. 

Beyfpiele voti einzehien Geburten , welclie ohne Kopf 
zur Welt gek< ii-.mcn find, findet man in verlthiedc- 
nen Rüchern aur^ezeichnet. 

Arn ge«ü(inlichftcn hat man mehrere Würmer acephala 
genannt . weil man keinen vom K.Jrper untenthie- 
denen Kopf aii denlc-lben gewahr wird. 

Dem lunibrico lato hatte man lai-.ge einen Kopf abge- 
fp:orhen, bis ihn-i 7i.'/yj:;!i gar zwey Köpfe gab, und 
ihn biceps iiaimte. 



Acer, acrls, acre. adj. 

Dcutfcli. Scbarf von Gefclimack , boiflVnd; 

pikant. 
Holl. Sclierp. fcberpbytcnd ; wrang, ftraf. 
Dan. Skarp, biteiide i Smagen. 
Sckivcd. Skarp, bitande. 
Eng,l. Acrid ; (liarp or pnngent to the tafte. 
Franz. Acre au goiit; piquant. 
Ital. Atre, acro; briifco, piccante. 
Span. Acre; plcantc. 
l'ort. Acre; picante. 

ACER, [/^oto/.] 

Der L'rfprung diefer Bcnenninig iff dmikol. Nach 
i'o/ji::\ foll accr die Härte des Holzes ;i-i>:eigen,, 
qui:: :i( ris leu duii admoduni elt ligni ; ii;ich an- 
dern loll a' PI durrli eine Verfetzung de< latclni- 
fchcii Wones ar'.us entlbniden leyn , uuil firli 
darauf beziehen, dal5 man ehedem Bo|,en aus 
dem Ht/lze die'es f5aunic.s verfertigt hat. Bey 
^Sii/iit liefet man aceiLs ftalt acer. 

Griecli. Sp'ievidamnos. 

(Auch diele Benennung foll die Härtedcs 
Holzc.i; ;inzeigen). — — ■ Hier fnul ver- 
fcliieriene bey den AUe» vorkommende 
Arten ;'.u bemerken , /it/g/n uinl G/einns, 
von welchen e<. heilst: Zygia in montibus, 
Glinii«; in pl.niis crefcit. 

Deutfeh. Der Ahorn. 

(Der Urlpiuüg diefes Namens ift ebenfalls 
ungewils. V'.s ift. nicht wahrfchrinlich, 
dafs er aus dem lateinifcheii Beywort 
acerneus herlfammt. ") 
Der Ahornbaum, * Amhorn. 

Holl. AhDrn; Ahornboom; *Aenhorn. 

Dan. Valbh-k, Valbirktr^e. 

Island. Valbiargar-vidur. 

Schitrd. Lönn, Lönnträd. 

Engl. The maple, tlie maple-tree. 

Angelf. AUiful. mupulder, mapeldeor, 
mapeitreo ; Ahorn. 

Franz. L'erable. 

Ilal. Acero, acera. 

In Brefcia azer. 

Span. Arce, azre. 

Pm-t. Acero. An einigen Orten Bailotes. 

Ruf. Kien, Jawo'r. 

Poln. Klon, Jawor. 

Böhm. Gawor, Biek. 

Serb. (O.Lauf.) Jawor. Anton. 

Crain. Jawor, l^alvafor. 

Ungr. Jiiha'r-fa. 

Eliftn. '\\'ahher, W'iihtra-pu. 

Finnl. Wahtera. 

Lett. Klawa. 

a) Acer campeftre. 

£Acer minus; *Clenus; *Rhambolinus.] 

Detitfch. 



ACE 



ACE 



26 



Dentfch. Der Feldahorn; der Masholder. 

(Masliollicr ift mit Fladerliolz , welchen 
Namen dieler Baum ebenfalls führt, einer- 
ley, und bedeutet ein iignum nnculofum.) 
Der Feldahorn hat in verfcbiedenen deut- 
fchen Provinzen maiicherley Benennungen, 
wovon die meiden coriumpirt find. 
Feldmasholder {Einige Förßer ßatui- 
reyi zwry Carictäten des Masholdcrs, 
wovon Jie die eine Feldmasholder zu 
nennen pfleiren); Älefsholder Heppe; 
Mafshullcn. Alallern, Mafsalter, Ale- 
fcheller, Alafeller, .^«laferle. i\laslieben, 
Älaveiler, Mewerle, j\Ierle, Smerle, 
MenerJe; Anbauni, Anerle; Agerl- 
baum, Agerl, Erle, Erlebanm ; Aplern, 
Appeldören , Appeldorell , Tappel- 
doriT. Rappelthaiii ; Weifsepern ; Ha- 
der, Fladder, Fiaderbaiim, Fladerholz, 
FJafer ; Weifsbaum. Weifslöber ; Waf- 
ferlii'ilie; Witneben; kleiner deut- 
fcher Ahorn ; Kleinrtifter ; Engel- 
köpfchen ; Strauchahorn , Strauch- 
fladern ; Bienenbaum, ßinbaum. An- 
gerbinbawm; Schreiberholz, Schrei- 
berlaub; Schwepftockholz ; kleiner 
Milchahorn ; Kreuzbaum ; Oeßreick 
und Sc-litvaben Wafleralbern. 
HoU. De kleine Ahorn ; Veld-Efchdoorn ; 
Beijm Gorter Spaanfche Aak ; Bey den 
Bai'.rrn Eftendoorn. Der Feldahorn 
ßilirt insbefondfir den Kamen Boog- 
hout, weit man ehedem ans deniHolze 
deJTetben Bogen vetfertigfe. 
Dan, Navr; Lille Naur. 

In der Gegend von Frieder icia JEre- 
trcet. Ify/e. 
Island. i\laufur, Wofor. 
Schwed. Nafver. 
Eng!. The common maple. theleffermaple. 

Wrlf!:. iWafarn. Richards. 
Franz. Lv'raole commun, le petit e'rable des 

bois. 
Ital. Acero comune. 

vuigo pioppo, opplo, loppio. Mich. 
In Fcnezia Fagaro. 
Span. El arce campeftre, arce menor, arce 
coinun. 
Caraloii. Euro'. 
Port. Acero commum ou campeftre. 
A'/ Kien. 

Li den ßidlichen Gegenden Tfcherno 
klenina. 
Tatar. Arnun. Ti<rk. Kabard. Kub. Aktfcha 
agatllh. Falk. 



Tfcherem. Wafchtar. Falk. 
Potn. Klon, Klonowy. 
Böhm. Bfek. 
Rcval. Narjo-Kafk. 
D'örpt. Soe pu, Soe ui pu. 

b) Acer japonicum. 

Qapan. Fanna momifi, Momidfi. TliMib. 

c) Acer lacilliatlim. Loddige catal. ofplards. 

Acer crifpuHi, Lauth in diß". de aecre.. 
Deutfeh, Der krausblättrige Ahorn. Dii Rot /.•» 
Berlin. Naturforfch. F. 
Gekrulde of JMazelahnrn. 
The cut-leaved maple, the divided 
leaved maple. Loddige l. c. — The 
curled maple. 
L'erable a feuiUes de griffon.La2;!'A /. r. 



Holl. 
Engl. 

Franz. 

d) Acer 

Dattfch. 

Franz. 

Engl. 

e) Acer 

f) Acer 

gap. 

g) Acer 
Dentfch. 



Hüll. 
Dan. 



iiegimdo. 

. Der Aefchenahorn , der virginifche 
Ahorn mit Aefchenblättern. 
L'erable ä feuilles de frene. 
The afh -leaved maple. 

palmatum. Tlmnb. 
Kekuan mokf, vulgo caide, item 
monidii. Kaempf. Tmiib. 

piftlim. Tlmnb. 
]\lomifi, Kekuan cadem. 
platanoides. 

Die Lenne (Du Roi zieht diefen Na- 
men allen andern vor. IFahrfchein- 
lich iß die/es nordifche Wort, wid 
das Kien der ßavifchen Völker, aus 
dem Griechifchen Gleinos entßanden^. 
* Lehne, Lömme. 

Preußen Linbaum; Ocßreich Leim- 
baum ; Schweiz Leinahre . Lein-, 
bäum. — Spitziger Ahoni . Spitz, 
ahorn, Spitzflader; der kÄne deut- 
fche Ahorn, der norwcgifclie Ahorn, 
der ahornblatterige i\lasho!der; der 
deutfche Salatbaiim ; Waldefcher ; Ri'i- 
fter; Pommerifcher Ahorn, Polni- 
fcher Ahorn ; Breiflehr.en , Breide- 
bern, Breitlaub; Weinblatt; Groffer 
Milchahorn y^weil die ji'iigen Schöfs- 
Unge Milch geben'); Gänfehaum (uul 
feine fünffacji gezackten Blätter den 
G'dnfefüßrn gleichen.) 
De platanusvormige Ahorn, De 
fweedfche Ahornboom. 
Lön ; Lon - Valbirken ; \'alblrken 
med LönLlade. 

t>CtiZC'C'j.. 



27 ACE 

Sdured. T.önn ; — If-'ijhiolh. T-unn. 

iii.'tf/. Till' Norway maple. 

Franz. L't'rablo- plane, ruahle ii fuiiilles de 
pUihiiic; Varietiif JAAable- plane pa- 
narlio (//;; liiffio;! dr Trrv. icirdver- 
fichert, daj's er in Fnris Ic ficomoru 
gvMrtiJJi/ werde , welclw Brliauphv.iiT 
einige dcutfchc Autoren- nicht nnicctlir- 
fcliciulich frefnndni lialuni); Main de- 
coupee (Ans rhen der Urfachc, wie 
das dcntfdie Wort Giinfelnvtw). 

Ital. Acero co» fosjjüe di platano, (Da' 
italicrdfche Uebcrfe.txcr des Bommv 
hat aus dem franzof.fclieS) plaue, wel- 
ches aus platane zitfaiKttengezogen iß, 
accro piano gefüritiL) 

Span. Arce cumo platano. arco pareecido 
al platano. 

Port. Acero com folhas de platano. 

Rvjf. Klon. Gorter&c. 

Foli. Klon, Jawor ai'zewo, 

Böhm'. ■ Kienice. 

L^nifr. ,)diar-fa. W. Pq/öw. 

Lctt. Klawa. Fifcher. 

Rhßn. \\\\\\n\\ pu, XA'ahher. Fifcher. 

Hehr. Arm(jn. (Nach andern fall der Kaßa- 
tiicnl/auni darunter zu verßehenfeyn.) 

Auf den niattern diefes Baiiins erblickt man kleine wcidb 
Safttropfeii , wclclie der gemeine :Manu Ahoi a- 
Miii:::<t nennt. 

h) Acer pfeudo - plaiitanus. 

[Acer montanum candidum. C. Banh. 
Accvmajor.Z'otf. ; — Acer latifolinm. Ctuf.'] 

Deutfeh. Der Berg.iliorn, der weilfe Berg- 
ahorn, dc-T weifie Ahorn; der uii- 
ächte Ahorn, der Afterahorn, der 
falfche Plataniis, der Pfeiidoplataniis; 
der wilde Feigenbaum; \A'einbl.itr, 
A Weinlaub ; der grofie I\Iafsholder; 
Buchäfcher, In der Schweiz Wald- 
äfcher; der grofie RlLlchbaum ; Sle- 
ße^iVrie, IMenbaum; Thnrinirennnd 
Franken Arie . Ehre ; Ehrenbaum, 
Ehrenholz, Ohre. Steiiiahre; Sach- 
jen Spillholz oder Spindelholz (tve- 
gen des vornehmßen Gebrauchs, der 
davon gemacht icird). 

gb//. De gewoone Ahornboom. Hontt.: — 
vulgo Efchdoorn, Schotfche Linden; 
Maasboom {In dem ^zten Theil der 
mt<rezogten ferhandelingen wird er 
irrig Maftboom genannt); Luiten- 
boom (urgen feines Gebrauchs zu 
fiiußkaiijchen Inßnmenten). — Der 



ÄCR 



SS 



AWcflavcrcfche, welchen ihmGorter 
und Cniniuehjn gegeben haben, kommt 
dem Syerberbanm zu. 

Dan. Den hvideliicrg-Valbirk; dcnuegte 
Li'in ; bei/ einigen Naiir, /liretric. 

Sciitcrd. TyfkLönn; Svcitfare l^önn. 

Eng/. The great maple or ballard lycomo- 
re; — (cümmonly, yet fallely tliQ 
fyconiore-tree. Raj.) 
^chottl. l'iie plane- tree. Light/. 
Galic. Plinntriini. Light/, 
irelfh. CynhoM'len, Gvvenwialen. 

Franz. L'erable du tuontagne ou Tycomore; 
l'erable biaiic de montague; — beyni 
J'aillant le fycomöre de i*aris. (far. 
Acer loliis vuriegatis, vulgairement le 
fycomöre p;üiache'}. 

Ital. Accro di montagua, oflcomoro; /»» 
der Uehe.rl'elzung des l'lucke heifst es 
bei; der AbbÜdung il cc!to ghiandi- 
fero o fvcomoro falvatico. 

Span, El arce falfo- platano; avce monta- 
na; arce gründe; lalfo - ficomoro. 
(Nach Adanfon fo'l er in Spanien 
origuela genannt werden ; ich finde 
aber weiter keine Autorität, und mir 
iß blos ein Fifch die/es Ntvnens be- 
lav.mt geworden. ) 

Fart. Acero de montanha ou platano ba- 
ftardo. 

Rv.n: Kien. 

Tat. Oerga. Ak Tehih, 

Ifdiw. ■ W'erena. 

iPoljak. Badjar. 

Mordic. Ukltor. 

i) Acer rotundifoiium. 

[.^cer opalus. JIM.; — Acer italiciira. 

Lauth in diff. cit. ] 
Deutfeh. Der Opal oder italienifche Aliorn, 
£"0-/. The italian maple. 
Franz. Erable ä feuilles rondes. Lamark; 

Erable printanier. Regnier in a&. 

Lauf; Erable d'Italie, vulgairoiunt 

e'rable-opale. 
Ital. Oppio o acero opale. 

k) Acer rubrum. 

[Acer virginianuin. f Acer glaii cum.] 
Deui/ch. Der rothe Ahorn , der vh-ginifche 

Ahorn; fDer Silbcrahorn. 
Ho!l. Rnode Ahori.boom; f Zilverahom. 
Dan. Den rüde euer virginlkeLönvalbirk, 

Schwtd. RüdlJim, 

Kngl 



29 



ACE 



ACE 



3» 



Burl. 



The vlrginian red maplc ; tlie fearlet 
flowering maple: f tlie liiver-k-avtd 
maplc. 

Franz. Erablc rougc, ou erablc de Virginie, 
(^far. L'e'rable cotonneiix, acer to- 
mentofa, vulgairemcnt e'rable de Char- 
les Wager). 

Jta!, Af^cro rofio di Virginia. 

Span. Arce rojo, Arce de Virginia. 

Port. Acero vcnnelho de \'irgiiiia. 

1) Acer faccliariniim. 

Dev.tfch. Der Zuckcraliorn, Ziicl-.crbaTim. Zu- 
ci^cnaa&Jiülder; der nördliche Kuis- 
baum. 

Holt, Suiliergcevende Ahornboom, Sui- 
kcr-Alioni ; NoordfcheNooteboom, 

Dan. Siikker-X'albirl?. 

üchwed. Sockerlöun ; In Penfytv, Rinträ. Kahn. 

Engt, The fugar- maple. 

Franz. Lv'rable ä fucre, le petit e'rable plaine. 

Ital. Acero da zucchero. 

Span. Arce que lleva aziicar. 

Port. Acero que da' alTucar. 
Diefcr Baum wäclill in Caiiada und Penfvlvaiiien, und 
^iebt lieii io^enm'unen .i'/ioriu:irier. Jedocli nnter- 
l'clieidet man in Canada zweyerley Sorten Zucker 
von zv.'cy verfchiedenen Ahornarten , wovon der 
eine JllwDizuekey (^S:icre d'e'rabte^ und der andre 
PlfitiinustHckc.'- (^Sucie de p/t7hre^ genannt wird; 
letztrer-ifr lieblicher, oögleicli nicht fo zuckerllils, 
als der erliere. Der 2uc!:erp!alai:us ift es eigent- 
lich, welciieu die Engländer SnCmiaii^Sugiu-itiaple 
'und die Irokefcn ozcksta nennen. Uebrigens ifc es 
bekannt, daii; aus den meiften Aiiornarten ein zu- 
ikerainilicher Saft kajiu gezogen werden. 

iri) Acer tatariciTin. 

DnUfch. Der tatarifche Ahorn. 

Ho'.l- Tatarifche Ahornboom. 

Dan. TatariCIie Valbirk. 

Schwcd. Tatarlfl Lönn. 

Franz. Erable de Tartarie, 

Ital. Acero di Taitaria. 

Span, El arce de Tartaria. 

Port. Acero de Tartaria. 
■Muff. Neklenn; Neun;/. Paklenn. Pakle- 
■^^ nok. f/. roß: 

Katimtk. Zarza-modon. (rf. .". Heufchrecken- 
baum) F!.roJJ'. 

AmDnu.Tm. Falk. 

Bafchk, und Tatar. Tfchagai^, Falk. 

Ü) Acer trifidum. Tkunh. 

ffap. Kakure mimo. Thinit/. 
Acerbus, a, um. adj. c. 

Deutfdi. Herb, rauh, ftrenge von Gefchmackj 
was den Mund zulamraenzieht. 



Hol!. Wrang, wreed. 

Dan. Stramlaur, grönfuur, umod. 

NorwciJ. Ogiuren. 
Schwed. Kärf, fträf, fträng. 
Engl. Acerb, harfli, tart, rouglily four to 

the 'palate. 
Franz. Acerb e ; äpre. 
Ita!. Acerbo, a. 
Span. AcetTo, a. 
Port. Acerbo, a. 

Acerofa folia. [Term. bot.] Acifolia. 

Deutfcli, NaderDlitter.Nadehi, Tangelii ; ftrich- 
förmige, mehrenthcils im Winter 
ausdauernde Blätter (linearia perfi- 
ftentia. Lin.). (Pinus, abies, Junipe- 
rus, Taxus-) 

Holt. Naaldvormige Blaadjes. Naalden. 

Dan. Bar, Barr ; granetr2em8eirige Bladerne. 

Schwcd. Barr. 

Engl. ChafRngleaves, when theyare linear 
and abiding. 

Franz, Feuilles en e'pingle; feuilies menues 
& pointues du pin &c. 

Ital. Foglie ( del pino &c. ), dure, ftrette, 
lunghe, appuntate, fernere verdi. 

Span. Hojas lineares en forma de aliiler; 
tioias del pino &c. 

Port. Foihas acerofas; folhas rijas e eftrei- 
tas em forma, de allinite ; folhas do 
pinheiro &:c. 

Acerofi f. lineares dentes. [ Tcrm. kUthvol.'^ 

Dcutfch. Nadeliormige, oder gcgrannte gleich 

breite Zahne (Ammodytes). 
Holl. KafTige Tan den. 
Dan. Tynde og fpidfe Tsenderne. 
Schiced. Sädige Tanderne. 
Engt. Chaffy or linear teeth. 
Frayiz. Dents lineaires. 
Ital. Denti lineari. 

Span. Dientes lineares. 
Port. Dentes lineares, miudos. 

Acerofus lapis. 

[Asbefrus fibris fparfis ; talcum acerof. ; 
asbeftus acerof. ] 

Deutfcti. Aehronftein, Aehrenasbcft . Spreu, 
fteln (it/elt er fpijug. — Schtted. vre- 
fig, -TT iß, oder die einzdnrn Fäd^n 
deßrlhen wie Grannen geßaltetßnd. ) 

Holt. . Kaffteen, Aairenfteen, aairachtige 
Glimmer. 

Dein. Avnfteen, Axfteen, Saaoueen. 

Sctiwed. Sädßag, Sadfteen. 

Er:: 



31 



ACE 



ACE 



3i 



Eng!. AsbcftwirhclKiflyfilrtnicnts;— Asbc- 
ftiis 'Ahicli is c-onipoiindcd of broken 
and riTombined iibrcs. Ma^rüaii. 

Franz. Asbeftc eii i'pis, 

Ital. Asbedo compofto di rotte e riunlte 
fibre. 

Span. Asbefto ron hilos cn forma de barba 
de las efpij];as. 

Port. Asbefto com fios em forma de pon- 
tas das cfpigas. 

Aretabiiluni. 

Dies W'oil brileuiole bey ilf" Alten ein Kfriggefün!, 
uiiJ wird gewühnlich von i^v//./« liergcleitet. Ks 
liilst füll ülier auch die elicnialige Ableitung von 
äiciifieif lind die daraus gefoljjerte Schreibart 
nrtytnt.-liitii wolil hören , weil es alsdann im 
/Mlgcnieiiien ein Kni(ifar.gung5niiltel anzeigt, und 
die^ Anwendungen des Wortes (ielir gut darauf 
paffen. Scheller giebt diefer Derivation l'.eyCall ; 
«ndere neue Scliriflfteller lagen geradezu nomen 
ab iirrifieiido habet, cjuia rapit aliquid. Beyni 
P.'h.i ■> findet nir.n Ut. IX cp. 29, 30. das aceta- 
btduin auf eine hohle X'ertiefung in den Armen 
der l'olypen angewandt, und fernej: auf den 
Blumtnkciih. 

Acetabub cor.chanim. 

So werden zuweilen die Vertieluiigen genannt, welche 
fich auf einigen Couthylien befinden. 

Acctnbula ccliinnnun. 

[Lapides mammillares, eminentiae papilläres 
lapideae, ecbinorum teftaruni fntgmcnta, 
^■er^llcae. b) ron diefen fallen etwas ver- 
fchkden feyn die fciiteÜae orbiculares caf- 
fulae. ] 
Deuffch. Warzenfteine, Steinwarzen, Pitzftei- 

iie. Secapfelfchildlein. 
HolL Wrattenfteentjes. 
Dan. Steenvorter, Vortefteene. 
Schwed. Vartftenar, 

Engl. Warrftones, mammillai'y ftones. 
Franz. Mammelons d'ourfiiis ; frasrniens d'e'- 
chinite. 6) EculTon d'ourlin petrifie. 
Ital. Mamille di fan-paolo. 
Span. Piedras mamilares. 
Fort. Pcdras mämmillares. 
Poln. Pierfifty kamieii. 
Fragmente von Echiniten , deren Schalen mit warzen- 
ähnliciien Erliülumgen befetzt find. Beym Leben 
des Tliiers dienten die Warzen zur EinfalTung der 
Stacheln, woii'it es bew:iffnet war. Man findet die 
Warzen entweder einzeln , oder mehrere neben 
Ihiander. 

Acetabula vterina. nd. Cotyledones, 
Acetabula fcpiae. 

So pflegt man die napfformigen Warzen oder die Sau- 
gcnSpfclieji au den Armen des Dintenfifches zu 



nennen. F.r bedient fich üirer , um feine Nali- 
riing zu fingen und liclbige ans Maul zu bringen. 
I'A (ind eben die yh^-iiiifla, welche Plini.n den 
l'ülv|ien bc\lij>i, denn die Allen nannten die 
Hl.vkfilche'l'i'lvi'cn. 

Acctabuluin. [./;/ij/o;/;.] 

Cavitas rotyloidea. cotyle, cotj'Ia, pyxis, 
OS pyxides. — Grifcli. Kotyle. 
Dentfch. Die Pfanne, worinn die Kugel des 

Hiiftbeiris aufgenommen wird. 
Holt. De i'aii of HoUigiieid, waarin zig 

Jiet Sclicnkelbceii fluit. 
Dan. HnfteiT-iial. 
Schwed. Hiiltrkal. Höfrli^da. 
Engl. The cavity of tlie huckle-bonc, which 

receivcs the head of tlic hip-bone. 
Franz. L'acc'cabule, le cotyle, la cavite co- 

tyloide. 
Ital. Äcetabolo, cavita in cui muove il 

capo (Ifl fernere. 
Span. Acetubtilü, en que fe recibe la cabeza 

del luicfo de las t^aderas. 
Fort. Acetabiilo, cavidad onde enca.xe a 
cabeza do ofib das cadciras. 
jiiriabuhtiii bedeutet in der Oltcologie überhaupt eine 
Pfanne oder Knoclienvertiefüng, in welche der Kopf 
oder die Kugel eines andern Knochens eingreift 
oder einlenkt; J'iiou. boitc, emboiture. — Conf. 
Cotyie. 

Acetabuli fundus, [Aiatom.'] 

Der Grund oder Boden einer Knochenpfanne. 

Acliallochites. [Lithol.] 

Fehlerhaft, ßatt agallochites. Fid. 

ACHATES. 

[ Sile.x achates. Lin. — Corneus lapis diapha- 
nusvariegatiis. IFoltersd.'] Griech. Achates. 
Deutfeh. Der Achat. Agat, Agath. *Augfi:ein. 

7>?(io;z. Jachant. Fragin. de hello kfp. 

900. 
Holl. Achaat, Achaatfteen. 
Bän. Agat. — Island. Agaet. Focab. Schal. 

Schalk. 
Schived. Agat. ( Das Salhand des Achats keifst 

beijm Croußrdt agatgalla.)' 
Eug!- The agat or agate, /"c/^c« acliate. 

IFelfh. JMuchudd, Maen muchudd. 

(Mucimdd iß auch der Name eines 

kleinen Fluß'es in GlamorganOiire, 

weil das tVaffer deffelben achatfar- 

ben iß. ) 
Franz. L'agate, feiten acliatc. 
Ital- Agäta. 
Span. Agata. 

Port. 



33 



ACH 



ACH 



34 



Port. Agata. fetten agate. 

Ruf. Agar. ' 

Fo'!ni Agat, Agatek. 

CJjgr. Jika'tes. 

Mälej.it.^'ava. Widuiy. (ßey eimgen keifst er 
iuvicktig Belour, welche Benciniur.g 
eigentlich dem Beryll zukommt. -Ri^mpf. ) 

Sinef. Belo. (So nennen die Siv.efer den ro- 
tken Achat; den weijfen hingegen hal- 
ten ße für Bemßeln. Rumpf. ) 

Hebr. Schcbo. Exod. XXnil, "19. (Dies 
Wort wird in den mcißen Bibelverßo- 
iten durch Achat überfetzt. Im Brnß- 
fckilde AaroHS war er der zifcyte Stein 
der dritten Reihe, und verdiente aller- 
dings diefe Stelle, wegen feiner dama- 
ligen Seltenheit.') 

J^ckalts hie& ein Flufs in Siciüen, welchen man h. z. T. 

Diillo nennt. Wahrlclieinlich /and man an deffen 

Ufern zuerft dielen Stein, and hat ihm den Namen 

Achates von demFluÜ'e gegeben. Es wäre ali'o die 

. . Schreibart Agat oder gar Agatli unrichtig. 

Dje Farben und Biiderfpiele des Achats künnen nach- 

"' ' gemacht werden. Zu dergleichen falfchen Achaten 
' ' ^ rechnet-man den Ring des Pyrrhus, die Namen des 
Heilandes, Maria mit dem Chrilikindeleln , die 
heilige l^lagdalena, den Achat delTen eine Seite das 
jiinglie Gericht, und die andere den Durchzug der 
IfraeUten vorltellen foU, u. a. m. 

DleWunderkrafre des Achats nehft andern Fabeln findet 
man im C.trdan rnd in ähnlichen Autoren. 

Die Clafiification des Achats hat viele Streitigkeiten und 
Irrungen veranlafst. 

Der Achat hat nach der verrchiedenen Zeichnung, nach 
dem Fafbejilpiel und nach der Art des Gemenges 
mancherley Beynamen ei halten , wovon man die 
tekaimteren in dieferu Werke, nach dem Aiphabet, 
antreffen wird. 

Achates islandiciis. 

[Pumex vitreus folidus. Li«. — Poms igneus 
lapideiis folidus vitreus. Wall. — Vitrum 
io^iAe. l'and.therm.^ 

Deutfeh. Der isl'ändilche Achat, der Glasachat; 
Bey einigen der Luchsfaphir. 

HpU. Yslandfche Achaat, Glasachaat. 
* Buk: • Island'le Agat, Glasagat. 
Island. Ravntinne. 
Dies Wort kommt bereits in den altefteii 
liordifchen S<:\in^.ten{^Heru rtrsSagn cp. 1 5.) 
»or , und ift zufammengeletzt aus Rnun 
oder Hra,:n, welches die isländifche Be- 
nennung des vulkanifchen Auswurfes ilt, 
und aus tiy.na i. e. ßex ; — Slsr elld 
vid tinnu, ignem filice excudit. //>7t. Saia 
PS- 83- — Indeffen ilt dusW'crt Rtiviilhsae 
»on den iNIineralogen durch Rc.benßein 
überfetzt worden. 
,: Schwed. Islands Agat. 

I Cmtholtion. A'aturgeßhi :/i/f, Bd. I. 



Engl. The Iceland agate. 

Franz, Agate d'Islande. 

Ital. Agata d'Islanda. 

Span,- Agata de Islandia, 

Port. Agata de Islandia. 

Der Glasachat wird vorzüglich iii Lslmd in groITen Maf- 
fen, und au{ der Afceiilionsinfel gefunden ; auch ii». 
Me.xico, wofelhft er Juli genannt werden foU, wie 
der Abbe' Clauigtro berichtet. 

Er foil der Inyis obfidianus Plinii feyn , Und wird von 
vielen mit der pieire de gallinace für einerley 
gehalten. 

Der Glasachat gehört zu den vulkanifchen Produftei;, 
und die gewühnlichfte Farbe deü'elben ifl fchwarz. 

Verfchiedene haben diefen fchwarzen Achat mit dem 
Gagat oder dem fchwarzen ßerufteiue verwechfelr, 
wie z.B. auch im martinifcheii Xaturlexicoii gefche- 
hen itt, wo man die franzüiifchcn Benennungen des 
Gaeats (Jsis, J.jyet) bey de.i Synonymen des iiliin- 
difohen Achats aufgeführt findet. 

Ferner haben einige die isländifche Ravntinne mit dem 
Surturbrand der Isländer verwechfelt. Letztres ift, 
n&ch 'OiiiJ/en , das durch eine Erdentziindung zu 
Kohlen gebraiinte und nachher in Stein verwandelte 
Holz. 

Achatonyx. 

[Achates onychite mixta,] 

Deutßh. Der Achatonyx. 
ffoll. ' ' Onyx- Achaat. 
Dan. Onyx - Agat, 
Sclmed. Agatonyx. 
Engl. The agat- onj-x. 
Franz. Agate - onyce. 
Ital. Agata- onice. 
Span. Agatonis. 
Port. Agat-onix. 

Der Achatouyx ift ein mit einer Äcliatart "ewachfenei- 
Onyx. 

ACHILLEA. IBotan.^ 

(Ab Achiile, Chiroiiis difcipulo. inventore r.ome« 
habet. Plin. XKV, 5- — Die Achiilea war mit 
millefolium gleichbedeutend. Eod. ig. — Hill-- 
deitow in tr.'.tl. de achil'eis fügt hey Antuhrung 
diefer Stelle hinzu : "Quis adhuc dubitet, hanc- 
ce plan tarn non efl'e achilleam millefolium reccu- 
tionim ? " ) 

Deutfeh. Das AchiUenkraut; Die Garben. 

HoH. Dnizendblad. 

Dan. Röllike. 

Sclmxd. Rölleka. 

En^l. Achiilea ; yarroNVS. 

Franz.. L-achilK'e. 

Ital. Achiilea. 

Span. Aqüüea, achilea. 

Port. Achiilea. 

C a) Achii- 



35 



ACH 



a) Achillcn ageratum. 

(Aus >\cmGr:f.ht then apcmton i.e. fpiirfliifis experv, 
und loU einr I'flaiize aiizfißcn, deren liUUlie nicht 
bald >crwelkct. ) 

[Ptarmicn lutea fiiaveolcns. Touniff. 
Agfratiim foliis ferraris. C. B. 
Herba jiilia qiiibusdam. ^. B. 
Balfamita minor. Dod. 
Eupatorium iMefues f. ageratum o^n«. 
Achillea vifcofa. Lamank Fl. Frattc.^ 

JDtutfch. DieBallamgarbe; der wohhiecliende 

Bertram : Leberbnlfam, Gartenballlini ; 

kleines liBlfamkraut. 
ilolL Balfamiek Dulzendblad ; klein Bai- 

femkruid. 
Dan. Balfamifk RöUike eller vellugtende 

Bertram. 
Schwell ßallamidc Rülleka eller välluktande 

Bertram. 
Engl. Sweet milloil or maudlin. 

If^cl/h. Llvfiau Mair fadien, LlyfiauY 

meddvglyn. 
Franz. AcIiillVe vifqueiife, vnigairement eu- 

patoire de IMefue'. 
Ital. Acliillea agerato; catiforata; erba 

giulia; eupatorio di Mefuc. 
Span. Achilea ajerato ; bahamita menor; 

hierba Julia. 
Port. Achillea de S. Joao; Macella firaiv 

ceza. Brotero. 
Arah. Schiall, Bsejtran. Forfk. 

b) Achillea atrata. ■ 

[Parthenium alpiniim. Cliif.'\ 

Deutfeh. Schw'ärzliche Garben ; — Im Zilln: 
thal der grüne Raut. Briefe von 
Schrank n. Moll. 

Franz. Achille'e ä feuilles de camomille. 

EncycL 

e) Achillea clavennae, 

[Abfmthium alpinum vmbellifemm. CA//". ] 

Deutfcli. Bittere Garben ; — Int ZHlerthat die 
Rofsraute ; — Die ößreichfchen För- 
flcr nennen ße Weifsrauch. 

ffotf. Bitter Diiizendblad. 

Franz. Achille'e corne de cerf. Encijcl. 

Den Namen Clavennae führt dicfb Pflanze von einem 
venezianiffhen Apotliekei', der darüber eiu befcn- 
deres Trattatc!ie-i gefchrieben hat. 

<l) Achilea cuneifolia, Evcyd. 
Fra>us. Achillee a feuilles en coin, 
ital. Erba de la rott». Ailioit, 



ACH 36 

e) Achillea millcrolium. 

[ Alillofcilium vulgare. 

In älteren latrinifchen Sdiriften findet man 
fQlliencle Synonyma : Carpentaria, lierbamili- 
taris. niik's fortirnmiis, üipcrcilium vencris ; 
Nach dem üriecliifchen: Chiliophyllön. mj-- 
riüphyllon, philliophyllou, melophyllyn, 
ftratiotes, ftratiotice. ] 
Deut feil. Die Schaafgnrbe, Garbe, Garbenkraut, 
Feldgarbe {^Die urfjjrüngiiilic Bedeu- 
tung des UWtes Garbe iß ßhwer ZH 
erforfchen; wahrfclieinlich iß es eine 
veränderte Ansfpraclie von Kerbe, und 
iß dicfer Fßanzengaltungwe<ycn ihrer 

fekerbtcn Blatter beygclegt worden, 
oliafcrraia). Aeltefe Autoren : Jung- 
fcraugbraunca. Tragus {nach dent 
Lalcinifchen fupercil. vene'ris, wid 
hat den Namen von der Gißalt der 
Blätter, welche den fchönen, flark 
gefüllten Aughraunen ähnlich find) ; 
Garve; — Gerbel Traqrts; fiarÜe- 
Vnwt Schwenkfeld; Relick Chytr.t^Da 
dies IFort hier zuerfl, wid unten noch 
einigemal vorkommt , fo iß zu bemer- 
ken, dafs ßch 'über die Enßelmng 
deffelben nichts Enifcheidendes fagen 
l'afst. Vielleicht hat die Pflanze den 
Namen RöWecke,' weil ßch ihre Blät- 
ter, wie kraufe Härchen, rollen, in 
cincinnos coeunt). 

Idiotifmen: Schaftfrippe (die Blätter 
find gerippt), Rippel ; Sachfrifs; 
Gi"'änfuig; Kelken Judenkraut; — 
In der Flora Francon. Kelke ; Gec- 
bel; der Schabab; das Taufend- 
blatt; — Strasburg üeW allen Scha- 
den ; — In Oeßreich Gachelkraut 
( In Oeßreich nennt man die Feld- 
tvaazen Gacheln ) ; In einer 1673 zm 
Nürnberg gedruckten Materialienkaw- 
vier ßeht Gengegraue ; Hamburg 
Röhlke; Hannover Releke; Bremen 
Roleg; Göttingen Rolfe; Livl. Re- 
lich ; — Die ^äger nennen fie Fafa- 
nenkraut (!^'f ;7 die jungen Fafancn mit 
den gehackten Blättern diefer Fßanse 
grofs gl macht werden ). ^ 
Teuton. Gartiua. Gloß'. monf. 

Holl. Het gemeeue Dulzendblad. 

Gerwe, Veldgerwe, Haazengerux^'e. 

Dan. RöUike; — Heikf. Harhous; Chri. 
fiianfs. Barbrick ; Norw. RöUike; 
Drontk. Jordliumlej liland. Vall- 
LuiUikU. . Schmä. 



S7 



ACH 



ACH 



38 



SchWid. Röüeka; Rosl. Jordliumbia (iß aber 
tmt dfrjiSdifc'cdtfihcii Jordhrimle d. i. 
Hopfenklec nicht zu verifechfetn) ; Jln 
eiitigen Orten Bakhurrda; Datekart, 
Galentara; Dal. Braflbr; Fahl. N; e- 
gras; Medctp. Stengräs; Oeland. 
Snöört; Jlii einigen Orten Näsgras 
(tcahrfcheintich weil es Nafcnbluten 
erregt) ; — Fmnl. Nenäruoho ( d. i. 
Nafsnßufs ), 

Engt. The common milfoil or j^arrow; 
An einiger.. Orten Nofebleed (iiaribus 
c'.nm ii'.di'a & aßricfa folia fangninein 
facite & copiofi eliciunt. Raj. — Da- 
her ttird auch wohl die Bcnenmpig 
Noblel'eed in Lightfoofs Fl. Sept. irrig 
ßatt Nofebleed ßehen), 
Anglf. G3eru\\"e, Gearewe, Gear\ve 
{daher das Englifihe yarrow) ; Col- 
laiicrog. 

Gälte. A' chathair- thalmhuin, Lus 
chosgadh-«a fola. Lightf. 
tVelßi. Gwilfrai; Llyfiau'r gwsdd- 
ling, y wilfrai, milddail. 
Cornißh. Minfel. 

franz. La millefeuille commune ou achilk'e- 
millefeuille. ( In altern Schriften ßn- 
dct man folgende Benennungen, die 
ans dnn Latci-iifchtn iiberfetzt find ; 
herbe aux charpentiers, herbe aux 
voitLiriers, herbe au cocher; herbe 
militaire ; fourcils de venus ; — herbe 
ä la coupure, d. i. eingeßchnitfene, 
gekerbte Pßanzc ; welches mit Garben 
oder Kerbekraut übe^nkommt.) 
l\lillefoglie, 
Achüea milenrama. 
IViil em rama, milfolha, mllfolho. 
(Tavares in fyllog. medicam. nennt die 
Fßanzr AJi^ABallamo.) 
Tiisjatlchalistnik trawa (d. i. Tau- 
ßndkraut); Krowo'wnik trawa (d. i. 
Bliderregcndes Kraut); Gretfcha dU 
kaja. Gorter. ( d. i. wilder Buchwei- 
tzen) ; Perefchnaja trawa Fii/y?; Tif- 
fafchnik, Tfclntfchalisnik Georgi; 
Guljäwiza rjäbinka Lepechin; Mudo- 
res bolto'i trawa. 
Kirgif. Schrifchkan. Falk. 

Poln. Tyfiacznik ziele {d. i. Taußetidkraut), 
Krwawnik, Krwawnik ■wodny ziele, 
(rf. f. eine Pßanze welche Blufßufs 
erregt). 

Ziele ftolift (d.i. Hundertblättriges 
Kraut). 



Ital 

Span. 

Port. 



RuS 



Ehßn. 







Böhm. Rzebiik, febijcek Qi, i. eine kleine Lei- 
ter; denn das Blatt der Schaßgarbe 
täfst ßch artig mit einer aus vielen, 
Sproßfen brflehenden Leiter vergilt- 
flie'.i), 

Serh. ( Oberlauf. ) Retwiczka. Anton. 

Cvain. Ai'man. Scop. 

Uugr. EgheV-iark-fü {d.i. Mavßefche'anz). 
Ezer-leveli-fii (d. i. Taißendblatt). 

Letl. PelU afches Fifcker ; Mehra fahles, 
Pellafte, Stellafchki, Zukku pippari; 
Dfelfe falile {d. i. EifenkraiU j Sien- 
der. — ( Fißcher and Stender ßilhren 
nebß dießc» auch das IVort rettejumi 
an; ich glaube aber, daßs es eigent- 
lich das oben angeßührte ageratum 
oder auch agrimonia eupatorium iß), 
Raud roblii {d. i. Eißenpflanze); Dörpt 
Raud reia rohhud (d. i. Eifenwund- 
kraut ) ; Pernau Raud hain ( d. i. Ei- 
ßenkraut). Raye hain (d, i. Narben- 
oder frundkraut). 

Achillea nana. 

[Achillealanata. Lamark E. Franc."] 
Dentßch. Zwerggarben (die ^'dger nennen ße 
Unferer Frauen Schwarzrauch, zum 
ünterfchiede von dem Weifsrauch^, 
Achill, clavennae). 
Holl. Dwergjes-Duizendblad. 
Franz. Achille'e laineufe, EncycL 

g) Achillea nobilis. 

[Älillefolium nobile]. 
Deutfck. Edele Garben, Edelgarb&R, 
Holl. Edel Duizendblad. 
Engl. The iTiewy milfoil. 
Franz. Achille'e k odeur de camphre, Encyj. 

agriculf. 
Span. Achüea noble. 

h) Achillea ptannica. 

[ Ptarmica offic. — ' Ptarmica vulgaris ; 
Herba fternutatoria f. fternutamentoria ; 
Dracunculus fylvellris, Draco lylvefms.^ 
Dcutßch. Das Niefekraut ; die deutfcheGarbt-; 
Wiefenbertram, Weifler, wilder, fpi- 
tziger Bertram ; Weiffer Dragant, 
Weifler Dorant; Weijlcr Reinfarrn, 
Spitzreinfarrn ; Wilder Dragun, Wi'3- 
fendragun, Felddragun {weil ßeJne 
Blätter mit dem Laube des Garien- 
dragants fiel AenuUchkcil halc.i,.; 
Berufkraut. 
Holl. Veid-Dragon; Nieskruid. 
C 2 D'iyi. 



39 



Aai 



ACH 



•40 



Dan. TyHt cllcr vild Beitram; livid Rein. 

farn. 
Schu;ed. Strandkill; Nysgr'äs; Pmn-gräs. 

Fmii/. Aiwaftus niolio ( d. i. Niefe- 

kraut ). • 

Engl. Tlic common fiieeze-u'ort; the goo- 

ff-toiifruc i treten der Blätter. Ray); 

baltard pellitorv. 

in-Wi. DifrreNvIys. 

(ialtr. An cruai'-lus. Lighlf. 
FfiWZ. Achilk'e fterniitatoire; vnliraircmciit 

herbe ;i eternucr ; Ptarmique ; pyre- 

tbie batard. 
Tial. Ptarmicii: erba da ftemutare; olivd- 

la; pcrpetuina ; perpetuella. 
Span. Ptarmica; dragon füvellre, dragon. 

ciilo prateiifc. 
Fort. Ptarmico : herva efpirradeiia, 
Ruß: Tkhk'h-.iwex trawa (li. i. Niiiliraut'). 
Fol/t. Kicbawifc ziole {d.i. Niif kraut). 
Ehfln. Sappi rohhud (rf. i. Gaüenkraut). 
Die \':i\-\e&t ptarmica flore pleno Clufiii ift in den fian- 
zöMlclien Gärten unter dem Namen bouto;:s d'tugent 
bekannt. 

AcliÜlis chorda. [Amt.'\ Achillis tendo; 

chorda magna. 

Deutßh. Die Achillesflacbfe. 

Holl. Spanader van Acliilles ; de groote 
Spanadcf aan den Hiel. 

Dan. Achillesfeene ; den ftore Seene i 
Fodfolcn. 

Schtt'cd. Achillesfena; ftoraSenan vidFotfaJatj. 

Engl. The tendon of Achilles. 

Franz. Le tendon d'Achille ; la grande corde. 

Ttal. 11 tendine d'Achille; la corda magna. 

Span. Tendon de Aquiles. 

Port. Tendao ou corda magna de Achiles. 
So nennt msji die grofle Flachfe an der Fufsfohle, wo 
die Seimen der vier ausdehnenden Mulkeln des 
FuTTes zufammenkommen. Achilles ftarb Von einer 
an djefer Fliichle empfangenen Wunde, und. we- 
gen dieles Umftandes, Ibll fie den Namen Acliilles 
eihaltei) haben. Auch pttegten die Alten vieles, 
was von aufferordentlicher Kraft und Stärke war, 
Biit dem Kamen des Achilles zu belegen. 

ACHRAS. IBotan.-] 
Deutfeh. Der Breyapfelbaum. 
[^J,ki oi ift ein gricchikhes Wort, und foll einen wil- 
den Birnbaum bedeutet haben. ) 

») AcliTas difiecta. 

Der zei tiicUte Breyapfelbaum wird in den malabari- 
IVhen Gai len gezogen, und foll aus den pliilippi- 
nifchen liileln dahin gebracht worden feyii. Nach 
Jineednis nennen ihn die Malabaren i\Um)l-kara 
»'. e. Kara mauilienfix. Die apfelähiiüthe Frucht 
wird dafelbft zum Defert gefpeiiet. 



ffill. Loe - bcflen , Chineofclie Pmynen 
( weilfic auch in China wach/eu ). 

.S*;'!»«. Acliras corfada. 

Fort. lYtita mrxnilha. 

Brachiiiaii, Manil-gale; Vanvalli. 

* G. Forßer de planus clculentis infular. cce«ni 
aullr. 

b) Acliras mammofa. 

JJnitfcli. Der Bufcnbaum, der bruftforjiijge 

ih-ej'apfcl. 
Holl. PrammenboDm. 
Engl. The mammei •• ftpote. 
Franz. Mamei-fapote. 
Span. Achras mamofa. 
Foi-t. Zap(jta major. 

c) Aclu'as fapota. 

Deutfch. DieSapote, der geineinc Breyapfel. 

Holl- Sapodiliebüom; Aiilpelbüora. 

Dan. SapotiUetrae. 

Schwcd. Sapotilletnid. 

Engl. The- common fapoia, the fapodillia- 

tree ; b) mit kleinen Früchten The 

nisberry-ti'ee. 
Franz. Le fapotier, 6) Le fapotiller;' "s"'"^- 

Bois .de natte. 
Span.' Sapote, b) Sapotillo; Chico fapote; 

Nifeporo. 
Fort. Zapota menor. 

Bey liioun findet man noch unter acliras : a") The 
beef-wood; Xylobocion Ptnh. 6') The bully or 
iiisberrv- bully-tree; aJionamaxima Caleibij, Sioa- 
iie. The white bully-tree 6r galimeta-wood. 

Von den iibrigeuj|enennungen wird der LidexNachwei- 
fung geben. 

Achyrites. [/./rto/.] Firf. Hammites. 
ACHYRANTHES. IBotan.^ , 

[Achyracandia. Dillen. li 
Deutfch. Die Spreubltmie. {nach dem (k-iAh.) 
Hol!. Kafhlhcm. 
Evgl. The achyranthes. 
Franz. Le cade'lari. Lamarck. 
Span. Achyranthes. 

a) Achyranthes deciimbens. 

[Auricula canis mas. Rimiph. ' 
Malab. Cadeli. Rhecd. 
Cairo. Kjeajm. Forfk. 
Arab. Uokkes, Höllem, Mahot. /=bf/Ä. 
^'apan. Ja: Oni noja. Tliunb.'\ 

Deiitfch. Die rauhe Spreublume; das Männ- 
chen des rumpfifchen Hundsohrs. 

HoH. 



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ACH 



Aa 



4* 



Half. RximveK»rjloem; Mannetjes-Honds- 

oor. 
Engl. The ijpriglit achirantlies. /iiton, 

h) Achyranthes decumbens. 

Arak Mehat abjad. Forfk, 

c) Achyranthes lappacea. 

[Mafab. W-eUia-codiyeU. Meetf. 
Ccijlan. Karalliiebo. 'Hcrin.'\ 
Beutfch. Die klcttenarcige Spreublume. 
Holt. Klisachtige Kafbloem. 
Franz, a) Cade'lari ä feuüles de ftj'rax, achy- 
ranthes ftyracifülia. 
Diefer in der Encijclöpedie angeführte Ca- 
deiiri wird im toiigliclieii üarteii unter 
dem Kamen atliyramhes lappacea ciilti- 
virt; loJl aber niclit die atliyrauthes lap- 
pacea Lii>-iei feyn, Lama!(k. 'r 

b) Cadelari noir-pourpre, aclijTan- 
thcs atropurpurea. ,' 
Diefer in der Eitcijclnpedie angeführte Ca- 
deiari wird in dem kiKilglichen Garten un- 
ter denL^atnen athyranthes protrrata4;ul- 
tivirt. i.(l«/a^fA:"<cl^'eiilt'iln^[ii^"■<^ie aöhyr. 
lapp^if. /./üK/j z^ 'haltep, ,i . \ 

Span. Achyranthes ganctrol». .• . '\ 

j d) Ach3'mnthes muricata:. '' ' 

I Deutfeh. Die zackige Spreubhim?! 
Holl. Stekelige KafDioem. 
Fninis. -^a'delari a e'pi rüde. 
Span. Achyranthes con püas< - ,;• ^ 

c) Achyranthes paniciilatiiic^roq^oi:. (.• 

T ■ "^r(T&7 Sujed.'Ä>»y55;" ■^.■.m;. ,. V ] 

4) Achyranthes pappofa. " ' i.'" 
'^ Arah. Ssena'am, Siala^m. Forfk. ■ 

g) Achyranthes praftrata. 

[Auris canina feminEu Ji6a;!p/1' , . . A 
Matab. SaterVi caiteiari. ÄZ/^ftf. ] 
Deutfeh. Die liegende Spreiibliime; das Weib- 
chen des, rumpfifclien Hundsohrs. 
Hol!. Leggende Kafbloem ; Wyfjes-Honds- 

oor. 
Franz. CadelaH couche'. 

Acicnlse echinoTum: t'Mft*/.] 

Vid. Judaici lapides. ^n^.'^^<-a 

Aciculare f. acrfonrlfe^ -o^'i': 

(V'ori acus oder acicula, eine Nadel, eine kleüie 
Nadel.) 

Deutfeh. Nadelformig. 

Holt. Speldaclitig. , ■ ■ 

Dan. I form af. Naale. '. 



Schttfed.. V Form af Xälar. 

Engl. Needle -. fhaped ; fmall and Hiarp 

pointed. 
Franz. Aciculaire, aigu comme une e'pingle. 
Ital. Acuto come una aguglia. 
Span. Como aguja; en forma de alfiler. 
Fort. Em forma de aliinete, aliineteado» 
agulheado. 
Oiefes Be^-wort wird vornamlich in der Botanik p«. 
braiiciit. Das ßrijutn ntieulure hat ein opercutitm 
acifo)tiie. Eine Art Binfeu wird /i7>y«i a«Vir/«/-#s 
ge_nannt. ' 

Acidus, a, um. ac^"\>) Acidulius, a, 

. um. ^dj. ■ , ., .;■ 

Deutfeh. Sauer ( an Gefchmack, an Geruch }. 
■"' ;'' ■ *) Siluerlidi. ■' ' 
'•- Ffdl.- Zuury ^^) Zuuraohtig, zuurlyk. 

Dan. Suur. b) Siuiragtig. 

Seliivcd. Sur. b) Suraktig. 

Engt. Acid. four. b) Sourifh, fomewhat four. 

Frar.x. Acide. aigre. b) Acidule, für. 

ItaL Acido, agro; b) Acidetto, agretto. 

Span: Ac'ido, ■ agrio. '- ^) Agrete, un poco 
.^ - - agrio. '■ ' "''■'■'- I 

Pt»t. -Azedo. ägrQ'./fr)Hum"pouco azedo, 
agrozinho. !•' ' '- 

Rnjf. Kisliii. b) Kislowätüi, kwäsnüi. 

Fotn. Kwasny. b) Kwaskowatj'. 

Böhm. Kyfely. b) Nalij-fly, nawinuly. 

Ungr. ; Savatiyü i'zii. b) Savanyutska. 
'■ lAPft.i EjSfaahbt. 6) Pafkahbs. 

Ehßn. Happo. i) Älurrastand. 

ßi, c in a c i f r "m e folhmi., 

: Detitfch. Ein fabelformiges Blatt, ein Säbel- 
blatt, ein Blatt, welches auf der ei- 
nen Seite dick, wie der Rucken eines 
Säbels, und auf der andern dünn, wie 
die Schärfe deiTelben ift Qe.e. Mefem- 
brjaathemum acinaciforme). 
Holl. Sabelig Blad. 
Dan. Sabellignende Bladene. 
Seliwed. Sabelikt örtblader. 
, ßngl. Falchion or fcimitar-fhaped leaf. 
Franz. Feuille acinaciforme ou en fahre. 
Itc^. , Foglia come una fciabola. 
Span, Hoja en forma de alfange, 
Port. Folha em forma de fabre ou alfanjej 
aifanjadOk ■ , 

Acini. plir. [Bot an.] 

[ Acinus. i. f. m. Acinnm. i. /". k. Aciita, ae. f.f, 
Acini denlius nafcuntur, baccae autcm ra. 
rius ; Bacca majorum , acinus minorum, 
grana firumentortun. Aifon. Popma. J 

Deutfeh. 



43 rVCI 

Dttitfck. a) Kleine Beeren, v»'MgIi^ in Tran- 
ben boy einander fifzcii ; i\lehrcre 
kleine IJreren. wclthc c;cii:ui mitein- 
ander vereinij2;t, eine gröiVcre Beere 
ausmachen, ir. /?. Brombeeren, Maul- 
beeren, /') Kleine Kerne,. Körner 
oilerSteinclien.welcliein einer Böcre 
oder Kriiclit haufenweife zufarainen- 
Wachfon, z.B. in Weintrauben, Mi- 
fpeln , Granatäpfeln j — bacca poly- 
fpcrma. 

JtoH. a) Kleine JCorlen, die als Troflen 
walTen. b) Koorentjes, die in Be- 
fiefchillen of Vruchten beflooten 
zj'tJ. '■•,.' • . ;' 

7)ä»f. a) Beer foin groe l Kiafer, faafütn 
Hyllebasr. b) Kierne, Steen i ßxi* 
eller Frugt. 

Xclaved. a) Bären fom växer. klafevls; t. e. 
]\Iulbär. och Bären fom til Samrnan- 
färtningen ligna,. ftlulbar. ,b) Smä 
Kärnor uti Fruckt eller Bär. 

Engt. a) Bcrries. that grow in clufters ; 
fmall berries Nvliich compore the fruit 
of a mulberry or bramble. bj Small 
grains in fruits tliat grow like the 
grape-ftones. 

P^iwx. a) GrRixis (^nichi grainesy, h.a'ies He- 
ikes & ramaiTe'es en grappes. b) 
Graines (^tiiclit grains); fcracnces 
contenues dans Irs baies ti «ians 
quelques fruits. . -• 

Hat, a) Acini o globetti; ^coccoline, che 
fono unite in grappi. b) Acini; grx- 
neletti che ü trovauo uniti dentro 
le coccole. 

Span. a) Granitog o globuliilos iinidos qua 
componen una baya, 5' que no pue- 
den fepararfe fin que fe defpedacen. 
b) Pepitas, granulös que fe hallarj 
Unldos en una baya y »en algunas 
frutas. 

ton, a) Acinos; granitos o globofinhos 
unidos que compoem huma baga. 
b) Pevides, graofinhos que fe achan 
nnidos em huma baga e em algumaa 
frutas. 

ACIOA guianenfis. [Botan.} Jublet Gtäane. 
698 Tab, 280, 
Franz. Le coupi de la Guiane. 

Dicfer groffe Baum hat mit der coufpi« 
guiancnli {Aiihlet 519 Tab. 207) fo viel 
Aeliiilichkcit, dafs beyde unter eine Gat- 
tung gebracht werden milfsten. Lamarik. 



■ACI. 



44 



AarENsER. [kiähi;,!.] ■ ■■'■ . • 

[Der Urlprung diefes alten laleinifcH»!! Wortes ifl 
■ unbolcHnnt; da.« R.ifhcn biiiigl liirr'keinc tVü'cht ; 
wollte man anch die boydcn eilten Sylbcn von 
aciis hcrlaiten, und auf den zugelpftzten Vorder- 
körper de.^ Fifches zieheu, l'o hätte man doch 
wenig gewoiinen. ' 

Der acipenl'er der Rümör ift uiis,i aas donBa« 
fdirejbiingen , als ein delical^r l'ifch bekannt; 
walirfclieiiilicii iflt er einerley nüt dein gciiicineu 
JJtuV der Neuem. 

. .Die Griechen liebten ebt-nfalls ilen acij^enfer 
lind er wurde ihnen, gelslzen , iiebll andern l'i- 
, füllen, von.den, Ri'inieiji zu(;ebiailit. Jn ipätcrii 
Zeiten nannten iie ihn, nach dem L.lteinilchen, 
akUpelics. Der ellops, clops oder hellops der 
Griechen fcheint nicht liielier zu geliüren. 
' Einige fchrieben aqnipenfcr, wie man im Gcs- 

rer findet ; andre acipenlis, ajidje aceipeßus ; 
andre und viele accipenl'er. ] ,".i 

Dmtfch. Der Stör; der Stöhr, ' 
Hol/. De Steiir, ' ' 

Divt. Stör. 
Schwed. Stör. 
Engt. The fturgeon. 
Franz. L'acipe. Encijcl, Eotn. 
Itat. 11 frurionc, florione. 
Span. Efturio'n. 
Port. O efttu'iao. 

a) Acipeiifcr dauiiciis. 

Rnjf. Kalluga. Gcorgi. 
Di» Kallufchka oder die kleine' Kallu^ fciieilrt dem 
Georgi ein? ueue Gattung zu leyn. 

b) Acipenferliiifo. n 

[Die Alten haben wn^T, f^\gsnien BenennnnKen 
wahrfcheinlicher den hufo als eine andre Storait 
verftandeii : Marie Fliith, wiewohl man über die 
ExiftenSf mrd LeJ'eart diefei Worts nicht einig ift ; 
— IchthijcoÜa Ptitiii ; — ylniakaios Acliani. — 
Exos, ejox, e»iqx, — ^ , JHnriica. .albert. ] ' 

Deutßh. Der Haufen. l 

• ■ (Der Urfpruns diefer Benennung ift dun- 
kel ; fie ioil fchon in leiiipr Urkunde' \ on 
deii Kayferri Conrad und Heinrich, zu An- 
fang des Uten' Jahrhimdert.s, vorkommen. 
Diejenigen Etymologen kommen am ge- 
Ichwindcl^en fort, welche muthmaffen, dafs 
der Haufen den .Mafneii von feiner Grülfe 
bekommen habe, indem man imgenieineiv 
Lebern von einem grofl'eii Dinge zu fflijfin 
pflegt , es i/f fo grols, als ein Haus. -^ 
Andre melden* das Wort komme »u? dem 
türkifchen ufun , welches fo viel, als lang 
bedeute, und fey dem Fifche we'geii feiner 
Länge bev-getegt worden. — In der un- 
garilchen Sprache heifst hiisos fleil'c'.iig; 
in der bühmillhen hus oder hu(e eir.e Gans ; 
in der «orwcf^ilchen Hyfen ein Scl.clfifch, 
u. f. w. — \'ielleiclit liat man auch.abufive 
Hauleu gefcbrieben, ftat< \vyz oder wyzina, t 
Wie; 



45 AOt 

wie dieferFifcIi in ftnigen ffAiTcIien Mund- 
arten genannt wird. -^ in den Documenten 
eines uTireiclii;i lieu Klofrcrs y. ]. 1337 vird 
ein grofler Hauftn Cblobhauien genannt.} 
Der grofie Stör. 
ßo'l. Huizecblaasvifh ; Huys, 
Dan. Husblasfil ; den ftore StÖr. 
• Schwed. Husbläfsfi'Tr. 
Etig/. The illnglafsfifh. CIn Er.g.'ard nsmt 
man die Hanfenhtaje oder dcu Fifchüim 
ißnglafs.) 
Franz. L'ichthyocolle, efturgeon ä CQÜe 
de puilTün, le grand eftiirgeon; — 
Hufo ouhufon; l'aatacee du Bori- 
fthene, 
i?fl/. II grande flurione da cui traggefi la 
coUa di pelce; l'ittiocpjla ; ufone; 
collatio ; colpefce, /^Kfüf. .copefe, 
und' nach einer noch mehr verderbten 
/insfprache copfo, cofpo. 
Span. Efturion grande llatnado Hufon. {Er 
wird auch vo^i den Spaniern cazo'a ge- 
naunnt, iviewohl daninter eigentlich 
,1 ein' fqunlus zii verßehen iß.) 

I'orf. Eftui-iao grande chamado Hufon. 
Ruß Bjeluga. , ,; 

(Frifch nennt ihn beluka, und diefe falfche 
Schreibart liat ihn verführt, die Benennung 
balilk, womit die Türken im Allgemeinen 
die Filche belegen , für das Original des 
ruffifchen Namens zu halten. Es ift aber 
••'' leichter und natüDiicher, den Uriprung in 

der ruffiCchen 'Spraciie felblt' auCzufuchen. 
Denn bielüi Jjeüit weirs , und die weiße 
Haut des Raulen ür gewils »die Urfache, 
■;,•■. warum ihii.di? Ruffen bjeluga genannt ha- 

. ben. Auch die Ungarn bearhreiben eine 

. Stürart als K^fzeg oder einen weiüeuFüch.) 
^fm Anurßuß'e. Kalufcbka.'. ■ 
Katmukk. Chorba. 
Tatar. Ugolak, Tago, Kiorp» 
Baßhkir. Bifefö/*-' .';' T ; 
Kirqif. Bikria. 
Teleut. Fan baluk. 
O/Ijak. Kuagüö kole. 
Tfckuw. Timer bola, 
Iltyr. Moruna.- 
Poln. Wiz, Wyzina; Ein junger. Han/m 

Styr. 
Böhm. Wyzina. 
Ungr. Viza. 

in den Gegenden, wo die Haufen gefangen werden, 
heilst ein Haufen von 12 Spannen Lange nijei>:nja; 
•on 9 bis 10 Spannen potumjfiKa'a ; von 6 bis. g 
Spannen fabkoitaja ; von 13 bis 14 Spannen gor- 
bufikka ; von isSpaimen utu/cliiiaja, jJo/i<wn/et aja; 
und wenn er diefe Uberlleigt tnaterajaj Uebet" 2S' 
Spwueu Uc dejc üauTeii Hiebt laBg. 



ACI 



4Ö 



Die jungen Rieluge« heifien an der Jf'olga Schip und 
Kpliya, und werden wejiig geachtet. 

Von diefem Fifcbe wirdvorzüglicli der Fifrhleim oder dia 
Hauienblafe gewönnen, wovon man die Xamen un- 
ter Ichthyocolla finden wird. — Das Fleifch des 
Haulen ift nicht Ichmackhaft. — In dem Cörpu- 
des Haufen foll man zuweilen Bezoar finden, 

c) Acipenfer ruthenus. 

[ Linne nannte ilin alfo , weil «r »us Rußland btr* 
flammt. ] 

Deutfih. Der Sterlet. 

CDiefer ISamen ift rufl5fcher Herkunft, 
wie mau gleich unten fehen wird. Aelti» 
deutfche Etymologen haben im Ernft b«« 
hauptet, da& Sterlet ein Diminutiv-um voa 
Stör iey.) 

Der rufTifche oder nordifche Stör. 
HolL ' De ruflifche Stevu*. 
D'dn. Den ruffifke Stör. 
Schwed. Sterlett, 

(Die Schweden haben diefen Namen aus 
dem Ruffifchen angenommen. König Fried- 
rich 1. liefs ihn zuerl'i in den See Melet 
fetzen, wie Linne berichtet.) 
: Engl. The caviarSturgeon. 
Franz. Le ftrelet ou fterlet. 
Ita!^ Sturione di Hoscovia, 
Span. Efterlet, efturio'n de Mofcovia» 
; Fori. Efturiao de Mofcovia. 
- Ruf Sterljäd, Sterled. 
Tat. Sewjtik, Oskoi, Tfchuge. 
Sibir. Suruk balik, Sugha baük. 
. Kirgif. Tlchuga. 
Armen. Tfchima. 
■ Kahnuk. Sugurlik, Tfchukurlo, Zachai bucho. 

Qfljcik. Kodin. 
. Tileut. Oska balik. 

^aknt. Chatüfe. 
Der Sterlet ift der kleinftetPifcb diefer Art; fein Fleifck 
ift delicat; aus feinem Rogen wird guter Ca;;iar 
bereitet. 

ä) Acipenfer fch^'pa. GiUdcnßädt. 

Acipenfer koftera. -Gflj^/. Lepec'i. 
Das Alter unterfcheidet dieien Fifch walirfcheinlich vom 
gemeinen Stör; An der kafpifchen See ujid derea 
Flülfen heifl'en die jungen Störe Schip undKofter, 

e) Acipenfer ftellatus. Giitdenß.; Fall. 

Acipenfer kofter. GfiieL 
Deittßh. Der Sternftör. 
Franz.' L'acipe e'toile'. 
. Ruß\ Sewrjnga. 
Arnien. Dfclintgi. . 
Georg. Dfchütgi. 
Kalnmk. Zochur, Tfchager. 
§iakut. Chatükan, 
Tatar. Siuriak, 

r Aci- 



47 



ACl 



ACl 



4S 



l") Acipoiifer fturio. '; ' 

[ Die n. n.-nmninon der Alten, Welche ni?n hiehev r.v, 
rrcluien pflcßt, lliul folgehde : acipcnler ; akki- 
pelios ; oiiiskos ; filiirus ; g.ilcus ; rlunliiK ; Ins ; 
elops r. IiFllops; .-irtiliis. Wer iilirr dipli' Namf ii 
die griiiii1lichll<'li UiUcrlllHUinKeu IcUmi will, dem 
it\ die IVnonvmiu pilciiiiii Von i'rol'ellbr Schneider 
zu oniprclilcn. J ■ , .ll i . '-J 

, Dcutfch. Der ^xöu <3<^;C 'Stühr. 

(Die tpritere l.ilcinilVlie Beiie|inflng^("/'o 
oAcT Jliiigi.i wird ags den iioj^difcheii Spra- 
chen vciichirdcnUil!! Iiei-gewiret. Viele 
wollen lie ans dem niederdcnticlien oder 
altdeiuichen Worte i>o>c>;, d.i. licrnniwiih- 
len, .nbleiten, weil der-Stür,- Wie man iagf, 
mit dem Maul in den Meeresgrund bohrt, 
lutuni &; vaduin rofti'p ffdit, um, wie einige 
hinzufügen l leine Kuhrling rn rucheii. 
M.in k.Tjitv die V"ermt(tl|ni)gj noch, wiltpr 
treiben, wenn mau etliche, «nicn llehcnde 
iiordilclie* Benennungen des StOis, 7.. B. 
die Angeirsclifirclie , -m^il zu HlHf'c nelirrten 
will. — Andrefnchen den> Ürfprung in 
dem nordil'chcn Beyworte Stii , d. i. grofv, 
iindbeh.iupten. dals der StW wegen feiner 
GrölTe den Namen erhalten^ liab^. .Sie 
verwerfen daliei" die Schiieib;irt StJT;i ; 
auch i\\ diele, Sclnc'ib;ut äu.s .pj^l'rereii 
Oriiuden zu verwerfen. — Wachtq-giebt 
uns das britanniiclie Wort . ti> > c/i'i d. i. 
Schwein, zur Wurzel an ; allein 'der Stör 
heifst im Britan. IßwißhU, und kann, d.i 
der K.ime aus fremden Spraclieu ange- 
»ommen ift, nicht aus dem Britannifcheii 
felbfl hergeleitet werden. 

Könnte nicht auch das Wort Stäy aus 
tlen flavilchen Benennungen Ofe<r, §f'fetr 
cntilaiiden leyn'/ Die Confonanten Jlr 
hört man am läuterten;, die V'ocalen wer- 
den entweder verfchluckt, oder doch nicht 
»öUig fo, wie die deuffchen ausgefprocl)fen. 
Aus dem ruinichen Worte SteileA und aus 
dem polnifclien Styi , d. i. ein junger Stör, 
fleht man deutlich, dals fie auch .in der 
Schriftfprache den vordem Vocal wegge- 
worfen undzwifchen y/ und >■ einen andern 
Vocal gefetzt haben. Endlich ift bey dem 
ruflll'chen Worte Kofter, d. i. ein kJeincfj 
Stör, zu bemerken, dafs durch die Vorder- 
fvlbe Ko etwas Kleines angezeigt wird, Ib 
dafs wir in der ruflil'chen Sprache den; 
Kamen .SV« ganz vollkommen finden.) 
Der gemeine Stör ; Im Oeßrekliifchen 
Schirk Kramer ; oder Stierl. 

ßo!L De Steur (In Eandern foll er Stent 
heijjhi, wie mehrere Autären verß- 
chirn.^ ■ '. 

Dan. Stör; den 'almindelige' Stör; (tnas 
Steenbider ;/(7Hwa,Qvap-f6e. Mi'ültk). 
Nonveg. Storje. • (Z)er Haae-'ftövje 
drs Strcem iß deracipevfey ciite afper- 
ritna Alvinii.' — Pontoppidaii Imt fol- 
gende Store angefahrt: Laxeftörje, 
Alakrelftörje, Sildeftörj«, SeyftÖBJe. 



Sie erhallen al/er HUP drr/e verfchie- 
denew Namen, wie Strcem jagt , nach 
den Fifchen, welche fic jagen. 
Island. In dem vo'rahulario in vßun 
fcholae SchalholLinac wird acipcnfer 
durcli Trüini-fyl iiberfctzt ; 'I'röne be- 
deutet cineiiRiilTel; (wdi- Rodmagc ; 
femiua Graafleppa. .MitUcr). 
Scitwed. Stör {Sl'öra keifst bemnihigen). 

yilt. Styn-d. Sklme L.p.-^i. 
., Fiiiiil. Sambi, Sembi. .. 

■"•'ißilg/.' The ftiirgeon ; thc common (hifj^ertn, 
y^ug//. StjM-ia, Styrip (Ä';nan, ^y- 
rigaW, ßiran,ßyrga,i hiefs henimrük- 
rcn. bewegen ), 

' ' IVelfh. lihvfion. ^Fm)Ia»^ 

■ Galic'. S'tiiTiti, Stiriti. 

• /3-aKsr.'' L'efturgeoh ',. l'efturgeon ordinaire 
ou commiin, 
Bordeaux Le cre'ac ; Montpell. Le 

'.' . ...:'.;-. greac- ' •'■ '■' .•.,/. 

ItaL Sturionei ftorione commune. 
/low. FcWcellata. • . ; ;r 
. Am Po fall eine FaridätheiJfenkiAno, 
. ■ . [AAe\\2i,'naeh dem latemifclienütAMk. 

Span. Efhiridn. 
• ' , r(;iu oul^eßWörterbllchern fijidet m.an ihn 
^olh oder Suilo genaimt, dies ift aber der 
Name de.s Hechts. In andern Büchern 
lieilst er, .nach dem Lateinifchen, Silur», 
ätiiioheitst er bey verfchiedenen deutfcheii 
Autoren, ein Wort, welches iJi Spaiüea 
. . , nirgend'! bekannt ift.); , i 

Fort. Eftoriaö ; ' Solho. 
Hnj:' Ofetr, OlTetr. 

• (Die Herbftftöre heiffen /^rw«;"«- ; zu einer 
andernJahreszeitheifTen die Störe, an den 
Orten , wo iic gefangen werden , Choloßiir 
oder ffahwue^. 
Tiinrnf, Tanna. 
Bardt. Kiüme.' . 

Tatar. Ugolak, Tago, Bekre. 
Bajchkir. Bikre. 
Kirgif. Bikria. . ■ 

Kcdiniik. Bekre, Chara bucha. 
Telcnt. l'an hulik. 
^'akut. UlacIian-chatLifz. 
; Oßjab; Kuagnö. kole. 
Pohl. JclTotr. 
Böhm- Geletr. 
Slavon, Bucika. 
Mngr., KetCegp^j; 
Lett. Stofire. Fifcher. 
Ehfin. i^Pernaii ) Tiivirkalla. 
N. Grieclu Xirichi. (gefallen moroiina). 
Au.v 4eii J^ogeii der StJraUui Ijereitet man den Civiar. 
i-'iX caviarium, g.iruin. ,,,"•' , : , 

■■' ..... i . .- ß.^ 



49 



ACN 



ACÖ 



5<9 



Die knoiplichte Riickenfeline der, Störs wird an der 

Liilt getrocknet und als eine vornehme Faftenl'peilie 

verkauft. Sie lieiftAla//. W efiga , weäiga; TJchuliiui. 

Kerta ; l'oiii. Wyzina i HuUar.d. Krip ; iiai. Spi- 

iiaglia. 
Der Bauch des Störs helft R.'ij. Tiofchka; und- der 

Schwanz rieffelbeii Melchalka. 
Die tnhercula des Störs werden von den fruiizölllclien 

l-illliern boutons genannt. 
Da fich der Stör niehrcntheils mit den Lachfen in ei- 
nerley Gegend befindet , foM'ird er zuweilen von den 

Filcliern Lachsltür genannt; Holt. Zaimlteur; l'i am. 

le conducteur des launions. 
Der Stör nimmt wenig Nahrung zu fich; daher ift das 

Sprichwort entltaiideii : Er ift l'o maliig, als ein 
Stör. 

ACNIDA IBoimi.l 
(Acnida cannabina. 

Caiiiiabis virgiiiiana. C. Bauh.') 

Deutfcit. Der virginifche Hanf. 

(J'lauer hac ihn Fimmel genannt, welches 
eigentlich der Name des weiblichen Hanfs 
ift.) 

UolU Kennip. 

{^HouttidiK nennt ihn Kennip , wahrfchein- 
lieh um ihn von Hennip , dem gemeinen 
Hanf, zu nnterfcheiden. Sonlt lind Ken- 
nip und Hennip , im Holiändilirhen , Wor- 
ter von eiiierley Bedeutung.) Virginifche 
Hennip. 

Kngl. The virginian hemp. 

Franz. Acnidetle Virginie. 

Span. Canamo de Vü"ginia. 

ACONITUM. iBotan.] 

Die Meynungen der Neueren über den Urfprnng die- 
les griechifchen Wortes find mannichl'altig ; da 
es aber noch eine grolle Frage ift , welche Pflan- 
ze die Alten eigentlich unter aconitum verftan- 
den haben, fo wäre es eben ib unnöthig, die 
Muthniallnugen anzuführen als voreilig einer davon 
anzuhangen. Vielen gefällt es nicht , dals Linne' 
das aconitum gewählt hat, um die gegenwartige 
Pflanzengatttmg zu benennen; und Dr. jSchu ze 
fchlägt in feiner toxicologia veterumvor, den deut- 
lichem Namen lycoclonuin dagegen zu vertaulchen. 

Deutfeh. Der Snirmhut; Das Eifenhütlein; 
Die Narrenkappe {zti diefcn Benen- 
nungen hat dir Geßatt der Blumen 
Antafs gegeben); Die Wolfswurzel. 
Im Zillertha! : Die Gelilerii. 

Holt. Monnikskappen. 

Dan. Munke euer Druemunke {Iß xußvn- 
mengefetzt aus dem veralteten Adje- 
Efiv drti d. i. fcharf, herb ; und aus 
Munk d. i. Möneh) . 

Schu'ed, Stormhatt. 

Engl. The aconite or wolfs-bane. 

Anglf. Thung; Wulves-bane. 
Galic, Fuath aUnliadaidh. 

Calhoticon. i\atui£efihiJite , Bd. I. 



Franz. L'aconih 

Dans le hau tage du ckdtcau a' Ofv 

Toutchoz. Ficat^ 
Ital. Aconito. 
Span. Aconito. 
Port. Aconito. 

a) Aconitum anthora. 

(Aconitum falutiferum.) 
Deutfeh. Der heilfame Sturmhut; Heilfame 
Wolfswurzel; üifcheil, Heiigift^ 
Herzwurz; Anthorenwurz. 
Holl. Tegengiftigc Monnikskappen. 
Dan. Den ftmde Druemunke. 
Schwed. Halfofam Stormhatt. 
Eyigl. The wholefome aconite or hehnet- 
flower. 
Angls. Onrcd. 
Franz. L'aconit falurifere, l'aconir falutab'e 

QU bienfaifant; anthore ; maclou. 
Ital. Aconito Tai utifero; antora ; erbacon- 

traxeleno. 
Span. Aconito falutifero o' antora. 
Port. Aconito falurifere ou antora; her\'a 

contraveneno. 
Foln. Rlorzymord ziele. 
Die Alten hielten diele Pflanze für ein Gegengift des ra- 
nunculi thora, und nannten Re daher anthora oder 
antithora. ledoch haben die Neueren die Wirkun ■ 
gen derfelben lehr verdächtig gemacht, und wider, 
rathen den inneren Gebrauch des fogeuaniitenheil- 
faraen Sturmhuts. 

b) Aconitum cammarum. 

Deutfeh. Der giftige Sturmhut. 
Holt. Getipte Monnikskappen. (^Houttnyn 
nennt fie alfo wegen des erhobeuni 
Tüpfels , der [ich oben aif dem Hut 
oder Helm diefer Pflanze befindet.) 
Dan. Den ftore Druemunke. 
Sehwed. Store Stormhatt. 
Engl. The purple vvülfs-bane; the violet 

coloured aconite. 
Franz. L'aconit ä grandes fleurs. Eneyd. 
Born. — Bey einigen tueloup ; — cap- 
pe de moine Vicat; En patois Picou- 
taz Fieat. 
Ital. Aconito grande, purpureo. 
Span, Camaro'n, ca'mara. 
Port. Aconito grande, purpureo; o cä. 
marao. 
Beyl den Griechen hiefs, kakomoros oder, nach aem 
dorifchen Dialecl, kammoros, eine Giftpflanze, die 
vielleicht hieher, vielleicht zu den Schierlingen ge^ 
hört. 
Aconitum judenbergenfeiieniitr/«/«« eine Varietät des 
D cam- 



51 



ANO 



ACO. 



5» 



rnnimsrl, wrKIic er auf dem hnlien Iiuleiibergp in 

SltNcnnark walirgeiiommm hat. 
Man itchnet den Napel dtx Siüik liiplier, undvorwetli- 

■w-ftliftlf ihn niriu mit dem gemeinen Napel. 
Sthuhi Riebt dem i .niiin^iru des Lniiie den Jvameii ly- 

ciut.iiuun iiapelliis. 

c) Acoiiitiun jaiioii icum ; 

lapan Soo liufo, Ihunb. 

d) Aconitum Ivcoftoimm. 

(.Nach dem C/.v »'■/.. ..- lykoktonon d. i. WoIf<;*o(1, 
wo es .iiich k^nokloiion ti. i. Hundstod gen.nnnt 
Vird. — Lwpari.-i Ttagus. — Lycoftonum vulgare 
Schulze. — Aconitum luteutn. /af. barab. Lupi- 
cida). 

Dcutfch. Der gelbe Sturmhut; gelbes Eifen- 
hütkiii; gelbe Wolfswurzel. Wolfs- 
gift, Wollsrod; Hundstod; Gift- 
kraiit. Jiit 2^itlrrthal CicVoe Gclftern. 

Ho^l. Geek- Aloniiiksk;ippeii : Wolfsdood. 

Düu. Den guule Drucmuuke ; Ulvedöd. 

[In Toniin:gi Ko)fk Floi a wir A gefagtjdar» 
dieBlüthe de.s lycoctoni immer hiaii ii>, nur 
da(s die jiingeiiiBlumeu oft tme gelbe Farbe 
anfetzcn]. 

Aafiord. Skovhat(rf. /. Waldhm;;7b)J- 

ninn fclireibt Skoghat). 

Chrißiaiisf. Taralm, Torralm, To- 

ralm: Törelm, Talalm. 

Jhonth. Lufehat, Törjon. 

Ram.sd. Troldkiajringhat-, Troldhat 

(rf. i. Zauberhut); Tolorm. 

Snaan. Olmflock, Hundflock, Hunds 

iük. 

StcJenf. olfU'iike. 

Scchdm. Liifegra; (der ExtraBt nus 

dl r/n- Pflanze vertreibt die Läufe, 

Strcrni). 

JFaldfr. Trieorm. 
Schwed. Gul Stormhatt. 

lämtrl. Huiidfioka. 

Meddp. Gifke; Lusfloka. 

JVrrm. Lusgras. 

LappL Acharas. 
Engt. The great yellow wolfs-bane; the 

dogs-bane. 

Jlniitf. Wulves-bane. 

Weiß,. Llyfinu'r blaidd; Bleidd-däg. 
Frcmx. L'aconit tue-loiip. Encycl. Born. 

* Etraiigle-lonp. 
Ital. Aconito giallo ; licottono ammazza- 

Itipi. 
Spmu Aconito ]3-co6tono de flor amarilla; 

matalübos; ccntella; {Bey einigem 

heiß diefe Pflanze, täe der hellebo. 

ruf, hierva de balleftcros oder ver- 

4cgatnbre;. 



Port. Herva matalobos. 

Kujf. Wolui-iK-i koren, (rf. /.Wolfswurzcl) 

(lortrr P'^r. — Zar trawa. Lepejliin. 
U'oljat;. Gonder. Falk. 
Irkiitz. I.iitik. 
y'o/w. \ViK'zi lad ziele, {d. i. \Volfswurz)j 

Toiad ziele. 
Böhm. W'omeg. 
Ungr. Farka.s gyöke'r ( d. i. Woiilfswurzcl) ; 

Mcrge.s-i u {d. i. GiltkraiitJ. 

c) Acoiiitum nupcllus. 

[.'Aconitum coeruleiini; Napclhis vcrus. 
LycoiMimi coeruicum. Sth Ize. 

Diefe Pflanze untericluidet (ich vrm de*i übrigen Ar- 
ten durch die Gellalt ihrer Wiuv.el , welche mit 
einer Steckrübe Aelinlichkeit ,hal ; fie foll weg. ii 
diefes Umftandcs den Namen napellns erhalten 
Iiabcn] . 

Deutßh. Der blaue Stunnhut, derNapell, das 
Nappellenkraut; Die Mönchskappe, 
die Kappenbltime, die Narrenkappe, 
die Kapuze; Ei.l-nliart; GiftU'urz; 
Teufclswurz; Wtirgling; Die Fuchs- 
Wurzel {nar'ri dem Lat. vulparia); 
Ziegentoc'. (Diefen Namen führt 
auch die Cicuta) . 

?Ioll, De gemeene blaauweI\IonTiikskappen. 

Dan. Den lille Druenuinke, In'isRIomfter 
ereblaa; Munkchiette; Narrekappe; 
Faai'eloorte ; Ulaaniunke; Storm- 
liKtte. 

Schwed. Bia Stormhatt. 

Engl. The common wolf's-bane or tnonk's 
hood. IFoodwiHe; the blue aconite 
or wolf's-bane ; the blue lielmet- 
flower ; (Bcy einierm the libbards-bane 
d. i. Loopardengift) . 

Franz. Le napcl ou l'aconit-napel. Encycl. 
L'aconit a fleur bleue; L'aconit a na, 
vet;capiic]ion demoine;napelbieu; — 
Dans le gouverneittent d'Aigle Picou- 
taz Ficat. 

Pal. Nappello: aconito ceruleo. 

Span. Nape'lo; aconito ceruleo. 

Pur'. Napello : aconito ceruleo. 

Jiujj'. Mordownik. 

Prigrid. Gmet. R. d. R. 
Borez. Gtml. Fl, Sihir, 

Sihir, Ivjutik. 

Tims^nf. Argoakta. 

Kanitfch, Sgath. Steiler. 

Pohl. Mordownik; Ztymnirzek, 

Böhm. Sfalamaimek. 

Crain. Skni gloubuk. Scopoli. 

Ungr. Krttika re'pa. 

ACO- 



53 



ACO 



ACO 



54 



ACORUS. [Botan.] 

[Der Saft aiu Jer frii'ciien Wurzel ditfer Pflanze ge- 
preil, uuci in die dunkeln A;igen geiirürkt, Ibll 
diefclhei'. klar niaclien , und zur »riecii'clienBe- 
iie:niuiig akoros AnlaTs gegeben haben] . 

a) Aconis calamus. 

Vielleicht der acorus der Alten ; Acorus verus 
Calamus oßiein; Acoras odoratus. 

Detttfch, Der Kalmus oder Calmus ; die wohl- 
riechende Schwertlilie. Ackermann , 
Ackerwurz . ^Ankerwui-z: Es giebt 
wirklich i\IurhmaiTLingeD über die Be- 
deutung diefes nirj^ends gebrauchli- 
chen Wortes. In Gottfcheds Fl.prujf. 
ftehtAnkerwurz. imDruckfehler-V'er- 
zeichniis wird aber gebeten, an def. 
Jen Statt Ackerwurz zu leftn. Ver- 
muthlich haben dieSynonynienramm- 
1er die errata diefes Buchs nicht an- 
gefeheni. Älagenwurzj Schwerchcuj 
Teichliüe. 

Holt. Kalmus. 

Diin. Kalmus, Calmus. 

Sehiced. Kalmufs. 

Engl. The fweet fmelling flag; fweetcane; 
fweet grafs. — Galic. Milfean-mara. 
(d. i. liebliches Sumpfrohr.) 

Franz. L'acore odorant. Lamarck ; L'acorus 
ve'ritable Born. 

Ital. Acoro, calamo odorato, cannaodo- 
rifer?. 

Sl>an. Acoro ca'lamo. (/«; araneel de ren- 
tas y diezmos del ano de 1709 wird 
er calaliis genannt) . 

Port. Acoro calamo ; canna cheirofa. 

RujT. Koren, Ir. (In der Tafarcij heiß er 

ebenfalls Ir. oder lir. die Rußen hci- 

r ben diefe BeKeiiniing aus dem Tafa- 

rifchen in ihre Sprache anfgenom- 

' nien) ; Kirgif. lekin ; Bi:char. Eger. 

Po/n. Tatarfkie ziele (i. i. Tatarifches 
Kraut) . 

Bohlt. Prufkworek,Prafl'k\vorec.(rf. /.preuf- 

fifche Ackerwurz?) 
Vngr. Kalmufs. 

l^it. Kalmus fakkenes, karv^'eles, Karili, 
Ftfcher. 

Xhjhi. . Kalmusfld, kalmus; So ing\ver(a. ?. 
*'■"■- Sumpfingwer). — (Wohho moök 
hingegen ift iris pal.). 

i) Eine geringe Varietät ift der acorns in. 
dicus ant afiaticus, radice teiiuiore, der 
«ftiudüclie kalmiis; calamus aromacicus. 



Frar.z. L'acorus des Indes ou afiatiqne. 
Bom. — La baßombe. Lomark. (dies 
Wort iß vennuthlich nach detn^Sin- 
galeßfchen vazumbo /örffjjrf). 

Mafah. Waembu. Rheed. 

Ceilan. Vazumbo. 

lava. Deryngo. 

Japan. Kawa fobu. Tlii'.nb, 

Erachm. Bcmbi. 

Aegypt. Ca'Tabel , Ramira. 

Hebr. Kneh-bofchera. 

h) Aconis gramineiis. AitoH. 

Engl. Tiie chinefe fweet-grafs. Alton. 
Sinef. Xe chäm pü. Loureiro. 
Cochincli. Thach xuog po. Loureiro. 
Die Kalmuswurzel helft zuweilen nautita, venerea vm4 

fingentiana. 
Die canadifche Zibethratze foU ihren Geruch zum Theil 
der Kalinuswurzel , wovon fie ficli nührt, zu ver- 
danken haben. 

ACOSTA [5oto.] 

So nennt Lo-.iteito eine zu der zelmmannlgen ein- 
weibigeji Klaffe gehörende Pnanzengatfung, zi;ra 
Andenken eines D. a Coßa, Bel'chreiber der 
indianilchen Spezereyen. — Acofta ipicata ; Äo- 
th.huh. Gay Mcn. l.o-ir. 

ACOTYLEDONES . [ m-m. bot. ] 

Deutfeh. Pflanzen ohneSamenlnppen oderKeni- 
ftücke. Pflanzen ohnei\Iutterkuchönj 
Nacktkeimende Pflanzen. 

Holt. Planten zonder Zaadkwabben. 

Dan. Planter uden Rodbladene. 

Scliwed. \'':ixter utan Hiertbladene. 

Engl. Plants, whofe feeds have no cofyle- 
dons or feminal lea-> es. 

Franz. Plantes, dont la germination des 
graines efl fans cotxledon. 

Ital. Plante fenza foglie feminaü. 
■ Span, Plantas fin cotiledoncs o' cubierta, 

Port. Plactas fem cotiledoiies ou folhas 
feminaes. 

Von denMoofen und Flechten will man behaupten, dafs 
fie keine cotyledones oder Samenblätter haben. 

Li der .^Iethode des de^ußteu machen die acotvledones 
die erfte Clafle aas, und werden alTo befchrieben : 
plantes dont la germination des graines n'e'tantpas 
bien connue, les fait regarder commefans cotvle- 
don. Er hat fie in folgende Ordnungen abgeteilt 
a") Les c!)ampignons b) les algues c) les moulfes 
d) les fcugeres e) les nayades. 

ACRIDOPHAGL 

Ferfoiien , welche von Heufchrecken leben. Der Täu- 
fer lohaunes war ein Acridophag. Frßm. Per- 
foiuies qui viveat des fauteielJes. 



D 3 



ACR- 



55 ACR 

ACRIFOLIL'M. 

So wir.l von WrCcIiicHenon ciiip icdc Pflaiirp gftuiniU, 
ricicii l?l;iner Ipilzif; liii>l. Man liat aiiili auii- 
r»liuiii, agi'ilüliiiin iiiul aquifoliuKi liaii acrirciliinii 
gclchiieben , wovon die ilex aquilolia, welclie 
man im Deiiilrlien auch Stedilaub nennt, ein 
Ucylpicl liefert. 

ACROCEPHALAE larvae [Enton,.] 

So liat niiii lue Raupen mit cinf m Cpitzigcn Kopf ge- 
n.iniu ; .Spiul;üj)fraupen. ClieiiiUcs qui ont la 
tcte poiiitiie. 

ACROMIUM. [Jnat.-\ 

Hiimeri mucro, fummus hiimerus. 
(Aiii dem Griecliifchen von akros , äufferft, unj 
oHios , die Schulter). 

Diittfch. Die Sc-luilterhöhe; Die obere Her- 

voiTagiinu; des Scliiiltcrblatts. 
JJoIl. Hoot'ci. ']"op of Uitllcekzel van het 

Scliouderblad. 
Dan. Spidlen af Skuldrcbladet. 
Sch'.oed. Den öfverftaDelen afSkuIderbladen. 
Engl. The extremity of the fliourder; the 

Upper procefs of the fhoulder-blade. 
Franz. L'acromion, l'apophyfe fiipreme de 

l'omnplate, le haut de Tepaiile. 
Ital. Acromio, la Ibminita dcllp fpalle. 

Span. Acromion , la extremitad de la efpi- 

r.a dtl omoplato, la punta del hom- 

bro. 
Port. Acromion, apophyfe do omoplato, 

caufada pela erainencia chamada 

efpinha. 
Act omiualis arteria (^Aiiat.') Die Schlagader der 

Schulterhühe. 
Jlcromii lignmenla. \_Jlnat:'\ Die Bänder der 

Schiilterhöhe. 

ACROMPHALÜM. {Anat.^ 

So findet man bey einigen Autoren die Mitte oder die 
Spitze des Nabels genannt. /Vi/. Umbo. — Ue- 
■ berhanpt hat man das Griechifche to akron ge- 
braucht, um die Spitze oder das extrcniiim der 
Glieder anzuzeigen ; z. B. die Spitze der Nafe , 
der Finger, der Ohren , die Knociienerhöhungen,- 
acroteria; ferner auch den Gipfel der Pflanzen, 
zumal der Difteln. — AoopoJihiaj ift das Acul- 
ferlte der X'orhaut, fo viel nämlich bey der ße- 
fchneidung abgeht. 

ACROSPERMUM. lBotan.-\ 

Der Knopffchwamra. Tode. 

ACROSTICKOl IBolan.^ 

[Ein aus dem Griecliifchen von.nit/ej, fijmmtis. und 

slichos, ordo, zufaramengcfetztes Wort] 
Deutfih. Der vollbllihende Farru. 
Hotl. riakvaren. 



ACT 



56 



Dan. P1ctbrrcp;ne. 

Srhccif. l'"lackbr:ike!i. 

E*i^!. The acrodiciium. 

Frnm. l^'acrodiqiie. ßiiri/c!. Born, 

Ital. Span. Fort. Arrolliio. 

a) AcroRichum dichotomuin. 

Filix coclüne. Fcf. 
Arab.fcl. Mejabese. Forß. 

b) Acrofticliuin lietevopUylKini. 

Filix malabarica. Pel. 

AJalab. Maletta-mala-maravara. Rhecd. 

c) Acroftichum ilvcnfe. 

(Hat den Namen von einer im Tofc-uiifchen Meere lie- 

geiulcn Infel, genannt Klba, Aethalia). 
Hotl, Elbaafch Plakvai-en. 
Nortaeii. Ietia;n<c, Lc'cnblom. Gimner. 
Engl. ' Tlie liaiiy Ccrn. ./liton; the hairy 

ftone-rern. Rohf. 
Franz. Acroftiqiic de l'ifte d'Elbe. 
Tt(n<T!if. lokdikta. Georgi, 

d) Acroftichum lanc eolatum. 

Mal ab. Tiri-paiina. Rheed. 
Cnjian. Bihrembuni. Hern. Bnrfii. 
Cock/ncft. Kay kirn luoii, Loitrchv. 

e) Acroftichum lingua. 

Der Zungenfarrn. 
Japan. Ftotsba, iM-anbami. Twan jrasjuwa, 
lAvano kawa, Seki fi, Seki gi. Thwnb. 

f) Acrofticlmm feptentrionale. 

Deutfcli. Der p;emeine oder mitternächtliche 
voUbliiliende Farrn ; Steinfarrn Tra- 
f>:»s; Steinfchlangfclnvanz. 

Holl. Noordc'lvk Phik-N-arcn. 

Dän.undNoytß. S'^t. Olai Skiajg. 

Engl. The common acroftichum or forked 
fern; the hnrned or naked fem; 
vulgo the niftyback. . 

Franz, L'acroftiqiie feptentrionale, • 

Acryptogamicum. [TVfw.Jo/.J 

Was nicht zur Clafle der heimlichen Ehen gelijrf. 

ACTtEA. {Botan.^ : 
'(Die ftaik riecliende aflaea Pli,:ii fcheint nicht die 
iiaiiiiKhc Pflanze zu leyn) . ' , ^ i.,- 

■ Dmtfch. Scbu-arzwurz ; Chriftopiskräuf; " 
Hol!'. Kriftoflclkruii^. 
T)än. Chriftophers-urt. 
Schiv. Paddbar. 
Engl. The aftea or herb-cliriflöpher. 

FnvtXi, 



5? 



ACT 



ACT 



58 



Frflux. L'aftce. 
Itai. &c. Actea. 

a) Adaea racemQ&. 

JJeutfch. TraubenförmigeSchwarzwurz; Ame- 
rikanifche Schlangenwurzel. 

Holl. Getroft Kriiloffelkruid ; Zwarte Slan- 
genwortel. 

Engl. The american herb-chriftopher or 
black fnakeroot. (^Die. Engliinder 
in Nordamerika nennen fte the rich- 
Nveedj . 

Franz. Afte'e a grappes. 

b) Adaea fpicata, 

[Chriftophoriana; Von der Eiitftehung diefes Namens 
ill uns nichts bekannt ; aronitiim bacciferum C. 
£. ; — Der Extratl aus den Beeren diefer Pflan- 
ze foU* die Wanzen vertreiben daher fie auch 
wohl Cimicifuga genannt wird]. 

Deutfck. Aehrenförmige Schwarzw-urz ; Das 
gemeine Chriftophskraut; Beeren- 
trageude Wolfswurz ; Schwarzreins- 
wurz. 
. Hotl, Geaairde Krlftoffelkruid. 
Dan. Axet Chriftopbers-urt. 

Faarelorte ( d. i. Schaafdreck). 
Faarepacrer (d. i. Schaafbirnen). 
Zuweilen Druemunke. 
Norweg. Paddeb?sr (d. i. Krötenbee- 
re ,_ weil fich die Kröten gerne unter 
diefer Pflanze auflialten'); 
Troldbser (i. /. Hexenbeere). 
Schwtd. Paddbär. 

Hel'his. Trollbär. 
/r; Both7i. Hundbär. 
■ £ngl. The common herb-chriftöpher; Bane- 
berries (d.i. Giftbeeren; die Beeren 
diefer Pflanze werden für giftig 
gehalten'). 

W>lf'u Llyfnu Chriftoffis. ' 
Franz. L'actee ä e'pi ; vtdgaii-ement l'herbe 
: V . deSt. Chriftophcr oirla chrii^opho'- 
. ' ■ rienne. 

■ En patois du diäteau d'Oex RalTm 
QU lau. [Icat. 
" Ital. ' Acteafpigaca o che ha fpiche ; vu'.go 
chriftotbriana. 
Span. AÄea efpigada; n</go liierba de 
.San Crifröval. , " 

• Port. 'Aftea efpigada; vulgo herva de S. 
', Chrilrovaü. 

'..ßit/f- ■ Woronez (d. i. Rabenwairz /. q. 
Schwarzwurz). 
Chrifroforowa trawa. 
Soroko-pritotfchka. Falk. 



Pohh Omieg. Gottfched Fl. Pr. (Diefer 
Name wird auch verfchiednen Slurtn' 
hüten gegeben). 
Vngr. Farkas Szölö. Fl. Pof (d. J. Wolfs- 
traube, Wolfsbecre). 
Der Saft diefer Beeren, mit Alnnn vfrinifcht, giebc 
Dinte. — Die Wurzel foll in gewipfen Krankheiten 
des Rindwehs heilfam feyn ; die Bauern von iNIont- 
d"Or Iverkaiifen fien. d. N. hellebore-noire. 

ACTIA'IA. [rert«.fnolhfc.'\ 

[Das griecliifche W'nrt aktin oder aktis bedeutet ei- 
nen Sonnenltrahl ; actinofuni corpus heift ein 
ftralijiohter Körper ; da nun die Thiere diefer 
Gattung mit einem Strahlenkranz an ihrer Mün- 
dung geziert find, fo ift ihnen in neueren Zeiten 
der Name aftinia bevgelegt worden. Zuerlt wühl- 
te Linne' den unanftSndigen Namen Priapns. In 
altern Zeiten hiefien fie etwas uneigcntlirh urti- 
cae. — Man mufs fich durcli die Benennungen 
nicht irre machen laffen , fie mit den Quallen zu 
verweclifeln. Coiif. Jlleä:i/a. 
Deutfcli. Die See-anemone; die Seeneflel 
öder Rleernefsel. (Die Quallen wer- 
den von einigen ebenfalls Seenejfelh 
genannt.) 
Holt. Zee-netel. Hontt. 
Dan, Söekufen Brünnich; ÄTiUlcr. 

Straalfnude. Hammer. 
Schwed. SjöftriUe. Retzins. 
Engl. The animal flowersj Sea-«nemone'; 

Sea-nettle. 
Franz, L'aclinie ; vulgairenient l'ane'mone de 
•mer; priape de mer; ome de mer; 
ortie marine ; pöifl'on-fleiir, 
Jtal. Actinia; ortLca di mare; anemon« 

dl «Tiare. 
Span. Actjtiia; ortiga marinä; anemone 

del mar: • " ' 

Port. Acrinla: ortiga marinha; anem'one 

marinha. 

Koch hat niemand die " Seeanemonen trüt-'-gröfTerem 

FleiiTe beobaplltet, als dsr vbbe ßicg:.'e>in::e. Die 

Seeanemoneii hüben, m !e die Armpoiypen, eipR»- 

productionsvefniugei,:, iie fetzen fich an andere Kör- 

' ijer left, liü'nnci, ,aj)pr dabej ihren Platzverandcrn; 

iTe nähren (Tcfi von Fifchen, Krebfen nnd Mufti-.eln; 

yerlihiedene, Arten kuiineij aber auch' den ^lenfcheii 

zur Nahruirg d;ei!en, foi ifiä«, Jjach Forskäls Ö^ 

rieht, in Griechenland, oder auch in der Provence, 

wo die. eisbare Seeanemnne von den Einwohnerji 

lÄlVegrfa genannt wird. Eine und ebendiefelbeüet- 

nung dient ihnen zum Speifen, zum Ausleeren nnd 

Junge zu «erl'en. 

a) "Ättiiim .'crafliconiis. 

, I^Accinia fepilis Z,?;/. . aftinia nigofaj priapus 
' ' Senilis k urtfca t ilbra ',' •contrafta.' -^ Betf 
älteren A:itor,en führte -ße den licißücheit 
NamiK podexmarinus «fcuientusj. 

Deutfeh 



59 



ACT 



ACÜ 



60 



Dtntfch. Die Runzelanemone; die rottre See- 
ancmonej Die A.iifternclVel {^treit ße 
vorzüst^'.iik aiif /l'iüerfihc.lni fitzt'). 

Ho'J. Oudnians-ffliaft. i^üie Fijchtr gtben 
ihr derbe NivrftiK 

Dan. Söe- neide; Soekiife, 
Graut. Aitribpa. 

Siliit/ed. Sjönäfsla. 

Ens^l. The wrinkled ai'l'iiiin. 

Franz. T/artinicridee. £;;ryi7. ; le ciiViafTcan, 
le ciil de \'enijs; und, befowdtrs an 
den nomiiwdifchen Küflen , le cul d*- 
anc. 

Itat. Attinia grinzofa; T'»/nro potta di raa- 
ro. (;. f. Milva marina) . 

Span. Atciniao ortiga anuG;ada (^Sie erhal- 
ten von den Küßenhiuojmcrn uicht 
minder indecente Namen'). 

Port. Aftinia ou ortiga encarqiiilhada. 

^rab. GarindJi el bahr. Forfk. (^Encycl. 
910. 12, attinia rubra). 

b) Aclinia eflbcta, 
Deutfeh. Die Secblume. 

Half. AfgeNverkte Zeenefel. 
E*fi^l. The cner\-ated Aclinia. 
Franz. L'aftinie anguleufe. Encifct: 

c) Aftinia gigantea. 

(Priapus giganteus Forßi.') 
Deutfeh. Die Riefenanemonc. (Die große 

Art). 
Franz. L'aftinie ge'ant. Encycl. 
Arah. Tabaket el bahr. Forjk^ 

ifl) Aclinia judaica. 

( Colum marinum . Plane, ) 
- Deutfeh. Der Rleerfieb. 
Holt. loodfclie Zeenctel. 
Franz. Aftinic oeillet de mer. Encyct. 
Languedoc. Pofterol, Rondel. 
Biefe Anemonen find efsbar, und, nach Fuwyfs Verficlie- 
rnng, delicat; fie werden von den italieiii;rlien 
KiiflenbeM-ohnernflciflig gefucht nnd wie die Att- 
ftern prüparirt. 

«) Actiniaplumofa.ii7M//^r. f) Ad. felina. 
Linne'. 
Deutfeh. Die Federanemone j die Kronennef- 

fel. 
Holl. Kattenfchaft. 
Eif^t. The fea-pudding. BrvwH. f) Tlie 

cat aAinia. 
Franz. L'aftinie plumeufe. f ) L'aftiniHie- 

rilTe'e. 
Grör.l. Kettuperak. Aüanidrof. , 



A(!\mia nifa. mn. f ) A(^. cqnina /j-?. 

(Urtica parva.) 

Dentfch. Die Küpprofo; die Fclfenneflel. 

Holi. Paardelchaft. 

Island. Brinibiitiir. OtalJ. 

Franz. Aotinie cul-de-chcval. Enctjet.f^o 

hr.ßni ße befonders an den Äiißcii 

von Poitou und d'Amiis). 

g) Aftinia viridis. (Priapiis viridis. i^„y)i..) 

Franz. Aftinie verte. Eneyct. 
Arab. Karrala. Forfk. 
Die tiriiiic Seeancmone ili den Kiuwohnern von Alex» 
andrieii mein-, als andre Arten, zuwider. 

h) Aclinia volva. Müller.^ 
Island. Gigarpufla, HraunpuITa, 

Aculcatus, a, nm, adj. 

Deucfch. Stachelig, oder mit einem Stachel 
verfclien; Staciiclicht oder mit meh- 
reren Stacheln bcferzt; gellachelt. 
Holl. Stekclig, met Stekels gewapend ; 

gcdoornd. 
Dan. Broddet, pigget, med Takker. 
Schfe-ed. Taggig, taggfull, pigglik, fticka'nde, 
En^l. Aculeated, furninjcd with ftiff, Hiarp 

prickles ; having a fting. 
Franz. Arme' d'aiguillons, gariii de dents 

piqnant; he'rifle. 
Ital. Armato di pungiglioni. 
Span. Puntiagudo, armado con aguyones 

d puntas. 
Fort. Armado ou guarnecido com aguilho- 
ens, bicos, aculeos, pontas'"ou pi- 
ques. 
Rujf. Schaliftili. 

Poln. Kolczyftigkolacy, zadtowaty. 
B'öhtn. Bodlawy, zahawy, piclilasvy. 
Ungr. Hegyes, tövifl'es. 
jic-ilenta cauda (^Term. f>:/oti:oi.') Wenn der 
Schwanz eines Infefts mit einer vei-lnngerten üpiize 
verfelieu ilt. Q/fi/iueuojjte/ a ; Scor/'toQ. 
jäiuleata cutis. Wenn die Haut eines vierfü/Ii- 
gen Tliieres bald mit längeren, bald mit kiirzertu 
Stacheln bewafljiet iiL (^Hy(hix). 
^cr.lealn iuferta. So hat Scopoli die Iiynieno 
ptera genannt, weil die Inlecten diefer OrdjiungmiC 
einem Stacliel verfcheu find. 
Ac-.ile tyta latva (^Eiitom.') Eine Stachelraiipe. 
Aii.^f^t't lateralis t'itiea (^Term. ichiluiol.y 
Wenn die Seitenlinie mit entweder nach dem Kopf 
oder nach dem Schwänze gerichteten Stacheln be- 
fetzt i\\. (_Kiiiige Schollen und Seehahne). 
/leite ata liiigi'.a m a «1 n: a I i um. Wenn die 

Oberflaciie der Zunge «lit jnurilcii ftehenden Sta- 

the];- 



6i 



ACU 



ACü 



62 



clu'ifpifzcn vcrrc'ien ift. (Viverra, und einige Kat- 
Zciiarii ii). 

^iKtfata operctila. (^Term. ichlliyot.') Wenn 
d»r hintere Rand der Kiefendeckel (ich mit einem 
oder mit mehreren Stacheln endigt (Trigla; Scor». 
p*na porciis). 

bettle ala f, fpii:ofa pubes (^Tettn. toHcfii/l.') 
Wenn die Unebenheiten der Schaingegeml einfache 
Staclieln foimiren. 

^(.ilenia /p 1 , ,1. (^Teitn. co.ahii!.^ Staclielfür- 
ge L'iiebenheiteii am Gewinde (Strombus..) 

^iuleatae f. fpir.ofae ii 1: t eniiae. (^fenii- 
t,.i(,„:.~) ^Vellll dth an den Gliedern der Fiililliür- 
iier rlikwärts gebogene Stacheln befinden. (Ce- 
rambyx rpinic&rnis). 

•AcHleatat biaiicliiae. (Term. ichthiiol.') Wenn 
die Kiemen von inncp mit Stacheln beletzt find. 

^iultatae f. fphiofae dorfales ph:iiae. 
(Jeim. iihikijoi. ") Wenn einzelne harte Stralilen 
über die fie verbinde Haut in langen Spitzen her- 
vorragen. (Acaiithoptervgii). 

■Aiul eatae fqttauiae. I'id. Afpeiae. 

^culeati f. fpinafi aiifractus. (Teiiit.coii- 
cIihI.^ Windnngen oder Gänge, welclie mit iU- 
chelformigen Hervorragungen veri'elien find. 

^ciileati ladii {^rnin. molhfc.') Stachelförmige 
Auswüclife auf der Oberfliiche ilraldiger Korper. 

•AcHteato - cili ati futci (^Terni. cnnthijl.") Stach- 
licht gefranzte Furchen , wenn die Furchen näm- 
lich an den Seiten mit dicht neben einander llehen- 
den parallelen Spitzen wie die Aiigenlieder mit 
Haren beletzt find. (Cardiuni aculeatum). 

Jictileato - cil/atum folium. Ein ftacblicht 
gefranztes Blatt. (After tenellus). 

idiule aio - dental a folia. (^Tenii. bat.') Blät- 
ter mit Staclielzähnen. (Cümocladia dentata). 

Jlcu te ,1 1 - glo cki d r a femina. (_]'erm. bot.") 
Mit kleinen Häkchen verfehene Dornendes Stachel- 
famens (.'\lyofotis lappula). 

Jlculenjo -ferratae nuttrfiae. (^Triui. en- 
tom.') FühK:örner mit dicht gezackten nach der 
Spitze gericliteten Stacheln; find diefe Stacheln ha- 
kenförmig, fo heiflen die Fühlhörner aculeato - un- 
ciuatae, 

Atuteatum ab doiit eu. iC) (Ter»r. ichlhijol.') Ein 
mii groffen Staclieln bcrcfztcr Bauch oder Unter- 
leib. (Tetrodon lagocephahis). — b) (J'eim. en- 
tern.) f. Apex acnlea rigido retracUli punftorio. 
(Sphex)- ^ 

{Afitleatum /. p u ti g e >: s capiit. (^Teiin. ich- 
t/iitol.) Ein mit frey hervorgehenden Stacheln be. 
waffneter Kopf (Trigla, Cottiis, einige Arten da. 
»on). 

ätr-featum torpus a") echinorum ; Holt, met 
Pennen gewapend; Couf. aculeari radii. b") larvae; 
Conf. aculeata larva. c") pilcium. Coiif. Scabrum. 

^mleatum darf um. (^Tetm. ichlliijol.') Ein mit 
Stacheln befetzter Rücken. 

aculeatum folium. (JTfim. bot.) Ein mit Sta- 
cheln verfehenes BUtt. (Arftiumcarduel. — Solan, 
mamof. ) 

1t >i^ea tum lab nun. (^Term. coHchut.') Eine mit 
längeren fcharfeu Stacheln befetzte Lippe. 



Arulfttfum l e g um e n. (_Term. bot.') Eine ge« 

ftaclielie Hülfe. 
uicutentuM ligamiiHlum (Term. cor.cUi/l.') \\cn\i 

das Band einer Schale mit kleinen rauhen Spitze* 

verfehen ilh 
yfculeatHtN p tri ai; th; um. (_ Term. bot.) Eine 

dornige Blumendecke. 
.Aciileatui cal^x. Ein fiachlicliter (.Blumenkelcli 

(Dipfac. füll.) 
Acute nt-.i!: caitlis (^Teim. bot.) Em mit D.ir- 

iien beietzter Stamm. 1 

Aculeatui petiotu%. (^Tertu. bot.) E\n mit 

Domen beletzter Stiel. ( Rubiis i'ruticofus). 
Aiiiltatu s <hoi ax {^Teim. e-itom.) Wenn da? 

Rückenlchild in lieiner iVlittc mit fteifen fcharf^Ji 

Staclieln bcfäet ift. (Gryllus ferratiis). 

Aculens. 

Deutfcli. Eifi Stacliel. 

Hof Steekel, PrUc Prikkel. 

Dan. Braud, Pig. 

Schwed. Tag, Pig, Udd, Gadd. 

Engl. A Hing, prickle, fiiarp point. 

Franz. Aiguillon , Pointe. 

Itat. Pungiglione, puugolo, ago, agu- 

glione. 
Span. Ägiiijofi , punta aguda. 
Port. Aguilhaö. 
Ritff. Sclitdo, Strekälo. 
Po!n. Zadlo. 

Böhm. Zahadlo, Often, Bodek. 
Ungr. Hegyi, Fulank. 

Adilei cy iift al loiunu Stachelförmig gefpitzte 

Kryftallrtrahlen. 
^culei e c ki 110 iiim. Die Stachel der Seeigel. — 

Petrificirt werden fie ludenlleine genannt. lid, 

Judaicus lapis. 
Ach l ei f. fpitiae pifcium. Vid. Spin.i. 
Aculei plantarem. Conf. Spina, wofeibfl. wiUk 

den Unteijchied beßimvit finden wird. 

Aculeus infeftorum. 

Jleutfih. Der Stacliel oder Angd dcrinreftett. 

Hol!. Angel, Steekel der Irifekteii. 

Dan. Infekternes Braad. 

Schwed. Infefterncs Gadd. 

Engl. Tlie l'ting of fome infefts. 

Franz. L'aiguillon de quelques infeftes. - 

Ita!. Piingigliorve &c. de alcuni infetti. 

Span. Agiiyi))! o punta agiida que tiejjeM 

älguiMjs infeftos. 
Port. AguUiao, ferrao de algiins iiifeftos. 

Der Stachel oder Ang-cl befinilet fich am äiifl'erfteu En- 
de de.s Schwanzes einiger Inleden. Er liegt Ln 
einer Scheide (vagina) und kann, mittelft einlt,'er 
Mulkeln ,v.illkUhrlicli bald ausgeftrekt, bald wieder 
cin);ezogcn werden (retraftilis). Jtla.i ß/ie vagiifa 
n:;d retractilis. — Entweder dient der Stac'ieJ 
Wys ium Ejerlegeii , uidetn die lufeften vernüi- 



63 



ACU 



ACU 



64 



tflTi dffTclbpn ein Loch in e'intn Kuiper bohren 
(trif liiare) , in wpUhrs iie ilio l'.vci Irizcn , iiixl 
hril': in dierrm Fülle der [.r8rfl.ic!icl oder N.icli- 
Aiuliel (enfis) ; oder er i(> liclcidigend, und niclit 
fdtMi giftig, in «tU hnn Fallp er der Wetulia- 
chei (aciileiis piiiic^oriiis ) gcn.mnt wird. 

Vom St.irlicl der Hicnon hat Ri;i:iw;ir eine felir aits- 
lilliiliclie und deiaillirte nel'clircibuiig geliefert. 

Das Wcibclien des Cyiiips hat einen Legertacliel in 
der Mine de.* Bauche.'!. Er hat die Gellalt eines 
Bohrer», daher auch dies Iiileit im Franzüfirchcii 
zuweilen mouche a tariere genannt wird. 

Das Weibchen des Ichneumon hat an den Seiten des 
Stachels zwey verlängerte Scheiden, welche, 
beviii erilen Allblick, ebenfalls für Starhclii ge- 
halten werden , und m der Benemuing mulca tri- 
pilis Anlal's gegeben haben. 

Da.s \\ eibclien des Tenthredo hat einen etwas Tigeför- 
mig gebauten .Stachel , daher es auch zuweilen 
mouche k lirie geiiainit wird. 

Acuminatus, a, um adj. 

Deutfeh, Zugefpitzt. 

HoU. Spitfig , puntig, 

Dm. Tilfpidiet. 

Schwed. Spetlad, finfpetfad. 

Engl. Scliarp -pointed; tapering gradually 

to a point: edged. 
Franz, Aigu, acumine. 
Ital. Aguzzato, affilato, acuminato, 
Span. Aguzado, afilado, acicalado. 
Port. Aguzado, afiado, que termina em 

huma ponta forte e rija. " 

/feil »li H afiim zeigt au, was altmählig tiuvei merkt 
in eine leine Spitze ausgelegt, und darf allblnicht 
mit dem nuicrouato verwechfelt werden, C'oiif. 
mucronatun>. 

^tumiaata anriciita. F.iii zugefpitztes Ohr ver- 
fchiedener Säugthiere. (Der Luchs). 

^cuininata ijtiiba [Term. eiitom.'] Wenn die 
liifeften am Ende ihres Hinterleibes mit einem zu- 
gcfpitzten Barte verfehen find. 

^cii an :: n t a c n i: d a. Ein zugefpitzter Schwanz, ein 
Schwanz der nach dem Ende zu allmählig dünner 
wird, a) Amphibiorum b) Avium c) infeftorum 
(Mordella), d) mammalium e) pifcium f) 1er- 
pentum. 

j9(iiiiiiii al a criß«. Zugefpitzter Kamm euiiger Vö- 
gel. 

^(u-minaia clijtra. Zugefpitzte Flilgeldecken. 
(Tenebrio). 

^Aiti tili,: ata fror.s. Eine zwifchen den Fühlhür- 
nern zugefpitzte Stirn, (Gryllus , einige Arten 
davon). 

/ictnninata tnhia. Zugefpitzte Lippen einiger In- 
feden. (Bupreftis , Bruclms). 

Ach Uli II ata liagua. Zugefpitzte Zunge a) mam- 
malium b) pifcium. 

jicuminata tii a u dibii t a. Zugefpitze 'iuffere 
Kinnlade einiger J^efteu. (Meloe Schaeßeri oder 
Cerocoma \ 



.4euuiinate maxi IIa.,; ZugpfpiHtte innere Kinn- 
lade verfchicdener Inl'eAen. (C;iiahus). 
Am nun Uta opercu I a. Zugel'pitzte Deckel eU 

nigcr Conch>lien. (ßalanns). 
AcHtii i ii a t a ofiercala. Nach hinten zu gefp'izte 

KiemenJeckel. (Gadus , einige Arten davon ). 
.Acutit in ata' v i ob oj li s. Ziigelpitzter Kiifl'el ei- 
niger Siiugilnere. 
A eil tili na ta p -i p a. Eine zugefpitzte Pupe. 
j1 (iinii na I n tejta. Ein zugefpitztes üeh.'iufe. 

(Heli.\ glauca). 
Ai II Uli II n I a e n b Ho mi it a t e s pinnae. Ziigd- 

Ipitzte üauchllülVen. 
Aciimiitalae n/ae. Wenn das Ende eines Schinet- 
terlingsflUgels in eine feine Spitze ausläuft. (Bom- 
byx atlas). 
Acii min at ae a nteiinaf. Zugefpitzte Ftlhlliör- 

ner einiger lufeclen. ( Tabanus ). 
Acuiiiitiatae f, t ri an gu t at ae dorfales pin- 
fiae. Pyraniidenlürmig gelpitzte Kilckenfloireu. 
(Trigla, Clupea). 
A eil Uli II ata e iiates. Zugefpitzter After einigt 

Conchylien. 

Acinniiiatne pectorales pinnae. Zugefpitztl 
BruftflüiTcn einiger Fil'che. Sie (iiid entweder 
fupra acuniinatae, wenn der oherfte Strahl 
längllen ift , oder b) medio acuminatae, wem 
der mitteirte Strahl am liinglten ili, (Zeus). 
Acuniinatae rect/ices. Wenn die Schwaiizfe. 
dern einiger Vögel fich in eine feine Spitze en- 
digen. 
Ac II Uli II a ta e retiiiges. Zugefpitzte Schwungfe- 
dern einiger Vögel. 
A c II III i II a t a e fp i « a e. (J'eim. nwllufc.') Zuge- 
fpitzte Stacheln an eiingen ftcrniörmigen oder 
llrahligen Kürpern. 
Atiot'i " cit a e fqiiaiiiae. Zugefpitzte Schuppen 

verfchiedener Amphibien und Filthe. 
Aciiininntae v alv nt ae. (J.'enn, bul.') Sdiarf- 

gefpitzte Bälge oder Spelzen. 
Aciiminati palpi. Wenn fich die letzten Cilie- 
der derFrefsfpitzen unvermerkt in eine feine .Spi- 
tze verlieren. 
Acii iiiinat i pari. fl'eiin. moiiufc.') Erhoben 

zugefpitzte Poren einiger Milleporen. 
Acuminato - Jerrat-jf. folia. Zugefpilzt ge 

zähnelte Blätter. (Fagus caftanea). ^ 
Acnniiwato-fetaceaef. apice fetiger ae an 
teiinae. Weiui fich die Fülilhöiiier einiger In 
feften mit einer zugefpitzten Borfte endiyen. 
Acuinin atitm -ab dorne n. a) Wenn der Al"te 
aniHinterleibe einiger Infeften zugel'pitzt ilt. (Mor 
della). ib) Zugeipitzte Scheide des Hnitei leibe 
einiger Pupen. (Sph. ftellatarum). 
Aiuminatuin capiit. Wemi der Kopf einer Lai 
ve fich oben über den Körper erhebt und m e 
nen l'charfen Winkel zuläuft. 
Aciiniiii atum foliiim. Ein fcharfgefpitztes Blai ' 
(Nyftanth. arb. trilt.) (Betulaalba, Camellia j 
pon ). 

Ac :: ti: i u nlum le ginnen. Eine Hülfe, welcl 
am Ende Uer Schale allmiüjjig in eiue Spitze au 

läa' 



^5 



ACU 



ACU 



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läu^. Ift fie liakenfVniiig zii^eTpirzf, Co fagt Man 
leptunen cum aciiiiiine lef.exo. Zuweilen ift fie 
auf beitkii Seiten ziigeipitzt, utrinque acu;iiiiiatiuu 
legmncii. 

^sti'U i n alHHt meniutn. Ein zugefpifztej Kinn. 

jidf »iinaium os. Zugelpitoter Mund einiger Wiir- 
ji!cr. 

^s utM! natum roflrum. . a") Zugefpitzter Riiflel 
einiger »iernidigen Tliiere. b) Zugei'pitzte Scluiai;- 
tze veiichiedeiier Fiiche. c) Kiii nacli vorne zu 
gefpitzter Sclniabel einiger Vögel. 

AiHir.i r.attim Jieri: •■:■■%. Zugelpitztes Bnu'tbein 
einiger Inlisclen. (Elater). 

Aiumi Hiitus niius. Einen zugefpiUten After lia- 
beii die Larven der- Fcldgrillen. 

Aiu»:inat«i tatijx. Eine zugefpitzter .Blumen- 
kelch. (Itea). 

Jlcumii:atus vrusro. Ziigefpitztu Säule einiger 
Schnecken. 

j4cu nii ti a tus nafus. Eine zugefpitzte Nafe. 

Acuiiii nal IIS p^nis. Zugefpitzte Rutbe einiger 
Säugthicre. 

Acitmiiiatus thotax. Ein zugefpitztes Brufrfchild 
a) verrdiieiiener Inleften. (Tenebrio, einige Arten 
davon), b) verfchiedner Pupen. ('''''?• Machaon). 

Aciiiui na tas Vertex.. Zugelpitztes Mittelhaupt 
einiger Äiugfhiere. . 

Acustici nervi. 

[Im Cirieclüfcheniieifc alvoustilcos was zum Gehör ge- 
höret]. 

Deittfch. Die Gehörnerven, der grofse Olir- 
ncrv. 

Hol!. Gehoor-zenumven. 

ßän. Hörenerve. 

Sehwed. Hörfelnerf. 

Engt, The acuftic or auditrorj- ner\'Gg, 

Franz. Le nerf acouftique cuauditif. 

Ital, Nervo aciiftico o uditivo. 

Svan. Nervios aculricos o auditivos. 

Port. Nervös acullicos otj auditiv(is. 
So helft ein aus der nieduUa obloiigata eiitipringendes 
Ken'enpaar, welches fich mit ins Ohr verbreitet, 
vind wegen diefes Uraftandes den Namen erhalten 
hat. 

Acus, aceris; 

Bcy CohimeHa acus, aais; Gricch achyr» 
achyron. 

f Acus Pliiiio dicitur cum per fe fpica pinfitur; palca 
vern, vbi cum ftipula teritur in area. Ä«,/.] ^Conf. 
gliima'). 

Deutfeh. Spreu , KafF, Die am Getreide noch 
berindlichcn kleineu Blatter. 

JJoll KalT. 

D'äii. Saae. 

Sclüfpd. S:<dor. 

Engl. Chaff ; the hufk of corn. 
Ifulfk. Hedion. 

Cnlkr'l.n:!. Kai::.'gejtluckle, Bd. I. 



Franx. La balle des gr.iins. 

Jt^al. Lolla, loppa, pula, borfette. 

Span. Z;)rroiies {kommt üks dem Bl.scß:'che',i 
Zorroa. welches ehir.iüHch eine Hirten- 
tafche bedeutet) , hollejos. (die palea 
hingegen heiß paja , tanio , granzos. 
aechadurss). 

Port. Bnlliuhos, Ibllezinhos, cafcas, fol- 
helhos. 
Acus, US. Einige MoIUifca [find bald mit imehr, 
bald weniger feinen Spitzeu verfehen. 

A c u t a n g u I a t ii s , acntan gulus. adj. 

Dentfch. Spitzecldg. Scharfeckig. 

Hol!. Scherphnekig, fclierpgehoekt. 

Dan. Spidskantet , 'hvaskautet. 

Sckived. H\'alskantig. 

Engl. Terminating in an acute angle ; h». 

ving acute angles. 
Franz. Acutangulau-e, a angles aigues. 
Ital. Aciitangolare, di angoU acuti. 
Span. Acutangulado , de angulos agudos. 
Port. Acutangulado, de anglos agudos. 
AiMtangiilae uatts. [Schatfeckige Hinterbackea 
einiger Mufchel«. 

AcHtar.guli deiites. Spitzeckige Zaluie in den» 

Angel verfchiedener Mufcheln. 
Acut an %ul IIS catilis. Ein fpitzEcIiiger Stamm- 

(Selinum carvifolia). 

Acutus, a, um. adj. 
Dcutjclu Spitzig, Scharf, was eine fcharfe 

Spitze hat. 
Holl. Spits, ^pitslg, Scherp. 
Dan. Spids, Skarp, hvas. 
Schu-ed. Spetlig, Skarp, uddhvafs, hvaf^. 
Engl. Acute, fharp, ending in a fliarppoint. 
Franz. Aigu; qui ie termiue en pointe. 
Itat, " Acuto, appuntato. 
Span. Agudo, apuntado. 
Port. Agudo , apontado. 
Ru[f. Woftrokonetfchnüi. 
Poi'.i- Konczyity. 
Böhm, flpicat}', koncity, zahaN^y. 
Ungr. Eies, hegyes. 
Acuta au ricii l a. Ein fpitziges Ohr| j verfchiedner 

Säugthiere. (Der Fiachs).S. 
Acuta cauiia. Ein fpitziger Schwanz a) ;einiger 
Säugthiere b) einiger Filche c) einiger Amphi- 
bien d) einiger Inletten. (Sirex. 
Acuta ioinua. Spitzige Hörner einiger Infeften. 
Acuta, labia. Spitzige Lippen einiger Infeften. 
Acuta larva. Wenn dfr letzte Abfclmitt einer 

Larve in eine Spitze ausläuft. 
Aiuta liiigiia. Spitzige Zunge a") finiger Säug- 
thiere b,i einiger Fifche (Clu.ea). c) einiger Vö- 
gel (_Alcedo}.. d) einiger Inleften» (Libeliula;. 
E Acuta 



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ACU 



ADA 



68 



jfr.-r/t ri:!tin. Die FiTche haben ruwfilru ftitt Her 
ßüiirliflofl«'!! einen langen Dom ; «-ono dicfer fjii- 
tr.ig ilK Ib heilt er l^ina aciitn, im J die FlolTe atu'o- 
fpiiiolh pinna. 

Jnilii fpira. Wenn :tlle Gange eines Gewindes 
ziir.uiiniengenoniuieQ eliieu Ipitzigen Winkel lurnii- 

ICH. 

^tuta fqitama fl fqu amula \Ttrnt^ coHchifl.l 

(l'inn.1 muricata). 
JltHia. Vagi na. W' no bey den.lufeften die Scheide 

des Sacäerili.e s Ipitzig ilt. 
Aiulü vtrtnqut ayeilutn. \^Tiitti. coKchijl.'] 

Uieobcu und. unten IpitzigeOefnuug emiger Sehne- 

ckcn. 
Aiulae aliie. Spitzige Flügel einiget Infeften. 

(Hippobol'ca). 
Acut an coßctt. Spitziije Rippen einiger Conchylien. 
Atuluf laciniae. Wenn die Lappen der Spirul- 

zunge eines Jnfectes Ipiteig find. 
Aiutae m itxi l i ae. Wenn die Kinnladen einiger 

Filche in enien Ipitzigin Winkel ausgehen. 
A i :: I a e n y tu {i hae. Spitzige Schamlefzeu einiger 

Conchylien. 
Aiutae valvulae^ \Term^ boi.\ Spitzige Bälge 

oder Spelzen. 
Ac u tt-cr enatutn foIin.ni, Ein fcliarf gekerbtes 

ßbtt. 
A cul r-ferrata fotia- Scharf gefögte Blatter 

(^Chaniaemcfpiliis , Camellia japonica). 
Atuti detitei. Zähne einiger Fixbe , deren Enden 

in eine Spnze anslaufen. (^Miiraeua ; Uranolcopus 

fcabeij. b) Die meilien llaubtinere haben Ipitzige 

^.lihue. 
Alu ti t ami. Spitzige Aefte efniger Korallen. 
AfUti iiigues. Spitzige Krallen einiger Vögel. 
acutum ab dorn dH. Spitziger Hinterleib einiger 

Infecien. 

Ach tum cnpiit. Wenn der Vordertheil des Kopfes 
einiger Fifclie in eine Spifze ausgeht. (AnguiUa). 

A tut um corpus, a) Wenn der Leib, einiger Lar- 
ven nach hinten zu f'pitzig wird, (^eramby-x.) 
b; Wenn der K'Jrper ehies Wurmes an dem einen 
oder anderen Ende in eine Tcharfe Spitze ausgeht. 

A OH tu in folii'.m. Eine Ipitziges Blatt. 

Afutitm petilOKthium. Eine fpitzige ßluniendecke.. 
1 Primula , Androlace , Daftylis, Conocarpus &c.) 

Acutum roflrum. a) Die meiften V'ügel haben ei- 
nen fpitzigen Schnabel, b) Spitzige Schnautze ei- 
niger Filche. (Chaetodün , Callionvmus , Sconi- 
ber). c) Spitziger Schnabel einiger Lifecten. 
(Nepa). 

Acutum fcutellum. Spitziges Schildchen einigei- 
Lileften. (Cetonia). 

Atvtus apex. [Term. coMchyl.l Die meiden Schne- 
cken endigen (Ich eben hi eine nielir oder wenigsr 
abgezogene Spitze. 

Acutus catifx. Ein fpitzigev ßlumejikelch. (Ru- 

jnfrx crifpaj. 
Acutus tif.atgo. Wenn der Rand einer Mufchel 

ohne Unebenheiten, ifl,. und fich. in eine Sciiärfe 

endig'^ 



Ae-ttHS. HUj US. Knc fpitzlR äiebanfc NaTe. 

Ac:t t i usc u t US , a, um, ein wenig gcCpitzt ■/.. R.acu- 
tiiLtnila cauda, lingna, afiiliii'iciiluni rtiKruni : ui'.J 
ei-:itrjfi//ii(> , n, um, lehr (pitzig z. U. acudliiini 
deines r aculillimum roitruni. 

A c y IC) S. 

So heili heym Pliiiius CA'/"'/, 6^ die Eichel von einer 
Steineiche. Beyni howei Akylus. 

AdaCtylae mamiS. \rern;. enlom.'] 

Lkvtfcli. Ungefiiij^c-fte X'oriierfalVo odcrSc! lee- 
ren einij!,er Krc-Dle. 
Holt. Ongevingerde Scliaarcn.. 
])än. Udon Tommelklöe, 
Schwed. Fingerl().s Kraülötter. 
■Engl. Clawlels. 

Frmiz, Partes antcrieiircs fans pinces. 
Ilal. Branche del ii,aml)cro Icn7.a diti. 
Span. Manos de lus cangrejos iin dedos. 
Port. IWaös dos carangiicjtJS fem dedos.. 
Die Schere eines Krebics wird aductyla genaniu, wenn 
der Finger l'ehlt und niu' der Damnen vwhandeuill, 
(X'auter honiarus ; -Cancer adactyhis). 

ADAlMAb. *üiamas; Griech. Adanias. 
Dfiilfch. Der Diamaut, der DemaRt. 
Holl. Diamant, (dvtünutlue Diainantje). 

f Auf Oim:i.s wird er von den Hol ändern- 
Dnivell'tcen genannt, vernjuthlich a.is 4)er- 
' giiiuhilchen üründen). 

Dan. Diamant, Demant. 
hl. Demant. 

Schwed. Demant, Demantden, Diamant» 
Lappl. Demant Itedke. 

£ingL The diamond. (adamanJ:). 
Galic. Leug, Leice. 
QLs wird auch eine Art KryJlal alfo genannt, 
dcflen fich die Priefter zu allerley aber- 
gläubilchen Mitteln bedienen). 

IFflfh. Diemwnt. 
Franz.. Le diamant. 
Ital. H diamaute. (poet. Adamante)- 
Span. Diamante. {poet. Adamante).. 
Fort. diamante. {poet. Adamante).. 
JüttJ/] Almas. 

(Dieler NaJime ift aus dem Arabifchcn fier- 

genonuiien , woCelblV der ächte Dianiaist. 

Almaz genannt wird^. Adaniant.. 

Fol>i. Dvamant. 

Epirot. Gmir ip'aacmuem. 

Ungr. Gye'ma'nt. 

Lett. Deenianrs. 

Ekfln. Temantl kiwwi. 

Indian. Iraa. 

Hebr. lalialim, Secliucliim, Scliamir. 

(In Aaron.s Bruftlcliilde war lahalim der 
EWeyten Heihe dritter Steia^.. 

17« r 



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ADA 



7» 



Der Diamant i^ dpr hXrtefte Köi-per xincl widerftelit -dfr 
Feile. Ditlicr die giiecliilclic lieiicnnuiig Adamas , 
velc!ve vcni a privativn und ilaiku^o , ich liberv.'.il- 
tigc , iurzuleiteil ift. Der M:;lime adamas ilt von 
den Grietlien mehreren (eftcn und harten Dingen 
bevgelegt worden, z. B. Kryliallen, Eilen u. 1^ w. 
So^'ar findet man , dats eine gewifle Pflanze ada- 
tnantLs herba genannt wurde, weil fie fivh nichtpnl- 
verifiren liel"^. Die Goldl'chlacken nannte nisn cfir)- 
foii adamanta, weil lic fich niclit iiämniern lalftn. 

Die Alten fcliriehen dem Diamant inanclicrley Winider- 
krälte zu. Unter andern gaben fie ihm den Namen, 
anacbites, aus der Urlatiie, quod vcnena iirita 
laciat, et lymphationes abigat, metusque vaiios 
expellat a mente. Fliu. XÄÄ/'JI, 4. 

Man findet auch die Magneinadel adamant genannt, 
wahrl'cheijiiich nacli dem Franzö/ifclien aimant. 

^d a ni as Iti ci d:i 5. Diel'eji Manien gab BoijU einem 
Diamanten aus feiner Sammlung, M-eil er die Ei- 
genfchaft halte, im Dunkeln zu leuchten. Diefe 
Kigen.lchaft hat man nachher an verlirhiedenen an- 
dern Di,anianten wahrgenommen. 

Ada III ii iii i iius f}ilendnr. Diamantglanz, die 
EigenlchaCt gewillcr mineraliCcher K'Jrper, ein Dia- 
in.antcn ahnliches Litlrt zuriik zuwerfen, 

ADAMßEA. IBotan.'] 

Diefc l'tlanze Ichcint Init der Stewartia verwandt zu 
feyn ; Khetdius gedenkt ih|-cr ///; 4/f« Bande des 
hat. M-'/. unter dem iXamen Adaniboe. Laimurk 
nennt eine .Art adamhe' glabre , und die andre, 
weiche bey AÄcca'. Katou-adamboe heift, adambe' 
vehL 

Adami pomum. [Anatom.] 

EminentiacaitilaginLsfcutitbnnis f. peltalis; — 
Grich. Thyroeides i. e. fcuti l'orman ha- 
' bens- 

Deutfch. DerAdam.sapfel, Adamskrobs, Adams- 
büTen; Kelilkopf, Kropfbein, Bier- 
knoten , Ciröblchel. 

Ho!/. AdaiT:sbrok, Adamsappel, Strotap- 
pel; Het uitfteekend Hoofd voor 
aan de .^^trnt. 

Dan. Adamsaeble; den Knude fom paa 
Mandfolk fees paa Halfen lige for 
Stfuben. 

Schiced. Knölcn pu Strupen , Adams Aplebit, 
Strupknuten. 

Engl. The Adam's bit; a protuberance in 
the fore part of the throat. 

Franz. Le pomnie d'Adara, le morceau 
d'Adam, faillie ducartilage tliyroVde. 

Ital. 11 pomo d'Aiiamo. 

Span. La nuez u' boca de Adan; nna emi- 
nencia de la larinje mas_ fobrcfaliente 
en el hombre. _ ^1- - 

Port. Bocado o pomo de Aöao; pequena 
^ eminencia que aparece .qa. garganta 
! dos iiomens, . ' ' ' • 



Riijf. Kadük. 

lHyr. Adaniowa jabnka. 

Foln. labiko Adamowe, oticr fchUchiice^ 
lablko; Ogryzek EN^y; Grdyka, 

Bohni. Adamawo gablko, 

Unprr. Ada'm-almiija. 

Leit. Kahkflis , Ahbolinfch. 
So neinit inan im gemeinen Leben die; Hervorragnng 
des SchildknorpeLs oder den ronve.xcn Thcil deser- 
J'ten Ki'hlk«orpels. Zu der ßcneinmng^//<j;«.'fl/)y.-'/ 
foll eine feltfame Sage oder Fabel Anlals gegeben 
haben. y\ls Eva den Apfel vom verbotenen B.iuine 
als , gab fie ihrem Adam den Krü'bs (oder das Kern- 
gehaule) , welclien er dergellalt niederitiduckte, 
tlafs er ihm in der Kel;li;egend ftecken blieb. Es 
ill allb aks eine l^rbliratt anzuleiten, dafs Adam« 
mämiliche Naciikommen eine kröbsfu'rniige Emi- 
i]enz an der Kehle befitzen. Die Fabel ilt leiir aus- 
gebreitet, weil man die ßenennmig in den. meiite» 
Spraclien findet. 

Adamica teiTa; terra mbella. tersa anglica 
rubra, terrc j^oica, terra damafcena, hu- 
niiis damafcena. 
Dmtfch. Rothe Erde, Rötheierde, rothe 

Stauberd«i, englifche Erde, Adami- 

fche Stanberde. 
Holl. Roode Anrde, Adams -aarde, engel- 

fche Aarde. 
Dan. Röd-Iord, AdamitiHv Stövjord, En- 

gclfk-lord. 
Schtvfd. Rödjord , Engelfk lord, 
Enfrl. Adamic earth. 
Franz. Terre adamique, terre rouge. 
Jtal. Terra adamica , terra rofla. 
Span. Tierra adamica, tierra roja. 
Fort. Terra adamica. , 

Die Namen adamifche Erde , englifche Erde nnd Da« 
mafcer.ererde führen mehrere Erdarten: Bald ilt 
CS eine rothe eifenhaltige Eide, Almagra genannt, 
bald eine Sumpf- oder Wurzelerde , bald ein lalzi- 
ger verdikter Meerfchanm , bald eine Lehmerde, 
welchen der Name adamil'cheErde beygelegt wird. Da 
Adamah eine rothliche P>de anzeigt, und der erfte 
Mtnfch daraus gel'chaflcn feynlbll, (b ilt Ineraus 
die Benennung terra adamica entltanden. Da fer- 
ner der erlie iMenicii in der Gegend von Damafeus 
feine Exütenz erhalten liaben Icll . io ift zugleich 
■ die Beneni imgDanialce eierdeentllanden;vielleitht 
aber aucli ans dem ürniide , weil man fie bey Da- 
niafcus finden will ; btydes ill nicht bewiefeu. 

ADANSOKIA. [Botan.-] 

[Adanfonia digitata; — Baobab Alp.; — Bao- 
bab f. Abavi /. B.; Abavo C.'B.; — Gua- 
nabanus Scaligeri. Bauli. Jiaj. Cliif. ] 

Deutfeh. Die Adanfonie; Der Affenbaiim; 
Baobab; Der .itliiopifche faure Kt'ir- 
bis ; der fenegalifche CalebalTenbaum. 

E 2 . Hüll. 



71 



ADA 



Hol!. I\Iclociibnom. Ffoittl; Aapeiibrood- 

boom; JJ;»obabhoom. 
Dan. }5;\obab - Tra-o ; Abebvöd., 
£»!ij/. The clbiopiiui foiir goiird or mon- 

kics bicud. 
Fraiiz. Le baobab a fcuilles digite'es EucijcL — 
vulgciirenieut le pain de lliigc. — 
Le calebaiTier de Senej:;^. 
7/(7/. Adanfonia; albero ba(*ab ; pane di 

fcimia. 
Sfmr. Adanfünla dividida como eii dedos; 

baobab. 
Fort. Adanfonia dividida como cm dedoS} 

baobab : pao de mono. ■ 
JFJI'iof. Baobab, Abavo, Aba\i. 
ßrafii. Iciboicica. 
Sfiifira!. Goui. Adaiifon. 
^Aa;:fo<> hat in einer in den mcmoiresde l'acad. 1761 
abge^nckten Mcno-rraphie den ß:iob.ib fein- genau 
und uinrij-ndlich belciirieben, dnrier er, ilmi zu Ir'.li- 
rrii, den Namen Adiinfüiüa erhalten hat. Dicier 
Baum jft vorzüglich in Aefopten und .Seneg.-il zu 
■Haufe; fein Stamm irt niedrig, aber feine Breite 
«ind der Umfanj; feiner Z\itige ill monftrüs; unter 
" den bekannten Büumen ift er der gröfte. Reuende 

erzählen von einem Baobab , dafs fiebzehn IMänner 
iiin kaum lumfpannen keimten; lul. Scaliger giebt 
Nachritl'.t von einem noch ungleich breiteren Ba- 
obab. — Das Hnb. irtlelir empfindlich und derf.iul- 
jiils leiciit miterworfen. — Die Neijer Hellen in die 
Höhlung einet Adanibnie die Leichname ihrer /tau- 
berer und Spieler , weil /ie glauben , dafs fie die 
Erde entweihen und bezaubern würden. — Die ge- 
trockneten undpiilverifirten Blätter milchen die Ne- 
ger, als Arzney , unter dem Namen Alo , in ihre 
Speifen. Die Frucht ilt ctbar, f-uierlicli , lieblich; 
fie heiil Affenbrod, pain des finges ; .SV/^^. Boui. 
Ein au-, der Fructit bereitetes üetränk ilt gut iii 
faulen Krankheiten. — Da.s getrncV.sete und pul- 
verihrte Fleuch der Frucht giebt eineSubrtanz, wel- 
rbe man aus Irthum lemnilche Frde genannt hat. 
Denn die terra lemnia iO nicht pflauzenartig , Ibn- 
dern thonartig. Cvnf. lemnia terra. 

Äclarca f. ;\darces; Griech. adarkes. 
Deutfih. Adarce, Salzfchaum, Salzftein, Mecr- 

fdiauni. 
Hott. Zoutrc-hiiim, dat zig aan Schelf eti 

Stoppelen zet. 
Diin. Söelaltblomme. Aphelen nach Bo. 

maiT. 
Scliwed. SjönUtblomma. 
Engt. The ad.irce, a faltifh hnmoiir con- 

creting abbntthe ftalks of reeds&c. 
Franz. L'adarce, flciir de fei marin. 
Ita!. Adarce, falft(gg,ine che f'attaccaalle 

tanne, fchiuma falfa , calamaco. 
Span, Adarce; allnirreca: efpuma falada, 

que fc pega ä las carias, 

iiasc. Aliuirreca, itfafapaira. 



ADD ta 

Porf. Adarce; efcuma fal'^^ada, que fe pe- 

y;a ;is cannas. 
Pohl. Piana tr/.ciiuia. 
Ui!;ri\ Sos moliüfsa'g a' na'dou. 

Die Adarce il> ein falziger Schaum , der (icli an Schilf 
und älmliclie l'flanzen anhängt, und allrtuililig zur 
Knifle wird. Die Alten brauchten fie gegen A"S- 
fatz, Flechten tuid andre .Haulkrankhciltii.j 

A d d i t a m e n t ;l [ r,:rm. hiitli^'oL] 
Conf. Appcndice.s. 

Pi'iilfi!!. Anhänge, Zugaben. 

J-JvH. Byhaiigzels, Bvs'Oegels, 

J)mi. 'i'iüacs. 

Sih'.f'fd. Tillag^r, Bihang. 

EiipJ. Additrons. 

Franz, Addition.s; parties ajoute'es^ 

Ilal. Additament, iifTgiunte. 

Spau. Atlitamento.'<, aiiadidnras. 

J'ort. Adiramentüs; pur^oens juntas a 
outras. 
So nennen Gon/in , und nachher andere , verfchiedcne 
aulTcriiche Theile,, welche nicht welenilich zum Kür- 
peibau der Filclie gehören, und bey den meilleil 
Fliehen nicht gefunden werden. UergiciLlieii find: 
Fiihlliüiner , Flocken, ein Kamm , ein Dorn, ein 
Stachel, Bartliiden,' Äfterflolfen , Finger, ein Hell» 
(cliild, eine Nath. 

Additaniciituiii [/JnaL] 

f. q. Epiphylis f. appendi'x. 

Adductores f. adduceiites mufculi. 

Deutfch. Herzuführende oder anziehende fiTt». 
fkeln. • 

Holl. Nahaalende Spieren. 

Dan. Tilvcndepde rtiufkle. 

ScIiwcd. Tilföraiide Ahillar. 

Enrrf. Addiicent mufcles or adduftora- 

Franz. Les mufcles addiirteurs. 

Ital. Moscoli adduttori. 

Span. Musculos addurtores. 

Fort. Os muscolos adduttores. 
Diefer Name wird verfchiedenen Mulkehi bevjje^egt, 
deren hauptf.icliliciie Vcrriihtiiii;.^ (Mal. adduitio) 
darin beftelit, dals (ie das Glied, woran fie befe- 
fligu find , gegen ein anderes Glied zu bewegen. 
l'iä. oc'.ilus, poUex, index. — Der AntagonifttUei- 
fer JNlulkelii wird abduftor genannt.. ^ 

ADELIA [Botan.-] 

Dr.utfdi. Quäftchen. Planer; Die Adelia-, 
//o//;&c.Adelia. 

Frtviz. L'adelie. 

a) Adelia acidoton, 

[Acidutou frutefcens BrotPn.^ ■. 
Deutfch. Dornquäilchen. 



T3 ADE 

EvfrJ. The box-leaVd Adoüa. 
Franx. Adelie epineufe. Ey.:ij:l, 

b) Adelia bcrnardia. 

[ßernardia fniticofa. Brown.J. 
Deuffch. Zahnquaftchen. 
Ho!l. Tandblaadige Adelia. 
Franx:. Adelie cotonneufe. EncijcL 

a) Adelia ricinella. 

[Befnardia fnitefcens].' 
DcHtfih. Ricinellquäftchen; Der kleine Wun- 
derbaum. 
. HoH. Rondbladige Adelia. 
Franz. Adelie ricinclle. 

ADENANTHERA. [ßoiau.-] 

(JSt ziil'ainniengeretzt aus dein Griecliifclien aden, ei- 
ne Drille, und autliera, Staubbeutel. Die Staub- 
beutel (1iel(?r Ptlanze fiud an der aidVcreii Spitze 
, n)it runden Drülcii verlelicu). 

Deuffcli. Der Drl'ifenbeutel , die Drüfenblume, 

der Drülenbaum. 
Hell. Klierenbloem. 
JJän. ' Kirtelblonifl:, 
Sciiwed. KörtelblomfLer. 
Engl. The adenanthera or bai1:ard flower- 
, . fence, {^Iß ■oonX der poinciana oder 

Barbadoes floicer fence verfckieden. 
Vui.) 
Franz. Le condori. Encxjct. Le condori ou 

condotimani. Born. 
Ital. &c. Adenantera. 

a) Adcnantliera falcaca. 

[Clypearia alba. Rmip.'i. — D!elHdianerU!crfertige:t 
ihre Schilde aus dem Holze dieCes ßaunis, der 
übrigens mit dem rothen Schildbaume nicht zu 
verwechleln ift. 

Ma'.cj. CaJH Salowackn Poeti.] 
Bciitfch. Die Sichelfchote {die Frucht iß ef- 
K as ßchc/forniig') ; der Schildbaum. 
Ilo[f. Schildbooni. 

Franz, Le- condori ä graines noires. (Der 
Samen fällt etwas ins Schwarze). 
Riuiiphs arbor coeli kann nicht hieher gehören. ^Vi^.;Ai- 
lanthus. 

b) Adenanthera pavonina, 

{Die kleineBliithe fitzt aut'eincm ,'iiirenförmigen'I\amm, 
daiier der Name pavonina uud Crilla pavonis ar- 
bor). 

[Phafeolus alatus arboreus, wegen feinen' 

Schoten. 

Malab. Mandfiadl. Rhecd. 

Ceylan. Älaudhatya, Maiigili, Mara, Herrn, 

Corailaria JXuDiiJh.J 



ADE 



74 



Devtfch, Der Pfauenliamtn. 
Holt. Koraal boom. Houtt. ttarh Rumpfi. 
Franz. Condori a graines rouges. {Der 
Samen iß liodiroth). 

Der Samen iO efsbar; er dient zum Ge\ricFit; mit Bo-. 
rax zerftodcn, giebt er einen Klitt; er lieift AJnUi 
Condori, Sinef, Tl'chiong- fcdi'i une auf /.<!'^ Zaja, 
welche letztere J5enennung auch dem Patcrnofter- 
(amen g9»;ehcn wird. Coh/. .Abrus. 

Das Holz diefes Baums wird nach der Mitte zu rotfi , 
daher es einige Koralleuholz nennen woUeu. 

ADENLA iBotan.-] * 

Adenia venenata. Forfk. 

Arab.fet. Aden. Forfk. 
Deufch. Die Giftftaude. 
Franz. Adene vene'neiLx. Encyct. 

Diefes fehr giftige arabifche Staudengewächs Dt den 
Botanikern noch wenig bekannt, 

ADENODUS iBotan.l 

So nennt Lern eiro einen Baum mittlerer Groffe, weil 
deffen Bliithe und Frucht mit Driifen verfehen 
ift; Cocliii:cluKa. Cäy comjtläiig. 

Adenologia, doftrina de glandulis, 
adenographia , defcriptio glandu- 
laruni. [Juat.^ 

Deutfeh. Die Driifenlehre, die Befchreibung 

der Driifen, 
Ho!L GedecUe van de Anatomie, datvan 

de Klieren handelt. 
Dein. YrelDsre. 
Schwed. Körteilära. 
Eng!. A treatife on the glands. 
Franz. Adenologie; partie de l'anatomle qVtt 

traite des glandes. 
Ifa!. Adenologia; trattato delle glandule. 
Span. Adenolojia; la parte de la anatomia 

que ti'ata de las glandulas. 
Port. Adenologia ; parte de anatomia (^HR 

trata das glandulas. 

A d e p §. — Griech. Scear. 

Dentfch. Das Schmeer, das Fett> 
Hol!. Hat Smeer, VeL 
D'dn. Ifter, Fedt. 

Ist. Yftra. 
ScliWed. Ifter. Fett._ 

Lappl. Puo'.tc. 
Eng!, Tlie iat or greafe. 

Ar^gdf. üelynd, Rjfl, Seim, Üngf; 

Smere.- 

Gälte. Smearadh, Raimhad, Saill. 

Corniß. Seyni, 

Welßi, Saim, Seimio, 

fmit. 



75 ADH 

Frtwx. GraifTe. 

ftni. Graflb- 

Span. tiorcliim. 

Port. Gordura- 

/?.-'//: Salo- 

rdlii. Sadlo. 

Bölvii. 'Sadlo. 

P);£;c. Küverfi'g, 'Zir. 

Z-/'//. Tauks. 

Ehjhi. Rafw; /T«»:/. Rafwa. 
/tdep.t\(t «in thierilclics, vom Blut« aiigefotidertos, 
liald mein- hM weniger tüKliges Ck-I , velclics mit 
oimr iiieiiilii aiia adi[)ofa I'. celliiloCa iinigeben \\\ ; 
ronj. adipola nieinbr. — Hey den Rleiirrlien pflcßt 
man es lieber iiiiiguedo oder b'etl zu nennen , liey 
vicrllidigcn Tliieren adrpx oder Scliniecr, bey wie- 
derkäuenden TUicren lebinn oder Talg, UnlcldiU. 
Einige wollen nur .das von einem Cadaver genoiiinieiie 
liarte und feite Sclnncer adeps nenr.cn. Auch geben 
fie den ilbrigeii oben angdüln-tcn Wörtern enien 
andern Sinn. Coiif. pinguedo, lebum , a.\ungia. -~r 
Andere Itatuiicn gar keinen Unterichied. 
Gefchmolzene.s Sclnncer oder Fett heilt Srliinalz; //»//. 
Sinaut, Snialt; Siliued.FloU; /V.ry;e. Graifl'e fon- 
duc icc. 
jfdeps ctlaceoi :im. Bey den Wallfifdicn findzwey 
«lilige Subrtanzen zu uiitericlieidcn, nämlich daff 
fliillige Fett und der Speck. Da.<; />« (l'huile de 
baieine) befiiulet ficli im ganzen Körper , ganz nahe 
an der änffereii Oberfläche, und ili: mit einer Netz- 
Iiaiit imigeben ; fo wie das Thier eine Wunde he- 
kommt, fängt <las Fett an auszuflieffen. — fJer 
^yerk (le lard de la baieine) liegt unter der Haut 
in Zellen, und ill bald dicker bald dünner; dicker 
iß er unter der unteren Kinnlade, dünner nachdem 
Schwänze zu. Der geIi:hniolzeue Speck wird Thr;ui 
genannt. 

Aclhaerens. 

Deiiffch. An etwas hangend, anhangend, be- 

feftist. 
Holl. Aanhangend , aanklcevend. 
Dan. Vedhsengende, anklebende, faftfid- 

dende, 
Schired. Vidbiingande. faftfittande. 
Enfrl. Adhering, fticking. cleaving. 
Franz. Adhe'rent, fi.xe', attache a' quelque 

cliofe. 
Jtal. Attaccato, appiccante. 
Span. Adherente, fijado. 
Port. Adherente, affincado, 
^liliaefeiis tauda. Fid. adhaerens pupa. 

yldliaereiis pupa. Eine fcliwebende Pupe, eine 
t'iipe, welche lieh vennittelll etlicher zähen Fäden 
an einen Körder befelfigt hat, Ib d.-ils fie mit dem 
Schwänze anhängt , Kopf- und Brulf fcheiden liin- 
gegen nach einer Unterfläche zukehrt ; filis poftice 
aouehtns . thovjce terram fpeäanle. (.Pap. urticae, 
|)ap. polychiorus &c). 



ADI 



76 



jidharytiu tafln. W'enn einTheil der Conrhvlieanf 
irgend ctnein harten Kärpcr feil litzt. (Chaina, 
Olirea, Spondylus , b.iUnus, anomia , analilera, 
filiularia, teredü). 

Adh t\ i' r ent e $. im .1 x i 1 1 it t. Wenn beydc innere 
Kinnladen einiger Infecteii mit der Lippe an der 
Wurzel zulammenhängen. (^Phalaiigiuiii). 

Ji dk aerenl i a ova. {^Term. eiitn»i.'\ F.yer , welche 
unter dem Bauche der Mutter hangen und frey her- 
umgetragen werden. ^Cancer). 

/! d h ae> e nt i a femina. {Tfnii. hol.'\ Samen, 
welcher fich an vorbeywandcinde Körper anhängt, 
und folchergelialt weiter entlernt fortgepflanzt wird. 
(Cynoglorium , Myolotis , verbena , daiici^s , cau- 
calis , l'anicula bidens, verbe/ina, arftnpus). — 
Auf gleiche Weife hängen (ich auch Kelche an, 
adhaerenl ciiiijces (arclium , rume.x, parietaria 
&c). — Auf gleiche Weife hängen fich auch .Samen- 
gehäufean, aälinri enl pericai pia. (Triumfctta , he- 
liocarpus, Jiedyfarum, aparine &c). 

ADIANTHUM. \Botan:] 

(DiefePIlaiize führt den Namen daher, weil ihr Blatt, 
wenn Waller darauf kommt, luclu iials wird, 0/« 
diaiiielai'). 

a) Adianthum capillus veneris. 

Die Pllinze foll fchöiies , dickes und langes Haar er- 
zeugen, und daher den Namen erhallen haben. 
W:Llnichcinliclicr aber führt he ihn von der -Cic- 
ftalt der Blätter, daher fie auch von Planer A'»»//- 
fairn genannt wird. Ks giebt Autoren, dte 
auch dem Beynamen veneris eine Deutung gege- 
ben haben , weil fie die Geburtswehen lindere. 

Deiitfch. Venusliaar, Frauenhaar, (Praueii- 
zopO, KruUfarrn. 

Holl. Yenushaair. 

Dan. Ventisliaar, Fruehaar, Haarurt. 

Scliwcd. Venusbiir, lungfruhar. 

Engl. True maiden hair, ladie's hair. 

jinp;lf. Harawyrt, Strselwyrt, Hu- 

mele. 

Weiß. Diwlith, Diwlydd; Gwallt 

Gwener. (d. i. Haar der Venus'). 

Franz. Adianthe a feiiilles de coriandre (adi- 
anthum coriandriiblimn Lnmarck )i 
viilgairement le capillaire de Mont- 
pellier; — cheveu.x de Venus. 

Ital. Adianto cappelln diV'enerc; corrnnt' 
pirt und gewöhnlich capelvenere; 
Venrzia capivencre. 

Span. Adianto cabello de Venus; vidtro ■ 
culantrillo de pozo (d. i. kleiner Brun- 
r.cncoriander . itril die Pflanze am 
tnrißcn auf Brunnen gefnndi'n wird). 

Port. Adianto captllo de Venus; avenca 
ordinaria. {Avencao hmgegen iß Tri- 
chomanes). .' 

Ruf. Schenskoi \vö]o.s (d, i. frßucnhaar'). 

Poln. 



77 ADI 

Pohl, WloaiPaunyMarvi. Qi.i.der^'mt<r. 
frivi Maria Härchen^. "^ 

Böhm. Netjk; zenT^y wlas {d. i.lVeibcrhctar). 
üii^rr. Ar\'a-lea'ny haja (rf. L^'ungferukaar), 
JKffJipf. Kuzbaret elbiV. ^orfk. 
^/•i7'^./("/. ScJieeh niahcijar. \~orpi. 
Alahib. CaJLi Salowacko Poeti. 
jiinhoi^u Micca miccan iican. Ritmph. 
Siiiff. Cay Duoi ciion. Loiu\ 

Diele Pflanze hat dem ehemals Tehr gefchatzten , jetzt 
aber aiiller Credit gekommenen lyropo capillari 
monfpelieiifiuin, (.Syrop de capillaire) den Namen 
.( gegeben. Dielen Brultlviup hat F. Formins, ein 
Arzt zu Montpellier , in einera befoniiern Büchlein 
11. d. T. (/e<J!j/ia//<Aoi634 alseliiLiiiverialmittelan- 
gcprieren. 

'I)) Ädianthum caudatum. 

. Dcutfch. Schwanzfarrn. 

Holl. Staartig \''enushaair. 
Yranz. Adiante a feuiiles en queue» 
^apan. Faukona fo. Tkiod). 

(p) Adianthiain flabellulatum., 

Denffch. Der Fächerfarm. 
• Holt. Waijerlg Venushaair» 

Yraiix. Adiante ä e'ventafls. 
■ ^iiief. Tiet quat tfao. Lour.. 

'(J) Adianthnm ineifum. Forß. 

- .Arab.fd. Tvlelchät el ghorali. Yorfk, 

e) Adianthnm hmulatum. 

Dhitfch. Mondfarrn. 
Holl. Maanvinnig Venushaaih. 
franz. Adiante lunule'. 
Matab. Avenka.. Kkeed. 



ADI 



78 



C). Adianthnm pedatum, 

(Weil die Blätter v:\e die Krallen der Vüge! arsge- 
' bi'eitct find}. Adianthnm americanum.'' 

jJeutfck. Kanadilclier Farrn. 

Hol!. Voetaditig Venusliaair. 

Engl. Canadian niaiden hair. 

Franz. Adiante de Canada; vulgalrement le 

capillaire de Canada. 
Span. Adianto ramoso de Canada. 
Port. Avenca do Canada. 

Diefe Pflanze ift zart, zieriich , wohlriechend und fehf 
gelchätzt. In America ill fie (b häufig, dafs die 
K.iufleute üire Waaren damit eiupucke;i , wenn fie 
lolclie in fremde Länder verfendeu., 

Adianthnm fcandens. Lourdro.. 
. Cochmck, Cay Baong baong. Lonr.. 



Adiunthites. 

So nennt man einen Stein, auf defTpH Oti^TÜfifcfii mar 
deii Abdruck des adianthi vahrnianiiu 

Adipol'irs, a, nm, adj\. 

Dcutfch. Fettig,. Iclimeerig.. 

Hol!. Vetrig. 

P>Mi. Feed, illerruld. 

Schwed. Fet, ifterliiil. 

Engt. Fat. fatty. 

Franz. Adipeux, graiileux. 

Ital. Adipofo. 

Span. Adipofo, gordo, ; ruef» 

Port. Adipofo, gordo. 
jidipofa metnbrnHa, tiinica adipofa, teiat 
'Vi"J?/"' f"<-""ic:itus aLitpofu-.!.. {^Anat.^ 
a; Uietetthautr ein den ganzen löiper umgeben- 
des Gewebe, in dellen Zellen fich das vom Blut 
abgeloiiderte anim.ililche Oel befindet, b) Im eiii- 
gelchriuikteren Verftaude ift es die mit vielem Fett 
angetiillte Nierenhaut. . 

Hoil. \Vt%lies ; Dan. Fedthudeii ; Srhued. FetthiB- 
nan ; Franz. L'adipeufe, la membraue adipeufe, la 
grailieufe,. &c. 

Adipofa e arte, im. ^Auat.^ Die Schlagadern 
des Nierentetts; fie gehen- iiv die Fetthaut der 
Niere». 

Adipofae cellulae. [y/na/.} Die Fettzellchenj 
die mcmbrana adipofa belfeht aus einer Meng« 
häufiger Bl.ntter, M-elche unordentlich und m will- 
kiJirlicher Entfernung mit einander verbunden find- 
die dazwilcheu befindlichen das Fett einlchlierrende 
Räume werden Zellen genannt.. 

Adipofni^ Pinna?. ITenu. ichtlviol.^ Feitf.o.fTen,' 
SpcrIvfToffen; es fi?id keine wahre FlolTen, (bndefn 
floflenähtjliche, fette, von Gräten entbl.Viste Häute 
die fich hinter der Ruckentloüe befinden (SalmoV 
üvlL Vetviniien. — Conf. Caruoiae. 

Adipofae venae. \^Jli:at.-'\ Verfchiedene kleine 
Aderäifchen, die aus der Niersnader (veiia reiiaü) 
entfpringen,^ und zum Nierenfett gehen. 

Adipoj'i du et II 5: far.culi adipofi, veficu- 
lue udipofne, lobuli. \_AnM.\ DieFett- 
gäuge, Fettfickchen, Fettbläschen: Sie leiten das 
Fett in die Zwifchenräume der MiUiieln oder io die 
Thf ile Zwilchen dem. Fleuch und der Haut.. 

AditUS. lAnat.'\ 

So nennt man zuweilen den Zugang zn einer Höhle; 
die Mündung, die vordere Oefnung. Z. B. Adl- 
tus ad aquaeductum Sylvii. 

Adnatns, a, nm. ad].. 

Deutfeh. Angewadifen, daran gewachfeti.. 
HolL Aangegrocid. 
Dan. Voxen paa eiler til'., 
Schwed. Faftvu.xit, Vuzit til. 
Engl. CVoNving or prel'fing dofe to. 
Fra:iz. Adne', appuye'. 
Ital. Congiuuto, attaccato;. 
S^an.. Pegado» uaddo- junto de algan» cofa; 

Pore. 



':9 



ADl 



ADI 



8o 



fort, Pogado, appßs^Jo, innato; nafcido 
juiicn de alu,imia coufa. ' 
Jidnata ar.lhrra. lim niigcw.irlilciier Staubbeii- 

tol. (.I'.iris, Canna, Alpima &c.) 
jlilnaia viaxillii. Wenn dir Kiiinl.ido piniger 

liilcfteii ganr mit Jer Lii>pc vcibuiideii i(t. (.Phry- 

g.üifa). 
■jtdiiata mrmbta animalibus inutilia ;fuiU, ficiit 

fextus liomiiii digitus. Flin. 
JlJnata tejia. [Tfnii. eoiieh.'] z.B. Scrpula. 
^Id isain triiica. [^//.a/. ] Conf. Coiijmictiva. 
^Idr.atac pir.nae. [^Tenii. irlii/i.'\ /-V.^. coalitae. 
^dr.alae Jii}^ttlai. [Tenii. bot.} AiigcwacliiV'io 

Ncbciibl;i\ter (^Rofa, Kubus, Poteiitilla, Coinarimi). 
Jid natu III ab dorn eil. [^Term. eiilom.'] Ein am vor- 
dem Tlicile des BruftltUckes beledigter Hinterleib; 

tiam. Adoffe (Araiiea). 
^ dual um folium. [Tcrm. f*^] Wenn die Bafis 

der Obcrfliiclie eines Blatts aij dem Zweige oder 

Stamme leli fiut (^Sedum ^re, Junip. virij., Tim- 

ya, &c.) ' 

^diialuin tnliiiim. [Tniii. conchiil.} \Vennl die 

innere oder linke Lippe au? einem ielir dünnen un.l 

fehr anhangenden Blitttchcn beftclit ; liam. nunce 

(HcliX ampuUacea). 
^dualtis petiotus. \_Te>m. bot.} Wenn der Blatt- 

ftiel nicht abgebrochen werden kann , ohne den 

Tlieil, voran er fitzt, zu bel'chädigen (Uheum pal- 

inatum)- 
^duntiis piletis. [7V;hi, f-of.} Wenn der Hut 

eines Schwamms mit feiner inneren fnnd unteren 

Seite mit dem Strünke verwaclifen ift (Melvella).]. 
Jl dual US ftyliis. ITeiiii. bot.} Eiti an der Kroiie 

angcwachl'ener Gritfcl (Caniia). 

jfV d n e X a opercnb. [ Term. kkh. ] 

Wenn die Kicfeudeckel mit der Haut verknüpft finj 
(Muraena). l'i.i. Frenata. 
\Adnexa phiiia. iT/ieiHi. iJitf,.} /7rf. Coalit», 
ADOLIA. [Botan.] Encijcl. i, 44. 

a) Adolia alba. EncifcL 

Franz. Adole k fleurs blanches, 
Malah. Vetadagou. Rheed. 

b) Adolia rubra. Encycl. 

Franz. Adole a fleurs rouges. 
]\Ialal>. Kalvetadagou. Rheed. 

ADONIS. \_Botan.^ 

(^Moiiis war ein fchöner Jüngling und wurde von der 
Güum Venus geliebt; der eiferfüchtige .Mars lies 
ihn von einem wilden Schweine tüdtcn ; aus lei- 
jicm Blute foU nach einigen eine Art Rofe , nach 
andern eine Anemone oder eine ahnliche Blume 
entftanden feyn. Welche Pflanze die Alten unter 
adoniiim verftaiiden haben, ilt uiigewifs. ) 

Deutfeh. Die Adonisblume oder Adoiüsrofe. 

Holl. Adonisbloem. 

Sclaced. Adonisblonüter. 



Engt. Ailonisflowcr; tlie plica[\int'ä eye or 

bird's eye. 
Franz. Adonis." Adonide, fleiir d'AdouIs. 
JtaL Fiore d'Adono, Adonide. 
Sfon. Adonis, fior de Adonis. 
rori. Adonis, flor de Adonis. 

i\) Adonis acllivalis, b) Adonis aututruia* 

lis. (Kranthemum. ])od. ) 
[Adonis anuua. Lamarck.'^ 
Deutfeh. a) Der Sommeradonis. Fcldadoni*, 
Wilder Adonis; Feldri'iüciicn. Ackcr- 
röschcu; Marienröschen, IVlargen- 
rösclien ; Mara;aretlicnröschen ; Klap. 
perrösclien ; Älit frdhrn Blumenkro» 
»!«j Blafsgelbe Adonisröschen; Mii 
roth.en Bliinicnkrunen Teufelsaiige,, 
Korallenblüniclicn, braune KamilletV 
rotlie Kamillen. — h) Der Herbft.' 
adonis, das gemeine Adonisröschctiii 
Clartenadonis; IBiunctüe, Briinettrös. 
eben, braune iVladchen ; das .FeuerJ 
röschen. {J)ie Blume führt alle di 
Namen, tecf^rn ihrer artin: en eiiitie, 
menden Grßalt und Farbe.) 
Hüll. a) Zomerfcbe Adonis, (mct rood 
o( lioogroodc Bioomen ) — /;)Herffl . 
ffhc Adonis ; Bruinetjes. ,^ 

Dan. ß) Sommer-Adonis; Älark-Adonis.-* 

b) Höft-Adonis; Haiige- Adonis. 
Schwed, fl") Sommar-Adonis; Äker-Adonis.— 

b) Höft-Adonis; Tnigards-Adonis 

Engl. a) The tall Adonis. — b) The coii. 

iTion flos Adonis ; the auttimnal Ad* 

nis; red maithes; red morocco. 

Anglf. Magethe, Magothe. 

Fi-anz. a iL b) Adonide annueÜe. Lamarck, 

Roferiibi; Goutte de fang; Aile de 

failan. a) L'Adonis d'ete'. b) L'A- 

donis dautomne. ßom. 

,".fl/. a) Adonide eftiva. b) Adonide ao- 

tiinnale. \ 

Span. a) Adonis de verano. b") Adonis de}; 

otono. I 

Port. a) Adonis de verao. b) Adonis d( 

outono. 

Vngr. a) Kakas-vira'g (rf./. Hühncrblume) 
E. Pof. 

c) Adonis venialis. 

[Bnphthalmum. Dod. — Helleborus niger.] 

Deiitfch, Der Frühlingsadonis, Bergadonisrös 

chen; fchwarze Nieswurz mit Fen 

chelbJattern ; Teufelsauge; Böhmi 

fche CJirilhvurz. 

Hol' 



>[ 



81 



ADO 



ADS 



8s 



HoU. ^^oorjaarfe Adonis ; Zwarte Nies- 

kniid. 
Dan. Foraars -Adonis. 
Scliivfd. Var- Adonis. 
Engl. The perennial or fpring Adonis. 
Franx, Adonide printaniere , vulgairement 

hellebore d'Hipocrate. 
Ita/, Adonide di primavera. 
Span. Adonis de primavera. 
Fort. Adonis de primavera. 
Ruß. Schcltozwjet. Lepeclün. (d.i. Gelbes 

Licht. ) 

Starodubka, fcheltoi zwjet. Falk. 
■ Ungr. Kapor ro'la (d. i. Fenchelrofe) Fl. Pof. 

Sarga Kükortlin. Fl. Pof. 

Aäonidis hoiti. 

a) Liiftgärtcn. b) Pflanzen und Blumen, M'clche man 
in Töpfen zieht, c) Adonidcs find in neueren 
Zeiten academifclie und urtentliclie Gärten, auch 
wolil vornehme Privat- Gürten. 
ADOXA. IBotan.] 

Ift aus dem Griechillhen zurammengeretzt ; a juii'at. 
und doxa, gtoiin ; weil die Pflanze, wx.von hier 
gehandelt wird, weder Anfeilen noch Schönheit 
belitzt. 

Adüxa mofchatellina. 

[Ranunculus nemorofus , mofchatellina 
dicl-us. C.B.'] 

Deiitfch. Das Bifamkrdiitchen ; der Bifamhah- 
nenftils; Waldrauch, W'aldmeifter; 
Mai Ich. 

Holl. Muskuskruid. 

Dan. Desmerurt, Desmerblrjmfter, Defmer- 
knap. Nonv. Grönknap, Desmer- 
gras. Ginnt. 

Schwed. Desmansört. 

Engt. Tuberous mofchatel; miifk crow- 
foot; hoUowroot: molcatel ; miifk 
wood. 

Franz. Mofcatelline, herbe mnfquee, jierbe 
du mufc. 

Ital. ]\lofcatellina ; picciola pianta mu- 
fchiata. 

Span. Mofcatelina; hierba almizclena (Ei- 
gentlich wcifs man aber gegenwärtig 
in Spanien nicht, welcher Pflanze man 
ehedem den letztem Namen zugeeig- 
net hat). 

Port. Mofcatelina; plantazinha, qiie cheira 
a almifcar. 

Ungr, Pesma bogla'r-virag ((^. /. Bifamliah- 

ncnfufs ). 

Bey feuchtem Wetter geben die Blätter und Blumen 

diefer Pflanze einen Bilamgeruch von (ich. .Die 

Prucht loU, wenn fie rtif ift, einen Geruch und 

Gefchmack wie Erdbeeren haben. 

CuthalkoH. Kaliiigefcluckte , ßd. I. 



Adpreffus, a, um. adj. 

Deutfeh. Angedriickt, bevgednickt- 
Roll. Aangedrukt, aangeplakt. 
Dan. Trykket til, 
Schwed. Tiltryrkt. 
Eufrl. PrelVed towards. 
Franz. Appliqiie'. 
Ital. Avvicinato, accoftato. 
Span. Apretado. 

Port. Apertado ,' encoftado , arrimado. 
Aiiß rer/ae fili q •! a e. Angedrückte Schoten, wea« 

fie fich der Spindel nahc-rn. 
Adpreffi calyces. Angedrückte Blumenkelche. 
(Achvranthesalpera, deren Kelch derAehre ange- 
drückt ift). 

Adpyeffi dentes. Wenn die Zähncheu einiger 

Korallenarten ficli dem Stamme nähern. 
Adpreffi p eduitn-li. Angedrückte Blumenftiele. 

(Aconitum napelhis). 
Adpt rff:im foliuin. Wenn die Mittelfläclie oder 

die Sclicibe des Blattes fich dem Stengel nähert. 

fodalsbe) de keinen Winkel machen. (Brunia palea- 

cea, ftoebe gnaph, Thlalpi camp.) 
Adpreffus flos. Angedrückte Bliithe. 

Adfcendens. adj. 

Dentfch. Auffteigend. 
Holl, Opftygend , opklimmend, 
Dan. Oplfigende. 
Schwed. UpfHgande. . 

Engl. Inclining iipwards, rifing upwards. 
Franz. Afcendant, montant. 
Itsl, Afcendente. 
Span, Afcendente. 

Port, Afcendente, remontante, realgado. 

Adfc e II de IS s aorta. (^Anat.^ Die auffteigende große 

Pt^lsader, vornämlich wenn fie im Oberleib, iim 

Kopf und in den Armen verbreitet ift. 

Adfcende ns arteri a. \Anat.'\ Eine auffteigende 

Schlagader. 
Adfcendens caiidn. a) f. erefta. [Term. ornitliot.'\ 
wenn der Vogel feinen Schwanz in die Hüiie ge- 
richtet trägt. (GalUi.s). b){7'eriii. i-onclirj/.'] Ein auf- 
fteigender Schwanz. (Murex reticul.) Holl. Opge- 
wipt. 
Adfce iidens c and ex. \Term. Botaii.'] Der über der 
Erde hervorftehende Theil einer Pflanze. (Gerau. 
vitifol.) 
Adfcendens caulis. {Term. tot.'] Ein anfangs 
horizontaler und dann auffteigend geki'ümmter Sten- 
gel. (Salvia offic. Viola canina).! 
Adfcendens c al um e i l a. {_'Jeini. conchul.] Eine 

auffteigende Säule. 
Adfcendens corpus. Der allmählich nach hinten 
über fich erhobene Leib einer Larve. (Coccinella)_ 
Adfcendens man d ihu l n. Wenn bey einigen Fi. 
leben die untere Kinnlade über die obre in die Höhe 
fteigt. 
Adjceudins pijlillum. (Anthyllis tetraphylla). 
F Adfccu- 



83 



ad: 



ADU 



84 



AäJ'ce nite s pupa [Tijhi. n-t.] Kiiicrnpp iloreii 
Vonieilcil) Ml liic IK'.iic gerichtet if> Ov'.or mit ilor 
Soit.re ficli ;;llnialilig erlicln. (l':il'. C.'iriiiimiiios). 

jtdfcfiidtiis rnmtis. [-7«n/.] Der aiilwärtri llci- 
geiiile 2Mreig, welcher mit iIciiimternGeicnkfchlaj;- 
iiderti ariofiüniolirt. 

AdJ: f t: lif i! s roß tum. Fiii Iiina\if gebogener Schna- 
bel vcrfcliiedener Vögel. Krhcbt fich der Bugen 
allinählig, l'o lieift der Schnabel llibadlcendeiis. 

AdfcenJfiites f e ä ii ii cti I i. \Teim. bot."] Auf- 
fteigeude BliithenfHcle. CPafliflora rubra). 

Adspcrsus, a, um. adj. 

JJeuffcli. Bcfprongt, überfact. 

Hol/. Bdprcngd. 

Dan. Belpraengt, 

Scliwed. Befprängt. 

Engl. Murkcd with fpota, 

Franz. Parlemc. 

Ital. Tetnpeltato. 

Syau. Salpicado. 

Port. Salpicado,! 
So ill z. B. die Cypraea argus mit kleinen JCebenangeii 
bel'prengt; und die Blätter der azalea luppouica 
mit l'nnden. 

Adstringens Cfapor). 

Dnitfch. Ein zurammenziehenderGefclimack. 

Holl. Zamentrekkende Smaak. 

Dan. Sanimeiitrekkende , tiltrekkende 
Smap;. 

Schit'^. Samrnandntgande Smak. 

EngL Aftringeiit or contradfting tafte. 

Franz. Un goCit aiTringcnt. 

Jtal. GuCxn aflringente. 

^ Span. Sabortalb-injente. 
' PorL Sabor alb'ingeute. 

Adsurgens. adj.\ 

Dcutfcb. Wieder aufileigend> 
Hot/. Opftygend. 
Dan. üpftigende. 
Schwed. rpfrigande. 
Eng!. Afiurgent. 
Franz. Releve, montant. 
Ital. Riforgente. 
Span. Levantado. 
Port. Levantado, elevado. 

Aifiirger.s ciiulis (Jrrm. loi.') Ein Stamm, der 
nach einer kleinen Krümmung wieder in die Hl/'he 
fteigt. (Celofi.T panicirl.tta). 

Adjurgensfolimit. M'enn das Blatt am Urfprunge 
et'.vas niedergebogen i/f, mid uisdann mit der Spitze 
uieder anfgcrichtet fteht. (Einige Arten derAioe). 

Adfurgens prtiotas. Wenn der Blattftiel , nach 
einer aiifangj gekrümmten Ricluimg, wieder in die 
ll;iie fteigt. (Sida r;idiata). 

Aäfurgiiii yiniia dtyfulis. Vid, Altillina, 



A Afc e I! d « >t s ::cigt an , wenn clw.is anfiinglich Unrizov- 
/.'/il't, niid dann in die Huhe lieigt; adliiigens , 
wenn ctwa-f anfänglich iiirdei lyl o;irn ift , und dann 
eine Riclitimg in die Hülic bekommt. 

Adultus, ;\, um. adj. 

Deutfck. Herangewacbfi-vi , Grofs gcwacbfcit, 

Grols geworden. 
W.l, VolwalVen. 
])iin. Fuld\oxen, opvoxcn. 
Scilwed. Fiillvuxen. 
Engl. Adtilt, grown up. 
Franz. Adiilte. 
Ital. Adiilfo. 

Span. Adnllo, crccido enedad, yagrande, 
Port. Adiilto. 

Adulta aetas. Sagt man von den Tliieren , wenn 
fie ihr vollkonmienes, geletztes Alter erreicht iia- 
ben. 

Adulta avis. F"in gefiederter Vogel., So hciTt ein 
Vogel, wenn er (ich bereits gemaiilet oder die Fe- 
dern gewechlelt hat. Vorher heilt er hornotiiia 
avis , ein ungefiederter Vogel. 

Adiillior caiilii. Ein etwas grulfcrcr Stamm. 
Wenn eine PHanzenart acaulis ill und keinen zu 
bemerkenden Stamm hat, Ib ill, in der Galtimg, 
derjenige Siamm artiiltior , derzwil'chen jenem und 
ein< ni volikummcnen Stamme dos Mittel halt. 
(\'iola canin,^). 

Aduiicus, a, um. adj. 

Dciilfch. Eingebogen, einwärts krumm ge- 
bogen , hakenförmig. 

Holl. Onigekromd , haakswyzc. 

Dan. Indboict, kroged ind ad. 

Schwed. Inböjd. 

Engl. Hüokcd, crooked. 

Franz. Crochii, replic eii bas, recourbe'. 

Ital. Adtinco, uncinato. 

Span. Adiinco, arqneado, encorvado cn 
forma de garlio. 

Port. Encnrvadü, arqueado como Inim 
gancho. 

Adiittci vngiies. Die nach der Spitze zu haken- 
förmig gekrümmten Kr«Ilen einiger Vögel. 

Adtineutn, vncinattn/i f. h amo.f ii in ro II ru»i. 
{Tenn. oiHilhol.'] Wenn die Spitze des ScImabeU 
hakenförmig herunter gebogen ift. (Raubvögel, 
Vultur, Bubo). 

A du neu 5 apex rofiii. Vid. Aduncnm roft>iim, 

Aduersifolise plantae. 

Pllanzen , deren Blatter auf dem nämlichen iStanim 
oder Zweig ein.tnder entgegen geletzt find , wie 
z. B. die der Valeriana. — So hat auch üniua- 
ges dieäteClalTe feiner Pflanzenmethode genannt. 

Aduersuui folium. 

Deutfili. Ein Iialb umgedrehetes oder feit- 

wärts 



85 



AEG 



;eg 



86 



w'irt^ gewendetes Plat!-; Ein Ulatt 

deiVeii obere Seite gegen Alittag ge- 

keiirt ift. {Nicht wagercctit; co;if. 

honzontale foiiumX (Amoniiim). 
Ho!/. Een Ci.id , dat de Bovenzyde tegen 

bet Z Liiden gelteerd heeft. 
Dan. Tver nediirengende Bladet. 
Schiced. T^•ärt Bladet. 
Eng!. Wlien the fidcs of tlie leaf are tur- 

ned to\^'ards tine fouth. 
Franz. Feuille retourne'e , lorsqu'elle eft 

tournee Vers le fiid. 
Ital. Foglia voltata al mezzogiorno. 
Span. Hoja aveifa, lio'a vuelta hacia el 

fud. 
Fort. Follia averfa, que fe acha fronteira 

ou ^drada para o ful. 

Acgagropila, fivc apgagropilus. 

CCalculus .legasrorijla, calculns gaftiiciis intiis filo. 

ias Lin. ; Calculns animalium criuibiis vel fibris 

coangmcntatns. /f'a/l.') 

Deutfeh. Ein Haaiball, ein tBall, 'eine Haar- 

kngel; Gemfenkugel; Europ'aifcher 

Bezoar, Deui-fcher Bezoar. 

Holt. Hairbal; Gemfenbal; Gemfenbezoar; 

Diiitfcli Bezoar. 
Dan. Haarbold , Haarkugle ; Kugle af Haar, 
fom iiades i Steengeedernes iVIaver; 
Den tyd'"ke Bezoar. 
. Llc'.id. Fiaar-knettir. 
Schwed. Tyre; HiirboU-, Härknia; En Kula 
af Hür i Magan pä Stengetter; Tyfk 
Bezoar. 
Eng!. Balls or hair-balls; the german bcr 

zoard. 
Franz. L't'gagropile ; pelote ou boüle de 
poil; le be'zoard depoil; le bezoard 
d'AUemagne. 
Ita!. Egagropila; Bezoar germanico. 
Sf^an. Atrropila, egagropila; Bezoar de 

Alcmania. 

Fort. Egagropila, pelota de pelo que fe 

forma no ellomago ; Bezoar da ALe- 

manha. 

^egagropila iiT: aus dcmGriechifchen aigngios, eine 

Gems , und pilos , eine Kugel zulammenjjefetzt. 

Diele Kugeln iiiulen ficli in den Eingeweiden , be- 

fond?rs in dem Panzen verl'cliiedner Säugthieie. 

Sie beiteilen entweder aus Haai klumpen (trichodes , 

pilae damarum, tophi juvencaium), oder ausW'iir- 

zelfatern (rhizodes , aegagropila). welche letztre 

man in denüemlen findet, und auch den deutfchen 

Bezoar nennt. Sie entlielien dadurch, dals die 

Tiiierc Haare und W'urzclfafcni niedcrlirlilucken , 

und mit ihrem Speichel zalanunen leimen und 

kiieten. Der Cebrauoh der.Geuüeukugeln m der 

Medizin ift abgekomnieB. 



iEGTLOPS. [Botan.-] 

Dies Wort irt aus dem Griec'iifchen nrx, eine Ziege 
und ops, das Auge Kufammengefetzt. Flinius 
nannte eine gewiffe Graspflanze crrjinps, wovon 
er Tagt, jegilops tritici folio lanat «egilopes , (Ge- 
fchwüllle in den Augenwinkeln) , in hordeo naf- 
citnr. XXl' , 93. Man hafdie a>gilops desWB/.-i.r 
bald dicl'er, bald jener Graspflanze heygelegt, 
und man bleibt immer uiigewüs, welche er ei- 
gentlich darunter verllauden hat. Die Schreib- 
art ;egylops \& fehlerhaft. 

Deutfeh. Das Gelfsauge; Walch oderTwalch; 

Geritenwalch , fremder Walch. 
HoW. Geiteiioog. 
Dan. Gecdeöye, 
Schiced. Getöga. » 

Engl. The hard-graf?, 
Fvanx. L'e'gilope; coqaiole; orge batarde. 
Ital. Egilope; orzo falvatico, grano fal- 

vatico ; fquala. 
Span. E'ilope. 
Sort. Egilope. 

,flEGlPHILA. [Eatan.] 

Der Käme S'gipliila ili aus dem Griechifchen znfam- 
mengeletzt, und foll etwas anzeigen, das den 
Ziegen lieb und angenehm ift. .^atquiii gab die- 
lem Strauch den Namen , weil befondcrs die 
Ziegen das Laub und die Reiier deflelbeu fehr 
gerne frelfen. 

iEgipliila martinicenfis, 

Dtutfch. Das martinikifche Ziegenb'äumchen. 

Holt. Het marciniekfe Geitenboompje. 

Diiii. Lidet Geedetraee af I\Iartiiiike. 

Schwed. Getbufke af Martinike. 

Engl. The JMartinico osgiphila. 

Franz, ^giphile de la Martinique; bois c»- 

bril ; bois de fer. 
, Ttat. . Egifila della Rlartinica. 
Span. Ejiiila de la Martinica. 
Fort. Egiphila da Martinica. 

/E g p h t h a 1 ni S. [Mineral.'] 

Viele fckreihcu yEgrophtlialmos. Bey einigen 
ji^gops. 

Dcntfch. Das Bocksauge.' 

HoH. Geiren-oog. 

Dirn. Et Bukkeuye. 

Scluird. Et Bocköga. 

Eugl. The goat's eye ftone. 

Franz. L'neil de clievre; pierre qui imite 

l'oeil d'uiie chevre. 
Ital. L'occhio di capra, egoftalmo. 
Span. Ojo de chibo, egoftalmo. 
Fort. Ölho de cabra. 
Fohl. Koziük, Koziook. 
F 2 iEgoph- 



s: 



JEQ 



MG 



88 



JBeapUi halm OS il> f.iiis dem Giicdiifrlicn nix, eine 
Zifge, \\niS "itlilhiili/fns , das Aiigc , znlliinniciigc- 
fetit. Dit Zciclimiiig iliefcs (liiyxiJciiis gleitlit ei- 
iiciii noiks.uige. Er ili eine Ait dei fo gciiamiten 
Aiigciilicine. 

i?:GOPlCRON. [Bolan.-] 

Ift aus deinCnfclMlchcn nit , eliieZifge, nnApIkmu 
biilcr. ziifammengcllptzt. Die gemeine Sclireib- 
art negopiicon i(l uiiricluig. 

/Egopicron bcmliiim. 

JDetUfch. Die Alilbccre. Plan, juu 
rinamilclie Pflanze. 

TEGOPODIUM. [ßolan.] 



Eine fu- 



Porf. Egopodio; Auj;clica brava. 
PmJ]'. Siiit. 

Pohl. P()dii}^rycznik (Ziele). 
rngr. I.iiH I.nbu lYi. //. Pof. (i/. /. Gänß;- 
fnfs). 

Der Gcifsfiifs oder Strcnzcl wnrhert fein- in den G.Vr- 
teii . !inJ wirA aus iliclcr Urlarlic von Canicrariu': 
Hie IVIV der Garten genannt. Klllien , Xiejen inid 
Schare!) dient er zum Futter. In den Nördlichen 
Gegenden hefonders laniinlet man im Frühjahr die 
Blatler, und kocht daraus ein geliiudes (icniiile : 
V\'eil er aber l'chai f (chincckt und die Zunge reibt, 
fo wird er n-.it Kohlblältera vermilcht ; daher der 
Name .Sovallerkaal. 



Dieter Name ift au.s dem Griccliifclien a-'x , eine 7.\e- /h,CJll!lll S , C. Cldj. 
ge , lind poi'i, dcrFuls, ziilammenselerzt ; die 
(ielialt der Blätter hat wohl zu der Itenennung 
Aulafs gegeben. Räthrelliaft ilt der gleirhgeltende 
Käme podagraria ; einige fagen . die Blüt'er und 
XVurzeln der rflanze lindere das /ipperlein, an- 
dre Tagen , mau trete fie auf dem Felde mit 
Fiincn. 



j'Egopoclinm podagraria. Lin. 

[Angclica fylveftris minorf. eiratica. dir Blät- 
ter hauen Aehnlichkeit mit dm Blättern 
der Au^elica. 

Podae;raria; Herba Gerardi. 
PimpiticUa angelicifolia. Encycl.'] 

Dndfcli. Geifsfur^; Strenzel oder Strenfel; 
Zipperleinskraiit; Kleine wilde An- 
gelika; \^ilder Holder; Hindlaiif; 
Niederfaclif. Geerleln ; Gerfch , Ge- 
rifcli , Gierfch, Göfch; TJithmarf. 
Heers; Holßein. Jörs; Livt. Snitt- 
kohl. 
Holt. Gerardskrnid ; Geitenpoot; Zeven- 
poot; (rceil [es ßeben Blätter auf ei- 
nem Stiele hat) ; Bafterd - of wilde 
Engehvoriel; betf einigen Haanepoor. 
Däu Gerhardi-Urt; Gedefod; Wild An- 
gelika; Svinekaal: Sqvalderkaal. 
i\'onc!?iT. Sqiiallerkaal. Ström, 
Scfnacd. Sqvallerkr.l. 

Upland. Kirskäl. 
Scan. Trehening. 
Engl. Goat-weed; Herb -Gerard; Afli- 

weed : Wild malterwort. 

Franz, Boucage a feuiUes d'angeliqne. En- 

cycl. La petite angelique fauvage; 

i'angelique bo'irane; herbe ä Gerard. 

ftcJ. Podagniria; Erba de Gerardo; An- 

gelica minore falvatica. 
Span. Egopodio, podagraria; hierba de 
San Gerardo; AnjeUca menor erra- 
*ica. 



Deuljch. Gleich oder eben; Gleich' oder von 

cinerlev Befchaffenheit, Geftalt , 

Gröfse &c. ; egal. 
Holl. Gelyk. elTen; Gelyk , gelykvorrnig, 

ccnpaarig; egaal. 
Dan. Lüge, jxvn; lüge, lige ftor; lig- 

nende. 
Schwed. Slik. lik , jämn; lik, famma, af fatn- 

nia Skapnad. 
Enr^l. ' Eqiial , even , alike. 
Franz. Egal. 
Ital. Eguale, uguale. 
Span. ]g;ial. 

Port. Igual. 

Rrijf- Kawniii; podöbni'ii. 
Pohl. Rov.-ny; podobny. 
Böhm. Rüwiiy: podobiiy.i 
Unsp-. Haianio', egy ideju. 

Milnale ab d omen. [^feriii. ni/ont.l Wenn der 

Hinterleib euies Infefts mit dem ßrulU'tücke einerley 

Breite liat. 
äquale lahhim. \Term. erilom.'\ Wenn die Lippe 

eines Inleäsmit den hinteren FreCsfpitzen von glei- 
cher Länge ili. 
/Eq:iale tegunten. \Teim. iolnii.'] Eine ebene 

Hülfe. 
jEqiiale p eri ai:t liinm [Tei)n. hot.'\ Wenn die 

Decke mit der Ki'one einerley CrGlfe hat. 
äquale roß tu tu. [Tenn. oriiithol.'] "Ein ebener 

Schnabel. 
äquales alae. [Tet-m. eiitom.'] Wenn die vorde. 

ren und hinteren Flügel eines lufetts von gleicher 

Länge (ind. (GrylUis). 
JEqif a l es [a I! r i c u lue. \Ten>!. comfujl.l Wenn die 

Ohren oder die vordere und hintere Seite einer 

Kamnunulchel beynahe einerley Lunge nnd Breite 

haben. 
äquales f. fitnptices bianchiae. [Teriii. 

iehiliyol.'] Wenn die lüemen von einerley Befcliaf- 

fenlieic find. 
Mquales dentes. \Tenii. ishthijol.'\ Wenn Idie 

iiähue der Fifche von einerley Befchai'lenheit liud. 

Aqua- 



89 



ma 



JEq:i/rlfs digili. Zehen einiger Amphibien, von 

gleicher Länge. 
äquales äntfalrs pinitae. \Tenit. ictiltt!iol.'\ 
Wenn die Gräten der RUckennoiTen einerley Länge 
haben. 
JEqunles taeiniae. [Tenn. ei:to>ii.'\ Wenn die 
Lappen von gleiclier Lange , Dielte , (Spitze und 
Kiclitimg find. 
Mqy.ales ni n xitl a e. Kinnladen von gleicher Län- 
ge und Breite a) der meiften Schlangen ^)uer mei- 
sten Fii'ciie f) der meiften \'("gel. 
/Eqi'. a t es y n tp i. ^[Ttni;. f,:ioin.'\ Wenn alle Glie- 
der der Frelsl'pitzen an Gcltalt, Grolle und Lcinge 
niit einander übereinkommen. (Donacia. Fahr.') 
JEquate). fetae. [leiiH. eiilom.^ Wenn die Bor- 
den de.s Sangriiffels mid Schnabels in allen Stücken 
übercmtreffen. 
/Eq II a I es fpiiiae. {Teim. entom.l Wenn ein In- 
lett an feinem Schienbeine zwey in einer Scheide 
neben einander itehende Dornen hat, und bevde 
von gleicher Lange find. 
JEqunles ß ri a e. [Teim. conctiijt.} Wenn die Strei- 
fen der Kapffchnecken einander gleich find, : 
/Equtites in 1 1 si l a e. «) [Tri in. enton:.': Wenn die 
Fiicher der Saugriifl'ellcheide in der L/inge , Weite 
und Richtung üuereinltimmend lind, b) •Teiiii. coh- 
chiij.l Wenn die rechte Schale gleich ift mit der 
linken, in Anlehung der Geftalt , des Inhalts, des 
Gewölbes und anderer äulferlichen Charaftere. 
(\'enus dione . Mya piclorum <S:c,) Eine folche aus 
gleichen Schalen beitehende Mufchel -wird concha 
aquivalvis genannt. Conf. sequivajvis. c) \Terin. 
boiitn.l Wenn die Spelzen oder B.älge, in Anfe- 
hung ihrer Verhaltniße gegen einander, gleich 
grols fuid. 
JEqxalia cor »na. WennI die Hörner an dem Kopfe 
eines Thiers, nach ihrem VerhältniJs gegen einan- 
der, gleich lind. 
JEqi! nli a Fi l n me vt n. [Term. Bofatr.J Gleich lan- 
ge Staubfäden «der Träger. (Tulipa). 
JEqi^atis nr.fractiis. [Terni. concIiuI.] Eine ebe- 
ne Windung, ohne Vertiefung inid Auswuchs. 
JEqualis ani pimia. [Tenn. ickihijot.'\ Wenn 
alle Gräten der Afterfloife einander gleich find. 
(Blennius). 
JEqualis c'alijx. [Teim. lot.J (\'tricnlarra}. 
JEqunlis f. integra cnuda. \Term. oriii- 
i //io/.'] Wenn alle Schwanzfedern von gleicher L.Tii- 
ge find , luid bey der Ausbreitung eine Gipfel vor- 
ftellen. 
2Eqaali\ iiudnepir.ua. [Term. ickllii/ot.] Wenn 
die SchwanzflolTe gleich abgefchuitteu gebildet i(L 
(Gadus). 
Mqualis ctypeus. iTenn. eiitoni,'] Wenn das 
Schild eines Infecls eben fo lang ift, als die innere 
Kinnlade. 
JEqualis coralta. [Term. eulom.} Eine gleich- 
iürmige ßl'.unenkrone; •wenn die 'iheile derli;lbeu 
an GrJfte und BefchaHenheit mit einander iiherem- 
kommen, (Primula, Limofelta). 

Ä^qnalis poli'gamia. [Botan.] 
Deutfeh. Die gleiche Vielweiberey. 



/EQ 90 

JJoli. Egade ^'eelwyverv, 

Diin. Den manguengcde og lige. 

^chwed. iVl;<ng'j!;ifte ocli like, 

£i'gl. The equal poivgamy. 

¥rnnz. La polygamie e^ale. 

J'cl. La poügamia eguale, 

Sfnti. La poügamia iguaL 

Port. A polygamia igual. 

So helft, nach dem linneifchen Syftem , die erfte Ord- 
nun,j in der Clalfe iyngenefia. Sie befreht aus- 
rflan.:en , deren zufammengel'etzte Blumen ans lau- 
ter Zwitterbliimchen beliehen. 

JEqitalis ßi/lus. \Term. botan.l Ein SGrilfel der 
mit den Stanbwegen von gleicher Gröffe ilt. 

Xqiialis tnrfiis. [Terni. eiitom.'i Wenn alle Glie- 
der des Fufsblatts völlig mit einander übereinkom- 
men . 

.^quilaterus, f. sequilateralis. adj. 

Deutfeh. Gleichfeitig, was gleiche Seiten hat. 

Hall. Gclykzydig. 

Dan. Ligefidet. jbm har ligrte Sider. 

Sichwed. Likfidig, det fom Twr lil;e Sidor. 

Engl. Equilateral, having the fides cqual. 

Yranz. Equilate'ral. 

Itat. Equilatero , che ha lati egnalF. 

Span. Equila'tera, lo qtie tiene lados iguales. 

Port. Equilatero, qiie tem os ladasigaaes. 

JEqi'ilatera \tefta, a q u i l n t e 1 n e v a l c ;i- 
Ine. iTeriK. cotieh/jl.} Eine »Alufchel deren Seiten 
einander gleich find. 

JEqiii lat e r ae v alvulae. iTe.-m. 'io/aii.l Wenn 
die beyden Seiten einer Spelze von gleicher Grolle 
fmd. 



j^quilibris, e. ad* 



2;leich 



Dcntfch. \Vagerecht. völlig 

Hol!. Evenwichtig. 

Diin. Holde Lige^egten. 

Sc'iie/ed. Vara i Jämvigts-punccen 

Engl. In eqiiilibrio. 

Franz. Dans le point de l'e'quilibre , an milie». 

Itat. Nel punto del equilibrio. 

Span. Equilibre, en el pi7nto de apoyo. 

Port. No ponto de equilibrio. 

JEquilibres, ceifuilibraiites, lilrai-.les f. 
niediae doifales pi»»ae. 'Teiui. ichlhifol.'i 
Wenn die Mitte der RiirkeTifloflen gerade in der 
IMitte des Rückens liegt. (Harengns, Carpio). 

JEqailib) e s pedes [Term. ormlho!.'\ Die Füife 
der meiften \'ögel liegen Ib , dals (ie den Kürper 
im Mittelpunct der Schwere unterftützen , und die 
Vügel daher darauf filzen mid gehen können. Bey 
den Scinvimmvügeln hingegen Itehen dieFüfse aul- 
fer dem Gleichgewicht , dalier ilt dielien V<Ts,elu der 
Gang, beichweilich, 

iEqui- 



91 



-^Q 



;er 



92 



j?Eqiiinoctialcs norcs. [Tcrm.bot.^^Coiif. 

\'igiliae, 

Peiitfch. /Equinnflialhlnmcn. 
Hfltr. Bliddellyns Blot-mcn, 
JDän. Jevndögiis Blomftre, 
Schufd. Dagjamiiinps Hlomfter. 
Eiifrl. EquiiioftiiU llowers. 
Franz. Flciirs cqiiinoftiales. 
JiaL lüoii equinoziali. 
Span. Flores equinocciales. 
Fort. F.orcs cquinoccwes. 
Die yEquin&ftialbhimen cfiicn luict fchlierseii firh rn he- 

ftinimtei! Stiirnten. In /.iiiti. phi/o/. lot. (Viudüb. 

]--o) t<ag. =74 findet man eine Stiindemiiir der 

^quinoctialbliimen. 

ffiqui naives tefta?. [Ttrir. cor.chijl.'] 

JDetitfch. GleicbrdialiRe Mufcheln, : 

Holl. Gelvkklcppige Scliulpen. 

Däti. LigerKailede. 

Schwed. LikCkalige Mufslor. 

Eng!. Shells that have equal valves. 

Franz. Coquilles equivalvcs. 

Ital. Cniichiglic con gufcj egiiali. 

Span. Conchüs coii vulvas igualcs. 

Vorf. Conclias com valvas iguacs, 

^quiuoca f. fponfcuiea geiicratio. 

Dentfck. Die zufällige Zeugung. 

JiolL Twyfelaclitige of onbepaaldeVoort- 

brenging. 
Dan. Tvivlagtige Avling. 
Schwed. Tvifvejaktig Aflelfe. 
Eng/, The equiv»cal generation.' 
Fra}iz, La generation e'quiveque. 
Jtal. La generazione equivoca. 
Span. La jeneracion equivoca o dudofa. 
Port. A gera^ao equivoca. 

Die Lehre von der zufjUigen Erzeugung fol! inAegvpten 
ihren Urlprnng haben, ftlenfchen und Tiiiere foll- 
ten ziierft. durcli Wirkung der Sonnenftrahlen auf 
feuchte irdifclie Körper, entftauden leyn. Man fand 
diele Meinung befonders dadurch beftätigt. weil nacii 
derZurücktretung des Nils und der darauf erfolgten 
Hitze, eine ungeheure Menge Miiufe aus der Erde 
zum Vc.rl'chein kommen. Es küniue auch woljl je- 
mand verleitet werden, znglauben, dafs die Hebräer 
ihre Traditionen von der Erfcliaffung des prfteiii\Ien- 
fchen aus Erde, den Aegyptern abgeborgt, und fie 
mir durch dieDazwil'chencretung eintiiUi j'pferifcheii 
hüchfien Wefens verfeinert haben. — Nachher 
nahmen die Alten die Lehre der zufälligen Entfte- 
hcMg vorzüglich bey den kleineren organiJirten Kör- 
pern an, bev den Infectcji nämlich und bey dem Ge- 
wiirme, ferner auch bey den Vegetabilien, zumal den 
Mool'en. Diele kleineren, ihrer Meinung nach, un- 
vollkommneren Korper, follten aits deuaufgelüfeten 



lind in die F.'lulnifs übergehenden groflcren organi- 
fchcn Ki'rpcrn von fclbft und ohne /uihuii andcicr 
Körper ihrer Art erzeugt worden lc\n. Unter dcu 
/\ltcu war Arilloteles als Verfechter der zufälligen 
Entitchung am bckaunteften. Ciev/ilTermaffen wird 
fie noch von einigen neuern, "vermuthlich get.'iulch- 
tcn Naturforfchcrn bey dien kleinftcn Thiercheu ange- 
nommen. Dahin gehören ff/igfr de gencralione 
aequivoca, Götting. 1773 ; Müller in der Vorrede zu 
reiner hilVoria vermium; Ltske , der (ich durch die 
Geg«nwart der Blafenwlirmcr im Gehirn derThierc, 
überzeugt haben will , dals es eine luis unbclcamite 
Art, leblofe organifchc Theile zu beleben, gebe. 
Es ill alfo ein« grobe und eine feine Lehre von der 
znOilligen Erzeugung zu unterfcheiden ; erl}ere ver- 
thcidigten die Morgenländer, auch findet fie (ich noch 
tiberall beyni gemeinen Haufen, wenn er z. B. die 
Selbfterzeugung der Elölie und Liiufe beliauptet ; und 
letztere wird ikh li fa lange Liebhaber finden, bis uns 
neue fleiliige Unterliichungeu ganz vom Gegeiuheil 
überzeugen werden. 

Aereus, a, um. adj. 

Dcutfch. Mit Luft angefüllt-, luftig. 
Holf. Met Lug*^ gevuld. 
Dan, Fyldt med Luft. 
Schived. Füll med Luft. 
£)!rj/. Filled witli air. 
Franz. Qul a de l'air. 
Ital. Acreo, d'aria. 
Span. Aereo. 
Fort. Aereo. 

Aerea buUa. [ Ter-.n. bot. j 

Dei'.tfch. Ein LuftbLischen, 
Hall. Een Lugtbelletje. 
D'dn. En liden Luftbiaare. 
Schtfed. En Uten Lufcblädra. 
£1/!^/. An air-bubble. 
Franz. Une bulle d'air. 
Jtal. Una boUicella d'aria, 
Span. L'na ampolla acrea. 
Fort. Hum globozinho aereo. 

In den Fäden der conferva biiUofa werden gewöhnlich 
kleine Luftbläschen aufgehalten, wenn diefe vom 
Grunde des Meeres in die Hölie fteigen. 

Acrea plai:ta. Eine Luftpflanze. So nennt man 
trocluie Schorfmoofe und andre leichte Pflanzen, 
welche an die nackten .Mauern undEelfen .infliegen, 
und wenig Nahrung bedürfen. Aus ihrem Moder 
keimen nachher die Samen grufferer Pflanzen , die 
vom W inde und von den Vögeln dahin gebracht wer- 
den. — Eine Luftpflanze in einem andern Sinne, 
wird man gleich unter aerides befchrieben finden. 

Atrea v n f ci. {Jeiiii. botan.'\ Luftgefafle ; Hohle 
mit Lult angefüllte oder leere Gefälle verfcliiedcner 
Pflanzentheile. Die SaftgefälTe ( fuccol'a vafa ) (imi 
ihnen cntgegengel'etzt. b) [7'ei m, e/iloni.'} Luftge- 
Me m de» Flügeln der Ijü'erten. 

Aerea 



93 



/ER 



ER 



9+ 



Aerea f. natatoria vefica. [Terrtt.iclifh/o!.] 

Deut/dl. DieLufcblare, die Schwimmblufc, die 
Fil'chblafe, dieBlafe; An einigen Or- 
teil Die Seele. 

Hol!. Lu^tblaasje, Zwemblaas. 

Diin. Lufrblsere," FifT ebltere. 

Schwcd. LuftbU-Ja, Fidblafa. 

Engl, The foiind, the air-bladder. 

In den nlinoriiiCcIicn Sprachen hiefs fiinda 
oAex fiiiuin, Scliwimnien ; Aiihex thi Joiind, 
die Scii\\iinmblafe. 

Franz. La ve'licule aericnne, la vefpie. 

Ital. La vefcia aerea, vefcichetta, il nota- 

tojo. 
Span. La vejiga aerea, botella. 
Port. A bexiga aerea, vuigo roncadeira. 
X)ie Luft- oder Scliwinimblafe der Fifclie ift ein häutiger, 
bald cilindrililier , bald eiliptilclicr , bald aus zwey 
oder drey L.'ippclien von verl'cliicdener Grö'ile befte- 
liender, mit Lul't angefüllter KuVper. Gewöhnlich 
liegt fie Zwilchen den Wirbt-lbeinen und dem Magen, 
und hängt mit letzterem vermitteill des Liiftganges 
zulammen. Sie wird durch die liaucliniulkeln bald 
' erweitert, baldzufammengedriicki, Co dafs der Fil'ch 
bald in die Höhe, bald nach der Tiefe fchwimnien 
kann. Fü'clie, welche keine Schwimmblalen haben, 
., z.B. die Scliollcn, oder bey denen fie verletzt lind, 

können fich nicht in die Höiie erheben. 
^ei eus f. p H e HW a 1 1 cu s ciiictiis. (^Tenri. 
ichthjol.^ Iftder eben angeführte Luftgang-, welcher 
die Schwinimblafe mit dem Magen verbindet. 

lAERIDES. {.BoUi,.-\ 

\\ Dielen Namen liat Lo:ii eii o einer finefifchen Pflanze <re- 

J geben, von welcher er erzählt, dals man fie viele 

^ Jahre lang in der freycn Luft hängend, imVVachs- 
tlnim, in der Bliitiie und Keimung erhalten könne, 
ohne ihr irgend eitie irdifche oder wäfferichte Pflan- 
zennahrungzH geben. Er fiigt hinzu: "vix cre- 
dcrem, nifi diuturnaexperientk-j comprobafl'eai." 

Aeiides odorata. Lourdro. 

Dcntfch. Die wohlriechende Luftpflanze, 
Co:!i!nc'i. Phaong Ion. Lour. 

Sinrf. Füm lein. Lour. 

\ 

a AERVA. [Botan.] 

Ein arabilches St.audaiigcwäcfi?. 
Aerva tomentofa. Forfk. 
Franz. Aerve tomenteufe. EncucL 
[ Jrab.fd. Aerva, Ra. Farßi. 
■ Cairo. Sedjaiet ennaghi. Forfk. 

•'Ärugiiiofu.s, a, um. adj, 

••{ Deutjch. Kupfergrün, grunroftig. 
'■' ' ^ü- Ktiperäroen.'koperroeftig, 

Dan. Kobbergrön, 

Schwed. Koppargroii, 
\ Sngl, Eruginows, 



Franz. Erugineux, 
Ital. Kugginofo. 
Span. Color cardcnillo. 
Fort. Fernigento, que tem cQr de fcrnigeni 
de cobre. 

Einige Autoren verßehen unter kupferroftig eine braune 
F.arbe. 

Dentfch. KupferroH:, Kupferkalk. 

Holt. Koperroefl. 

D'dn. Kobberrulh 

Schwed. Ergen, Argen, Kopparergen. (D<w 

IVort iß vornämlich in Angermann- 

land iih'iich ; einige wollen es von 

2erugo herleiten ). 
Engl. The copper - riifl:. 
Franz. Rouille de cuivre. 
Ital. Verderame. 

Span. Cardenillo o' flor de cobre, verdete. 
Fort. Cardenilho o azinhavre de cobre, 

verdete. 

DerKupferrofi ift entweder kiinftlirh, indem ihn die Ef- 
figfäure zu einem grünen Kalk zerfrilst; oder er ift 
natürlich. Im eriteren Falle Hierunter dem Namen 
des Grünlpans bekannt. Von letzterem werden liier 
einige Arten folgen. 

jErugO nativa. [Mineral.} 

(Chryfocoüa; viride montanum; ochra 
cupri viridis; ochra seris.) 

Deutfeh. Kupfergrün, Berggriin. 

Ho'l. Kopergroen, Berggroen. 

Dan. Kobbergröut, Bierggrönt. 

Schwed. Koppargrönt, Berggrönt. 

Engl. The native or natural seaigo or cop- 
per ruft: the mountain green. 

Franz, Verdet mineral ou fojiile ; verdet na- 
turel; chryfocole verte; vert de 
montagne. 

Ital. Verde di montagna, verdete natu- 
rale. 

Span. Verde -montaiia, verdete natural. 

Fort. Verdemontanha. 

Ein neuerer portugififcher Autor fagt,^er Name Berggriin 
rühre daher, v.-eil die Jlaler diefe Farbe brauchen, 
mn Berge damit zu malen. 

Verhärtetes Kupfergrün heifst iMalachit. .fieAcMalachi- 
tes. — Das I\upfergrijn kommt auch in runden bald 
lo.'en, bald verwachlenen Körnern vor. nud heikt 
alsdann asrugo nativa globulofa ; Dtuifd: Kupfer- 
wicken. Fi am. X'ert de montagne eu globules. 

/Erugü nativa ftriata. 

[Ochra a^rugo. hin.; Cupnmi vIride pIiT- 
mofum. [Volt.; iErugo ftriata, aerugo 
nativa crj-ftailiiau], 

Deutfcfi. 



95 



/TS 



/ER 



96 



Ptittfch. Srraliliolitcs Kuprorc;rün ; Atlaserz; 
Kiipfcrblud e {uiUhr Ictzrr aber von 
cuj)rij;o zu un'erfchctden iß ). jSf/t 
F^ri;l>rr!r Spiimfeide. 
Holl. KopciToelh Hontf. nach Lina/. 

StraalijfKopergroen : Koperbloemen. 
Arlnserts. 
Da,!. net ftribcde elk-r ftraalede Kobbcr- 

p^rönt ; AtlascrLs. 
Siluccd. Kti (Tön höggrcin cryftalünirk Kop- 

pari^rön; fti-aliy; Atlasnialm. 
Engt. Mountain preeii formed of capillury 
filaments. like fittui; filky - •j.it-cn 
coppcr-ore. 
FrjKÄ. Mine de cui\ re frilt/c, foyeufe ou fa- 

tine'e; inine d'athis. 
I(al. Verde di montai^na vergato, criftal- 

lizato. 
Span. Verde -iTiontana criftalizado. 
Fori. Verdcmoiitaulia crjftalüzado. 
Das fiiienfche Kupfergriln diefcrArt il> am bekaiinterton. 
Siiul die Strahlen des Kiiprergrüiis lein und mit 
blolVen Augen kaum zu bemerken, To lieilst es Atlas- 
erz; find (ie aber diclit und fichtbar, Ib lieilst es Snm- 
nieterz; //o//. Fluweelerts ; Schufd. Sammetmalm; 
F.:isl- Green velvet-likc Copper-ore; Fi am. Ma- 
lachite chaiovante, ouveloute'e. 

j£S. Vid. Ciiprum. 

ÄSCHYNOMENE. {Botan.^ 

(Diefen griechirchen Numen haben einige ehedem den 
Sinnpflanzen beygelegt. ) 

Detitfch. Die unäclite Sinnpflanze, dieSchaam- 

pflanze. 
Bolh Die grandiflora und arborea führen in 
Houttniins nat. Hißt, den Namen 
Schaaiinboom ; die ilbrigen hingegen 
vrnnt er Schaamkruid. 
Engt. The baftard lenfitive plant. 
franz. &c. L'efchynome'ne. 
Die ä'g^'ptifche Schaampflanze oder Skorpionfenne foll, 
nich Alpin, in ^<;g ;/;;/«! den Kamen Sesban führen^ 
Bey diefer Gattung werden folgende exotifche Btiiennun- 
gen angeführt» Turia , Agaty ; Neli-tali, Gajati, 
Kaiabi ; Noti - Todda - Vnddi. — Lomeiio giebt 
zwey neue Arten an, a) heterophylla; Cocliiiuhina 
Cäy bnt müoi; und b) lagenaria; Cocliiiu!i!):aC»y 
dien dien. 

iESCVLVS. [Botan.] 

Der Name aesculus oder esculus fcheint von den Alten 
einer Art Kiclie beygelegt worden zu feyn. — 
Serviiis ad Irig. will das \Vort ab efii C. ej'ca her- 
leiten , weil die Alten die Frucht diefes Baums 
gegeffen haben ; darum wollen auch einige lieber 
«IcuUis als fffculiis fclireiben. Pliiiiiis XP'U 4. 
befchreibt den Baum ausfiihrlich, und rühmt den 
guten Gel(:hmack der Frucht; dalier pafst fchon 



der Name nuIit auf dcn'lieiiHgeii Rorskafianion» 
bäum, dell'en Frucht einen niKiiigeiiehmen (Ic- 
khuKick hat. Die rViniiilie Hiirgei kröne wurde 
ziierfl.von den /Zweigen der Kichc, hcrnidi von 
den Zweigen dir l'.-iculus geflochten; die lil;iitcr 
unilsieii all'o von einiger D.iiier feyn. Die Hnrte 
des Holzes ill aus einigen SehrittOtUen der Alten 
zu beweilisn, a-dcnüni axes l'itiin, ;esculea fror.s 
(n;id. Die ungemeine Hülie und Tiefe diel<;s 
Biiums wird von liigil bcrchrieben , esculus 
iiiiprimis, i]uaequantiitii veiiice ad auras »lliereas, 
tantuni radice in tartarateiutit. 

a) ^TIsculus hippocaftaiuim. 

[Caftaneaequina; caftaiiea folio multirido.] 
Deiitfcli. Die Rofskaftanie. diePferdekaftanie, 
Rülskefle, Pferdekette; der wilde 
bittere Kaftanienbaum ; die Vexier- 
kallaiiie (weil Hir fchSnes Anfelmi 
mid die Aelm'.iclikrit mit der ßijfen 
Kaßanie den Appetit reizt und zück- 

Holt. Paardenkarftengeboom. 

Uäu. Heftekattagne ; vildt Kaftagneft-se; 

det indianl'ke dyrkede Kaftagnetrae. 
Sehwed. Häftkaltagnier. 
Franz. Le marronier dlnde ; chataigne de 

cheval, * chataigne chevalline. 
Ital. L'ippocaftano ; calhigiiü d'liidiaj' 

caitagne cavallinc. 

l'enezia. Caftagnoni. 
Span. Esculo caftafia de aballo; caflano dff 

Indias. 
Port. Efculo, caftauheiro da India. 
Ruff. Könsküi Kaftan. (d.i. Pferdckaftanie). 
Poln. KoiiskiKafztan. (d. i. Pferdckallanie). 
Böhm. Diwoky Kafstan. (d. i. Wilde Ka- 

ftanie). 
Un^r. \'ad-Gefztenye. (rf. ;. Wilde Kaftanie)» 

Der l'aft durch ganz Europa angenommene Name einer 
Pfeidekaüaiiie l'oll daher rühien , weil man in der 
Tiirkey die Frucht zermalmt und fie den Pferden als 
ein herrliches Mittel wieder den Hiiflen und die Kolik 
eiiigiebt. — Gegen Mitte des löten Jahrhunderts 
winde dieler Baum zuerft ans den mitternäclitlichea 
Gegenden Afieiis nach Kuropa gebracht; 15SS kam 
der erlle nach Wien; 161 3 nach Paris; ift« nach 
England. Sein Nutzen ill vielfältig; er dient den 
Garten, befonders wenn er ifolirt lieht, zur Zierde; 
er wachl^ gefchwinde, bedarf keiner Wartung; und 
kommtfaftinjeder Gegend fort; ehedem war er felir 
behebt, jetzt aber ilt er ziemlich aus der Mode gekom- 
men; das Holz ill keinem Wnrmfrafl'e unterworfen 
nnd lafstfichvon den ßkidrchniizeni undFormlchuei- 
deni befler bearbeiten, als I.indenholz; die Frucht 
ift eine LicbUngslpcile der Hirlchc; (ie k;mii zur Füt- 
terung, belbnders des Federviehs, bereitet werden; 
man hat lie zu ICaffe empfohlen ; man verfertigt daraus 
eine Stile, welche die Haut glatt und fdiün macht, 
u. f. w. Die Rinde ill fieben'ertreibeiid &c. 

b~l ,E!cU- 



97 



iES 



b) yEfculus pavia. 

EoeiUaaie gab iliefom Baume den Namen Pa\ ia "zum 
KnAzv^iW iiZ% Feter Paauw , Prof. zu Leiden. Die 
Uebeieinkmift der Bi.'itter mit den Bliittern der 
RoTskartanie iil Urlarlie, warum er, gegen die 
f)l>cni3til'che Ordnung, diefer Gatüuig beygefjgt 
Vorden-iir. ^Saamoiiua Pilüiiis.] 

Deutfeh. DiePavie; dieRofskarranie mit fchar- 
lachfotlier Blütiie; die Carolin ilche 
Kaftanie. 

noll. &c. Pavia. 

Engl. The fcarlet flower'd horfe-chefiiut. 

Franz. Le marronier a fleurs rouges, 

§'apan, Totji noki. Thunb. 

Ä^stivales planta?. [ßotmi.l 

Sommerpflanzen. Diefen Kamen führt die zweyte 
Clafle in der Methode des /).■ Pas, der die Pllan- 
zen nach den vier Jahreszeiten geordnet hat. 

Mfliv alia folia. [Terra, bvt.} Sommerblütter. 
Das bupleurura difforme hat im Winter o:'er ge- 
gen Anfang de;- Frühjahrs zwey verfchiedene Ar- 
ten Blätter, und im Somn\er mir einerley Art : jene 
lieifl'en venialia , und diefe aeltivalia folja. 

,Sstivatio. [Term. bot.} 
Dentfch. Die Kronenlage. 
Holl. De Kroonlegging. 
Dan. Kroiilaget. 
Schwed. Kronlaget. 
Engl. The liabitüs of the coroUa before 

the explication. 
Franx. L'e'tat dans lequel lacoroUefeh'ouve 

avant de fe'panouir. 
Itat. Lo ftato nello quäle fi trova Ia co- 

rolla innanzi del aprimento, 
Span. Eftado en qua Ia corola fe halla cn.« 

ando comenza a botonar. 
Port. Petalea^ao da corolla, o eftado etn 
que eUa fe acha quando come^a a 
desabotoar. 
Zu£//;»7Zeiten bedeutete ^ßivatio ein Sommerlager der 
Truppen. Linne bediente fich diefes Wortes um 
die Lage der Blumenblätter in der Blüthenknofpe 
anzuzeigen. 
JEßii ati Soll auch der Einflufe |des Sommers in die 
Vegetation feyn. 

,ffi.tliereae plantae. 

So nennen einige die auf den Gipfeln der Berge wach- 
fenden Pflanzen. 
^thereum. (^Mii/eral.') Alles .Was durch die Wir- 
,. kung der Luft erzeuge vird. 

•Xtheteus «imbus. Das flockichte Gewebe in der 
Luft im Frühling zur Zeit der Blüthe. 

ffiTHUSA iBotan.-] 

. lieber die Schrtibart und Bedentiwg diefes griechi. 
fchen Wortes ilt man niclit eüiig. Kinige, 
belonders Hu Her, haben etluifa gelcimeben. 
Catholicori. jS'ati:rgef(hi(hte , Bd. L 



: a) iEthufa cynapium. 

[Cicuta minor petrolelino fimilis; Cicutaria apü foh'o 

Bank.; Cicutaria fatua. Label; Cynapium Kivi!i.'\ 

Deutjch. Der Gartenlchierling ; Die Glanz- 

petcrßlie, Gleifs, GleilTe, Gliße, 

abiißvc Gneifs; Hundspeterlllie, tolle 

Peterfilie, Katzenpeterleiii, Krötcn- 

peterlein , Peterfilienfchierling , klei- 

Schierling ; Huiidsdili; Tobekraut; 

Faiüe Greche; Guris. 
ffoll. Tuinfcheerling; HondsDeterfih'e. 
Dan. Den lille Skarntyde ; \1ld Perfille. 

Nonv. Hündeperlllle; Sönditi. Vild 

PeterlUie. 
Scitwed. Vild Perfilja. 

Vpland. Glis. 
Engt. l'he letTer hemlock or fool's parflej'. 
Franz. yEthufe a forme de perfil ; vitlgaire- 

ment petite cigue; cigue perfille'e, 

le periil des fous. 

En patois. Pierraffet autfin. Vicaf. 
Itat. Cicuta minore. 
Span. Cicuta menor; opio de perro; pe« 

rejil baftardo. 
Port. Cicuta menor ; perrexil de cao. 
Ungr. Adäzn Biircik (d. i. ^ViIder Sch'er- 
iing) KutyaPetrefelyem. (i. /. Hunds- 
peterülie). 
Lett. Sunnu Itohbri, oder fteebri (d. i. 
Hunderohr). 

Die Eigenfchaften diefer Giftpfl.inze find etwas geringer 
als die des Schierlings, und beyde werden von eini- 
gen , im allgemeinen, Ä".';i^jit;f/;//;//> genannt ; fie 
wäciilt häufig in denKücheu-üärten , daher der Na- 
me Garteiifckiei liiig; ihre Blättergleichen fehr de« 
Blättern der Peterfilie, daher die Namen PeterCi. 
iieufchierling &c. ; inzwifchen wird fie am ficherften 
durch den Glanz der Blätter auf der unteren Seite 
von der rechten Peterfilie uiiterfchiedeii , und von 
diefem Glänze hat fie den Namen Gleifs und Glanz- 
jieterjilie ; ihr Genufs bringt Wahnfinn und Toü- 
lieit, daher die Namen tolle Pelerßlie, üarrer.peCii- 
ßlie. 

b) iEthiifa montana. Encyä. t 

[yEthufa bunius Lin.'\ 

Dentfch. Der Korianderfchierling; Die Berg- 
peterlilie. 
Engl. The corriander-Ieav'd fools parfley. 
Franz. L' ./Ethufe de montagne. 

c) iEthufa meum. 

[Weum foliis anethi, Bauh. &c.; Radix urfi- 
na , x'Vnethum f. foeniculum urfinum ; me- 
um athamanücum. Oßcir..; Athamanta 
meum.] 

G Dev.tfch, 



n 



JET 



ÄFF 



loo 



ß'eutfch. narwiiiv . nürenrcncliel , iBai-endill ; 
Hausiiiark. 

Ho'l. Boerwortfl , \':irkcns-vcnkcl , Wil- 
de X'fiikcl. 

Dar.. Biöniediki. 

Sd'.wcd. Rjöriidill. 

Eng!.. Tlie cooimoa (pignci or bawd-mo- 
ney. 
Gal.c. MiiilcioniK 

Fi'anz^ /Efluife h tVuilles capillaires; Lemc- 
imi d'Atiiamante. 

Itr,^ ]\]eii. ineo; iiiiüccliietca^ 

Span. l\loii.. 

Fort. Wfon. 

Ruß'. RledwjtTcheik^ren.. 

Poin. Olesnik; Kopr dzikl ziele^ 

Böhm. Kopriijk.. 

Uiiirr.. IVledve-gyöker.. (rf. /: Banvurzcl.) 
Die Biirwiirzel wird' in allen eiiropiiirclieii Apotliekei» 
iiif.i oder »ito genannt; weil man (je für das iiieo» 
Diofioiiiis von jelier gehalten hat.. Die filitter glei- 
chen den Dillbliittern,. daliei' der N^'.me IVirendill. 
Die Wurzel hat einen aromatilchen (iermli , ejncn 
etwas (charfen, pikanten Gelihniack, und wird von 
Aew Iloililandern buf^eriggegelVeii.- IJiirwnrzel hellt 
fie we^en ihrer rauhen \Viir/.ei , oder vielmehr wr- 
gcn der ausgetrockneten üliitter, welche,, im Win- 
ter , den Fiifs des Stamms,, al.s mit Haarzoten,. 
bcl'etzen. Die Wurzel lull ehedem von einem Berge 
in Grieclienland , Namens Athanianta„ iiacli. Eu- 
ropa, verfcliickt wordaiL leyn.. 

S:.titcs:. 

[/Etites lapide incl'ufo mobili ;• lapi's aquileuff 
riaquilintis; lapis praegnaiis.J 

Dmtfck.. Adlenftein ,, Klappet-ftein.. 

HolL. Adelaarfteen... Afendfteen, Klapper- 
fteen, StendraagendeKernfleen. {^Dea 
liniieifckcfi gcnerifchen Namm hat 
HoHttiii/n- du4?ch KemÜeen. überfetzt),. 

Z>än. örneileen. 

Schwcd. örneften , Skalierten.. 

Engl. Tlie eagle-ftone. 

Galic. Claeh - iokirach.. 
ireljl. Ergrai. 

Franz. Etite, pieri-e d'aigle.. 

Ital. Etite, J)ietra aqiiilina;. 

Span.. Etites, piedra del aguilai. 

Fort.. Etites, nedra d.'aguia.. 

Ruf.. . Orlii karcen.. 

Po'iH. Orli kamien. 

B'öh'<n. Oi'licj kamen.. 

'üngt: Säs kö.. 

Fer eigentliche ib genannte Adlerfteiii ift ein bald' run- 
der, bald ovaler, zuweilen gedruckter, inwendig 
■hohler Stein, in welchem (ich ein anderes Stein- 
■cheu (Caliimus) befindet,, das loÄül uodklapper(, 



wrnn der Stein geriluitielt wird. Den fehr alten 
N.imen Adlerltein hat er daher erhallen , weil man 
geglaubt hat, dals der Adler ihn in l'ein Neil lege, 
um da.s AiLsbriiteu derKver zn befördern. Kbcn Ib 
pflegte ilm ehedcni da.s Vrauenzimmer bey lieh zu 
tragen, um die isiederlv(mlt zu hclördern undeinrn 
Aborlum zu verhüten; anderer abergläubilchen (ie- 
bi'äuclM; zu gefcliwcigcii. — Einige halten die Adler- 
lieingfilr pelrilicirteiriichte, andre fiirblofl'f Stein- 
fpieie.. iSarli. ihrer inneren J?cfcha(Tenheit führen 
die Aillerlleiue,ianAllgemeiijien genommen, folgende 
N.imen., 

.jfif,'f/«v fotfH/i/a f. fpüritis. Ein fiiUer Adl< r- 
ftein. f^in Adlerllein deffen Kern anhäugt o^er un- 
beweglich ift, 'und alib nichtklappert; f/tuu.'ctuc 
femelle„ • • . 

JElttes hei r,ut p hl oditti s. Kill /^vitterätit; ein 
Adlerftein der etwas Ai.h.'ingonde.s und zuglcitli et- 
was Loli;s in leincr Höhle- hat; Fiam. eiitc her- 
mtiphroditCi 

Etiles in Ullis. Eiii leerer oder kernlofer Adler- 
ftein; /■/rt/vr. e'lite viiide. 

jEliiits uias. Der eigentliche, oben bcl'chriebene 
Adler- oder KlappcrÜein.. 

.Etiles III II i I ijJ l e X. Ein mit mehreren Kammern 
oder inneren Hölihmgen verlelieiier Adlerftein; 
/; liHZ. etite » pUiheHrs chambres. 

Die übrigen Arten he\\ieaie»orckis , äiarchis,^ triorcliis; 
geodes ; euhijdroi Oi\er hijäi (itiin ; Man fehe diele- 
Wörter., ier-iier fehe man- liacuiachales; Ferner 
calliiiim.. 

Äffi^ens fefe vermis. 

Dcutjcli. EinWnrm, der lieh an einen andern' 

Körper anhangf, oder anheftet.'. 
Holl. Een zig aanhachtende'Worm. ,. 
Ddn.. Fallh'dfrande.. 
Sckwedi Kroppen af en iVlafk, faftande, fig 

med Roten, eller med Trcfvarne. 
EugL Tlie body ofaworm, iafrLN.ing itlelf 

to Tome other fubitance. 
Franz.. Le corps d'un ver fi.xe ou par fabafe 

oiT par fe.s tatoirs.. 
Ifa!'. Verme iiflb ad lui altro corpo. 
Span. Verme fixo o pegado a un otro 

cuerpo. 
Fort.. Yenne qua fe pega. a hum oiitro 

corpo. 

2. B. Die Aftinia mit der BafLs iiires Körpers ; Die 
Leriiäa mit ihren f iihleru.. 

Äffluxus. 

Verfchiedenc FofHlien. füllen fich durch ein alimiildl- 
ge.sAnftrötiien gewifl'er l'artikcln formirei; ; i-ra/ii. 
AffluXj, /yflueiice., ßeniaiU.. 

Afora., 

So helft in des Camelli Methode eine Clailfe, welche 
aus folchen HRmizen beliebt, deren Samenge- 
häitfe keiue Klappen (fores f. vaWul.) haben. 



lOI 



AGA 



A g <T 1 1 C h i t e S. [LitkoL] Lithoxylon aloes, 
Dnitfch. Verfteinertcs Aloeholz. 
Ho!/. Verffeend Alodhout. 
Dan. Forllciied Aloeholt, 
Sc'iurä. Stenwaririhuk Aloeträ. 
Kn^yl. Petriiied aloe-wood. 
Frivtz. Agallochite, bois d'aloes petrifie'. 
Ital. Legno d'aloe peti-iticato. 
Span. Madera pedrificada del aloe. 
Port. Madeira pedrificada do aloes. 

Agallochum. Vid. Excoecaria agalloclia. 

Agarix^ites. Fid. Madrepora agaridtes. 

Agaricus. 

Dciitfch, Scnwammerde ; /-7rf. Lithomarga; 
tophacea terra. 

AGARICVS. \_Bohm.} 

Dcntfcli. Der Blätterfchwamm. 
Moll. Kampernüelje of üuivelsbrood; ge- 
woone Paddelioelen ; Paddenhoed- 
ken, Paddenbrood; Duivt-lskaas. 
Dan. BladlVamp; Skurvehat, Paddehac. 
Scktved. Bladfvamp. 

JEiig/. Theagaric ormudiroom; toad-ftool. 
F^ß alU' Bläita-',chu'umme heißen in 
SchotiLv.id Paddück-ilüols. 
Franz. L'agarlc 
Ital. Agarico. 
^pan, Agarico. 
Fort. Agarico. 

. ^'apan. Fallacki, Kiftaki, Kuragi. Maflraki, 
Naba. Sltaki, Tau, lam, Take. 
Tkuub. 
Der Name n^aricus wurde eliemals ei:i'in auf demLar- 
clieiibauin waclifeiiden officiuelieii Scl:wainm (tuugus 
laricU) gegeben. Nacli Ptolom •.,5; i:i.d Diofcorides 
foU ein Iblclier Schwamm bel'oiidc-:T iüwg//«, einer 
Gegend oder Stadt, oder einem FlüUe in Sarmaticu 
einlieimilcli gewei'en l'ejn, und tuiier den Namen 
agaricus eihitieen haben. In ner.^rn Zeiten hat man 
dielen Namec einer tignen Scliwammgattang gege- 
ben, deren vorziiglichltes Kennzeichen e.s iJl, dals 
fich auf der unteren Seite ihres Huts Bl;;tter(lamellae) 
befinden, die wie Strahlen aus dem Mittelpuntte des 
Hutes auslaufen; daher die Jienerjiuiig ßialter- 
jchuMtiim, 
Ehemals gab man diefer Scliwammgattung den Namen 
FtDigus , welchen auch Haller anfifngUch beybeliielt, 
hernach aber an deflen Stelle die Ibnftden gefingerten 
Schwiiuuneu zukommende Benennung amoiiiia, 
wählte. 
IndenieuenEncyclopadie findet man die Blatterfchwäm- 
me unter i>gn/ic, amanite, iiiaiiteielle und »leitde 
vertheift. 
DicEintheilung der Blafrerfchwämme ift bey vielen Auto- 
ren verühieden. Liiine tlieilt fie in iixunkige oder 



AGA loa 

gcftielte(ftipitati"), inid iii ftrunklofe odernngedielle 
(acaules) ab. Die Namen der übrigen Abiheilungen 
verlchiedener Autoren wird man hcfonders im Index 
angeführt (inden. 

Da ein Theil der Blatterfchw.i'mmc cfsbar, ein ander-er 
aber giftig- oder tudtend iil, fb mufs man fehr bckutram 
zu Werke gehen , wenn man von verfcliiedenen 
Schwämmen gleichbedeuiende Namen in andern 
Sprachen lammlen will. 5o viel icli auch diefer Na- 
men tlieils aus Schriften, theils aus mündlichen Er- 
z.'ililungen, belbnders von üellreichern, gelammelt 
fiabe, Ib will icli doch hier nur folche anführen, auf 
deren Aechtheit man fich verlalTen kann. Uehrigens 
wird man eine grölfere Anzahl von Schwämmen, 
welche fich nicht anders, als durch Schriftlfelleii, 
anführen laflen, im Index antreffen, woieibft ich aucU 
viele Citata berichtigen werde. 

Den allgemeinen Namen der Schwämme, ihreEtymolo. 
^ie&c. nebft den Namen, welche mehr als f/;wGat- 
tungzukonnnen, wird miin unter dem Artikel Ä«?»* 
angeführt finden. 

a) Agaricus alliaccus. Un. 

Deutfeh. Der KnobLnucIifchwamm. 
Engl. The garlick - fcented agaric. Ylor, 
Cantaf'r. Snpp!. II, 24. 

b) Agaricus alneus. L'm. 

Deittfeh. DerErlenrchwamm, Ellernfchw^mm. 

Holt. Elzenzwam, 

Därt. Ellefvamp. 

Sekweä. Alfvamp- 

E117I. The alder- agaric 

Franz. L'agaric de l'auiie. 

ItaL Agarico del onta'no, 

Stpan. Agarico de alifo. 

Fort. Agarico do a'lamo. 

Er wird, wie die übrigen Baumfchwämme, in mehrere» 
Sprachen, Ichlechtweg Sclucnmm genannt. 

c) Agaricus androfaceiis. 

Deutfeh. Der Mannsfchild. 
Hotl. ZeenaveligeKampernoelje. 
Engl. The black-ftalked agaric 
Franz. L'agaric androface. 
Ital. Fungo gcntile. Mich. 
Span. Agarico como aadroface. 
{Joelünch. Nam rom. Lour, 

Der Hut diefes Schwamms gleicht felir den Blättern der 
Androface oder des Mannsfchildes, welche Pflanze 
Hol!. Zeenavelkruid genannt wird, ür hat eineu 
fcliwarzeii Strunk. 

d) Agaricus arecarins. 

Cocimch. Nam cau. Lour. 
Er wächft am Stamme der Arekapabne. 

e) Agaricus aurantiacus. 
Deutfeh. Der Pommeranzenfchwanun, 

G a jDäw. 



103 



AGA 



AGA 



104 



D'iit. Pomerantsfvamp. 

Enf^l. Tlie orange- colourcd agaric. 

Der Hut liicfcs Scliwaninis li:it aiil Aer Oberfl.iclie eine 
l'ünitranzciilarbe. Kr liat ttw.is Aeliiilichkeit mit 
dciiiCIiamiiignoii, ill aber nitlitclsbar. 

i) Agaricus betulimis. 

Deiitfch. DerBirkenfchwamm, Birkling. 

Holl, Berkonzwam. 

Dan. Birkefvamp. 

Schwcd. Biörkdcka, Fnörkfvamp. ökon.DiH, 

£«^/. Tlie birch - aii;aric. 

Franz. L'agaric cotonneux. Born. 

Itcil. Agarico della bctuUa. 

Span. Agarico de abedul. 

Port. Agarico de betula. 

Ungr. Nyi'r-fai gotnba. 

Er w.'ulifl i;ii Winter iiiui Frlilijahr vornämlicli auf alten 
Birkciirtöcken, und wwA, wie andre Baunirdiwamnie, 
in mehreren Sprachen, fchleclitweg Siltunntiit ge- 
nannt. Ein guter Zunder wird daraus bereitet. 

g) Agaricus caefareiis. 

[Elvela Ciceronis. Batavra; Agaricus aii- 
rantiacue. BuilL; Amanita aurantiaca. 
Lanmrck. ] 
Deutfeh. Der goldfarbige Blatt-errcliwamm ; 
der Kaiferling; Oberßejien Der Her- 
renpilz. 
Holl. Goiidc-rvcrwige Kampernoelje. 
ITcin. Den guldfarvede Bladfvamp. 
Schwed. Den guidfärgade Bladfvamp. 
Engl. The golden agaric. 
Franz. L'amanite orangt'e. Lamarck. 
L'oronge vraie. Biiillnrd. 
Le'jaferan. C.Banh. {^'aferan iß ekt 
alles IVort für jaqiie de maille, ein 
Panzerhemd)', le laferas jaune. 
Langiied'oc Roumane'l, Dorghe, 
linf. Uovolo ordinario. Mich. 
Span. Agarico cefareo. 
Port. Agarico cefareo. 
An Farbe. Geruch und Gcllhmack ift der Kaiferlmg der 
edelfte Schwamm. Kr war Ichon in den Küchen dtr 
alten R.;mer bekannt. L'nwifTende können ihn mit 
dem rotMenFliegenlchwamme vertaufchen, wenn /ich 
von letzterem die weüTe Decke des Hutes ablbndeit. 

h) Agaricus campanulatus. 

Deiitfch. DerGlockenfchwamm (Sein Hitf hat 

die Gefielt einer Glocke). 
Half. Klokvormige Kampernoelje, 
Dan. Klokkefvamp^n. 
Sckwed. Klockfvampen, 
Engl. The bell -agaric. 
FrRvu. L'agaric en doch?. 



■Ttal. Agarico campaniforme. 
Span. Agarico en foi-ina de campana. 
Port. Agarico cm forma de lino. 
Cochinch. Kam chuo'ng. Loiirciro. 

i) Agaricus -campcftris. 

[Agaricus pellitus. T?«//!// ; Agaricus cdulis. 
Biilliard; Amamtn cdiiVis. Lama ick. '\ 
Laiin. barb. Canipinio, cucumago. 
Deutfeh. Der efsbare Blatterfchwan^m oder 
Champignon. 

Ui'flrcich nnd Stetjenn. Die Kiicken- 
niucken ( Nach dem /f'^endi/chen) ; 
Steyermark, vake an Ungarn Anger- 
ling (weil er anf Angern, oderbegra- ■ 
feten Oertcrn ivächfl ) ; Bayern Ae- 
gerlling (von Aehgarten; d. i. ein 
vcrlaßhier Acker ) abußve Acgerl in g ; 
Sleßcn Brachbulz; Oetf lagen Eget- 
ling; Meißhi Leedling (Ton Leede 
d. i. verlajj'enes Land); Schwaben 
Weidling {von der IVeide); An eini- 
gen Orten Wiefenpfifferling ; Böh- 
men Wicfenfchwamm; Der Berren- 
fchwamm (fo keifst auch der Hei-bß- 
ling&e.) Nordlingen Haidfchwamm; 
An einigen Orten Drüfcliürrg (von 
■Driifclie, d. i. ein verlaßhier Acker)'; 
Soh/? keifst er noch Erdgürtel, I'2he- 
giirtel; Fcldfchwamm; Brachmann- 
chen. 
Holl. Gewooue Kampcnioelie (^dies-WorC 
iß ans dem franz. Champignon eut- 
■ fanden], (jewoone Champignon. 
Brabant Weyer of Wej-kanipernoelje 
(we/lße von felhß diif trocknen Gras- 
feldern fortkommen.) 
Dan. Skampion; Jordfvamp; misbräufh- 

lick Paddehat, Skurvhat. 
Scliwed. Champignon. 

Engl. The commion mnffiroom or Cham- 
pignon; abii/lue the toadfi:ool (Die 
U'eijfen M'tirzelfafern defelben werden 
von den Gärtnern Spawn genannt; 
eine ans dicfeu Sclnvämmen mit Salx 
und Ganlrz angemachte Sauce nen- 
nen die Köche Catchup). 
Franz. L'amanite ou l'agariccomeftible. in- 
niarck; L'agaric ou Ic Champignon 
ä manger. Boui. — vntgaireuient le 
Champignon des couches (weil er 
jederzeit auf Beeten von Fferdemiß 
gezogen wird); Alt concumele ; Lan- 
gnedoc Campagnüule, Vinous. 

Hat. 



105 AGA 

■Jta!. n pratajnolo. Michcli; 1 prndclli. 

J'i'-nczia Brife. 
Spciii, Afjarico campeflre; feta, xeta, jeta. 

Bafc. Pcrrecliicua, Onto. 
Port. Agarico dos campos ; cogumelo oii 

tortiilho de comer. 
Riijf. Griby. Falk, ( Die/er Name kommt 
auch, hrfonders in den verwandten 
Sprachen, den Bilzen zti). 
Pohl. Ptezar. 
IFcnd. Kuk-mack. 
Uitgr. Tfeperke gomba, F!. Pof. 
Lett. Breedenes. 
J)er Genich und Gefchin:irk diefes Scliwamms ift allge- 
nehm; er wird in den Garten gezogen ; man brauche 
ihn vorzüglich ZI» Ragouts; er ift miilTig zu genieiVen, 
behutlam zu fammehi und zuzubereiten, lo wie die 
übrigen Schwämme. Denn aiR'h diejenigen Schwäm- 
me, welclie man filrefsbar ansgiebt, künaen, unter 
gewiflen Uniftandeii, gefährlich Averdeii. — Dem 
wahren Champignon find iihnUch a) agaiitiis ar- 
venfii Schaeffeti oder die amanita ediilii vai . b. des 
Lanmrck ; inid b) agaihus jii aleiifu Scliafferi b'c. 
oder agdiieiis paufiei atus Batfchii. Beyde dürfen 
nicht gegell'en werden. 

k) Agavicus cantharellus, f. chantarelliis, 

[Merulitis chantarellus. Scopoti; Cantharel- 
lus flavefcens. Lamarck.j 

Deutfeh. Der eyergelbe Blätterfchwamm, E3'- 
erfchwamm , gelber Clianipigfion ; 
Chantarelle ; Ptlfler, Pfifferling ; — 
Der gelbe Pfefferling. Älapp. 
0.i?ra?/f//. Rr)hling.Rehling(«tTrA dem 
Lateinifchen crudeola) Rübling ; Wien 
Rödling; 7?r^?);i'/;//ri)- Rödling, Reh- 
gäfs. Reh geifs, Reifs ; Oberfachf.^V\\ch' 
fch\\-amm ( iveil man ihn an einignt 
Orten mit Milch kocht) , Ziegenbart ; 
Meißen Die Gediehen ; Preiip'en Gee- 
lörclien. Fl. ptii[l'. ; Sleßen Gallufchel, 
Gänfel; Troppau und ^'ägerndotf 
Hünling. Hiinlich ; Grofsgiogau itnd 
Frankenßcin Kochm'andel. 

Eou, Zeemleere Kampernoelje (d. i. Sli- 
ntifchlederfchwamm , weil das U'ejhi 
diefes Schtc'amms mit jenem Leder zu 
vergleichen iß); Chanterelle, geele 
Champignon; Haazenoor(/b nennen 
ihn einige, weil der Hut etwas fchief 
auf dem ?>trunke ßeht , und zuweilen 
uie umgedreht iß): Zaflranka'mper- 
roelje ( befonders wenn er eine gold- 
gelbe Farbe hat). (Ein gewiffer Lieb- 
haher nannte ihn het Merg der Aarde 
nnd bemelfcli Manna, und aß ihn roh, 
WO er ihn fand. 'Sterbeck.) 



AGA 



TOÖ 



Dan, Deagimle Champignon elier Chat> 

tarelle. 
Sichwed. Chantarelle. 

Engl. Tlie yeltow agaric or chantarelle. 
Scho'ttl. Paddock-ftool. 
Devonfliire Picklevltool. 
Franz. Chanterelle jaun.ltre. Lamarck; l'a» 
garic chanterelle. Buillard; chante. 
relle, gerille, und an einigen Orten 
foll er heißen Brigoule. 
Ital. "Gallinaceio; Napoli Galluccio. 
Span, Agarico cantarillo. 
Port. Agarico cantarilo. 
Kvain. iLefitflie. Scopnli. 
Lctt. Gailenes. Fifcher. 
Der ganze Schwamm ill dottergelb und fchmeckt anfäng- 
lich etwas nach Pleffer ; daher verlchiedenc Benen- 
nungen. Er foU der unfchädliclifte Scliwamin feyn ; 
man kann ihn roh eiien, und, nacli ßnillards Verfi- 
cherung. Coli es ganze Diltricte gehen, wo die Ein- 
wohner fieh blols von dielen Schwämmen nähren. 
Jedoch ilt es rathtam , wenigftens in der Zuberei- 
tung, nicht ganz unvorlichtig zu l'eyn. 

1) Agaricus chiamomens. Lin. 

Deutfeh. Der Zimmetfchwamm; der Näglein- 

fchNvamm. 
Holl. Kaneelkleurige Kampernoelje. 
Engl. The cinamom or brown agaric. 
S;;(?)/. Agarico de color de canela. 
Ruf Wolfchanka. Ffcher. 
Die zimmetfarbne Rinde unterfcheidet ihn von andern 
Schwämmen ; lein Geruch ift gewürzhalt. 

m) Agaricus clavas. 

- Deutfeh. Der Nagelfchwamm. 

HolL Spykernagel Kampernoelje. 

Dan. Spigerfvamp. 

Schwed. Spikfvamp. 

Engt. The plnheaded or dwarf agaric. 

Franz. Am.anite h forme de clou. Lamarck} 
L'agaric clou. Boui. 

Ital. Agarico chiodo. 

Span. Agarico clavo. 

Port. Agarico a-avo. 
Diefer Scliwamm ift Tehr klein; feinHnt gleicht Jen Na» 
geln, womit raaji die Tapeten anfchlägt; eine Varie- 
tät nennt Buillard agai u pilniifoime. Beyde befin« 
den fich auf abgel'allenen Blättern, auf Bawnltütkea 
nnd unter dem iNIooic. 

n) Agavicns clj-peatus. 

Deiitfch. Der Schildfchwamnj, 
Holt. Sehildige Kaniporuoelje', 
Engt. The ihield agaric. 
Yrmz. L'agaric bouclier. Born. 
Span. Agarico abroq.uelado, 

6) Asa- 



107 



AGA 



AGA 



108 



,o) Agnriciis Cochlea vi formis. 

DcutfclL Der Löfl'eirchwamm. 
Jtal, Gallinaccio bianco. Mick. 

])) Agiiricus crinitus. 

Dcutfih. Dcfbcliaartc 151:\tt-<'rfi-b\vami-n. 

Holl. Gc'iiaaii-de Kampoi-noclje. 

Span. Agarico giicdejudo. 
Rolaiulerliatilm in Südamerika ciiuieckt. Sein Hut (lellt 
einen Tricliter vor, deffen H.iiile anf\i-ärts gelu ; iii- 
uendig ift der Trichter jnit vielen langen Haaren 
lieletzt.. 

.q)'Agavicus cyanoxantlms. Schaeff. 

Dciitfch. Der blaue Täubling. 
Der blaue Täubling i(t ziun Tlieil clsbar, r.am Tlieil frliäd- 
Jicli, Ks Riebt nanilicli a) einen blfliien Täubling 
mit weill'cni oder gelbem Cnnid ain HiUe und nnt 
l)eft;indig weiften Lainellen ; dieler ift clsbar und 
heilst lirr gii/e b/aiiD J'atiblh:!; ; b) einen blauen 
T:iublii'g mit weill'em oder gelbem Grund am Hute 
«nd nüt bcrtiindis gelben Lamellen ; die Vv'aldleute 
nennen ibn vorzllgbch den fhUtiiHhiiiis oöer Jiuih- 
twiblitig. Von dielen und einige unlcTiä'dlicb, und 
initerrdieuien fi< h durch ihren liilieren Geilhniack, 
angenehmeren Geruch, durch ihre ficircren Bliiiter ; 
man nennt fie alsdann iiiläe gute Jhi(lttrii:blnige. 
Mangeln iliiien aber diele Eigenlchaften, Ib lieiHeii Ile 
giji'ge ilime ßiecliiauO/iiige.. 

t) Agaricus deliciofus, 

[Amaulta fulvus, lafte croceo. Hatler; 
Amanita faiiguinea. Lawarck.'\ 

Deutfeh. Der delikate oder leckere Blätter- 
fchwamm ; der efsbare Reizker. 
Sachfen und Slffien die Reiske ; K'6. 
liigsherg &c. Ritzke. Rietfche ; ^a 
einigen Orten Reitziker; Lievland 
Salatriezchen ; ireimar, Thüringen 
&c. Reische; Niederfachfen Röten; 
If^ien, Gotha, If'Vimar, Preußen &c. 
der Rodung; An der Donau- derRafs- 
ling {von'rÄs, d.i. Herbe); ZiiEger 
in Böhmen Reiffigel, Egerla ; Zn 
Raab derReibling ; j4n einigen Orten 
Die Rippen ; Zu Gijßngen &c. Der 
Tanneling (' weil er auch in Tanncn- 
iv'dldern w'dchß); An mehreren Oj- 
^mDer Tännling; Ob der Ens För- 
ling. Förcbling {weil er am liebßen 
in Pöhrenwäldern ivächß ) ; Bayern 
Hirfcliling frf. /. Herbftling. denn der 
Herbf: heifit in Bayern Hirfcht); Um 
If^ien Der tilutling (wegen feines ro- 
then Saftes); Ob der F.ns &c. Der 
Bri(tling \,von brüten, alfo «/V/z/ Brat- 
ling), Brietling, Brüttäubling ; OeJU 



reich, Regensburg, Böhmen, Äldhren 

DerHcrrciilchwamm (/o hcijfen tiich- 
' rere efsbare Schwamwarten ) ; An 

einigen Orten Der Milclifchwanim 

(vexnmthlich wenn man ihn mit Milch 

antnarht ). 
f}oll. Lekkcre Kampcrnoelje ; Reitfcber. 
JJän. Den k-kkere I51adf\amp ellerRi("ka. 
Sctiwed. Y)(i\\ läckcre ßJadlNamp eller RilT^a. 
Engl. Tiie orange agaric. Fl. cantabr. 
Franz. L'amaiiitc fanguine. Lamarck. 

L'agaric delicicux. 
ItuU Agarico deliziülb; uovolo; (fungo 

lapacendro ). ; 

Span. Agarico deliciofo^ 
i-'ort. Agarico deliciofo- • 
Riff. Rjfelijk, Rojfchik. 
Pohl. Ry/Ak. 
Böhm. Rizek. 
Ungr. Rizik. 

Crain, Pctfchcnitze. ScopoU. 
Finnl. Ihniifenüene. 
Lett. Seiines. Fifcher. 
Ehftn. Sened. Ffcher. 
Snief. Hiam chuen. Lourciro. 
Cockinch. Kam üee. Loureiro. 

JDiefer Schwamm Coli fchon denRom-ern, unter dem Na- 
jncn ßoUliii, bekannt gtwelen leyn. Den Naiueu 
Riijiiker iye. foll er wegen leines reitzenden Ge- 
ichnuicks erhalten baben ; wahrlcheiiilicher aber 
■wegen des rothen Salts, den er, wenn er gereitzt 
oder durclUchnitten wird, von (ich giebt; denn im 
Ruffilchen licilst ri/fckii r'j'thlich, und rijfihiiih all'o 
Ib viel, als Köthling. Der «nglilthe Käme tlie 
orange a^'fl*« ift wohl ausdem Franzt'Kilchen nronge 
«ntftanden, wofür einige den Rei^jker gehalten haben ; 
allein eriftes nicht, (^conf. li/. g.). — Die Reizker 
fnidelsbar, fchniackhaft, und kü'nnen verCandt w-er- 
den, indem m»niie in Ruislajul einlalzr, und in Genua 
mit Baunu'Jl einmacht. Man kann aber beym Kin- 
(amnden und Präpaiiren dieler Schwanune , Ib wie 
beym Aulllellen der Synonymen, nicht mistrauilcli 
genug leyn, indem man fie lehr leicht nüt ähnlichen 
giftigen Schwammen verwechleln kami ; am ahnliclw 
ften ift ihm der Birkenreizker oder agaricus tormiuo- 
fus. iiä. 

f) Agaricus emetlcus, 

[Agaricus purpureus Schaeffer; Agarictis 

fanguineus. Batfeh, Biäiiard; Amanita 

rubra. Lamarck.'] 

Deutfeh. Der giftige Blätterfchwarnm ; der 

rotbc, unersbare, wilde Taubling; 

Bey den Schn'anmihändlern der rothe, 

wilde oder Sautäubling ; Regens- 

biirg Häutiger Täubling ; Ob der Eni 

Speyfäubling: — abnfwe Speyteu 

fei, Brechteulei. 

Franzi 



10() 



AGA 



AGA 



Franz^ L'amanite rouj^e. Lamaick; ragaric 

fanguin. BitUiard ; l'agaric des bois. 

SemGemifs venirfachf viele gefährliche Uebei im meiilrli- 

ßchen Körper,. beCoiiders aber ein beltigei Bre- 

eben, woher er auch den Xamen erhaltsn hat. 

. Der agaricus. integer i!l eine \'arietät von diel'em 

• S(h«an)ine. Vuilig zureichende Unterlc!ieidnngs- 

zeiv hen laflen ficli nicht angeben , aiWfer dali der 

Brecbfchwamm , zumal im Alter, einen üblen Ge-' 

rucii von fleh giebt.. 

ty Agnricns cqueftris. 
.- Veittfeh. Der Sternfdiwam-m ; urieigentlicIiDer 

Kitterfcbwamm. 
ffoü. Ridderlyke Kampernoelje. 
pän. BlilTef\'arnpeti.. 
Sclmed, Stiernfsampen.. 
Engl. The ftany agario. 
Span. Agarico de caballc 
Cochiiwk.'N-dm cüt ngua. Lonr:. 

Die am Rande dicfes Schwammes befiiidlicHe dunkle 
Farbe breitet fich ftrahlenweile gegen die Mitte ans,, 
und bildet auf Iblche Art einen Stern, der mit der 
Bl:i('se eines Pferdes Aehnlichkeit hat, nnd zu denv 
Beynamen ei/ugßris Anlals gegeben, haben Ibll- 

Hj Agaricus^ efciüentus- 

, Dielen Namen hat man einer in Kiirntlien vorziiglicK' 
einhciuiililien nnd beliannten Schwammart gege- 
ben , woielbft. fie vom- gemeinen Manne i^.ageäl- 
fchicamm genannt -ttird ; Oejheich Nagelfwamm. 
Vielleicht gehört aucli hieherder isl.'indilcheyf/s/iiy;— 
per, voraus die Isländer eine Speile bereiten,, 
welche fie Stepfekal nejuien.. 

\} Agaricus- extmä:oriusu 

Deutfeh. Der Kegelfchwamm, 
Holt. Domperige Kampernoelje;. 
Franz.. L'agaric e'tpigiioir. 
Engl.. The conic agaric- 
Span.. Agarico apagador. 
R:i[f, Skrypiza. Fifctier.. 

Der Hnt diefes "Scbwamms hat Aeünlichkeit mit' ei- 
nem Lichthiitchen oder Dämpfer; daher der Name.. 

-w) Agaricus fimetarins.. 

[Agaricus fterquiiinus yT?/f/if//; Ftingurcoma- 
' tas Sterbt ek; Amanita clavata XfJWflccs.] 

Deutfdi. Der Miftfcliwamm ; — der Kröten- 
fchwamm, Paddenftuhl Gleditfch. 

Holt.. ]\lefthoopige Kampernoelje,. 
Paddeftoel! De Goiier. 
Roode Fungi, Pmikfungi, Bezem- 
fungi Sterbeek. Sie .liei[/tn auch Wa- 
terzwammen , weil ße feuchte Gegen- 
den [ehr lieben. 

Dan.. Möddingfvamp ; Paddehat. 



HO 



Schwed. Byngfvampen. 

EhijI. The egg agaric. 

Franz. L'amanite en ms^^ae Lamarck ; Aga- 
ric maffe Bitillard ; L'agaric des fu"^ 
miers.j5om. 

Ital. Pil'ciacane. Mich. 

Span. Agarico de mnladares. 

Fort. Agarico de elterqueiras. 

UnfTr.. Gaiicjon. 

Coclmich. Nam cüt tlau, Lour.. 
Er wächft belonderswo Kilhe gemiftet haben un(f an ge- 
dangten Orten den ganzen Sommer hindurcli ; er 
ifl giltig. Kr hat mehrere autlallende Unterf'chei- 
dung.<;zeichen; daher lind die Sainlungen der Sy- 
nonyme etwas verworren, 

x) Agaricus fragilis. 

[Amanita fragilis. Lawarck.'] 

D'entfch.. Der zerbrechliche Brätterfchwamin. 
Holl. Broofche Kampernoelje. 
Engl. The brittle agaric.. 
franz.. L'amanite fragile. Lajir. 
Span.- Agarico fragil. 

Der Hut dlefes Schwammes hat eine Farbe wie fpaiii- 
fcher Schnupftoback, 

y) Agaricus georgii'.. 

[Fimgi divi Georgii, /. Bauh. 

Deiilfck. Derjürgenfchwamm; ÄLayfchwamm; 
WeilTling. 

Hoir. St. Joris Kampernoelje. 

Dein. Jörgenfvamp,. 

Schwed. Göranfvamp.. 

Engl. St. George's agaric. 

Franz. L'agaric jauna'tre. Born. 

Bai.. Pratajuolo de' prati. Mich. 

Span.. Agarico de San Jorge; caga'rras, 

Port.. Agarico de S. Jorge,. 

Kitß':. Wolni. Fifcher.- 

Ungr.. Szent Gewrgi' gamba. 
Eine VarietSt- des i75«/-. MH/üc'/./.f. iDer Hut ift an- 
fänglich l'chneeweifs , hernach wird er gelb nnda-m 
Ende rjthlich : die Farbe der Lamellen hingegen 
verändert' ficli nicht.. Er erfcheint um das Feft 
St. Georgi , wird aber auch , das ganze Jahr hin- 
durch, in Kellern und auf Miftbeeten gezogen. 

z) Agaricus giganteus, 

[Agaricus incarnatus. Baffch.} 

Deutfdi.- Der Riefeiifchwamm,. 
lia!. Loppajoia. Mich.. 

Er wä'chft, vorzüglich in Italien, im Jmiii auf halb ab- 
geftorbeneu Bäumen, Nach Michelis Abbildung LIt 
er ein Rieie unter den Blätterfchwäinmeii. Kr ilt 
eisbar. 

aa) Aga- 



III AGA 

aa) Ag^ricus integer. 

Deutfeh. Der ii^ctlicilfe Blatterfcinvamm > 

fii/^ro der Täubling. 
HoU, ■ Onvcrdeclde Kampemoelje. 
. Dan. Den udoolte nhulfx amp. 
Schued. Den oiielre Bladlvamp. 
E»(^l. The cqual-^illeJ agaric. 
Franz. L'agaric eiiticr, 
Jtal. Agarico intero. 
Span. Agarico entero. 
Förf. Agarico intciro. 
Riff". \Yo\m.(DerpitrpiirfarbeneSchwamm4 

Fifcher:) 
Siitef. Kinn. 
Cochinch.l^Am moi. {DieScliii'üniiiie diefcsN'a' 

mens ßnd gefimd und fchinackkaft.y 

Lour, 

Diefer Sclnvamm Ivat mehrere Varietäten, Wovon einige 
efsliar umi andre fcliSdiicIi find, üs findVarietStcn 
<?) KulTola, /'iii. i) Emeticiis, l id. c) \'irc- 
Icens , /''/J. rf) C} anoxHntlius , f'id. f) Gliitino- 
fiis , (teK tUbridite , iueiJigläiizeHde TAublhjg, l ir- 
tiiaiiiteg gluliiitufe Lainaick, l'cliarf und giltig, je. 
. liocli ?ura Tlieil eisbar Kiapf. 

bb) Agaricus lactifluns. 

DeittJ'ch. Der milcligebcnde Blätterichwamm. 
Der Bratling (ivcil er-, gebraten, am 
heften fchm eckt) , Bratling, Breitling; 
Odenwalde Brötling; iiießen Brat- 
bi'iiz, Miiclibülz; Eljafs Briickling 
Mapp; Brefilan Süfsling. 

flolL ]\lelkgeevende Kampernoelje» 

Dan. StegelVampen. 

Schwed. Stekivampen. 

Cngl. The milky agarlc. 

Franz. L'amanite laiteufeZflWflrf/i; l'agari« 
a fuc blanc. 

Itat. Agarico latticinofo, 

^pan. Agarico que arroja leclie. 

Poi-t. Agarico que tem hum fucco branco 
femeUiante ao leite. 

Xiere Sch\vaniiiiart hat verfchiedene tlieils geniefsbare 
theils fchädiiche Varietäten, d) Der rothbrainie 
Bratling; Ob der Kits der AVcizbri-lling. Er bat 
einen rothhrauiien Hut, ein zarteres Fleifcli. und 
jlt vor andern geniefsbar. i) Der gute efsbareGoid- 
brätling. Die Goldfarbe , wovon er den \amen hat, 
jft vorzüglic!i an den Lamellen ausgezeitlniet. ,) Der 
Silberbrätling; Ob der E,.s der Haberbrätliiig. Diesift 
der rchmackljafterteBr;itliiig,beronders wenn er noch 
jung und nicht von Würmern angefrefen ilt. Den 
Kamen hat er von leiner Farbe . und wird auch der 
WeilVeBrätlinggenannt.ln groA'erMenge darf man die 
efsbaren Bratlinge nicht geniefien. — Die giftigen 
Varietäten unterfcheiden firh nur durch ihren Ichar- 
fen Gefchmack und durch den Mangel des guten 
«Ceruch^i daimi geh&en der wieisbare briume 



AGA in 

'Äoldbr'itling, der braune Hr.'itling, der wilde Sil- 
berbrälhiig, der cj^'l^'l^raune wibic }lrätlins. die 
Iclnvarze wilde lUiitling, der grüne wiUle liriulins, 
der graublaue Wilde Bi.itling, der SciimierUug.4 

Cc) Agaricus ninminofus. 

Dentfih. Der Briiftfcliwami-n- 

HolL Pramniigc Kanipcrnoclje. 

Eng!. Tlic crenated lagaric. Fl. Cantah', 

The grey agaric. 
Yranz. L'a^aric mamntelonne'. 
^pan. Agarico de tetas. 

Er fiihrf diefen Namen , weil fein Hut gewölbt Züge* 

fj.it/t ift. 

dd) Agaricus margaritifcms. 

[Agar, pulltilofiis Scliae^'. amanita verrucofa, 

Lanuirck.]. 

Deutfch. DerPerlenfchwamni, derkeingefpren- 
kflte rörhlichgraue wilde i'liegen- 
fchwanini. 

Eng!. Tlic Nvarty agaric. 

Franz. L'amanite verniqueufe. Lernt. 

ee) Agaricus marmoreus. 

[Agaricus proccrus; annulatus; antiquatus; — 
an clypeatiis Lin.] 

Deutfcli. Der Rlarmorfchwamra ; Der hoch- 

ftieligeBl;itterlch\vamm:Derlclnvarz- 

flockige Ringfchwamm. 
Hol!. Gemarmelde Kampemoelje. | 
Dan. IMarmorlVamp. 
Scliwed. AlarinorlVanip. 
^ngl. Tlie tall agaric. Fl. Cantahr. 

The ruffl-d agaric. Fl. Scot. 
Franz. L'amanite marbre'e. Lam. ; L'agaric 

couleuvre'. Bi.iHard; Grifette. 
ital, Agarico marmoreo ; Bubbolo mag. 

giore, coli' annello non RflatQ al 

gamho. Ali eh. 
SptVU Agarico marmoreo» 
Fort. Holubky. 



ff) Agaricus muceron. 

Deutfch. Der]\luneron.dasI\Ioosrchw'ämmcIiGn 
Eljafs Der Dornfchwamm.!?.!);)/^. Ob 
der Ens Der Dörnling; Sfeierm: 
Miesfchwämerl (you Mies d. i. iVIoos); 
Wien Der Räsling (von Rafen i e, 
caefpes) . Der Reifsling; An einigen 
Orten W'eifl'er Apiilfchwamm; In 
kältcyen Ländern WeilTer May. 
fch%vamm. 

HoH. Mufleron. 

Diiu. MufsfsMmpejai 

Schwed. 



"3 



AGA 



AGÄ 



4n 



I 



Schwed. I\fonrseron. 

Engl. The ILttle champlgnon or falry aga- 

ric. FL Scot. 
Franz. Le mouReron ou mouccron. 
Ital. Prugnuoln. 

Span. ]\lofernones; Cillercoa; feca pequena 

que nace cerca del molio. 
Port, Cillercoa; cogumelo pequeno de co- 

mer que nasce nos musgos. 
Pohl. Grz3-bek maiosvy, pod michem ro- 

ftacy. 

Die Moufferons wachfen im kleinen Moofe und in den 
Dornliecken, daher (ie die Namen Jloosfchwämnie 
und Därnlinge oder Donilciiwamme erhalten liaben. 
Sie werden , mit vielen Verändrungen, in der_K li- 
ehe gebraucht,, wohin man'fie aber ganz jung brin- 
gen niufs. Sie haben nicht an allen Orten, wo fie 
wachl'eu, einen gleichen Gerflch, 

gg) Agaricus mufcarius. ' 

[Agaricns muscas iuterficiens Touruef. 

Agaricus pfeudo-aurantiacus. Bt/ilUard, 
Amanita muscaria. Lainank.^^ 

Deiitfch, Der Hiegenfchwamm; Miicken- 
fchwamm; Gemeiner, rother flie- 
ge^lch^Tamm i 0. Deutfeh. Fliegen. 
. bilz. 

fToll. Vliegdoodende Kampernoelje, 

Dan. Fluefvampen. 

Schwed. Flugframpeu, 

£»g/. The bug agaric; The red agarlc. 

Die Sckottländer nennen diefen 
Schwamm, vor allen andern Pad- 
dock-ftool. 

Franz. L'amanite mouchete'e Lamarck ; L'a- 

garic oronge-faufie^Ji/Z/ur/f; L'aga- 

ric tue -mouche ,ßo/H(7r?; L'agaric ä 

. ,, . tetelarge /'7fß^5- Agaric de mouches. 

Itat. Agarico che uccide le mofche ; tig« 
nola, uovolo raalefico, 

Span. Agarlco mufcario, 

Poi-t. Agarico que niata as raoscas» 

Ruff. Muchamor. 

Tatar. ]\luchamor. 
' Ofijak. Muchamor. 

Poln. Muchomorj^, Muclioro\vkI. 

Böhm. Muchomfirka. 

Craln. Muchne gohe, Mufchenze. Scop, 

Tiflnzi/cÄ. .ühugakop. Steiler. 

Ungr. Le'gyi gomba. 

Fluni. Karwaslieni. 

Letf. jMufclimirres. 

Ehßn. Karpfe fenned. 
Mit Milch gekoclitoder vermifcht , tödtetdiefer Sdiwamm 
die Fliegen , daher helft er Fliegenli:liwäimm. W'euii 

CmfioUcoii. Kaluigejchulite, ßä. I. 



wan den junge« Scnwamm in einen Brey verwan- 
delt , und damit die W-ande oder Bettftellen be- 
ftreicht; fo vertreibt er ficher die Wanzen; daher 
heilt er im Euglifchen the bng agaric, der Wan. 
zenfchwamni. Seine Farbe ift wunderfcliün , aber 
er iit den Menfchen gefahrlich. INian verfichertin- 
deflen , dafs er in Ruisland und Frankreich ohne 
fchadüche Folgen genolTeii worden ilt. 

hh) Agaricus necator. 

[Amanita venenata. Lamarck.'] 

DcHifch. Der tödtende Blatterfchwamm; der 

Mordrchv%-amm. 
Franz. L'agaric meurtrier. BvJliard. 

L'amanite veiiimeufe. Lamarck. 

Er befitzt eine Überaus fcharfe Milch , und die kleinfle 
, Dofis zieht die gefährlichften Folgen nach fich, 

ii) Agaricus oclu-aceus. • 

Deutfeh. Der Rofirlchwamm. 

kk) Agaricus oftreatus. 
Deiitfch. Der Aufterfchwamm, 
Engl. ■ The oyfter agaric. 

11) Agaricus OA-atUS. Loureiro. 

Cochinch. ¥lam tlung. Lour. (Er hat mit dem 
ag. clav. Lin. einige Aehnlichkeit.) 

Iiim) Agaricus piperatus. 

JPeutßh. Der Pfefterfferfdnvarma ; Der Pfiffer- 
ling , oder eigentlicher der Pfefter. 
ling; — DerweilTe Pfeflerlingjyß/jp; 
Oeßreich der klare Pfifferling, der 
Härbling, Bitterling, Säuerling; 
Bayern Der Rechtling ; IVitrtemberg 
Der Milchling; An einigen Orten 
Der bittere oder händige Täublinge 
Kayferfch'Vi'amm. 

Hot^t Gepeperde Kampernoelje, 

Dlin. PeberlVampen. 

Sdiircd. Pepperling. 

Engl. The pepper - agaric or pepper-mU' 
fhroom. 

Fra;iz. L'amanite poivre'e Lamarck. 
L'agai-ic poivre'; le potiron. 

Ital. Pepperella, pepperino bianco latti- 
ginolb. Mich. 

Spajt. Agarico picante. 

Port. Agarico picante ou apimentado. 

Ruf. Grusdi, Falk. 

Bokm. ■ KozaTi. 

Slavon. Mliets. 

Ungr. Galambiza (d. i. Tiiubling^. 

Leit. Pohru 'feline. 

H la 



HS 



AGA 



AGA 



ii(i 



In feinrr Jiijrn'^ >" f vt'!>. Im AT(er wird er *hvi? 
Jtlimut/ig, fr brfilzt ciiirli lelir rciiarlVii Milclilal"', 
tlei»jiir licr /imgc , wie l'fcitcr, brennt, liil'rciiu 
frn iiiul Riilslaiul Ibllcr gciiulVeii wonlfii. DieKitli- 
Iiöiuchcti lieben ihn li-hr; ni.m kann fie loi ken , 
wenn man \ on Jieleui Scliwamni etwas in dieSprenk- 
l'el l'telU. 

Es giebt eine etwas gröbere , milclilore nnd niilit fo 
icliarfeVavirt.it, weiche allemal einige Kotliklini« 
ker «iif den. Hufe mit lieh bringt, und ans dcrl'r- 
tuhe in Ocrtcrreicli der Kothrcliiebcr, der .Scliiü- 
berlnig oder der ruuleiie (i/. /'. der grobe) Pfiller- 
lüig genannt wird (l'iperitis lade careus , lainellis. 
raris craflis). 

nn) Agaricns qucrcinus. 

Daitfcli. Der Eiclienfchwarnm. 

Moll. Eikenzwam; — Vonkhout Sterheek, 

Dan. EoglVampen. 

Schwcd. Ekfvanipcn. 

Eni^t. The oak agaric. 

Franz. Agaric de chciiej — agaric de St» 

Ciou. raitl. 
Jtal. Agarico di qiiercia. 
Span. As^arico de quercina d de roble, 
Port. Asarico de carvallio. 
Rv(f. Dubowyi trud,. 
Pohl, Grzyb na d^b.. 
Böhm. Dubowka. 
Ungr. Tülgy-fiti gomba» 

Er wäthft an alcen Hol7.ft;::Tinien . beTonders an Eichen,. 
Man bereitot /Wunder aus diefem Schwämme. 

©o) .Agaricns ramofiis.. Lonreiro^ 

Cöchiiich. Kam cay muc. Loun. . 

Pp) Agariciis ruOolii. 

Deiitfdt. Der efsbare rothe TäiibHug; Der 
Honigtdubling ; der Stocktaiibling. 
' lial. Rodola, 

Er illzwar efsbar, aber nicht fiir jeden Magen; auch 
h.-ilt es Tehr icliwer , ihn von dem giftigen rotlieu; 
Täubling Uli uiitericheideii. 

qq) Aguricus Ileüatus. 

Dentfch. Der ftenifönnige Blätterfchwamm,. 
Itr.l. Fungo gentile. Mich.. 

rr) Agaricus türminofus. Scharf. 

Deut/cli. Der gifrige Blätterfchwamm; der 
Birkeiireizker; der wilde Hirfchling. 
Fnmx:.. L'amanite pernicieufe. J.anicirck,. 
kal. Fungo lappacendro malefico, che 
cainbia colore. e che goccia liquore 
di colore di zafferano. Mich. 
•üfer Schwamm hat einen fehr fcharfen , faffrangelben 
Saft; er \i\ gefahrUcb, und' erweckt eineu hejtigen 
P^chfiül mit Koük begleitet.. 



^ 



AgimViis ambellilevus. 

Dt:itfi.h. !")('- Parari)llVh\vaniTii. 

hfoll. . Zountfcliennige Kan.pernocijc, 

£«1^/. Tiie umbrellu agaric. 

Franz. L'a^aric delical-. Born. 

Spa>i. Agarico unibelillro. 

Ein ganz, kleines Scbwäniclien , welclnes im I-lrrbft.aiif 
laiilen Kliitlora jvächlt. ,Uey Lamatck ilt es eine 
Variet. des ag. frag. Lin, 

tt) Agaricus vtolaccus. 

[Agaricus- araneofiLs- violaccns Buillard. '■ 
Amanira araiieofa Lairarck.] 

Deutfih, Der Violettfcinvarnm; «1er veilchen> 

blaue Blätterfchwamm; Der SpiiirK 

weben fc h w am m . 
HoH. Violette Kamenuiclje. 
ßaii. Den tlolblaae Bladfs'amp, 
Schwed. \'iollVaaipett. 
Engt. Tbc violet agaric. 
Franz. L'amanite araneeiife. Lamnrck. 

L'agaric araneeux. Buillard. 

L'agaric violet. 

■ lial. (irum.ito paonazzo ofimgo vedovo- 

Mich. 
Span. Agarico de color violado. 
Fori. Agarico de cor de viola. 

Die Lamellen dieies Schw.nmmes find mit zarten Fnfern,. 
wir in Spii'cwebeu. eiiigehiUlt. Ei:ii>eUbap und hat 
verkiiiedene Varietäten, weiclie l'chadlich lieyii Iblleii. 

.uu) Agaricus virefcens, 

[Amanita krcmünga. Dillen.. 

■ Dh4i/2"Ä. Der gritneBl:itrerfch\vamm; dergriV- 

De Täubling; der Grünling; der grü- 
ne Heidetäubling; derKremiing; der 
gnine Brödling; Ofßr. und Bauern 
iVaiientaubling, Schaftäubling, tira- 
bock.; An einigen Orten Buchtaub- 
Jitig. 
Tiah- Fungo verdone, Ltimachino verde. 
Mich.. 

Von diefem Scliwanime giebt es ebenfalls elibare und. 
fdiüdliclie Verietaten. 

xx) Agaricus vifcidus. 

Deutfeh. Der Klebefchwamm,. 
HoU. L\-merige Kampernoeiie^ 
En^l. The clammy agaric. 
Franz. L'agaric vifqueu.\. 
Sfan. Agarico vifcofo4. 

2z) Agaricus zonarius.' 
Deatfih, Der Gwrtelfchwarrun^ 



117 



AGA 



AGG 



"8 



Franz, L'amanite a zbnes. Lain. 

L'agaric laiteux Zone. Biäl. 
Man hält ihn ßv gefähiiich. 
AGAVE. [Boten.] 

(_y}£aie iCt ein griechiCches Wort, und heiüt die Präch- 
tige, die Bewundernswürdige. 5 

Dentfch. Die Baum- aloc. 

HoU. Boomaloe, 

Dan. Den Trascaloe eller Agave. 

Schwed. Den Tradaloe euer Agav««- 

Engl, The great aloe or agave. 

Franz. L'agave', l'aloe en arbre. 

ItiiL Aloe grande o agave. 

Spar.. Agave. 

Port, Agave. . 
Die ainerikaiiil'clie Agave wird von den Spaniern pifa, 
von den Portiigielen yria oder />!ier-u und vou den 
FranzoleU le yitto d' EJpagne genannt. Die niexi- 
conilllie Agave wird von den Mrxicanern Jlletl i.äer 
Jlaguti genannt; Auf der liual Cui).t iitifjt eisic Va- 
rietät Aeqiuiiiiinl. Die Itir.kc-n le Agave heilst in 
WelUndien fitl, und die F'anzolen nennen fie /« 
pittf. Üie KaralLO -Agave heilst beyßrowji Co/ (i/ae 
. ■ öder C'nraca. 

Die Agave oder amerikanifche'Aloe wird auch in euro- 
pailchen Gärten ge/iogen, und wenn lie blüht, wel- 
ches feiten. und rp;it«intrilti pilegt es 111 den Zeitun- 
gen bekannt gemacht zu werden. Die ßiStter'vv er- 
den zu ir,ainuc!if.tltigem Gebranr.'i a:ijcwer,äet ; be- 
Ibnders dienen fie 7.u liarken , fictitren Lniz;iuroun- 
gen, auch im ßdlicheii Frankreich, in Portugal und 
in der Schweiz. Ferner wiiu aus den ßlatiern cm 
gute.< Gfcweije und ailerle.y' Tauwerk bereitet, vor- 
züglich ift aui' der itaiiteaili:hen Infpl Elba der daraus 
ver'eitigte gPuzendc Zwira bekannt, welchen die 
SiciUaner /iapfaru .:em>eu. 

AGERATVTvl. [Botanr] 

Deutjcli. Das Ageratum ; die Karelie larA Po«- 
tcticra: ( das Baifamleberhraut, oder 
der Leberbalfain -fini gs von einigen 
gntuTiinr; wir tcoilen aber diefe Be- 
lunnv.iigen, wegen ihrer ^U'ei^äeiitig- 
keif, venrerfen ;. 

Holt. Geiirkruid. Houtt. 

Diin. &c. Ageratum. 

franz. L'agerate. Encycl, 

Ital. &c. Agerato. 

Diefe von Linne' mit dem Namen ageratum bezeiclinete 
ausliindilche l^flanzengatiung ili: noch wenig bekannt ; 
am iiächften grenzt fie an das eupatoriiim. In der 
Psürnbergifchen Ueberietznng des Hoiittuviilihen 
Fflan/.enlyftems liciet man Th. IX. S.24S folgendes: 
" Diele Art wird auf ^miieiujcu lierba ginia; auf 
" /:uß/. mandeüne {joüie heißen maudlin^: auf 
'^ DeHijLk Leberbalfam; und auf holl. klein i5ai- 
"iismkruid genannt. „ Dergleichen Benennun- 
gen kommen aber nur der acnillea ageratum zu, 
•«ie unter dielem Worte zu fehen ift; aucli ift im 



leaped up. 



Hollandifclien Original b!os von der nrfprünglicheti 
Bedeutung des Namens ageratum die Rede, und uiciit 
von der L'eberjetzung der gege4i\v;irtigen exotilchea 
Pflanzengattung, welche weder herba giuUam It.iÜen, 
iiocli maudljn ni England genannt wird. Herba giu- 
lia ift ohnehin kein itaiieiiiicher Trivialnamen, luu- 
derii eine Ueberfetzung aus demLateiuifcheii. 

Aggregatio, Juxta pofitio. 

So nennt m.-ui die Aiihäu.'"ung oder den Anfatz homo. 
gener Theile von auffcn, wodurch die Kntftelnmg 
lind der Waciisthimi der Mineralien bewirkt wer- 
den foli; /■fa;.s, appofition. 

Aggregat US, a, um. adj. 

Dentßh. Gehduft, angehäuft, zufammengo- 

häuft. 
HoU. Sameiigehoopt, vergaard. 
/ Diüii, Flokket, fammenhooet. 
Schwed'.- Hopad, fammanhopad. 
Eng.'. Aggragate. aggi-egated, he 
Fra):z. Agrege', /'e. 
ItaL Aggregate. 
Syan. Agregado. 
Port. Aggregado. 

Aggregat a ova. l Tenii. eiitoHi."] Infeclenever, 
wenn fie auf einen Haufen zuihmmeiigelegt fuid 
; , X^rjirus). 

Aggi egata 1 aciix. Thi. Granulata. 

■i^ügregata ftirp$. Wenn der Stamm eines Koral- 
lenkCrpers aus mehreren unordentlich mit einäiuier 
verbundenen Theilen zulämmengeletzt iit. 

Agg> rgatae glaiidnlae. \^ Aiiat. 1, Wenn die 
Drülen haufeiiwciie zufammen liegen, ohne in eine 
gemeinlchaftUche Hülle eingefchlolVen zu feyn. 

Aggregat ae pettae, Geniifchte Steine. Diefeti 
Titel hat Linne'einer Ordnung gegeben, unter welche 
er (olche Steine begreift, die aus einer Auhiiufu.ng 
fichtbarer Theilchen gemengt oder wie zufammetw 
geleimt find. (Cos, Saxum). 

■^ggregatae plantae. [ Botitit. "] Pflanzen mit 
gehäuften Blumen, So heilst die 7te Klaffe in 
Royen's natürlicher Methode, und die Itgfte Ordnung 
in Liniie"s natürlichem Pflanzenlvltem ; fie belteht 
aus Pflanzen , deren Blumen gehäuft find. Conf. 
Aggregat! Acres. — D.:s Ausfuhrliche imd Neuelle 
von diefcr naiiirlirhen Pilanzenordnung findet mau 
in I.iune'i praelert. in ordines nat. plantarum. Ed. 
Gifcke. Hanib. 1792. 

^ g{;regntn e fpicat. [Botaii'\ Gehäufte Aeh- 
ren. Wenn die Aehren aus mehreren kleineren 
Aeiir»n beliehen, welche übrigens keine Walze 
bilden. 

Aggreg.iti bulbi, [Eotan.'] Gehäufte Zwiebeln; 
fie ma--)ieii eine zufammengefetzte Zwiebel aus, 

ji^ggregati flores. [notaii.'] Gehäufte Blumen, 
Straulsfalumen. Wenn mehrere Blümchen einen 
gerne inichaftlich ausgebreiteten Eruchtboden haben, 
lind mit einem kleinen Stiel daran felHitzen. Sie 
Sie macjien eine eigne, iiamüch die «jijfte natürliche 
H 2 Ord- 



H9 



AGO 



AGR 



120 



Ordmmg aus (,Conf. aggregatae pjniitaet; \reUtics 
jeiiochvon neueren Botanikern iiiclit RebilliRtwiiil. — 
Hol'.. TmWiesLloemen; S.kucd. l-'lerMoniltrig Bloiii- 
tn.i; f/.i'/. AgKiesratc flowers; /»««i. l'"leursaRgre. 
gces ; }'o>t. Mores atjgregaJas QScabiol'a, Dipfa- 
eiis &c. ). 
Ass'^S"*' "loiites. Gefchiittete Gebirge ; (ic be- 
rtelien aus keinen eigentlidien \,af^ei\ , loiiileru aus 
unordentlich angehäuften Steinarten. 

AgSrfgal! ytä -.111 Ulli. Gehäufte Blumenftiele. 

(^ Rhamniis jujuba). 
yiggr eg al - c api I ati florts. Blumen, weUlie 
' i\\ KJpIchen vereinigt find; Hoil. Toi Hopldjes ver- 

gaarde Biocmen; Fi am. Fleurs rariiaftees entefe; 

.S/'/i«. Flores aggregadas eu cabezuela (Loranthus 

loniceroides). 

AGLAIA. {Botan.'\ i. e. Splendor/ 

(CamuniiTm Sinenfe f.Tfjiulang. Ä.'Wfli.) 

Dt'uifch. Der Prachtbauin. 

Cocliincli. Cäy ngan. Lour. 
Ben N.inien aglaia giebt Lqureiro einelij !n Cbinatund 
Cochincliiiia eiMlieimil'chcn Baume, weil oi;gl«ti?CMJ, 
Ichüii und woblriccliend ill. Viejleitht ift dielie 
Pflanze die Bumald.i irifolia. rii.mb. 

Agonata. 

Kinnlofe Iiileaen. So heifct die 4teKlajre ja Fabricii 
entomol. Syl'tem. 

Agreftis, e. adj. 

Deutfeh. WM. was auf dem Felde oder un- 

gepflanzt wäclilt. 
Hol!. Wild, wat in't Wilde groeit. 
Dein. Vild, fom groer eller upholder fig 

paa vild Rlark. 
Schwed. Vild, växande pa Akrar. 
En^l. Wild, growing in the fields. 
Franz. Agrefte, fauvage. 
Itc.l. Agrefte, falvatico. 
Span. Agrefte, cofa del campo que crecefin 

labor. ni cuknra alguna. 
Port. Agrefte, que fe da nas fearas. 
.Agrefte folum; agreßia poma; agießis 
ptaiita. 

Agi'icol?e aves. 

Acke-Aji^el; Vögel, welche aufAeekerniften. 
AGRBiONIA. IBotan.^ 

Agrimoniaeiipatoria; diefe Pflanze wird für das eupa» 
toriiim der Alten gehalten. Der Url'prung ,des 
T\amens agrin'onia \{t ui:ge\vi("s; auch foll das 
Wort eigentlich argenior.ia heiflen. 

[Agrimonia officinarum; Eupatorium vete- 
rum f. agrimonia; Lepatorium, hepaticis. 
lappula hepatica ]. 



Dc:''.fr..-T>et Odermennig (Dir/er Name ifl 
. ■ wollt r,ii.<: ai^riironin ettißanden, ju wie 
die fol'^niäcn Dialetlt), Ottermennig, 
Adermcnnig, Achermentiig, < Ager- 
mennig, Ackerniennig, Adlern'ieiipig, 
Adermün, die Adermcnnigt-; Das Le- 
berkraut {wrl! fiie Agriuion'ie fi'ir ein 
Mittel wider die Lek'rverßopfung ge- 
holten wird), i^eberkletten : Klettc-ii- 
^ ■ kraut (weil die fnieltt AebdUhkeit 
mi den Kletten hat ; nnddadie Friieht 
iiiederhängt , fo wird ße cmch wohl 
■ die unigekekrte Klette, ' Lippa i.iierfa 
frenannt'); Bruchkraut, Bruchwiu'Z 
{wegen ihrer zufammenziehenden Ei- 
.genfchaft); Steinwurzel {Cnfpar 
Hoffhuvii! rilhnde ße als ein kräftiges 
Mittel wider den Stein ) ; -Königskraut, 
Heil aller Welt (wegen der vielen, 
Kräfte, welche man ihr ehemals zh- 
"gefchrleben hat). 

Holt.- Agrimonie; Leverkruid. 

Dan. Ageruiaane; Leverbalfam;: Katte- 
ftjert;» Svinerumpe. 
Norweg. Aakcrmcnni. 

Schwed. Akermönja; Smaborrar (d. i. kleine 
Kletten; der Name iß befonders in 
Banns ühlich'). 

Engl. The agrimony: Liverwort. 
Anglf Adrcmint, Garclife. 
Galie. A' gheurag bhilach, murrdh- 
raidli. 

Franz, L'aigremoine ; l'eupatoire des grecs. 
Langued'oc Grimoueno. 

Ital. Agrimonia; eupatorio de' greci. ' 

Span. Agrimonia, eupatorio; hierba de 
San Guillei'mo. 

Port. Agrimonia; eupatorio dos Grecos. 
. Ruff. Repnik (d. i. kleine Klette) ; Badfchez. 

Pohl. . Rzepik; Badzecz, Starzek. 

Böhm, iepjcek, Starcek. 

Ungr, Parin-fa; Apro' bojtorja'n (d.i. klei- 
nes Dißilkraut). 

Lctt. Ski dadfchi, Sihki tadfchi (d, i. kleine 
Klette), Dadatn!hi, Daddafchi, Dad- 
dai-is: Rettejuoii. 

Eltßn. Kraffid (bedeutet ebenfalls etwas, das 
ßeh, wie eine Klette, anhängt;'-. — 
Krafid, mit einen: einfaehen s, bedeu- 
tet die JVeberdiflel). 

§'apnn. Daikon fo, Gendfjino kubi tfugi, 
Kubi tfube, Tflome. Thunb. 

Diefe Arznevpflanze Ihind ehedem im grüfsteii Credit; 
auch wollten abergirUsbiiche Leufe damit dc-n Krebs 

und 



121 



AGR 



AGR 



123 



\\n3 den Kropf heilen, und das Nafenbliifen ftilien. 
Jetzt pflegt ir.an um- noch ihre Wiirzellilätter in den 
Apot''rkrii yu Hilden . und bedient fith derfelben 
mehr iiuflei licJi, als innerlich. 

'Eine ^'arietat von gröTCercr Höhe vird enp/zforimii edo- 
mir»! genannt; lie v.-ird zuweilen iu den Kunßg;(r. 

>- .teu erzogen , nnd hat einen angeneiimen (larken 
Geruch. Jedoch Ibll auch die gemeine Ajrimonia 
in' ierfchledenen Gegenden und zu »erlclitedenen 
Jahreszeiten, mehr oder weniger woliiiiecheud l'eyn. 

Die agrimonia agrimonoides , oder der iniätflite Oder- 
mennig, wird in der Encyclopiidie l'aigremoine ä 
fleiirs en faisceaH genannt. 

AGROSTEi\mA. [5o/a«.] 

f li't zurammengefefzt ans dem Griechifchen agi:os, der 
i," ■, Acker., undrtemma, die Krone j die Ackerkrone.) 

Deutjch. Der Raden. 
HoH. Koornvlam. 
Dein. Kliiite. 
. Schwed: Klint. 
En'^l. The rofe campion. 
Franz. La niel-e. 
. liel. &c. Agroftema. 

a) Agroftemraa coeli rofa. 

[Lycbnis fegetum, nigellaftnim minus gla- 
brum dicra. Moris- ] 

Deuifch. Der glatte Raden j die Hiruraelsrofe. 
. Ho!/. ' Hemelroos. 
Biiii. Glat Künte. 
■' Schived. Halklint. 

. Eng}. The Iraooth-leav'd rofe- cainpion ; 
the ficilian fmooth wild campion ; 
the rofe of heaven. 
Franz. La niclle a feuDlcs lifTes : la rofe du 

ciel. 
Ital. Rofetta del ciclo. 
Span. Rofa del cielo ; agroftema lampina. 
Fori. Rüfa do ceo. 

' Die glatten BL'itter unterlcheiden diefe in Sicilien einhei- 
iiiiichc Pflanze belbnders von dem Kornr.ideii. Die 
il!i öiie rüfenrothe Faibe der BUune hat _zur Beneji- 
i.ung Hinimelsroie Veranlailuns gegeben, 

b) Agroftemina coronaria. 

[ Coronaria, Lychnis coronaria. ] 

Deutfeh. Der Kronraden, Gartenraden, filzige 
Kornraden ; rotbe Sammerrofe, ein- 
faches Sammetröschen, Damaskusro- 
fen, V'eilröschen, Marienröscbeii ; 
\''e.\ierneike , Stechnelke, Sammct- 
nelke. 

Holt. Sierlyke Koornvlam ; Chrifrusoogen. 

Dan. Kronklinte ; Klinte met lanzetformig, e 
Blade. 



Schwfd. Kronklint, 

Engl. The common or red rofe campior. 
Franz. La palTefleur cultive'eou coquelourr.s 
ä couronne; coquelourde desjard"- 
nters ; oeillets de dieu; paflerüft.* 
parifiennes ; coquelourde. 
ItaL La coronai'ia. 
Span. 'Agroftema de Corona?: coronaria. 
Port. Coroaria; vuls^o orelha de Icbr*' 

Pkannac. dogiii. 
F:i(T. Drema. 
Poln. Erletka. 
Diefie Blnmeiipflaiize wird m den G.irten gezogen, nnd 
die verl'chiednen Namen hat ixe theils ihrer Sc:-';,- 
Iieit, theils ihrer Aehnlichkeit mit andern Blui!,e:> 
zu danken. Coronaria Ibll fie genannt worden levn, 
weil ihre Farbe vor andern Blumen in StritutTen und 
Kränzen henorftirbt, und fie in einem vnlikomme. 
neu Bouqiiet &c. nicht fehlen darf. Jedoch kai.u 
auch der Bau der Blume lelblt den Namen veranbi.iL 
li.ibcn. — Vcxiernelken nennt man fie, weil c.e 
Blumen in der Mitte fcharfe Stacheln haben, welche 
den daran Riechenden in dieNat'e Itechen. 

c) AgrofteiTima flos jovis. 

[ Lychnis coronaria fylveftris ; Lychnis vm- 
bellifera montana hclvetica. ] 
Deiitfdi. Bergraden; Diejupi'-ersblame; l\lan 

findet fie auch in tiner fcldippcnden. 

Znfivimunfetznng Alpenkronlichtrös- 

lein genannt. 
Hott. GekroondeKoornvlam, Hoitit. 
Dan. Bondeneliike. 
Engl. The umbel'd campion rofe; theflov.er 

of Jupiter. 
Franz. La flenr de Jupiter. 
Ital. Fiore di Gio\e. 

Span. Flor de Jupiter. 
Fort. Flor de Jove. 

d) Agroftemma githago. 

[Agroftemma; L3-chnis fegehim major; 
Nigeliafiruni ; Pfeudo - melanthium; 
Githago ; Gith. 
Deidfck. Kornraden, Ackerraden, Korrirate, 
Rate, Ratte, Ratten. Rattenbium, Rad- 
den, Radeln, Ralen, Roel. 
Der Uriprung diefer Namen iil fchwer za 
errathen. Einige ieitei: fie her von räden 
oder reitern (cribrare, c.scernere), andre 
von roden, reuten oder aiusreiitcn (eradi- 
care). Wahilcheinlich lind fie, als Pro- 
vinz! alworter,. mit Ufikraut gleichi-edtULend 
gewefen. — In einigen Gegenden lagt man; 
der Roggen ifl geradct. a. i. c'e Kr.ku 
(githa;;o) werden aiL-^gezo^en und wegte- 
worfeii, 
KoruröscheHj Kornuelker, Neiken» 



123 



AGR 



Tosclien, würfe IMarpen- oflprA'arim- 
rösci'cn. Scti\\arziT AckiTkunmicl; 
FI.Fiav.i-. DerNicliel {i-on iWegcilai'); 
Torr. Dort. 
Ho!l. Zw .irte Koornvlam, Koornroos. Ke- 
gelbluem; einige Bauern nenncu fie 
lU>li1erIk. 
PHn. Klintc. 
• Sdiurd. Klätt; Sniofmid Klint; Daick. Röd- 
klint; Gotht. Sldtt. 
Eii'^t. Tlic coni rolV campion, tlie cockle, 
cockle- wced. 

.^ns^lf. Coccl, coccel, cocle. 
Giilir. Cagal, iothros. 
frclfh. BiiKvg. 
fiav.x. La nielle des ble's, faulTe nielle ou 
jiielle batarde ; (garidelle); lampet- 
tc; gclVe, gerzcau. 
Itul. Girtajone, gitterone, gittone, y,it; 

melantio, melantro; nigella. 
Span. Negiiilla, negiiilluii, ajenuz. 
Port. Nigeila, axemiz. 
Ruß Kii'kol. kuklowuja trawa. 
Böhm. Kukül. X'ado'tz. 
Vii^r. Konkoh'. F/.Fof. 
Lett. Kohkalf. Fifcher. 
-cm S Eiakad. Robbo helnad, Reval. 
^¥>''- \ Tarro bain. Börpt. 
DieAehnliclikeit der eiii;':ii"clieii Beiiennting cockle, und 
der angelßclifilclien und lieifilclien mit der rnfTi- 
feilen, lettil'cheu &c. ill einer Bcmcikung würdig. 
Man diiri'te allb niclit mehr den englilclien Namen 
cockle daher leiten, «eil man den Samen dieler 
Pflanze mit einem Sctineckengehiiul'e (cockle) über- 
einkommend Ibllgelundei! Iiabeii. Auch wird wohl 
niemand diele Aehiilichkeit von felbft finden, (bn- 
dern viel eher nachRaj, bey dem es heilst "lemeii, 
" iiiicrolcopio conlpectum, echiuum in l'e congloba- 
«tum non male exprimit. „ — Ferner ift anzu- 
nerken, dals die eben angeführten Benennungen 
dem Ünkraute überhaupt, dem Lolch &c., Inl'pecie 
aber der Githago beygelcgt werden. Dies macht es 
noch wafirrdiEinlitiier, dals die deutl'chen Benenliiui- 
gcn Raden &c. ebenfalls dem Unkraut, und in It^cie 
der Githago von den Alten gegeben worden find. 
Den Namen nigcil.t. welchen einige diefer Pflanze geben, 
foU fie wegen der Schwärze ihres Samens erhalten 
haben. Man verkauft den Samen öfters unter dem 
Nameti Schwarzkriu«! el. 
Der Samen wird mit dem Getraide reif, und ift nicht 
firhadlich, wenn er mit letzerem zu Brod gebacken 
wird. >ian kann auch daraus einen lehr guten Puder 
verfertigen, und IbUteallb den \Veizen nicht ferner 
dazu misbranchen. 
Die Wurzel ftand bey den klteren Aerzten in grofl'en Anfe- 
hcn, man brauchte fie innerlich und äiillei lieh ; Sen- 
nert und Pauli beliauptetcii, im Norden Iblche Wun- 
der damit gethan zu haben , welche fie bev dein 
gemeinea Majin beyiiahe zu Zauberen) gemacht 
iiäueji. 



AGR 124 

AGROSTTS. [Ä./«„.] j 

(^Aj;i .11 loll I ;uas anzeigen, das auf dem Felde ' 
w.'.clilt, leldgras, Gras.) 

Deutfclu Das Straiifsgras {»rll drr Biifchcl die- 
frs Gräfes mit dem Schwänze des 
S'ranßvoirels zu vei-gleirhen iß ; di« 
pon anniui führt auch dießn Namen). 

Ho!L Striii.sgras. -j 

J)äiu Kven. j 

Sc.'uerd. H\ei]. 

Eii<rL Bent, bent-grafs. 

Franz. Efc. Agroftis, 

a) Agroftis alba. 

[Agroftis verticillafa. Fütars ; Agroftia 

paludri.s. Hudf.'] 

Dentfeh. Weifles Straufsgras ; Sumpfftraufs- 

gra.s. 
//o//. Wit Stfui.'-.gras ; GrootGecrftgras. 
Engl. Tlie marfTi beut, the white marfh bent 
grals. 

IVeßtnsiL Fog. Swayne gram, pafc. 
Franz. L'agrollis blanc. 
Ein gutes Futtergras ; es wachft in Wäldern. Man findet 
weder Kennzeichen noch Urfache, warum, es. kc;/* 
genannt «ird. 

b) Agroftis anindinacea. 

DeiitJ'ch. Rohr- oder fcfiilfartigcs Straufsgras; 
Sandrtjhrfclimieleii , Braune Saud- 
fchmielen, \V iefenhabergras. 

Hol!. Rietacbrig Struisgras. 

])(in. Röragtig Hven. 

Schwed. Piphven. 

Engl. Reedbent; wood millet-grafs. 

Franz. L'agroftis eu roieau. 

Span. Agroftis como cana. 

Kirgif. Tfcbiu. Falk. 

Eine der nutzlirhften Graspflanzen , jedoch follen die 
Ziegen, ehe fie felbigc berühren, lieber Hungers 
flerben. Die Bau-'m in Schweden bedienen lieh des 
Halms, um ilire l'feifen damit zu räumen; daher 
der Namen Piphwen. Die Kaimucken decken damit 
ihre Hütten. 

c) Agroftis calamogroftis. ^ 

Dcr.tfch. Röbrichtes Straufsgras. 
Holl. Takkig Struisgras. 
Franz. L'agroiHs argente'. 

d) Agroftis canina. 

[Avena monantlia. Hall.'] 

Deutfeh. Das Hundcltraufsgras; Liegende«' 

Hiinds'gras; Braunes Straufsgras. 
Holl. Hurkend Struisgras. 

Sclwei. 



12} 



AGR. 



Äcn? 



156 



L^rfiffwi. Rrnn Hven. 

Eujy!. The brown benf. 

Franz. L'agroftis argen te'. Encyc!.. 

Leteruue gcnouillee ou des cinens. 

Bom. 
Spar. Agroffis canina. 

Oii r.iiJ ganze WieTeii mit (iiel'em Gride überzogen-. Es 
[ iit ein Ifiitter für Scliafe. 

e) Agroftis cnpillaris. 

• • [Poa monantlia canle erei^o. Hatl.l 

• Deiitfch. Das haarfeine Straufsgras; Berghir- 

(e, Berggrat mit einem Hirrenftraiifs;. 
GrotTes Waldhirlegras; Kaftanien- 
braunes Straufsgras ; Haarfchiiüekiu 

Holt. Haairig Struisgras. 

Diiih. Hiiaret Hven, 

Sfhweä. Hiirhven. 

Engl. The fine bent grafs-, 

Yra\^z. L'agrofris cheve'u. 

Span. Agroftis capilar. 

Un^r, Ször-fii. Fl. Fof, 

Cochbich. Co dee. Lour. 

Jler, StrauCs diefes Gräfes .Iiat feine" haarfuTmige Sten» 
.; ■ gel , w'olier aucli der Noineu eiiülandeii ilt. Efi il't 
^r ein felir gutes Futtergras. 

■{) Agroftis rubra, 

Detitfih. Rothes Straufsgra?, 

Hoil. Roodaairig Struisgras, 

D'dn^ Rödhven. 

SomimÖr. Engegnies Slr'onK 

Schwade Rödhven. 
' Engl. Tlie red bent. 

Franz. L'agrollis rouge, 

• Sfian. Agroft;is roxa. 

.EUes Gras vird roth genannt, weil die Aehren defTel- 
beu ,. wenn fie iir. Herbllvüliig verblühet findj-ruth- 
Uch werden. Ein gutes Futter fiir Sohafe. 

g) Agroftis fpica venti. 

[Gramen fegetiira..] 

Deutßh. Die Windähre oder der Windhafm;- 

Ackerlb"aufsgras , Kornftraufsgras ;. 

Ackerrictgras mit einem rothen oder 

griinliclice n Straufse; Feldgras ; Saat- 

», gras; grolse Ackerfchmielen ; Blti- 

■. " thenrifpe. 

Bblf. Breedaairig Struisgras ; Akker-Wind*^ 
t' halmv 

,* Däit. Hven, Hvsen, Hvinegrses. 
Sdiwed. Akerhven; Sniotcmd Hveu; 

Upland. Kiöfa. 
IiivgL The filky bent grafs; com benti fair 
panicled cor« - grafs» 



It-ai^üf, L'as;r©fi-i3 des cTinrnps^ Siicy..cL 

L'eceriiue (.'vcntcc. Boinare. ' 

Ita!. Grai^iif;na cupclluta. Ghianni,- 
Span. Agroftis efpiga de vientO\ 

Spica venti oder Uindähre lieitt dies Gras ^ weii die' 
Striiulse durch den Wind in eine ipiclende Bewe-- 
guiig geletzt werden. Die Illingen lHiitter werden 
vom Vieh gefielun . i\r.ch!ier ii* aber das Futter zu- 
hart , utid lelbi't die Schafe laflen es liehen. Ava- 
den trocknen Hahnen werden Strohteller, Stroh- 
hüte (."^t. gefl-^chten. Mit den äiiiVerften Aehrdiea 
kann man grün f irben. 

h) Agroftis ftolonifera, f) arenaria. 

Deutfch^ Auslaufendes Straufsgras; Knotiges^ 
kriechendes odt't liegendes Hunde- 
gras; Das Galgengras; f) Strand- 
ftraiifsgras , Strandgal gen gras, 

HoU. Kruipend Struisgras; Klein Hoods^ 
grasJ 

Diin Krybhven, 

Schwede Kryphven, 

Engl, The creeping or couchj' bent- grafs ;• 
the common cotich - grafs j^ The tiar- 
row leav'd millet -grafs. 

Franz.^ L'agroftis tracjant. Encyd, 

L'ecernue fiolonifere ou drageonnee;- 

Bomare. 

t) Agroftis piqiiant. Ennjd. ? 

Sfian. Agroftis de nuevos o pompillos^, 

i) Agroftis fylvatica. 

Dcntfch.- Das Waldftraufsgrasv 
Holl. Bosfchig Struisgras. 
Engt. B u d d 1 es - \v o o d m i üct - graß .■ Raj.^ 

Tlie wood bent grafs. 
Franz. L'agroilis des bois. 

Ägrostographia L ?, defcriptio- grav 
nünmn. 

L Sckrut.'n.'i- H?.t zir Ziirch i-xg ein Buch in 4to un- 
ter diefeni Titel heraus gegeben, welches eben- 
dafelbll 17-;; in 4to mit Zulatzeu von Hallsr voni 
neuen aufgelegt worden ilh 

AGYNEIA. [Bofaji.J 

[Aus dem Griecliifchen (j^yKf/oi-, qui'vxore enret. Der 
Name ift diefer neuen Pflanecngattiing gegeben) 
worden, weil der Fruchtknoten der weifaUche* 
Biume weder Griffel nofli Narben liat].. 

Ägyneia a)impubes, b) piibera.. 

Deutfih. Die Griffellofe, «) die- Iiaariofe> 

b) die haarige. 
HolL Agyneja, a) Gladbladige, b) ruig- 

bladige,. 
Er.gl. The fmooth agyneiaj bj the rough 
aj^yneia. 

Fran». 



ii? 



AID 



Friinz. T,':if!;inei a) p,labre, /'"> pubcfoonh 
'Span. Agyiieia d) liii bo;'.o, /'^ coii bozo. 

Beydo Artrii dtelcs Staudcngew.'ii,-Ii!es find in Cliiiia ein- 
liciiiiilcli. 

ATDIA. [i?«MH.] 

[Aus dorn Griecliirclien aiJios , aetcrnus. — Lou>eii'> 
ßicl)t ilir dielen Nnn\eii, weil das Holz diel^ 
Baumes von llberaiii langer Dauer ift]. 

Aiciiii cochiiichinenfis. Lonrciro* 

Cochinch. Cay tlai, Loureiro. 

Eingroflei- Baum. Das Holz ilt fcliwer, diclitfareiiclit-, 
veils, tmW aber niciit Icliön. Ks li.'ilt lirh lehr 
lauge unter der Erde und iniWuffer; daher bedient 
mau lieh delVelben in Cochinchiiia zu den titllUu 
L.igcu der Gebäude und Brücken. 

AlLANTHUS. {Botan.^ 

a) iVilailthlLS glandulofa. Desfont.in äff. tuad. 

Parif. T786; Eru-tjcl. — Aylanthiis e;»«/7/>"- 
Franz. Le langit ghmdulenx. Encycl. • 
Sinef. Tong - yen - tiao, Tcliean - tbeum. 
Eiil großer, fchüner Baum in China. Vor Iciiier Be- 
fruchtung hatte man ihn in den Franzölifclicii Cl'ir- 
teii für desLinne rhus liiccedanea gehalten undilnj 
le vernis du J.ipon genainit. 

b) Aüanthus integrifolia. Emyct. 

• Arbor coeli f. caju I^tigit. Rvjvph. Amh. 
•f) tat: Pongelion f. perimaram. Rhecd. 
Franz. Le langit ii feuilles entieres ; le lan- 
git des Moluques. 

AIOVEA. lBotan.-\ 

Ajuvea guianenfis. Atthlet Gu'iane. 
FraiiZ. L'ajouve' de laGiiiane; l'ajouve'des 
Caraibes. 
Eine in den gnianifciien Waldern wachfeude, und ge- 
gen Oftober blühende Staude. 

AIRA. [5o/,7».] 

Aira war die giiechifche Benennung des Lolchs. 
Deut/eh. Scbmellen oder Schmielen, Schme- 

lengras ; Schilf. 
Hol!. Rietgras. Hoittt. 
- Dan. Sivegraes ; Island. Reyrgrefe. 
Schwed. Tatelen. 
Engl. Huir grals. 

Franz. Caiiche ou foin. Encycl.; Bom. 
Ital. Aira; gramigna creftuta. 
Span. Aira, 

a) Aira alpina. 

Deutfch. Alpenfchmelen; Silberrchmelcn; ^veIf- 

fe Schmclen. 
Holl. Alpilch Kietgras. 



'Am 

Sdiwed. Fi'äl Tatel. 
Fravz. Canche des alpes. 



I£8 



b) Aira aquatica. 

Deittfch. Wanerfchmelen; Quellgras, Qnel- 
lengfas; WalTerbirfe; Stilles WalVer- 
gras; l\lilenks, Milent';. ftiilitz, Siif- 
fcr Milenks, kleines Milizgras. 

Hu'.L \A'aterig Rictgtas. 

Schifcd. Ki;iiT Tutel. 

En^l. The water hair-grafs; thc fweet 
tafled watcr aira. 

Franz. La canclie aquatiqiie. 

Dies Gras hat einen fliU'en Gefclnnack; die Och/en und 
Pferde frelfeu es gern ; die Schafe freilen es aii;lil: 
gern. 

c; Aira arundinacea. 

Dcvtfch. Levantüt-lie Robrfcbmelen, 
HolL Levantllh Rietgras. 
Franz. La canclie arondinace'c.i 
Cochinck. Cay Say. Loureiro. 

d) Air;i caclpitofa. 

[Aira altüTima. Lamarck.'\ 
l)eutj'ch. Rafenfchmelcn ; Hohe Schmelen; 

Glanzrcbmelen ; Moorfchmelen ; Ra- 

bisgras; Rohrgras; Scharfer Sciiilf; 

Lectliardel; Ackenietgras, Acker- 

ftraufsgras, Aclerwindhalm. 
' Jloll. Veenig Rictgras. 
DÜH. Veuusftraae. 

Noneieg. Engebunke, Fraubuiike, 1 

Fröeng. 
Schwed. TägtTätel; 7?«/ch. Tatel ; Angcrm. 1 

Jäger; Stau. Hargr'äs. 
Etigl. The tm-fy hair-grafs, er great corn- 

grafs; vulgo haflbck; roiigh capsj 

bull's-faces. Swayne. 
Franz. Canche e'levee. Encycl, 
Span. Aira de cefpcd. 
Tunguf. Tfchuka. Georgi. 

Dies Gras wäclift fehr lioch, und erreicht, in den lapp- 
l;indfchen Sümpfen oft eines Mannes Länge. Nlit 
der agroltis fpica venii hat es viel Aehnliclikeit, da- 
lier e.? auch im Deutfclien nicht leiten einerlev .\'a- 
men mit der letzten führt. Es ift ein gutes Futtev 
für Kühe , Ziegen , Schafe und Schweine. 

e) Aira canefcens. 

Deutfch. Graue Scbmelen; rechter, WaTirefi 

grauer Bocksbart; Silbergras. 
Holl, Grysagtig Rietgras. 
D'dii. Hvas Sivegroes. 
Schwed. Borft Täte). 
Engt. The grey hair-grafe. 

Frat»}, 



izg 



AIR 



AIT 



130 



Franx. ' Canche blanchatrff. 
Syau. Aira blanquecina. 

Aira caryophyllaea. 

[Lcptophoba. Ehrh. phytoph.'\ 

Deutfdi. Nägleinfchmelen, kleines Nagleln- 
gras; kleines Augentroftgrasj Sil- 
berliaargras, Silbergras. 

^oU, ■ Anjelierig Rietgras ; Zilver - Haair- 
gras. 

Engl. Tiie lilver hair-grafs. 

Franz. Canche oeillete'e. 

Span. Aira como clavellina. 

Ein fch.'jnes Gras, defl'en Blüthe mit kleinen Nelken 
Aehnliclikeit hat. 

g) Aira COerulea. l'^p. Melia coerulea. 

h) Aira flexuofa. 

Deutjch. Gebogene Schmelen, Dratfclimelen; 

Bufchgras, VValdgras, Weddegras; 

Silberbocksbaft. 
HoH, Bogtig; Rictgras. 
Dan. Eng-Havrfe; Norweg. Markebunke, 

Rövftreng. 
Schwed. Krus Tatel. 
EAigl. The beath hair-grafe. 
¥raiiz. Cancbe flexueufe. 

Dies Gras unterüheidet ficli durch gebogene Bliimm- 
ftiele. Es wird gefreffen von Kühen, Fferdeu, 
Rennthieren und Schafen. .51''/^ 

i) Aira minuta. •'"''"• 

Deutfch. Zwergfchme!en. 
HoH. Zeer kleine Rietgras. 
Engl. The dwarf hair-grafs. 
Franz. Canche naine. 
Span. Aira menuda. 

k) Aira montana. 

Dcutfch, Bergfcbmelen. 

Holt. Bergs Rietgras. 

Schwed. Back Tatel. 

Engt. The niountain hair-grafs. 

Die meiiVen Botaniker halten dies Gras fiir eine Varie» 
tat von der aira flexuofa. 

1) Aira praecox. 

[ Proinoia. Ehrh. phyt. J 

Deutfch. Frühfchmelen. » 

Hol!. Vroegtvdig Rietgras. 
Scliwed. War Tätel. 
Engl. The early hair-grafs. 
Franz. Canche pre'coce. 
Span. Aira temprana. 
CafiiotiMti. Ifatuige/ihiehit, Bi. I, 



m) Aira fubfpicata. 

Dev.tfch. Achrleinfchmelen. 

Hol!. l^vna gcaiird Rfef-gras. 

Schwed. Ax - tätcl. 

Franz. Canche en e'pi. 

Span. Aira cafi efpigada. 

fAlTONlA. [Botan.] 

Aitonia capenfis. 

Deutfch . Kapfche Aitonie, 

Franz. L'aitone du rap. 
Ein auf dem Kap der guten Hofining von Thinibei-g ri-'. 
deckte«; und dem ffol:): ya/oif, Verfaffer derVlora 
Kewenfis, zu Ehren alTo genanntes Standen jc-.VHth". 
Er ilt init IViltiam Ailon Königlichpji Girtner t.\ 
Kew nicht zu verweclifeln ; bekannt ifi des letztr- 
ren hortus Kev.cnfis, or a catalogue of the plant? 
cultivated in the royal botar.ic gardeu at Kev/ Jli 
Voll. 178g. g. 

AIUGA. \Bota:i.-\ 

AJuga, ode'r nach beffern T.erearten abiga vr3.T mM 
chamaepitvseineiley. P'.in.XXU'. dprovffin.— 
Touinefori und andere nennen diefe Pfiänzenear- 
tinig bugula. 

Dciitßh. Glinfel (rf/M Ttorliß aus dem latein:. 

fchcn confolida entßarJen). 
Ho!!, Senegroen. Hotett^ 
Dan. JEie\ Viindurt. 
Schwed, Käringkruka. 
Eilgl. The bugle. 
Franz. La bugle. 
£al. ■ Bugola. 
Span. Ajuga, bugula. 
Port. Ajuga, bugula. 

a) Ajuga alpina, 

Deutfch, Alpeng'unfel, 

Hot!. Alpifch Senegrocr. 

Engl. The alpine bugle-. 

Franz. Bugle des alpes. 

b} .Ajuga Orientalis. 

Deutfch. Der morgenlandifche G'unfeL 
,HolL Levantich Senegroen, , 
Eng!. The oriental bugle. 
Franz. La bugle du levant. 
S'apati. Kaku So , Kainabata , Daruma cikf. 

Thimb. 
Coch!nch. Thich thao. Loureiro. 

c) Ajuga pyramidalis. 

[Bugula; confolida media; phyllochnois.] 

Deutfch. Pyramidengünfel. güldener Giinfe!, 

Berggünfel , blauer Steingiinfel ; 

Guckguck j edle Brunellen ; Schlag- 

I kraut; 



»31 



All] 



AIJÄ- 



132 



kr.iiit; Lorcn^.kraut; Tut ZilUrthal 
(ilawclleii . iMi'lchcniotZfii. 

Hotf. Pii.r;inndaa> Soniniocn. 

Diin, Viind-Urt. xilel V'mui-Urt. 

Nonr. KiiritvgkrukJordduppa,Jord- 
kuk. 

Söndnior. .Tonfokkoll. (wd( fie ge- 
gen ^'onjok ci. i. ^ohannl blülit). 
Ström. 

Istand. Jonsvaka.' (i. t. vrj;ilia Sti 
Joliaunis). 

Sstatrd. Kiärinj^krukaOy. ;". AlteWeibf rKriig). 
})a!i')i. I\"lölkt::ubbar. 

E>:^.'. Tlie pyramidal or moiintain biiglo. 

Franz. La bügle pyramidale; la bup;le en 
epi pyramidal et feiiilie'. 

Itat. Bi!i;nla piraniidalc. 

Spalt. Aji^J^a piramidal. 

Fort. Ajiiga ou biigula piramidal. 

d) Ajuga rcptans. 

(Cüiilolida media Offic, — ConfoUdafolt ßf 
heiß'eii tveirm ihm- Eigenfcluyi , die 
ICundeuzn heilen.— Bugula, pranella]. 

Deutfeh. Kriecliender Ciinfel . p;lattcr GimfeU 
blauer tUiiilel; Heilkrduk-Iicn : Wie- 
fcnkr.inrciien; Zapfeukraut ; blauer 
Giic-he,i'rk. 

Bnll. Kruiiiciid of gemeen Senegroen;. 
Ingroen. 

Dan. Vund - Urt fom kryber frem längs 
yed Jorden. 

Schwede Krypandc Kirirlngkruka. 

£;jg/. The common blitzte, the meadow 
biigle; fickle - Nyort; middle con- 
fomid. 

Franz. La biigle rampantej la confoude 
movennc. 

Itat. Bugolaferpeggianter confolida mez- 
zanaj (marondalo\ 

Spatu Ajuga raftrera ; vutgo confiielda me- 
dia i) bugula. 

Port. Ajuga ralleira; confolda mediana ou 
bugula. 

Ru[f. Tlchiwiifchtlchaia tra\vä., 

Poln. Zywükaft czenvoni; Glo\vicnki 
czer\yoiie. 

BöhtiK Swalnik proftredhii. 

üngr. Köze'p Nadaly-fu; Fias-fü. E. Poj\ 

AlZOON. iBotmul 
Aus dein GriechiCchen aei, immer, und ioou,. lebend; 
eine laiige dauernde Pflanze.. [Ficoidea.]; 

'Deutfch, Das- Immergrun. 
Moll ricoideß. Heutt^ 



Ell"!. TIio aizoon. 
Franz. La lauguettc. Encycl. 
Span. &'r. Aizüün. 
Port. Aizoa. 
Eine ursl.iiulill-Iic l'nanzciicatfiiiig; eine Arf (iiizoon 

liilp^iniiiiun irt in l'.xtremadura und Arragouieii eilt» 

Jic-imili.li. J'ii/aii y l'ciiiein. 

/Yl;^_ — GrUch. To pteron. 

Dewtfck. Ein Flügel (T)/ der tiühcrm Schreib' 

art Fittich )■ 

Teutdn. Fctlidhahfia. Ifidor ; Fcftacho, 

Motkcr i Vcderich. St. Aiuio V. 207. 

Nirdrrfiiclif. Flunk. 

hl altem Schliffen Vettag, packen. 
//-.//. Vleugel, \'lcrk. Wiek. 
JJän. En Vinge (.IJiisJFort foll, 'WÜ dk ' 
folf^eiiden, ans dem hritnuifcken verbo ' 

g\yiugo, 7. e, moiitare , mtßandm'' 
jeyn. Ski>mer will, es liehe f aus dein 

Z.atrii/ifch^n piiiua , wid Lenion noch 

lieber äiis ^4ßm Grietbifchen ptenno« 

herlfii-en)^^ ;■■ 

JsJand. \'3i\\^\r, 
Schred. En V'inge. 
Engl. A wing. 

A:i<ilf. Cieh,wing. 

Galir. Sglath. 

CorvJfh. Arhal. 

Ifetfh. Afgel, adain, ffilog. 
Franz. Unc alle. 
Ital. Una ala, "^ AHa. 

InDrefcia, GoL 
Span. A'a. 
Port, ' Aza. ■ 
Ri<Jf. Kr.il6. 
Poln. Skrzydl'o. 
Böhm. Kijdfo, 
Slavon. Kr'ilo. 

Scrb. {O.Lanf.') Kfchidlo. Anton. 
Croat. Krelynt. 
IFalach. Aripc'. 
Epirol. Fiete. 
Ungr. Szarny. 
'Lett. ■ 'S'pahrn.«;. 
Ebßn. {DÖrpt.') Süw, Suvas. 

(Ri'VüL) Tub, Tibas, Tiwas.. 
Finnl. Sijpi, Sij^v-cn. ■. \ ^. , , 
Lappl. Sije.. Ihre. ( S'-ijet keifst ßch biegen )' 

Soit!;ja. Leent. 
Grönl. Eförok. 
Alae. [O.-v.Mo/-. ] Di? Flügel fir.d beyilen Vügeln zwey 
gefiederte GlicHmnffen , weUlie ficli an den Seiten 
ihres R.Trper.s Lefiiiden. Sie find die voinelimlteii 
FiuäAverUzeiiije, und liabeii in ihrem Bau \ ielAehn- 
üches mit de:«. VorderlüÜen der Saugtliiere. Jeder 

Flügel 



^33 



.^A 



ALA 



134 



Flügel beftehf aus pi If.ICiiof lie», worM einer den Hiii- 
tcriirm (lirachiiim) . -^wey dun \'oi''er.inn (:iii! '.jia- 
■ rliiünO, z'.iev Hie H:ind\n\rzel ( caif'iis), iind/.vty 
die Miitelhüiid oderUiirerlinnd (niet.-carpii; )• ■''i'-''- 
machen: ander lefz.-ien fitzt der D:iuiiicn ( pollcx), 
und zwey Finger (digiti), deren einer zwpy Gelenke 
(articidi) hat. Man liirlie diele einzelne Tlieile nach 
der alphabetifclien Ordnung. 

'"'Alae. [Eiitomol."] DieFlügelfind bey den vollkcjnime- 

'■ iien rnfecten diejenigen an den Hintertheil (i?,-; Kunipi's 
und'znrSette deffellien befeJll.^ten W'er.'Sr.Pi:^;^, ver- 
niittelll welclier fie fich in die Luft trhe'jeaima flie- 
gen. Bey vielen Infeften werden die ICiUigpM.Fliigel 
(alae) von hornartigen oder leder.irtigsn .S.'jieiden 

•f- bedeckt, welclie man l'liigeidecken (elytra') nennt. 
DieFlügel find bald mehr, bald wenigerdurchflcliiig; 
oft find lie colorirt; bald find iie gefaltet, baldäusge- 
fpannt, u. f. \V'. Einige Infertcii liaben vier Flügel 
(^liie Spliin.xe, l'apilioneii, l^ibelleii, .Bienen &c^^; 

' andere haben zwey Flügel (ehiigeHilte, i;!ioD)ptera, 

die Coccinella); andre hauen gar [;rine Flügel X,ei- 

■■• ■ n ige Wanzen, alle /\ptera &c-. ). KlIh InleA w'ird 
mit Flügeln geboliren ; dieienigen welche einll Flügel 
iiaben lollen, erhalten lie alsdann e:lt, wennfieijire 
verlchiedenen Metamorpholcii erlebt haben. Die 
liieiltenjgeßligelten Inlecten künnen ihrS'i Flii^'rich- 
ten, wohin fie wollen, bald zur Seite, bald vorw.'irts, 
bald riickwiirts ; bey den Vögeln liat man dies nie 
beobachtet. Viele Infeden laiTen jniFIcigo ein Siun- 
fen hören, das durch die zitternde Iclinelle Bewegung 
ihrer FlügelhervorgebrachUvird. p'id. Bgmbus. 

Alae dl aconis. DerDrache hat, auffer den FiilTen, 
noch häutige Flüge! an den Seiten der Bruif, welche 
durch rippcnlörniige kn'-rpel unterlUitzt ufid bewegt 
werden. Er bedient fich dieler Flligel hanptfachlich 
um weite Sprünj^e zu thun, und fich auf eine gewilTe 
Strecke wegzufclileudern. 

Jitae. F.inige mollufca fi:;d mit Flügeln oderFlüs^lar- 
tigen Häutchen veriebeu (_Clio; Sepia lepjola ; 
Sepia tunicata). 

Alae. iTrnii. coiichiß^} DiP. in der Geftalt eines Flügels 
ausgebreitete Lippe eiiiiLjcr Schnecken, weiche man 
aus dieler Urfache t luge; .chneckeii zu nelinen pflegt. 

Alae. [TV;;;/, botai!.'] ?C) DieFlügel; diekronenblät- 
ter einer Schmetteriingshlume (^papilionacea flns), 
velclie zwifclien "der F'ahne (ve.\illuin) und dem 
SchilTchen (carina.) Iieg.:n, und einzeln zu beyden 
Seiten einander gegenüber ftel^en. Sie haben we- 
gen ilirer Kinlüginig eineii doppelten Nagel, b) Bey 
••■. ; den älteren Botaniicein hieflen alae oder Flügel, die- 
fi» jenigen Winkel , welche der Stamm in .\'erbiiuinng 
mit den Zweigen odei-.Hlatleriitormirt. c) Die Kinne 
eines Stengejs, welcha ei^iweder durch d.as Blatt r(4er 
'_' ' durch den Blätteriliel formirt wird ; gtwuhiili'cii kom- 
•"'-' itien neue Sprolleii ai'u dii;'rEr'R;nr..e heivor. DieAehn- 
lichkeitiJt wohl von der Achrelh j'lile desmenfcliliciien 
Körpers hcrgenonimen, welcher rnsn den latcinifcheii 
^'amen ala bc) gelegt hat. d) Die auf den Baum- 
ftämmen oder i'ilanzenrtengeln neben einander als 
•jL : Flügel !:ervoi:ti eibcnden Zwei.ge oder BKiicer. e) Flü- 
gel, odcrausgebreitete häutige Anlatze. an der Seite 
,, ■ oder am Ende des Samens (^ l'iiius lilveftii.'i, Cojio- 
carpns, Antthum, Corifpemium, Pmiueria &c.) 



Ala f. pinna auris. [_Ai:af.] Gnech.Vtery 
gi.in. 
Dentfch. Der Flügol des Ohrs. 
Ho//. De Oorvleiio;cl. 
Dan. örcklap; den o\'erfte Deel af örct. 
Sclnoed. örwingen. 
Engl. The wing or tip of tlie auriclc, tlic 

pinna. 
Franz. L'aile ou le haut de I'oreille. 
Ital. Ala o pinna dell' orecchio. 
Span, Ala o pina de \a oreja. 
Port. Aza ou pinna da orciha. 

Der obere, breit» knorplichte Theil über der Mufchel a» 
äufieren Ohr. 

Alae f. latera nafi, [A-mt.'] 

;' jnWff/cÄ.Die.Nafcnfliigel, die Xafelappen, 

• :iHol!. De Neus\leuu;Gls. • 

• -Ößn. NaL-febores Vinger eller Sider, i^:-^fr-, 
■" fligcrne. 

Srkwed- Sidorna pu Näsborerna, 

r'-'^^'j^f*) Tlie wings or cartilagineous lide.s o€ 

' ' ' tbe npfe., 

Franz. Les ailes ou les ailerons du nez. 

" Jtat. Ale ,0 fianclii de! nalb. 

Sipan. Las alas de la nariz. 

Fori. As azas do nariz. 

Die zwey unteren und beweglichen knorplichten Theile' 
an deji Seiten derNat«. 

Alae pulmonum. r?W. lobi. 

Alae. T'id. myftaces. 

Alae f. labia pudendae mulicbris. /"/W. 

Labia. 
Alae. t^'4' Nymphae. 
Aläe ■verpQttiliomim. T'id. vcrpertilioiiuiu 
?*inj-.c? alae. 

Ala 'r, axilla. \_rmu.anaf..] Ca»/: Axilla. 
I Cicero orat. 4^. fhf^t a]a fiif ans axilla eut- 
ß-nndrn). Grirch. Mafcbaia, male. 
Dciitfch. Die Aclifelhöhle : die Aclifelgrube. 
die Armhöhle. 

■ Bauern. Yexen; Schwaben Achfen, 
Wejchfeij. 

Tenton. Oabchafa. Rab.Maiir. 
Hau. Ann hol. 
Dan. Det Armehiil. 
Sdiiced. Det Armhol. 
En '!. Tl.e armpit, the armhole. 

Noi'doigl. O.xter; Sctiottl. Oxtar. 
Galic. Achlais, AfguiJ. 
I 4 Wel/h 



ij5 ^AtA 

m-!ßt. Cerail. 

Corv.iflt. K:ujal. 

/V(7»ir. I-o goiilVet; iMiiTcIle. 

/.'.>/. 11 ditrolo, l-ullcUa.. 

SfCTu. ül fobaco. 

/br.'. Ü fovaco. 

tinff. Potlpiifiirlia. , 

/'<)/).•. l'oHpafze, Pach». 

Böhm. l'odpnXdj. 

UiifTi: Hi)iKillya. 
7-r^/. Paduile. 

Ehftn. Kaenia allune. 

FwA. rainalo. 

I.c.fvt. Alke wiiole. 

Gron.'. Oniga. 

Die Aclifelliüble befindet fich unter dem Obcrtlieile iea 
Anns. Bey Krwaclireneii i(l Tic mit Haaren befetzt. 
Die 'liioüc oder Weiclien in dieler Gegend find mit 
Diill'en «ngefiillt, und empfangen viele Feuchtigkei- 
ten ; zuweilen geben üe eineu unliebliclien üerucli 
von ficli. 
^laf ttoit voh'tnules. [ Tf/W. orm'tttol'i So 
nennt man die zmn Flie°(?ii'ui;gerchicktti» Flügel, 
dcrglciciien z.B. derStrairfs hat. 
Jtttte'-'tttucta. [ff;«:, nilom.] Der Schwanz, wel- 
cher (ich af» einigen Schmetterlingsfltigcln befindet. 
jDiW. VingehaJen; /Vawi. La queue. 
^larum afex. Die Spitze der Flögel. Franz. ha 

pQiute. 
itlaium hafis. Die Wurzel oder die Gegend aa 

derEinlenknng der Flügel. , 
Aiaii-m coßae. (rinn.' eticm.l Die Rippen in den 
FiUgein. oder die zwilciien den FHig.elliäuteu liegen- 
den Sai'tgefäüe. Fy-auz. Le.s nerviures. 
Atanim difcits. iTeria. niloiH.l Das Mittelfehi 

der Flügel. 
Jttaruitt fpetoi-y f:ior. l'id. Hirsifmu.?. 
Alaruhi iiqro). {Terti-. nilom.l Der Saft, wo- 
mit dieFlDgtl der inTetCßu^; ;wenn fie den Kymphvn- 
ftaiiJ verlafteii, wie cingetrruikt lind. 
Aier-.-iK mentbraiiae. [ T'fr»«. c »i^ow. 7 Die TOute 
oderBekle-iiinj^^n, woraus-ein Inltaenfliiget befteht. 
leder Flügel lint zweyTolcher die Rippen oderSaft- 
gcfafie bedenkenden "Haute, die lo lein find, und fo 
feil aufcijiander geleimt, tlali es iiitlit raügUch ift, Iie 
von einander zu trennen. 
Atarum pagiuae. [Term. enlom.1 /7ii. Pagina. 
il,iru>:i pe I iphf) i a. [7',nfi. rnlom.'] Der Rand 

cder UnifarYg derFliJg«!- />/t«-c. Le' bord. 
jiiariiiii pili. \_Trim, auat.'] ^7ii Hirci. 
.ilartim t uiiti:i.-:i ts. ^Teim. enlom.l i'id. xaiU 
menta. 

^■ilariim fp nutuix^ \^Trrti>. nrnuHtil.'\ Ein FUi- 
geirpiegel. Wenn die Deckfedern der Flügel mit 
Itliüücn, tark gHoizeudep F;ubenflecken oder Bni- 
dpa gezi-icjinet lind- ^f . ß. bey den Fnten; Anas 
fuligula"); Siauti. Vüigrgegel;, iv<i>.j. le mixoir. 

•"ü not ha. l'ik-. Fijy'Ji;! ala.. 



ALA 



136 



Ala fpurS». Ili. Alula. 

Alatfnrtucs paici, c li i t p p 1 1 1 i pedrt. Flü- 
gol.ilniliclie Filffc , Flugl'iili» einiger Säugthiere. 
Dergleichen haben die Fledermaule an den Vorder- 
filUtn , iltren lange Finger durch die Flughaut mir 
ein.indcr vereinigt, und diele wieder mit den Hinter- 
füffcn verbunden find. , l,>le Fülle de.s flicgcndea Eirli- 
lioriis und desMalii dürfen aber nicht liierunterver- 
(iandcn werden, denn dieFüd'e dieler Thierefindgc- 
fpallcn, obgleich die VurderfiiiVe ehenfüls i»ii den 
Hinierftlffen verbunden find. Die Flederinäufe kün- 
iieii in die ll'ühe flie;;en; letztere aber nicht ; ficma- 
ciun nur, wenn fie l(:hon in der Hölie find, lehr weite 
Sprünge. 

^tiifformia foliola. [Term. io/. ] Kleine FllU 
gelähnliciie ülätter, wie z. B. am Kelche der Foly- 
gala. I 

Jtlares mufcuti. l^uitt.'^ l-^i.i. Vter^go'vÜes. 

Ahrres veno f. [^ Ainil.'] Die^iirüi lifuht-enden 
Blutadern desNalenflUgels ; 7)vr/;z'. veiiiej alnircs. 

jUat-fs arleiiae. [^V;/»r/. ] Die Schlagadern der 
Achl'elhöhle. 

Alatus, a, um. adj. 

Deidfch. Gefliigelt, mit Flügela verfehen, 

Holl. Gevleugelt. ' 

Dan. Viiiged. 

Scliwed. \'ingad. 

Ens,l. \\'ingcd. 

Franz. Alle. ^^ 

ItaL Alato. * 

Spart. Alado. 

Port. Alac'o. 

Kv.ff. ■ Kiiilattii. 

Foln. Skrzydlafti. 
-■'.Bähm. Kndfaty. -^ 

Un^r. ' Sza'niyas. 

Leti. -Spuhrnai;is. 
^lata filiqiia. l'iti. margniafa. 
Al»tae (^eocItUDe). b) Aljiiles. 

Flügellchneclten. (^Sielie oben') b) Vcrllcinerte 
FlügeU'ciiiiecken.. 
Alati. So nennt man diejenigen , welche eine hohe 
Schulter haben, 

Alati p i-oc ejju s. [_Anal.'] Die nügelahnlichea 
Fortiatze des Kopfkeilbeines ( os fphcnoldcs). 

Atato-piun ffta folia. [B"l.'\' Goflügelt- gefie» 
dcrte Blatter ; wenn nämlich der BlaUlliel zwii'chen 
den BUttchen geflügelt ift. 

Atafum Collum. [Ternti orniihol.'] Wenn df-r 
Vogel zu beyden Seiten des Halles langc,Ftderii hat, 
und fcibige ausrecken kann.. 

AI a tum ■ corpus. Wenn der Körper eines TIners mit 
häutigen Flügeln bcletztill. a) Verrdiifdeife In- 
fecten. i'id. alae infeclorum. b) Verfcliiedene 
Würmer. Sii-ke oben, c) Der Drache, l'iii. alae 
draconis. 



Ala tum folii 
COroliUs). 



iBoian.l Eiji geflügeltes Blatt 



13? 



ALA 



ALA 



138 



jSlalr.s petiotm. [ /".Twf. f o/. ] Ein geflügelter 
oiier gebrämter Blattjliel ; wenn er mi beiden Seiten 
einen liäiitigen Anlätz liat (Citrus aurantiiim). 

Uilalui ejl rex. Der Weirer ift flügge, rf.;. erlmt 
leiiien Nvinpfeiilland verliUTen, und il't l'einer Flügel 
nun mäciitig, l'u dalj er bald daxauf ichwärmen 
kann. 

Altlbandines. [Lithot.] Ca»/. Almandines. 
Alabaftra folia. ITi't-m.bet.'j Dieäufleren 
-'•'. Knorpenblätter. 

So hat man die grüjien Bl:itfer genannt, welche eine 
- noch nicht aufgebrotliene Blnnie iinigcbfn. Ala- 
ballrum oder alabaitcr hiels uripriinglich ein ßal- 
fumluichsch'pn ; es ill alib die An«'endting auf die 
E::ifVtirung flerBlütlie lehr artig, belbnders wenn 
Fliiitus XXI, 4. die Rolenknolpen alfo nennt. 
Einige haiteii, mit Jiingiiis , die alaballra lilr die 
eben aufbrechende ßlüthenknolpe einer Rol'e. 

Alabaftrites. 

[ Alabaftrka ; marfnor alabaftrites, marmor 

thebaicum ; alabaftrum darius opacum.] 

Deutfeh. Der Alabaftrlt, der faifche ATabafter j 

theburfclier Marmor. 
Holt. De Alabaftrict of onechte Alabafter. 
Dan. Alahaftriet, tliebai/Ti Marmor. 
Schic'cd. Alabaftrii-. 
Engt. Tlie alabaftrites. 
franz. L'alabalcrite. 
Ital. Alabaitrite. 
Span. Alabaftrite. 
. \Fort. Alabaftrite. 

. Unter alabaftrites wirdverrcrriedentlich verftanden n") der 
Alabafter le'blt. b") Eine härtere Art Ahtbaftcr, in- 
dem z. B. Boet allb diftingiiirr, daTs der Alabalter mit 
einem Meiler geichnittcn «erden könne , derAlaha- 
ftrit luiigegen nicht, c) Ein dichter, gvpsartiijer 
Stein , der n)ehr dem Marmor , als dem Alahalter 
gleicht ; in dielem Verllande wird er unter liirium 
niarmorcnm Linnei geletzt, d) Eine Steinart, die 
mehr von der Natnr des Alabafters, ah des Marmors 
bat; m dielem Verfraiide wird er unter ftirinm afaba- 
ftriniim Liitrei geletzt, l'o wie auch Rinmann mir den 

, fctrahlgyps Alabaitrit nennt, u. d. m. 
l'eberhaupt wilfcn die Autcuen nicht, weiclier Stein ei- 
gentlicii luiter Alabaitriteszuveiftehen ilt. Der Name 
Ware all'o entweder gänzlich zu verbamien, oder ein- 
ftinunig uud ein fUi allemitl einem gewÜIen Steine 
beyzuicgen. 

ALABASTRUIVT. 

[Alabaftrites; Onyx f. trtartnor onyclntea 
vctcruin; gyptum alabaftriiin. Lin.], 
Gi-ii'cli. Alabaitron. 

Dvjlfcii. Der Alabafter, derAlabafterfttUT. 
Holt. Alabafter. 
Dan. Alabafter. 

Lland. Alabafturfiein;, 



Schi'ed. Alataftcr. 

iW. Go.'/f. Alabaftraon. Ulph. 

Engt. Tfie alabafter, the alabafterftonc> 

Franz. L'albätre ; alt. Alanibaftre. 

Ital. Alabaftro. 

Span, Alabaftro. 

B'.ifc. Alabaftroa. 

Foi-t. Alabaftro. 

Ruf Alabaftr. 

Pohl. Alabafter. 

Bahn. Alabaftr. 

Uiigr. Alaba'ftrom-ko. 

Ehßn. Alabaftji kiwwi. 
Alabafter oder Alabaftrum {Gilecti. Alafmftron, AlaiM- 
firos) hiels hey den Alten em Gefals ohne Henkel, 
worin wohlriechende Sachen oder koftbare Salben 
Terwahrt wurden. Man leitet den Namen her aus 
dem grierhifchen Bevworte alal>e.t, d. i. ohne Grif 
oder ohne Henkel. Da dies Gefa'l.s mehrentheils aus 
Alabafter bereitet wurde, To ghiubt man, dals der 
Stein von dem Gefafle feinen Namen erhalten habe. 
(Ein folche.s Gef.al's hiefs bey den Aken auch Onyx). 
Andre wollen das lateiuifcheBeywort albus zumür- 
fprujige der Benennung angeben. 
Der AlabaJlerift, in Anfehnng feiner Farbe, entweder ein- 
farbig oder bunt Unter den einfarbigen ift der weiffe 
am fchünften, und am gemeinften. Der ritrongelbe 
ift rar. Ift er braun, wie Schildpad, ib Mird er auf 
Italienil'ch alabaftro tartarugato genannt. 

ALAUDA. {Ovnitho!.-] 

Dentfch. Die Lerche. 

Holt. De Leeurik. 

Dlin. Lserken. 

Schwcd. Larkart. 

Engl. The hrk. , ** 

Franz. L'alouette. 

Itat. Lodola. 

Span. Alondra. 

Fort. Cotovia. 

a) Älauda afvicana. 

Dentfch, Die afrikanifclic Lerche. 

Engl. The africaa lark. 

F-miz. Le firii du cap de bonne efpe'rance, 

Ital. II üvü di-1 capo di büona ipcranza. 

b) Alauda alpefcris. 

[ Alauda virginiuna ; alauda gutture flavo. } 

Z?(?i«{/irÄ-. Die Berglerche ; die Schneelcrche, 
die Wititcrlerche ; die virginifcbe 
Lerche; die gelbbärtige amerikani' 
fche Lerche. 

Hol!. Ber'j.lecurik : VirgiuUcheLeeurik, 

Dä:i. Brers.;l:eiken, 

Schwcd. BerRlärkan. 

E,ikL Tlit fliure lark, 

Fyiv.z, 



139 



ALA 



ALA 



140 



Finnz. HaulTe-col noir, ou alouotte deVir- 

piiiie. 
Jial. Lodola di \"irginia; — Squizzetina. 

Scopoli. 
Spa^i. Alonrlra de X'irjrina. 
/\'rt. Cnto\ia de \'irjrinia. 
Jiitß. ScIi-.i\v()roiK)k liepnoi (rf. /'. Stcppcn- 
ierrlie). Falk. {Sie iß in feinen Reifen 
HL 392. umß'ändlich hefchrielien). 
Lcsnoi iVliaNvronok. Gcorgi (Bei/ Falk 
wird die Bnnnilcrcbe alfo genannt), 
I,c.snoi fchawronok. Georgi, 
PodorOicIniik. Gmetin. 
Difffr amcrrkaiiiltlie \'ogel IjII zuweilen inEiiiopa gefe- 
lieii, iiiiii, wie 111a» glniibt, durch Wimiliölle daliiii 
getrieben werden. 13ie (ranzüfilche Ueiienmuig 
liaiilfe - col rührt daher, weil er liber der Uruft mit 
einer gelben Binde, wie mit einem Halskragen ge- 
zielt iit. 

c) Aliuuia iirbnrea. 

Deutfih. Die liaumlefclie, Waldlerclic, Hey. 

di'lcrclie, Kimu deiche, Kraiitvogel, 

Gi-reutlerche, Scbmeervogel, J.ud.i- 

lerclie. 
Holl. Boon\leeurik. 
Dan. Skdvl-icrken. 

Ciinbr. Heedeicrke, Lynglerke. 

Jslniid. Heylüa. 
Schtcrd. Skogsl-irkaii. 
£ng/. The wood-Iark. 

IVi'lfh. Hedydd y coed ; Esgudogyll. 
Franz. L'alouctte de bois ou le cujelier, 

/;.'. einigen Cantons von Bourgogne 

Pironot. 

Sologne Cochevier, flulutoire, flu. 

teur, turlut, hitheux, mufette, coche. 

liirieu, pienii, turhitoir; an andern 

Orten trelus, cotrelus. 

Sainlogne Coutriaux. 

Kaiitcs Afcalaiidre {corruinpirt von 

alovrtte calnndrc). 
Itat. La lüdola degli alberi; — Tottnvilla 

O'ina; TordÄndi Scopol i; (La niatto- 

liiin; Sardin. Accucadita. Cetti) lUic- 

cellett:a. 
Span. Alondra de arboles. 
Fort. Cotovia de arvores. 
Fi'ß'. Lesnoi fchaworonok. Falk. 
Böhm. Leyni ndiwan, LindufiTia. 
Po!n. Dzierlatka. 
Crain. Zippa. ScopoU. 

Sie ift von der gemeinen Lerche verfchieden ; fic ift viel 
lileincr; fie l'et/tfich, wider die Gewohnheit der Ler- 
chen, auf Stangen, oder auf Bäumen, daher fie auch 
den Namen Baumlerche führt ; fie fingt bey Tage und 



licyTCarht, 1111 J ihr Gefang lint viel Aehnliches mit 
dem Sililagcn der Nachti^jal ; im Herbl't werden die 
üaunilerclien fclir feit, ihr Flriich ill lehr dclicat. 
Kinii^c uKichcn einen UnterCclned zwifdicn Tag- mit! 
Nachilcrchcn ; jene, weil fie hcy Tage , und diele, 
weil fie zin Naclitzeit gefangen werden. Nach ihren 
Jlefchrcihnngen find unter jenen Hie Kornlerchen uiiJ 
uiucr dielen die Haumlerchen zu vergehen. 

d) Almida avvenfis. 

[Ahiuda coe]ipe^a; alanda flno criflia; alau- 
da vulgaris.] Griecli. Koiydo.s, Kory- 
dalos; N. Griecli. Chamocliiladi. 
Deutfeh. Die Lerclie, die gemeine T^erche; die 

Ackerlerche (die Feldlercbe), die 

Saatlercbe, die Kornlerclie (ße führen 

diefe Namen-, iceil fie meißens im Gr. 

trnide brüten ); die Hiir.mel.sierche. 

die Sanglerche; Im [Feßpltälifchen 

Lauberken ; Iti Niederfachfcn Lever- 

ken ; Um .Bafel Lurlfiii ; Tcutoit. 

Laurice. 
Hüll. De Leeurik, Akker-Leeiirik, de ge- 

mecne of ongekuifde Lee'urik; Jilt. 

Lccuwercke, Lecwcrick, Lcwerick, 

Lauwerick, Lewerik,^ Lercke. 
Dan. Laerken, Lerken, Sangierken. Korn- 

lerkeii. den almindelige Lcrke. 

Norweg. Lerke. 

Island. Loa, Lava; In der Edda 

LalTiia. „ 
Scltwed. Larka. Akerlarka, Sangl;irka. 
Engl. The lark , the common field lark ; 

the (T.y-lark; — Schottl. Laverick. 

Sinclair. 

Anglf. lyaferc, Laverc, Lavroc. 

Galic. Uifeng. Ki.iblap. 

If'm'h. Hedydd, Ehedydd, Uwch- 

bedydd, Uchedydd. 

Cornifli. Ewidif. 
Franz. L'alouette, ralouette ordinaire ou 

rommuiie. 

Alt. Alaoete, Aloe, Bardal, La^xtte, 

I^nzefo. 

Bas Bretagne AlKvcder, AUwede:^, 

Allv.ede, Ec'hwedcr, C'h\vedcr. 

Laiigued'oc Contclou ( iß mit der 

mam-icttc in Paris cinerley.). 

Giiieune Lavette. Alavette, Layette. 

Paris i\lauviette ( fo nennt ma:i fie 

dafelbfl, wenn fic efshar find ). 
Ital. Lodola, allodola. lodola non cappcl- 
lura; I'anterana. Zin-; — Calandra 
Scop. In der Gegend von Safari 

Calandra ; ; Campidanefi Pifpanti. 

Cetti. 

In 



£41 



ALA 



ALÄ 



142. 



In Parma Regio. 

Li Loinbcrdia Fartagnia. 

Li Brefcla Serloda {^dinün. ferlodeta^ 

ferlodina). 
Span. Alondra, Aloda, calandria, cogujada 

fm penacho. 

Catatou. LIaufeta. 
Port.. Cotovia, cottobi'a. {Diefe allgemeine 

Benennung der Lerchen fall aus dem 

Grieckifchen kotte, i. e. caput crijla- 

titar, vnd hlos ziifammengefetztfeyn). 
~ Rujf. Schaworonok, 
Tatar. Sokol Pfv». 
Bafchk. Melleus. ' 
,A'irfTif. Kongur Tiihur. 
Kalmiik. Targar Bockfcherga. 
Tuitgiif. Biitfchiimur. 
Kamtfih. Tfclulnlatfch (Diri'e Benennung folf 

den Gij'ang der Lerche nachahmen). 
Pohl. Skowronek. 
Bahnt. SfRiiwan, {Dmin. Srferiwanek)» 
Serh. (0. Lauf.). Skowrenz. Anton. 
Ifhjr. Tfclieba, ' 
Crain. Skerianez Valvcifor. 
Laudirza Scopoli. 
• Ungr. Patllrta. Sza'ntdka. 
Lett. Zihnilis. 

Efißn. Leoke, Leokenne, Löokenne. 
Finnl. Kirwinen, Leiwoinen, 

DerUrlprinigder latcinif; hcit und iiordirchcn Benennun- 
gen ift dunkel. Viclf \rollen, dafs das lafeinifche 
Wort a la-.iiiaiido oder aucli a lud/näo eiicllanden 
fey. PUh. XI, 44. hingegen fagr, die ehemals, wr. 
gen ihrer Krone, fogenannte »is galerita, l'ey nach- 
her mit dem gallifcl'.en oder celtilcheu Narneii altiuda 

._' belegt worder ► Eigentlich hiel",- dies celtilclie Wort 
«//a./rfoder alleud, und .'bll, nach der Verficherung 
einiger Etymologen, aus ul und /«;<i< zulamtnenge- 
fetzt feyn, nnd einen Vogel a:igezeigt haben, der 
die andern Vjgel im Singen übertreffe. Auch nann- 
ten die Gelten eine Lerche vorzugsweife ßmäaea. 
cder Batäala , d. i. die S;iugeriuv 

'Vaa AfmiJa fihd diejenigen europj'ilchcn Benennungen,, 
welche mit ihr bald mehr bald «eniger ähnlichlau- 
tend fiud> am fttiierfteii herzuleiteii- 

Die Ackerlerchen find wegeiv ihres Gefanges berühmt, 
and wegen ihres Wohlgefchmacks, Was den letz- 
teren bpTiSV, Ib gieit man in Deutfchland den Lei*- 
cfien um ili.le luj.l Leipzig den Voreug; (ie wer- 
aeu auchdesfalls in der HerblrmelTe weit vcrlci.i^kr. 
Man will- diele vorziiglirfie Güte dem in jenen Ge- 
genden h.'iufig wachienden wilden Knoblaudi (aUiu.ii. 
vrlinum) zuicineiben. 

folgende drey Varietäten der gemeinen Ecrcfte fin J noch 
zu bemerken, a) Alauda alba, die weifle Lerche- 
fc) Aiyuda nigra, die Ichwarze Lerche, c) Alauda 
loügipes» £«^/. the longlegged Lark Lalliam. 

Dea LuftgelaHg der Lerche pllc^en die HuiHinder durcii: 
das befoiidre Wort /«/«•&»« ««aus zu-dtücken. Kbeii 



fo kMiigt aii.-Ti der T.indelirers, welchen Linne an- 
geiührt hat; ecce liiuni liiiie, tiuie, lluira tirüe 
trad.it. 

e) Alauda campeflris. (Conf. AI fr,rnorefta), 

[Glareana Geßier ; Alauda minor campeftris» 
Ray.] 

Z?w//f/?, Die FeldlercTie 7 die- Brachlcrcht- 
Frifh; die Krautierclie G,/)i//;fr; die 
Gereutlerche- (Krt7y?f zur Brütezeit 
ßch in den Gegenden , wo- Holz ans- 
gereiiiet trrrd, aiifz:>ha!ten pfleg-n)-. 
die Kotfilerche; die } Icidelerciie; — 
Gickcrlin Gejner ; das Guckerlein, 

Hol!. \'c4dlceiirik. 

Dan. Marklasyken. 

Schwed. Marklärkan-. 

Engl. The meadow lark. 

Franz. L'akmette dechamp; (la (pipolette), 

Itaf. Lodola del campo. 

Span. Alondra de campo, 

Port. Cotovia de campo, 

Puff. Pelewor Ichaworonok. Falk. 

Tungiif. Kurbuk on. Georg! . 

Briflön hat diefen Vogel mit der florentinifcheii r.prchs 
firr einerley gehalten ; mehrere Schriftftf Ut-r. be- 
foiiders Friiizoleii , find ihm gelbigt, i'ia. Aland,* 
fpiuoletta. 

f) Alauda calandra. 

[Alauda major n calandra. Bri/T. 

Alauda non criftata major; tetrax par- 
va. Gefn.'] 

Deutfeh. Die Kalanderlerclie ; aljufwe Galati- 
der; — die grolTe Ringlerche Halte; 
Die gröiTcre ungehaubte Lerche der 



P3-ren:il'chen Gebirge, 

Holl. Kalander. 

Dan. Ka'atvdcrlKrken. 

Schwed. Kalanderlärkan. 

Engl. The calandre fark : the BnnMng-. 

Franz.. La calandre o-j la grofli alouetta 
Lau^ued'oc Calandro. 
Provence. Coulafiade (jeegen ihres' 
Halsringes). Li der Gegend von Or- 
leans fall ßg heiffen Alouette de- 
bruyere. 

Itat. La calaiidra. »IIa fodofa; ma^jore. 
Li der Gegend um Saßhri cahndrii. 
reale. 

F.pcni. Calandria o- alondra grande. 

Fori. Calhandra^ ou cotovia maior- 

iV. Grirclu Brakola. 

Calandra foll, wie einige Tagen, von eTilieTitlriiiii,. tt. i. 

eu;Ä Ai-t Haiibe„ herkcuuneu-,, Qiarletoii. lagt, es 

r koin- 



H.i 



ALA 



ALA 



144 



kamire aus dtsn Ciitcliirdieii licr, apo tou kslos 
.''. iji, a lü.lvit.ile caiiMiÄ. In Micrii Urlier(rt/\in- 
.■ , fin.Vt man den Kabndc-r niU andern Vügelu 
. !". mit deiu Tisvcgei, verwcihifli. 

Der K;t1.iiiJ(;i'lcrc!ie !!> grüiri?!', ül.": die «meine Lerche, 
ilbrigeiis iibvr iiiciit Iblirvön derllelheii verrdiieiicn. 
Sie i-Mt oiilen ielir ."iHv^eiieLmc-i Gefüiip, \\vA i(l 
fKlng, iiich» nur den Gefiiiig nuliirrcr Vögel, ibn- 
*«leni aiicli imdre Töne ii;icli/iiHlMncii. Sie Täfst ficli 
Dicht leicht .-ahm maclien , ilf (ie aber erft zainn, 
£0 luigt lic olinc Aiifliüren. Mimi liat jii llalien die 
Redeii.sart can^ne ciinic iina calandra, für gnr C\n- 
gcn; <ind in Spnnion ea inia i;il.Mid'ia de agiiador, 
d. i. man niciiue er i'olie lingcn, allein er Iclireit 
wie ein lüel, oder geradezu, er ill ein Elei. 

g) AUnid-a capcnfis. 

JJeuffi!:. Die knpifchc Lorclie. die Kalandrr- 
k'rciie vom Vorgebirge der guten 
Hofl'ining; die gclbc H:ilsbinde. 

ffo}l. Kaapfchc Ixeurik. 

/Jii:i. ( :ii slaerkcn. 

Schwed. Cupslärkan. 

En-^l. Tlie cape lark. 

Franz. La cravate jaune, on la calandrc du 
cap de bonne elpcrancc, l'alouette 
du cap de bonne efpe'rance. 

Itat. La cravatta gialla , o fia calandra del 

capo di bnona-fperanza. 

Spa'i'.. Corbataamarilla, ocalandriadelcabo 
de buena efperanza. 

Port. Calhandra do cabo de boa efperanqa. 
Sie ift gröffer, als uufere Kalauderlerche ; fie ift fchou. 

li) Alaudix cinerea, 

Deutfeh. Die afchgraue Lerche. 

Engl. Tlie cinereous lark. 

Franz. La cendrille. 

Ital. La cendrilla. 

Eine Art Lerche am Vorgebirge der guten Hoffniincj, 
von welcher, aulVer der Befchreibiing des Munt- 
be;llaii1, weiter nichts bekainit ill. 

)) Alauda criftata, 

[Alauda criftata major. — Galerlta, alaiid.i 
cafTita, capitata, pileata, cappellata, alaii- 
da terrena, alauda terranimj. Griech. 
Korydalos lophon echufa. 



Deutfeh. 



Hol!. 
Drin, 
hcliwed. 



Die Haubenlerche, Hcubellerchc, Ko- 
bellerche {Im Elf aß nennt nianichie 
Haiibe Kobch. 'Schopflerchc ; Ht-i- 
delerche, Wcgelerche; Kotlilerche, 
der Kothmünch. 
Gekuifde Leeurik, Kuifleeurik. 
Tuplierk'-n , Veylserken. 
Tüfslarkan. 



Engl. Tho crcftfd lark; — tlie coUwold 

lark Charlet. 

n'elfli. Hedydd roppog. 
Franz. ho cochevis ou la grofie alouette 

hiippe'c. 

Lanffied^oc. Coucouliado. 

Fe'rigord. Vcrdange. 

Bcrry. Aiouettc cre'te'e. 

Brauce. Alouette cornue, alouette 

du chemin. 

Provence und Orkans. Calandre. 
Ita!, La capellugola, la gran lodola cap- 

pellata; capellina, Coverelia, cipcrina. 
Span. Alondra copetiida, d cogujada. 
Port. Cotovia capelhida. 
Rujf. Semleiioi itjiaworonok. Falk, (d.i. 

Wegelerche ) ; Choclilatoi fchawo- 

ronok. Gmrl. (d. i.. Schopflerchc). 
Pohl. Smieciacb, Dzierlatka cziibata. 
Böhm. Chocholaty iUriwan; trpelka, cho- 

cholka. 
Ungr. Süfe'tek; Kalapos madarka (i. i. 

Haubcnvögelchen). 
Letl. Zihi iilis ar Zekkuli (rf. i. Lerche mit 

dem Zopf). 

Die Haubenlerche hat den Namen wegen einiger her» 
vorgehenden Federn auf der Spitze des Kopfes, 
deren Anzahl zwifchen 6 und 11 verfchieden ift. 
Sie ifl etwas grofier, als die Ackerlerclic, abernicht 
fo hHiifig, auch nicht io fciimackhaft. Ihr Gelang 
ilt lieblich, und niclit h durchdringend, als die 
Töne der Atkcrierche ; kein Vogel iil fo gelehrig. 
Sie leben aber nicht lange im Käfig. Am lieblien 
find fie nahe an den Landwegen, und auf den We- 
gen felbft, daher (ie auth VVegelerchen genannt 
werden. Aui Gartenwanden, aut Strohdaciicrn und 
anf Miffhaufen erblickt man fie häufig, und aufdie- 
leii Erhühungcn fingen fie ihre Lieder. Aus dem 
Pferdeniift Indien fie fich dio nnverdauten Körner, 
und werden daher auch Kothlerchcn, Kothmüliclie 
genannt. 

k) Alauda flava. 

Dattfch. Die gelbe fiberifche Lerche, derPrie- 

ftergiartel. 
Franz. Laceiiiture de pretre, on l'alouette 

de Sibe'rie. 
Ital. La cintola del prete, overo la loJoIa 

di Siberia. 
Ein fi-hr fcliön gezeichneter Vogel. 

1) Alauda gingica. 

Denlfch. Die kleine graiie Lerche von Gingi. 
Engl. The Gingi lark. 
Franz. La petite alouette de Gingi. 
Span. Alondra pequena de Gingi. 
Sonnerat voy. aux Indes II, 203. 

n) Alauda 



H5 



AU 



ALA 



146 



ni) Alanda italirn. 
Dcutfih. Die itslieiiiftlie Lerche; — DieWach- 

tellcrclie Haue. 
HoH. Italiaanfche Lceurik. 
Engt. Tlie italian lark. 
Franz. La givule , ou l'alonette d'Italie. 
Ital. La girola. giarola. 
Span. Gjrola, o alondra de Italia. 

Aldrovandi hat diefpii Vofje! mir ein einzigesmal gefe- 
lien, und die Autoreu führen unter dem Namen gi- 
rola blos das Zeiignils jenes Nsturforrdiers ai^. Ks 
ftelit allbnoi-h dahin, ob dieferV'ugel eine Ait,. oder 
nur eine \'arieiät ift. 

n) Alanda liidoviciana. 

Deutfeh. Die luifianifche Wiefenlerche. 

En^. The Loaifiana lavk. 

Franz. La farlouzaiie; Talouette de la Lou- 

ifiane. 
Ital. La farlofana. 
Wegen Ihrer grolTcii Aehnlichkcit mit der Wiefenlerche 
(^Fiaxt. farlqjjfe') hat ihr Montbeliiard den Namen 
fnrlouzane gegeben. Warlcheinlich ilt fie die näm- 
liche Art, und hat nur durch den Eiuflufs des Kli- 
ma einige Verüudruiig erlitten. 

0) Alauda lufitan;^ 

Dnäfch. Die po: tiTgififche Lerche. 
Engl. Tiie Portugal lark. 

p) Alauda magna. 

[iMerula americana torquata. Brijfon.'] 

Deutfeh. Die Riefenlerche ; der Hufeifenvo- 
gel; — Die Dubbellerche. Klein. 

Holl. Groote Leeurik. 

Dan. Den ftore Laerke. 

Schwed. Jattelärkan. 

Engl. Ti e larjie lark. Catesh/. 

Tlie croicent ftare. Ar&. xoot. 

Franz. Le fer - a - chcval , mcrle i» collier 
d'Atnerique ; l'aloiiette grande. 

Diefer amsrikanüche Vogel ift von der Lerche fehr ver- 
l'chieden, und man weiis nicht, warum Catesby ilim 
den Namen einer Leiche gegeben hat. Den fran- 
zölilchen Nan-.en fer 5 cheval, hat man ihm, wegen 
des fchwarzen Gürtels, womit feine ßrnit gezeich- 
net ift, be) gelegt. 

q) Alauda n;ir.or. 

Deutfeh. Die kleine Wiefenlerche. 
Engl. The lefler field lark. 

Sie wohnt in Europa, und ift der Wiefenlerche fehr 
ahnli^:h. 

i) Alauda mongolica. 

Deuifch. Die mongolilche Lerche. 
Engl. The iViongoüat-, lark. Lath, 
Cmihotican. Naliir^efMchle, Jd. i. , 



Sie ift mit der Kalanderlerche verwandt und etwa.-; 
grüiVer, ihr Gelang ift lieblich. J'aitai iiet e,i 111, 
697. 

f) Alauda mofellana. 

Deutfeh. Die Sumpflerche, 
Hollj, Moerasleeurik, 
Dein. Sumpelasrken. 
Sckwed. Kärrlärkan. 
Engl. Tiie marfh lark. 
Franz. La rouiTeline, oul'alouel'tedeniarais. 
hn einigen Orten l'alonette d'eau; ja 
grande farloufe des pre's. 
LeMeßn (Metz): grande fiiifignnrt-e. 
Ital. La roiTolina, overo la liÄoIa delle 

paliidi. 
Span. Alondra de marismas, J la colorada. 
Port. Cotovia de pantano. 
Die herrffhende Farbe ihrer Federn ift r6'tlilich, daher 
hat fie den (ran^ü;i!'chen Namen la roudeline er- 
halten. Sie hält fich nahe ani Wa/Tcr, beibniler* 
am Ufer der Molel auf; daher ilire übrigen I5enen- 
inuigen._ — Des R!aiu::ski alauda j>ineti coloris ravi, 
rubncoli, J'ola. Skowronek borüwy Qi. i. Fichrenl 
lerche) iingt liel)lich, und man halt fie mitdej rjul'- 
feline für eiiierley. 

t) Alauda mutabilis. 

Deittfclh Die veränderliche Lerche. 
£«^7. The iiuitable lark. Lathani. 
Sie wohnt in den aftrakanifcheu Wüften. In der Jugend 

ift fie ganz afchgrau von Farbe, allmalilic'i wird' fie 

fcli'.v.irz, und im Alter pechfchwarz, jedoch bcli.'tlt 
■ fie einen greiiisn Flecken in der Gegend di?s Na- 

ckens, und diu Wcibclien noch eine grelle Stirn. 

Lmilsi: iwv. cuinnt. petrup. XI''. — Von der tatarica 

ilt he nicht felir verfchiedeii. 

u) Alauda nemorofa. 

[Alaiida criftata minor. Rci. Brijf.'\ 
Deiiifeh. Die W'aldlerche, die kleine Hauben- 
lerche; Mittellerche; Kobellerche, 
Köper, Steinlerche, (^ßaumlerche.^ 
Holl. De kleine Kuitleeiirik, 
Dali. Den lille Toplterke. 
Schwed. Liten Tofslärkan. 
Engl. The lefler crefted lark ; (the wood 

lark). 
Franz. Le lulu ou la petitealouettehupp-'e. 
Ital. 11 luhi, overo la piccola lodola ca- 

pelluta; lodola campagnola. 
Span. Cogujada menor. 
Port. Cotovia capelluda menor. 
Sie ift kleiner, als die Haubenlerche, hat aber eineu 
Schopf, wie diefelbe. liir Ton ift unangenehn:, er 
lautet wie lu lu lu. Sie fucht den Gelang aiulerec 
Vö^el nachzuaimien,^macht lieh aber lächerlich. 
K v) Alauda. 



Ml 



ALA 



ALA 



148 



v) Alauda novac Sclauduie. 

Pfutfch. Die Lercbe ans Nciifeeland. 
£*;;;7. Tlie ncw Scaland lark. I.athwn, 

w) Alauda pratcnfis f. pratoium. 

[ Spipola altera, hhirov. ] 
Dentfch. DicWiefonlen-ho; (Der Brachvogel); 

0(y?>'c/i7(Breiiivoge!; A^j<n;/Yr/:;Kraut- 

voji;cl; Sti\eynir<rk Se\imcWoge\. 
Ab//. Grasleciirik; Veldlccurik ; Koppier, 
J)ii'i. Euglxv'ke. 
SchueJ. änj^larka. 
Engl. Tue tit-lark (li. i. kleine Lerche). 

//>//"/;. Cor Hedydd. 
^Gaiic. Riabhag-monaidli. 
Franz , La farloufe ; l'alf)iiette de pre'ä ; fal- 

lope. An verfchicdenen Orten petite 

alouette, aloiiettc des jardins, Alou- 

ette de boisou dcbriij-cres, alouette 

batardc, aloiietfe Ibile, alouetteper- 

cbeufe, courte, builToniiiere. 

Beaiice Alouette bretonne. 

Sologne Tique, akiki. 

Provntce bedoindc. pi\-nton, 
Jlal. Lodola di prato, allodola pratenfe; 

inattolina; calandrino; fcozzetta; 

(pifpola, pifpoletta); /-^K.'sriß Pitn ; 

Jj'.rfcia Alaterot ; Dit: rjägcr nennen 

ße Petragnola, corriera. 
Span. Alondra de prado, alondra de jardl- 

nes, alondra loca. 
Port. Cotovia ou calhandra dos prados. 
JRiiJf. Luj^owüi Schaworonok. 
Leu. Ruliftr. 
Arah. Gombanin, Abu gitba Forß. 

Sie ilt weit kleiner, als die gemeine Lerche : ihrGefang 
if> lehr nugeuehm, und hat Aehnliclikeit mit dem 
Schlage» der Nachtigal. Ilire Liebliiigsgegenden 
find niedrige und etwas feuchte Wiel'en. — Die Au- 
toren erwähnen einer Spielart, welche fie die weifife 
VViefenlerche nennen ; bcym Aldrovandi kommt fie 
«nter dem K.imen boarina, bovarina vor. 

S) Alüuda ntfa (bonaricnfis), 

Dcutfck. Die fcliwarze Lerche i-nit einem fah- 
len Rücken. 
Eng!, The nifous backed lark. Laf!i. 
Franz. L'alouette noire ä dos fauve, l'alou- 
etie. l'alouette noire delaEncenada. 
licii. La lodola nera col dorfo falbo. 
Sit ifl von Commerfon zuerft, ?u Buenos-aires, beob- 
ac*Met worden ; fie jft viel kleiuei" als die Acker- 
lerdic. 

>) Alauda rafa (variegata), 

Dtutfch. Die buntgefiederte Lerche; dei? 
Schicke. 



Engl. 
Franz, 



Ital. 
Span. 



Roll. 
Engl. 
Franz. 

Ital.-. 



3i* 



The rufous lark. Latlt. 
J.avariulo, la petite alouette de Bue- 
nos -a3-rcs. 
)^a Variola. 
Variola, alondra de Buenos -.nyre«. 

Camnicrfon (ah fie am Flulfc de la plata; Moutbeillartl 
gab ihr den Namen la variole, wegen ihres biiQten 

Ge/ieJers. 

z) Alauda fcncgalcnfis (criftata). 

Dcntfch. Die fenegalilche Haubenlerche, 
Grilette. " 

De fenegalfche Kuitlecurik, 
The Senegal lark. Laih. 
La grifettc, le cochevis de Sc'ne'gal^ 
l'alouette huiJpt'c du Se'nc'gal. 
La grifett.-i, o l'ia la capcliugela dcl 
Senegal. 

aa) Alauda fpinoletla {fall heifen fpipoictta, 

eigentlich a'ier pifpoletta). 
[Spinoletta floreritinis. RaJ. 
Veittfch. Die florentinifche Lerche; Der Grün- 
ling, der Gri'invogel, das Grünvögel- 
cben, dcrGreinling; dieSpieslercl',e; 
In Slr''ni [)erSk)ppelvogel, Stöpling. 
De florenrynjVhe Leem'ik, Sijipolet. 
The tlorentine lark or fpipolctte. 
La fpipolette; l'alouette de friches. 
Pifpoletta, Spipoletta; fioparola; 
Venezia tordino : — Quina. ScO' 
poli. — Bey einirmi Piuli. Cetti; — 
Brefcia Sguifeto. igiiifeta, fguifetina. 
Efpipoleta, alondra florentina. 
Efpipoleta, cotovia florentina. 
Mala Zippa. Scopoli. 

Eine Varietät der Feldlercbe ; fie wird mit derfelben 
von den franEüülchen Autoren für eincriey gehal- 
ten. Coiif. alauda campeftris. — ihr Fleifcli ift fehr 
delicat. 

bb) Alauda tatarica (nigra Falk): 
Deutich. Die tatarifche fchwarze Lerche. 
Engl. The black lark. Latham. 
Ruß, Schaworonok tfcbcrnoi. Falk. 
Sie lebt in den kafpüchen und tatarifcben Steppen Iiaii- 
feii- und Icharenweife. Sie hat laft die ürilie de* 
Staars. Falk. 

cc) Alauda trivialis. 

[Alauda fepiaria Brijfon; Spipola f. anthus" 
Aldrov. b) Locuftella. ] 

Bfutfch. Die Pieplerclie, die Heufchrcckcn« 

lerche; Das Lcimvögelchen. 
Hoti. De Pieper. 

Dill. 



Füll. 
Engl. 
Franz. 
ital. 



Span. 
Port. 
Crain, 



149 



ALB 



ALB 



150 



Dan. Pibelserken, Haugeljerken, IIyIJ& 

kerken. 
Schwed. Piplarkan. 
Engl. The grashopper lark; the pippit Or 

fmall lark; Um Diihlin gewökiiUch 

the tit lark. Riitly. b) The willow 

lark. 

Weiß. Gwich Hedydd. 
Frmz. L'aiouette pipi; — i'alouette, de 

buiflbn. Briß'on. 

iMliringen .Sinfignotte. 

Im Biigey Bec-figue d'hiver. 
TtaL La lodola pipi. 
Span. Alor.dra pipi. 
_• Port, Cotovia pipi. 

Die Namen Pi»plerclie, und HeuTchreckenlerche hat fie 
ron ihrem Laute erhalten, den fie, tefonders im 
Winter, von (ich giebt, und der etwas fr'trker il>, 
als das Gepiepe der Henfciii ecken. Si« ili die kleini^e 
Lerchenart, und von der Grofle eines Zaunikö'nigs. 
ihr Fleuch irt Ichmafkhafc. 

dd) Alauda undata. 
Dcntfch. Die Lerche ans der Provence. 
En:^!. Tiie undated lark. Latham. 
Franz. La coquillade. 

Eine in der Provence lebende Lerche ; hinten am Kopf 
hat he einen kleinen Büfchel; mit dem Anbrii- 

.., , che des Tsges langt fie an, zu fingen ; iMJnü- 
chen nnd Weibchen bleiben fich treu, und verlaf- 
fen fich nie. 

CC^ ZudenLerchengehörtauchein in Island wohnender 
kleiner brann uiid grau gelprenkelicr Vogel, wel- 
chen die Einwolaier Tliufu-Titlingur nennen. 

Älbidus. Tld. albus. 

Libido -flavefceHi; wenn die weifie Farbe et» 
was ins Gelbe fällt; Holl. geelaclitig v/it. 

j}lbi do - ptiHctiitus ; Weilslicht getüpfelt ; Ho!l. 
witachtig geiiippeld. 

ALBINA. [Bofan.-^ 

Gifeke ord. nat. 207, 327, 248. t^id. He- 
ritiera, 

ALBUCA. [Botan.^ 

Dnttfck. Das Weifsleder; die Stiftblume, 

Holl. Stiftbloem. 

Engl. The albuca; the baftard ftarofBeth. 

lehem. 
Franz, &c: Albuca. 

Cofif. CrJ'eke ordin. iiat. 184. — Diefe -Pflan^engattung 
begreilt veri'cliiedene exotUche'Artea iiificb, die ei- 
ne Ichöne Bliithe tragen. 

AI b u g i n e a membrana f. tunica. [Anat.'] 
Dc-.itfch. Eiiie weilTe Haut. 



Holt, Een witachtig \lies. 

Dan. Vidagtig Hinde. 

Schwed. Hvitaktig Hinna, HvitMnm. 

Engl. A white cont. 

Franz. Une membraneoutuniquealbugine'e. 

Ital. Membrana albeggiaiite, 

Span. Tela albiijinea. 

Port. Membrana albuginea. 
.Slbiiginea (^octtlf) tunica. Conf. ConjuncHva, 
Albuginea (^teftis^ tunica. Die 'weiffe Hoden- 
liaiit. Sie umgiebt unmittelbar die Hoden ; i\e bo- 
ftelit aus einem dichten Zellengewebe ; wegen ihrer 
weißen Farbe ilt fie albuginea genannt worden. 
Jlbu gir. eu s f. albu ginofus oculi humor. 
yiä. aqueus humor. 

Album oculi. [Amt.] 

Albiigo, albumen; Griedi. LeucüJma. 
Deutfeh. Das Weiffe im Auge. 
Holl. Het Oogwit, het Wit van't Oog. 
Dan. Det Hvide i öiene. 

Söudmör Qvite-bikkia. 
Sclufed. Hvita af tigat. 
Engl. The wliite of the eye. 

Galic. Gealan. 
Franz. Le blanc de l'oeil. 
Ital. 11 bianco dell' occhio, albugine. 

Span. El bianco de los ojos. 
Port. O branco do olho, a alva do olhfs. 
Ruff. Bjelok (^w glafje). 
Poln. Bialekw oku. 
Böhm. Beimo ; Beloft w oku. 
■ Scrb. (0. Lauf.) Biel. 

(N. Lauf.) Belk. 
JJngr. Szem feje're. 
Lett. kT.z\i baltums. 
Ebß.n. Silma walge. 
iSIan fehe unter conjiuidiva. 

Albumen (ovi). 

Album ovi, caudidum ex ovo; Grieck. 
Leuccoma. 
De^.ttfch. Das Weifle im Ey ; das Everweifo, 

■ das Eyerklar; N. Sachf. W^ittfel. 
HoH. Het Wit van't Ey; Ejwit. 
Dan. Det Klare ellerHvide i..^gget ; /Egge- 

hvide. 
Schwed. Agghvitan. 
Engl. T'-.e white of an egg; the glaire. 

Agls. i^ges hvite, .^glim, Qasre. 

Galic. Gealagan. 

IVelfh. Gwynn \vl. 
Franz. Le blanc d'oeuf; glaire; * aubin, 

LangiieSoc, Glaro, ou claro d'ioou. 
K a ital. 



iru 



ALB 



ALB 



15^ 



7*0.'. nianr o, cliiarn" d'uovo. 

Spar. Bhiiicn. clara dt liiicvo. 
i'o."'. Clara de ovt). 
Ä '//! .);iit(cliiioi bjelök. 
Fo.'n. Bialfk w iuiu. 
rnHuii. Büek. 
l''i_i:r. Tviiknionj- fejc're. 
Lrii. Päiua i^ohhis) baltiims. 
Elißn. I\hinna walgc. 

Rn'al. IVIunna fncl. 
JJöipf. IMiinna pilw. 
Fmn!. l\lunan walcoiu'n. 
Ijjppl. Manne vieli^adas. Leein, 
Gr'önt. Itlik, Kakuitua. 
Die zwifclicii der Schale und dem Dotfer eines Eyes 

liefiiuliiche, weilTe, gallertailige SubAaiiz. 
Verfchieilene Botaniker nennen den weiflenTheil eines 
Kerns (_niicleiis) nibutneii. 

Albunnini, adcps. 

Grit'ch. To ftear dendru, 
Dei'.tfih. Der Spint; A^. Sachf. Splint; — M 
Die Spinde, der Spin, die Spinne; 
Spvin, 
Hol/. Hef Spint. Spind ; Alt Spin; hetSpet 

van den Boom. 
Diin. (ititcn. — (Trreliinde, Tnefkorpe). 
Schtped. 'S' tan (af et Trad). 
£ngL Tiielap; tlie blea or bleak. 
A<xks, Sjep-fpon. 
IVdp.i. Gwynning. 
Frar.z. L'aubier, * aubour, 

Lanc^i'td'oc. Aoubeche; Alt Anhequc, 
Jtcil. La fii.;i,na, (alburno). 
Span. Samago; alborno, borno, aliibra. 
Port. O amago, (famago); alvura (inte- 

rior de madeira), 
Ruff. Balön. 
Poin. Bjel na drzewie. 
Ungi: A' fa'nak a' fejere, a' heja es faja 

közötr, 
Lett. Gremsde. 
Finnt. Pinda. 
Lappl. Tjaito, 
Der Spint oder Splint ift der weiche «tii3 weifTe Thell 
Zwilchen der Rinde und dem harten Holze eines 
Baumes. — Beym Notker bedeutet Spint das 
Schmcer der Tliiere ; ehedem nannte man in Hol- 
laud den Sclimeeibaucli Spin , oder Spind; Spin 
heilt im OelVreiclifchen die Milch aus den BrllTten 
^er AVeiber; mit diefcm Worte ift der .Span (nber) 
yerw-andt, daher Spanferkel (porcellus hictans), und 
abl'panen. Man fleht hieraus den Urlpriuig des 
Wortes Spint, welches allb nicht SpÜnt gei'chriehen 
werden foilte. Die Griechen nannten diefen Theil 
«benfaüs das Fett oder Schmeer (stear}, auchPli- 
niuä vergkiciic ihn d;uiiit, und neunC iun adeps ar- 
iicrain. 



Albus, a, vim. t) Albidiis, a, um. 

Griech. Leiikos /') liypolexkos. 
Deutfrh. Weifs. /') Weifslicli. 
holt. Wit. b') Witachtig. 
Vliii. Hvid. b) Hvidagtig. 
Sdittrd. Hvit. b) Hvit.ikVig, 
Eucsil. \Miirc. /;) wliitiili. 
Franz. Blanc; /cw. blanche. 6") Blanclidtre. 
Jlal. Bianco.- h) Bianchetto. 
Span. Blanco, albo. b) Blanquizo, blan- 

quecino. 
Port. Branco, alvo. //) EfDranqui9ado. 
Kii(f. BjclüU b) BjelüNvatiii. 
Püfn. Biaty, b) Bialawy, bialnly. 
Bülim. Bily. . b) Belawy, pobtlawy, pii- 

belawy. 
Ihi^r. Fejcr. /;) l\1integy feje'reslu. 
Lrh. Balts. b) Balgans. 
Ehßv. Walge, b) \^';ilklas. walgias. 
Fhiiil. Walkia, walcßinen. b) \Valawa. 
Lappl. Welkes, welkok, jeuge. Ihre. 
Vielgad. b) Guougad. Lcem. 
Grönl, Kako'rtok. 
^tha litten. [Tom. a;iat.] Die fo genannte wcifTe 
Linie der B.auchniulkeln ; Franz. la liguc blanche. 
j1 Ibo-fl av efcens. Gelblich weifs. 
■/f Ibo- gri felis. Lichtgrau. 

yilbo-manilatus. Mit weifsen Flecken gezeichnet. 
Jlibo.micaceiis. [fljinern!.'] Weilsgiimmerig. 
^Ibo.nebul o/u s. VVeifs gewölkt, wie die Schale de» 

Conus buUatns. 
iAlbo-punct al US. Weifs getüpfelt. 
Albo.y ethnlatii s. Netzrürmig weifs gezeichnet, 

wie der Kürper des fparus capillratus. 
Albo. tu b efc e ii s. Ro'thlicli weifs, wie chiJgeErzarten. 
Albo -fjj a rfti s. Hin und wieder weifs. 
Albo-vii-efcetis. Grünlich weifs, wie verfchiedene 
Krzarten. 

ALCA. iOrnlthol.'\ 

Diefer Nähme ift walirfcheinlich nach der nordischen 
Benennung !/s'M , eines unter diefer Gattimgvor- 
konniienden Vogels, formirt. 

Detiifih. Der Papageyentaucher, der Alk. 
Holt. Pappegaayduiker. 

S^än, AJken. Briinn. 
chwed. Tordan. Retz. 
EnsrL The auk. 
Franz. Le guülemot, le macnrcu.x, le pini. 

gouin. 
Ital. &c. Alca. 

a) Alca alle. 

[Uria minor BrifoK-, Arftica mhrinp;', 
l\Ierguliis mciatioleucus, Raj. — Co- 
lumba grönluuuicaj. 

Doutfch. 



< 153 



ALC 



ALC 



^54 



Deutfck, Der kleine Alk; &g foerfnannttgTnn* 
^ ländifche Stffaubo (odcf hrt; fiuii^"» 

' dcrgrüiilandiltheSccrabc"), Seelicn- 

nc, SeeüJiler; Dcj- kleine Peter Drik- 
ker (nach der nordifchcn Bmennur.ir'^, 
UoU. Het Rottetetje. Houtt. (Nach derBc 
Mimmig in Ulartiv.s Spitzbergen^ ; 
Rotrge; Grociilandiche Duif; Zee- 
tortel. 
Dan. (Ncitf.) Söckonge, Jakoo. iS'oren 
Jakob, Perdrikker, Perdykker^ Ptr- 
•■-■ fuper. BoeiixT. BorreliKr, HysTio- 

mas, Lille j^i ilniaiid;! Due, Alle, zu- 
ivciloi Trüldfugl. 
Island. Ha'kiöii, Havdirde'l. 
Ftyol. Fulkop. 

S/ji'z'^crgen Rottet. ^Jarlin. 
Grurd. Akpaliarlük. 
Schi'jcd. (ötaudj Alle. 

£ngl. Tlie little auk; tlie Greenland dove 
or fea tiirtle; rhe fmall black and 
white diver. 
iVflßi. Carfil buch. 
, Franz. T^epetiteuillemot, le guillemot rave', 
impipprnticnt nomme colombe de 
. Groenlaiui ; Brym Botnare Rotjc (er 

fagt, dies IVort heiJJ'e foviel, als eine 
kleine Katze). 
Ita!. L'uria minore, iwpropriauieute cliia- 

tiiata colomba del Groenland. 
Span. El guillemot pequeno, itnpropria- 
tiier.tc ilawado palomade Groenlandia. 
Port. Alpa ou tarambola pequena, pombo 
de Groenlandia. 
Diefer nordifche Seevogel hat ungefähr dieGröfle einer 
Taube. Er taucht bei'tinriig unter mit feinem Schna- 
bel, daher hat mau ihm in Norwegen den Namen 
Peter der Taucher beygelegt. Er Iclireyt unaul'iio'r- 
lich lottetrt. lei, let, let, daher fein Name Rotte- 
tetje oder Rotje. 

b) Alca arctica. 

[Anas arccica; plcamarina; pflttaciis' ma- 
rinus; fratercula; puffinuä anglicus, 
Deutfeh. Der nordifche Papaj^eyentaucher, der 
Seetaucher, der Seepapagcy: die 
Seeälftcr; die Seeänte; der" \\"eiJs- 
back; die Buttelnafe; Der Lundvo- 
gel; der gefprenkelte Arfchvogel; 
der Eisvogel. 
MolL Zeep-ippe^^uay, noordfche Pappe- 
gaay, noordlcbe End. Zeeaakiler; 
.. __ groenlandfclie Pappc^aav. 

Dan, isIandskPapegöye; Söepapegöye. 
Noru'eg. u)ii Island Lunde; ' Dli 
fangen Lund - Toller. 



Island Prselt. 

Fei'roe. Lunda. 

Grönland. Ivillengak. 
Schwed. Sjöpapegoja. . • 
Engl. Tlie puflFin; Coniwall. the pope; 

N.Engl. the conlterneb; Turk. th» 

mullet; S. Engl, the' gülden head; 

the bottle nofe; the hclegiig. 

St. Äilda The bowger. Martin, 

In the Or^j-iVj Tora- iioddy. . 

Galir. Fachoch. 

ll'elßi. Pwffingen. 
Franz. Le macareux ; tres - irr.ptopremgnt Je 

perroquetde mer, le perroquetplon» 

geon. 

Lc Croific. Gode. 
Ital. La fraticella, detfct da Aldrov.ctnd» 

pica mririna. 
Span. Alca o' anade del Körte. 
Port. Alca ou pato do Norte. 
Ruff. Toporki. 

Apiid Cherfoncfnm Ipa'tka. 

Diefer nordifche Seevogel ift gröffcr als eine Taube, 
und kleiner als eine Ente. Sein Fleifch ift ranzig, 
jedoch wird das Fleifch der Jungen eingefalzen, und 
kaini di'.rch Zuthat von Sy>ezerezen als eine fehr 
fthmackhai're Speife berti-^ct werden. Jährlich lejc 
er nur ein Ev: man fpeil'et es. als eine Delicatelie. 
Die Dunen diefes Vogels werden fehr gefchitzt. 

c) Alca tinliata. 

Deutfeh. Der kamtfchatkifche Papageyentau- 

cher. 
Engl. The tufted auk. Arct. zool. — Lath. 
Franz. Le macareux de Kamtfchatka. 
Kamtfchatcae fliwii accolae Tl'chelata. Pall. 
Ad Bolfcharccam Mkfchagatka. Steiler. 
Ocliotii ad ßnufii Penfchiucnfem Igilma. Steller. 
Korjäk. Kytfchuguigalli, Fall. 
Kvril. Etubirg.' Fall. 

Er ift etwas größer als der nordifche Papageyentauchet; 
fein Fleuch ift hart, und ohne Gefchmack; fein« 
Eyer fr.d wohli'chmeckend. Ans der Haut verferti- 
gen die Kanitfchadiiien Kleidungsftiicke ; den Sehn» 
bei brauchten lie zu Halsgehäiigeu. 

d) Alca criftatclla. 

Dtv.tfch. Der gehäubclte Papageyentaucher. 

(Schwarzer Starik. AJ-afckcnuiB» 

Kaiiiijch. ) 
Engl. Tne crefced auk. 

Er hat -uf der Stirn einen Federbufch. Er wohnt fi» 
dci; benachbarten Infeln yon Japan, und in Birds- 
land, einer im Norden zwifcl.en Aineiika niid Afe» 
gtit gcnen Ini?l. FJr zeiyt den Schillern, denen er 
oft blind entgfgenilie^t, tenuchUarte Iiifeln o4e» 
Kiiopen an. 

c) Alca 



J55 



ALC 



ALC 



t5ö 



O Alra impcnnis. 

[ AIca major Br//?ö»; ; Chcnalopcs Jl7öAn«;f; 
JMcrgiis aniericaniis Chiß. 

dJciilfcit, DcriiordifrlicPenguin; die Fettgans. 

Hol!:. De noordlVhe Penguyii. 

Düil, " {Nonv.') Anglcmagcr, Penguin, 

Brillcfiigl, FixTt. 

Islau.i. Geyrfuirl.Gj'rfugl; Havtirdill. 

Fnroe Garfugel. 

Grünt. Efdi'okitfok. Cranz. (d. i. ein 

klrinn- Fliiircf). 
Schii'td. Den NordCko Penguin. 
Engl, The great aiik ; the northern penguin* 

Sf. Kilda, Gayr-fowl. 

IFetfli. Y carfil mawr. 
Franz. Le grand pingouin. 
Ifa!. II gran pingouino. 

Sjpmt. El gründe penguino. 

Er woluit im Norden von Europa und Amerika ; er Iiat 
die Grülfe einer Hausg;Mis; feine Flügel find zum 
Fliegen initaiiglich , auch kann er kaum gehen; 
delto fertiger ill er im T:uichen ; fein Gefchrey lautet 
jf,iMgla, dalier hat er auch in Norwegen den Namen 
jlngteinagey erhalten. Sonft hat maii von feiner 
Gelchichte wenig GewiiVes. 

f) Alca pica. 

[Alca vnifulcata. Bri'mnidt; Alca minoct 
BriJ]on; Mergus.] 

Deutfeh. Der Aelfteralk. * 

Holl. Zeeaakller.' 
Dan. Spidsnebbet Alke. 
Engt. The blackbiUed auk. 

JfAfli. Carfil gyllinddu. 
Franz. Le pctit pingouin j le plongcon de 

mar. 

Er liält fich vorzüglich im nordifchen Europa anf ; Eine 
Varietät ift Brünnichs aica allica, welche auf Chri- 
Jlianso'e M:<le und- in Grönland Akpa genannt wird; 
Die Gr(';nlander fpeilcn das Flcifch diel'es Vogels, 
und kleiden fich mit der Haut deffelben. 

g) Alca pfittacula. 

Deatfcti. Der Alk mit dem Sichelfchnabel. 
Eng!, The perroquet auk. ^rS. Zool. — 

Lath. 
Riß] ^ Starik. Krafctienn. (/. e. fmüculns). 
Korjdli. Inypilahalap. 
Itlitm. C!:uichamtrclikun. 
Kiiril. Hekutfchitichis. 

Wohnt im Norden von Afien und Amerika, verkdndlgt 
den Schiffern ebenfalls ein nahes Land, uiler Klippen. 
Die Kycr diefes Vogels find feiir fchmackhalt. 

h) Alca pygniaea. 
Engl, Ti;e pygmy auk. ^r&. zoot. — Lath, 



Wohnt im Norden ywifchcn Afien und Amerika auf der 
Intel Uirdsbnd; iil kleiner, als der kltlue Aük 

i) Alca tclraciila. 

Dentfdi. Der Hiibnoraik. 
Engl. Tiie dufky auk. 

Wuhnt um K.imtfcli.itka^ die Kamtfcliadalen penieffen 
das Kleifch dieles Vogels, ob es (jleicli liart uu4 
litttlos iit. 

k) Alca torda. 

[Alca; Plautiis tonfor. J 

Deutfcl%. Der Alk; Alke, Aliikc, Klubalk; 

Scheericlinabel, der krummfchna- 

belige Taucher, der SchcerraelTer- 

fchnabler ; das Tordwaiierhuhn ; ,der 

PapageyentauchcT. 
Holt. De Alk. 
Dan. Alke, Alke, Allike. 

Noriv. Kliihalke, Kl)'mpe. 

Island. Aalka, Anika, Klumbr, Klum* 

btu-nefia. Kliinibenelia. 

Qr'oHl. Awarluk, akparnak. 
Schwed. (GoUit.) Tord, {Hieraus Itat Linne 

dm obigen Namen Torda gemacht^. 

j^ngermannt. Tordmule. 
Engl. (i\K Eng!.) The auk. 

IV. Engl. The razor bill. 

6'd'iolt!''. The fcout.; 

CornwaH. Murre; ftbe marrot. Ä'^ö.) 

St. Küda. The falk. 

Weifli., Carül, Gwalch y Penwaig. 

Gaue. Coltraiche. 
Franx. Le pingouin; l'alque. . 
Ital. . ]1 pingouino. 
Span. El pinguino. 
Port. O pinguino. 
Riijfen in Kaintfchatita. Arn ; die fiet/dnifclietl 

Föilcer dafelbß Kara. Pallas. 

Er wohnt im Norden von F"nropa, Afien und Amerika: 
er ill nicht völlig fo grols, als eine Hausgans; auf 
Faroe il'st man das Flcifch deflelben ; die Norweger 
fammlen feine Eyer von den höclilten und tteilfteu 
Felfenklliften; die Dunen deffelben werden fehr ge-j 
fchätzt. Kr ift der Itarkfte Verfolger der tferinge. 
Er taucht am tiefllen unier Waffer, und iihertrift, 
im Srhwiinnien, die mciften Waffervögel. Sein 
Gang ift überaus \vacl<eliid; daher lagt man im 
Norden fpriclnvörtlich von einem betruiikeiieiiMeu« 
fclien : Er il't fo betrunken wie ew Alk. 

ALCEA. [Bo/fl«] 

Atcea war bey den Alten (5er Name einer tms nnbe» 
kannten Arzneypflanze, und foU herkomme» 
aus dem Griechilclien ^ike , ein Arzneymittcl. JL 

Deutfeh, Die Herbfbofe, die Stockrofe, die 
Alcee. 

HoU. 



£5? 



ALC 



Hot!. StoJkroos. 
Dan. Hüftrofu. 
Schived. Stockros. 
Enc^!. The hoUj-hock} 
Franz. L'alcee. 
Ital.&c. Alcea. 

ft) Alcea chinenfis. Encyd. 

Franz. L'alcee de la Chine. 

b) Alcea africana. Lonveiro.' 

c) Alcea ficifolia. 

Sie iit walirfclieinlich eine Viuietät der folgeiidsB*. 

d) Alcea rofea. 

[Mulva horteiifis]. 

DevJßli., Die gemeine Herbftrofe oder Pappel- 
rofc, dieRoi'eiialcee, eie Pappelrofe, 
die Rofenpappcl, die Hcrbftpappel, 
die Gartenpappel, die Malvenitock- 
rofe, die Saatrofe, die Mundrofe. 

Hn!J. De gewoone Stokroos, Winterroos, 

Diin. Höfirofe. 

Si-.'uted. Stockros. 

Eng!. The common hollyhock, 

franz. L'alce'erofe; viilirairrfni'iit\nmB.\\xe. 
rofe, la pade-rofe, la rofe treniere, 
oder nacli Tonruefort tremier «'. e. 
d'outremer. 

Ital. &c, Alcea rofea, rofa cinefe. 

Fort. (t'7r/^o) Malva da China, rorabaftarda 
da China, papoila da China. 

Ruß". Rofcha; GrudniYchnik. 

ffapan. Fjoo, Fujoo, Kibatisfo. 

Wegen der Schönheit ihrer Blumen cnltivirt man diefe 
Pflanzein den Gärten; lie blüht gegen Ende des 
Sommers imd 'einen Thcil des Herbftes, Auch hat 
fie in der Medizin ihren Nutzen. 

ALCEDO. [Ornitho!.] 

A'icedo, linlcedo, iih^oti. halei/on, ntet/ons Iiiefs bey 
den Alten ein am Uter niftender Seevogel, von 
welchem fie glauhten, dals die See, von der Zeit 
an da er leireEver gelegt liat, biszurAasbrütnng 
derfelben, rnhig bliebe. Die Seeleute nannten 
diele unftiirmifcbe Zeit dies aU-rorttos, alcvonides 
oder alcedonia, imd tropilch nannte man allb die 
ruhigen, gliickfeligen Tage. Der Griechürhe 
Namen halkywn oder halkvdwii ill zufammenge- 
U ^ fetzt aus kish, mar^, und aus kiji». gravida Ihm, 

welches ^;f jene Fabel anfpielen tblU 

Deiitfch. Der Taucherköiiig. 
vifo'/. Ysvogel. 
Dan. Jisfugleo. 
ISchwed. Landspole. 
"'figl. The kingsfifher. 
an«. Le inartm-pecheur. 



Ha!. 
Span. 



ALC 

L'uccello pefcatore, 
Alcion. 






(Man follte fich des allgemeinen Gattnngsnimei'.s voa 
Eisvogel enthalten, nnd ihn uiir der Ilpida hcyiegEü, 
welche nur allein ficliio kulleren Gegeudeimiiriuilt^ 

n) Alcedo alcyon. 

Deutfeh. Der gehaubte TaucLcrkönig; ^er 

Rauchkonf. KUiv. 
Heft. De gekiiifde Ysvogel. 
Engt. The belted kingstlfcher. 
Fiwiz. Le martin-pecheur liupe'. 

Auffcr dem carolinifthen Tancherküiiig Ziihlt Plan noc:; 
drcy V'ariet;;ten i) .lus Louiiiana; Sii.aiie nennt il'.i: 
llie et nb catclit! , i) aus Doningo ; Sa^uacaii.. 3) aus 
Brafilien; dnguacaii guncu ; die Portugilen nenueu 
ihn luipa pctxes d. i. Fiiclifin^er, «-eil er Filche 
und Kiabbeii fängt. 

b) Alcedo brafilienfis. 

Le gip-gip. Biiffon. 

c) Alcedo cayennenfis. 

Taparara. Enffont 

d) Alcedo dea. 

[Ifpida f. avis paradifea ternatana^. 

Deiäfch. Die Göttin, der Paradiesvogel von 

Ternate. 
Hol!. 't Godinnetje. 
E7igl. The Temate kingsfinier. 
Franz. Le martin - pecheur ä longs brlns (de 

Ternate). 
Ita!. L'uccello pefcatore coi langhi fili. 

Diefer hat wegen feiner wnnderfchöncn Zeichnung den 
iN;.men erli;i]ten. Zwey lange Federn gehen^aus 
feinem Schwänze hervor. 

e) Alcedo flavicans. 

Er wohnt auf der Infel Celebes, und wird von dea 
dortigen Einwohnern fiu- toii-je^iioR gejiannji 

Alcedo galbiila. 

[Galbula5n^PK.] 

Braß/- Jacamarica. 

Dcutfcli. Der brafilianifche Jakamsr, 

Engl. The cupreous Jacamar; the greift 
Jacamar. 

Franz. Le jacamar duBre'lil: In Giiiane'iien' 
neu Hin die dajelbß etablirten Franzoßu 
le coübri des grands bois. 

g) Alcedo ifpida, 

[Alcyon; Ifpida. A's laftinifche Ueh/rft^ 
tzjingen ans df.i ne.ivcn Spradien fuj 
anzufeilen: Pifcator regalis; martinas 
pifcatorj avis St. Maria j.. 

Deatfch. 



159 

JDfutfcli. 
Hol'.. 



DJ'v.. 

Si-hwrd. 
Engl. 



Fi-iiiiz. 



Itat. 



Span. 



Port. 



ALC 

Der Eisvojrel ; der Königsfifcher •,*— 

(iit'MccrfchwalbeAVrtwcr; dcrFifclicr 

Martin. Haiie. 

Pe gcmcene VsvorcI ; Konings-Vit 

fclier: (/.fofpeclit; Zct-zwalaw ; 

\Vatcr-l\k'rc!>. 

Den almindelige Jisfugl; Islav.d. 

Isfogelen, Landspolcn. 
The Kingliflier. kiiigsfiriier. 
üaüc. Borra.Biorra antiasgair, Blorra 
cruiiHn. Gobha-viifge. 
freH'h. Glas y Ddrlan. 
Cornilli. Gtiifaii, Pifcadurynmytern. 
Lc niartin-pcc -cur; hi ä!tcrn'2^eitcn 
le martinet-pL-chcur. Beton; odtr le 
pjchcur, l':il^-yon. In vcrfelücdesun 
Frovi>:zrn pt?che- veron, mei'Jc d'eau, 
merle d'aigue, iperlet bleu, merlet- 
pcchcret, pivert bleu, pivert d'eau; 
oileau de notre dame; tartarieu ou 
tartariti {naili dem Laii'c, den er zu 
ßtifiß'eii leiten von ßcli p,iebt) ; dra- 
pier, garde-boutique (weil man glaubt, 
dafs er das TuclivorMottenhewahvc). 
An der Loire levire-vent (u'eil man 
giauht. dafs er ßch, wie eine Wetter- 
fahne, vow n^iyide herumdrehen lajjfe.') 
Provence Bleuet. 

L'uccello ipefcatore, martino pefca- 
tore, pefcatore del re; piombino; 
picupiülp; uccello del paradifo. uc- 
cello deUa inadonna, uccello Santa- 
maria. 

Sil! htf^o nia^giore \'itrioln. 
Nella Lombardia Merlo acquarolo. 
In Eofa PiJzone de fantu Marrinu. 
Cetti. (».Tc/j dem Pranzößfcben Oileau 
de faint mar-tin, wiejhn die dahin 
handelnden Franzofen wahrfchcinlivh 
ßennnt haben). 

Aicion, ifpida, niartin-pefcador, mar- 
tinperico; ave del parailb; bey ei- 
nigen Warcinete, pajaro de fan Mar- 
tin ; beij andern, befondcrs älteren 
mazarico ; Ferfchiedene, aber keine 
fpanifcke Tutoren fuhren den Namen 
"Arvela an; ich habe aber dirfe Bencn- 
mi'Mg in keinem fpanifchen Buche fin- 
den können. /ö;w?(?/-H arpella, welches 
der Name einer Falkenart iß, wie man 
vnrer Falco finden wird. 
Ca'.al. Arne. 

Alcyon; iT!a(;arico; nnartinete; tordo 
. mariülK), rou-\inol do rio. 



ALC 



160 



Rujf. Szimor *<lok ; Prowodaife, Wodia- 
nos. Seleiioi Wurobci d. i. grüner 
If'afferfperliiig ); Wodennoi Worobei, 

Sibir. Kok - twas ; Dörbödilgdom. 

Tatar. Abdorliara. {So beiß auch ein fTaf- 
ferfycrling). 

Kirgif. Kys (Jafi-h; Sukis Gafch. 

Poln. Zimorodek. 

Böbifi. I.edii.acek. 

L'ngr. Tongori - fulcmcli {d. i. MeerphUo» 
tnele). 

Elißn. (Pernaii) Ea purri. 
Der Kisvogcl liat feinen W'oliii.irt faft in dfrcinzen alten 
Welt : er li.ilt (ich nicht blos an iler See. londenj 
ancli bey Teichen und KlüM'en anf, uiul lüclu allda 
i(?iiie Nalirung; er ill der Icliünfte Vngcl auf unle- 
reni Wcitthcil; er 'ü\ iiiclit viel grüifcr, als eine 
Lerche; fein King ili: fchnell. wie eiu'I'l'cil, alicr 
jiicht anhaltend. .Sein Fleuch hat einen unange- 
nehmen Gerchinack; er ill auch fonft von keinem 
Nutzen, und dient nur zur /Zierde in Kabinetten &c. 
Den neueren lateinifchen Nainen ifpida foll der F'isvogel 
wegen des Lautes, den er zuweilen, belbnders im 
Fluge, von lieh liüreu Uils"^, erhalten haben. K.inige 
haben ihn auch zu den Singvögeln gerechnet; fein 
Gelang ilt aber eben l'o wohl eine Fabel,' als das 
vorgegebene Ähwinimen lieines Xeftes auf dein 
Meere u. d. ai. IJen Namen Kisvogel hat er wohl 
daher erhalten, weil er der einzige Vogel in diefer 
Gattung il>, der (ich in kälteren liegenden aufhält. 
So bald das Waller zufriert, lö hört auch feine 
Nahrung auf, und alsdann liirht er (ich Stellen, 
wo er unter das Eis tauchen kaini ; man findet ihn 
oft todt unter dem Eile, auch im Eile eingefroren. 

Der franzüfifche Namen martin -pecheur hat ehedem 
in.artinet - pechenr (dicTanchcrfchwalbe) geheiffen, 
und foll diel'em Vogel beygelegt worden feyn, weil 
er in der Art, zu fliegen, mit der Stcinfchwalbe 
(mnrtinet) viel Aehnlichkeit hat. — Der cnglifche 
Nainen kingfifher foll veruiuthlich au/ceigen, da& 
er, unter «len Tauchervogelji, der fchüulle ül. 

li) Alcedo maculata. 

Brafd. Matuiti. 

i) Alcedo paradifea. 

(Galbula longicauda. Briffon'). 

Dentfch. n$r furiiiamfcbc Paradies -Jakamar; 

der Schwalbenfchwanz. 
Engl. T're paradife jacamar, Lath. 

The iNvallow-tailedkingsüflier. Edtv. 
Franz. Le jacamar ä longue queue. 

k) Alcedo torquata. 

[ Acliakirtli f. pifcium vorax. Hern. mex. 
ll'pida niexicana criftata. Briß'm.] 
Engl. The cincrpous kingsflfTier. Lath. 
Franz. L'alarli: le marrin-peclieur hupe' da 
iMexinue. BuJJ'ou, 

O Alcedo 



i6i 



ALC 



ALC 



i6ft 



1) Alredo tridactyla, 
Dentfck. Der Tauchcrkönifr mitdreyFingerni 
Holt. Oo'^indiich YsvOjTeltje. Fosm. 
Engt. The tlirec-toed kin^^sfiffier. Lcttk. 
Franx. J^e martin-pi-cheur .i trois doigts; 

Le martin-pecheur de l'isle de Lu- 

^on. Soivier, 

d" Wolint in' Surinam luid Indien und auf den Infelii des 
indilchcn Oteans. Er hat nur drev Finger, nem- 
licli 2 \'orderfinger und einen Hinterfinger. Es 
fehlt ihm allo durchaus der Mittelfinger, «-icwolil 
derfelbeaiuh bev den iihrigen V<>geln dielerCiaitung 
Dicht IVey ift, und nur aus einem Gelenke befteht, 

m) Alcedo tuta. 

Engl. The refpefted kingsfiflier. Lath. 

Er wohnt aufiOtaheite, wo ihn die Einwohner geheiligt 
halten. 

n) Alcedo venerata. 

Eng!. The venerated kingsfiflier. Lath. 
Hs wohnt auf der Freundfchaftsinfel /\pye, wo ihn die 
Eniwohner als heilig verehren. 

ALCHEMILLA. [Bo^a«.] 

Alihemilta ift ein Diminutivum, und foll eine Pflanze 
anzeigen, welche in der Alcliemie l'tark gcbraiiclit 
wird. Daher heilt die Pflanze auch iwDeutlcheii 
zuweilen das Alchemifleakriiut, 

Deutfeh. Der Sinau. 

Holt. Leeuwenvoef. 

Däii. Synov. Sitinau. 

^ ^chwcd. Maria kapa. 

Engl. The ladies mantle. 

Franz. L'alehiinille. 

Ital. Alchimilla. 

Span, Alchemila. 

Port. Alchimilla. 

. a) AlchemiUa alpina. 

[Alchemilla argentea. Lamarctc; Hepta- 
phyllon. Cluf. — Ery den eilten y/po- 
tht'kern hiefs fie tormentilla alpina. 

Deutfeh. DerAlpenfinau, Bcrgfinauj Schaafs- 

fuppen. 
Hol!. Alpilch Leeuweiivoct. 
Dan. Biergütfnau. 

Nonc. Fieldkaape, Norriflegrces. 
Eng!. The alpine ladies mantle. 
Franz. L'alchimille argentce. 
Sie il^ klein, und, wegen ilirer Bl.atter, eine der arfig- 
jten Pflanzen; man Hebt iie in Gärten. Sie ili eine 
der heniichllen Futterkrauter. 

b) Alchemilla pentaphyllca, 

Dcutfcli. Der fi'infblätterige Sinan 

CathoUcott. Natitrgefilüchte ! ßU. 1. 



HoH. Vyfbladig Lecuwenvoet. 
Eng!. ■ The fivc leav'd ladies mantle. 
Franz. L'alcliimille quinte-feaille. 

c) Alchemilla vulgaris. 

[Alchimilla officin. — pes leonis, planta 
leonis; llellaria, ftellaherba; drolea, 
pfiadium. 

Deutfeh. Der gemeine Sinau, Sünau, Sinam, 
Sindau (dicje IForter find lerarfeiifh'- 
lich aus dem Compofito Sonnentha'i 
nac!i einer altin Benennung helio- 
droßum, entßandcn, uril der Tlian 
fielt in den häufigen Falten der matter 
fiammelt ; daher nannte man die Pfl-anze 
aiicli) in älteren Zeiten Thaubehalt, 
Thauhaltauf, Thaurofeii; Alchimille, 
Alchimiftenkraut; — Unferer lieben 
Frauenmantel, iVlarienmantel, Alarien- 
kraut, Trauermantel, Bettlersmantel 
(Jiiefe Namen beziehen ßch auf die Ge. 
fialtnnd die Falten der ]ilcltfer); Lo- 
wenfufs, Löwentappen (weil die Blät- 
ter breit und rund find) • Silberkraut, 
Gülden Gänferich, Gunfelgrün, Gän- 
fegrün; Sternkraut; Mutterkraut; 
Ohmkraut; Frauenbifs; Afchnitz: 
Helft. 

Holl. Gemeen Leeu\venvoet ; OnzerVrou- 
wen I\Iantel. 

Dan. Synov, Synav, Sinnau; Lövefod; 
Matiakaabe, Vor Frue Kaabe. 
Nora). i\Iariknape, Kaapegrces, Kaa« 
fegrses, RIariknap, Alurriftak, Murru- 
ftak, Jomfrii Alari Stak, Skaakgrss- 
Skaakegr3;s, Skuggegrass. 

Sehwed. Käpört, Maria kspa," \ärfm Kapa, 
Värfru Mantel, Kapgrä.«, Stjerncirt; 
^'emtl. Daggfkalcr, Daggrofor.Dagg- 
ort; SnioLv'd. Dragblad (iceil es 
gegen die l-lragfjuka, cder Knebel- 
krav.kkeit dnfelbfi gelrra-ieht wird 
Linn, amoen. aead. FI. 447). 

Engl. The common ladies mantle, HonV 
paw; /).• nördlichen Gegenden bear's 
foot. 

j^glsax. Selfastc. 

Galie. Copan-an-driur, Cota prea- 
fach-nion-an Ri. 

Franz. L'alchimille commune, vi'Jgalretnent 
le pied de lion, patte le Hon ; l'herbe 
del'e'toile; * pinnoux, picpou.i. 

Ital. Alchimilla coramuue, o piedi leoae; 
erba ftellaria. 

L Span- 



iC>3 



ALC 



ALC 



164 



SydJt. A'cliemila vtiljrar. <> pie do loon; 

Alqnimill.i; eltclu. cllflai in, cltnlUiia. 
Fori. Alcliimilla vulgär, ou pe de leao j 

aAvra de loaö ; oftollaria. 
JRuJ^, Sorokopritotlclinaja trawa. Geargi; 

Lewöwa lapa trawii (rf. ;. L'vwen- 

tatze). 
Kirgif, Kas Dfchabr;ik. Falk. (d. i. G'dnfe- 

kraut). 
Pohl. Pizewrotnik ziele, pi-zywrot ziele; — 

guiazdki ziele (t/. /. Sternkraut). 
Böhm. Lewowa-noha ({d. < Löwenfufs) 

Stfjbrnik [d. i. Silbcrkrant ; diefen 

Nnmen fiihrt auch die fotentUla an- 

Jcrbio] ; Hufjnuzka [d- i. Giinfekrant^. 
Ü7:gr. Orof/.la'n talpiifii. [d. i. Loireiißifsj. 
Ltit. Kalla fahic [rf. /. 2^ir!rpn:^ras~\i 

Krolike hippis [d. i. Faltcul'Iatt]; 

Raflcnes. Raflu fahles, [rf. i. Tliaii- 

vßaiize'] D-.nfchi. 
Etißii. Krooks Iclihed [d.i. Kiimket - oder 

Faltenblatt]; Käo kingad, Kao tus; 

Karkuma; — Karkadfud, Karklus 

[diefe letzteren BenntniiHgeii find 

tfahrfekeinlich corrnmpirt ]. 
Finnt, Itcunlebti [fl(. /. ein mit Thaii ge- 

u'äß'ertes ßlattj; Marianruoho. 
Lr.ffl. IVlaije nialfad. 
Arab.fel. Kiirnia. 

Diefe Pflauze \it felir gemein iu Europa, belbiiders in 
gebirgigten CiL'geiidcii. Ein lehr gutes Futterkraiit. 
Eine iiekaiuite Arzueypflanze. Sie wird auch iu. 
den Garten cuitivirt. 

ßelcnders viel hatten die Alchenifien mit dieftr Ppanz» 
zu Icbafl'eu. Sie gaben ihr den Namen coaguhim 
iiierctirii, und glaubten den mercurium, oder, nach 
ihrer Sprache, den latronem fugitivum, fervum am- 
bulantem &c. mitteift dcrfelben coagnUreu zu kön- 
nen. Sie lammelten auch iflcifllg das iu die Falten 
der Sinaublatter getretene Thauwafi'er. Aus diefen. 
Gründen iiat die Pflanze, \ne oben gelagt ill, dea 
fiamen Alchemilla erhalten. 

yaviet'dt. Alchemilla hybrida. 

ALCYONlUM. 

Der L'rl'prung diefes Namens LI wohl folgender : Die 
Alten glaubten, dals der Alcyon oder Kisvogel im 
Meer lülte, und dals das NelV, nach der Briitezeif, 
auf der überflache des iMeeres herumtreibe, und ans 
Ufer geworfen werde. Dergleiclien Nelier nannten 
fie akyonia. Bald darauf gaben. Re allen ne/ler- 
ätmlicheu Auswiirien denlelben Namen, der endlich 
zu einer aligenieinen Benennung für jeden Auswurf 
ce; Meeres ward. In fpütereii Zeiten gab es vie- 
terlfv Meinungen von dem, was die Alten eigentlicli 
unter a!c\ onium verftanden haben m chten ; daher 
tedieuten fich viele Autoren dieles Ausdrucks um 
entweder diefes oder jenes Secproduct damit zu 
ke!eges> und verurfachteu dadmch keine geringe 



\'er\virrungfn. Die npHfien Naturforfchcr vorneheii 
unter akvoniuiii nur l'olche welche Thierpllanzcn, 
deren inneres Wefen zaierig und zelleniihnliih il>, 
und die von auden mit Poren, woraus Polypen kom- 
• meu, und mit warzenahiilichen Erhöhungen verle- 
ben lind. 
Nach den I?egri(fen der Alten, baute der fCisvogel fein 
Nofl (ü/ZiyA. halkyonion') aus dem venliiklfn und 
mit allerley feinem ünruth vermifcliten Meerfchaum. 
Diefer Uinliand hat einige neuere Autoren bewogen, 
lier gegenwärtigen Thierpflanze den uncigciitiichcn 
Namen MeerJ/haum oder Serjcliiii^m zu geben : iu 
den Apotheken heilHie i\oc\\ ff ulim vuiiiii The- 
ophrall n.tnnte lie pm.ifx. 

Deutfik Die Alcyouie, der Seekork, das 

iVlecnieü:. 
Hol!. Akynine Hontf : Zce^chumBoddaert 
Dan. Griindvcddet; Svaiupcoral. 
Schwed Sjntrad. 
Engl. The aUyonium. 
Franz. L'alcyon. 
hat. &c. Alciüiiio. 
Potii. Piana morfka [rf. /. AleerßhaumJ. 

a) ■Alcyonium agariciiui. 

[Pennatula reniformis. Faü. 

Deutfch. Die Seenieie. 

Holt. Nieragtige Acyonie; Zcenier. 

Diiri. Söenyren. 

Schwede Sjt.iiijuren. 

Engl. The kidney-fliaped purple fea-pen. 
Ellis. 

Franz. L'alcyon agaric ; plume de mer ea 
forme de reins. 

Ital. 11 arnione maritio. 

Span. ],os rinoiies dcl mar. 

Port. Os rins do mar. 
Das .Sti^elchen dicier Alcyonie wird durch «in niercnför- 
migcs Blatt unterfiiitzt. Sie gleicht einer Schreib- 
feder, daher fie pennatula genannt wird; da Hir 
aber das ßeinclien fehlt, fo bat (ie Limie unter diefe 
Gattung gebracht. 

b) Alcyoniiim albunium. 

Deußch. Der Seefpint. 
Hol!'. Het Zeei'pint. Eodd. 
Franz. L'alcyon alburne. EncijcL 
Im indilchen Meere. Sie iü noch feiten. Ihr Name 

bezieil ■ fit Ii auf ihre weichere Subltanz und milch- 

weifl'e FarLe. 

c) Alcyonium arborenm. 

[Aceabaar gabba - gabba f. Accabar boa- 
zogu, yiniboinenßlms Hualapia. Riiniph-^ 
Deutfch. Der Seekorkbaum. 
Holl. Boomachtige Aicvonie. 
Dan. Havgranen eller Griindveddet; ko- 
raliJuimet Söetrse ellei Söeplante, 

£ngK 



i65 



ALC 



ALC 



166 



Engl. The arborefcent alcyonuim. 
Franz, L'alcyon arborefcent Eiicycl. 

Die gröfle Alcyonie ; ilir Stamm erreiclit eines Mcn- 
Iciien Länge, und ihre AtiHeritcii Aefte lind ott Ib 
dick, als ein Finger. Die ausgetrocknete Subftanz 
wird liorknrtig. — Die beltc Bcfchreibung ifi ron 
jKo.'i änter (_>wr. romm. pel/cp. yil~); jedoch ver- 
gleiihe man, wie in der Encyclopädie über delTen 
iVIeinnng geurtheiit wird. 

d) Alcyonium asbeftinum. 

[Porus fpongioides americana Pdiv .J 

Deutfeh. Der Afbeftkork. 

Holl. Asbeftagtige Alcyonie. 

Franz. L'alcyon af beltin. Encijcl. 

Die äiiffere Subfianz diefer Alcyonie befteht aus kleinen 
weilTen l'pitzigen Fafern, d;e den Asbeftföden ähn- 
lich find. Wegen dieles Umitands hatfie ihrcuNa- 
meji erhalten. 

e) Alcyonium bur(a. 

[ Burfa marina ; aurantuim marinum ; algae 
pomum Monfpelienfuim]. 

Deutfeh. Der Seebeutcl. 
^Holl'. Zeebeurs; — Meloendiftel. Bodd. 
Dan. Soepungen. 
Schu;ed, Sjöpiingen. 
Engl. The fea purfe. 
Franz. L'alcyon botirfe de mer. 
Ita!. BorHi marina. 
Span. Bolfa de mar. 
Port. Bella de mar. 

Diefe Alcvnnie bat eine rchfefgen-ellte znrammengefallene 
Vertiefung, die einem Schlitze ifhulich fieht, und ihr 
das Anfeilen eines Beutels giebt. Man findet fie 
am aiisfiihrlichilen belchrieben in f/iU'i tnUroJcop, 
ohf. , und in der Ueberfetzuiig Hawb. Masaz. 
XIUI, 3oßl, • 

f) Alcyonium cranium. 

Dmitfch. Das See -Euter. 
Dan. Söe-lver. 

Norw. Sjöjur, Sioball. 

Sie ift rund tmd rdiwammartig ; ihre Geftalt ift wie ein 
Euter, oder auch wie der Hut eines Schwammes. 
Sie wbhin im norwegifchen iMeere. Mhllei , Fon- 
topfidaii, S/röm. 

g) Alcyonium cydonium. 

[ Älalum cotone\im; balcydoninm durum 
f. primiim Diolcoridis ; — Vefpetnin 
marinum Rninph.] Griech. Halkyo- 
iiion L Diofk. 

Deiitfch. Die Seequitte; der Seeball (iß aber 
mit di-r pila marina nieht xu ver- 
Kechfcln). 



Hol!. Zeebal; {Rnmphiits hatrhiniim'nidU 
fchen Alecre wolinrndm Sregnrächs 

Dä'i. ,Söeqva;de. 

Scivced. Sjöqvitten. 

Engl. Tiie fea quince. 

Franz. Le coin de mer, 

Itat. Cotogna marina. 

Span. Mcmbrillo marino. 

Port. Marmelo marinho. 

Malaf. "Roem^ mnRumph. [d. 5. Serwpfpm; 
die Indianer berühren fie nicht gerne, 
aus Furcht, dafs fie, nie die IVcfpen, 
ßechcn mÖehteny. 

Die runde Geftalt diefer Alcyonie hat zu obigen Be- 
nennungen Anlals gegeben '; Jedoch ift man lieh nicht 
recht einig gewelen, ob fie den Namen Seequitte 
oder Seeball führen Ibll. — Cou/. alcyon. pyramidale. 

h) Alcyonium digitatum. 

[Alc_vonium lobatum Paüas : Alcyonlura 
manus marina Ellis; Tediva 'Rumph; 
Fucus palma marinus C, ßa'uk. ] 

DcHtfch. DieFingcr-A!c3-onie, der Fingerkork; 
Die Mannsliand. die Mannszehe, der 
]\]annsdaumen, dicLappen - AWonie. 

Holt. Kwabbige Airyonie; Doode'Man.'!- 
Hand ofDuiiuen; Oude Mans Hand 
Bafter ; Bcyiti Rimph Mammetjes. 

Dan. Fingret Koralfaap, Söekoepatte. 

Sciiwed. Fingrad .Sjöträd. 

Eng!. The d(?ad - man's hand, the dead- 
man's toe. " 

Franz. L'alcyon dJgite'; l'orteil de mer. 

Ital. 11 dito marino. 

Span. El dedo marino. 

Port. O dedo marinho. 

liire Gert 't ift verfchieden ; einige find gelappf. andre 
ftelien Bruftwarzcn (^ni.immetjes) vor, und noch an- 
dre fingerähnlicha Aefte. Sie fetzen (ich auf andre 
■Körper aJs Krufte an. 

i) Alcyonium epipetrum {nicht cpipatrmi}. 

Der griecliifche Name epipetron foU eine auf Felfea 
oder Klippen wachfende Pflanze anzeigen. 

[Pennatula cynomorion Pallas; malum 
infanum marinum Rondcl.^ 

Deulfch. Der Federkork; die Huudsruthe 
[ Kflf /; dem Griechifchen kt/uüinorioii^. 

Holl. De penachtige Alcj-onie; — Hon- 
denfchaft. Bodd. 

Engl, The linger-fhaped fea pen. 

La k) Alcyo- 



167 



ALC 



ALC 



i68 



k) Alcyoniuni cxos. 

[Alcvoniiim p;ilmat-nm Pallas; palma f. 
mamis niariiia qui'msdain; fiiiiis ma- 
num rc'ferens Toiirurf; Manns latronis 
aiit leproll Marfigli. 

Unttfch. Die Seehand; der FiiiRcrkork; 'die 
Diebshaiid ; die Grindliand. 

Holt. De gevmp;erde Alcyonie Houtt; 
Dieve-hand Bodd.; Zee-liand. 

Dan. Söehaanden. 

Schwed. Sjöhaiiden. 

£"/j/. The fea hand. ' 

Franz. Main de iadre, main de luri'on, main 
de mer. 

Itai. Mano marina. 

Sp.vi. Mano de mar. 

Port. Mau de mar. 

Die Linneifclie Benennaiig exos ift "berdüfsig. Weil 
überall keine Akvonie mit einem Beiiichen verfe- 
heii ift. Sic gleicht einer Hand mit aufgerichteten 
Fingern, welclie mit kleinen Warzen befetzt find. 
Diel'cr üeftalt hat fie ihre Namen zuzufchreiben. 

1) Alcyoiiiiim ficus. 

[AlcyoniiuTi tubcrofum; pulmo marinus 
alter Rondeletii. ] 

Ilentfch. Die Seefeige. 
Holt. Zeevyg. 
Dan. Söefip;cnet. 
Schwed. Sjütikon. 
f i;,^/. Tlie fea fig. 
Franz. La figue de mef. 
Ita!. Fico di mare. 
Span. Higo de mar, 
Port. Figo de mar. 

Diele Alcyonie hat die Geftalt einer Feige; zuweilen 
konnnt fie auch gelappt, wie eine Lunge, vor(pul- 
monis inftar lobatum El/is'), und ift daher von ver- 
fchiejeiien Autoren die Seelujige geuaant wordeu. 

A) Alcyonium gelatinqfuni. 

[Fucus gelatinofus; alcyonium ramoAim 
molle. ] 

Deiitfch. Die gallertähnliche Alc^^onle, die 

Seegallerte.' 
No!!. De lilagtige Alcyonie. 
Dä>i. Geleeagtigt Söetrje. 
Schwed. Geleellivt Siöträet. 
Engl. The pipewecd. the puddingweed ; — 

the fea ragged ftaff Ellis; the jelly 

fncns Httdfon. 
Franz. L'.'dcron gelatineux: l'alryon ä 

noeiid?. ' • 
Jtal. &c. Alcioiiio gelaünofo. 



Sie führt den N.imen von der gallertartigen Subilanr, 
Moraus lie zuramnungeletzt ift. 

ii) Alcyniiiiim gorgoiioidcs. 

[Serttilaria gorgonoidca. Pallas.^ 

DiUtjch. Die Hornpflanzenkoralline. 
Holt. Hoornagtig ßlaaskorallyn. 

o) Alcyüiiiuni lynciuiiini. 

[Alcyonium aurantium. PalLis ; Aloyones 
AJarßgli; Thetia fphacrica Donati.] 

Dcutfcli. Die Scepomeranze. 

Hnll. Zee-Oranje-Appel. 

Dan. Söe-Pomerants. 

Schwed. Sjö-Pomcrans. 

Eiifyl. Tlie fea orange. 

Franz. L'Orange de mcr. 

Ital. Arancio di mare. 

Span. Naraiija de mar. 

Port. Laranja de mar. 
Sie gleicht fehr an Geftalt, Gr j'ITe und Farbe einer Po- 
meranze. Wegen ihrer wachsgelbcn Farbe hat 
Linne' ihr den etwas gcfucbten Namen lyucuriuia 
gegeben. 

p) Alcyonium mammillofum. 

Lapidis aftroititis five ftellaris primordial 
Slaone ^amaka. 

q) Alcyoniuni manus diaboTi. 

Deutfeh. Die Teufelshand. 

Holt. Getepelde Alcyonie, 

Dan. Fandens Haand. 

Schwed. Fanenes Hand. 

Ehi^I. The devil's hand. 

Franz. Main de diable. 

Ital. Mano di diavolo. 

Span. Mano de diablo. 

Port. Mao de diabo. 
Sie ift von aulTen glatt; cnrtigt fich oberw'i'rts mit eini- 
gen kurzen fingerahnlichen Stunipfen, die, der Länge 
iiacli, bis zur Hnlfte durchgebort Und. Sie befin- 
det fich an den Kulten von Island. 

r) Alcyonium maflli. Milli. zool. Dan. 
f) Alcyonium papillofum. Pallas. 

[Boletus marinus Jl7cr/(^//.j 

Deiitfck. Die Warzenalcyonie. 
Franz. L'alcyon tubercule'. Encijct. 

t) Alcyonium pyramidale. Encyd. 

Dentfch. Die Seepyramide. 

Franz. J/alcyon pyramidal. Encyd. 
So nennen die Verfaffer der F.ncyciopädie äks Flanri 
alcvoniuui rubrum, pulpoiiuii, tonictiiv. pierumque, 
und vcrÜLheri;, itSs des Pailai alcyonium cotojieum. 



169 



ALC 



ALE. 



i:q 



mit Ausfclilufs der übrigen Synonymen, Iiich»r ge- 
höre, weil ö:e RelclireilHing nicht mit des Liiuie 
alcyoniiini cydoiiiuiu übereiiikommt. 

u) Alc^-onium nibrum. 

JJeuifih. Die rothe Alcyonie. 
Dan. Röd Koralftap. 

Sie befindet ficli im Nor\vegifc!ien Meere Müütr zool. 
d.7i:. — Fnbriiii Fi: gioeiil. 

v) Alcyonium ScWoficri. 

[Alcyonium carnofum; ' — uva marina 
Gij'y.. — Botry'iliis Ircllatus Gaertner.^ 
Deutfcli. Der Fleifclikork. 
Hüll. A'lecfchagtige, Alcyonie; Schlofiers 

Zeefchuim. 
£«cr/. The flefhy alcvonium. 
Franz. Botrylle t'ioile. Encycl. 
Doftor Sc lilof.'er wollte beym Cip Leznrd, unweit Fal- 
moutli, einmal des Ray coraUitün noßras fifchen laf- 
i'cn ; llatt deflcu ;;')gen die Kilcher eine den runden 
Stamm eines andern Seegewäcliles inngebende 
S'.ibftanz hervor, die, wegen diefes Uniftandes , 
lucli feinem Namen benatnit wurde. Im 4c)ltea 
Bande der philoibph. transaä. hat ereine>iaciiric:it, 
nebft Abbildung, davon gegeben. 

w) Alcyonium fynoicum. 

SjTioicum tiirgens Phipps.' 
Am nördlichen Ufer von Spitzbergen. 

x) Alcyonium tiibcrofum. Solana. &c. ElHs. 
-y) Alcyonium vcmiicularc. Cavotinipoi.mar. 
-ALCYONIUM. [L,Y/,o/.] 

Deutfeh. 'Alcyonie, Verfteinerte Alcyonie. 
Holl. \'erfteende Alcjonie. Alcyonieten. 
Dan. Forftcnede Grund\cd. 
Scliiced. Förftenad Sjötradct. 
Eng'. Petrified alcyonium. 
Franz. Alcyon petritie; alcyonites-. 
Jta!. Alcionio petrilicato. 
Span. Alcioiiic) pctriflcado. 
Port. Alcionio peüitlcado. 

Die versteinerten Alcyonien kommen zuweilen in andern 
GelUlten, als die natürlichen, zum X'orfcliein, und 
find oft mnhlariLvon dcn'Fiingitcn/.unnterrcbeiden, 
Der letztere Uml^and hat zu vielen Verwirrungen 
Anlafi gegeben, und die meiften Autoren haben 
entweder die /ü'cyonien mit' den Fungiten verwech- 
felt, oder ibeyden {zugleich den >;amen Fungit ge- 
geben. Eey Wallerius heulen be\de, unter einer 
Gattung, corallo . fungitae. In neueren Zeiten 
pflegt man die Alcyonien von den Fungiten zu un- 
tcrlciieiilen. 

Verfteinerte Alcyonien find 2. B. Alcyonienfriidite, AU 
cyonienfeigen (Caricoiden), &c. , welche man iür 
wirkliche Früchte gehalten hat; ferner Alcyonicii- 
■ liiile (.alcyoniura burfa), Aicyoiiieiiwurzeln oder 



ßptonie^itt'urwln , Alcyonicnft.imme, Alayonien» 
Icliwinime. Alcvonienfinger, Akvonienli'inde, Alcy- 
onipribeclier. knc<ige Alcvonienliückc ; Ferner Pria- 
polithen (: .'li. priapoiithus). 

ALDROVANDA. [Botan.] Monti aH. Bonoiu, 

IT, 3; 404. 

Aldrovanda veficularia. 

Franz. I,'aldrovande ä veficules. 

Eine Pflanze, die ihren Namen von dem berühmten Na» 
turforfcher, ProfelVer Ulyffes Aldrovandi führt. 
L'nter dem Titel Dendrologia erfchien von ihm ein 
W'eik niii vielen Kupfern, das ziemlich feiten ge- 
worden iit. Er ftarb i. }. 1605 blind, arm, im La- 
zaretli. 

Alectorius lapis, alectoria gemma. 

So nennt man einen Stein oder Edeißein, der zuweilen 
in den; Magen desHauihahns gefunden werden foll. 

Filii, xkxini, ^o. 

AlepidotUS, a, um. [Tm«. Ichthyol.^ 

[/. e. non fquamatus, aus demGriechifchen 

tepidxos. fquamatus, und dem voran 

gefetzten o privaüvo]. Synon: nudus, 

a, um. 

Dcutfch. Ohne Schuppen, fchuppenlos, unge* 

fchuppt; nackt. 
Holt. Zonder Schubben, ongefchubdj. 

naakt. 
Dan. Uden Skisei; bar. 
Schiaed. Utan FiUH; bar. 
Engl. Without fcales ; naked, bare. 
Franz. Sans e'cailles ; nu. 
Ital. Senza fcaglie; ignudo, nuda« 

Span. Sin efcamas ; dcfnudo. 
Port. Sem efcamas ; nt;. 
ttil ejj ido t a opeicuhi. Wenn die Oberflächedel» 
Klefendeckcl mit keinen Schuppen verfehen ift. 
(Exocoetus, Mugil ; die meiften Fifche). 
Alepidoti f. tiitdi pifces. Sclmppenlofe Fr- 
ühe. Coiif, alepidotuni corpus. 
Alepidotum Caput. Ein fchuppenlofer Kopf (La- 

brus, Efox^. 
jll ep ido/utn corpus. Ein fchuppenlofer Körper ; 
wenn der K-j'rper der Filc'je mit einer bioffen oder 
nackten Haut bekleidet ill. (Biemiius, Gymnotns, 
Echeneis). Alsdann ill die Haut ennveder fchlüpf- 
rig. oder mit kleinen Wärzchen befetzt, 

ALETRIS. IBctan.] 

[Aus dem Griechifchen ^/aoites, farinaceus; — die 
Blumen der aletris larinofa find wie mit Mehl 
belueut. ] 

Dcntfih. Die Hyacintb- Aloe, die Feder- Aloe, 

die Runzelblume. ,, 

Hol!. &c. &c. Aletris. Die 



I-I 



ALE 



ALI 






Die Pnanien ilicfer Gattung hal)fn viel Aelinliclikcilmit 
den /Mi^en und Hvaciiillicn. Sic find exotiftli. Sie 
liabcn ein intereff.tntcs Anliclicn. 

a) Alctiis capcufis. 

[ \'eltheimia Glcditfch; Orchis liyacinüiof- 
des. Bnxb. ] 
Dmtfch. Die kapircVe Hyacinthaloe, 
£.vt>7. The waved-leaVd aletris. AitoU^ 
Fmiusr. L'ale'tris du Cap, 

c) Alctris chinciifis, 

franz. L'ale'tris de la Chine; vulgairimmt 
le Colli des Chinois. Encycl. An 
Holly Raj. 

d) Aletris cochinchinenfis. Loureh-o. 

Cochinch. Cay boiing boung. Lour. 

a) Aletvis fin-inodi. 

[Hyacintbus floridanus. Phck.'\ 
Dnitfch. Die Mehlblume, die Purpurblume. 
Engl. Tlic America alctris. Anon, 
Franz. L'ale'tris farineux. 
In Nordamerika, wo fie zu Haufe iil, wird (ie in der 
Medizin gebraucht. 

e_) Aletris iVagvans. 

[Aloe africana arborefcens. Cominel. ] 
Denlfch. Die wohlriechende Hyacinthaloe. 
Etigl. The fweet fcented Aloe. Alton, 
Franz. L'ale'tris odorant. 

f ) Aletris hyacinthoides. 

An aletris zeylanica Encycl. 
■j- Katu-kapel. Rlieed. 

■Uneigentliclie Benennungen diefer Pflanze find: Aloes 
ä peau de l'erpent, and aloes de Cejlaih 

g) Aletris uvaria. 

Vid. aloe uvaria. 
ALEURITES. [Botan.} 

Aleurites trlloba. Forßer gen. planf. 
Deiitfch. Der Mchlbaum. 
Frr.hz. L'aleurit ä trois lobes. Encycl. 

Ein auf den Südfeeinfeln wachfcnder nnd von den Her- 
ren Forltern berdinebener Bauin. Den griccliillhcii 
Namen hat er erhalten, weil alle leine Theile mit 
eniem mehlartigen Staube überl'treuet und. 



ALGAE, [Böhm.} 



Dnitfch. DieAftermoofe, dieSchroffgew'äcIire. 
Bell. De Wieren. 
JJän. Tangene. 
üclMtd. Biadmofzor, Laf. 



Enqt. Tlie HaRs. 

Franz. Lcs ali^nes. 

Ital. Piantc alghe. ^ 

Sf>an. Las algas. 

Port, As algns. 
Die AficrmooCc ni.ithcn im Pfl.inzenrciche eine von den 
(iehen [■'aniilicn aus, und werden von Linne al-i 
rn.nizeH belchrieben, deren .Stamm , Wurzel und 
Laub eins find. Im linneiülieil Httanzcnlyltem (lud 
fie die dritte Ordnung in der ClaHe Crytosamia, und 
werden in Land- inid WalTer-Aftcrmoole cingethcllt. 
In der naliirliciien Methode de.s l.iinie' find fie die 
47!le Ordnung. Ehedem treinilc mau fie niciii von 
den Moolen. 

AUmcntaris, e. adj. 

Deutfeh. Zur Nahrung gehörig. 
Eoll. Dat tot V'oedzel ftrekt. 
Dan. Som hör tii Nivring. 
Schtc'ed. Som tienar til Naring. 
Engt. Alimentary, alimental. 
Franz. Alimentaire. 
Ital. Alimentario. 
Span. Alimentario. 
Port. Alimentario. 

Aliment tiriae plantae. Pflanzen, welciie den 
Menlchen zur Nahrung dienen. 

/t li >ii e >: t a I i s caDieia. Ift in der fhierifchen Ma- 
Ichine das vierte Fach , welches das Tliier, durch 
die Verarbeitung der. Speifen, ernährt, l/id. Camera. 

ji t iti! e ti t at i 5 ductus. [y^/;/j/.] Der Speifegang, 
der Speifekanal. Hierunter verliehen einige Auto- 
ren nicht nur den Schlund oder die Speil'crühre, 
fondern auch zugleich den Magen und die Einge- 
weide. 

Aliiii ^Kt uri s litiuior. Aeltere Aerzte behaupteten, 
dal's jede Feuchtigkeit aus zwcy Tlieilen beüehe, 
iiumlich aus einem nährenden (aliment. hum.) und 
aus einem ablührcnden Theile (e.xcrement. hum.). 

ALISMA. [Bo/an] 

Alismahiefs bey den alten Griechen nnd Rü'mern eine 
gcwilTe Pfl.inze, eine Art Wafi'erwegerich. Flui. 
S.\T, lo; Diofkor. — Liime will den Namen 
aus dem Griechilchen alysmos, oder vrie er l'chreibt 
alijiHia, i. e. anxietas, herleiten, 

Dcutfch. Der FrofchlölTel. 

Holt. Water - Weegbree. 

J)dn. Guldblomme. 

Schwcd. Stiäckra. 

Engl. The water - plantain. 

Franz. Le fluteau. 

Ital. &c. Alifraa, 

a) Alisma cordifolium. 

[Damafoiiium ramofum. Vaiil.] 
Deutfeh. Der Frofclilöfiel mit Herzblättern, 
Holl. Hartbladiiic Water- Weegbree. 

Enal 



^73 



ALI 



iTj.'o-/. Tlie heart-Ieav'd vvaf-er-planhniin. 
Franz. Fluteau a Icuillcs cn coeur. 
" ffnpan. Mido obako. Thuhb. 

h) Alisma damafoniuin. 

[Damafonuim ftcllatiim ; plantago aquatica 
liellata; alifma ftellata. J 

Deutfeh. Der fternförinige Frofclilöffel. 
Holl. Geftemde Water -Weegbree. 
Enfrl. Tlie flar-headcd watcr-plaiitafn. 
-N Franz. Flateau e'toile; le damalbne; flute 
de berger. 
IfaL Dainafonio. 
Span. Alifma damafonio ; vnlgo akiiea o 

azumbar. 
Port. Danialbnio. 

Diefe Fnanza unterfeheidet fleh von den übrigen Arten 
vorzLlgüch dadurch, dals ilire Fiuchtkaplebi Itern- 
lörniig geb.ldet fijid. 

c) Alisina flava. 

[Damalbnium maximum.} 
ffapan. Tukufa; Safi omodaka. Tlimib. 

d) Alisma natans. 

[ Damafoniom repens. J 
Dntffch. Der fchwimmende FrofchlölTel. 
HoU. ])ryvende Water- Weegbree. 
Eng!- The creeping water- planCain. 
Franz. Le fluteau nageant. 

c)' Alisma plantago. 

[Plantago aquatica f. paluftris; Alisma; 
Damafoniuin. j 
. Dentfch. Der gemeine Frofclilöffel. der WaC- 
ferfrofchlotTei, das Frofchlöffelkraut, 
das grolle FroTchlo'fielkraut ; der 
Hafenlöffel ; der Frofchwegerich, 
der Walferwegerich . der gemeine 
Wafferwegerich ; Pfeilkraut ; Sei. 
fenkraut; Bergwolferley ; Waldbart; 
der Gutberatb. 
. HoU. De grooce Water- Weegbree. 

J)'dn. Vand-Vej-bred; Godberaad. 
Noru'eg. Vand-Groebiad, 
Island. Kifugras. 

Sditred. Stäkra. 

Engl. The great water-plantain, the plan- 
tain alisma, 

^ranz. Le fluteau plarttagine'. Encycl. 
Le fluteau; le plantain d'eau. 

Ital. Alifma, piajiraguine acquatica, 

Span. Alifma llante'n ; llantcu acuatico. 

Port. Tanchagem aquatica. 

Euff. Popucuik wodjaiioi. 



AU 

KafiH. Bulttk. 

Poln. Babkaw'odna. 
Böhm. SiTroky girrocyl. 
üngr. Vizl Cti-fii. 



'74 



f) 



Eine enropäircbe Pflanze; ift dem Vieh na<?!ifheinj, vni. 
wirrf-nur von den Ziegen, ohneGt!.ihr, gelrelieii. 
Die Pferde- find befoudcrs dafür inAclit zinielnneu. 

Alisma ranunculoides. 

Dnitfeh. Der fpifzige, kleine Wafferwegerich > 
der ranunkelartige Frofchlölfei. 

Hol!. Kanonkelagtige Water - Weegbree 5 
kleine Water- Weegbree. 

Engl. TJ,e lelTcr water-plantain j the crow- 
foot alisma. 

Franz. Le fluteau ranuncuIoYde. 

ALLAMANDA. [So/««.] 

Allamanda cathartica ; Echinus fcandens lafte. 

fcens. Barr. 
Franz. Liane ä lait, Earrere. 
Diefe girianirche Arznevpflanze führt ihren Namen voa 
Allaniand, Leiharzt zu Petersburg, der die Botanik 
mit verfchiedeneii Gattiiugeii aus Südamerika be- 
reichert hat. 

Allaiitites, [LithoL] 

So findet man einen Stein genannt, der an Gellalt and 
Farbe einer Wurft gleicht. 

Allan toides, allantois ,_ farciminali.s 
tunica, vrinaria tunica. [Zootom.'] 

Diefe Benennung il[ aus dem Griechifchen nUui, eiJie 
Wurlt, und eiäos, die Geflalt, entftanden. 

Dmtfch. Die (chwammige Lederhaut, die 
Wurflliaut-, die Hamhaut. 

Hol!. Worftvlies, Pisvlies. 

Dan. Pölfehinden, ~ 

Schwed. Korfilinnet- 

Engt. Tne allantois, the gutlike membraßg> 
the urinar3' tunic. 

Frenz, L'allantoide, 

Jtcil. AUantoide. 

Span. Aliantoides- 

Port. Allan toide. 

Eine zur Nachgelnirt gehörende tmd zwifchen dem STit-" 
Jiiou und cfjorio» liegende Haut. Sie ift wie eine 
S\ iirll gefüllt und aufgetriebeu; jedoch hat fie i:m'ii 
zuweilen eine runde Geltalt. Es befindet fich i« 
dcrl'elben die Blaienichnur (iirachus^ wek he von def 
Blafe des foetus durch den Kabel herausgeht. 

JSLmkann di^fc Hat« beyden Kühen und Sdiafen ü*utii«?i 
benn.:l.en. Auch hat man fie an andern Thieren 
o-alir;;en'jmnien. Eimge Autoren woliün iiirD;il<-va 
nur allein bey den wiederk,'iue_iuk-n Thijeren ll.imire'ii. 
wie Drelincourt, Profefi'or zu Leidefl^ der Gmiibef 
eiusbel'ufldere/U>hajidlun^^clcliriei»ahuc 



175 



ALL 



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J76 



Die m«ifteii ZrTgVicAerer bcliaiiptf ii, daf«: die WurlTIiart 
nie l)tv Meiilclicn, Ibmleni blolisbey einigen 'lliiereu 
inliiulenift. DortorHale lüngegcn li.it dicExiftenz 
ilor ll.trnliaut bev Menlilicii eifrig vcitheidigt , und 
eine genaue ISeliliieibtnig lierl'elben geliefert, in den 
fhih^oyh. itHnsmf. A'e. 171. 

Die Isländer nennen die Wurftliaiit der Kiilie l.ikuntbi-t- 
g:tf. Sic irocivnen diefelbe, und bcsielieu loduiui 
damit ilirc Fciiller. 

ALLASIA. [Botan.-\ 
Allafia payos. Loureiro. 
Äfrican. Ahiringuc ringue. tont'. 
Aus dem Griecbilihcn nllni, eine Wiirft, bat Loureiro 
allaßn formirt, nm einen greifen afrUi.Miil'chen liaiinj 
anzuzeigen, deflcn Früclite mit den letten Wiirlten 
Achnlicbl<eil babcii. Nach feiner Vennutlmng iil es 
die Jaracatia Brafiiiana Pifoitis. 

Alliaceus f. poiraceus odor. 

Ein Laiichgcrucb. Diefcr \i\ verfcliiedencn Pflanzen 
eigen; bcfondcrs lagt niauvoneiiiigenKrzen, dalij 
fie wie Lauch rieclien, alsArfcnUi. 

A 11 i g a t a pvipa. [ Term. entom. ] 

Eine angebundene Pupe. Eine Piipe, die ein Band 
oder einen Gürtel um üiren Rücken zieht, und 
ficb, in horizontaler Lage, an den Boden befelligt 
(Pap. inachaon, podalirius). 

ALLIONIA. [Boian.^ 

a) incarnata. (Wcdelia. Zö','/»;^.') 

b) violacea. (Mionia. Löjliiig.) 

Diele füdamerikanifche Pflanze fülirt den Namen zu Ehret) 
des turinilchen Profefiors der Botanik AUwui. Er 
ift Ycrfaffer von folgenden zur Botanik geliurigen 
Werken : fl) Stirpiuin rariorum Pedemontii fpcci- 
nien. Turin 175s. 4to. b) Stirpes litoris et agri 
^icaenfis. Parif. 1757. Svo. «^ Flora Pedemon- 
tana. Turin. 1785- ^ Voll. Fol. 

ALLIUM.-L^ofß,;.] 

Keine Etvmologie, die ficli hören liefie. Beyclj.fTifchPH 
Autoren findet man auch alium. Cal'alpin Iclu'eibt 
alum ; alum war bey den Alten derName von zweyen 
Ptlanzcn , wovon die eine uns ganz unbekannt ilf, 
xnid die andere fich auf eine gewilfe Art des Lauchs 
bcziclien loll. 

Bey den Griechen findet man folgende Benennungen vnn 
vcrfchicdenen Arten des Lauchs : Geboskon ; Kia- 
jiiiohoskon; KL-iaholkorodon; Skororion , Arkto- 
Jforodon; Pralbn; Amueloprafon ; Ophiojkorodon; 
Moly, Molyza; Kroniniion; PoKeidos; Kalabotis. 

Deutfeh. Der Lauch ; Ery einigen das Lauch, 

Niederjächf. Look ; Fra)iken Glub. 
Hell. Look. 
Uäii. Lögen. 

Island. Laukur. 
Schifed. Lökeii. 

iv;;;./. Laucka. ( Lc;'?. Lohka ; Ehßn. 

Lauk, Dürpt.hodk, Gcj/jV. Loga.) 
£ngl. The garlici. 



Jfngtf. Leac, Leah, Lee. 
Galii-. Goirgein-garaidh. 
IVelfh. Cra. 
Cor'nifh. Kenineuvnok. 

Frav.z. L'ail. 

Ital. Aglio; Fencziiih'^io; Drrfiia Ah 

Span. Ajo. 

Fort. Aiho. 

fiuß'. Tlcliesiiok., 

Poin. Czosnek. 

Bahnt. cesnck. 

Tiifk. Saramfacl». 

Tatar. Sarmlak. 

Buchar. Saniifack. 

Ferj: Sir, 

Gifan. Sir. 

Armen.i Sechtof. 

Tic her em. Kra. 

Tfchnw. Ikra. 

IFotjak. Kumys. 

Mordwin. Pengie. 

Georg. Niori. 

Kalimik. Dargel, 

Indian. Tum. 
Vorlichendc Benennungen Werden feW'ü'hntich allen, oder 
doch den meiften Arten dielcr Gattinig beygelegt. 
Die franz'irifclie, italicniCclie &r. Benennungen find 
aus dem Latcniifchcn allium entifanden. Das Her- 
fil'che 6/77 ftimmt mit demTl'clieremiJlirchen Km und 
dem Tlclunvarchil(,hen y^/i? iiberem , welches ich 
deshalb bemerke, weil mir dergleichen Aehnlichkei- 
ten der nämlichen Sprachen mehrmals vorgekom- 
men find. — Der Urfprung der nordifchen Wörter 
Lauch, Lauk, Look (rc. liilst fleh nicht mit GeMifs- 
heit ansfiindig machen. Sie können , wegen des 
Geruchs, den Namen von Liifkl inid f.i:ikra erhalten 
haben. Sie können auch aus den (lavifchen I^lnnd- 
.irten Lnk, welches die allgemeine Benennung der 
Zwiebeln ift, angenommen worden feyn ; belbnders 
nennen fie ib den Zwiebellaucli (all. cepa), und in 
den monleifchen Gloffen wird eben fall.s nur die Cepa 
Louch genannt. — FJinige wollen den IJrfpnnig in 
der Griechilchcn .Sprache fnclien, und befiaupten, 
das Wort Za«i;.'i komme hervon hichnnon, welches 
die Benennung der Gartenkräuter war. Wenn die- 
fes auch l'chwer z\i glauben iO, fo giebt die Vennu- 
ihung doch einer anderen Idee ein dedo gröfTcres 
Gewicht. Ks haben nämlich die alten nordilVhen 
Völker alle Graspflanzen Lok genannt; in Ipäteren 
Zeiten vcrfiaml man darunter nur die Kiichenge>väch. 
fe, bis es in neueren Zeiten auf den gemeinen l.iuch 
(portnm)j als einem der vorneinnlten Kiichcnge- 
w.Tchfe , eingefchränkt wurde. Eben dieler Lauch 
(porrum) hiefs bey den Ebr.'icrn<*/7;;>, welches bey 
ihnen ebenfalls der allgemeine Namen der Gras- 
pllanzcn war. 

a) AUiiim altaicimi, Palhis it. IL 737. 

Ruff. Kamcnoi tfchesnok; Kamenoi Uvk. 



Btir'cit. Hongcnu. Georgi. 



^i 



17? 



AU. 



ATX 



i:8 



/tJ alpff altahas Bufiin. Eine anfeliiiliclie Spielarf, 

oder vieüeiclit die wahre Stammart des /wiebci- 

"^ la'.ic'is C-"»'!- cepa). Sie Ibü fehr aromiiUrtli lej:i. 

b) Allium ampeloprafnm. 

Anipeloprafoii irt der griechifche Name einer beyiii 

Theopluaft vorkommenden Pflanze, und \\\ znlam- 

i)ieni;e(et7.t ans ampf'.os , vitis , vinea , und ans 

fiaj'j., , porinni ; alfo eii» in den Weinbergen 

i (wild) wachfenderLanch. 

Deutfeh. Der wilde Lauch, der Wildlauch. 

Bey verfchiedenen der Äfclilaucb, 

Efchlauch. ' 
fJolL Wild Look. 
üiin. Vild Log. 
Schwed. Vildlök. 
Engl. The great round - headed garlick; 

tlie Holms garlick. 

L'ail a feuiiles de poireau. EucycL; 

l'ail fauvage. 

Polewoi tlchesnok. 



. Franz. 

RujT. 

c) Aliium aiigulofuin. 

Deutfeh. Der eckige Lauch ; der Wiefenlanch ; 
der kleine NarcüVenlauch ; der kleine 
Berglauch. 
Uoll. Koekige Look. 
Engl. Tlie angular ftalked garlick. 
Franz. L'ail anguleux. 
Ruf]'. r,i\ ichei tfcht.uok (rf. j. Mäufeknoh- 

lavch ). 
Sinrf. i\ic\i tfai. Lour. 
Cocliinch. Cay he. Lour. 
Er führt deniS:mien wegen Seiner beynahe eckigen Blät- 
ter. Einige Tataren Ipeifen die Zwiebel, und die 
Kinwolnier von Cochinchina die Blätter. Sehr nahe 
verwandt ift das allium fenefceas. 

d) Alliutn areiiavium. 
Dentfch. Der Sandlauch. 
Holl. ZaiidlüoK. 
Dan. Sandlög. 
Schieed. Sandlölc. 

Engl. The broad leaved mountaln garlick. 
Franz. L'ail des fables. 
Span. &'c. Ajo arenario. 

e) Allium aicalonicum. 

[Cepa fterilis. C. Banh.; cepa afcalonlca; 
hierobulbus. ] 

Deutfeh. Die Schalotte, Schlotte, noeh mehr 
vcrfchllmmert Scharlotte; Afchlauch, 
Aeichlauch, Efslauch {die Fordcr- 
fyl'uc diefn- dreij IFörter iß ebenfalls 
aus afealonica corrutiipirt ) ; die 
Schlottenzwiebel. 

GathoUion, ^uiur^e/tiüihte, Bd. I. 



Ho'l. Chalotte. 

D'dn. Skalotlngen, Skalotten. 

Schwed. Chalottenlök. vulgo Charlottenlok. 

Engl. The afcalonian garlick, the efchallot 

orfhallot; efcallions, fcallions. 

Galic. Creamh garaidh. 
Franz. Echalotte; ail fte'rile; Alt. eclialoi- 

gne; In den Küdien hciffen fte , fo 

wie die Rocamholen und portugljU 

fchen Zwiebeln appetits. 
Ital. Scalogni; cipoUe malige; Bey Mat- 

tliioli Afcalogne. 

Venezia fcalogne. 
Span. Cebolla afcalonia, efcalo'na; vulgo 

Chalote. 
Port. Echalota. 
Böhm. Ofsleych (nach dem Deutfchen Aefch- 

lanc'i ). 
Vmrr. Mogyoro'-hagyma (d.i.Hafellquch), 
Cocliinch. Cay ne'n. Lour. 

Diefer Lauch führt den Namen von Afcalo oder Ataloii, 
einer Stadt in PalJiftina. Er wird cepa fterilis gs- 
liainit, weil man ihn gewohnlich ohne Bliithe ficht. 
SeinGeCchmack ift, wie bekannt, viel angenehmer, 
als Knoblauch ; man gebraucht die Z\i iebel viel ia 
Saullen. Eine Varietät ift : 

t) Cepa fiffilis C.B. — cepula. 
DcHtfch. Die kleine Zwiebel; der Johanuls« 

iauch. 
Holl. St. Jans Look. 
Dan. St Hans Log. 
Schwed. Johannis Lök. 
Engl. The ciboule; hey einigen St. Omer'5 
garlick {JMiller hältße mit der welch 
onionfiir einerley). 
Franz. La ciboule (te/enn fie kleiner iß la ci- 

boulette). Alt. Sabeto. 
Ital. Clpolüno, cipoUina. 

Span. Cebolb'no, cebolle'ta. 
Port. Cebolinha. 
Sie ift etwas grcifler; man ftreut dio kleinen abgePchnit- 
tenen Blatter roh ani Salat und andere Speifen, um 
den Appetit zu reizen. 

f) Allium carinatum. 

[Ampeloprafum prolifernm. ] 

Deutfeh. Der nachenförmige Lauch; der Berg- 
lauch, der Bergknoblauch, der wilde 
Bergfchnittlauch, die Bergzwiebel, 
die Lauchzwiebel, die Waldzwiebe), 
der Waldlauch. 

Holl. Gekielde Look, 

Dan. Vild Bierglög. 

Schwed. Gallök. 

]\l ^ Bngl. 



^79 



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i8o 



Knfrl. The rarinated garlick. 
J'raaz. Ail a fouilles cariiices. 
Span. Ajo aquillado. 

g) Allium ccpa. 

[ Cepa vulgaris ; caepa, coepa ; E:i'.e hrfon- 

arc Art tiirfs uiiio, woraus die Namen 

oig;non . onion, ajuin &c. entßande« 

find]. G)74y/;. Krommyon, kromyorf. 

Dciitfch. Der Zwiebellanch. die Zwiebel, die 

Sommerzwiebcl. Zibollen oder Rol- 
len ; Alt. Zippel. ßölle Dafypoä; 

An einigen Orten Bull, Boll ; Nifdrr- 

facfifen Zipolle ; Zippel ; Dmtfck 

Lothrinirrn und Sanverden Zierel. 
Holt. Uijen, Äjuin ; /^/i. Ojuin,Uick, Üicb. 

Friesland. Cipel. 
Dan. Lögen, Rödlögen. 

Island. Raudur Laukur. 
Schwed. Rodlök. 

Gothland Sipul. 

Altnofd. Unian («. S. Lauk oc LTnian. 

Damafc. 139 ). 
Engl. The onion, the rommon onion; in 

altern Schrieen Ciiibbol. 

A>i<ylf. Hinnylaec, Cipa, Cipe, Cicpe, 

Buhe, Buleth 

Galic. Uinnen ; IVelßi- Winwyn, 
Franz. L'oignon ou ail a tige ventrue, 

ognon. l'oignon des cuifines. 

Alt. Chi. Cibo. SabouUlon, Sebo. 

Lang.ifcd'oc C'eho. 

Bas Bretagne Üign, Pen-oign. 
Ifat. Cipolla; Fenez. Ceola. 
Span. CeboUa. 
Fort. Cebola. 
Muff. Luk. 
Poln. Cebula. 
Bohlt. Cybule. 
Wtach. Tfchapa. 
Serb. {O.Laußz) Zebla. 
Lttt. Sihpols. 
Finnt. Sipuli. 
Ehfln. (Reval.) Sibbul. 

(Dörpt.) Sibbol, SIbbola, ZibboL 
Crain. Zl'ebeu. 

Ungr. Vereshngyma (^d.i. Rothlauch'). 
Sihir. Kamennol luk. 
Wotjak. Sagon. 
Tatar. Sogan. 
Türk. Sochan, Zugar. 
Tfchereni. Schagan. 
Tfdmw. Suhan. 
Armen. Soch. 



Mordft'in. Tiirkja. 

Kalmuck. Maen greflun. 

Bucliar. Pias. 

Per f. Pias. 

Ind. W-mTA. 

Cairo. Rafal. For/k. 

Hebr. Bhazal Nnm. XL 5. 

ffapan. Soo, Tito mofi. Tkunh. 

Sinef. Tftm Xi. Loureiro. 

Cochinch. Cay hanh. Lour. 

Diefe Art ift, wegen ihrer Cönfiitntion, am allgemeinftea 
bekannt. Sie heilst Zwiehcl, weil riicier Theil der 
Pllaiue gelpciCet wird. Unio heilst (ie , weil fie, 
gegen die Natur der übrigen Lamharten, keine Ne- 
beiizwieheln Iiat. In der Mpdijin wird lic nocli als 
ein aiiflerliches Mittel gebraiu-lit. — In den Mor- 
genländern Ithniecken lie am bellen. Die Hiaeliteu 
liebten fie Ib (ehr, dals lie in der Willte fall niL-hts 
mehr, als "den Abgang der iiwiebeln bedanerten. 
Die Türken wiinCcfien, anch einit im Paradiefe ein 
gutes 2wiebelgericht zu ichmaufen. 

Man zieht fie melirenlheil'i aus Samen, in Welchem Falle 
fie Sameuziriebeln ge.'ianrit werden. Trocknet mau 
dieZwiebebu um iie zu verletzen, fo beiden fie .iVr/z- 
zwi.-Seiit, Sleck^miebetn. Um den Wachsthum der 
Zwiebeln zu befördern, zertritt man das Kraut der- 
Telben, oder man biiclit die Bl.'itter nill der Hand ab, 
oder verlchnoidet l'elbige mit einem Mcfler, in wel- 
chem letztern Falle fie dcr\ N-imeii ür/tniriiwiebeln 
erl).'iiten. Sie werden oft Ib viick, dals man fie mit 
den H-inden nicht umipanucn kann. 

Die Zwiebeln Iiaben verlchiedcne Varietäten. I. Mit 
einer runden Wurzel, i) die rotlie Zwiebel, l'oignon 
louge ; ihre Wurzelbckleidung (tunic.a) fallt ins Pur- 
purrothe; 2) die weiße Zwiebel , l'cJignon blanc; 
das Kleid ihrer Wurzelift weils; fie werden, weil 
fie milder von Gel'cbmack ilnd. mehr gelchiitzt, als 
dierotben; 3) die kleine weilfetlorentinilche Zwie- 
bel , le petit oignon blanc de Florence; II. Mit 
einer länglicbten Wurzel (cepa oblonga) ; die foge- 
iiannte l'p.niil'che Zwiebel, l'oignon d'Kfpagne ; ihr 
Gelchmack ilt wenigfcharf und man kann fie beynah« 
roh verzehren. 

h) Allium chamaemoly. 

[Allium humiliusfoliogramineo. Tournrf.'] 

Dfutfch. Das niedrige Moly, der italienifche 

Zwerglauch. 
Hol!. AUerkk'infte Look. 
Engl. The dwarf garlick. 
Franz. L'uil nain. 
Ital. 11 piccolo moli. 
Syan. Pequeno moly. 

Die allerkleinfle Lauchart ; ihre Zwiebeln find von der 
Grolle einer Hal'elnufs; ihre Blätter find grasartig 
und höchltens einen Fuls lang. 

i) Allium defertorum. Forß^ 
jEgijpt. Zaitsemdn. Forj% 

Der 



Igt 



ALL 



ALL 



igs 



Der Lauch in den ägyptifchen Wüfteneyen ift niclit gro(s, 
wa!ir(cheiiihch ift er eine Varietät der W'interzwiebel 
(a[l. fiftul.). 

k) Allium fiftiilofum. 

Dnttfch. Die Winterzwiebel ; der HoMIaucli, 
die Gartenzwiebel; Lange Bollen; 
Fleifcnlaucli ; Jacobszwiebel. 

HoH. Ajuin, Lange Spaanlche Ajuin. 

Dan. Huullogen. 

Sckwed. Piplök, Kallök. 

Engl. The welch onion. 

Franz. L'ail fiftuleux; L'oignon de Stras- 
bourg. 

Span. Ajo üftulofp. 

^apan. Onegi, Oning, Oningi. Thunb. 

fft wohl (j. //.) cepa oblong». Winterz^viebelii neiflen fie, 
weil man fie iniWinler auf dem Lande flehen läfst; 
und HohUauch (fiftulol". ), weil lie hoiile Stengel 
treiben. Ihre Wurzeln find ebenfalls entweder mit 
einer rothen, oder mit einer weiffen Haut bekleidet. 

l) Allium fla\nm. {Conf. tit. x.') 

Deutfeh. Der gelbe Lauch ; der Lauch mit 

fchönen gelben Blumen. 
HolL Gcelbloemig Look. 
Engl. The fulpluir-coloured garlick. 
Franz. L'ail jaune. 
Span. Ajo amarillo - roxo. 

m) Allium lineare. 

[Porrum caule teretIToliofo. Gmel.Sib.'] 
Deutfck, Der linienförmige oder fchmalblätte- 

rige fibirifche Lauch. 
Ho!J. Smaalbladige Look. 
Engl. The linear- Icaved leek. 
Franz. L'ail lineaire. 
Tiingitf. Anckta. Georgi. 

n) Allium lufitanicum. 

Deutfeh. Die portiigififche Zwiebel. 
Schired. Portugifin« Lök. 
Engl. The Portugal onion. 
Franz. L'ail ou la civette de Portugal. 

o) Allium magicum. 

Deutfeh. Der Hexenlauch, Zauberlauch. Das 
indiaiiiCcbe lAoly. Das Moly mic 
Lilienblumen. 

ffoü. De to^ erkrachtige Look. 

Engl. The Indian leek; the Homer's gar- 
lick or'moly {Man fche gleich unter 
al'.moltj'). 

Franz. L'ail des Indes. 

wfo caucafoii Lob !■!. Wird in Klichengärten gezogen. 
Warum es Hc.-.enlauch heilst, ift gleich unter all. 
moly zu felieu. 



p) Allium moly. 



To maly hlcfs bey den Alten ein' Zwiebelgew.i'chs, 
deffen Gebrauch der Xauberev widerftolien follte. 
Mercurius zeigte es dem Ulvfles, um ficii vor der 
Circe zu hüten, wie man im Homer liest. Nach 
Raj Tollen alle Lauchpflanzen mit fchO'ner Blüthe 
diefen Namen i-erdieuen. 

[Allium aureum. Lamavek ; Moly flav» 
flore.] 

Deiitfch. Das Moly; das gelbe Moly; das 

Knoblauchmoly. 
Holt. Moly ; geelbloemige Look. 
Dan. RIoly. 
Schwed. Moly. 
Engl. The yellow garlick or moly. 

An0. Armelu? 
Franz. L'ail dore' EncycL; le moly. 
Ital. &c. Moli. 
Pohl. Smagliczka. 
Es ift ein Gartengewichs, das keiner fonderlichen War- 
tung bedarf, das aber auch Ichwer wieder zu ver- 
treiben ill. 

q) Allium mofchatum. 

Dentfch. DerBifamlauch. 

HolL Welriekende Look. 

Dan. Defmerlögen. 

Engl. The fweet fcented garlick. 

Franz. L'ail musque'. 

Span, Ajo mofcado. 

Er riecht etwas nach Mofchus, und nnterfcheidet fieW 
dadurch von den übrigen Arten. 

r) Allium multibulbofum. ^acquiu. 

Deutfeh. Der Berglauch. 

Wird um Wien in Gärten gezogen. Retzius hjlt üui mif 
Lmne's all. nigrum fi;r einerley. Man felie auch 
BeckmatiHS Landwirthfihaft S. 227. 

f) Allium nignim. 

[Allium narcUTifolium.] 
Deutfeh. Der fchwarze Lauch. 
Engl. The broad-leav'd garlic. 
Franz. L'ail a feuilles de narcifle. Encycl. (?) 

t) Alliimi nutans. 
Deutfeh. Der Knieklauch. 
Ho'.l. Knikkende Look. 
Engl. The flat ftalked garlick. 
. Franz. L'ail penche', 
Span. Ajo inclinado. 
Sibir. Lyfun.' 

Der Blüthenkopf diefes Lauchs ift all' mal, bevor erauf- 
biiciit, niedergebogen, oder wje eingeknickt, und 
richtet lieh alsdaun gerade m die Hübe. 

M a u) Alliu» 



i"3 ^LL 

u) Alliiim obliquuni. 

Deutfch. üer libiiifche Lauch mit fcliicfcH 

Blättern. 
HoU.- Pe iVhecfbladigc Look. 
E.-.srl. Tlie oblique leaved j^arück. 
FiWhZ. L'ail ä feuiUes obliques. 
Er hat einen Icliarfen Gclclimack. 

v) AUiuni odoruin. 

[An allium graiidiflorum. Encycl.'] 
Vcntfch. Der wohlriechende Lauch. 
Hoü! De ruikendc Look. 
Ffiv.z. L'ail a graiidcs fleiirs. Encycl. 
^iipaa. Niwa Nobir. Tliunb. 
Siiirf. Kieu. Khi'o. Lonr. 
CochincK He tau, Phi the, Lonr. 
Die niumen diefes Lauchs liaben einen angenehmen 
Geriirli; er ift woliUclimeckend. 

w) Allium oleraceum. 

[Allium virens. Lamairk.] 
Deutfeh. Der Gemüfclauch , der Kohllauch, 

^\'iefenlauc^l, WalTerlauch. 
HolL Jloeskniidige Look. 
Uän. Kaallög. Skovlog. 

Soiiiiiiöf Vildlüg; Roaldslög (weil 
er in einer Gegend dicfcs Namens 
tv'ichß). Sti-öiii. 
Schwed. ^nglök. 

Oiiand. Hundlok. Econ. Dtü. 
Engl. The purple-ftriked garlick. 
Franz. L'ail verdtitre. Encycl. 
Span. Ajo de hortaliza. 
Zu Tenedos v.nd Smirna Agrio koromidofpe- 

ros. Forß. 
Tatar. Djua. 
Et pflegt iiiclit in Gärten und unter dem Gemiife zu 
waclifen , fondern als Unkraut in den Weinbergen 
lu-.d auf den Aeckcrn. Er hat den Namen all. ole- 
raceum vielleicht daher bekommen , weil mau in 
fclwedifchen Gegenden die Blätter deflelben auf 
Gemiife ftreut. 

x) Alliuin pallens. 

Dcuijch. Der Lauch tnit blaffer oder bleicher 

Bldthe. 
Hol!. De bleekbloemige Look. 
Eng!.- Tiie pale-flowered garlick. 
Franz. L'ail älleurs pales. 
Ift mit dem gelben und rilpenföYmigcn Lauch genau 
verwand:, fo dals alle drey nur eine Art auszu» 
machen icheinen. 

y) Allium paniculatum. {Conf. m. a-.) 

Deuffch. Der Lauch mit rifpeuförmiger oder 
geriflter Blütlie. 



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184 



fToll. De geplulmdc Look. 
£inr/. Tiie panicled garlick. 
Franz. L'ail panicuk'. 

z) AlUulU parvillonim. 

Beutfeh. Der Lauch mit kleinen Blumen. 

HoU. De kleinbloemige Look. 

Engl. The Imall-flowered garlick. 

Franz. L'ail a petites fleurs. 
1(1 von dem nnidküpfigen Laucli (all. fpliaerocepli.) we- 
nig verfchieden, und wohl mir eine Varietät deflel- 
ben ; die BiUthe ilt überaus klein. 

aa) Allium porrum. 

Das porrum der Alten, das man auch porrus ge- 
fclirieben findet, ilt vielleiclit die nämliche Laudi- 
art, welche die Neueren, nach dem Lateiuifchen, 
Porre nennen. Der Urfprung des Wortes jjor- 
ritm i(i uns unbekannt ; will man ihn errathen, 
fo fällt man, wie gewühnlich, ins Spielendez. B. 
porrum dicitur, quod po>ro\ late crefcat, oder, 
wie andre Etymologen fagen, quod le po>/iqat. 

Griech. prafon; per niethat. parfon, par- 
ron. — 

Hüchrt wahrfclieinlich ift aus dem letzteren Dialeft das 
Lateinifche postum entftanJen. 

Deutfeh. Der fpanifche Lauch, der zahme 
Lauch, der Lauch ; /?/■;/ deti Gärt- 
nern heiß rr geii'ohriUch der Porre, 
oder da.s Porre', Der Porre'lauch, in 
Sc!i.u:ahen Pfarren; yf« civigenOrirn 
Biefcn laucli; In älteren Schriften 
Per, Porn, auch \A'jrsleucl;: ferner 
Preifsläuch {nach äcm Griechifchen 
prafon). 
Teitton. Phorre. Glo[f. Monf. 

HoU. Frey, Porreye, Porreylook, 

Dan. Porte, Borre, Porrelög, Purrelog. 

Schited. Purio, Puriolok. 

Engl. The purret, tlie common leek. 
Angl. Forleac. 

Franz. Le poireau ou l'ail ä tuniques; Por- 
reau, poreau. 
Alt. Porfette, 

Ilat. Porro, porrina, porreta. 
Venezia. Poro. 

Span. Ajopuerro, puerro, ajo porruno. 

Port. Allio porro. 

Rvß: Pras, Luk. 

Po!n. Plodzifzek, luczek, luk, por, lukr 
zck glowiafty. 

Böhm. Por, Ofslevch. 

Serb. (0. Lauf.)' Bov.f 

Ungr, PaV-hagyma. 

Lett- Loliki, Lohzini, 

ElifiH. Lauk, Look. 

Hebt. 



ISS 



ALL 



ALL 



186 



Hebr, Chazlr. Nim. XL, 4. {Andre woüen 

dantntcr den Spargel verßc'icn). 
Caifo. Korrat. Forfk, 

Der Cicbranch der Blätter und Wurzeln des Porrelaiiclis 
zu Speilen, ill bekannt genug; man baut ihn da- 
lier iiaiifig in den Gälten. Der übermallige Geinils, 
belonders des rohen Lauchs, erweckt nachtlieilige 
Folgen. Er ioll dtn Magen bel'chweren, das Ge- 
blüt verfchleinieii, belonders aber dasGeliclit Ichwa- 
chen. — Der ägyptilche Korat iil ungleich fchmack- 
hal'ter und gcfiuider, als der in den curopäilclieu 
Gärten cultivirte Lauch. — In der Medizin ill er 
von jeher berühmt gewefen, jetzt aber ift er, in 
mehreren Fällen, ziemlich aus der Mode gekom- 
men. Belonders ibll er die Fleiichesluft enegen, 
und Fruchtbarkeit hervorbringen. Aeulieriich ge- 
braucht, lindert er Brandbeuleu, Schlangenbifle 
u. f. w. 

Vom genieinenPorrelauch (porrum vulgareporrum com- 
mune capitatum) unterfcheidet fich eine Varietät, 
die den Botanikern unter dem Namen porrum fec- 
tile bekannt ilt. Sie Ibll die nämliche leyn, welche 
die Gärtner üei.tjck Perliaucii ;^ ü^'gl- tlie London 
leek; i^dj;. porrino, nennen. Derferllauch ;fiihrt 
den Namen, weil feine Zwiebeln iowohl perlfnrmig, 
als perltärbig lind. Er entlieht aus den kleinen 
Nebeiilciiüislingen des Forre', und helft daher auch 
der kleine l'orre'. 

bb) Allium ramofum. 

Deutfeh. Der fibirifche Lauch mit Aeften oder 

Zweigen. 
Holl. De takkige Look, 
Frav.z. L'ail rameux. 
Aus der Achfel des cberftea Blattes treibt gegen über 
ein nackter Zweig hervor, der die Länge des Stamms 
hat. 

cc) Allium rofeum. 

Dcntfch. Der Rorenlauch, 
Hol!. De roosachtige Look, 
En<rl. Tlie role garlick. 
Franz. L'ail rofe. 

Span. Ajo como rofa; vnlgo ajode cnlebra. 
Er trägt ziemlich grolle, fehr fchu'ne, rofenfarbige Blu- 
me;i. 

dcl) Allium rotundum. 

IJcntfch. Der runde Lauch. 

Holt'. De roodhoofdige Look. 

Franz. L'ail a tt-t€ ronde. 

Erwird zuweilen derPerllauch genannt, (Conf.tilt.aa,') 
Aach kommt er, wenn man dieBelirhreibungen ver- 
gleicht, beynahe mit demlelben überein. 

jCe) Allium fativnm. [AUhwi.'l 
Griech. To fkorodon. 

Dmtfch. Der gemeine Lauch, der Gartenlaiich; 
der Knoblauch, Knobloch, KnuJtlocii, 



Knaflock (äiefe Wörter folkn fo viel 
heijj'en, als Kopilauch odtr Knopf- 
lauch). 

Tcuton. Chlovolouch. Gloß". Monf. 
Holl. Knoflook, Knoplook, Look, tam- 

me Look. 
Dan. Hvidlögen. 

Island. Hvijtur Laukur. 
Schwed. Hvitlöken. 

Engl. The common or cultivated garlidc* 
the garlick (quaß garden-leek). 
Agls. Garlec. 
Galic. Goirgeirr garaidh. 
irelfh. Cra'r gerd. 
Franz. L'ail comnuin ou cultive'; l'a8» 

Pdt. Gaul. Kdham. 
Itat. Aglio comune; aglio. 
Span. Ajo commun o fativo; ajo. 
Fort. AUio commum; alho. 
Raff. Tlche'snok. 

Poln. Czosnek. y 

BÖliin. cesnek. 
Crain. CelTen, Zheffen. 
macli. Ajul. 
Ungr. Fok - h agy ma. 
Lett. Kiplohks, -Swehtini. 
Elißn. Kruuslauk, Küüslauk. 
FinnL Kynfilaucka. 
Epirot. Huzzere. 
Mongol. Nu du. 
Hebr. Schum. Nim. XI, 5. 
Cairo. Tom. Forfk. 

^apat!. Kei. Kiu, Müra nüra, Oonira. Thunb. 
Sincf. Suo'n. Loureiro. 
Coclünch. Ca}- toi. Low. 
Mehrere Benennungen findet man unter dem Gattungs- 
namen allium. 
Der Gebrauch des Knoblauchs zum Speifen und in der 
Medizin, ift allgemein bekannt. Vorzüglich liebt 
man ihn, feit den ältelien Zeiten, im Orient; ja, 
die Aegypter erzeigten ihm, wie der Zwiebel, gött- 
liche Eiire. Den Griechen hingegen war er unaus- 
ftehlich. Die Römer gaben Hin deji Soldaten, weil 
lie glaubten, dals der Genufs defielben den Math 
vermehre. Auch Ibllen die Kampfiiähne, wenn man 
ilmen etwas Knoblauch zu frelVen giebt, hitziger 
Verden. — In Rufsian4 wird er häufig getpeilet. 
Die Gafcogner, Spanier, Italiener und Ungarn ge- 
lüellen ihn, vor andern IXationen, gerne. Da der 
Knoblauch den Magen ftärkt, die Verdauung beför- 
dert und den Appetit erregt, fo hat man die Be- 
merkung gemaclit, dafs diejenigen Völker, welche 
iich mit ^ruberen Speilen nähren, iliu vorzüglich 
liebci!. Lebrigens ift der mäflige Genufs defielben 
allenthalben geliind, dahingegen der übertriebene 
Gebrauch fchlimme Folgen nach fich ziehen kann. 
Schwangeren Perfoneii wird er abgerathcn. Ge- 
ftiimiukte Damen haben Lrläche, die Auidünftuu- 
gen des Kncblauchs zu vermeiden. 

Befon- 



187 



ALL 



Bclbiulrrs nützlich iO der Kiioblnnrli, alsVenvnhrnnRS. 
mittel bfv aiilleoUcndcii KranklicitPii, iiidoni fr aiuli 
dci- IVii \\ idcrl't.uul Iciltci. PeiUmen, dcioii llenif 
PS ilt, Krankenlager zu bcliirlien, tliiin wohl, wcim 
(,(■ zuvördcrll ein StUckclieii Knoblauch iu deu 
Mund nehmen. 

Bie einzelnen 1 heile des KnohLiiichs haben eigne Rc- 
ncnniini-eti erhalten z. B.' die Pichen oder Kerne 
Fiam. los (joiifles; das Haupt n. I'.w., welche man 
unter bullnis. Ipioa <Scc. antrefl'en wird. 

ff) Allinm fchocnoprafum. 

Söhoenoprafiim iü zufanimengefetzt ans dem Griechi» 
[chen ß'lioino!, jiiiiciis, und jjnijoii, porrnni. 
rCepa fc-ftilis Jiincifolia; porrum fcftivum 
juncitblium ; porrum junceumj. 

Deutfeh. Der Binfciihuch, vnlgo Brislaucli, 
}5celrhiucli ; der Graslauch ; Der 
Sc!ii]ittl;iiu::', Schnittling, die Sclinit±- 
zwiubcli), der Spaltlaiich; die Witi- 
ferzwiebeh), (Jaktibszwiebeln.) 
Tiv.ton. Snitilouch. Glof. Monf. 

Ho!!. i?icsiüük ; Siiy-Prcy. 

Vau. Grasioc;. 

I.slaiid. 'Gasslaukur. 

Schwed. Griislök. 

Goililai'.d. Baislök. 
o!and. Aliwarlök, 

Enfr!. Chives er cives, the common cives. 
irdfli. Cinnin; Cornif!:. Kinin. 

Franz. La civette ou ail joncoi'de. Encycl.; 
la civette des jardins; Cive, cives, 
civette ; hey einigen ciboule, 

IIa!. Cipolletta maligia; bey einigen findet 
niaii civetta. 

Span. Cibollino de Inglaterra. 

Fori. Cebolinha de Ingalaterra. 

Foln. iuv/.ev hipny {d. i. Spaltlaiich), 
• Szczypiorek. 

Man bedient (ich nur der (binfenfSrnnigen) Blätter die- 
l'es Lauclis, welche, wenn fie noch zart find, zum 
täglichen Küchengebrauch abgelchnitten werden. 
Aus dieler Urfache hat rnan ihn Schnittlauch ge- 
nannt. Man nuil's ihn nur mafliig gcnielTen. 

Die Gärtner unterfcheiden drererley 5orten des Schnitt- 
lauchs i) der enelilche Schnittlauch ; Irniiz. lacive 
d'Anglettrre. 2) der portugifilche Schnittlauch; 
/■'tanz, la cive de Portugal. 3) der kleine Schnitt- 
lauch ; l'iam. la pct.te cive, ou la civtite. — Das 
Franzöfifche cive foU aus dem Lateinilchen cepa 
entftanden feyn . v.ie man behauptet. Mir aber 
iton:mt es wahrlclieinlicher vor, dafe es aus dem 
Englil'thcn Onverändert angenommen worden ilt, 
da man überdem diefe L^uchart ottinFranzöfilcheii 
Bi:c^ern im Plurali (cives) , f^j wie im Knglifchen, 
genannt findet. Den englilchen Namen clüvei hat 
dei' Schnittlauch wahrlchtinlich daher erhalten, 
weil feiBe Blätter fadenlörmig find , faft wie die 
Bliimtnfäden, die im Englilchen chives genannt 

werJe.i. 



ALL 188 

gg) Allinm fcorodopnirnm. 

lll zulaniinengelcizt ans dem Cnicchirchen ihnrodou, 
allium, uud aus prajon, porrum. Kben l'o (ag;e 
man im Lateinifchen ullioporium^ oder barbarilch 
alliopiajimi. 

Deutfcli. Die Rocambolp, die RockenboUnn ; 
derl>auchkiiüblaacli ; der Aberlaiicli, 
ahufwc Abraucii ; der Cirofslauch, 
Graslaiicli; der Sclilangenlauch ; zah- 
Bier Knoblauch; DerAckerknoblauch, 
Feldknoblaucli ; der welfche Knob- 
lauch, der fpanifclie Knoblauch, die 
fpanifclie Schalotte. 
N. Sacitf. Beeslook. 

Ho!!. Noordfche Look ; All. Look-Pareye. 

Dein. Sko\lüg, Agerlög, Griislög. 
Island. Gydinga Laukur,. 

Schwed. Käckenboli. 

öland Graslök. 
Golhl.nid. Kcipe. 

Engt. Tlie rocambole, the viper's garlick. 

Franz. L'ail rocambole; roquembole; aii- 
porreau ; ail d'Efpagne , echalotte 
d'efpagne; l'ail Terpentin. 

Ital. Scorodopraso; aglio-porro; rocam- 
bola. 

Span. Ajo fcorodoprafo, 6 fea ajopuerro; 
vnlgo rocambola u ajo de Efpana. 

Port. Scorodoprafo. alhoporro,rocambola, 
echalota de Hefpanha. 

Poln. Lnczny Czosiiek. 

Die Wurzel ift ein dem gemeinen Lauche .ahnlicher Knol- 
len, und die erflen Blätter find platt wie am Lauch; 
auch hat die Rocambole einen vermil'chten Geruch 
von Lauch und Knoblauch; daher find die Namen 
allioporrum und Icorodoprafum entftanden. 

Die Benennung RocamboUe ift deutfchund bedeutet eine 
Bollit (Knolle oder Zwiebel), die unter dem fiorie-a 
wild wäclift, wie es in vcrl'chiedenen Gegenden wirk- 
lich der Fall ift. 

Der Starnm diel'er Pflanze krümmt fich, vor ihrer B'ii- 
the, nach der Erde zu, und dann wieder aufwärts, 
fo dafs er eine Ichlangenartige Weiidiuig niarlit. 
Daher ift die iiencninnigSchlangenlauch odeiSchlan- 
genknoblauch entftanden. 

Die Rocambole ift mit dem gemeinen Knobl.iuch fehr 
verwandt; mir wird lie etwas grüller und bekommt 
einen wilderen Gelchmack. 

hh) Allium fenefcens. 

[Allium montanum folüs narciffi, majus]. 

Deutfch. Der veraltende oder altwerdende 
Lauch ; der groffe Narcillenlauch 
oder BergnarcitVenlauch. 

Hol!. Veroudeiide Look. 

Engl. The^ narcilTus-leav'd garlijjk. 

üngr 



iS9 ALL 

Un^, Vad-hagyma. Fl. Pof. 
Sibir. Slifun. 
Barab. Gan. 

Kach der F.ncyclopSdie ift er eine Spielart des eckigen 
Lauches (all. aiigul.'). 

In ihrer Jugend beftelit die Wurzel aus vielen dicht an 
einander gereiheten dürren Schuppen; in ihrem 
Alter hingegen wird die Wurzel holzig, reckt fich , 
legt fich in die Quere, und gicbt eine unzahlige 
Menge kleiner Zafcrn, die mit dem grauen Haare 
eines Greifes zu vergleichen find, und zu der obigen 
Benennung Anlafs gegeben haben. 

In Sibirien werden die Zwiebeln roh auf Brod, und das 
Kraut in Kohiruppen (Ci'chtfchi) gegeiTen. Falk. 

ü) Allium fphaerocephalum. 

[AUium montanum capite rotundo. Rudb. 
Cepa tenuifolia, fphasrocephalos, piir- 
purafcens Tournef, ] 

Sphaerocephalum fft zufammengefetzt aus dem Griechi- 
fchen sphahikos, globolus, l'phaerae formam habens, 
und aus kejihale , caput. Der Name bezieht fich 
auf den kugelrunden IJIunienkopf diefes Lauches. 

Dcuffch. Der rundköpfige Lauch, 
Holl. De rondkoppige Look. 
EmrI. The fmall round -headed garlick. 
Fraiiz. L'ail a tete fphe'rique. 
Span. Aio de cabezuela redonda. 
Port. Alho de rapofa. 

Id der Encyclopädie wird das allium defcendens Li'tin. 
dai unter begriffen. 

kk) Allium fubhirfutum. 

■ ■[Moly Diofcoridis putatum]. 

P<"'tfcli. Der zotige Lauch ; das weiffeMoly. 
Bolt. Ruigagtige Look. 
£iigl. The hairy garlick; Diofcorid's moly. 
Franz. L'ail velu ; l'ail ä bouquet. 
Er führt den Namen, weil feine Blätter am Rande etwas 



ALL 



190 



I. 



[) Allium tenuillimum. Gmel. FL SO?. 

Deutfeh. Der zartefte Lauch. 

Engl. The Jamaica garück. Alton. 

Tim) Allium triquetrum. 

[AUium caule triangulo], 

Deutfeh. Der dreyeckige Lauch, 
Holt. De driekantige Look. 
Engl. The triangulär garlick. 
Franz. L'ail triangulaire. 
S'mef. Kiäi ; Kiao theu. Low. 
CbfÄ/WiTÄ. Kieu. Lour. 



im) Allium vlftorialis. 

[Aliiim plantagineum. Lanuirck; ophiofco. 
rodon f. allium anguinutn ; allium al» 
pinum; viclorialis longa]. 

Deutfeh, Der AllermannslKirnifch, Oberhaf- 
nifch. Die Hulfwurz, die lange Sieg. 
•\vurz (tmifie von gladiolns zu unter- 
fekeiden) ; Schlangenlauch , Ottern- 
lauch (weil die Blätter, le-ir ein Sehlrin- 
genhalg, gefleckt find) ; Alpenlaucb ; 
wilder Alraun, Bergalraum ; flecki- 
ger Berglauch ; Neun Haramerlein, 
Sieben Hänimerlein, Sieben Ham- 
korn (Nach Q. Simmler, führt er die 
drey letztem Namen, wegen der vie- 
len netzförmigen Bekleidungen der 
U'^urzel); Lanlauch. 

Holl. Gevlakte Look; Alpifche Look; 
Schlariglook, Adderlook. 

D'dn. Hvermandsharnifk ; Alpifk Lög.- 

Sehwed. Alpifka Löken. 

Engt. The long-rooted garlik. 

Franz. L'ail a feuilles de plantain. Eneycl. 
L'ail ferpentin des alpcs ; le faiix nard, 
j {weil inanße, wenn ße noch frifch iß, 
ßatt Spicanardi brcmchen kann ); l'aä 
de cerf. 

Itat. Aglio vittoriale. 

Span. Ajo victoral: ajo alpine. 

Port. Alho victorino. 

Ri'Jf. Kolatik. 

Tatar. Juwa. 

Den Namen Allermannsharnifch führt diefe Pflanze ent- 
weder von der Geftalt ihrer Wurzel, oder von dem 
abergläubil'chen Unfug, der damit getrieben wird. 
Der gemeine Mann hält fie für ein Zauberniittel ge- 
gen büfe Geifter und Bergniännchen, auch halt er 
(ich für hieb- Ifich- und ichiifs- frev, wenn er die 
Wurzel hey fich trägt; die Quacklaibcr pflegen fie 
unter dem Namen der Alraunwurzel feil zu bieten. 
Hingegen ifl ihr medicinil'cher Gebrauch, der li-'ch- 
ftens auf Krämpfe des Unterleibes befonders bey 
Schwangern, eingefchränkt ift, äufferft feiten. 

Schwenkfeld nannte den Allermannsharnifch mit einet 
> Zwiebel ylUan» Mäumhen, und den mit zwey Zwie- 
beln Alraun H'ei'aheu. 

00) AUium vineale. 

Deutfeh. Der Weinlauch ; der Feldlanch, de^ 
Ackcrknoblauch, derrothe Feldlauch, 
der wilde Lauch, der Hundslauch. 

Holl. Wyngaards Look; wUde Look; 
Hondslook. 

Dan. Vild Hvitlök : Hondelök. ' 

Sehwed. Vingardslök ; Huiidelök. 

Engt. The trow garlick. 

Franz. 



191 



ALt 



ALL 



igz 



Franx. L'ail dos vipncs; IndenTli'dltrnvon 

yiiiioit l'ailleinttc. 
Jtal. Atz;!'«' dellc vignc; in alten Bilckern 

pfv.Tiiiidola. 
Span. Ajo ile viiias. 
'Port. Alho dasvinhas; porros bravos. 
Er wäclift Willi, 1111(1 hat einen l'elir widrigen Geruch, den 
er gerne iniltlicilct. Ans dieler Urlkclie ill er nnter 
Rocken inui (icrile nicht zu dulden. Auch (chmeckt 
die Milch n.uli dicibm I,aiich, wenn die Kühe davon 
zulrellen bekommen. Hingegen glauben einige, dafs 
die leipziger Lerchen ihren guten Ciefclnuack dem 
* Genuls des Weinlauchs zu danken haben. 

pp) Alliuin vifmuni. 

[Allium paniculatnm. Lamank; alliuirr fyl- 
veftre latifolium] Griecli. Ai-ktodto- 
jodon. 

Deutfdi. Der Rürcnlaucli ; RamK. Ramfei. Ram- 

fer. Kanileieii Jiamifcli, Ramus, Ram- 

fel/Ramfche, Remfe, Rampe, Rainpen, 

Rani», Gcvmfel; Waldknoblauili ; 

Hiuuisknobhuicli ; Läuchcl , (La- 

clienknoblauch, Kfil er betpmhe eben 

die Heilkraft als das fcordium hat) ; 

Zigeunerlaiicli. 
Holl. Daslook; Borslook. 
Dan. Biörnelög; Rams. 

Noiweg. Rams; Gederama. 
Schwcd. Ramslök. 

Gotlil. Rams. 

Skan. RamfTf. 

Vadßcn. St. Britas Lök, Munklök. 
Engt. Ramfoiis; Bear's garlick. 

Anglf. Hramfa, Hramlc. 

Wclfiu Cnif y geifr, Cra'r nadredd, 
Franz. L'ail petiole'. Encycl. 

L'ail fauvage; l'ail d'ours; l'ail des 

bois. 
Ital. Aglio orfino ; aglio feh'atico, 
Span. Ajo deofo; ajo füveftre. 
Port. Alho de iirfo. 
R:ijf- Tfcheremiza. 
• Foln. Luczek polny wlofky; Waziniek; 

Czosnek dziki. 
Böhm. Plany cefnek. 
Ungr. Medve Hagyma. 
Lett. KalVu kiploki. 
. Tatar. Kalba. Falk. 
Barah. Tlchep. Falk. 
Kanttfch. Böshat. Steller. 
Die BeneiiTiung- Rains ift zu alt und zu allgemein , als 
dafs man etwas gewiffes über den Lifprung derlelbeji 
fagenkümite. Waiirlcheinlich kommt ra«« aus dem 
altuoj\UlclieuBeywurte/«w.v;, das fo wolilitaik als 



litferbedctitet, «n<l diefer Pflanze wegen ihre.<;bitte.- 
rcnGelchmacks, und wegen ihrpr Kr.il't, <las uniher- 
ftehcndeCira.'i und Unkraut zu vertilgen, nhnc/wei- 
{"elheygclegt worden ili. Der Rams ifl (thon in den 
.SItellen Zeiten im Norden, beliinders als ein Futtcr- 
Uraut, bekannt gcwclen. und ill grwil's dalTelbe Kraut, 
das in den allen uplardilchen Cieletzcn J\iwii/:-alrßrrU 
genaniitwird. Vi'n dicibm heifst es: pallio ellpeco- 
ris in prato et agro loeno, et Icgetibus defleftis &c. 
reconditix. Loicti:. 

Der Geruch diefes Lauchs ill fo ftark, dafs crfich über 
ganze Gegenden ausbreitet. Milch "und BiKter 
ithmecken heftig darnach, wenn die Kühe darin ge- 
weidet worden lind; jedoch finden viele die Rams- 
buiter wohllchmeckend. Das Vieh frilst den Ram« 
begierig, wird fett davon, und helimlet lieh wohl dar- 
nach. Der Rams lU es wohl eigentlich, wovon die 
leipziger Lerchen Gefchmack und l'ettigkcit erhal- 
ten. — All manchen Orten werden die ßlatter des 
Rams gefpeilet. 

DerRamsvertilgtallerleyUnkraut, fäubert d.isLaiid von 
Maulwürfen, und die Uauler von Ratzen. 

ALLOPHYLLUS. iBoUm.^ 

\Ü. zul'ainmengefetzt aus dem Griechifcheii «//oi, alius, 
alter, und yhijilvi:, iolium. Hier IblJ diele Be- 
nennung einen Strauch .nizeigrn, Ueffcn Zweige 
mit abwechleliideuBi.ittern beletzt (iud. 

a) Allophyllus teriiatiis. Loxir. 

Deutfeh. Das Wechfelblatt mit dreyzähljgen' 

Blättern. . j 

Coehinch. Cay Cha'nh ba. Lour, • ^ 

DasUmlchlagen (cataplasma) der Blatter bcy Quetfchun» 
gen und Verrenkungen iltheilfam. Lourciro hat die 
Frucht nicht belchriebeii. Von der lolgeiideu ill auch 
die Frucht noch nicht bekannt; . 

b) Allophyllus zeylaiiicus, 

Deutfeh. Das Wechfelbatt aus Zeylan. ' 

Franz. L'allophile de Ceylan. 

ALMANDINUS. [Lithoi.] 

Alabandiniis lapis, Alabandicus. Riibinus 
alabandicns, Rubinus orientalis; Car- 
buncultis nonnuUormn. 
Der Name Almanri'n ift auch in «indem .Sprachen beybo» 
halten worden. Der Alabandinus, den Pliliiis 
nennt, kam zuerft aus Alabanda, einer Stadi itt 
Carlen. Man weKs eigentlich nicht, welchen Stein 
die Alten darunter gemeint haben. Die Juwelirer 
kfeiinen kaum den Namen mehr, und erll feit kurzer 
Zeit haben einige Steinhändler die Benennung AK 
mandiiien, oder, wie fie auch lagen, Albandiken, 
wieder hervorgelucht, und lie einer Art Rubin gege- 
ben, defl'en Farbe Zwilchen einem Rubin und Spiiiel 
die Mitte hiilt. Die neuen Almandincn von der hücll» , 
llen und fchönfien Farbe lind feiten. 



ALOE. [Botan.] 

Das Hebrail'che nhcitntt, welches vielleicht die Alo« 
war, ftheint das Stammwoi t der durili ganz Europa 
angeuonimeiienBenejiiuina .£//"« iuie^ii. Jedoch 

bat 



193 



ALÖ 



ALO 



194 



Ji.Tf ei nicht an Etvniclo^n gefeftlt, diödasWo^t 
au^ dem Grieclufcbeii ( z. B. vciiiv.'s, niare) oder 
gar JUS dem Lateinifctien (z. B. ab adoieiuio') 
henniiciteii verliiclit haben. — Die mcillei: Aloe- 
arten find in Afrika ziiHuufe. 

a) Aloe abyfllnica. 

Fratix. L'aloes d'Aby/Hiiie. Encifcl. 
Der Ritter Briice hat fie aiis Afrika mitgebracht, 

h) Aloe acmninata. 

[ Aloe africana flore rabro. Commel. ] 

? Frcmz. L'aloes acumine. Enajcl. 

vulg. l'aloes a langue d'afpic, oa ä 
langue de chat. 

c) Aloe africana (perfoliata)» Vld. Aloe 

perfoliata. 
Engl. The broad-Ieaved fword aloe- Alton, 

d) Aloe arabica. Enojd. 

[Aloe variegata. Forfk.l^ 

Arab.ffl. Bieül, Bfelil, Fil asf^ir. 
Franz. L'aloes d'Arabie. 

e) Aloe arachnoidea, f) pnmila. 
Beutfeh. Die Spinnwebenaioe. f) Die Zwerg- 

aloe. 
HolL Spinnepoot. Hontt. 
Engt. Tlie cobweb aloe. •}•) The fmall 

cobweb aloe. 
Franz, Aloes patte d'areigne'e. -j-) L'aloes 
minime. 
, Span. Aloe con pelos como patas de arana. 
Die Bliitter die.er in Actliiopien einheimifchen fehr klei- 
nen Aloe find oben mit weifl'en, etwas langen, dün- 
nen Fäden verteilen, die, wenn fie zufanunenkom- 
nien , ein Spinnengewebe vorftellen. Die hielier 
gerechnete Spielart ill, fo viel man weifs, die aller- 
kleinlte Aloe. 

f) Aloe arborea. forfk. 

Arab.fcl. Kobab. Fot-fl. 

g) Aloe arborelcens. 

[Aloe fruticofa. Laniarck.'] 
' Deiäfcli. Die grofle Schwerdaloe ; die africa- 
nilche Stammaloe; die grofle graue 
Stengelaloe. 
Engt. The narrow leaved fword aloe. 
Franz. L'aloes cornes de belier. 

IUpter allen bekannten Aloearten erhebt fich dicfe am 
höchflen; ihre Blätter fuid niedergekrlimmt , wie 
Widderhörner. 

h) Aloe barbadenfis. 
ris, 

CatholUoti. Natiirgf''!-.!: ' 



Fid. Aloe vulga- 



i) Aloe brcvifolia. 

[Alos miirrae formis anguftior. ] 
Engl. Tlie frnall mitre aloe. Alton. 
k) Aloe caballiiia. Vid. Aloe vulgaris. 
1) Aloe carinata. 

[Aloe difticha triangulari.s; aloe africaaa 
feffiliä, folüs carinatis, verrucofis.] 
Dentfcli. Die Aloe mit gekielten lilactern. 
Engl. The keel leav'd aloe. 
Franz. L'aloes carine'; l'aloes en gouttiere» 
Span. Aloe aquUlado. 

m) Aloe dichotoma. 

Engt. The fmooth - Item'd tree - aloe. Auon, 
Franz. L'aloes dichotome. 
Span. Aloe ahorquillado. 
Eine von Thunberg auf dem Vorgebirge der guten Hoff- 
muig beobachtete, noch nicht gerriij bekannte Art. 

n) Aloe difticha. 

[Aloe lingnitbrmis, f) foliis Ice\-rbus. 
Lamarck; Aloe lingua cralilfolia, f) 
augufti folia. Alton.} 
Daitfch. Die Zungenaloe. 
Holt. Tweczydige Aloe, Tongeij-aloe. 
Engl. The tongue aloe. 
Franz. L'aloes linguiforme ; vittg. aloes 
langue de chat, ou langue de boeuf • 
\) Aloes bec de canne. 
Span. Aloe con liojas que miran a' amoos 
lados: Aloe eu forma de leno-ua. 

0) Aloe ferox. 

Dentfch. Die Igel-Aloe, die Stacnel-AIoe, 
Engl. The gveat hedge-hog aloe. AltoK. 
Franz. L'aloes fe'roce. 

Der Rand, die Oberfläche und befoiiders der Rucken der 
Blätter ift durchaus mit Stacheln beietzt. 

p) Aloe glauca. Alton. 

Engl. The red - fpined glaucous aloe, Alton. 

q) Aloe hepatica. Fid. Aloe vulgaris, 
r) Aloe herbacea. Miller. 

Sie ift die Spielart von der al. arachnoidea, welche 
von den Franzofen l'aloes miuinie geuaiint wird, 

Aloe humilis. 

Dejitfch. Die niedrige Aloe, 

Holt. Laagc Aloe. 

Engl. The dwarf hedge aloe. 

Franz. L'aloes nain j vnlg. l'aloes ä e'pines 

moUes. 
N t) Aloes 



195 



ALO 



ALO 



196 



t.) Alocs incrmis. Fot-p^. 

Dnttfih. Die ftachcllofe Aloe 
BolL Ongedoornde Aloe. 
Franz. Alocs fans piquHiis. 
Arab. fei. MhVie. Forjl. 

u) Aloe liiieata. 

Engl. The red-fpined ftriped aloe, Alton. 
v) Aloe liuguacfünnis. Lhi, fil. 
[Aloe raccmofa. Lamank.'] 
Franz. L'aloes ä grappes. Encyct. 
Eine von Tluinbcrg auf dem Cap beobachtete, noch niclit 
genug bekannte Art. Sie Itheint von iler aloc plicata 
nicht wel'entlich verfchieden zu l'eyn. Lamavck 
gicbt ihr den Beyiiamen raceniofa, damit fie nicht 
mit der Zungeualoe confuiidirt werde. 

w) Aloe lucida. 

EijiBeynanie der fucrotorina, Weil fie hell und dnrch- 
fichtig ill, ungefähr wie das vitruin aiUiuiouü. 

X) Aloe maculata. 

Dnüfch. Die gefleckte Aloe. 
En^l. The (potted aloe. 
Arab, Sabbare. Forfk. 
Scheint eine Varietiit der Aloe abytTm. zn feyn. 

y) Aloe maculodi, (t) picta. S'^ijf. 

Franz. L'aloes mouchete'. Encijcl. (jf) L'a- 
loes peint. 

z) Aloe margaritifcra. 

Di'ulfch. Die Perlenaloe. 

Hell. Paarldraagende of gepaarelde Aloe. 

Enal. The pearl aloe. 

Franz. L'aloes perle', f) (minor) vnlg. le 
petit perle'. 

Span. Aloe que lleva tiiberculos como per- 
las ; vulgo pit:a pcrlada. 

Sie fi'ihrt diefen Namen, weil ihre Blätter überall mit 
kleinen weilTeii Erhöhungen, wie mit Perleu überfäet 
fmd. 

tia) Aloe marginata. 

Deutfeh. Die gefaumte Aloe. 
Franz. L'aloe' borde. Encyct. 
Sie hat einen wiüTerigen, fchmacklofen Saft; der Saum 
ihrer Blatter, wovon fie den Namen hat, ift weifs. 

bb) Aloe mitraeformis. 

Dpvf;':h. Die iMützenaloe. 

Holt. Aloe uit Afrika met mytenchtige 

gedoornde Bladen. 
Engl. The (great) mirre aloe. 
Fr-iiiiz. L'aloes mitrr'. 
Span. Aloe en forma de mitra» 



Maji hat ihr diefen Kamen gegeben, weil ihre Blätter auf- 
gclhitztiind wie die Spitzen eines Bvets (oder vier- 
edtigtii Miitze). 

cc) Aloe obCcura. 

Dnitfch. Die dnnklc Aloe. 
Engl. The conimon foap aloe. 

Sie kommt in ihrem Warhstlinm mit der Seifenaloe Uber- 
ein. Sieilt, nacli derKncycl., die \'arietat aloe picta, 
von der aloe maculoia. l'ui. 

dd) Aloe perfüiiata. 

i) Africana. Mülcr, 2) Angullifolla. 3) 
bre\il"fima. 

Dnitfch. Die durchflochcne Aloe. 

Holt, De doorbiadige Aloc. 

Franz. L'aloes perfolie'. i ) Alocs ä dcnt 
de brochet. 2) Aloes a t'pines rou- 
ges. 3) Aloes iu-tithaud. 

Span. Aloe pcrfoliado. 

Zu diefer Art kc'j'imen, nach dem iinne'ifchen Syilem, eine 
Menge \'arict;iten gezogen werden. 

ee) Aloe plicatilis. 

Dnttfih. Die Fächer -Aloe, die gefaltene Aloe. 

f/üll. De geplooide Aloe, 

Engl. The fan aloe. 

Franz. L'aloes eventail. 

Span. Aloe con hojas que fe pllegan. 

Ihre Blätter find fächerförmig gefaltet. Sie wächf^ auf 
dem Tafelljerge. Sie hat ein tiberau.s fchönes Anfc- 
hen. Sie ift, wie in der Kncyclopädie veriichert 
wird, von der aloe diAicha verli:iiieiicn. 

ff) Aloe pumila. nd. Aloe arachnoidea. 

gg) Aloe purpurafcens. 

Engl. T)ie white fpined glaucous aloe. 

Alton. 

hh) Aloe purpurea. Encycl. 

Franz. L'aloes a bord rouge ; vulgairement 
l'aloes de Bourbon. 

Sie foll auf der Infel Bourbon einheimifch feyn; ihre 
Blätter find roth geliiuml; der aus den gefchnitte- 
nen Blättern flieflende Saft hat einen üblen G&rtich. 

ii) Aloe retnfa. 

Dnttfch. Die Polfteraloe. 

Holl. De geknakte Aloe. 

Er.gf. The cufliion aloe. 

Franz. L'aloes e'crafe; vulgairement l'aloes, 

ä pouce e'crafe. 
Spnn. Aloe embotado. 

Den Kampn hat fie von der foiiderbaren Geftalt ilircr Blät- 
ter eri*n!ten; lie Weine der kleinlleu Alten. 

kk) Aloe 



197 



ALO 



ALO 



198 



kk) Aloe Hiponaria. 

Deutfeh. Die grolTe Seifenaloe. 
Engl. Tlie great foap aloe. Alton. 

11) Aloe fermtula. 

Engl. Tlie hollow leav'd perfoliate aloe, 
Alton. 

mm) Aloe fpicata. 

Deutfeh. Die Aloe mit ährenformigerBlüthe. 
Franx. L'aloes a e'pi. 

VoiiThunberg auf demCdp lieobachtet, foiift noch nicht 
genug liekamit. Ilii- (ariimi l'.'ll eine der bellen 
Sorten Aloe aus diel'er Gattung leyn. 

iui) Aloe fpiralis. 

[Aloe cylindracea, f) rigida. Encycl.'\ 
Deiitfcli. -Die Spiralaloc. 
Holl. De fpiraale Aloe. 
Engl. The Ipiral aloe [ i) imbricata ; the 
imbricated fpiral aloe, 2) pentagona; 
the live fided fpiral aloe. Alton.'\. 
Franz. L'aloes cylindrique; viilg. aloes e'pi 

de bled. f ) L'aloes piquant. 
Span. Aloe efpiral. 
Sie.iu den Liebhabern am meiden bekannt; ihre Bliithe 
irt ;ihrenf6'i"nug; die i'.brigen Beynamen beziehen /ich 
auf dieüeftalt ihrer Blätter, deren Saft wälferig und 
fch macklos ift. 

00) Aloe fnberefta. 

_■ EngU The npright perfoliate aloe. Aiton.'^ 
pp) Aloe fuccotorina, 

[Aloe amcricana ananae floribus ftjave 
rubentibus. Pluk.^ 
Dentfch. Die Succotrin-Aloe. 
Holt, De Aloe van Sorcotera. 
. Dan, Den Sukkotriu-Aloe. 
Sckwcd. Sukkotrin - ploe. 
Franz, L'aloes fucotrin (Jatfch cicotrln ). 
Ital. Aloe foccotrino. 
Span, Aloe fucotrino {der daraus gezogene 
Saft hilfst in den Apotheken acibar j. 
Soccotara, oder, wie man verlchiedcntlich fclireibt, 
Succotora, Soco:ra, Sucntra, /ocotera, Zuccotra, 
ilt eine an der Mündung des rochen Meeres, unfern 
vom Hafen Her'- Ulis, liegende Inlel, worauf vorzüg- 
lich diejenigeAloepflanzewachlen Ibll, deren Salt in 
der Handluiij^ unter dem MHU.en Succotrinaloe be- 
kannt ilf, und in den Apotheken von den drcy Aloe- 
forten für die belle gehalten wird. Der Saft wird den 
Europaern von der Inlel Soccotara, iu Häuten, zu- 
gebracht. 

qq) Aloe tenuifolia. Eucyd. ' 
Franz, L'aloes ä feuilles niiuces. 



ir) Aloe vaviegata. 

Dentfch. Die bunte, fchdckige oder vielfar- 
bige Altje, die Rebhiihnerbruftaloe. 
Holl. De bonte Aloe. 
Engl. The partridge-breafl aloe. 
Franz. L'aloes pannache'; vnlg. l'aloes per.- 

roquet ou ä gorge de perdrix- 
Span, Aloe de varios colores. 
Eine der rchönften Aloen ; die Namen hat fie von der 
Farbe ihrer Blätter, deren Saft übrigens ein «'euiff 
füfs ilt. 

ff) Aloe venofa. Encyct. 
Franz. L'aloes veineux. 

tt) Aloe Vera. Encyd. 

Franz. L'aloes des Indes. 

So wird in derEncyclopSdie eine der aloe vn\g. fe!iräha« 
liehe Art genannt, die vielleicht auch nur eine Varie« 
tat derfelben ift. Es wird dahin gerechnet 

f) Aloe vacillans. Forfk. 
Arab.fel. Charcbara. 

welche, wegen ihres fchwachen Stamms, die ta- 
ckelnde Aloe genannt worden ift. 

uu) Aloe verrucofa. 

Dentfch. Die W'arzenaloe. 
Engl. The warced aloe. 

Sie ift einerley mit der oben angefülirteii aloe acumi- 
nata. 

\t) Aloe vifcofa. 

[Aloe triangularis. Encyct, 

Dentfch. Die kleberige dreyeckige Aloe. 

Holl. De lymerige aloe. 

Engl. The upright triangulär aloe. Alton. 

Franz. L'aloes triangulaire; f^^/g. l'aloes e« 
echutiere. 

Span. Aloe vifcofo. 
Den Namen vifcofa hat fie nach Commelyn erhalten, der 
von der Klebrigkeit der Blätter redet. Dillenius hin- 
gegen hat an. diel'er Pfla'ize von aulTen gar kein kleb- 
rigesWefen wahrgenommen, und vermutliet daher, 
dafs fich derBevnanie iiuraut den Saft beziehe. Es 
ift allb paffender, wenn mau ilir, wegen der Gellalt 
und \'erbinclung ihrer Blätter, den Beyuameu trian- 
gularis beylegt. 

xx) Aloe uvaria. 

[Aloe longifolia. En-'yct. 
Aletris uvaria.] 
Dentfch. Die Traubenaloe, dieftinkende.A.lo(?. 
Holl. De Druif-Aloe (de getrofte Aletris. 

Hontt. ) 
Engl. The cluftered aloe. 
Franz. L'aloes ä longues feuilles. 
K 2 yf) Alo« 



199 



ALO 



y y) Aloe Milgnrls . Emy,-I- 

[Aloe vulgaris. C Eivih. 
Aloe vera. viiljraris. Munt, 
Aloe officinali«;. Forfk. 
Aloe barbadenüs. JW/. ] 

Deutfeh. Die gemeine Aloe, die äclite Aloe. 

BolW IV echte Aloe; De Winkel- Aloe. 

Dan. Aloe. 

Sihwed. Aloe. 

Ef.ql. Tlie Barbadoes aloe. 
ICflfh. Elyw. 

Franz. L'aloes ordinaire, vnlgaircinml le 
faux fiicotrin. 

Ifa!. Aloe ordinario. 

SicU. Zabbara. 

Sfan. Aloe verdadero ; V7i!iTo zabila o za- 
bida ; Einige nannirn fie in älteren 
Zeiten hierba babofa. 
Bafc. Zabila. 

Fort. Aloe verdedeiro; vulf^o herva babo- 
fa; azevre iwelclie letztere Benennunrt 
eigentlich den, Saft anzeigt, Co wie 
im Spanifcken .Tcibar ; dies Ivort iß, 
wie man gleich ficht, ans dem Arabi- 
fchen Sabr hergenommen'). 

Arab.fel. Sabr. 

Tiirk. Cebar. 

Malah. Katenaku, Katevala. 

Bram. Kumari. 

Sine f. Lii ho'ei. 

Cochiiich. Cay Nha dam ; Lu höh 

i'cr ans diefer Pflanze gewonnene Saft ift in allen Apn- 
tiielcen unter den Namen aloe caballinnund liepatica 
lekannt. Es werden nämlich die Blätter der Aloe 
ganz klein gefchnitten, klein geitoflcn, in ein langes 
WalzeaR'rmiges Gefäls getlian , und 25 Tape darin 
aiifbev» alirt. Der Schainn wird hierauf weggeworlcn. 
Mild der obeie Theil des Safts von den Grundliefen 
ab^cfondert inid an der Sonne getrocknet, worauf er 
J.ebei nloe genannt wird. Der E.Ntraft aus den ge- 
trorkiietf r. Gnuidhefen \v\rARofsaloe genannt. Die 
Leberaloe wird , beym ar.flerlichen Gebranch , der 
Succotrinaloe vorgezogen. Die Picrdealoe hingegen 
vird am wenigften gefchätzt; fie wird auch die ftin- 
kende genannt, und iil nebenbey voller L'nfauber- 
keiten. — - Die Leberaloe hat den Namen von ihrer 
leberartigen F:;rhe ; die Roisaloe, weil man fie kran- 
ken Pferden einzugeben pflegt. 

AlopecuToidea. [Botan.l 

Iftder Name einer Gfrisfamilie, nach der Eiiitheüunj 
des Rai, JMoiiti und ScJieuchzcr. 

AI.OPECURUS. [Botan.-\ 

Iftziirammengeretzlausdetn GriechiP-hen alMpfr, viil- 
pes. und onia, cauda, und foll eine Graspflanze 
anzeigen, deren Aehre niitemcm Fuchsfchwan« 
Aehnlichkcit hat. 



ALO roo 

Deutfeh. Der Fuclisfc]i\vanz,das Fuchsfchwanz- 

gras. 
No'J. Vüfseftaarf. 
Ddn. 'Ricvernmpe. 
Schwcd. R;ifTvnnt.s, Kafle. 
fj>igl, The fox-tail grafs. 
Franz. Le vulpin; le chiendeiit qiieuc de 

rcnard. 
Ttal. Alopeciiro; cf)da dt volpc. 
Span. Alopccuro; cola de zoira. 
Port. Alopecuro; cauda de rapoza. 

a) Alopecunis agreftis. 

[ Alopccuruq myofiiroides. Schreb. ; Plikum 

fla\um. Scop. ; Cerdofunis. Ehvh. phyt.'\ 

Deutfeh. Der Acker -rudisfclnvanz. der kleine 

Fiichsfchwanz oder Vofsflecrt; das 

Kölbleiiigras. 
Holl. \'v]dkr Voflcftaart. 
Dan. \Ud Rieverunipe. 
Schwed. Akerkaflc. 
Engl. The field fox tail grafs; the moufc 

tail grafs. 
Franz. Le vulpin des champs. 
Span. &c. Alopecuro agrefte. 

Nochzur Zeit ein Unkraut. In Gmeliss Abiiand'unj von» 
Unkraut uird gefragt, ob ernicht, wie JerWielen- 
fucli .Idiranz, als Futtergras, einigen Nutzen haben 
köinite V 

b) Alopecunis bulbofus. 

Deutfch. Der knollige P^ichsfchwanz, mitWal- 

7.en förmiger Aehre. 
HoU. Bolwortelig Voffeftaart .; Water-Dod- 

degras. 
Engl. The btdbous fox tail grafs. 
Franz. Le vulpin bulbeux. 

Die Wurzel diefcs in Frankreich und England wachfenden 
Wielengralcs beigebt aus drey oder vier auf einan- 
der liegenden Zwiebein. 

c) Alopecurus geniculatus. 

De^itfck. DerFucbsfchwanz mit ftarken Gelen- 
ken, der geknickte Fuchsfchwanz, 
Kriechender Fuchsfchwanz, Waflec- 
fLichsfchwanz. Knotenfuchsfchwanz ; 
Flufsgras, Flottgras, Huttgras, Flock- 
gras, kleines %veiiTes Flüttgr.as; ge- 
ahrtesWafl'ergras, kriechendes Spies- 
gras. 

Foll. Geknikt Voffeftaart; Wit \lotgras. 

Diiir. Suppegraes. 

Schwed. Karr-Kaflen. 

NoriRüd St'akra. 

Engl. Tiic Hote fox tail grafs. 

Franz. 



201 



AL^^ 



ALS 



ao3 



Jf-anz. Le ^'ulpin gönouille. 
Span.' Alopeciiro arrodillado. 
Ein dem Schafvieh nachthciliges Gras. 

d) Alopecunis indicus. 

- [Panicum alopecuroides]. 

Dentfch, Der Indianifche FucIisfchNVaOZt 
HoH. Ooltindüch VolTeftaart. ,'-\ '. ' 
Engl. llie giant tox tail grafs, 

e) Alopecurus monfpelienfis, 

[Agroftis ventricofa. Go'.tan.^ 

Deutfeh. Der Fnchsfchwanz von Montpellier. 
Eng!. The bearded fox tail grafs. 

f ) Alopecurus paniceus. 

[ Cynoftirus paniculatus ; " cauda vulpina 
mon(peliej]iium; gramen rubrum ; gra- 
men mannae fpurium], 

Deutfeh. Der fcl-Avadenarfige Fuchsfchwanz, 
das faifche Kameclheu, der %vilde 
Feticliel, das wilde Mannagras. 

Holl. Panikachtig Vosfeftaart. 

Sehwed. Hu n d h irs . : 
tljue bloße Varietät des vorigen Fuchsfchwanzes. 

g) Alopecurus pratenfis. 

[ Gi'amen myumm. Sehnichz. 
Gramen alopecuroides], 
y Detttfeh. Der Wiefenfuchsfchwanz; Falfclies 
; Canaricngras, Wiefencanariengras, 

Kolbengras, Taubgerfte; N. Saehf. 
Vofl'enfteert. 
Hn!'.. Veldig VolTenftaart. 
Dan. Holkegraes. 

Norw. Kavlegraes; Muusrumpe. (i 
Saiten'). 
, Schw ed. an g - Kaflen . 
Engt. The meadow fox tail grafs. 
. Frav.z. Les vulpin des pre's. 
"■ Span. Ö'f. Alopecuro pratenfe. 
Eins der vortheilhjftcften Futterkrauter; im Norden 
fc!s;ttzt mau es deswegen besonders, weil es voa 
der phaiaena calamitofa lücljt aiigegrifleu wird. 

Alpes. 

Die R'iickeuider hüclirien Gebirge, die Alpen; dalsgt 
aijfir.as, a, um, zu den Alpen gehöiig. 

ALPINIA. IBotan.l 

'■ Dciii bertlliniten Botoiiiker Profper Alpin zu Eiiren 
ga!) Phimier diefer Pflanze den Kamen' Alpinia. 
Alpin l'tarb in Jahr 1616. im 6.i!len Jahre feines Al- 
ters, als Profe.Tor derUotonik zu Pacia. Er (cliri-eb 

t) de plantis exofuis, Fenet. 1656. nw; 144 /aJi'. 
iMH. null, in 4/0. Ein feltenes \Vefk. 



2) de phviHs Mgypü, {cum ohjf. Vesllng}!^ Pd> 
tauii. 1640. 4. 

Braß!. Paco-feroca, Marcgr. 
Franz. Canne c'e rivierc. 
Port. Cana do niato. 

Die voUftändigften Nachrichten Ton diefer Pflanze findet 
man in Gifeke ord. iiat. pa^. 218 &c. und 142. ' 

ÄLSINE. [Botan.-] 

Alfine wird erkHirt als eine Pflanze, die in den Hay. 
nen zu wathfen pflegt, und wird hergeleitet aus 
dem CiriechLfcbcn jiUns, ncoius, (ucus. Viel- 
leicht war fie dieielbe i'tlanze, welche in Deutfclc 
laiid uuter dem Namen Hühncrbifs bekaunt ift. 

Deutfch. Der Hiihrierbifs, das Vogclkraut," 

HolL Muur. 

Dan. Fugleurt. 

Schwed. N.arfgräs, 

Engl. The chick-weed. 

Franz. . La morgeline. 

Ital. Morgellina, Alfme. 

Span. &e, Alilne. 

a) Alfine media. 

[Alfme vulgaris f. morfus gallmae; hippla 
minor; auricula miiris J. 

Deutfch. DergemeineHühnerbifs, derHithner- 
darm, das gemeine Vogelkraut, 

Hennenbifs, Hithnerfchweren, Hen' 

delkraut, HühnermiiTen, Hiihnertritt ; 

I\le\-er, Meyrith, JVliere, Vogelmavei\ 

kleiner Vogolmeyer, Alayerkräut; 

]\lanfedami. Maufegedarm. 
Hol!. Gemeen iMuur, Muer, Miterkruiti, 

I\luyr; Hoenderbeet; V'ogelkruid; 

vn!go Erf. 
Dan. Arve, Jordarve, Hönfebid, Fugk- 

grass, Fuglefnerre, Gaafeheel. 

Bornholm KallgaarVArve. 

Noru'c^. Blaut Ars-, Grön Arv. 

Drontheim. S%-iine - Arv. (teeil dfe 

Pflanze aaeh von ^ehweinen gefrrP'nt 

u-ird.) 

Soiidmor. Vas-An*. 
Sikved. Narf, Narfgräs. 

Upland, Na,'c. 

Sti'.itland. Wf.tarn, 

IF Golhl. Wafsaif. 

ößcrboln. WartonarC 

Siideniiann!. Karf. 

Mndelp. Narfgräs. 

Weflm. Narwe. 

Helling. Sviiii^as (weil fs öSrS i'oii 

Schivelnen gefreßi'n uird). 

Eosag. Fetgräs". 

Eno1. 



203 



ALS 



ALS 



204 



Ergl. Tlie common cliickwceiJ. 

^iii:;!/'. Ciceiu-mctc. 

Galic. Hiiii;!', tüß, füd''. Fliodh. 

IVelfh. Gwlvdd. 

Coriüfh. Glcdh. 
Franz. La morc^eline, la grnnde morgeline. 

Paris Le mouron blanc ou des pe- 

tits oifeaux. 
Z'a!. I\!ürc;fllinn, pizzagalliiia, mprfo di 

gallina, niorlb di t^allo, gallinella. 

paperina, centoncliio, ciiitonchio, 

ceiitone, orecchio di topo. 

Brcfca l'avarina. 
iSjüiiu. Alfine media; pajarera; miirajes, 

muriije's, roorujes» muragnes. {Fol- 
gende Pflanzen pflegen damit ver- 

wechfelt zu werden meloquia, oreja 

deraton, pampina, miofota, antilio''. 
Fort. ]\lurujem, murugem, marugem. ma- 

ningens; orelhade toupeira; orelha 

de rato. 
Ruß'. Moriza, Kurjatfchi tfcherewu. 
Poln. Kurzyslep dnigi. ptafza mi^'tka, kur-, 

ze ielira. mokrzek, mufzek. 
Böhm. Kufj ftfewce, kunmor.kutjhoftrewce. 
Liigr. Tvuk-hür, madar-hiir. Fl. Po f. 
Leit. Wirtes Steuder; Mauring FiJ'cher, 

Letzteres foll wohl mauraggas d. i. 

^ lanfe'ohrchen heißen). 
Ehßn. Wirn hain. 
Lappl. Hilsko. 
Graul, Nunamiut. 
Perf. Pabu. Gmel. Palt.' 
Qapan. Fagujera, Fakobi, Fanru. Thunb. 

Es ift zn verniHthen, dafs die Beneiimuigen morgelliiie, 
moruies, niuur, mayer, nievciicli &c. iiisgefamnit 
aus dem Lateiiiifchen morCus gallinae oder nuiris 
auris, durch verftUmnielte Ausipraclien, (wie z. ß. 
feine Margaretlie aus ßiium gracum) , eiitltanden 
lind. Der L'rfprung der nordil'cheu Benenniuigarf, 
ift niclit leicht zu erforlclien ; eigentlich zeigte es 
einen Pfeil an, und dann auch eine Voge.iprenklci; 
vielleicht bediente mau fich diel'es Krautes, um 
Vögel damit zu locken; merkwürdig ill es, dals 
auch in einigen Gegenden von Holland dielllba 
Pflanze unter dem Namen arf bekannt ilt 

Das Federvieh frielst gerne diefe Pflanze, daher der 
Name m rf'us gallinae, nebll den Ueberiieizutigen 
und Verltiimmelungen des Wortes. — N'ogelkraut 
wird fie genannt, weil man die Singvögel damit zu 
füttern pflegt. Den Canarienvügelii darf maiuiicht 
zu 'viel davon zu freffeu geben. 

Weil fich die Pilanze ungemein ausbreitet, fo ift fie, be- 
fonders in den Kiichengarteii, ein Unkraut, das 
nicht fo leicht ausgerottet werden kann. In der 
Medizin hat (ie ihren Nutzen und wird l'owohl inner- 
lich als aufferlich gebraucht. Will mau Fifche, Ge- 
wäcafe &c. eiu Stück Weges u-aiisfortireii und 



frifch erh.iUen. fo darfniaii nur eine gehörige Quau- 
titit von dem Kraule der Alliiie darum wickeln. 

b) Alfine mucronata. 

Deutfeh. Der Hiilinerbifs mit fpitzigen oder 

ftechcnden Rlättern. 
Holl. - Gefpitflt Mimr. 
En^l. The prickly cliick-weed, 

c) Alfine proltrata. Forfk. 
jEßiipt. Robbsejre. Forfk. 

d) Alfine fegetalis. 

Deutfeh. Der Feldhi'ihncrdarm, der Ackerli'üh« 
nerdarm. ' 

?Ioll. . Koornland-Muur. 
ALSTONIA. [.Botan.-] 

Eiire neue fiidamcrikanifche Pflanzengattung. Ihr 
Entdeker, Mutis, hat iie, dem ehemaligen edin- 
burglchen Profefior Allfon zu Ehren, Alllouia ge- 
nannt'. Bis jetzt kennt man nur eine Ai t dcrlffj- 
ben, die, wegen ihrer Aelinlichkcit mit der The- 
ftaude, den Namen allfonia tlieaeformis erhalten 
hat; Fram. L'alltone theoide, 

ALSTROMERIA. [Botan.-] 

Liune' gab diefen Namen, i'.em ichwedifchen Botaniker 
Claudius Alftrömer zu Ehren, einer überaus Rhön 
■blühenden Pfla:izeii;;2tfuiig, derer, errtere Art 
(die peregrir.a): von gedachtem Alttrömer zuerft 
richtig belchriebeii und abgebildet worden ift. 
Aiiioenii. cirad. i'l. :.ap. ffl, -^ Feuille'e hat fie 
mit unter dem Kamen hemerocallis bcl'chrieben. 

a) Alfträiueria ligta. 

[Hemerocallis floribus piirpurafcentibufi 
ftriatis. FcniHr'c. J 
Chili. Ligtu. FcniUe'e. 

b) Alftrömevia peregrina. 

[ Hemerocallis floribus purpiirafcentibus ma- 
culatis Feuille'e; planta alftroraeria. 

Aniccn. acad. ] - ■ 

c) Alftrömeria falfiUa. 

[Hemerocallis fcandens floribus purpureis 
Fcidlle'c. ] 
Chili . Salfilla. Feuille'e. 
Ihre Wurzel wird, wie die der Salfaparilla auf diefelbe 
Art und in den nämlichen Krankheiten von dea 
Einwohnern in Chili gebraucht. 

ALTERN ANTHERA. [Botan.] 

Eine in Arabien und Acgvpten wachfende, von For- 
ik.'il neu errichtete Pflanzengattung. Den Namen 
h.nt fie daher erhalten, v/eil ihre Blume mit drer 
fruchtbaren und mit eben Ib viel|völligunl'rucht. 
baren Fäden abwechfelt. 



Franz. L'alternante. Forfk. 
Arah. fei. Kavar el abid. Forfk. 
In Rojetta Hamel. Forfk. 



Altei-nus 



205 



ALT 



ALT 



206 



Alternus. a, nm.adj. /!') Alternathiis, 
a, um. aclf. c) Altcriiatim. adv. 

Dtuffch. Ab^'echfelnd, wechfelsweife , eins 

ums andere. 
Ho!I. BeurtwiRelnd, beurtlings, by beurte. 
Dan. Vexelvüs. 
Schwed. Skiftevis 
Eiinl, Alternate. r) Alternaelty. 
Franz, Akerne. b') Alternatif. c) Alterna- 

tivement.' 
ItaK Alterno. b) Alternativo. c) AUer- 

nativamente. 
Span. Alterno, alternado. ^) Alternativo. 

c) Alternativamente. 
Port. Alterno, alternado. b) Alternativo. 

c) Alternativamente. 

Altcrna folia. Wenn die Blätter au ihrem 
Stamm oder Zweig Mechfelsweife gegen einander 
über flehen (Amygdalnq, Pinnus. Borragooffic. &c.) 
Einige zielieiibeyde Wörter zulammeii, und foniii- 
reu d-is Adjeclivuni alternifolius. Den Weclilel- 
biättern find die oppofita folia entgegengefetzt. 

Attei va Ovaria. So lieiflcn die eins ums andere 
ftehehdeii Eyerftöcke verfchiedeiier Zoophyten. 

Altirnae platilae. Pflanzen, welche aus Wech. 
felbl.'ittern beftehen ; Wechfelpflanzen. Diefen Na. 
nien gab Sanvages der 3ten und 4ten Claffe feiner 
Methode. Die adverfifoliae plantae find ilmen ent- 
gegengefetzt. 

Jltternae fletlar. Wenn die Sternchen einer 
Wadrepore abwecl^elu, fo dafs in zwey Reihen ein 
Steilichen ums andere fteht; Wechfelfternchcn. 

jtlternati den/es. [^Terw. coHcti!/!.] Wenn die 
Zahne einer Schale in die Zahnraume der Gegen- 
fcliale eingreifen ; Weclifelziihne. (Area). 

Atiettiatim majo/ei lamettae. Wenn z«i- 
fchcn zwcy grülferen Blättern, woraus die. Sterne 
einiger Madreporenziilammengefetzt find, ein klei- 
neres Blättchen fteht. 

Jttternatim f. atterne pinnata folia. 

[BolaH.l Abwechfelnd gefiederte Blätter. 
At.ttrnati 11 ae f. alternae j> itiolar es gem- 
' ' III ae. (Salix, Genifta, Solanum, Hex &c.) 

JtlterKativae flipu! a'c e ae gemmae. (Popu- 
lus, Tilia, Ulmus, Quercus &c.) 

Alternativae fliptil a e e o-p e li ol ar es gem- 
imte. (Pruuus, Sorbus, Cratägus &c. ) 

jUterni dixles. Abwechfelnd flehende Zällncheu 
bey einigen Sertularien. 

Aittrni p e du Haiti. [Term. bot.'\ AhjvepJifeUi^ 
fteheude fruchtftiele (Clütia pulfhella). ' 

Alierni iaiiii. <j) [rf/«;. bo/a/i.'} Wenn die 
Zweige wechfelsweile am Stamme vertlieilt flehen 
(Rola, Tilja, Aconitimi naoellus &c.). A) Wenn 
die Aette der Corallengew.'ichfe weclifelsweilfe Hm 
Maupt.tamni vertlieLt llehen- 



Alteriit fufcuti. Wenn die Zweige an d^'u Aeileu 
der Corallengewächfe wechfelsweile vcrtheilt find. 

Aller ni tiirices. [Term. cotidu/t. "] Wechfela- 
weife liegende Quernäthe (Murex olearium). 

ALTH^A. [Botan.-] 

Allhaa kommt ans dem Griechifehen attliia, fano, 
und ift einer gewilfen wilden Pappel (veimuthlich 
dem Eibifch), wegen ilirer heilenden Kraft, von 
den Alten beygelegt worden. tKne deatfche Ueber- 
fetzung von althaea ift die übliche Benennung 
Heilwnn, welche man, iiebft andern etymologi- 
fchen Bemerkungen, unter althaea offic, anü"e(- 
fes wird. 

Deutfeh. Der Eibifch. 

l]oll. De Heemft. 

Dan. Althee. 

Schwed. Althe'-ört. 

Engl. The marfh mallow. 

Franz. La guimaiive. 

Ital. Altea, Bilmalva. 

Span, Althea. 

F&i-t. Althta. 

a) Althaea cannabina. 

[Alcea cannabina; alcca fruticora, canna- 
bino folio; alcea pentaphyjlea. 
Detttfck, Der Hanfeibifch, der hochftaudige 

Eibifc'n mit Hanfblättern. 
Hol/. Gevingerde Heemft, 
Engl. The hamp-leaved marfh mallow. 
Franz. La guiinauve ä feuilles de chanvre. 
Span, Althea como canamo; vcrnmthllch ifl 
es die Art Eibifch, welche tMcrn in äl- 
teren Schriften la canamera oder 
yerva cana genannt fividet. 
Fort. A canhametra. {So fndet man eine 
Art Eibifch genannt; Brotero verwei- 
fetfie unter alth. offic.} 

Die unteren Blätter des Himfeibifch find bandförmig, 
und die oberen fingerförmig getheilt. Er wird fehr 
hoch, und Uberüeigt oft eines Mannes Län^e. 

b) Althsea hirfuta. 

[Alcea birfuta f. villofa.] 

Deutfeh. Der zottige Eibifch. 
: HoUl De mige Heemft. 

Engl. The hairy marfh mallow. 

Franz. La guimauve veluc. 

Span. Althea coii pelo afpero. 
\V;iclift wiW an Zäunen! 

c) Althcca ludwigii. 

Detttfck. Der ficillanifcbe Eibifch, der ladw'g- 
fche Eibifch ; an einigen Orten dis 
Sommermalve,, die Sonjraerpappe'. 
rofe. 

HoU, 



/•O"^ 

».N. ^ 



ALT 



HnH. ric ficiliaanfchc HePtn/^, -. . .»,. 
F-ngL 'i'he licilian marfli niiiUow. 
Fraux. I.a p;niinauve de Sicile. 
Der kltiiifte EibilUi. 

d) x'Mthaca narboiicnfis. 
Fyaiiz. T,a gnimauve de Narbonne. 
J)a7is le Niuemois FiahlVo. 

AbWPotirret beobachtete r.iicrft dieltn Eibifth in dert 
(iegemieii von Narbcjnjic , uiul meldet, liüls die 
Laiidleiite ihn rüiiei\, l'pinnen inul Leinwand daiaus 
vertertigen, die zuweilen, an Feinheit, der Hant- 
leinwand nahe kommt. Kr wüthft auch in Spanien 
»rnd ift gewils die niimliche Pflanze, welchedieSpa- 
iiicr amomera und die Portngilen ca.i:!in!i:elxa nen- 
nen, indem btyde Benennungen wiVrtHch einHaii;- 
gewachs an;:eigen, und, beym gemeinen INUnni, eine 
gewifieArt Eibil'ch darunter verftandcii wird. Audi 
rermulhet Lamarclc dals die alLhiea nsrboncnfis eme 
blolle Spielart vcn der aUhaja cannabina ley. 

t) Althsea ofliciHalis. 

[Alrhaea Diofcoridis et Plinii; altbnsa f. 
bifnv.'.lva; altbaja vulgaris; althiL'a'ibif- 
cus; alrlicca; ibiscus ; malva fylveftris; 
malvapaliilrris; malva ibifcus ; malva- 

vifciis ; ariihdthffia. 

Bcutfch. Der officinelle Eibifch, Iblfcb, Apo- 
thekereibilcb, Ibifchkraiit, Libifch- 
wurz, Hemifch ; Ibifchpappel, Sam- 
metpappel, weifte Pappel, wilde 
Pappel ; Alrhee ; Akhaenkrant ; Heil- 
wurz, Hidfwiirz; Bey Planer Ham^. 

MotL Gemeene Heemll, witte Heemit, 
H.emft, witte Maliiwe. 

D'dn. ibiCk. 

Sckaed. Ibis -rot. 

Engl. The common marfTi malloW. 
Ad gl f. Seo mint. 

Franz, La guimauve officin.ile ou ordinalre. 

Jtcil. Malvavisco. bismalva, altea. 
Feiiezia Nalboni. 

Span, Althea officinal; malvavisca; (mal- 
ravisco, bismalva, malva filveflre; 
bey einigen ganz unrichtig retama). 

Port. Malvaisco ; malva filvefti'e. 

Mnjf. Podfwonok, powoinik, proflmfiijak 
trawa. 

Poln, slazwielki lesny. {d. i. Große ivild^ 
Pappel oder Mähe). 

Böhm. Bylina flyzowa'; wyfoky ilez (d. i, 
hohe Pappel oder Malve.) 

Serb. {O.Lauf.) Wulki fchlcz. Jnton. {d. 
(i. hohe Pappel oder Malve.) 

Vngr. fejer mähra (rf. i. tcciße Malve'); — 
jnazola. Fl,Pof, 



fietf. Urdi;ha pehpeleä. . , 
Tatar. l'Xchylymfa. '' ' ' 
Fattu. J3ochaju fclmluk. 

Die Althaa ill mit den Alcecn nnd Vnppcln terWaiiJf, 
und hat (liofcr Allinitat ihra vorCchiedeiion zUl'am. 
nicngel'otztcn iSamei» zu/.ultinciben. llii-e Wnr. 
zrl, Mliitter und Samenkörner sieben einer zähen 
Sclileim von ficli, r.nd find Urfachf, \varum die 
Pflanze »tnlva xJjcida , contraftc «i.-üvaviftui ge- 
nannt worden ilt. Auf gleiahe Art ilt dev f'ranzüli. 
fche N'amen guimanve aui p^ui, vili.U';, und mauve, 
malva, ziinianneiigdctzt. Das Wort binnalvn liii- 
det man auch vismali-it gefrhricben, nnd iH zuver- 
liidig ebenfalls ans vifciäa malm cornnnpirt wor- 
den. Aus dem Ciriechifchen ibiikos ill die deutl'che 
Benennung h'.ilsijtk oder Ibifch eniftanden. 

In der Ar/ncv ift diele Pflanze eine der wiclitigflen ; 
man braucht fie lov/ohl innerlich, al'i aulfer)ich ; 
in den Apotheken lanmilet inan vori ihr die Wur- 
zel. Blätter. Blumeil und Samen; auch in derVieh- 
arziiey hat lie ihren Nutzen. 

Die Wurzel wird roll und gefchält von den Kalmücken 
gegcll'eii. — Man kann, nach des Abbe Cavanilles 
Bericht, auch aus den Stengeln clieler Art, eine 
nützliche Leinwand bereiten. 

Alta trons. Eine hohe oder lange Slim. Wenii 
der Raum zA^'ifchen dem Scheitel und den Augen, 
nach dem Verhältnifs zum ganzen (ieficht, grül'lcr 
ift, als der dritte Theil des Gefichts. 

Attiffimae f. a dfur s; e it t e s p innat. [Term. 
ietttk.'] Wenn die- Kückenflolfen aus mehreren fehr 
grof.'en Gräten beftf.hen ; Fraiu. tres-hautes, inon- 
tantcs (Callycnismus). 

AI lila, ala fpuria. ITrrm.oriiifhol.} 

Deutfck. Der Afterflugel. 

Holl. Het Byvlerkje (aan den Dulm der 

Vlcugt-len). 
Di?H. Bievingen. "^ 

Schwed. Lillvingen. 
Engl. Ti"e baftard wing. 
Franz. L'aileron d'im oifeau.^ 
Ital. Ala baftarda. 
Span. Ala ballarda. 
Port. Huma pcquena aza baftarda pofta no 

pollex das azas. 

So nennt man öreybis fünf kleine fteife Federn, welche 
iich an dem Daumen (pollex) der Flügel eines Vo. 
gels befinden, und, in diefer Verbindung, die Gc- 
Italt eines kleinen oder Neben -Flügels haben. Der 
Falk ill, unter den bekannten Vögeln, der einzige, 
delTen Afterflügel aus iier dergleichen Federn be- 
ftchen. 

ALUMEN. [Mineral argllla vitriolata. 
Ventfch. Der Alaun, 

Teuton. Peizzilleiu, Glojf, Monf. 
mU Altiin. 

Dan. 



zog 



ALU 



ALV 



213 



Diiiu Alun ; Island. Alim. 

Schred. Aluii. 

Eii^f. Alum, allnm, allom. 

yhiiilf. VA'wc. 

Galii. Alum. 
Franz. Alun. ahiin, * Aluä, 
Jtal. Aliiiine. 
Sj.mn. Aliinibrc. 
Fort, IVulra hume. 
RulT. KwasKÜ. 
PÖI.i. UAuu. 
Bi'ihm. Kanienec, Ledek, 
^ . . H'lach. Piatre akre. 
lliyr. Stipsa, 
Uftt^r. Ti'msü. 
Etißn. (Keval) Maria jäa. (d. i, Marieneis'). 

(Dörpf) Maarja ca, jea f. ja. 
Lefi. Alluhns, 
Html. Aluna. 
Läppt. Alun kedke. 

Die Etymologen pflegen nliimen aus dem GriecIiUchen 
hals, hal, oder halnie, fallUgo lierzuleiteii, weil 
Pliiiisis X.\.\'(', IS Tagt, alumenfit ex falfiigine ter- 
rae. Die übrigen Herleitungeii, z, B. a luiiiive, 
verfchweige ich, weil fie läciierlicli find. ImGrieclii- 
fclien liiels das aliimen der Alten stypteri.i, wo\oii 
Plinius fagt, dafs fie ob vim adliruigeudi üiefen Na- 
men erliaiien habe. 

Voin aliimen der Römer oder der stypteria der Grieclieii 
k'j'nnen wir, wegen Mangel an klaren Kennzeltlien, 
iiicIitsBertininites Tagen, als etwa, dals es von dem 
Alaun der Neiiern unterl'chieden ilt. Nach Berg- 
manns \'ermiit!unig, l'ol! es ein vitriol- nnd alaun- 
lialtiger Tropflteln gewefen feyn. 

Der Alaun der Neueren wird als ein herbes, riifsliclites, 
<tark zulaninienziehendes Salz belclirieben, das ficli 
cryltalliiiren lalst und aus Vitriolfaure und einer 
mit dericlben verbundenen Thonerde beliebt. 

Der Alaun wird in den natürlichen oder gediegenen 
(l'alun nanirel ou vicrge), und in den künftbchen 
(ralun ractice)eingetheilt; jener ilt feilen, undibll, 
nach der Muthmalfung einiger anderen Autoren, 
das alunien der Alten gewefen feyn; diefer gchürt 
niclit ins WÖrrerbuth der Naturgefcbichte, und die 
verfcbicdene» Benennungen deß'elbtn find manchen 
• W'iderfpriicltcn unterworfen. — Vom Federalaun 
&c. iehe man pluniosiim alumen &c. 

ALUTA montana, [iW/««-«/.] amianthus 
aluta Lin.; cüriummoiitaiium, 

Deutfeh. Das Bergleder. 

Ho!L Bergleder. 

Dan. Bierglaeder. 

Sclmed, Bergläder. 

Engl. The leather car}'ftine. Wll; the fof- 

• fü l(?ather, tlie moutain leather. 
Franz. Le cair fofllle, le cuir de montagne. 
Ital. Cuojo foffile. 
€»th(iliton, 2>aturgef(hi(htt, Bii, I. 



Span. 
Port. 



Ctiero foHll. 
Co uro folTil. 



Aluta (gfn. alutse) liiefs bey deuRünievn c'n? .'.iibereilpte 
weiche I.eder, nnd ift in neueren Zeiten einer Aib'-fr- 
artbeygelegt worden , deren BefchaiTenheit Icder- 
artig ilh — Im Plurali hiefl'en aluta gewilfe Metall- 
gruben ; invenitur plumbum et in aurarii3 metallis, 
quae aluta vocant. Fii». XXXU', i6. 

Das Bergleder ift ein Bergkork, oder korkartiger Asbeft 
in dünnen icheibenrürmigen Stücken, deffen Obcr- 
ß.iche rauch ilt. Sind die Scheiben des Bergkcrks 
dicker und fefter, und ift die Oberflache delfelben 
zeliig, Ib helft er Bergfleifth ; SJtucd. Bergkött. 
Das Bergleder ift wiederum entweder gröber, oder 
dünner; im letzteren Falle find die Scheiben oder 
Blätter delfelben entweder fo dünn, \vie eine Haut 
(die Berghaut; ÄAKvrf. BergllUnn ; betj Einigen lat, 
corium montanum); oder (ie find noch dünner, fo 
dünn, wie Papier (das Bergpapier; Sdiweti. Berg- 
papper; lat. papyrum montanum), 

Alveare, alvearium, alveus, ahiis. 

Der Immer.ftock, oder Bienenftock, der Bienenkorb. 
Kin durch die Kunft der Mcnfchen verfertigtes 
Rehaltnil's, das für die Bienen bcfdnunt iil, damit 
fie darin ihr Neft bauen. Wilde Bienen machen 
ihr Neft in Höhlungen von alten Bäumen, oder 
auch wohl in Felfenkiüften. Maji wird die ver- 
fchiedenen Benennungen des Bienenftocks, iiebft 
der dahin gehörigen Terminologie, im ükouorai» 
fchen Wörterbuch antreffen. 

y} Iv e ariiim auris. [^Teini. atial.] iDie Ohrhö'hlc, 
das Ohrloch ; holl. bet üorgat &c. Die Höhle, 
welche fich am Boden der Mufchel des aufferen 
Ohres betindet, und worin fich vornämlich die gelbe, 
bittere Materie, oder iJasührwachs fammelt. C'otff. 
cerunien. 

^tveolaiis apophtjfis. \^Tenn. anat.l Denta- 
lis apophyfis. Der napfförmige Zahnfortlatz. Der 
bogenförmige Fortfatzdes oberen Kinnbackenbeins, 
in welchem die oberen Zähne eingepflanzt find. 

Alveolaiis arterin, vena. [Ten». Unat.'] 
Die Adern der Zahnladen. 

Alveolaris ar cuacio. \^Te)m. anaf.l Der bogen- 
förmige Umfang der Zahnladen ; Franc, l'arcade 
alve'olaire. 

Alu eol atuiit f. favofnm r e c ep I acut iinu 
[ Teim. bot. ] Ein aus klehien Zellen zufammen- 
gefetzter Fruchtboden. (Onopordnm). 

Alveoli, [ Anat. ] Alveoli dentium f. moenia, 
finus, foveae, cavernae, mortariola, 
loculamenta; Griech. bothria, holmifkoi. 

Deutfeh. Die Zahnladen, Zah-nkäftchen oder 

Zahnhöhlen. | 
Holl. De KalTen der Tanden. 
Den. Tandlade, Tandhul. 
Schwed. Tandhölfa. 
Engl. The fockets of the teeth. 
Franz. L'alveole, le creu.x. 
Ital. 11 fondo, la pianta, il alveolo di dente. 
O Span. 



211 

S}3C 



ALY 



ALY 



212 



va)!, TAlvcolos, camitas, cavas, niclios de 

los dientcs. 
Port. Alvcolos, buracos oii cavidades, 

onde f ni\i.\am os dcntcs. 
Ruß Gnjasdo, Jafclitrchitfchek. 
Poln. Gniazdo. 
Biilmi. Dirkj', lüika zubu. 
üngr. Udiija a' fognac. 

Die Z.ilinladrn find liicienigeu Holen oder Fächer 'im 
Ober, iiiul Untcrl\iefcr, in welclien die /Saline fte- 
ckeii, oder worin fic mit iliren Wurzeln eingepflanzt 
find. Krttaclilene l'erfonen haben gewuluillcli feclix- 
zelin foltlier Laden oder ICiüchen lu jedem Kiefer. 

Zahnhöhlen bedeuten eigentlich hoble Zähne; und Zahn- 
lücken, wenn Zähne in der Reihe fehlen. Ich führe 
diefen L'nterfchied an, weil er von wenigen beobach- 
tet wird, und weil man, wenn man \\ uiterbiicher 
nachfclilägt, nothwendig mit diefeu drey verlchie- 
deiien Ideen bewafiiiet leyn nnils. 

jUxecti. ITerm. bo/n».'\ Die Näpfclien, oder die 
Kelche worin verichiedcne Früchte und Rlüthen 
fitzen ; Fr,ii:i. les alveoles. Z. B. Das Näpfchen 
einer Nelke, die Kappe einer Eichel, welche letztre 
auf fi um. la calotte ; •'»5/. the cup genannt wird. 
Aber nicht die Hülfe, denn diele umgiebt den gan- 
zen E)chelkern. 

Alveoli. cellulse, celluloefavifexangulares; 

Griecli. Kjttarion. 

Deutfeh. Die Honigzellen, die Bienenzellen, 
die Bienenhäusclien, Wachszellen. 

JJo^.l. Huisjes of Gaatjes der Honigraaten. 

Dan. Honingcelle, Biecclle, Biekammer. 

Schifed. Honingspipa. 

Eng!. The Celles in a honey comb. 

Franz. Les alveoles, maifonettes, cellules. 

Jlal. Celle, celliiie, alveoli, buchi di fiale. 

Span. Celdillas de abejas. 

Port. Alveolos, cafinVias de cera. 

Jli(jT. Jafchtfcbitfchki ptfchielniija. 

PoIh. Sufz pfzczelny. 

Böhm. Wcelny komurka, clialaupka, wos- 
ftina. 

r.fft. Kanninas. 

Ely"..:. Kerg, Kerre, Kerjekenne, meiTi kärjed. 

Die Honi^zfUen find kleine, wachferne, fechserkiee 
Häuschen oder Kammern in den Scheiben des \\ 'er- 
lies. Sie werden von den Bienen gebaut, tlicils 
lim ihre Jungen oder Dronen darin zn brüten, iheils 
" ^ vnrt den gefaninieken Honig hineiir soi bringen und 
zu verwahren. Irr. erfteren Falle wf rrifn die Zel- 
len Mntter,pfi?tfeii'g€iBinnt, im letzteren Falle hin- 
gegen . Zellen , Honigzellen , Züpfiein .' Li'clier , 
\V;'.chspfeifen. — Brbdzäpfleiii heilVen die Zellen, 
wenn ctie Bienen ihr ibgenanntes Immenbrod (^yid. 
Cerinthus) darin aufbehalten. 

^lieoli. [J.i!hol.'\ Alveolen. Schi'.ffcirieine. Rei- 
nerne Kegel. Hienmter veritelit man gewöhnlich 
<läs innere vieUuiumerige CehauTe der Belenwiteu, 



oder vielmehr die einzelnen' conc.ivcn und wie eine 
SiliUllcl an.^gefchweiUen l.anielkn dtelc.s Gehäufe.«. 
Einige Lithologen ftatuiren auch Alveolen, die von 
den OrllioceratiliMi herkommen. In den Iweitläuf- 
tigern Unierrui-iiungeii über die Alveolen wifd man 
mehr Dunkellieit als Gewifslicit finden. 

A l V U S. Der Unterleib. Conf. Venter. 

In einem bcgrenztcren Sinne pflegen die Aerzte die 
innere Befchaffenheit der Eingeweide darunter 
zn verliehen; l'o Tagt man auch im gcincinen Le- 
ben, Leibweh haben, einen ollenen Leib haben, 
hartleibig feyn. 

ALYSSUM. [Botan.] 

So nennen Diofcorides und Plinius eine Pflanze, 'die 
wider den Bifs der tollen Hunde zn gebrauchen 
fevn loll. Der Name ill zulhnimengeletzt aus dem 
Griechifchen a priv. und Itjua , rabies canina. 

Deutfeh. Das Steinkraut; die Alyllen, Aiyt 

fenandorn. 

Taiiddraad. 

Alyn'on. 

AlylVon. 

The alylTon er madwort. 

L'alyfle. (^a drave). 
Ital. &V.Aliflo, aliso. 

a) AlylTuin alpcftre. 

Deutfch. Die Alpenalyfl'e, 

Alpifch Tanddraad. 
L'alj-lTe des alpes. 

b) Allyllam calycinum. 

Dev.tfih. Die KcicbalyOe. 
HoU. Kelkig Tanddraad. 
Sie hat diefen Namen erhalten, weil ilire Kelchblätter, 
im A'erbiühen, nicht abfallen. 

c) AlyfTum campcftre. 

Deutfch. Die Feldalyfie. 
Ho'.l. y^eldig Tanddraad. 
Franz. L'alyll'e des cliamps. 

d) Alyirujn ch^eatum. 

[Drabaclypleata£«j^(,7. ; Lunaria clypleata 
Alliön.; AlylTon Dioscnridis. ] 
Deutfch. DieSchildalyfle; bey einigen Autoren 

Alofenkraut. 
HoU. Schildig Tanddraad. 
Eiig!. The upright madwort 
Franz. La dra\e a fruits de lunaire. 
Ruß'. BjesnoN^'raüch. : 

Poln. Sadliczka ziele. 
Tatar. Kafchek buran. Falk.' 

Die Frucht hat viel Achnlichkeit mit der Frucht der 
.Mondviole (Uinaria"); fie hat alle Eigcnl'chaften des 
HuMäeiblüiucheiis (draba). uudgajr keineAehnlich« 
keic n.it der Al^ffc. Emi/il. , 



Holt. 

Dan. 

Schwed. 

Engl. 

Franz. 



HoU. 
Frauz. 



213 



ALY 



ALY 



*'■ + 



Die Scli'tchen find Pchüdförmig, daher liat die Pflanze 

den Intciniftlicii BevDanien erhalten. 
Mail IiSIt fie Tur das aiyiron des Diofcoiides. l'iit. all f. 

fum. 

e) AlylTuin dcltoideuni. 

[Drapa nefperidifolia. Encyct. ] 
Dndfch. Die Deltaalvfie. 
Holt. DriehoekbUtdigc Tanddraad. 
E^igl. Tlie piirple madwort. 
Franz. La drave a fleurs de julienne, ou de 
giroilee marine. 

Die Farbe ihrer Blumen ift purpiirviolct ; Ihre RiStter 
haben das Anfelien eines griechilchen delta, daher 
die Pflanze den Beynameii erhalten hat. 

f) Alyflum halimifolium. 

Deutfcli. Die immergrüne Ah-fTe. 
Holl. Altyd groen Tanddraad. 
Er.gt. The fweet icenred madwort. 
rratiz. L'alyffe argente'e. Enci/cl. 

Den Beynamen fiilirt fie wegen ihrer Blatter, die wne 
die Blatter des Meerportulaks mit etwas glänzen- 
den SilberpunJtcn befaet find. 

g) Alyffuni incanum. 

[Draba cheiranthifolia. Encyct.'] 

, Deutfch. Graue AlylTfn, beftaubte Alvllcn, 
weifler Bauernfenf. weifler Wege- 
fenf, weiiTes AlyUenkraut, weilles 
Schildbefenkraur. Steinkraut. 

Holl. Gr\-sTanddraad; het heefterige gryze 
Thlaspi. 

Dan. AlylTon med graae Blade. 

Schtced. \'agkraiTe. 

Engt. The hoary madwort. 

Franz. Drave .i feuüles de girofle'e. 

Span. AliJb blanquecino. 

RuJ[. Dik.ija riabina. Georgi. 

Ungr. Tern3-e-fii. Ft. Pof. 

Die Blatter find grau beftäubt; üe gleichen den Blättern 
der Nelken; die Frucht hingegen gleicht der Frucht 
des Hungerbliimcliens (draba). 

Ein gutes Futter für Schafe, fo wie, jedoch minder gut, 
einige andre 'Alylfenarten. 

h) AlylTiim minimum. 

[Lunaria annua minima hifpanica.] 

Deutfeh. Die kleinfte AlyQe, das fpaiiifche 

Steinkraut. 
Holl. Allerkleinft Tanddraad, 
Frenz. L'alyfle d'Efpagne. 
Sfan. Aliso muy pequeno. 

i) AlyfTum montanum, 

[ Tbkfpi montanum luteum. /. B, ]. 



Dcutfcf-. DieBergalyfle; der falfche Stcinfenf 
mit gelben Bbjmen; das niedrige 
Bergalj-lTenkraut. 

Holl. Bergs Tanddraad. 

Engt. The mouiitain mad'c^'ort. 

Franz. L'alylVe de montngne. 

Utiff. Ikomajä trawa. Lrpech, 

Tnnguf. Hopkoko. Georgi. 

Sia wachft in Berg- und Fel.sgegendcn. Sie hat e'iie« 
niedizimlcheuXutzen, indem üe erüiiieiid, und e;:« 
Mittel gegen die Wuth feyii foll. 

k) AlyiTuni faxatile. 

[Tblafpi luteum leucoii folio. Bocc.] 

Deutfeh. Die Steinalylle, das Steinkraut, die 

Feifenalyfl'e. 
Holt. Rotfig Tanddraad. 
Engt. The flirubby madwort. 
Franz, L'alyfle jaune. Enajcl. La covbeiUe 

d'or (des jardiniers.) 
Span. Alifo laxätil, con flnr amarüla. 
Port. Alyfib dos jardins. Broiero. 
Eine vorzügliche »Zierde in Blumengärten. Sie trägt 
eine Menge goldgelber F'iinichen, vom Frühling aa 
bis beynahe den ganzen Sommer hindurch. 

1) Alyflum fimiatum. 

[Eriica peregrina, Cluf] 

Deittfcli. Alyfle mit ausgehölten oder vertief. 

ten Blättern. 
Holt. Raketbladige Tanddraad ; Vrcemde 

Kakette. 
Engl. The linuated madwort. 
Span. Aliso fmuoso. 

m) Alyfliim fpinofum. 

[ Thlafpi fpinofum, fruticofum. ] 
Deiitfctt. Die Stachelalyfle. 
Holt. Gedoornd Tanddraad; gedoornde 

Thlafpi. ^ 
Franz. L'alyfle e'pineufe. 
Span. Aliso efpinofo. 

Houttuyn merkt hiebcy an, dafs Linne die fonderbare 
üewohnheit gehabt liabe, diejenige)! Arten voran 
zu fetzen, welche am nieifteu von den Gattungs- 
Kennzeichen abweiclien. 

ii) Alyfliim vtriculatiim. 

Deutfcti, Die lavantifche Schlauchalyfle. 
Holt. Levantfeh Tanddraad, 
Engt. The bladder madwort. 
Die Schötchen find, wie Scliläuche, aufgeblafen. 

o) Alyfliim veficaria. 

[Velicaria orientalis. Tournef. 
O a Deufrli. 



21- 



a:\ia 



AMA 



aJ.6 



Deulfih. Pio BbronnlvITe. 
Hall. 151an7.ijr Tanadnuid ; Rlaaskruld. 
Fi\:i:z. Vclicaire. 
Die Scliötchcii find ebenOills aiifgeblafcii. 

AMANOA. [Botmi.] 

Amanoa p;uianciil'is. Auhirt 256. 

Yianz. L'amanotcr de la Guianc. 

Ein von Aiiblct enfilcckicr )3;iuiii, delVen Flucht nocli 
nii-lit lio!;:iiint ifi. 

AMARA1\'THÜS. [5o/a;/.] 

llt .ins ilcni CriecIiifcliCM u und nun niromni, niarrefco, 
znl'aimnciijjclei/.t, weil die Hlunie dieler Pflanze 
Ipiit \or\\elket. i\lan ibike ainarantns, ohne //, 
((■|ncil)C[i. Jedoili haben einige die üencninnig 
ans der /infanuiienrctzung des Latcinilclien nwü; , 
lind des (irieihilciieu ni:tlwi, tlos , hergeleitet, 
und ans diefcr L'nache die gegenwärtige l'llanze 
flos aiiioiii genannt. 

Deiitfch, Der Amarant dasTaiifendfchön; die 

Sanimotblmiie; Die Uliime derLieb- 

liaber; das Rothkülbleiii; Fiii'lis- 

fcli wan z ; Fl oraitior. ahujive f lormor. 
Hoil. Amarantli; Fluweclbloem. 
Dan. Amarant: TtilindlT;iön. 

Island. 'J'ufimddyjiida- Crt. 
Scim'cd. Amarant : Ttiffiiriiön. 
Kngl. 'l'lieaiiiaranr; tlie ^elvctfluwer; tite 

fiower amour. 
l'niiiZ. J-'amaranthe, l'amaraiite; fleur d'a- 

mour; palTeveloiirs. 
Ital. Aniarantü: fior velluto; fciamatro, 

Iriamiro; fior d'amore; maraviglie 

di Spagiut. 

Sicil. Gitimma. 
Span. Amaranto; fior de amor. 
Port. Amaranto; fior veludo; rabo de 

rapoza. 
Ruß". Krowawik. 
Poin. Azarlat, Brunat, Kwiat milosci, 

Amarant. 
Böhm. Kwct miloftj. 

a) Amaranthus blitum. 

'Deutfeh. Der kleine Amarant, der kleine Meyer. 
Meyeramarantb, Meyerhahnenkamm, 
die kleine iVlelde, die Htindsmelde, 
der wilde Fuchsfchwanz. 

Hölf. De kleine Amaranth ; hct gcn^ eene 
Maijer. 

'Engt. The leaft amaranthus or blite. 

Yranz. L'amarnnthe blette. 

Ilal, Amaranto blito. 

S'van. Amaranto bledo. 

Fort. Aniaranto bredo. 



Ehßii. Rebbofc Iiand. Fifchcr. 
yEgi'pL i-'ifa klab. ForfL' 
Arah. fr!. Sclicdach. Vovfk, 
Konnnt l-e!onilrr.s Iniiifig in ICfichcnü'irtcn als Unkraut 

xnr: jedcili (ind Samen und Kraut ^('nicsbar. Die 

Stengel lind bald r^th, bald weils; daher die l'ianz. 

G'irinerbencnnungcn la blette blanche, la blette 

rongc. 

b) Aniaraiitlms cauclatus. 

[Amaranthus major, maximns: blitum ma- 
jus pertivianiim, Qniniia Cb[f.] 
Dciilfch, Der lanj^'^elcb wiinzte odergefchweif- 
te rotlie Amarant!); ; Der Fuchs- 
fchwanz, die Samnutbliime. Taufend- 
fchön, Amarantenbauni; Itii Zdkr- 
that Stritzelur. 
Holt. Geftaarte Amaranth ; FltisN'eelbloem; 

Kattenrtaart. 
Engl. The love lies bleeding, the flower- 

gentle. 
Franz. 1^'amaranthe ä fleurs en queue ; die 
Gärtner nennen Um la dil'cipline des 
religieufes. 

LmtguciVoc. Crida de gal. Gouan. 
Itat, Amaranto caudato.. 

Sicil. Cricchia di gaddu- 
Span. Amaranto de cola; viilgo moco de 

l'abo, 
Port. Amaranto de cauda; vutgo rabo de 
rapoza. 
Den Revnaiurn liJnt diefe bckaniite Gartenpflanze wegen 
ihies niederh.ingenden Bhimenichwanzcs. Die Na- 
men Saninietblunie, Floranior, Flowcr - gcntle, 
crete de cocj. palfevelours, kommen eisentlich der 
C'elofia zu, ledo'ch werden lie von velchitdcncn, he- 
fonder.s alteren Autoren, auch diel'er Aniaranteawö 
beygelcgt. 

c) Arnarautlius hybridus, 

Denifcli. Der Baftartamarant. 
E.ngl. The chdLered amaranthus. 
Franz. L'amaranthe bätarde. 
Aval), fei. Schabjaret erraaf. Yorfk. 

d) Aniaraiithns hypochondriacus.' 

Deulfili. Der purpurfarbige Amarant. 
Ho//. Paarfche Amaranth.' 
Kn'jt. The prinoe's feather. 
Yrauz. L'amaranfhe fafciciile'e. 
Jtal. Amaranto coccineo. 

Siril. Giiimmu di regina. 

In Indien und Chijia fpeilet man die Ül.'itter diefer Arf; 

man cultivirt lic in den europailcheu üänen, 

c) Amarantiius mclniRiiolinis. 
Dcuii'iii. Der dimkeliothc Atuaraat. 

Holl. 



2IT 



AMA 



AMA 



218 



Hr!t. BrninvIakkijicAmaranth. 
Engl. The two ciiloiircd aninrantlius. 
Franz. I/aniarantlic mehmclioliquc oii trico- 

lor SiiilTc. 
Port. Bredos vermellio3. Broicro, 

f) Amavanthus olcmceiis. 

[Blitum albnm majiis.] 
Deutfeh. Der Kolilamarant, der Gemüreania- 

raiit. 
Ho'tl. Groote Amarantli, 
Eiif^l. The catable amaraiithus. 
Franz. L'amaranthe olerace'e. 
Port. Bredos. 

Arab.fel. Schedach hindi. Forfk. 
Cochinch. Kau gen muöi. Loi<r. 

In Portugal fucifct man ilm , wie Spinat. Es i(l zu be- 
nicikeii , ilals man Taft von allen Amaranieiiarreu 
die Blatter als ein Gcnüile znberpiten kann. Die 
eisbaren Amaranten werden iiberliaiipt vondeiiPür- 
tiigifen bredos genannt. 

g) Amaranthus polygiimus. 

[Blitum indicum album.] 
Deutfeh. Der Zwitteramarant. 
Hol!. De veeKvyvige Amafaiith, 
En^l. The hermaphrodite amaraiTthns, 
Franz. L'amaranthe polygame, 
Siurf. Fe hien. Lour. 
Cochinch. Kau gen tia'ng. Lour, 
Malej. Sajor bajang. Riimph. 

Eines von den heften üemiilekräiitern in Indien; gefiiild 
undlVinnackiiaft. 

■h) Amaranthus fpinofus. 

[Blitum fpiiiofum. 
Deiitfch. Der Stacholamarant. 
Holt. Gedoornde Amarant-, 
Eniyl. Tlie prickly amaranthus. 
Franz. L'amarantlic epineule. 
Cochinch. Rau gen gai. Lour. 
Malcj. Bajan Baduri f. Douri. Rumph, 
Zfylan. Kathutampala. Herrn. 
Er mitcrfclieidet ficb. \on den übrigen Amarantenarterj 

dm eil leine Dornen. In Indien wtrden die Blauer 

gel'peü'et. 

i) Amaranthus tricolor. 

Deiitfch. Der dreyfarbige oder bunfe Amarant ; 
die Papageyleder ; Taulendlcliün ; 
» Tricolor. 

'' Hall. DcdrieklcurigPÄmaranth; Tricolor. 
Flandern und Brabant Pappegaaijeu- 
kruid. 
ß'dn. Tulcndiliün af tre Farver; Papa- 
goje . Urt, 



Schu'ed. Trerärp;ad .'Amarant. 
Eii'^l. The threecoloured amaranthus. 
Franz. L'amaranthe rricolor. ou de trbi'3 
couleurs. Fleur de jaloufie (diel'it 
Bei'.oinimgirird rhenfalls , wie obci 
gefügt iß, mehr der Cvlofia bcijgclc^t. 
Itat. Amaranto tricolorato. 

Sieil. Gilufia. 
Span, Amaranto de tres colores; i7(/jf^o pa- 

pagayo. 
Port. Amurantho p.ipagayo. Brotero. 
Sinef. Hum hicn. Lour. 
Cochinch. Houng liien. Lour. 
tiefer Ainarantli gefiillt veit mehr wegen der fchünetl 
Farbe feiner Blatter, als wegen derlilume, die keiv 
nen Reiz bat. Den ßeynamcn tricolor führt er, weil 
feine Blätter grün , gelb mid (nirnnrroth , in der 
fchu'nften Mifchung, vorkommen. IM.iU Hndet ihn 
anch mit zwevfarbigen Blattern, nämlicli pnrpnrrutli 
tmd grün, oder gelb und grün. Wegen diefer Icbüii 
gezeichneten Blätter heilst er gemeiniglich Taufend'^ 
l'thün lind Papageyenfeder oder Papag3ycnkr.^ut. 

k) Amaranthus triftis. 

[Bütum indicum fecundum. Ruuiph.^ 
Dcutfch. Der finellfche Traueramarant. 
Holt. De chinccfche Amaranth ; Chiaee- 

fche Bajang, 
Engl. The roundhcaded amaranthus. 
Franx. L'amaranthe triOe. 
Cochinch. Rau gen dat. Lour. 
Die Blätter werden in Indien gefpeifet. 

1) Amaranthus viridis. 

[Blitum fylv. fpicatum. Tonrnrf. 
Cararu, Pifo Braß!.] 

Dcutfch. Der grüne Amarant. 
HoU. De groene Amaranth. 
Engl. The green amarantliuSi 
Franz. L'amaranthe verte. 
Fort. Bredos. 
Arab.fel. Afib el farras. F<?;-/^. 

Fiiln't den Beynamc-ii, weil feine Aelircn grün Cxn^. Vn 
Portngal werden die Blätter, wie Spinat, gekocht, 
und mit Citronenlaft genolfen. 

Amarus, a. um. adj. — GrwÄ. pikro& 

Dcutfch. Bitter. 

Ho!!. Bitter. 

Dlin. tJitter, beeffc. 

Scliit'ed. Bitter, balk. 

Eng!. Bitter. 

Fran:::. Amer, 

Ital. Amaro. 

Span. Amargo, amargofi:», 

J^ori. Amaro, amargölu. 

Rnß 



219 



AMA 



Riijf. Görkii. 

Pohl. Gorzko. 

Bäb"i- Hdfky. 

Uv.^r, Kcfcra. 

Leit. Riilikts. 

Ehfln. Kihbc, wihhaw. morro. 

Finnl. Cai">A-n<;, rarkia, catkera. 

Lappl. Karres, hrifkok, brittjes , ba^kok, 

Dfibdes. Ijhre ; Botzh. Leem, 

Gröiil. Kafili'tlbk.' 

Amarae tierbae. Der Xamen einer EiiUlieilimg 
oder Clall'e bey Hernandos imd aiulern Botanikern, 
welche die Pflanzen nacli iliren in die Sinneji fallen- 
den Eigcnfcliafcen geordnet haben. 

A Hin III 5 fapor. Kin bitterer Gefchniack. 

AMilRYLLIS. [SofflK.] Lilio-narcilVus. 
Dieler Name ift, vor Linne, in der Botanik nicht ge 
braucht worden ; vernmthlich hat die gegenwärtii-e 
Blume den Namen, wegen ihrer Schönheit, erhal- 
ten. — O Amarylli, amica ruftica, formola! 
lug. ed. 1, ij. — 

Deuifch. Die Narciffenlilie, die Liliennarciilc ; 

Amarillis. 
Holl. Lelie-Narcis. 
D'dn. AmarN'Uis. 
Schwed, Amaryllis. 

Eiigl. The amaryllis; tlie dafFodillil3% 
Franz. L'amaryllis ; lis-nai-ciile. 
Jial. Giglio narcifo, narcilb-gigliato. 
Span. &c. Amarylis, lilio- narcifo. 

a) Amaryllis atamafco. 

[ Lilio -narciffus virginienfis. Cateshy.'\ 

Deiitfch. Die Atarnaskolilie, die virginifche 

NarcilTenlilie. 
Holt. Virginifche Lelie-Narcis. 
Engt. Tlie atamasco lily. 
Franz. L'amariUis de Virginie. 

Den Beynamen atamasco hat (ie erhalten, weil [ie. von 
den Indianern alfo genannt werden foU. 

b) Amaryllis bella donna. 

[Lilium rubrum. Mexian.'] 

Dmtfch. Die Belladonna, oder, nach p/ner 

Cfff'e&irten Ueberfetzung die fchöne 

frau; die Carmofin- Amaryllis; die 

rothe Lilie. 
Hol!. Surinaamfche Lelie-Narcis; roode 

Leiie; de Belladonna. 
Franz. L'amariUis e'carlate; lis de iVIexique; 

"t") la belle dame. 
Ital. 11 narcifo gigliato roffo, chiamato 

anco narcifo bella donna. 

Steil. Giglio bella dama. 



Span. Amarylis boüadairia; azncena rnxa. 
Port. Bclhidona das Antillias. Brotcro. 

Lamarck macht ein<n L'nterlVhicd nrifrlien amaryllk 
rnica (amarillis j flcin-.s rofe, viilgairciinit lalune- 
danip des lialiiiis') oder amarvll'is ßlillfr tah. 24; 
inid Zwilchen amaryllis pnnirea (l'aniarilli» e'carlate 
ou lis de Me.xi'ine ) oder lilium rubrum M»ri»H. 

Amaryllis capenfis. 

[ Siiyrinchium iiidicum. ] 

DfMij'ch, Die capifche NarcitVenlilie. 
Holl. Kaapfche Lelie-Narcis. 
Franz. L'amariUis du Cap. 

d) Amaryllis ciliaris, ^ «'• Am. guttata. 

e) Amaryllis formofifTima. 

[Lilio- narcilTus jucobaeus; — Sprcckeüu, 
Heijier.^ 

Deutfeh. Die fchönfte NarcilTenlilie oderAma- 
»yllis : die Jacobeelilie, etwas gemein 
die jacobslilie, und nach dem Spant- 
fclien die Lilie von Sanct Jago; di« 
breitblatterige Narciile; die grolle 
Jactjbee - NarciÜe mit hochrotlieH 
Blumen. 

Ho!l. De Jakobiete; Sie wm-d hlilkend auj 
den markten 7m Kalif gebracht, untet 
dem Namen Kaapfche Goud-Lelie. 

Dan. ücn deilige Lilio -NarcilTus. 

Schwed, Den (T öna fvenfka Liljan. 

Engl. Tlie bella donna Uly. 

Franz. L'amariUis a lleur en crolx; viitf_nu 
reincnt ie lys de St. Jacques, ou la 
croi.x de St. Jacques; la belle ama- 
rillis. 

Ital. 11 giglio narcifo iiidiano roffo, dctto 
volgarmente giacobeo. 

Span. Amarylis hermofdima; vutgo flor de 
lis, ü' encomienda de Santiago. 

Port. Lyrio de Sant-Jago. 

Die fchönfte Blume fowolil in Her Gatttuig als in der Fa- 
milie. Seit 1593 iit fie in P'.urnpa bekannt. Den 
Ivlamen Jacobaa gab ihr ein Arzt in Madrit, weilGe- 
ftalt undFarbe ihrer Blumenblätter mit dem rothen, 
gekreuzten Schwerte auf den Kleidern der Jacob';- 
ritter, Aehnlichkeit haben. Die Blume iltzart, und 
dauert )uir einige Tage. Sie muls, wie die nicilleii 
diefer Gattung, vor Kälte verwahrt werden. 

f) Amaryllis guttata. 

[Amaryllis ciliaris; hsemanthus ciliaris.] 

Deiitfch. Die Tropfen -AmaryUis; die afrika- 

nifche Scliarlachlilie. 
Holl. Gcdruppelde Lelie-Narcis. 
Franz, L'amariUis tacliete'e. 



221 



A.'\IA 



Der Rand ihrer Rl.i'tter iOmii Hnrcheii. wie mit Wimpern, 
bereut; die IJI.itter find gefleckt ; die liUmie üi pur- 
purrotli. 

g) Amaryllis loiigifolia. 

Deutfeh. Die NarcilTenlilie mit langen Blättern. 
Holt. Dee langbladige Lelie-Narcis. 
Engt. The longleav'd amaryllis. 
Franz. L'amariilis ä feuillis longues. 
Eine überaus fcbäne; felir wolilriecliende Pflaniie. 

h) Amaryllis hitea. 

[Narciflus autiimnalis major; Colchicum 
luteum.] 

Deiitfih. Die gelbe oder goldfarbige Lilien- 

narcilVc oder Herbftnarciffe ; die afri- 

canifche Lilie. 
HoU. Geele Lelie-Narcis. 
Engl. The j-ellow amaryllis , er autumnal 

narciflus. 
Franz. L'amariilis jaune, 
. Span. Amarylis de flor amarilla ; vv.lgo 

a^iicena amarilla. 

i) Amanllis oricntalis, 

[KarcilTus indicus orjentalis. 
Brunfwigia. Heißer monogr. c. fig. 1753-] 
_ Dentjch. Die morgenländifche Liliennarcifie. 
Holt. De orientaalfche Lclie-narcis. 
Engt. The brnad-leav'd african amarvllis. 
Franz. L'amariilis Orientale; viilgairemcnt 

la girandole. 
Ital. II narcifo gigliato sferico; e da fiit 
modern! giardinicri vien nomliiato la 
girandola. 
Span. Amarj'lis oriental; jira'ndula. 
Port. • Lyrio- narcifo oriental; girandola. 
Eine der fchünftenAmaiv Ucn ; fieiftzart, und lehr feiten. 

k) Amaryllis rcginae. 

iJeiitfdi. Die kleine Belladonna; die mexica- 
nifche Lilie der PZngländer. 

Hott. De Koniginne Lelie ; de Me.xikaan- 
fche Lelie. 

Engt. The mexican lily. 

Franz. La belledarae de J\lexique. 

Den X;niien Regina erhielt fie von DofVor Douglnf«, der 
fie 1728 auf einem Foliobtatt erILIieinen liefb , v,eil 
fie am il'tcn März, als am Geburtstage der K';:ii;:u 
von Groisbritaiilen, In voller Blüthe und Sciiöidieit 
ftand. — fi,;/. b) 

1) Amaryllis Girnienfis. 

[Lilium farnienfe; lilio . narclfllis japoni- 
cus, flore rutilo.] 



AMB 222 

Deiüfch. Die KarcilTenlilie von Guernfey; die 

japanifche feuerfarbige KarcilVenlilie ;. 

die Jerfej-liiie. 
Hol!. De japatifclie Lelie-Narcis. 
Engl. The Guernfey lilv. 
Franz. L'amariilis gre'nefienne, ou lis du 

Japon. 
^apan. Dosjen, Sckika Sau, Sibito banna. 

Tliunb. 
Sine f. Hiuien tfa'o. Lour. 
Cocliinch. Tuyen thao. Lour, 

Morifon erziihlt, d.üs die Zwiebeln diererBhime auseinem 
gellrandeten holl-(jidikhen Scliiffe auf der Inl'el 
Guernfey, in den Üferlaui begraben worden, nach 
einigen Jahren aufgekommen find , und ohne War- 
tung geblüht haben. Seitdem wird fie auf Jerley und 
Guernfey ftark rultivirt, und macht einen nicht unbe- 
trätlitlicheu HandelszAveig aus. 

m) Amaryllis zeylanica. lld. Crinuin 

zeylanicuin. 
AMASONIA. [Botan.l, erecta. 

Eine in Surinam einheimifche Pflanze , welche Linne' 
der jüngere, dem AmafoH zu Ehren, amafoniage- 
nannt hat. 

Amatorii mufculi. [Tcrw. anat.] Vid. 

Obliqui musculi. 
AMBELANIA. iBotan.-] 

Ambelania acida. A'.ihlet Guiaue. 265. Tab. 104. 
Franz. L'ambelanier acide. Encyct. 
Galib, Ambelani, Para*'eris. 

Ein von Aublet entdecktes milchreiches Staudengewüchs, 
das auf der In!el Cayenne und in verlchienen Gegen- 
den von Guiana, befonders in grollen Wäldern, 
anzutreffen ift. Die Frucht iftefsbar, uiidangenehm 
fauerlich ; jedoch bleibt ihrSaft an Lippen uiidZah- 
nen hängen. Wegen des letzteren ünurandes nen- 
nen fie die Creolen zuC.iyenne (?."/t>,i'/''.7rf'."/j, wel« 
chcs aus 17.// tieat bleu auxdeuti corrumpirt ilV. 

Ambitus. 

Dcntfili. Der L'mrifs. 
Holi'. Omtrek. 
Dan. Omrids. 
Sdiived. Ytterkanten. 
Engl. The outline. 
Franz. Le bord, le contonr. 
Itat. Ambito, contorno. 
Span. An-.bito, contorno. 
Fort. Ambito, contorno. 

Amblocephalffi \wx\x. [Tei-m.entam.] 

So iicniien einige die Larven miteineni ffiimpfen Kopfe ; 
die Stumnfkopfraupeii. Der Name iftzalairimeu- 
gefetztausdemGriecliilUien (WiWyi; obuiiUs, ini^l 
Aeji/mle, Caput. 

AI\1BRA. 



223 



AMB 



AMB 



224 



Ai^IBRA. [Mii'ei-al.'] Ambra grifea, od orifcia. 
f. fiiavenlcns. 

Dnilfch. Der Ambra. 

Hall. Amber. Ainberjrrys. 

Diiu. Aiiibr«. ( Ainhrarügelfc. ) 

Scliwed, Ambra. 

E:!^l, Tlic anibcr, ambergris or anibre- 

greafe. 

Gnlic. Omar, Onab. 

ff'iijli. Amb} r, 
Fravz. L'ambre; l'ambre gris. 

/4lt. Ambrettos. 
Ital. L'anibra ; l'anibra grigia. l'ambra 

oilorofa. 
S-f-iV!. VA ambar ; el ambar gris. 
Fort. O amtiar, ambre; o ambar- gris. 
Kuß Pohl. Böhm. Ungr. &c. Ambra. 

Der Ambra iO ein fettes, Teftes, leichtes, leiclitenlzündlia- 
rc.v, wohirieclieiiJesHarz, delTeii gewohnliclUteFaibe 
gr;iii ift. 

V.v wird entweder diircb die Wellen ans Ufer geworfen, 
oder van der Oueifljklie des Meeres ;uifgefilclit. tsn>- 
weder in kleinen Stiiikeu oder iri ungeiieiicrn Klinn- 
pen. Lebertrieben ill es, weini ein alter Autor von 
einem icooooplündigen AmbrafiUck meldet, und 
Garci.i ab Hono von greifen Anibrainiijln. I,ii;d- 
fcliotenerziildtvon einem I5ooopfiindigen, Chevalier 
von einem scoopfiindigcn, Hernandez von einem 
loopfündigeu , Jiontaniis von einem i 5opfiindi;;en, 
Kampfer von einem ijopliindigen Aiiihraklumptn. 
iSIach Rimiphs I5erii;ht, liiil djeoltindifche Compagnio 
zu Amfterdam ein Stück von 2912 Unzen befitzen, 
das auf 11 6400 fl. holl. gefcliatzt wird. 

Der Ambra wird vorzüglich an den moluckifrhen Küften 
gefammelt. Auch konmit er von Sumatra, Mada- 
gafcar , Goa . Brafilien , von den Philippinen und 
Maldiven. Mehrentheils wird er von den Holländern 
zugeführt, wird unzenwcife und theuervejkauft. 

Von dem wahren Urfprung des Ambra läfst fich nichts 
Pofitives fagen. Meinungen darüber gab es viele, 
und darunter viel lacherliche. Man hielt ihn für 
Meerfchaupi, für eine Gümnüart , Tür gediegenen 
Schwefel, für eine befondere Erdart, für eine 
«Scliwammart, für eine Kampherart, für W'allrath, 
lür die lieber ciues gewiflen Fifches, für Rieneiuie- 
(fer. für Baumharz," für ein [•".rdharz. das lieh vom 
Meeresgründe nach imd nach in die Höhe hebt, und 
durch die Wirkung der Somienftralen verdickt wird 
II. d. m. Ks ilt jedoch noch anzuführen, dals Meh- 
rere ihn für die Excremente eines befoiidern blosvoii 
Gewürzen fich nährenden Vogels gehalten haben. 
Dieler Anibravogel foU auf den Jlaldiven /^nnnDigiis- 
yaajtii, und auf Madagafcar yJ/cliibobjik gen.tunt 
werden. 

Der graue Ambra wira häufig verrälfcht, befonders von 
Kaufleuten in Japan; man kann aber durch chemifche 
Mittel den Betrug auf m-inclK rley Art entdei keu, 

^mbr» litriua, flava, i'td. SnccLnmn. 



AMBROSIA. [BoMu.] 

IJcHlß'i. Jlas Tr:ni!)cnkrauf, die Ci'Vtorrpcir.', 
das (iöticrkraut, das AmbrülU-i)- 
kraiir. 

Hol/. Druifkruid. 

J>ii!i. Aiiihrolia-rrt. 

Schurd. Ambrolla- ürt. 

£".£j/. The ambrolia. 

Franz. L'ambrolic. 

l.'a!. &c. Ambrolla. 

a) Anibrofia artcinififülin. -];') Anibrofia 

malabaiica. 

Dciitfch. Das Traiibenkraut mit Beyfufsblä»-- 

tern. 
Franz. I/ambrofie ii feuillcs d'armoife. 
t) Malab. Katu- njetti-pii. Rh^cd. 

b) Ainbrofia maritima. 

[Ambrofia fativa hortcnfis; ambrofia. ] 
Deutfch. Die See-Ambrofic. 
Hol!. Zeekants Druifkniid. 
Engl. The fea- ambrofia. 
Franz. L'ambrolie maritime. 

Waclifl in fandigen Orten, an den Seeküften vonItah'ei> 
mid der Levante. Alle Theile diei'er Pflanze haben 
einen angenehmen Geruch, und einen aromatifchen, 
etwas bitteren , jedoch lieblichen Gel'chmack. Aus 
diefer L'rlaclie ift ihr der bekannte Namen Ambro!: 1, 
welchen fie übrigens mit dem thenopodio botr;s 
gemein hat, beygelcgt worden. " . 

ylmhrnfiaciis Qodoi'). Nach Ambra riechend. Fiai:tt 
Ambre. 

AiMBROSlMA. [Bolan.-^ 
[Ambrofinia Baflii. IJii. 

Ambrofiiiia nervofa. Lamarck. 
Arifarum potamcgeti folio. Bocc.'\ 

Dnitfch. Die Ambrofine. 
Franz. L'ambrofinie iierveufe. 

Eine in Sicilicn und der Barbarev einheimifche Pflanze. 
Bafli belchrieh lic in einer Monographie, und gab ihr 
den Namen Ambrofinia, zu f'".hrcn des Barthdloni. 
Amhrofini, eines im i7ten See. lebenden italieniHlieM 
Botanikers, von dem eine Gefchichte des indiani- 
fchen Pfeffers (caplicum) bekannt ift. Werdiefeii 
Uniltand weifs, dem klingt es Lächerlich, wenn er 
an:l'i ojiiuti bey verfchiedenen deutfchen Autoren 
durch Götterblume überfetzt findet. 

Ambulacra f. coluri echinoram, 

Deutfch. Die Gänge oder StreiTcn, 

HoU. De Paden. 

Diin, üangene, Striber. 

Schied 



223 



AMS 



Schwcd. Kename. 

En^J. The aveiiueg. 

-Fravz. Les avenues, les coluTSS. 

Ifal. Anditi, coliiri. 

Span. Las avcnidas, los coluros. 

Foft. As a\eniüas, os coluros. 

Durclilöcherte Gänge oder Streifen, die, in verfchiedener 
Richtung. Zwilchen den Fei 'eni (areac') der Schale 
eiues Seeigels (echinus') liegen, imd durch weiche 
die in der Scliale wohnenden Tliiere ihre FUhlfödea 
aosftrecken. 

Ambulatorii pedes. 

Gaugfiiffe. «) Dergleichen blos zum Gehen eingerich- 
tete Fijfl'e haben diejenigen vierfüHigen Thiere, 
deren Zehen miHtnnipfen, unbcwegliclien Krallen 
befetzt, und gel'palten (Ind. J) Ein Vogel hat 
Gangfüfl'e, wenn er drey Vorderzehen und eine 
Hinterzehe hat, und alle voneinander ahlbndert 
lind fo eingerichtet lind, dais er fowohl auf einem 
Zweige fitzen, als auch anf der Erde bequem fort- 
kommen kann. 

MIBULIA. \_Botan.:\ 

Ambulia aromatica. 
Bram. Ambuli. Adanf. 
Mt:l. Wanga-nari. Kheed. 
Franz. L'ambulie aromatique. Encycl. 

Eine malabarifche Pflanze ; ihr Geruch ifl angenehm und 
gewürzhaft; ihr Gelclnnack bitter ; man bedient fich 
ihrer in verfchiednen Krankheiten. 

AJWELLÜS. {Botan.l^ 

AmelUis hiefs bey den Alten eine gewifle Pflanze, wor- 
auf die Bienen gerne lammein. Linne' wählte die- 
fen Nam(?ii , um eine e.xotifche Pflanzengattung 
damit zu bezeichnen, deren Blume mit den Alfern 
und deren Fruchtboden mit den Rindsaugcu 
( bupathalmus } Aehnliclikeit hat. 

Deiitßh. Die Amelle ; bey Einigen Das Stern- 
kraut. 
Holl. &c. Amellus. 
' Franz. L'amelle. 
Mal. &c. Amello. 

«) Amellus lychnitis ; die capfche Atnelle. ?0 Amellus 
tenuifolius, Lamatck, Btirm. «) Amellus umbel- 
latus; Solidago villofa, iucana Brown i Liabiun 
^dttufoH. 

Amentacese plantae. 

Deutfeh. Kätzchentragende Pflanzen, 
flo!/. Katjesdraageude Planten. 
Dan. Blomftertap-artede Planter, 
Seliteed. Hdngebärande örter. 
Engl. The amentaceous plants. 
Franz. Les amentace'es. 
Itat. Plante amentacee. 
- Span. Plantas amentaceas, 
■ Port. Plantas amentilholas. 

.CathotUoH. Katutßciihiihlc , Bd. I. 



Eicfen Titel nihrt die 4te Clafle in der ^fe^hode des 
Uoyen, die 32l>e Clafi'e in der Methode des Boerhave, 
die qte Clafle in der !\Iethode des Tournefort, die- 
3teClalTe in Linnei metlrodo calyciiia, und die softe 
Ordnung in delfelben natürlichen Syileju. 

Am eil tum. \_Term. bot.l catulus, iulns, nii- 

camcntum, panicula; GrkeL Julos,. 

kyttaros. 

Dentfch. Y^iitzchen; Würdchen; Zöpfchen; 

Oeßreich Palmkätzchen, Palmen ; A)t 

einigen Orten Lämmerchen, Mayläm- 

merchen, iVIaykätzen ; Lanfitz I\üu- 

fel ; — alt. Zaferle, Nufsblile. 

Holl. Katten, ßloemkatten, Katjes, Katte- 

kens. 
Dan. Blomftertap, Katterumpe; In Olavii 

tcrm. bot. Rakle. 
Schived, Hange. 
Engl. Catkin, cat's-tail, gosling: keys; 

N.Engl. Chats. 
Franz. Les chatons, les chats; in einigen 
Gegenden les minons. 
Langned'oc mafstro. 
Ital. Gattino, nocellaro. 
Span. Cande'da, trama, noguefia, noguina. 
Fort. Candea, caiidilho, amcntilho. 
F-iiff, K'itfchetfchki na derewäch. 
Poln. Kocianki, rz(jfa, owieczki, bagniaitka, 
Böhm. Kocicky, flllTky. neb kotata. 
Ungr. Blatska farkatskajok; Dio-vira'ga, 
EincArtKelch, mit vielen fpreuartigen Schuppen, dieau 
einem dünnen Faden, als ihrem gemeinfcliafrliciien 
Fruchtboden, gereihet find. Dergleichen Kelciie 
haben verfchiedene Bäiune, z.B. Wallnufsbäume, 
Hafelltauden, Weiden &c. Ihre Geftalt ift etwas 
waLzenfürmig, und kann mit einem Katzenfchwanze 
verglichen werden , welches auch die Lirfache lii, 
warum fie die obigen Namen erhalten haben. 

MIETHYSTEA. [Botan.} 

Amethyftea coerulea. 
Deutfeh. Die blaue Amethyürpflanze, 
Holl. Blaauw Ametliyftkruid. 
Engl. The blue amethyft. 4 

Franz. L'ame'thyfte'e ä fleurs bleues. 

Ein fchünes, ziemlich wohl riechendes, fibirifchesPflaiiz- 
chen , delVen Blüthenfarbe wohl zu der Benennung 
Anlafs gegeben hat. 

AiMETHYSTUS. 

[Psederos, anteros" ^o)z/7o?!; gemma ve- 
neris Agrieola.J 

Deutfeh. Der Amethyft. 

Holl. Amethyft. 

Dan. Amethyft. 

Sehwed. Anietift. 

P Engt. 



227 AI\IE 

Etiir!. Tlie ameti(l:. 

Franz. L'amethyfte; pierre d'cveque (weil 

ihn vnrziiglicli die Bifc'iÖfe tragen). 

ItaU Ainatifta. ' 

Span. Ametifto (Amarifta, e, o.). 

Port. Ainctifto, '»mctifta. 

Rv.[f. Amctid; Jacliotit wifcbnewiii. 

PoiiX. Atnetylt kamieil. 

Bl'ihm. Ainatvft. 

Hebt. Aclilainah. Exodus XXrill . 19. 

xxxriur, 12. 

Dies Wort wird hergeleitet von thnlani, 
fomiiinvir, ucil der Ametliyll, nach Kal>l)i 
Elm E/.ra's Meiming, dciicji, die ihn tru- 
gen, Traume veiurlaclieii Ibü, 
Chald. Enegla. 

©fr AMiethyft ift, naeh Brückmans Befchreibung, ein 
qnarzürtiger, im Anbruche glasliafter, kryllallfür- 
niigcr , violfarbiger Edelflein , welcher im Feuer 
Tenie Farbe verliert, für lieh aber nicht fchmilzt. 

Küch Piiitarch hat der Amethyftdeu Namen wegen feiner 
Farbe erhalten, weil ieibige dem mit Waller ver- 
milchten Weine ähnlich lieht. Soiilt pllcgt man ihn 
von » priv. , und milhijfkM , inebrio , herzuleiten, 
weil man geglaubt hat, dals er der Trunkenheit wi- 
derftehe. 

Man giebt dem Amcthyfl, in Anfehung der Härte, den 
6teii und 7ten Rang unter den Edelfteinen, vom Dia- 
mant an gerechnet. 

«») L'ame'thyfte Orientale ift der reinfle und härtefte. 
b') L'amethvlle occidentale, ou l'ame'thylte päle ill 
von geringerem Werthe, und wird, wenn er ganz 
weils ilr, wenig geachtet, i) L'amethyfte jauüätre. 
tf) Lamethylte rougeätre. 

Amcthyftonyx. 

JSin mit Gnyx verwachfener Araatliy ft. Dauila. 
AMIA. ilchthyoL'^ 

Amia calva. Lin. 

Dentfck. Der Kahlkopf; der Moderfilch. 

Engl. The miidfifh. 

Franz. L'rjnie ; la tete nue. 

Man findet diefen Fi ich in den rülTen Gewärfern von Caro- 
lina. Er wird, wiewohl feiten, liir den Til'ch zube- 
reitet. In der Gegend der Hinilchale fclieüit er ohne 
Haut und kahl zu feyn; daher fein Beyname. 

ARnANTUS. Conf. asbeftus. 

[Talcum asbeftus amianthus; asbeftus 5ioK. 
mdiorimi; — Lat. barb. Salamandra. ] 

Deutfeh. Der Amiant, der Bergflachs, der reife 
Ashfiü, der weiche Asbeft. 

Holl. Amiaur, rype Steenvlas. 

Dan. Arp.iant, Steenhörr, nioden Asbeft, 
Sali-.mander-Üld. 

Scliwed. Amiant, mögen Asbeft, Berglin. 



A?JI 



228 '^ 



Engl. TIic atniant, the mounhiin flnx Tlie 

ripe asbeft. 
Franz. L'amianrc, amyante, l'asbefte niftr, 

le lin foflTilc, le lin incombuftible, la 

pierre d'Hieraclt'c. 
JfnI. Amianto. 
Span. Amianto. 
Fori. Amianto. 

Der Amiant ift ein aus leinen, weichen oder biegPatnea ' 
Faden zulinnmcngewachliener Stein; er tühlt ficli 
wenig t'eltan, und liiiiie Farbe ill mehreutheilsgrlin- 
licli weils. 

Der NamC wird ans dem Griechifchen a priv., und aus 
tiiiitiiiiii, comaniino, hergeleitet. Diele Hcnennung 
foU anzeigen , dals er vom Feuer nicht verzehrt, , 
fondern vielmehr durch daffelbe von feinem Schmutiie 
gereinigt werde, ' 

Einige Mineralogen unterfcheidcn den BergflachsC^c/i/fi-d. 
Jierglin) von der Mer^woWo (Jicltwed. ßergull). le- 
ncr il't gr:idc iiiui fiicichlaul'end falcrig- iindzeripringt • 
in langl'i-ilutfciige Stücke; diele hingegen beiieiit 
mehr aus unordentlich in einander laufenden Fäden. 

AMMÄNNIA. iBotanr[ 

Deutfch. &c. Die Ammnnnie. 
Franz. L'ammane. Encycl. 

Job. Ammann, Prof. zu Petersburg; geb. 1707, geft. 
1741. Er gab herau.s: ftirpiuin in imperioRutheno 
fponte provenientiura icones et deitriptiones. Pe- 
trup.17.iq. 4to. Eine CompilatioH, mit wenig eige- 
nen Anmerkungen. — Ihm zu Ehren ift die gegen- 
wärtige Pflanzengattung, deren bis letzt bek;uinte 
Arten e.xotifch find, ammauiüa genainit worden. 

AMMI. [Bot an.-} 

To ainmi hiels bey den Griechen der Same einer Art ^ 
Kümmel. Lateinilche Autoren haben die Schreib- 
art des Wortes vtrfchiedeutlich abgeändert; fo 
findet man anii , aniium , arumium, amios, am- 
nieos. 

Aifimi majiis. [Amnii vulgare.] 

Dentfch. Das grofleAmmi ; Ammey, Ammern. 

Hüll. Het groüte Ammi. 

Dan. Stört Ammi. 

Sdnved. Stört Ammi. 

Engl. The common or greater bifh'ops 

Weed. 
Franz.. L'ammi commim ou ordinaire. 
Ital. Ammi maggiore. 
Span. Ammi mayor 6 vulgär ; Xiftra. 
Fürt. Ammio major; ammi, ammeo. 
Tcncdos Afperokephalos. Yorfk. 
JEgypt. Chcelle. Furß. 

Das groffe Ammi, um es von dem kleinften Ammi (fifoll 
ammi ) zu uutericheidcn. H:!t e>ne:i etwas aroma- j 
tifcheii Geruch. Eine Arziie^ptlanze. ' 

Ammite3. 



2C9 



Mm 



AuilTlites. [Litlwl.1 Hammites (ammoni- 
tes), oülithi pifcium, lapides ovarii, 
maimor oolithus. 

Dmtfi.'i. Rogenfteine , Verfeinerte Rogen, 

Oolithen. 
Hol/. Kuitfteenen, Verfteende Kiiit, Kuit- 

marmor. Oolithen. 
Dan. Rognften, Ooiitli. 
Schwed. Rommftcn, Rämften, Oolith, 
Engl. Spawn ftones. Fifli -Ipawn italagmite. 
Franz. Ammices, amites (ammonites), ovai- 

res. pierre o\ aire. 
Ital. L'ammite(l'ammonlte); oolito, fimile 

alle uova de' pcfci. 
Span. Ammites (ammeuites). 
Fort. Ammites. 

So nennt man diejenigen Steuerten , worin (Ich eine 
Menge kugelrunde, wieFifclirogen an einander lie- 
gende Steinclien befinden. Wegen diei'er Aehnlich- 
keit kann inan fie wohl Rogenfteine nennen, allein 
nicht vejiteinerte oder petrificirte Rogen, wofür fie 
einige im Ernft gehalten haben. 

J<ach ihrer verfchiedenen Griffe , heißen dergleichen 
runde Steinchen Pifolithen, Meconiten, Cenchriten. 
Mau fehe diefe Wörter. 

Ammochryfos. [.17/;jfrß/. ] Aurum fe- 
lium,' Mica auiata. 

Deiitfch. Goldglimmer ; geiföhntich Katzen- 
gold ; Metailglimmer ; Glimmer, 
Schieiei-glimmer. 

Hot!. Goudgliramer, Kattengoiid, Koper- 
glim.ier. 

Dan. Kragi'guld, Katteguld, Guldglimmer, 

Schwed. Gul Glitteriand, 

Engl. Gold-glimmer. 

Franz, Le mica brillant janne, l'or de chat, 
la poudre dore'e. l'ammocliryto. 

Ital. L'ammocrifo; mica di color d'oro. 

Span. Ammocrifo; mica dorada ; polvos 
dorados. 

Port. Amraocbryfe ; mica brilhante como 
ouro ; ouro em po', ou po' de ouro, 

Ammochryfos ift aus dem Griecliifcheii amiiios, ai-ena, 
und ehri/fos, aureus, zufammengeletzt. 

Das fogenannte Katzengold ift ein aus goldgelben, bald 
grülTeren, bald kleineren Blättern beliebender Glim- 
mer, und wird niehrentlieils in Gelteinarten, z. B. 
Granit, eingefprcngt angetroSen. Za Pulver ge- 
ftoffen, giett er den bekannten Goldllreufaiid. — ■ 
Sind die BUitter des Glimmers filberfarbig, fo nennt 
man ihn Katzeulilber. 

mochryfos. Bedeutet zuweilen foviel , al.s chrvfam- 
monites, d.i. ein von der Natur mit einem GoIdgUuiz 
überzogenes Animonshoru. 



AmiODYTES. [M%o/.] 

Kin ans dem Griechifchen nnimos, arcna,' und <i:jles, 
vrinator, zulanimengefetztes Wort ; allb ein Sand- 
taucher. Der Name l'oll die Eigenrc!ia''t eines Fi- 
fches anzeigen, der fich in den Sund eingrabt. 

Ammodytes tobianus. 

Dcittfch. Der Sandaal, der Tobiasfifch, TobJa?, 

die ScJimelte; — beyin Schouefeld 

der Sandlpiring. 
Eoll. Smelt. 
Dan. Sandgravling, Sandgraver. 5and- 

fkiuler, Tobis. 

Nonveg. Siil, Sölvfifk, SaiidlUd. 

Island. Tranufile. 

Grönl. Putsrotok. 
Schwed. Tobia.s. 
Engl. The launce er fand - eel (ahnfive fand- 

ilz, wie man ihn hey vcrfchiedenen 

Autoren citirt findet). ' 

Wclfh. Llamrhiaid, Pysgod bychain. 
Franz. L'ammodyte; l'appät de vafe, l'an- 

guille de fable, l'anguille d'arene. 
Ital. Anguilla di arena. 
Span. Anguila de arena. 
Fort. Anguia de are'a. 

Er hat viel Aehnlichkeit mit dem A,nl, und verkriecht /ich, 
wenn die Ebbe eintritt, in den Sand, zu welcher Zeic 
ihn auch dieFilcher zu fangen pflegeji. SeinFUilcii 
ilt fchmackhaft, und die andern Fil'che find lehr begie- 
rig auf dalfelbe , daher es gemeiniglich zum Köder 
gebraucht wird. Belbuders Itark wird er vom Stör 
verlblgt, der alsdann in den Gegenden, wofiezulam- 
mentrett'eu, Sillftörje genannt wird. 

Ammoniacmn liil, 

Deutfch. Das Ammoniakalfalz; Salmiak. 

Holl. Het Sal ammoniak. 

Dan. Salmiaken. 

Schwed. Salmiaken. 

Engt. Ammoniac falt. 

Franz. Sei ammoniac. 

Ital. &c, Säle ammoniaco. 

Die Beftandtheile diefes MittelGilzes find Küchenfalzfaure 
und flüchtiges Laugenfalz (alkali voiatile). Dar 
Salmiak cryltalliiirt fich eigentlirii auf dem naIVeii 
Wege in langen vierfeitigen Säulen mit einervier. ei- 
tigeii Eudipitze. Den gediegenen oder gewachfei:eii 
Salmiak findet man vorzüglich in vulkanilchen Ge- 
genden, wie bey dem Aetna, dem V'eliiv, zu Solfa- 
terra, zu Lipari und auf dem Kekla. Ferner in Per- 
fien, in der Tatarey, in Tiiibet, zu iS'apal in Indien. 
Auch tolles einen kahnuciulcheii natürlichen Saiiniak 
geben. 



P i 



Am\o. 



231 AMN 

AiMMOXlT/E. [Litliol.] 

Hammonitac, Ainmoni.'; f. h.immnnis cor- 

nua, animoniae, luiutili inininii, opliio- 

cidae, ophiotnorpliitac. ferpenics lapl- 

dei, ccratoidae, cbryfolitae. 

Dentfih. Ammoniten. Amirionsliörner, Wid- 

derliörner. Zielierhürncr, Sclielier- 

hörncr, Poftliörner, Bellchneckcn, 

Mecwendrcck , Seilfifclidcine, Dra- 

cliciifteine, Scbneckenftciiie, Stein- 

liörner, Bcrgfcbnccken , ftcinenie 

Schnecken, Schlangen. 

Holl. Aiimionieten.Ammonshooi-ens.Rams- 

hoorntjcs, Pi)fthoorn, Belflakjes, 

Slangenfteenen, verfteende Shingen. 

D'd>i. Ammonit, Ammonshorn. Steenhorn, 

Snckkeftecn, forlteenede Slanger. 
Sduced. Ammoniter. Ammonshorn, 
Engl. Theoornuaammonis, die rum's hörn, 
tlie fnake ftoncs, the ferpent ftones. 
Franz. Ammonites. cornes d'Ammon, corne 
de belier. ferpents. pierre de ferpent, 
cornets de St. Hubert.cornets depo- 
ftillon, cornet chambre', fiente de 
mouette. 
Ital. Amnionite, corno d'Ammone, fer- 

peiiti impctriti. 
Span. Ammonita, cuc'rno de Ammo'n. 
Port. Ammonira, corno de Haramon ou de 
carneiro. 
Die Aminonitfii find pefrificirte Schnecken, die fich fpi- 
raUo'rtr.ig um iliren iMittclpiinrt wenden, und an Farbe 
lind Gelialt, einem Widdeihorne ähnlicli (ind. Sie 
heirieii/VmmoiisIiönier, weil Jupiter Ammon von den 
Aegyptern unter dem Bilde eines \\idders verehrt 
wurde. Aus dem nämlichen Cirunde wird diele \'er- 
fteinerung lacriffima/Ethiopiae gemma von Pliuiua 
genannt. 

Ammonitotypolithus. 

So nennen einige den Stein, auf defTen Oberfläche fich 
der Abdruck eines Ammonshorns befindet. 

Amnion. {_ Anatom.'], amnios, charta A'irgi. 
nea, amiculum, indufium ; Griech. 
Amnios. 

Dentfch. Die Wafierhaut-, die Schaafhaiit. 

HoU. Lamvlies. 

Dan. Faarehudcn. 

Schwed. F:;rhuden. 

Eng.'. Tbc amnios or lamh's fkin. 

franz. L'amniüS, I'envelope du fetus. la 

mcmbrane des eaux. 
Jta!. Anniicn. 
&u-ir,. Amnion; v.i'go zurron. 



AI\TO 



232 



Die Innere wciflfe, dniclifirlitige, zarte Haut, worin d«r 1 
Fütus im Muuerlcibe unmittell)ar»eingehiillt ift. 

Woher diele Maut den Namen amnios erhalten habe, ift 
nicht bekannt. Indcfleii haben dir mcillen Etymo. 
logen ihn von nninot , agnux, hergeleitet, ,und 
die Wafferhaut, wegen ihrer ^iartheit, mit einer 
Schalhaut verglichen. 

j^innii lignor. Das .Schafwaficr, das Kindswaflfer, , 
das Waller in der Nachgeburt. So ncniu man die 
Feuchtigkeit in der eben helchriebenen Wan'erhdiit, 
worin der Fütus fcinvimmt, und die ibm zurKahrung 
dienen füll. Etn;!. the liquor ol'the amnios; Franz, 
les eaux de l'anmios. 

Aniiiii 1^ tx t e a, pi leu s naturalis, c ti c u f h n. 
Ein Helm, eine Haube, ein Decklciii, ein Werter- 
liemd. So heilst ein Stückchen der W^ilTerhauf, 
wennfelbige fich, unter dem Drucke der Mutter, feft 
auf den Kopf des Kindes .inlegt, und folchergcftalt 
mit dem Kinde zur Welt gebracht wird. Mit dieler 
Haut haben die Weliemiitter mancherley Unfug ge- 
trieben, und fie an abergläubifche Leute verkauft, 
weil fie Heil und Sogen bringe, znnial den Advocaten. 
Man liest in Gelchichtbiichern von Kindern, welche 
eine Krone 4ind dergleichen auf dem Kopfe mii zur 
Welt gebracht haben, und man haldar.iusSchUinie 
auf deren künftiges Glück oder UngUlck gemacht; 
gewils war es nichts anders, als diele Wafierhaut, 
die, im Druck, verlchiedeiie Getfalten aniiehmeu 
kann. — Es ift kaum der Mühe werth, zu bemer- 
ken , dafs ein folches Hauißuckchen den r\3mcii 
Helm, Hut (galea, pileus), bey Knäbchen , und 
Haube (vitta) bey Mädchen führt. hoU. Helm; 
£/.i'/. Htlnict, coif; Fraiu. coifl«. 

AMOMUM. lBotan.\ 

Welche Pfl.nnze die Alten unter Amomuin verflandeu 
haben, id nicht .lusgemaclit. Beion.ien, n»n.iten 
fie allb einen gewiifcn wohiriecheiulen V.A\,\\\\, und 
bedienien fich deffclbeu, nebft andern Speccrcyeii, 
zum Einb.dl'amiren der Leichname, dah(*r auch 
einige das Wort vom momia herleiten wollen. — 
Kack dem Linne'iichen Syftem werden darunter 
verichiedene Speccreyen beg. iffen, ilber deren bis 
jetzt müjlichft riciitige Beftiinmung man die fleif- 
fige Arbeit des Herrn Prof. Gileke lu der Ausgabe 
der linncil'cheu Urduungen (ordo VIU.) nachlehea 
mufs. 

a) Amomiim cardamomura. 

[Amomum racemofum. EncycU Cardamo- 
mum minus.] 

Deutfeh. Die Kardamomen, Kardamomelen. 

Holl. Kardamom. 

Dün. Kardamome. 

Sc'iwed. Kardemumma. 

Engl. Tbe cardamom. 

Franz. L'amome ä grappes. Encyct. 

Cardamome de la cöte de Malabar." 
Jlal. Cardamomo, cardamome, 
Span, Cardamomo, 
Fort. Cardamomo nienor. 
Ungr, i'ai adiCtb lU - mag (d. /, Paradis^amen)^|^ 

Skieß 



J 



233 



AMO 



•AMO 



S34 



Sinef, Pe ten keu. Lonr. 
Cociiinch. Bach dau khau. Law'. 
(ÄJatab. Elettari. Rtimph.^ 
(Ceylan. Enfal. Herrn.) 

Die frilcliciiBrätter haben einen pikanten, aromatifchen 
und etwas bittei-en GefchmacU. Eben diefe Kigeii- 
fchaften belitzen die Kürner, jedocli in einem höhe- 
ren Grade. AufdermalabarilchenKilfte wird Hand- 
lung damit getrieben. Die Indi.aiier vervnil'chen den 
Betel mit diel'em Samen, der aufferdem in der Me- 
dizin .von bekanntem Kntzen ift. — In d^r Kncy- 
clopädie wird das dnnkle Amomum grana paradifi 
Lift, als eine Varietiit liieber gezogen. 

b) Amomum m.adagafcarienfe. Ennjcl. 

[Amomum meleguetta; cardamomum ma- 
jus C grana paradiii; amomum angu- 
ftifolium; — fruftus Cajeputi. Trew.— 
Conf. Gifccke ordd. iiait. ] 

Deutfclu Die Kardamomen von Madagafcar; 
die Paradiskorner; der Malaguetfa- 
men; der airicanifche oder guinei- 
fcl;e Piefi'er. - 
HoiL Groote Kardamom; Paradyszaad. 
L)än. Sture Kardamomen 
Schi-c^i. Store Kurdamomman ; Paradiskorn. 
Engl. Tiie gVeat cardamon; the grains of 

paradiie. 
Franz. L'LUnome de IVIadagafcar. Encijcl. 

Le graudcardaraome de Madagascar. 
Snniur. 

Langouze de Flacourt. 
Graines de paradis- 
Itat. Cardamomo meleghetta. 
Span. Malagueta; granos del paradiso. 
Fori. Malaguetta graüda de Guind ßrotero. 

Graa do paraizo. 
Mal. Elattari. 
Iilalaguetta hat den Namen von der Klifte Malagnette 
in Guinea, welche auch die Körner- oder Pfeffer- 
küRe genannt wird. Den Namen Paradiskorner 
ftihrt (iies Prodiift, weil der Samen einen angeneh- 
men aromatifchen Gel'chmaclv und Geruch hat. Die 
Malaguctte ift nicht ib hitzig, als der Pfeffer, und 
weil iie wolilleiler ift, Ib pflegen gewinnfUchtige 
Gewiirzkrämer felbige unter den geftolfenen Pleffer 
zu nüfchen, daher e.s ratlifäni üt, das Gewürz gaijz 
und ungeftoITen einzukaufen. 

c) Amomum mioga. T!ui>il>. 

r^'apan. Mioga, mionga, megga,. dfjooka, 
Tiiiuib. 

d) Amomum zerumbet. 

[Zingiber latlfolium fylveftre; lampuiutn 
majus Rumph; — Amomum fylveitre, 
Eiicycl. ] 
Deiitfch, Der wiWelngM'er; Zerumbet, 



Holt. Wilde Gember (of Zedoar). 
'Dan. Zerumbetli eller vild Ingefer. 
Schwed. Zerumbeth ellcr vild Ingefara. 
Engl. The broadleav'd ginger. Alton. 
Franz. L'amoipe fauvage. 'E^ncycl. 

viilgo le gingembre fauvage ; le zer- 

bet, 
Ital. Zenzero filveftre, 
Span. Amomo zerumbet, agengibre filve- 

ftre, lampujo. 
Fort. GengLvre filveftre. 
Malab. Katou-infchi-kua. Rheed. 
Oßiiid. Matta Mingil. 
Cochinch. Ngaixanh; Ngal mat tloi. Lour, 

Die Wurzeln des Zerumbet haben keinen fo brennen- 
den und aromatifchen Gelchmack, .lucli keinen fo 
ftarken Geruch, als der Ingwer, daher fie auch we- 
lliger, als Würze, gebraucht werden. Dem unge- 
achtet wird die Pflanze von den Indianern cultivirt, 
fo wohl wegen ihrer Schönheit, als wegen ihrer 
nahrhaften Wurzel, welche fie trocknen, pulverifi- 
ren , und dann ein gefchmackhaftes Bro"d davon 
backen. In Cochinchina find fie nicht efsbar. Jedoch 
werden fie allenthalben in Indien in der Medizin 
gebraucht. 

e) Amomum zingiber, 

[Zingiber majus; gingiber; zmziher •,beym 
i-'//»/.'!j Zimpiberi, zingiberi; Qriech. 
Zyngiberis, zingiber.] 

Deutfeh. Der Ingwer, oder Ingber; Imber, 
Ingver. Oberdeutfeh Ginfer, Ym- 
per; N. Saelif Engeber, Engvaar, 
Ingeber, Gemware. 

Holl, Gember, Gengber. 

Dan. Ingefer; Island. Eingefer. 

Sehwed. Ingefära. 

Engl. The ginger; the narro^v-leav•dgi^:- 
ger. Alton. 
Angef. Gingifer, 
Gälte. Dinnfair. 
Welfh. Sinfir. 

FrcltlX. L'amome des Indes. Encijct. 

vitlgole gingembre; zingembfe. 
Alt Cytoal. 

Bei! einigen Botanikern lepetitrofeau 
ä fleur de maflue (weit fieh der Stiinip- 
fel keulenförmig endigt. Sonderbar 
iß es, daß das Herßfche Dinnfair nr- 
fprünglieh einen Keil bedeutet). 

ital, ■ Zenzero, zenzovero, zinzibo, gen- 
giovo. 
Brefcia. Zenzer. 

Span.' Jenjibre, agengibre. 

Fort. Gengr%Te, zingibere. 

Ruf Inblr. '■ 



235 



AJIO 



Pol». Imhicr. 
Böhm. Zazwor. 

[finrr. GyömbcV. 
ff'lach. Gimbcr. 
Lrtt. lni;\vers. 
Ehßn. lnj;\\cT. Engwer. 
/ir.}h. fei. Zon;pbil. 
Malab, Inlclii. Imgi. 
Alalej. Allya. 

f'ava. Dtahy. 
rriiatf. Goraka. 

Cfijlon. IngJiiirir, 

Swef. Sem Kiam. T.oiir. 

Coctiinch. Cay giing; Finh Kuong. Lour. 
Vorlleliciide W'.rter, einige aiisgenoniineii, dienen zum 
Beweis, wie nianifj-laltige Verrtiimuielunge« ein 
einziges Wort leiden kann. lieber die Herkunft 
des lö alten \V'orte.<: Ziiigiber kann man nielits Ge- 
M'illes lagen. Gemeiniglich wird es aus deni Arabi- 
fclien /^eniebil liergelcitt-f ; und weil die Pflanze im 
L'eberdiils in den Gebirgen und umliegenden Ge- 
genden von Ging! waclilt, Ib kommt es einigen 
walirlcheinlicli vor, dals, aus diel'er Urlaclie , die 
Benennung zingiber oder gingiber von Gmgi her- 
zuleiten wäre. 

Die Wurzel, welche insberondere den Namen Ingwer 
liihrt, ihr Gebrauch und der Handel mit der.'i'lben 
(hid zu bekannt, als dals ich mit einer iibcrfliUiiiien 
üelchreibinig die Gränzen meines Wörterbuchs 
verlallcu lullte. 

A 111 r p h a. [ Term. mlneral. ] 

Deutfeh. Ohne beftimmte Geftalt; in einzel- 
nen Klumpen. 
Hott. Wanftaltig; zonder bepaalde Figuur. 
Scliived. Stenarter, fom äro utanvifs Figur. 
£«£j/. Amorphous, having no proper form. 
Franz.- Qui n'a aucune figure determine'e. 

Dies ßej-wort wird folcheii Mineralien beygelegt, die 
keine beliimmte Gertalt, oder, nach Werner, die 
eine gemeine Gellalt haben, wenn fie nämlich ent- 
weder lofe, oder angeflogen, oder eingelprengt, 
oder derb find. 



AxMORPHA. [Botan.^ 



Ein Strauch der dielen Namen führt, weil feiner 
Schmetterlingsblume beyni erften Anblick einige 
wefentliche Theile zu fehlen fcheiut , indem der 
Kiel und die Flügel im Kelche verborgen liegen. 
Aus dem Griechifchen a priv. , und nior^he , 
forma. 

Auiorpha fruticola. 

[Barba jovis americana. 

Dentfch. Der Unform, oder die Amorphe; 

der fallche oder unächte Indigo. 
Holt. Amorpha; Baftaard Indigo», 
Dan. Baftard Indigo. 
Schwed. Det oäkta Lidigo. 



MIP -36 

Enftt. Tlic flirubby baOard Indigo. 
Franz. L'amorplia li'Am'.'riquc. Eixyct. 

vuli^o lyindigü bdtiU'd. 
Ital. Indaro ballardo. 
Span. Indigo o' at'.il hiiftardo. 
Port. Anileira baftarda. 

lil in Carolina einheimifch , nnd wird, wegen feiner 
fchöncn Blumenähren und fein gefiedericn ßlaiieni, 
in europiiifchen G'irtcn gezogen. Man pHegt m 
Carolina aus den Blättern und jungen Zweigen ciue 
fchlechte Indigo Sorte zu bereiten , daher er ii\- 
ftard- Indigo genannt wird. 

AMPELIS. [Ornillwt.] 

Ampelis hiefs boy den Griechen ein Weinberg, und 
auch ein Vogel, der fich vorzüglich von W'ciiibc- 
len iiiihrt. 

a) Ampelis carnifex. 

[Lanius carnifex; cotinga rubra. ' 
Avicula pipitzon. ii'eba.] 

Deutfeh, Der rotlie Seidenfcliwanz, der Mör- 
der oder Büttel. 

Holt. De Beul. 

£«^7. The red chatterer. Lath. 

The red bird of Surinam. 'Edw. 

Franz. Le cotinga rouge (de Caycnne). 
L'ouette. 

Die Cref)k'n in Guiane nennen ihn oucite, weil der Vo- 
gel dielen Laut von fich huren läft. 

b) Ampelis carunculata. 

Franz. Le cotinga blanc de Cayenne. 

Die Kinwohnex_ von Brafilien nennen ihn guira-panga, 
wie Laet'berichtet. Auf der Wurzel feines .Schjia- 
bels hat er eine mit kleinen Federn beletüte Waizs; 
dujier fein Beyname. 

c) Ampelis cayana. 

[Cotinga cayanenfis.] 

Deutfeh. Der Seidenfehwanz von Cayenne, 
Engl. The purple - throated chatterer. 
Franx. Le cotinga de Cayenne. 

Die Wilds.- -u Guiana nennen iliii (juereiva. 

d) Ampelis cotinga, 

Dentfeti. Der brafilianifche Seidenfehwanz. 
Engl. The purple -brealled bhie mannekiii; 

the purple -breafted chatterer. 
Franz. Lecordon bleu; le cotinga du ßre'fi.1. 

e) Ampelis gan-ulus. 

[Lanln.s garruliis; garrnlus bohemicus ; avfs 
boliemica, bombycilla bohemica; mi- 
crnphoenix; adepellus; pteroclia, fullo, 
zinzii'ella. ] 

Dmtfett. 



Hol}. 
Dlin. 



Ena!. 



Franx. 



23? AiuP 

Deutfch. Der Seidenfchvanz. der Seiden 
fcinveif; der Bölimer, das ßöhei.n. 
lein; der Ki-jegvogel ; Re^ensb. der 
Pfeffervogel; Oeßrekh der Peftvo- 
gelj und Steycrmarck der Todten- 
vogel; fo wie an einigen Orten der 
S erbevogel; Oba-ßeßen der Friefe; 
Sleßen die Schneelefchke (Lefckke 
d. 1. Kenweißer); ß wie an andern 
Orten derSclmee%-ogel; ~ der Win- 
5^.f vT Zmzerelle(«,iJ, fememge- 
wohnhchen Gcjchrey zi z\ ri); datr 
^^'i'^'ohhmÜßyeichifchmäasZuferl 
^! ^''''^f.'l zwarte Mantel; Zyde- 
Jaart; \ripftaart; Sneeuwvogel. 
L lekrage: Silketroft, Vinb:erfugl. 
Norw, Sidenfvands. 
&e/imd. Sidenfvans. 

Upland. Snötuppa. 

The M-axen chatterer. tiie bohemian 

cliatterer, the filk tail. 

K'elfh. Sidan-gvnffon. 

G?.//f Gioracaiche, Ceilcire,CabaIrre. 
Le jafeur le jafeur de Bohe-me. 
{^aßei<r d. i. Schwätzer) v.'ho le 
geai deBohe;me,lagrive bo'.emienae. 

gallertodelbolco, uccelJo delmondj 
nuovo. 

El garrulobohemo; el charlador, 

Uari^a de ßohemia. 

Swiriftel. 

Jemiolucha jedwabniczka, 

Brkoftaw. 
Sihd-ufte. 
Leppik lind. 

«iL n ""'"''^ J^'^''^ "äch einander aus Da er 
^it"0erSer"t,°Ä^'' '°'"'"^- '"'' ^-^^^-'^" 
^ t den DrolTeln gefangen, den Ge,mlT^fei„es Jld^ 

«i-nre^es wird er Garrulus genannt. 



ÄMP 



a.-^^ 



/te/. 



Span. 
Port. 

Ruß-. 
■ Po/«. 
Böhm. 

Lett. 
Ehfln. 



Ampelis pompadora. 

[Turdus puniceus P^/fe., cotinga purpnrea.! 
neutfch. Der Pompadourvo<Te] 
^«^/. The Pompadour. "^ 

Cuwna .,en„en ihn Pacäpaca ' ^^ ''^'" '" 

g) Ampelis terft. 

^«y/. The bliie - brcafted chatterer 
i-ranz. La terfine. 

i) Ampelis variegata. 

[Cotinga naevia. ] 
Den^ch. Der gefleckte SeidenMwanz. 
t^igl- The vanegated chatterer. 

P^' AiT"°' '^ ^°""ga tachete'. 
n •, -^^ e de verano. 
Braßl. Guira-punga. Aij,r^^, 

^^fC^''de^^r:;-^;V"^^V°-^"^ 

fchrack. ""''"" ""^ "^^^ ^^"^" ^genehmen C^ 

«on än/K-P'""- ^^"•^fcif"^linoia, Wa 
reontana, bitumen arapelitis. 

i?«^^/./;. Die Bergpedierde, die Erdkohle 
die Duaminöfe Erde, der Bergtorf^ 
der Schlammfchiefer, die fchwarz« 
Kreide, der Zeichenrchiefer. 
tJoll. Pekturf, Aardkoole, Bergturf. 
c' /"■ ^ Biergbeegiord, Biergtorff 
^diwed. Bergbecksjord. 
^«g/. The canal . coal; the turff afplialt- 

*^i/ f'«'ijra the vine-earth. 
iranz. Crayon noir, ou pierre noire des 
charpentiers; pharmacite; terre am- 
pelite; pierre avigne; pierre noire 
- I ' P^'^"'^ atramentiüre. 

Itül. L-ampelite, terra bituminofa. 
^/'߻t. Ampeiita, tierra negra v bituminora. 
i ort. Ampelite, terra negra bituminofa. 
ßlit Bergpech durchdrungene Erden von verfchie euer 



"'^^^£:.^iss^'X^^r''- 



Ainpelui. helft im Griechifchen, ^',s zum Weint-er^ 
gehört, und iil wahrfcheinüch dieler Erdar" be^ 
gelegt worden, weil man in verlchiedenen Läiidera 
üeaboden der V,' einberge damit beflreut, um nicht 

nur 



-0<> 



AI\IP 



AMP 



240 



nur den Wciaflock gegen «llerleylurcclen rii fclifll- 
tzeii, i'ciKlern auch den Beeren einen befüniicien 
Celciiniack zu geben. 

Den Namen pharmncitcs flllirt fie wobi, weil fie in Apo- 
theken als ein depilatoriiim oder Mitlei, das Aus- 
fallen der Haare zu bewirken, bekannt ilK /Zu- 
weilen bedient man (ich dcrlelben, um damit die 
Haare und Augbraunen filiwarz zu färben. 

Die Ziinmcilcufe gebrauchen fie, um Linien m ziehen. 
Weil fie in grnOcn Quantitäten aus Weftphalcn 
nach Holland gebracht wird, fo wollen einige die 
Hi'lltnder bel'chuldigen , daCs fie den .fmelil'cheu 
Tufch, mittelft derfelben, nachmachen. 

Aniphibia. 

Dentfch. Ampliibien, beycllebi^e Tliier(?. 
Hol!. Ampliibien, Dieren van beidcrley 

Leven. tweeihigtige Dieren. 
Diin. Ampinbier, Land- og Vand - Dyr 

tlllige. 
Schwed. Ampliibier. 
En%l. Amphibious animals. 
Yranz. Amphibies. 
Itat. Antibi. 
SftiH. Anfibios. 
Port. Animacs anfibios. 
Rnfl'. Obojiulnüi fwjer. 
P6!n. Wodnoziemme zwierzf; zicmno- 

wotiny. 
Böhm. Oboziwelne zwjre, tAvor. 

An-.phibium il> zufammengefetzt aus dem Griecbifc'.cn 
amphi, utrimqMe, und iios, vita; und foU eiiiThier 
anzeigen, das mit dem Vermögen, fowohl auf dem 
Lande, als im W'affer, zu leben, verfelien ift. 

In alteren Zeiten wufte man die Amphibien nicht be- 
ftimmt genug zu ordnen. '.Gewühnlich verband man 
einige mit den Säugthieren , und andre mit den Fi- 
fchen; die Schlangen hingegen betrachtete man als 
eine eigene Claffe. 

Kacli Linne's Beftimmung gehören zurClalfe der Amphi- 
bien diejenigen Thiere, welche ein Herz mit einer 
Vorkammer und «k« Herzkammer, und ein rothes 
kaltes Blut haben, 'und willkührlich durch ihre Lun- 
gen athmen. 

I^ach dem Linneifchen Syrteni werden alle Amphibien 
in vier Ordnungen eingetheilt i)reptil:'s 1") niean- 
tes 3) rerpentes|4)nantes. Man fehe diele Wüiter, 

Andre geben nur zwey; Ordnungen zu i) rcptilcs (die 
quadrupeda ovipara vetcrum') z) ferpentes. 

Jlntphibiae plai:tne. So nennt man diejenigen Pflanzen, 
welche willkührlich ;entweder auf dem Lande oder 
im Waffcr fortkommen, z, B. |die Weidenbaume, 
Erlen &:c. 

Amphibiolithi. [Z;/o/,] Petrificata ani- 
malia amphibiornm. 

Deutfeh. Ampliibiolitben , Ampbiblenftejne, 
verlteinevte Amphibien. 



Amp 



Hotl. AtnpTiibiolithen, Wrftceningeu van 

de Dieren van beiderley Leven. 

Dlin. Fcirfteencdc Aniphibier. 

Schwed. Stcnvandlingar af Ampbibier. 

En^l. Anipliibious animals petrifirated. 

Franz. Amphibiolithes, amphibies pctrifie'es. 

Itcil. Antibi pctriiicati. 

Span. Anfibios pcdriticados. 

Port. Anfibios jiedrificados. 

Dahin gehören die Sc'iildkrutenftcine, Frofrhfteine, 
SchlangenllJine, b.idechleiilleine , GlollDpetern, 
auch, nach Kinigcn, verfeinerte Aiiiphibieiiknochen 
und KrokodillKelette. Uergleiclion l'etrefatle find 
lehr leiten, und wohl mchreiitheils blolfe Naturfpicle.' 

phibiolithuS. So nennt man auch den Stein, 
worauf fleh der Abdruck einer Amphibie befindet. 

A in p hi b T a 11 C h i lU [ Tenn. mmt. ] So wird 
von Killigen die Gegend oder der Kaum um die 
Mandeln des Halles genannt. 

A niphlCOniC (/. e. vtiinnue comata; oder am- 
pliiconc, wie die meiilen Ichreiben. Ein wellen- 
förmiger /*!irüit; wurmarlige Walfercoralleii. So 
heill bey tinigen eine korallcnaliiiliche, welltni':r- 
riiige VerliciiiBruiig, oder was eine .Saii.mluiig vi n 
zulamnienh.'ingenden, kriechenden und gewundencil 
harichteii Würmern vorfteüt. 

A m p ll i m e t r i U m. [ Term. amt. ] Aus dem 
Griechifchen ntiiplü, circa, und uieiia, vterus. — 
So wird von Einigen die Gegend um den Mutter- 
leib gcn;a"iil£. 

AI\lPHISßiENA. 

Dies auö dem Griechifchen aniphi , utrumque, und 
biiiiifi, ingredior, zulammcngeletzte Wort, zeigt 
eine Schlange an, die fowohl vorwärt.i, als rück- 
wärts kriecht. Sie heiist auch i/£fji;j, die zwey- 
köpfige Schlage, weil fie am Schwänze fo dick ill< 
als am Kopie. Soiift werden diejenigen .Schlan- 
gen, an welchen man wirklich zwey Kopie vahrge- 
jiommen hat, und wovon Seba und Edwards Abbif- 
düngen geliefert haben , für Misgeburten gehal« 
ten. — Unter dem linneifchen Gattuiigsn.inieB 
amphisbaena werden nur diejenigen Schlangen 
verftanden, deren ganzer Körper fowohl, als ihr 
Schwanz; von aulfen mit hautartigen Ringen be- 
kleidet ift. 

Dcutjch. Die Ringelfchlange; (Doppelfchlei. 

eher). 
Hott. De Tweekop, of geringde Bicens. 
Diin. Ringfiang; Dobbeltganger, 
Schwed. Lindonn. 
Engl. The amphisbaena orannulated fnake; 

the two-headed ferpenr. 
Fl'CinX, Serpens qui ont des anneanx Air \<- 

corps et für la queue; l'amphisbcnc 

on le double. marcheur; ferpens i 

deii.-{ tfctes. 

Ital. 



i 



241 



AMP 



AJMP 



C42 



liitt. Anflsbena ; ferpenti con onellt fopra 
il corpo e Ibpia ia coda; fcrpente 
bicipite o con duc capi. 

Span. Anfisbena; lerpientcs con atiillos'en 
el cucrpo y cn la coda; .ferpiente 
con dos cabezas. 

Port. Amphisbena; ferpente com anneis 
no corpo e na cauda; ferpente q^ue 
parece ter duas cabe^as. 

a) Amphisbaena alba. 

Deiitfch. Die s^anz wcilTe Rlngeliclilange, der 

Weiisringel. 
IHoH. Witte Tweekop. 
Engl. The ^^'ilite amphisbasna. 
Franz. Lc blancliet. 

b) Amplüsbaena fuligincGi. 

Deutfeh. Die rufsfarbige Ringelfclilauge; der 

Rufsringel. 
Bolt. De zwartbonte Tweekop. 
EnsrI. The fiiliginous amphisbena. 
Franz. L'enfume'. 
Sp:i)U La enhumada. 

A^IPPHTRITE. IFcnv. mofhife.} 
Etats.rath Müller in Kppcn'nagen hat rdle Würmer cles 
fiifien und falzigen Wallern, welche Linne und 
Pallas Kereitieu und Aphroditen genannt haben, 
in \aerüattungcn ciugetheilt, niinilich inNaiden, 
Keteiden, Aphroditen und Amphitriten. 

Die Amphitriten find Waflerwürmer mit einem wal» 
zenl'iMuigen Körper, mit warzenfünnigen Kühen, 
theils mit häufi!; au einanderliegendeiiFiihlfiidcn, 
theils ohne Fiihliaden; und ohne Augen. Die 
Rühren, welche fle bewohnen, bauen iie ikh aus 
Sand und kleinen Schalen. Die Encjxlopkdie 
hat folgende Arten aufgezeichnet : 

a) Ampliitrite auricoma. MilHer. 

[Sabcllagranulata. L/«. ] 

*• Deiitfch. DiegoldharigeAmphitrite; derfeiii- 
_*• - " körnichte Sandköcher. 

Hoff. De fynkorrelige Zandkoker. 

Dün. Guldkammen. 

Grönl. Jmab polia. 

Frans. L'amphitrite dore'e. . 

b) Ampliitrite belgica. Enajcf: 

[Nereis cylindracea, var. belgica. PaUaSi 
folen fragilis. Klein. ^ 

Diefe Amphitriten find fehri gemein auf den Holländi- 
Ichon Kiiiien. wofelblt fie Zandkukeis genanntwer- 
den. Sc ilk uen den Raben, welche /ich häufig in 
dieliDn Gegendin aufluüten, zu einer vorzüglichen 
fsahrung. 

t'\v!!co!!. Nat'ifir.i'JcUiilile, Bd. I, 



c) Amphitrite rapenfis. Encycl. 

[Nerc/s cylindracea,, var. capenßs. PaUiis. 
PenicilU raarini tertia fpecies Ri'r,:ph.^ 

iJt von Pallas fehr ausfüurlitli befchrieben, in dcfie* 
milc. zool. 117. 

d) Amphitrite ciii'ata. Mütter} 

[ Nereis cirrofa. Lin. ] 
Dciitfch. Die Amphitrite mit einem Barte; dec 

Bartwurm.. 
Hott. Gebärde Watcr-Duizendbeen. 
Franz. L'amphitrite cirreufe. 

König entdekte fie znerft "auf den islänäifchen Küftea 
und fchickte fie dem Liniie', unter dem Namen fpiu 
cirrata; Linne' fetzte fie unter feine Nereiden. Mit 
den Fühihörnern fangt fie ihre Nahrung ; ihreu 
Feinden fiicht fie zu entgehen, indem fie (ich gana 
in ihre Röhre vevfteckt und um ficb her einen roth- 
lichen Saft verbreitet. 

e) Amphitrite concliylega. Encycl. 

[Sabelia conchylega. KÖliter; Nereis con* 
chylega F'allas; Terebelia lapidaria. 
Linn. J 
Deutfcb. Die Mufchel - Amphithrite; ä&t 

Schncckenfammler. 
Frans. L'amplütrite coquillere, 

Ihre Röhre ift von der Dicke eines Eiitenkiels, und ili 
von. auffen mit Mufchelftücken bedeckt, die mitun- 
ter ziemlich grofs find, zuweilen auch mit ganzen 
Mufclieln. Hierauf zielt ihr Beyname conchylega. 
Sie ifl: auf den hoUandifchen Küllen in noch gröife- 
rer Slenge vorhanden, als die ampli. belgica, und 
man findet an den Ufern ganze Haufen IMufcbei« 
führen, jedoch feiten eine mit dem Thiere. 

f) Amphitrite criftata. Mutier. 
Franz. L'amphitrite papiUeufe. EncTjct. 

g) Amphitrite penicillus. EhcijcI. 

[SerpulapenicillusZ/H.; Nereis lutaria P^/7, 

Coraliina tubularia meütentis. Et/ls.'\ 

Dcutfch. Die Pinfel- Amphitrite; der Meer* 

pinfcl; Die f:icl;erförmige Amphitrite. 

Franz.- L'ampIiitTifepinceau; Coraliine tiibu- 

leufe de I\Ialthe Ellis; tiiyaii de mer 

cartaligineiix, etuis de fcolopendres, 

Dav. 

li) Amphitrite probofcidea. Encyd. 

[ Probofkiplektanos. Cotumna.'\ 
Detttfch. Die RtilTel- Amphitrite. 
Franz. L'amphitrite probolcidale. 

i) Amphitrite reniformis. 

Deutfeh, Die nierenförmige Amphitrite. 

Franz. L'amphitrite re'iiiforme, 

Q Ample* 



343 



AMP 



Amplectcntes pccics. [Term. enloin.} 
Umarmende Fiitre. So nennt man bey einigen Iti- 
fetlen die Vorilerfllfle. wenn fie von bel'onilerer 
Linje find, iiiid dem Miniichen dazu difiieii, d.i? 
Weibchen, in der Bcgattimp, dcllo fcfier zu unv- 
armen. (Clirjfumcla, viele Arten |(lavon). 

A m p 1 e X i c a n l i S, e. euij. [ Tenn. bot. ] 
Dentfclu Den Stamm umfan'end. 
Hoil. De Steng omvattend. 
Dan. Stilkonilavnciidc. 
Schwed. Stjelkfartande. 
Eng',. Embracini^ the ftalk. 
Stanz. Amplcxicaule ; einbraffant le tour de 

Ja tige. 
Itat. Amplellicaulejche abbraccia il ganibo. 
Spa)!. Amplexicaiile ; que abraza el tallo. 
Port. Amplexicaule ; abarcaiite o caule. 

Anip Ifxir aulf folintn. Wenn der Stenjel von 
der Griiiidfiiiclie deslllaltes umgeben wird. (Hyo- 
fciamus niger, Potamegetuni perfoli.itum, Verba- 
fcum blattaria). 

J[m}} 1 1 X i c at4 1 i s petiolus. Wenn die Grund- 
fl'irhe des KlattftieU einen groffen Theil des Sten- 
gels umgiebt. (Saururus cernuus, Paimac). 

Am plus, a, um. f>) Ampliatus, a, um. 

Deutfeh. Weit. /') Erweitert. 

Hol/. W^yd. h) \'er\vydt, uitgebreid. 

Dan. Vüd. b) Udvidet. 

Scltteed. Vid. b) Utvidgad. 

Engt. Ample, wide. b) Amplifled. 
Eranz. Ample. b) e'tendu. 
JtaL Amplo. J)Ampliato, eftefo. 
Spatt. Amplio. b) AmpUado, dilatado. 
Port. Amplo. b) Ampliado, dilatado. 
AmpJa tranchfalis memhi ana, \_Tfim. 

icfitkyel.Z Eine breite Kiefenriaut. 
Ainplae iiarea. Weite Nafenlöclier. Haben fie 
eine kleine üeffumig, fü heiffeu fie angiiftüe na.xs, 
A>i:p taefquamae. Grofle, breite Scbitppea. (Exo- 

ccetus, Miigil, IMuIlus). 
jtMPj ae V a 1 1 II t a e. [ Ternr. tntom. \ Wenn die 

Tücher des SaugriilTeLs weit find. 
Jlmpli at a ape i tur a. \Tetm. concfujl."^ Wenn 
die Oeffnimg einer Schnecke erweitert oder ver- 
grüffert ift. ^Heibc auxicalaria^. 

AntpliatuKt Inhiiim; ampliata latert teßa. 
\TetMi. ir>:::h:jl.'\ Wemi die Flügel einer Schne- 
cke erweitert find. (Amptiati ftrombi). 

Aiitptiffima bi-an:hiatis apertura. [Terur. 
ithihifol. 3 Sehr weite lüefenöffnLcng einigert jfche. 

Ampluni Caput. Verlclüedeuer Filche. 

Ampttllaceus, a, um. 

Dev.tfdu Hafchenformig. 



♦il 



AMY 244 

D'in. Flafk formig. 
Sdureii. HaCk förmig. 
Eng/. Crcwetlike. 

Franz. Ampoulc, en fortTie de boutcille. 
Ital. Ainpollijiü. 
SfHVt. Ainpollofü. 
Port. Gomilofo. 
Aiiipiil ta ceK buceir.a. [Trmi. cnrtfiiil.'] Dicke, 

flalclienartig aufgeblafene Polaunenl'chneclien. Die 

Tonnen, die Banliltlmeckcn. 

Jtnip:illacinm v in h i a cii t um. nmpiil tae e a 
ap oph ij li s. l^lirm. l'nf.'\ So nennt man den 
aufgcblalenen I'ortl'atz einiger Mole (Splachnum 
ampullaceum). 

AmygdalfC. lAnatam.'l Tonfiilae. glandu- 
lac colli; driech. antiades, mela, parillh* 
mia, fpongoi. 

Deutfeh. DieI\Iandcln ir)iHain.',dieHaIsmandeIii. 

Sleßen die Kneu'cl. 
Holt, Ainaiideleu in de Kcel. 
Dan. Mandleriie i HallLii. 
Schmed. Mandlarne i Hai'cTi. 
Engl. Tlie tonfil.s or almonds oftbc tliroafc 

Galic. Faintgan. 
Franz. Les amy^dales; vntgo Ics glandos. 
Ital. Amit-idalc; gavigne, gaugole, llron- 

goglioni. 
Span. Amio,t!aIas ; agallas. 
Port. Amigdalas. 
R„f Schclesa. 
Pöln. Mandle, slinne jagody. 
Bolmt. Mandly wlirdle. 
Ungr. Torok mondolai, 
Leit. Dfeedferi. 
Elißn. (Äa'a/) Kahliepoolfed.kurgo ralilmd. 

(Dörpt) Kala rabbu, iiärma, kurko 

katfi politfe. 
Finnt. Nifcarauliaiiet. 

So DPnnt man in der Anatomie tind im gemeinen Lew 
l>en, zwey mandelRrniige oder längkcbt runde 
Schlcimdi'ülen, welche lieh am Anlange des. Schlun- 
des, ein wenig unter dem Ziipichen be&iden. 

AMYGDALITES. [Lithnl.] Amygdalo- 
Ides. amygdala pctrefafta, filicnli amy^^. 
daliformes, amygdala ftalatlita, faxum 
Elaiidulofura. . 

•!■ 
Deiitfch. Mandelfteine; Mandelförmige Steine 
nebliger, als \-erfteinerte l\Iandelu. 
Holt. Amsndelfteenen. 
Dan. Mandelftectt. 
Schifcd. I\:andelten. 

Eugl. The Black ftone. tlie- toad ßoi e. 
Jranz. Roche globuleufe ou raamine'oneV, 

Mandel* 



1 



J»45 



AMY 



AWH 



n.u'Jp\fSrm'ige Sfeinfpicle, welclie b;ilJin einer Mutter, 
Inld einzeln aiiller der Mutter gefunden werden. 
Einige gehO'ren unter die Kiefel, andre unter die 
Tropiiteine; nach andern find fie ein wahrer Kalk- 

fpat. 

AMYGDALUS. [Boian.] 

a) Amygdalus argentea. Enajcl. 

[Amygdalus orientalis foliis argenteis, 
iplendentibus. Duhamel. ] 

Deutfeh. Der Jlandelilrauch mit filberfarbigen 

Blättern. 
Franz. L'amandier argente'. 

Wärhil in der Levante, trägt rorenrotlie Blumen ; die 
Kerne lind klein und bitter, 

b) Amygdalus communis. (Grieck. Amyg- 

dalea, amvgdale). 
Deutfeh. Der I\iandelbaum. 
Holl. Amandelboom. 
Dan, Wandeltrse ; Island Älandeltrie. 
Schwed, Mandelträd. 
Engl. The almond-tree. 

Aiii^lf. Hnutebeam, magdalatreow. 

Gal:e. Almoine, amon. 
Franz, L'amandier (communj; Alt. aman- 

delier. 
Ital. 11 mandorlo. 

Brefcia mandola. 
Span. Almendro. 
Port, Amendoeira. 
. Ruff. I\Lindalnoe derevo. 
Poln. Wigdaiowe drzewo. 
Böhm. i\]andlüwy ftrom. 
maeh, Migdalele. 
Epirot. Meiidula. 

• Ungr, Tilondola fa. 

•• Lett. j\landeles. I 

Elißn. ■ Jlandli, mandlid. 
Tatar. Nogot. 

• Buckar. Badan. 
Kalmvk. Oruk. 

^ Hebr, Lus. (Andere vrrffrhen t^aruntey die 
Bafelßaude) ', Schake 
Cairo. Lauz, Forfk. 
Sijr. Ah-mugdala (arbor magnificata). 
' Simf. Hirn ho gin. Lour, 
Caehhich. Hanh nhon. Lonr, 
Der Mandelbaum fcheint fchon in den ateften Zeiten 
bekannt gewelen zu feyn, weil Theophraft undHip- 
pocrates delTelben öftere Erwähnung thu». Er ift 
■ ■••- in dem mitternäclitlichenAfrica einheimilch, befon- 

ders in den Gegenden von Tripoli. 
Vom Mandelbaume giebt es folgende am meiften be- 
kanate Varietäteu: 



046 



i) Amygdalus fativa fruftu majori. 

De::ifcli. Groffe fulTc Mandeln. 
E:!gl. The common large almonds. 
Frain. Amandier a gros friiits doux. 
2)*Amygd. fat. fructu minori. 
De:irüh. Kleine niße Mandeln. 
£fg!. Sweet almonds. 
Fl am. L'amandier ä petits fruits doujc. 
hal. Mandorle doici. 

3) Amygd. duicis piitamine moUiori.. 
De:'.tjch. Krachmandeln, Jordansmandeln, Knack- 

nnndeln. 
tf(.ll. Kra.aiiamandelen. 
Dan. Knakmandlen. 
Siliued. Krakmaudel. 
Eugt. Jordan almonds; thefweet almonds with 

tender ihells. 
FraKZ. L'aniar.dieracoque tendre; lulgo sman- 

desencoques, en ccqnilles, äcrariuer; 

amandier des dames. 
Ital. Mandorle in gufcio moUe. 
Span. Almendras peßailetas. 

4) Amygd. amara. 
Deutjch. Bittere Mandeln. 
E>:gl. Bitter almonds. 

Franz. Amandier ä coque dnre et ä fruits amers, 

5) Amygdalus perfica. Dnham. 
Deutjch. Pfirlchmandeln. ' 

Fl anz. L'amandier - peche. 

c) Amygdalus nana. 

[Amj-gdalus mdica nana.] 
Dmtfch. Der Zwergmandelbaum, Stratlch- 

mandel. 
Eoll. Naanljes Amandel. 
D'dn. Dverg-Mandelträ. 
Engl. The dwarf alraond. \% 

Yranz, L'amandier nain. 
Ruff, Bobownik; Dikii Perfik. 
Ad, Irtin. Calmyzkii orech. (d. i. Kalmucki, 

fche lUandel). 
Klein Ruf. Polewjä orefchki. 
Tatar. Nogot. 
Kalmuk. Charun orak. 
• Tfclmw. Nuchtaw. 
jVotjak. Legei ju. 
Mordw. Noron fchorfch. 
^'apan. Bai, Umebos, Vme. T/mnb. 
Em kleiner Strauch, etwa vier Fufs hoch, von rwerr. 
artigem Wuchs, wächll natürlich in verfchiedeneii, 
belonders nördlichen Gegenden Afiens. Die Blu- 
men find Ichön und wohlriechend. Die 'Mandela 
find nicht efsbar; jedoch wird daraus ein WoM 
fclimecÄendes Oel gepreiT. Fallasj Falk,_ 

ä) Amygdalus perfica. 

[ Malus perfica. Plin, ] 
Qnech. melea perlike, 
^ * DIeÄ 



a4? 



AMY 



AMY 



348 



Diefe Porfike melo.i dcsDiofcoriJoi w'rd von der PerTca 

des Tlicoi)lir;iri unterfcliieJcn. K.s ill aber zweil'el- 

hiift, ob eine von beydeii mit uiifcicrPfirrclie ciiier- 

Ipy il>. 

Dattßfi. Der Pfirrchcnbaiim; f ocr»;)/c Pferficli, 

PfirlcJiing, PHrfich, Pferlchke, PJir- 

like. 

Tnitou. Pherfibonm. GloJf.Mons. 
Hall. Perfikboom; Bnj Dodanäus Vcxian- 

boom. 
D'dn. Perlikkcti-se, Ferfkcntrie. 
Sdnced. Perliketriid. 
En^l. The peach trec. 

An^lf. Pfifüc - treoW. 
Ga/if. Peitfeag. 

JVelfli. Afal peatus ; — Eirln gvvla- 
nog ((f. /. eine mit Wolle bekleidete 
Pflaume). 
FrcHiZ- Le peclier; antreinent amandicr ä 
fruits cliarnus. 

yJlt Pecegui, empcfcVie, prefiec. 
Montpellier Aourbcijas, mirecoutou* 
ttat. Pefco, perfico. 

Venezia Nafperfege. 
Brefcia. Pcrll-c. perfeghi, 
Napoli. Picrlico. 
Span. Elmelocoton; heiß auch im gemelnfn 
Leben, ohne eine ffetvijfc Sorte zu be- 
flimmen prisco, durazno; in neueren 
Schriften perfico; ^/V pexego. 
Port. Peccgueiio, pefTeguciro. 
Jiuß. Persik, persiköwoe dcrewo: oder 
mit dem perßfchcn Namen Schcptaia; 
Klein R'iß". Broskwina. 
Pctn. BrolTiwinia drzewo. 
Böhm. BreOiowy, brofkowy ftromj bief- 

kew, brofkew. 
Crain. Brefheu. 
Jüifr. Brefkwa drewo. 
iriach. Piiarlleke'. 
TJ.'.gr. Baratzk-fa, 
Arab.fel. Ferfik, ChAcIi, ForfL 
Conßantinopl . Rodakina. For/k. 
^'cipan. Fito momu, Jamma momu, Jooba?, 
Kataifi momu, Ke, Sato momu, To(ä 
Tkunb. 
Sinef. Tao ho gin. Loiir. 
Cocliinch. Cay dao nhon. Lour. 

Das eigentliche Vaterland der Pfirfclie ift iiiclif bekannt; 
man nannte fie perfica, vernuithlich weil lie zuerlt 
aiv! Perfien nach Europa gebracht wur Je ; dieli;« 
Kamen hat fie auch in allen europailchen Sprachen, 
jedoch unter vielfältigen Verftümmeiungen, beybe» 
halten. 

Mier folgen in einigen Sprachen die vorzliglichon dnrch 
die Cultur gewonnenen Varietäteu , nach den Be* 
iti'iieibungen rou Dubamclj 



I^ Tuf.-^ ftort n:lt^Hn, jiieccd fr:Bii, 'aÜ^, fnir.nti; 
die kleine wcilic Früh - oder rsiilsptlrlche ; Ffntu. 
Pavant-peche blanche; £'>',^/. the early white 
peach; Uni. la pel'ca priniaticcia hi.mca; S/'.i/t. 
jnelocoion temprano blanto. — 2) /'. Jlore «.t^- 
uv, f/nitii aejliio, lubro, luiiioti ; (^pcißca Jli •''o- 
AiiÄ.v/.t) ,• die kleine rotlte Friihpfirli he, diu ]o- 
lianiiifpfirrehe; Dan. de tidlige elltr lohaniiis- 
Ptrlikkerne; I'iuiii. Pavant-pethe louge, oa 
avant-pcche de'T royes ; Sjjai:. mclocuton teni- 
prano encarnado; lial. la pel'ca prinialic i:i 
rolVa. — 3) /*. iießiva, fiore piiivo.fruilu iiie^lio. 
ctii ciaijitiei, trecalHna duia ; die grolle roihc 
Frilhplirrche; HoU. zwoHche Perfik; Eiii^l. the 
litde n)ignon ; J-'/iriu. la double deTroycs, la pc- 
tite niignone ; //«/. la ptlca gentile piccola; 
üj-'ii/i. la niiilona chicn i;eiiiciiii\ql;ch la deiicada o 
gracios.i. — 4) K aejth-a, Jiore jua/io, ftfU.i 
viiHoii, cai,ie fiaiefcenie ; die gelbe Frilhjifirklii ; 
Franz. l'avant- peclie jaune. — 5) F, jiun ju.i- 
vo, Jrtiiui nicdiocri, canie jtai-eicente ,• die Sali;!!> 
lifirlchc; Engl, the yellow jlberge ; traut. 1' 
berge jaune, ou pethc jaiwie; Neai)il percoco ; 
Sfun. alberchigo. — 6) E. fiore yarvo, j'tuUu 
tiiagKo, carnc /iKuefcente ; die grolle .Sa l'ranplir- 
fchc; Engt, tlie rollanna; l'raue. U roflanne; 
Sjjan. c\ rolano, ö la rul'ciana; Iral. \a pelca, 
detta ruiciana (ro« llujiinna , einer Stadt in 
Calabrieii). — 7) /-". fi lutii globofo, ccirne biixea, 
tiiirleo adliereiile , cortice objctire rulietile ; der 
dunkelrothe Härcling; Eram. le pavie-alberge, 
ou peche d'Angounioi.; ; llal. la pefca detta pavi; 
Span. Pavia. — S) P.floie inngno, fiHtlii gto-' 
bofo cnmprejjo ; f<tbis ciirne et cvrtice; die weiffe 
Magdalena; HoU. witte iSIontagne ; i'w^A the 
white MagdaleiL; Franz. la Madcleine blanche; 
llal. la Magdalena bianca; Sj-itn. la Magdalena 
blanca. — 9) P. fiore mtigsto, fnitlii a!bo, carne 
dura nitcleo adherente ; der weiffe Härtung; 
Franz. le pavie blanc ou pavie - Madeleine. — 

10) p. fiort magno, friiUti paullüliim cowprejjh,' 
cortice rubra, cnrne lenis rubiis mnricata ; die. 
rothe Magdalene ; HoU. Mirlicotons ; Engt, the 
red Mactdalen; Franz. la Madeleine rouge, 01» 
Madeleine de Courl'oH; nielcaton ; Jlat. la Mad» 
dalena rolla; Spa». la Magdalena encarnada. — 

11) P. fiore Magno, fruiio atnplo, fcrotino, cotn.. 
frejjo, cortice panllr.luni > iibente, carfie alba; die 
inalthcler Pfirfclie; Engl, the Milet's nilgnonne; 
Franz, la peche de JNlalthe. — 12) P. fruSu 
globofo ae'tivo , obfrure rnbenle , carne aquofn 

fuavijj'ima ; die frühe Purpurpfirfche; Dan. den 
tidlige purpurfarvede Ferlken; Engt, the early 
purple ; Franz. la pourpree lu'itive ä grandes 
tleurs. — 13) P. fiore paruo, fnniu ferolino, gto- 
hofo, obfcnre rubente, fitauijjimo ; die ipäle Pur- 
purpfiriche; Engt, the late purple; Eiaiiz.\* 
pourpre'e tardive. — 14) P. fiore magno, fruOit 
globofo, putcheirimo, fatnre rnbro ; dieLackpfir« 
l'che, die grolfe Prinzeflinpfnltiie ; HoU. Lak- 
Perfik; Engl, the grofle niignon; Eianz. la inig» 
iione, grofle mignoue, veloutee de Merlet; Lt»l. 
la pesca gentile groffa; Span, minona grucfa. — 
15) P. fiore magno, frucU aejlivo, globofo, oh* 
ferne ry.bente, fnavilfino ; die frühe, weinlaftig« 
Piir-rrpfiriclip ; Vraift. Vi 'inii.oreV *r",!i,.= . Ti- 
neiife. — i5) P. f.-ire parva ■ fr^tün ghhofo, 
faltheriHui, at4» rubmtt; dicBourdiese: £«?A, 



1, 



AM] 



AMY 



ä3o 



the bourditie; Franz. laboui-dinc, le Ijolirdin, la 
bonne. — 17) jP- flori parva, fiuÜA neflivo, 
cuir.yi-e'Jo , paullutum veirucofo ; die frühe Peni- 
viaiieiin ; Engl, tlie earlv clievrciife ; Franz, 
la chcvreufe liätive Qiat den Namen von einer Stadt 
d'ifes Namens, in Jile de Ftance"); Span, la 
clievrola. — 18) -P- flore parva, fniftu aefiivo, 
eomprejjo, paulluliim verrncofo, carne tnitius aqno- 
ja ; die uhöne Peruvianeriii ; Ettgl. the belle 
chevreufe; F>anc. la belle chevreiife ; Ila!. la 
j)aonaz2a priniaticcia. — ig) P. ßore magno, 
frutiu tnin-.is aejtiuo . pa-.illalttm verrncofo , dil:ite 
■ri:bente ; die grolsbliimigeCaiizlerin; Eagl. the 
chanccllor; Fi am. la chauceliere ä grandes 
fleurs. — lo) 1'. ßore parva , fnifl-.t ferotiuo, 
eoinprejjo ; die l'pate oder piirpurrotiie Penn ia- 
nerin ; Franz. la chevreufe tardive, on pour- 
pre'e. — 21") P. flore parva, fruft:t globofo, 
aellivo, carne alba , cortice partim alba, parlitu 
äilnle nibente ; die Kirlclipfirlche ; Fi am. la 
peche-cerife. — 22) P. ßore parva, fnifhi qla- 
hro, violaceo , minari , vinafo ; die kleine frühe 
Violettpfirl'clie ; Dan. violette Ferlkener; Ftam. 
Ja petite violette hätive. — 23) P. ßore parva, 
fruiiii glabio', violaceo,'- majori, vinofo ; die 
groffe frühe Violettpfirl'che ; Franz. la große 
violette hätive. — 14) P. ßore parva, fiuän 
glnbro e rubra et violaceo' variegato , [eratina, 
viHofo ; die fpäte Violetfpfirfche ; Franz. la 
violette tardive, 011 la violette marbree 011 pana- 
chce. — 25) P. ßore parva, fnu't-i glahro, fere 
virjdi, inaxiiue jei otiiio ; die !ehr Ip.'ite A'iolett- 
pnrfche, die Nufcpfirfche; Engl, the initineg; 
Fia.iz. la violette tres tardive. ditepeche-noix. — 
;fc) /-*. ßore tnagKo, fniü:: glahio, violaceo, ti- 
tiofa, carr.e nu'-leo adherer.te ; der violetre miiika- 
teller Härtung; Engl, the miilk violct; Franz. 
Je bnignon violet nnifque ; hat. il bnignoiie; 
Span, el brugnon, ö mii'ioruelo. — 27) F. flore 
parva , ß 11 flu globofo , glabro , ferotir.o , bnxeo 
dolore , malt arnieninci fapore ; die Marmörpfir- 
fche; Engl, the albeniarl; Fi am. la jaime- 
liffe, ou liü'ee iaiine. — 28) F. floie paivo, fi-tBn 
yttagno, globofo, nlra -rnbente , carne ßrnia fac- 
ckaraia ; die Beliegardc ; E::gl. the belle garde ; 
franz. ia bellegarde, oiigalande; Span, labella 
guardia, d el bizarro. — 29) P. ßore parva, 
fruila magna globofo, dilitfe nibente, carite firtnii 
faccliaraia ; die Wunderfrhüiie ! Engl, the ad- 
mirable; Franz. l'admirable ; Span, el adini» 
rable. — 30) P. ßoi e amvlo, frufdi magno glo- 
bofo', ferotiuo, carne btixea ; die Abricofenpfir- 
fcbe; Fta:.z. Padmirable jaune, abritote'e, pe- 
che d'abricot, ou groffe peche jaune tardive; 
Span, el adiiiirabie amarillo. — 31) P. fntiUi 
viaximo, comp/ ejfo, carite dura, tiueleo adherente, 
tnxea ; der gelbe Härtung ; Engl, the yellow 
pavia; Ftanz. le pavie jaune; Span, la pavia 
amarilla. — 32) P. flore pa>v9, Ji nün vix glo- 
bofo, dilute r:ibeKie, papillato, carne gralijßina ; 
dieV'eiiaspfirfche;/)i<H. Venusbryft ; Engl, the teton 
de V'eniii, the Veinu nipple peacli ; Franz. le teton 
'de \'eniis. — 33) P. ßore parva, frnüu pantlti- 
Uon oilor.go, atro - rnbente, ferotino ; die K.'iiiij^^- 
pfirfche ; Engl, the royal George ; Franz, la 
rnv.ile. — :?4')'i/'. ßcrre voiio. In- flu magno 
globofo, dilitte rulente, venis p-irpureii muricaCo, 
tarne firwa et fnaniffuna ; ^ie Scliüue von \itry ; 



frtt'nz. la teile de Vitry , l'admiraWe tsrdive.'— 
55) P. ßoie magna, frnfln mnximo, f:«l:l:e/rimo% 
eanie dura , ttrclea aJhctenti; der monltrüfe 
Härtung; Engl, the mcnftrous pavie of pom- 
pone ; Franz. le pavie rouge de pompone, ou 
pavie nTonftrueux; Span, la pavia inonftriiofa, 
ö de pompone. — 36) P. ßore media , fruttit 
tnagno globofo, fuave rubente , Japare gi nlißiino i 
die Blondine, die blafsrothe Pfiriche; Franz. le 
tein-dotix. — 37) P. ßore parva, ftuilu magna 
globnfo, diliile rubente , ferot-itto ; die Sammet» 
Ivivctte ; Engt, the nivefte ; Franz. la nivette 
veloute'e ; Span, el nivette. — 38) P. flore 
parva, fiv.tlti oblongo, calorata, verrncofo, carne 
Jiniia, vinofa ; derPerfer; Franz. la perfiquei 
Sqan. el perfico. — 39) P. paler.fii ; Franz, 
la peche de Pau.- — 40) P. ßore magno, femi- 
pleno ; der Pfirfchbanm mit halbgefülUer Blüthe ; 
Ftanz. le pecher ä fleurs ftrr.i- doubles. — 41) 
P. flo) e magno , coi lice et cai n.e riibi is qiiafi fan- 
gnineis; die Blutpfirfche ; Dan. Elodferiken» 
Engl, the dnifel ; Fi am. la fanguinole, dite bet- 
terave, cu drufcUe; — la cardinale hat viel 
Uebereinknnft mit der fanguinola, mir iß erflr« 
gl 'oß'er, bejjer, und ueitigei mit IVolle beliteidet. — 
42} P. nana , fi iigifera , ßoi e magno ßmplici ; 
die Zwergpfirfchej Franz. la naiue; parchemia 
d'Orleans. 

Da die franzofifchen Namen von den übrigen Nationen 
entweder ganz aurgenommen, oder mit andern En- 
dungen verleben, oder nur wörtlich überletzt find, 
fo wäre es überfliilTig, mit letzteren das obige Ver» 
zeichnifs zu erweitern. 

Bey einigen Nationen findet eine befcndere F.intheiliing 
der Pfirfcheu Statt. Die Pfirfchen haben nänilicb 
entweder einen feften, oder einen lofen Kern. Jene 
heilien bey deu/Vrf;/jo/>;;pavics, Span, pavias'; und 
diefe Franz. peches ; Span, mclocotones, ö abrido- 
res. Die Holländer, Engländer und Deutfchen ach- 
ten wenig auf dielen Unterfchied. Allgemeiner lui- 
terfcheidct ma«i die rauhen vort den glatten Pfirichen. 
Jene werden fchlechtweg Pfirfchen genannt;: diefe 
heilfen //«//. kaale, oder geuulm.'icl: engellchePevri- 
ken ; Zliir«. Nöddperfikkcn, eller den glatte ; Engt, 
nectarines; Frn,.z. brugiions, 011 peche-noix; ha/. 
brugnoni; Span, mineruelos, 6 brunolcs; Deutfeh 
Nuispfirfchen, und gehö'ren zur nuciperfica des 
Bauhin. — Einige Gärtner pflegen noch die Pfirfchen 
in männliche (^Franz. peche-male), und in weibliche 
einzutheilen. Zu. den weiblichen rechnen die Gärt- 
ner in Spanien el melocoton comun. la pav'ia, y e) 
abridor, und zu den weiblichen el durazno. 

Die Ipanifche Benennung melocoton bedeutet ifo viel, als 
maliini cotoneum, eine mit zarter Wolle bekleidete 
Frucht, von welcher fchon/V/g// ge.liiigen hat; ipfe 
ego cana legam tenera lanugine mala. Eclog. 2. — 
EinePfirfche mit hartem Fleifche heilst Span, duraz- 
110; Port, durazio; wie im Lnt. duracina. — Der 
fpanilche abridor ift die perfica molii carne & vuL- 
garis, viiidi & alba des C. i)ö,j/i.ii, oder die gemein^ 
Plirfche. 

AMYRIS. [Bohin.-\ 

Nach dem Griechifrhen mljron, vngiientum ; weil die 
nieiften Bäum; diefer Gattung eine balfami "ic 
Feuchtigkeit rjn lieh gebeu, * 

tievtfcli. 



251 



AMY 



M!Y 



25* 



Deiitfch. Per Balfamfl-rancli, der Balfambaum, 

die Hairanipflaiizc. 
Holt, Balll'mboom. 

Dein. Balfanibufk, Baininitnc, Ballumplante. 
ScUwcd. Bainimburice, BallaniM-äd. 
Engt. Tlie aniyris ; the balm - free, the bal- 

fam flirub. 
Fraiix. Le balfamier; le baumicr, l'arbre de 

bäume. 
lial. II ballamino ; albero che fa U balfamo. 
Span. El bahamo. 
Fort. O balfamo. 

a) Amyris balfamifera. 

[Amjris arboreus. Brown; — Liicinium. 
Plv.L ] 

Deutfeh. Die u'ol)lncchcnde Baifampflanze aus 

Jamaika, 
//o//. Welriokende Balfemboom. 
E>i:^L Tlie fweet-fcented amyris. 
Franz. Le balfamier de la Jamaiqiie; vntg. 

bois de Rhodes de la Jamaique. 

Pas Holz wird von den Einwohnern in Jamailta , wegen 
feines überaus angenehmen Geruchs, fein- gefchätzt, 
und von den Engländern dafelbft Ao/iwoorf und Uskl- 
teooii genannt. 

b) Amyris clemifera. 

Deutfeh. Der Elemibalfam. 

Holt. Brafiliaanfclie Amyris. 

Dan. Brafilianfke Balfamtr'ä. 

Engt. The elemi-bearing poifon-tree, or 

the carolinian wliite amj-ris. 
Franz. Le ballamier e'le'mift're. 
Itat. Balfamino elemifero. 
Span. Amyris que produce la goma elemi. 
Port. Elemieira. 
Braßt. Icicariba, Icariba. 

Diefer Strauch Toll das in den Apotheken bekannte ächte 
Gummi elemi ^le veritable elemi d'Amerique) 
liefern. 

't) Amyris gileadenfis. 

[Amyris opobalfamum. Forfk.} 

Dentfclt. Der Balfam von Gilead. 

Hott. De Balfem van Gilead Boom. 

Dan. Den Balfom fra Gilead. 

ScJmed. Gilead -Balfam. 

Engt. The balm of Gilead. 

Franz. Le ballamier de Gile'ad. 

Jtal, Balfamino di Gilead. 

Span. Amyris de GUead. 

Port. O balfamo de Gilead. 

Arab. Abu fcham. Forfk. 



Ef ift im f;T'<"klicliPn Ar.ibien cinheimifch. M.in »ermn- 
tlirt. d.ilsaucher, wie die amyris oiiohaUiimum, den 
koltlwrcnMokkahallam liefert. — (lilead, ein Ge- 
birge in Jml.ia, war, in alten igelten, wo^t n eines 
vorlreftlichcn Wiirutbairtms (^f/.hi. üari. Zir) be- 
rillinit. llt denn kein Ballam ( keine .Salbe) in Gi- 
lead V Utiem. 11 iL 22. Gehe hinauf gen Gilead, 
inid hohle Ballam (oder Salbe), Jungfrau Tochter 
aunAegypten Seif in. XLI I, ii, aberos iltumlbnit, 
dals duviel a:zncyel>, du wirft doch nicht heil. Ibid. 

d) Amyris guiaiienfis. Aditct. 
Franz. Lc balfamier de la Guiane. 

Wenn man die Rinde delTelben einfclmeidet, fo gewinnt 
man einen Safr, den man, getrocknet, im Nolhfall, 
zum Theeren der .Schilfe gebrauciicn kaini. 

e) Amyris kafal. Forfk. — Amyris rami» 

apice fpinofis. 

Wahrfchcinlich werden von diefem Baume dieJVIyrrlien 
gewonnen. 

f) Amyris kataf. Foiff:. — Amyris foliiä 

ternatis, apice ferratis; peduiiculis di- 

chotomis. <J|i 

Er giebt einen rothen, wohlriechenden Puder, womit 
die arabilchen Damen ihren Kv^i pai'fumircn. 

g) Amyris maritima. 

Deutfcli. Der Havanna - Balfamdraudi. 
Holt. Zeekantige Balfeinboom. 
Franz. Lc balfamier maritime. 

h) Amyris oleofa. 

[Nanari minimum f. oleofum. Rnntpk.'] 
Franz. Le balfamier huileux. 
Malcj. Nanari menjac. Riaiiph, 

i) Amyris opobairamum. 

[Opobalfamum f. balfamum Judaicum.] 

Deiitfch. Der Balfamftrauch von Mekka; der 

Opobainnnbaum ; der gemeine ara- 

bifche Balfamftrauch. 

Balfem van Melda Boom. 

Mekka Balfamtrse. 
Schivcd. Mekka Balfamtrüd. 
Engl. The opobalfamum, the balfam flirub, 

the balfam of the Levant. 

Le balfamier de la Mecque ; bäume 

de Judt'e, de Syrie, d'Egypte; le 

bäume blanc. 

Opobalfamo ; balfamino di Mecca. 

Opobalfamo; balfamo de Judea, de 

Mecca. 

Opobalfomeira; balfamo de Mecca. 
Diefer Strauch ift in Arabien einheimil'ch. Er giebt ent- 
weder voll leibft, oder durch LiiiiUuieidung , den 



Holt. 
Dan. 



Franz. 

Itat. 
Span, 

Port. 



•i<i 



I 



253 



AMY 



ANA 



254 



Bey 



% 



küfilichen undfeltenen Saft, der nnter dem Namen 
opobalfaimim bekannt ift. In altern Zeiten fainmeltc 
man blos dielen reinen, weilfen Balfam, Co wit; er 
vom Bair.ne kam, wie, aller Vermutlmng nacli, die 
Salbe war, wovon ^n.">s l'I, 6. die Rede ift, ferner 
tlic Salbe, womit die Sünderin des Heilandes Fillfe 
gewal'chen hat. Heiitzu Tage hingegen gewinnt man 
drev verfcliiedene Sorten. Die erlie Sorte ift dieje- 
nige, welche, wie oben gemeldet worden, ans dem 
Baiiniefliefst, ui:d iiHn Europa lehr rar, weil fie von 
denGiolTen zu Mekka undCunItaiitinopel gebraucht 
wird. Die zweyte Sorte ift diejenige, welche man 
ziierft aus den Zweigen und BUittern aufkochen lal'st, 
inid kommt nur durch CicI'chenke nach fc'.uropa, weil 
<ie fonfl die tiirkifcheii Damen gebrauchen, um ihre 
Haut lauft zti machen, inid fich die Haare zu falben. 
Die dritte Sorte ifl diejenige, welche gleich nach der 
erften , zum zweytcnmal aufgekocht wird. Diefe 
fchlechtcre Sorte w'ird von den Caravanen zuge- 
bracht, ift amgenieinften, und eben diefelbe, welche 
in Furopa , unter dem Namen Balfam von Mekka 
oder von JiiJ.ia bekannt ift. 

den Materialifien findet man auch die Frucht ond das 
Holz des Baliambaumes voiiMeJvia; ]ene nennt nrin 
carpobalfamum, Fruchtballam, uud diefe .'vylcibalfa- 
tnum, Holzbaifam. 



Amyris protintn. 



[ Protium javaiiicnm.. Bann. ] 

Deutfeh, Der Baliunibaum von Java, 
' - Tioll. De ooftiniiifche Amyris. 
Franz. Le ballarfiier de Java. 
Amboina. Tingulong. Rümpft. 

1) Amyris fylvatica. 

Diutfch. Der amerikaüffcIieWaldbalfamflraTJch. 
Franz. Le balfamier des bois. 

m) Amwis toxifera. 

[ Toxicodendrum. ] 
Deutfeh. DerCiftbalfam, der karolinlfche Gift- 

■ - bauilt. 
Evlf. Zwai-tiappige Balfemboom. 
Er.gt. The poilbn tree. 
Franz. Le balfamier ve'ne'neux. 

Der Saft ift fchwarz, wieDiiite, nud foil, wie die Frucht, 
giftig feyn. 

ÄN.IBÄSIS. [Eotan.^ ■ 

Aüabafis war bey den Alten der Name einer gewKlTeiT 
Pflanze; das erjuiletum. FUn. — Die lallola, 
anabafo undiaJicqrnia führten b-ey den iiltereiiBo- 
taoikerii. den gcmei;!fciiaftlttlien Namen Kali, 

Dcutfck. DieSalziieere; die beei-ige Salzpflan- 
ze, das Kalikraut, 

Holt. Zoatdruif. 

E)i^l. &c "''•• ■ T.^abafls, tbe berrjr-bearlng: 

gtalswort. 
E-aaz. L'aaa<3a{e. 



iC) Änabafis aphyllea, 

[Kali bai'ciferum falicornac facle. Euxh. — 

Borith. Cf//".] 
Deutfeh. Die blätterlofe Salzbeercj das Kali» 

kraut. 
Holt. Bladerlooze Zoutdruif. 
Franz. L'anabafeiion feuille'e; I'anabafekal . 
Span. Anabails ün hojas, 
Arab, Schinam. 

Die Araber follen eine ztir Bereitimg der Seife bequeme 
Soda aus dieferPHauze verfertigen. Das Kali, wel- 
ches iie. im Brennen, von fich giebt, und wovon fie 
bey einigen Autoren den Namen erhalten hat, ift nicht 
nur den übrigen Arten, fondern anch beynahe allen 
am Meere wachfenden Pflanzen eigen. Die weiche 
fafrige Subftanz, weiche ihren Samen umgiebt, f;irbc 
die Finger lehr fcft gelb, und würde, nach vorherge- 
gangenen Verfuchen, in derFärberey Nutzen haben. 
Sonft hat die Pflanze, wie die übrigen Arten, gar kein 
Anfehen, und v.'ird nur in botanilchen Garten cnlti- 
virt, wofelbltfie, wegenihrer Zartheit und wegen der 
Schwierigkeit, Samen zubekommen, ebenfalls fehr 
feiten ift. 

b) Änabafis cretacea, PaKas Reifen 1, 49^, 

R^'ff. Jnchownik ; Kislaja trawa {wegen 
H.'i-rsfäneiiielieu Gefehmaeks). 

c) Änabafis foliofa. 

[Kali bacciferiim, foliis clavatis. Euxb. 
Salfola clavifolia. Pallas Reif fUr"^ 
Deutfeh. Die blätterige Salzbeere. 
Franz. L'anabafe feuilie'e. 

d) Änabafis fpinofillima. 

Franz. L'anabafe epineufe. 

e) Änabafis tamaricifolia, 

. "i^raMZ-».. L'anabafe ä feuilles de tamarisi 
ANACARDimi, iBofan.-^ 

At:akariiion hiefs bey den Alten eine indianifcher 
Baum, von welchem fie Higteir, dafsdelltn Fitjchc 
mit dfem Herzen eines Vogels Äehnlichkeit habe. 

Anacardivim occidentale, 

[ Gaflaviutn pomiferam. Encijel. 
CalUivium. Ramph.J 

Dsutfeh. Der Acajoabaonr j — der Niererr- 
bäum; derElephtJntenransbaum; ; der 
v,:-elti;id.ifi;l7e Anakardienbaum'. 
Holt. Catsjoe-Appelboom; r»/i;o Cad[oe- 
app-den, CacilocK^peieti, Caiclio& 
^peleiT, 
DaiT. Akaju-Trad, 
, Eng!. Tlic cafl^ew-nTif, 

Fra:iz. 



253 



ANx\ 



ANA 



asö 



Sra.ii 



Pal. ■ 
Span. 

Port. 



T.'arajou ä pommcs. Enrijcl. 

i'uife, Uli püiiinic d'acajüu. Aublct. 

I/an;icarde anturftique, uu occidcn- 

tale. 

i\ albero ncani. 

Aiiacardi(^ üccidcntal ; acajou, Ca- 

i(5iis. cafiivio; mcrey. 

Anacardo da America; acajoa, acaju, 

caju, cajueiro. 
Malab. Kapa-mava. Rheed. 

Urlprilnglicli w.'iclift eriiiWeftiiidieii. Die nierenrüVmi- 
geil NiilTc deilelben find efsbar, fo wie auoli der fafiise 
und fleilcliige Friiclitboden (receptaciiliim\ den luaii 
gewäliiilich Acajiiapfel ( pomnie d'acajoii) nennt. 
Aus den NiilVeii wird ein angenehmes Getränk berei- 
tet. Kme ArtGiiMinii, das aus denF.infi-hnitteJi der 
Finde flieCst, gebraucht man, um die Mobilien damit 
zu poliren und ihnen ein fchünesAnfehen zu geben. 
Sein Holz ill weifs, und wird von deii Ebeiiilleii 
benutzt. 

DieEiicyclopadie findet den Namen anaeardium flirdiere:i 
Baum nicht palVend, Ibndern giebt ihn dem udiieu 
anaeardium, womit IJaiiJel getrieben wird, und wel- 
chen Linne in den Supplenieiueu i'cinecaipus ge- 
nannt hat. 

^) Anaeardium. Encyct. 

Diefe dem Acaju Tehr ahnliche Pflanzcnj^atlung, begreift 
verfchiedene onindifche Bäume in /ich , deren 
Frucht in den Apotheken unter dem Namen ana- 
eardium bekannt ift. Die Frucht oder Nufs iftwie 
das Herz eines Vogels gebildet. 

Deutfch. Der ( oftindifche) Anacardienbaum 
oder Kierenbaum ; — die Elcphaii- 
tenlaus. 

HoH. Het waare Anaeardium der Apothe- 
ken. 

Dcit!. Elel'antimis. 

Engl. T!ie eaftern anaeardium. 

Franz. L'anacarde, l'anacardier; — feve d? 
Älalac, noix de marais. 

Ital. &c. Anacardio Orientale. 

Port. Fava de Walacca. 

a) Anaeardium latifolium. EncijcK 

Franz. L'anacarde ä feuilles iarj^es. 

t) Anaeardium longifoliuni. EhujcI. 

\_Ad lemecarpus anaeardium. Lin. — Ana. 
cardium alterum f. medium et Icgiti- 
mum officinarum; — Tagalo f. Balp» 
bar. L:!z. ] 

Fraux. L'anacarde ä feuilles longues, 

Arab. Baladar, Baladur. 

Mauritan. Bilava, 

Indian. Bibo. 

fön fchÄiior Baum. Der Nurskern liat einen liebüclie» 
C«fciuaack; jedo«h ilt der Saft in deu tiiyiifu der 



SuITercn Schale genihrlicli ; in der Medizin hingegen 
iltcrhcilläni. Aus den iinreitcn Früchten wird eine 
vortier.iche Dinte gemacht. 

Eine Varietät ift, nacii der EncyrlopSdie, der Ligas der 
Indianer (Aiiarardium minus I. ligas liidorum Cu' 
thtVi ; Anaeardium fvlvellre Raj; CaQuvium iVUe» 
ftrc Rnwyh). 

ANACYCLUS. {Botan.] 

Den gricrhifchcn Namen .makyklos Tilhrt dlcfe Gattnng, 
weil ihre Blniiienfchcibcn mit'einemklciucn Uinge 
cingerafst fnivl. 

JJcittfch. DerSclieibenring, dieRlngblume, 

Hüll. Ringbloem. 

Uiin. Rinujblomder. 

Schwcd. Ringd^itVan. 

Engl. Tiie anacyclus er rIng-fIo^ve^, 

Franz. L'anacycle. 

Ital. &c. Anaciclo. 

Die vcrfchiedenen Arten diefer den Kamillen amn-ichftru 
kommenden Gattung find mir intcrcliaiit fürbotani- 
fclie Gärten. Der goldgelbe .Scheibenring tri.gt 
Blätter und Blumen mit lehr lebhaften Farben, uuj 
alle Theile deiVclben verbreiten einen lieblltlien Qu 
nah, wenn man üe reibt. 

ANAGALLIS. IBotmi.} 

Deutfeh. Das Gauchheil (i.e. falus ftultonun) 

Holl. Het Guichelheil. 

Diiii. Gaafeliecl. 

Scliwsd. Anagallis. 

Engl. The pimpernel.» 

Franz. Le mouron. 

Ital. Anagailide. 

Span. Anagalide. 

Port. Murriaö, Anagal, 

a) Anagallis arvenfis. 

[Anagallis puniceo flore. ] 
l^cutfch. Das gemeine oder rotlie GaiicMieil, 
Ackergauchheil, Gochlieii, Jochheil, 
Geckenheil, Narrcnhcil, Vernuhft- 
ki'aut, Veriland kraut, Vernunft und 
Verftand (Jührf alle diefc Nnrie»i 
ivegen ihrer Kraft gegen die ÄJrlan- 
ciialie'); Wuthkraut (ivegcn iltrSl 
It^irkimg in der Raferey); Vogfl- 
kraut, Sperlingskraut, Zeillgkraut 
( weil die kleinen Fögcl ihren S:-men 
gerne freßhi); Colmarskraut {weil 
Jie bis aufs Fcß des hei! igen Colniars 
blüht); rother Ä'eyer, rother Hiib- 
nerdarm, Hahnentritt, rotheMriufe- 
därnie (iceil ihr äußeres Anfek 9 
dnigrnncijfa r.dt der dfine ühcrein-' 
kommt) ; "'Grundheil, üeilkraut, Heil 
aller 



»52 



ANA 



ANA 



258 



aller Welt (wegen ihrer ■^eUfiimkeit 
in dm IFnnden^; Augeiibliltlie ; Co- 
r.i!k'nblii!Tichen ; K'atzenfufs, Katzen- 
ptotclien ; Frauenblume. 

Holl. Gemeeri Guiclielhcil, Heil der Zotten, 

Ddti. Röd Arve, Gaafeheel, GrinevedDag, 
Grine ved Middag. 

Schwed. Eiigelfk Pimpinell, 

ßngl. The red pimpernel, the common 
pimpeniel, the corn pimpernel. the 
fhepherd's weather-glafs. the poor 
man's weather-glafs ( rf. /. fFetter- 
fpiegcl, denn man fap;t, dafs ihre 
Blumen beij trocknem Wetter fielt öff- 
iien, und dafs fiefichfchliejfen, wenn 
es regnen will). 

Franz. Le mouron k fleurs rouges, le mou- 
ron des champs ; In einigen Provin- 
zen menuetrouge, menuchon rouge, 
moron, morgenille. ^ 

Ital. Anagallide comune ; erba delli uc- 
cellini: peperina. 

Span. Anagalide arvenfe; murujes de flor 
encarnada, muragues, murajes; pim- 
pinela. 

Fort, IVlorriao commum ; herva doa pafla- 
rinhos: murujem baftarda. 

R'-iß". Kurjatfchja noga trawa. 

Poln. Korzymor, korzj-slep, myfzotrzew. 

Böhm. Kurimor, zabjilrewce. 

Ungr. Tyuk - ze'm. 
Die Kräfte des Gauchheils, befonders gegen die Hiinds- 
\nith , werden von den neueren Aerzten beftriltcn. 
Die Viehärzte pflegen es dem Rindvieh zu verordnen, 
wenn es an den Augen Schaden leidet, ferner verord- 
nen fie es wider das Dreiien der Scliafe. 

Fine Varietät mit blauen (auch zuweilen weiffen) Blumen 
liaben viele Autoren das Weibchen (foemnia), fo wie 
die mit rotlien Blumen, das Männchen (,m-as) ge- 
nannt. 

b) Anagallis latifolia. 
Avab.fel. Chuda. Forß, 

C) Anagallis monelli Ift das italienifche blaue 
Gauchheil, und wächft in der Gegend von 

Verona. 

d) Anagallis tenella. 

[Numularia minor flore purpWafcente. C. jB.] 
Deutfeh. Das zarte Gauchheif: das kleine Pfen- 
nigkraut mitpurparfarbigen Blumen. 
Holl. Het teder Guichelheil. 
Engl. The creeping pimpernel, the purple 
mnneywort. Alton.; the bog pim- 
pernel. Relhan. ■'''-'' 
CathoUcon. üaisir^tjchichie, Bd. /, 



Franz. Le mouron delicat. 

Span. Anagalide tiernecita. 

ANAGYRIS. [Botan.-\ 

So nannteiT die Griechen einen gewifien Strauch, der, 
nacli Bauhins Meinung, mit dem gleich folgenden 
Stinkbaum einerley ill. Von dem Worte ttiblt 
kann man keinen Uri'prung angeben. 

Anagyris foetida. 

[Faba inverfa. ] 
Deutj'ch. Der Stiakbaum, das ftinkende Holzj 

die Baumbohne. 
Holl. Stinkboompje. 
Diin. Stanktrae. 
Schwed. Stinkande Trä. 
Eiigl- The ftinkincr bean trefoil. 

L'anagire fetide; vulgAs bois puant. 
Anagiride, legno fetido. 
Anajiris; vulgo leno hcdiondo. 
Anagyro de Hefpanha. 
Bob kamienny, Palnik ogrodny. 
Büdos - fa. 
In den Gärten zu Conßantinopet und Smirn» 
Androbane. Forfk. 
Ein kleiner zierlicher Strauch ; v/ächfl: in Spanien, 
Italien, Sicilien und in den mitternächtlichen Gegen- 
den von Frankreich. Wenn mau das Laub zu llarl^ 
berührt, fo giebt es einen unerträglichen Geftank von 
firh , daher der Name Stinkbaum , und manche 
Sprichwörter, z. B. anagyrin ne moveas ; commo- 
vere anagyrin. — Lauli und Samen follen in der 
Medizin brauchbar fevn , befonders foll letzterer, 
wenn er gekäuet wird, ein ftarkes Brechen erregen. 



Franz. 

Ital. 

Span. 

Port. 

Pohl. 

Ungr. 



Zum After gehörig; nahe 



Analis, e. cidj. 

am After. 

Zitates citri. [Term. ictithuol.'i Wenn fich die 
fogenannten Bartfäden der r ifche nahe am After 
befinden. 

anales pinnae. ^Tenti. ich/ki/ol.'] Afterflofleii, 
SteifsflofTen. Die Afterfloffe liegtzwifchen demAftec 
und der SchwanzflofTe. Mo/l. Aarsvinnen ; Dan. 
Gumpfinnerne; Schwed. Gumpfenorne; Engl, th« 
anal fins ; Franz, les nageoires de l'anus. 

jinalis deiis, poßfcin, f.: aiio proximuc 
de IIS. [_Terni. coyich:jl.'\ So nennt man den Zahn 
einer Mufchel, der dem Steiffe (^Fram. la lunule) 
am näclirten iit. 

./lii alis peit is. Sagt man von den Eidechfen, wel 
ihr Penis nahe vor dem After fleht. 

Anander flos. 

Eine Blume ohne Staubbeutel. 

Ananthera filamenta. 

Träger ohne StaubbenteL 

•R , ANAR. 






=50 



ANA 



ANA 



260 



ANARRincriAS. [ LMn/o!.] 

Im Grievliüclicn lieUi at:ii>ih;:hijniai, in .ilhihi ciii'or. 
GfsiuT g.ib dein Secwollo <1eti g' iechilclien iNa- 
nieii ;i'i:ii rliiilias iiml .licii latr iiiirchen rcinlbr, 
vcimuiliiicli weil er fleh im Waller hiiiaut'arbeiut. 

Aiiarrhichas lupiis. 

[ Lupus mariuus. ] 

Peutfch. Der Seewolf, Meenvolf, Wolfllfcb. 

Holl. Zecwoir. 

l)än. Söe-Ulv, Ulvfiflf. Scn^fteenbider. 
Nona. Havkat. (rf. /. Seekatze). 
Island SteinbitT. • 
Grönl. Kip;utilik, i. e. balaena den- 
tata; die Anfoven gehen dirfen Namen 
dem Seeicolf; v.r.ch F.oede hin^cf^cn 
ißes dcvCccIieloi'). Nepifa {kommt bi'v 
von nepipok, adlmcref, und fchtii.f 
de:- ei!>->it!ie!ie Adamen xit fei/n), An- 
gu.scd'ok, (mfli') Auandlok {feiniiia). 

Sitiiffed. Sjö-Varg. 

Engl. The fea-wolf, tbe ravenous wolf- 
iifh. * the woof. 
Schoül. Thecaf-fifi. 
l^elfii. Müi-flaidd {d. i. ein großes 
Seetliier). 

Frai:x. Lc loup marin ; la crnpaudine. 

Iti^!. Liipo marino, lupaccio. 

Span. Lobo marino. 

Po.".'. Lobo - muriu'io. 

Ruß'. Wölk inorskii. 

Foln. Wilk raorski. 

Böinn. W'lk mrirsky. 

Ungi: Tengeri-farkas. 

Er ivolme an den Kilftcn des ni!>Vd!ic!ien Kiiropa, befön- 
ders bey Helgoland, wcfelbft man ihn auch Klipp» 
fifcii nennen Ibll. Den Namen See"A'olf luhit er 
wegen feiner Gefräfligkei^, und wegen feiner rürch- 
terliclicn /lälnie. Man tir.det.aber leiten die Zähne 
ToUftäiidig bey ihm, weil iie enfweder ganz ansge- 
t)rochen,oder doch abgeftiiiripft fmd,W'elches wohl fei- 
ner GpwohnJieit, auf fefteDinge,als Steine und Anker 
zu beiücn, znzufcln-eibcu ift. Man hält dafür, dals 
die fcgenanuten Ki-ötenlleiue (,bufonite.s; F/nut. 
cr.tpar.dincs') nichts anders/ als die ansjjebrnche- 
■ ntn und itinr.pfen 2ähne des See\s'olfs lind. Er 
macht einen rorziigiichen Gegenftand der rifche- 
»ry a«?. und 'wJrd eiagelalzen nnd gedörrt. Au 
einigen Orten hält man lein frifches Fle'jVli lehr 
, fchmackii^r,, an,aj^d«fijjiing»gcn l;ift man i« h von 
feiner filrc!kerlicheaGE,liait aWdifecken, ihn zix 
ijj eilen. 

Ein kleiner Seewolf wird in Islaiitl S/.'rr.ani Slcfnii/rs 
Mioäer genaanr, und yon den LmwohnerH gerne 
[iVii. Die Zäime delfelben find iteine Buloniten. 



ANAS. [ omthöt. 1 ,^ ' ,:: i ^: ^ ': ; " '^ '■ 

-Diefcii K:i;r.eu füirt'iiie er rte Gäffnng ife1* SAwimiYI- 
.-;. T*vt!ge! (anfere.'s\ worunter, nach Linne, diaiEtt- 



ten, Sclnvüne, nnd G.'infe, Ai verfcliicdciie Ar- 
ten, be(;ritlieu lind. 

a) Anas acuta. 

[Anas longicauda]. 

Dcittfch, Tier Pfeilfchwan^, der Sclnvalbcn. 
fcinveif, der Spitzfcliwanr. der Lang- 
hals, der Seevogel, die Spitzeriie, 
<lie Pfrietncnte, die Preil'ente: die 
Fafanciite ; (J'ein. ) die gvauc Wirtcl- 
eiite. 

Boll. Pyllharf. 

Dlin. Vinter-And. Mi'iHcr. 

Scliwcd. Altbgel; »wfl.r Algubbc. 

Engl. The pin-tail duck; thefea plieafanr; 
tbe Cracker (wes,en des Geriiufdies, 
das fie mit ihretii Sehnnbel madti); 
die Foffe/fänger um Landau nennen 
ße gaddol. 
IFelfli. Hwyad gynfibnfain. 

Franx. Le canard a longue qiieuc; le c»q 
de iner. 
Picaydle. le pilet, le penpard. -j 

Ital. Anihii de lungacoda; ebda lanceä. 

Span. Anade de cola larga. 

RiiJ]'. Scliilochwofi; {d. i. Spitxfchwanz). 
Wofti-ochwoll, Wollaja Utka. 

Kirprf. ' Kantlm Irok. 

Bnrät. ScJuitung. 

Titngr<f. Srlietichit. 

Mexiko. Tzitzihoa. 

Obige Namen hat fie wegen der Vcrlangerting; ihre? 
Schwar.ies erhalten ; jedoch ift der'cibe etwas nb- 
gc-kiirzt üey dem Weibchen, das ficli auch durcli 
die Farbe vom Männchen fehr unterfcheidet. liir , 
Fjeidh Mird x'on einigen der wilden Ente vor^e.-'o- . 
gen, von anacrn hingcger. niclit ib rc^imacLhafc 
gelinideiT. Bey ftarker Kiiite lüTeo ße fich ain hän- 
figllen l'ehen. 

b) Anas albeoln, 

[Querquednla ludoviclana.j '•' 

Deutfeh. Der Weifsling. . ';• . 
Holl. 't Witt-erlje. . ^, • , ■, 

Engl. Tlielittlc blackand wliitedutfe; tlte 
'" fpirit' • ■' 4 

Franz. La farcelle blar.clie cfnoire, öü la /. 

religieufe; .farcelle de la.Loufeaiiei 
ItaL tr. L'arzayola bianca e ncra,. p ia nio- 

■ ,. , iiaca'i — il rtjonachetto. Cettu . . 
Span,' "Cei;6e^adela,Luiiiana,llkmadaraöilja. . 

c) Anas albifrons. 

.!, . [AnV.I^rytTjropns (femlna) Liti. ~ Anl'er 

"- ' .'r'teiTtnonalLs rylvelh-Is.] 



i6i 



ANA 



ANA 



262 



Deutfeh. Die Gans mit ti^r-wxIfiVn Sth"^} — 
die polnilche Gans AViiwirr; «iiewil- 
de nordjfche G-'ins; die lachende 
^ Gans. • 

H:iU. üe wildcnoordfclie Gans; de Spotter. 

J)ji:. Viid Gaas, graae Gaas.. 

S:''iuwi. Fijiügüs. - ■■ .■. 

£tigii^ 'The Vv^iitfe" froftted goofe,- thölau- 
f^^^^i goofe,- , ; :'■) , . 'i - 
'{rr-:\i. Gwydd wylU. ■; .:•■- 

l'"r.tnÄ. Lroieirienre; oie fauvage du Notd. 

I'ai. . L'oca ridente. 

Span, Oca riiuena. 

Sie voliut in ileii nürdliclien' Gegenden von Europa, 
Alien und AniGrikri. Wahrfcheinlich 'klingt ihr.Ge- 
fclirey wie ein GeU'iclitcr, denn anders lali'eii (icii 
die ihr beygelegten Namen wohl luch't erklären. 

-^) Anas aiexandrina. 

jirab. Sa'u fa'rai. Furfk. 

e) Anas anfer domelliciis. 

Av.Jei; b) anfer nias, c) anfer'nms pnlhiSf 
arfcrcnlus. 

Griech.' Chen. f) cheniskos, cheniorik 
]]or:c Chan. 
' N. Grjecb . Rhinol.' ■ 

Deutfeh. Die Gans; diö zahme Gans, die Haus- 
"' ' "gans; die BaTterijqans. -(die Martins- 

gans, die Lichtgans); ,JI. Sachf. 
Gos , Gdos; [11 alleren Schriften 
■■■ ■ tiaus,' Göfe, Giüe; — Indmfali- 
■fchr.v G^etssen Sundlero; — /;/ den 
■ (Mpitv.iarfM ÜRtis des Großen, in den 
■ ^ ,'...ate.ma;i;üfcken Gefetzen ,' und in den 
fachfifdieii Provinzialrechten ■ Auca, 
Aukc ; Zu Plinins Zeiten hiefs ße betf 
'■den Genihiniern ganza. • 
i^ Der G;infei'ich ; An verfclüedeneii 
> Orter. Ganfer, Ganfert; In älteren 
■ . Sihriftm Gänzing ; iV. Sachf. Gante, 

; Ganter; OefJreivk Gonaxis. 

c) Eine junge Gans, ein Gänschen, 
. ein Gdnfeküclilein ; N. Saehf. Goilel, 
Göflel, GöiTelken; Sleßeit Grufchel; 
Augsburg GniM: AltKviiklyßmjeru 
Wiwerl; Hohenlohe Hörle. 
tiotl. Gans; Alt Goos, Goes. 

&) Mannetjes Gans, Ganfer, Ganferik. 
c) Jonge Gans, Gansje.Ganfenkieken. 
Dan, Gaas, Tam - Gaas ; (plural. Gisefs); — 
Island Gia?s, Gas. 
b') Gude ; Island. Stcgge. 
c) Üaafe-Unge. 



S:'.iwed. Cii%;'(iplural,Qi{i); AdlGz.?.; Gotlu 
land Kall.' 

ti) G^skccl, Gilshaiic, Gife. 
c) G's-Unge; In verßhicdnen Pro- 
vinzen Ga'lslhig. 

Engl. Tn.e gouie ; (jplnral. geefe) ; Av.glf. 
Gos, goos; (plural- ges, gee»); 
Galic. Geadh , Ganradh ; If-^elfk. 
Gwydd, thenwther-goo/r, rtiamw'^'dd; 
' Cornifh. Guydh, giidh, giiit. 
Ä)tliegancer; Anglf.GM\i.':A; Galic. 
Gandal; /f'(//"«. Ceihagwydd; CoT' 
•ttifk Kuiliag godho. 
c) the goshng ; Galic. Ifean geoidh. 

Franz. Oie, oie prive'e, oie domeftique; 
Adter ove, one, oiüe ; A't oillos ; 
AlUiormandifch ave, awe, oj'fon, 
(;7/;(ra^. howes); Lar.gurd'oc. acu- 
CO ; 'gang, ganto (jedoch ivird der 
letztere Name von Einigen blos dst' 
wilden Gans zugeeignet) ; Bas Breton 

fiwaz, hwaz, goUz. 
)-lejars; A'/;'frjar, jas; AltTon^e^ 
en bas Breton garz, gars. 
l'oifon; ayon; Alt anferinette, 
auquete, ger; e;i bas Breton gwazic. 
Ital. L'oca; oca domefrica, (plural. le 
oche) ; (Eine große Gans ocpne) j 
Brcfcia oc. 

b) 11 mafchio dell'oca. 

c) papero; Brefcia ochet; (etwas 
erwaclfeii paperotto,Ä-^r/iT pchot;— 
fiii gmiz- kleines Kilchlein paperello, 
paperino, Brefcici' ochi). 

Span. Ganfo, anfar, oca, (auca), pato, 
pata (unter pata wird nur das if^eib^ 
chen vetßandefi) ; Bafc. anzarra. 

b) pato macho, anfar. 

c) el pollo del ganso; patlco, patica; 
ganfcon, anlaron (Zh O'diMS Zei- 
ten war ^u^AVon eine größere Gans; — 
Ein ganz kleines liüchlein nc>iui nisa 
alifaronciilo^. 

Poi't. Ganfo, pato, adcm. 

b") ganfo macho, ganfo. 

f) patinho. 
Riiff. Gus; (ei«.e Muttergans Gufilnia^ 

f;uska). — 
) Gufak. — Gafiok. 
Poln. G?s, Hus. — b) Gafior. — c) G|S» 

ka, gnfie. 
Buhm. Hus, hufa. — h) Strjbrnjk, hufy 

meydJ^. — Hufycka, häufe. 
R a Strb. 



»63 ANA 

Serb. ( 0. Lauf.) Hiisf. 

(iV. Lauf. ) Üuls. 
Crairt. Gus. Gn. 
U'huh. Oßaenski'. 
r^iLT. Lud. — c) Liid-fi, Ludatska, Pipe. 

Liba. 
Ldt. Sohfs. — h) Solifu tcchwinfch. — 

f) Sohflens. 
Ehßn. Hanni, Hanne, anro. 
Pinnl. Hanho. — c) Hanhcnpoira, 
Läppt. Gas Jhre; Zhiuonje. Leeni. 
Ka'niuk. Galo. 
Korjiik. Aetiiat. StfUer. 
Kamtfch. KilVuie'sf. Lfjfeps. 
Lani'ut. Erbatfch. Lrßeps, 
Szifjän. Woszes, in'. Lepech. 
Jrab. Kurki. 
Siv.rf. Niao ya. Bayer. 
Giont. Nerlek. (_ptural. nerlerrit). 



ANA 



£64 



f ) Alias anfer ferus. 



Deutfeh. Die wilde Gans ; In IFeßphalen Sclila- 

ckergöfe. 
Holt. Wilde Gans. 
Dan. Wild-Gaas; Graa-Gaas; Klinger- 

Gaas; /5/fl«i. Vildgiaes. Hraagises. 
Sctiweä. Vildgäs; Wcßgotlü. Grands. 
Engt. The wild goofe; the grey - lag - goofe; 

the fcn-goore; — tlie bean- goofe; 

Anglf. Wild gos; Weiß. Elcyfen; 

Galic. Muir gheadh. 
Franz. L'oie fauvage. 
Ital. Oca falvatica, detta im Ravenna ba- 

letta. 
Span. Ota filveftre. 
Port. Pato fyh-eftre. 
Rvjf. Dikoi gus ; boltfchoi dikoi gus. 
Poln. Dzika g^s, 
Böhm. Diwoka hus. 
Crain. Douia gu. 
Ungr. Vad lud. 
Leit. Mefcha folifs. 
Elißn. Leggal; einf kleinere Art l^SLggiiS. 
Tatar. Kas. 
/trnun. Kikas. 
Bnfchkir. Konger kas- 
Oßjctk. Toego Tego. 
Tfchcrcm. Kumbo. 
fßtit'cfck. Kaik gu». 
, Wogiil. Land. 
Wotjak. Drjadii. 
Burät. Galung. 
Ttingiif. Niingnaki. 
Mamtfch. Gumenik gfo«B^. 



Arah. Vscs al-aki. Forjk. 
^apan. Gan. 

g) Anas ambica. 

/Irab. Scar-cliir. Forfk. 
\\) Anas arborca. 

[ Anas fiftularis arboribus infidens. ] 
Drutfch. Die Baunncnte; die Holzentc. 
Holt. Hoom-Smient. 
Eiifrl. The bjack - billed whiftling duck. 
Franz. Lc canard ülfleiir de la Jamalque; 1* 

filTlcur a bec noir. 
Itaf. La fifchiatrice di becco nero. 
Guiana. Opano. 

Sie fiilut die Beynamciiyi///i/<i/,-'v und arborea, weil (!• 
eineil pTcifcndeii Laut um licli (;tlien, niid ficli, wi- 
der die Gcwohjilieit der Kiitcu auf dieUäuine feueu, 
oder auDlitgeii foU. 

i) Anas balbul. 

Avah. Balbul. Forß. 
k) Anas bernicla. 

i) Bernicla major. 2) Bernicta minor f. 

Brvnta. 
[Anfer arborum f. arboreus. l) Anas ery- 
thropus. Lin. 

Anfer helfingicus Ctuf. — z) Anas ber- 
nicla. Lin, 
Anas torquata. ] 

Deutfeh. Die Baumgans ; die Rottgans. 

1) Die Bernackelgans ; die fchottf- 
fche Gans; die fchotci*che Ente. 

a) Die Brentgans ; die liingelgans. 
Hotf. Boomgans; Rottgans. 

i) ßernakelgans. 
. 2) Brentgans, Ringelgans. 
Dan. i) Fiiröi' Bramgaas; Nonrea. Hel- 

linge-Gaas, FinnTarke-Gaa?,Fieldgaas. 

2) Radgaas, Raygaas ; Norweg. R&at- 
gaas, Raatnegaas; Goul, Gagl; 
Island. Hellingen. 

Schwed. 1) Fial!g;.s, HeUinge gäs.J 

a) Prutgas. 
Engt. Tree-geefe. 

1) The bernacle; Schottl. the clakis 
or" clakgoofe ; irdfli. Gwyran. 

2) The brent- goofe; /i7a«;rf ßema- . 
de ; It^ahrfckejn'ich gehört cmch hie- 
her des ffuhi^l-J'y rotgo(jfe oder 
roadgoofe: /Fr////. G\\yran fanyw. 

Franz. i) La \<eru?.ch^ BrifJon: l'oie non- 

n^tte ou' cravfinf. Belfon. (Briffons 

petite ber.-iache iß tmr eineSpie'i-rO 

2) Le 



265 



ANA 



AXA 



i66 



i) Le cravant ou cravan : — ranne 

aucoUierbianc, caniiedemcr. Brilon, 
Ital. i) Bernacla. 3) Brenta, cravante; 

(cefone). 
Span. i) Bern:'cla, bernacho o oca de to 

cado. 2) Brenta. 
RujT. i) Kafarka ; Bafchkir. Karakas ; KaU 

nmkk. Uiker galun, Angir. 

Bernache und Cravan find die Namen der Fnternnii. 
Icheln (contlise anatiferae'), die firh auf fremde 
K"rper befoiiders auf Schilfe aiiluingen, und vrii 
denen man ehemals geglaubt liaf, dafe die Ibge- 
naaate fchottiltlie Ente darin ihren UHprung nah're. 
Aus diel'er Url'ache hat man der Ente l'elbit den Na- 
iiieiiBernicla (bernache, cravan") bevgelegt. — Da 
(icli ferner diele Mufchela, wie eben gefagt ift, 2"f 
fremde KCrper anhängen, und man (ie auch, auf 
den Secküften an Bäumen fej^j;eklebt gefunden hat, 
fo hat man fich eingebildet, da(s die Enten- "der 
Canfemulcheln auf den Bäumen wiichibn. Aus dem 
Grunde liat man den vermeinten aus der Miil'chel 
entgehenden Vogel, die Baumgans oder Baumente 
gen:mnt. Alle fabelhafte Erzählungen von dem 
Urfprung dieles Vogels fcheinen fich darauf zu 
gründen, dafs man in älteren Zeiten das Neft def- 
Jeiben nicht gekannt hat. Hierzu kam noch, dafs 
die Ibgenannte Entenmr.fchcl eyfjrmig ift, dafs die 
Rottgäiile fich von den d.-.rin lebenden Thieren näh- 
ren, und dafs eben diefe Thiere mit einem gefie- 
derteU Barte verleben find , den man in den fabeU 
«• ' hatten Zeiten für den Iheil eines jungen Vogels 
-.', gehalten hat. 

Rottgans (nidit Rothgans) nennt man fie wegen des 
Lautes rott, rott, den fie von fich hören läft ; bey 
den Seeiahren heiffen fie Rotjes oder Rotges. 

Singelgans heift fie wegen de.': weiffen Ringes, der um 
ihren Iciiwarzcn Hals geht; daher hat Bellen fie 
wohl noniiette genannt. 

Das Fleifch der Rottgänfe ift fehr delicat, und fchon 
lange deshalb berühmt gewefen. Hieher gehört, 
wie man glaubt, die Stelle de«; Fliniu^ (Xj -i. ) 
Anferini generis fiint chenalopeces ; et quibus lau- 
tiorcs epulas non novit Britaflnia chenerotes, fere 
anfere minores. 

1) Anas borealis. 

Engl. The Giilaund duck. ^rfi. zoot, — 
Lathanu 

m) Anas bofchas domeftica. 

Bofkas hiefs bey den Griechen eine Art wilder Mittel» 
enteil, 

^ Anas, i) Anas mas. z) ar.as fem. ■^) fulhis, 
anaücula. 
Lai. hart?. Aneta, Eneta, kommt in den fci- 

tifchm tt,id aleuianifchen Gefitzen vor, 
Griech. Netta. — 3) Mettion. 

Leutfch. Die Knte oderA^nte.rEndrp. En'?e\ 
der Entvopiel. die p;etTie!neEnte, die 
Zuchtente, die Hausente, die braune 



Enfe, die Spiegelente ; Ravmsher^ 
Ehnc ; Hohenlohe Wakele ; IVeßphat. 
Pile; Hrjfen und HennehergliWsfVi'A-' 
ente; Schwaben Schlik; üanzig 
Rätfche. H«t(che; N.Sackf. Aant, 
Aiuitje ; Uibeik Ahnk ; — Alt. Aenid. 
l)DerEnte;ich; In cüterrn Schriften 
und nach verfchiedcnen Mundarten An- 
trach, Andradi,Atiter,Enter.Atitrech, 
Ant\-ogcl, Antericb; An einigen Or' 
trn Scbnatrercr, Plaricher; Pommern. 
&c. der Erpel; Osnabrück Wyk; 
K. Sachf. Warte, Waarte, 
3") Die Ente, die Mutter -Ente. 
^"i Eine junge Elite, ein Entenküch- 
lein, ein Entchen. 

Bo!l. End: End, Endvogel, Hok-End. 
i) Woord, Woorde; Alt Enitx'ick. 
3) Een jong Eendje. 
//?// die Enten, vor allen cutderefi 
Vögeln, am meißen dem Ausfallen 
der Federn unteitcoifen find, fo fin» 
det man fie a:fs der Ur/aciie in ver- 
fchiedciien Holliindifcken Plakaten 
Ruid- Ruy- oder Ruig-Vogelen ge- 
r.annt. 

Sckwed. Anka, (And hingegen iß die wilde 
Ente). 

1) Anddrake, Ankebonde. 
3) And-Unge. 

Engt. Ihe duck (d, i. Taucher) the tatne 

duck, the decoy - duck ; Angif, Ened; 

Galic. Tunnag, lach, gailicheark ; 

Wclfh. Hudnwj-, hwyad; Comifh. 
? Ha\vz, haz, hoet. 

i) The drake or male duck ; GaJic. 

No lach. 

3) The duckling, the brood of the 

duck ; Galic. Ifeun tnnnaig. 
Franz. Le canard, le canard domeftique ou 

prive'; Alt anete, anie'te, .touzet, 

tirou, bour; En bas Breton Houat. 

i) Le canard. 

2) La cane ; Nortnandie fcourr«. 

3) canette, caneton; Ali canetel; 
LangiiecCoc caneto; Normaidiehouv- 
ret. 

*Le3 barboteurs (Flaffchrr') nennt 
man diejenigen Enii». u eiche in der 
biälie der Mühlen gezogen werde». — 
Canards traitres, Lockenten. 
Ital. Anitra. anatra; Alt Axxt^e, anadra; 
Venezia arena ; Brefcia nedra, nedrot; 
Genua 



26l 



ANA 



ANA 



268 



Grnua aiiia; Parma fafTa. — ■ 
3) Anirroccio ( fo Iirijl auch eins 
i^rcjfi Ente) , auitrella, anUrino, ani- 
trocco , anitrnccolo ; J''iiiizia are. 
mto ; ßrül'cia iicdri. ncdroti. 

jS^'^'.'. Atiade o pnto; Catal. Ancch. — 
2) pata, — 3) AiKidon, .iiiadino» 
anadoncillo. 

Poii. Adern, pata. — 3") Ademzinlia. 

Ruf. Utka. Selefen, Kafa}. — 3) Utja, 
"utcnok, iitotfclika. 

Polii. Kacdva, kaczka domowa. ' 
I 'i Kaczor. 

2) Kaczka; rinc alte EfdeKMZyca. 

3) Kaczorek, Kacz^. 

Bokoi. Kacice.kacka, kachna; pitoraakacike, 

i) Kacer. 

3) Kaclinicka, kacicka. 
Sei-f). . (0. La-Aj:) Kaczka; (ß. Lauf.) Kaz- 

ka, kaza. 

1) (O. J^mif.) Kaczor; {N. Lavf.') 
Ka^:or. 

J'ilyr. l'atka. — 3) Patfohitzka. 

Craiii. Raza. 

Epirot. Roira. 

Wlach. Ra'ze. 

Ungr. Re'tze, Ka'tsa. — 3) Fiük retze, 

re'tzetske, 
Lelt. Pilile. — i) Pihlu tehwüifeh. — 

2) Pihlu mahtite. 

Ehßn. Parts, part, kodda part. — 3) Pillo 

part. 
Finnl. Ancka, Seorfa. 
Tatar. Kogal. i) Selefin. 2) Oerda. 
Kalmiik. Nogiifiim. 
Szirjiin. Tlchosch. — i) Tfcliordaf 
Korjäk. Galigapil. 
Kamtfch. Selefen Jaitfch. Steiler. ' 

Ditfchimatlch, Leß'eps. 
Lamut. Ne'ki. Lejfeps. 
IVogul. Pott. 
Oßjak. Naeb, Niab. 
Armen. Ordak. 
Jiidian. Bebe. 
Arab. Keniir. Forfkr 
Gronl, Kerluto'k. 
"Mexico. Metzcananlitli. 

Ein Theil der gemeinen Enten vermelirt ficli mitten 
in den ürtcii, wo Meniclieii wolii7en, und ein an- 
derer genieist noch aller Vorreclite der Freylieit. 
]ene pflegt man zahme, und diefe, wilde Enten [zu 
nennen, obgleich crftere aus den Eyern der letzte- 
ren hervorkommen , und ganz und gar keine ver- 
lchiedene''Arten find. Ich richte mich hier nach 
dem gemeinen Spracligebranch, und naclidem ich 
imter die zaliine Ente, alle ailgcmtinere Beiieii- 



tinn(;pn dor Fntcn gtfttzt li.ibe, lall« ich nun die 
wilde Ente fdijje.'i. 

n) Anas bofchas fem. (Omas. 2)|nillus). 

Deutfeh. Die gemeine vildc Ente, der Wild- 
fang, dei- Wildling, die grobe Nvilcio 

Walelientc, die griille lilafscnte, 

die Grofscnte, die Blauentc, die 

Märzente, die Spiepeltntc, die Zorne. 

c\ /V. Sachf. Wübke. 
aoU. Wilde Eend, gckraagde Ecnd, Spie- 

gel-Eend; Stoer-1-iid. 
D'dn. Vild-And; A'or/r. Blaa-Nackc, Blaa- 

Küll; Grxs-And; Island JJlaakoUs 

Ond. 
Schwed, And, (p/iiro/ änter); Gr'äsand, Bla- 

racke. 
Engt. The common wild duck; tbe mal- 

lard; li'elfh Cws Jnvyad, garaii 

hwyad. 
Franz. I,e canai-d fauvage ordinaire, oiieau 

de riviere. 

i) Nonuandic le malart. 

2) Albran, liak-bran, lialebr.int. 
lial. Anitra falvatica; la niarigiana, il ger- 

mano; /^''^»zrsr/flarenafalvadega, pig- 

nöla, pignoleta. 

i) Ravetnur. il cifone; Sardin.cA^o 

A'erde, coUo verde. 
Span. Anade ftlvaje 6 filveftre. 
Port. Pat iihxTrre, adem brava, germano. 
Rnfl. Dikü felefen. 
Pohl, Kaczka dzika.— i) Kaczor dziki.-^ 

2) Kaczorek dziki. 
Böhm. Diwoka kacice. 
Ungr, Vad-re'rze. 
Lett. Raudawa. 
Ehßn. Mets parts, Meere partS. 
Fninl. Seorfa. 

Lappl. Sjutfjo, Laggets, Snartel. 
^apan. Fagutgo. 

0) Anas brafilicnfis f. mareca. 
p) Anas buccpliala. 

[Anas hyberiia. Bn'ffon.'\ 

Dcutfch. Der Dickkopf. 
Holt. Dikkop. • 
Engl. Tlie buffol-beaded duck. 
Franz. Le petit canard a grofle tbte.ßfffb-n-. 
Le canard d'liiver. Briffon. 

Sie pflegt ruh, nur im Winter, in Carolina einzuflellen. 
Ihr Kopf irt mit langen Federn beictzt, und, geben 
demlelben ein l'elir dickes Auithen ; daher derßey- 
name biicephala, 

q.) Anas 



i69 



'MA 



Anas cflerulefcens. 

[Anfcr fvlveftris freti Hudfoni. BrIJfau.'] 

Drttfdi. Die blaue Gans. 
Ho'/. Bbauw Vlerk. 
Ens^l. The blue-winged goofe. 
Franz. L'oie des EfquimaiLx ; i'oic fauvagft 
de la baie d'Hudfon. 

r) Anas canadcniis. 

[Anfer canauenfis fylveftris]. 
DcHifch. Die wilde Canadiiche Gans, 
jPrrr/. The Canada Goofe. 
Franz. L'oie fauvage de Cauada; l'oie ä 
cravate. 
Jie ift grufler als die gemeine Gans, und ihr Fleifch ift 
iiiiglcicli fclimackliafter ; auch hat man fie verpriiie- 
deiithch nach Kuropa gebracht, wofelhn: fie gnc 
fortkommt, und daiier verdiente, natiiraiil'u t zu 
werden. 

f) Alias calarca vid. a. rutila. 
t) Anas cinerea. 

Eii^. The loggerhead, the race Tiorfe duck. 
Franz. Oiieaux grifes, ou oies de pleiii. 
Pernetti. 
Sie v.rlint aüfüen InfeinFaVivland, Statcnland &c. ; ihr 
p'leilch Iiat einen ranzigen (ieichmatk. 

u) Anas circia. 

[ Querqaeduia aefliva. BriJJon. ] 

■TJerJ/cli. Die Sommerkrieke oder Soramer- 
hnlbente; ^/i Bii-kügen, GrawEndt- 
lein. 
Hol/. ZoiTiertaTing. 
Diii!. Krikand. 
Engt. The fummer teal. 
F?anz. Sarcelle d'e'te. 

^u Montreuil-ßtr-niey cnqniird, crl- 
quet. 
ItaL L'arzavola d'ellate. 
Lett. Prikhfehke. 
Sie wohnen in den «nropäifcHen Sümpfen nnd Fl'iffen , 
und im kaTpilchen iüleere ; fie meideü kältere Ge- 
genden; fie find leicht zahm zu machen »ud kün- 
nen mit geringen Kofteu gefüttert werden. 

V) Anas clangula, 

[ Scbellaria. Fabric. ] 
Dentfch. Die Quackerente oder Qnackente, 
die Klangente, die Schallente; die 
Kobelente, die Stranfsente ; Scharbej 
KöUje; die Hohlente, der Srhreyer, 
diiT K'inger; der 'reiDe T'-'^^vog^l; 
die Eisente ; der fchiR'arzkopfige En- 
tentaacher, die Tandiersrairs. ; 



ANA 

TJoll. Kwaker-End, Zee-Eend, Duiker- 

Kiid, Breedbek. 
Dil». Hvin-And, Qvin-Arid, Lund-And, 

Dt!p-And, Skiorand, Chrißicmsöe 

Blanke -Kniv, Bruuskop. 

Nonre^. Ring-öie. 
Schwed. Knipa, fCnip-And. 

Skmi. Dopptng. 
Eng!. The golden e^-e ; the cock - fboveler. 

JVelfh. Llygad aur. 
Franz. La garrot; le petit plongeoil. 
Ital. 11 quatrocchj. 
Span. Aiiade clangula. 
R-'ijT. Gogol, Nürok. 
Tatar. Schomja, Schumja. 

Cla»go> helft das Geräiifch, welches die Schwimmvoget 
durch das Sclilagcn ihrer FlCgel j-.ervorbringeni 
darnach hat die!e F.nte, die fehr ftark l'chiägt, den 
Beynamen clangula erhalten. Siefchreit undquackt 
belt.indig, daher heift fie Qnakerente , Schreyer, 
HviM:md &c. Sie taucht lange und tief unter Waf- 
fer, um Mufcheln zu Tuchen, daher die Benennun- 
gen Ententauflier, Dupand &c. Ihre Kopffederii 
bilden eine Art von Schopf, daher heift fie Kobel- 
(rf. /. Hauben,) oder Straulsente, Kruuskop. Sie 
heift in England the golden eye , weil die Irides 
ihrer Augen gl.'inzeiid gelb find ; in Norwegen 
Ringuye, rbenfalls wescn ihres Aiigeiiringcs; in 
Italien quattrccchj, weil fie an den beyden Win- 
keln \hics iMauies mit einem wciffen Flecken ge- 
zeiclniet iii; nnd im Norden Lundand, wegen der 
eben cnviihntcn Flecken , worin fie mit der alca 
arttica QDän. Lund) zu vergleichen ift. 

Av) Anas ch^Deata. 

DeiUfch. DieLöfTelente, dieSchildcnte, Schair- 
felente, die Spadclente, der Breit- 
fehnabel, die ftloorcnte; der Lang- 
kra.^cn; der deiitlche Pelikan, der 
Seefafan, das Tafcbenmaul. 

HoV.. Slobbe. (Slobberen //<•//? fch!apperiif 
u'ie die Enten und Gävfe.') 

Dan. Krop-And; LcftVl-And, 
Norir. Stok-Aiid. 

Scinfcd. Sked-Anka, 

Eng!. The flioweler. _ 

Weifh. Hwyad' lydanbf g. 

Franz. Le fouchec ou le rouge ; le canard 
ä grand bcc, 

Ital. Anitra cuccbia'o, anitra fpatola. 

Span. Elberrnejo; elanade depicogrande,, 

Hi'.jJ'. Sokliju, (wegen ihres Gijcliretjis Sek! 
Sek !) Schiiokonos. {cf.i.Bniinafe). 

Bfif Zarizi;n. Sarednaja utka. 

Taten: Karrhek buran. 

Kirglf. Irok. 

B^ii-i^t. Galbim. 



471 



ANA 



ANA 



07-» 



Tiinß'tf. Scliopkol. 

Gro:i!. Kcrtlutock. (d. i. Breiffchnabel.) 

Sie m ctwiis Kleiner, als die Hausente, llir Schnabel 
ill am Knitc bieit, iiiid b.iucliii; wie ein Schild oder 
wie die Schale eines Lü.lel«: ; >l:iher ihre ycrfchie- 
denen Benennungen. Ihre Nahrung bciteht ms 
Würmern, kleinen Sch.ilthicren und Inleftcn. Mit 
ihrem Schnabel wcils (ic ("ehr gelchickt die Fliegen 
7A\ langen, daher fllhrt eine geringe Spielart dieler 
Ente bevni Ciesner den eignen Namen Anas mul- 
caria, die Fliegenente, Muckante, Mackente. 

Eine andre Varif-tat Kl des nrilTon fouchet de Mexique 
(anas lera f. bol'chas mexicana) welche von deu 
Mexicanern Tempatlalioac genannt werden Ibll. 

x) Anas colcoroba. Molina hiß. nat. Chil. 

}}. 207. 

f) Anas crccca. 

[ Phascas ; querquedula. ] 
JÖe-itfch. Die kloine Kricke oder KriecTiente, 
die Kri keilte. Krieche. Biekelchen; 
Spiegelente; Rothetite; Pfeifente; 
Trufiel; Socke; An Ohrrrliein Kav- 
nellen, Kernel; N. Sachfen 'Wöhke; 
Liefland Schupsente. 
Holt. Scliyf-Taling; de franfche Taling. 
Dan. Krik-And; Atteling-Ajid. 

Norweg. Hcllelort-Aud; Lort-And; 
ort. 
Schwed. Arta; Wefihothn. Kräcka (^datier der 

latinißrte Name Crecca.) 
Engl. The teal; the common or european 
teal. 

Galic. Cran-lacha. 
Welfh. Cor-hwyad, Crach hwyad. 
Franz. La petite farcelle ; cercelle. 

Bourgogne racavette. 
Itat. L'arzavoletta 
Span. La cerceta pequena. 
Port. A cerceta pequena. 
Rujf. Tfchirok, Gurka. 
Poln. Cyranka. 
Sie ift nicht ganz fo grofs, als die Winterkrieke {^n. 
querquedula), und auch übi^jgens nicht fehr von ihr 
unterfchieden, Einige Naturforfcber haben fie für 
den Erpel der Sommerkrieke (An.circia) gehalten. 
Ihr Fleifch hat einen vorzüglich delicateuGel'chmack, 

z) Anas cygnoides, 

[Anfer guineenfis; anfer hifpanicus. ] 
Deutfeh. Die Schwanengans ; die türkifclie 

Gans, die fpanifche Gans ; die chine- 

fifcheGans. 
Holt. Zwaangans, 
Ddn. Svanegaas; Tyrkifk Gaas; Siberlfk 

Gxas, 



Schwed. Tiirkifk Gas; SibcriTt Qvs. 

Engl. The fwan gocfu; tlic fpanifli goofe; 

tlic cliinefe goofe. 
Franz. L'oie de Giiine'c ; l'oie de Siberie; — 

l'üie de I\lofcovie. Brißbv. 
Ital. L'oca diCiiiinta; l'üca di Spagna; 

l'oca di Sibevia. 
Span. Oca de Guinea; oca de Sibcria. 
Ruß'. Kitaiskoi gus. 
Mango!. Chongor- galu. 

Ihre nrlprilngliche Wohnung iP: Afrika ; von da i(l fie 
nach Kiiropa gebracht worden, wolclbtt lie gut lort- 
komnil, und lieh belbiiders in den nOrdlichen Cie- 
gcnden ftark vermehrt, weshalb fie unter andern 
»iicli die libirilche Gans genannt wird. Sie trägt 
ihren Hals wie der Schwan, daiitr führe fie deu 
Beynamen cygnoides. 

aa) Anas cygnus. 

[i) Cygyms ferits. 2) Cygnus manfuetus. f. 

olor. ] 
Lat. Olor ; vnd nach dem Griechifchen cyc- 

nus, cygnus. 
Griech. Kyknos, kydnos. 
£)e?t//f/ü. Der Schwan; In iiltern Zeiten, und 
in verfchiedenen Provinzen, hefon.iers 
Schweiz Alpiz, Albfeh, Elblch (/«// 
ans dem laleinißlien albus enißamen 
feyn). 

'Tenton. Alpiz, Albiz, Etleha, Suuana. . 
Holl. Zwaan ; In alten Plakaten Deem, 
Deen ; In älteren Zeiten hicfs das 
Viännchen Swaenaerd Jind das ff^eib- 
chiii Swaeninne. 
Ddn. Svanc. i; Snabelfvane. 

Island Alt't. Svanur. 
Schwed. Svan; AltMher, Elftur. 
En^l. The fwan; Ein junger Schwan Cyg- 
ret. i) The elk or kooper; tiie 
wild fwan. the whiftling fwan. 
Auglf. Ylfette. Ylfete. Swan. 
Gaüc. Eala, Geis, Gall, Ai. 
IFelfh. Ab«ch. 
Cornifh. Elerch. 
Franz. Le rygne. 

Jlt. Cifne, figne. 
Itat. 11 cigno. ' 

Alt. Cifano, cecero. 
Span. El cifne. 
Port. O cifne. 
Jiulf. Lebed.^ 
Poln. Lab?di. 
Böhm. Labut. 
Ci-ain. Labod, Lnbud. 
mach. Lebede. 






ANA 



AXA 



274 



lihp-. Labuds. 

t-'-i/jr. Hattj'u. 

L-tt. Gulbis, 

h'hjln. Li.'ik, Liiiga. 

/•7rr/. J.iiicr). Jocxin, Joiiitzen, 

/.■f//. Njuktja; ^mge Schwäne jeudach. 

Ihre. 

Njufzhia; Ein junger Schwan Jefine. 

Ti-.tnr. Akkö. 

Air gif. Akkö. 

Bi'.char. Ahkö. 

Earab. Akkufch. 

Bafchk. Akkofch. 

If'ogitl. Korin. 

IVotjak. Koten, Jus. 

.Sxirj'an. Jus. 

Bvrät. Chun. 

Kalmuk. Chaii, Chu^n, Chun, 

Irkiitzk. Sniala. 

Tungiff. Gag. 

JCorjäk. Aupreuttoaet. 

•y]tm. Kui. 

Der Sthwan lebt in Europa, Aficn und Ameriki», und 
liebt mehr die nl'rJiicIicD , als die liidüclien Ge- 
genden. F^i ilt der gi''-'!te, ftärkfle luid rch.Vnfte un- 
ter den Srh\vininiv"geln. Er befitzt eine vorzügli- 
che üelcliicklichkcit im Schwimmen, und man hat 
gegl.iubt, dais die Aiten den Bau der Fahrzeuge 
zucn't von ihm entlehnt haben. Im Fliegen ift er 
nic'-.t minder gel'chickt. Wegen der reinen und 
blendend weiiren Farbe feines Gefieders ii't er l'chun 
in den altefien /leiten als das erlte Mufter, belon- 
ders von oen Dichtern nnd Fabelerfindern, geprie- 
(en, und nli ein Gcgenuand der Verehrnng auTgc- 
i?eilt Mrrdrn. Die jui'gen Schw.ine find grau, und 
erhalten erft eine mehrte vieilTe Farbe, «'enn fioiich 
geniaiilet haben, laid werden erli vollkommen m cifs, 
nach i!ein zweyten Jahre. Wie man glaubt, lollcn 
die wilden Schwäne, errt nach der zweyten Wech- 
felting ihrer Federn, die wci/i'e Farbe erhalten. — 
Die wilden Schwäne fliegen in zahlreichen Trup- 
pen, und die zahmen Ichwimmen in Gei'ellichait. 
In ihrer Liebe (ind fie feurig und eirerfüchtig, fo 
dafs wohl, nach einenr langen Kampfe zweyer iMit- 
. biilUer, enicrvoii beyden das Leben einbüfst. Sonll 
find iie, wenn lie iiicht gereizt werden, (ehr fried- 
lich. Ihre Jungen lieben fie zärtlich. Indetl'en der 
Vater fie vertheidigt, bedeckt die Mutter iie mit 
ihren Fiiige.n, lehrt fie Ichwimmen ä:c. 

Die Schwäne pflegen zur Zierde gehabten zu werden. 
Ihre Verletzung ifi: in mehreren Landein ruit fchar- 
fen Strafen belegt worden, wie z. B. in Holland, 
woi'eiblV fie noch beibiidere Vorrechte und einen 
eignen Auüelier (^Pluitngraaf) haben. In Hamburg 
findet envas Aehidiches S::att. 

In ehemaligen Zeiten wurde der Schwan zur Tafel ge- 
bracht, mehr zum Prunk, als zum Genufs, denn 
das Fleuch deileiben iltlchwarz, ha.--» .•nA unfchmak- 
halt. Jedoch foil das 1-leilch eines jungen Schwa- 
nes delicat leyn. 

CalholicoK. Naturgf/chichle, Bd. 1. 



Der Schwan erreicht ein hohe.-: Alfer ; vonhundertiähri- 
gen Schwänen reden mehrere Autoren ; jedoch ift 
es übertrieben, wenn fie uns von einem dreyhun- 
dertjährigen Schwan erzählen. 

Ohne einen melodifclien Gefang tor feinem Ende hören 
zu laßen, Ihrbt der Schwan ruhig, wie die meiften 
Thiere. SonlHft leine Stimme lieifcher, gewöhn- 
lich aber iil er ftilie. Dem wilden Schwane will 
man einen nieioJüchen ftark fchallenden Gefaiij 
nicht aUipreciien. 

bb) Anas difcors. 

Dmtfch. Die bunte Ente. 
Franz. Sarcella foiicrourou., 

t ) farcelle foucrourette. 

Amerikanifche Vögel. 

cc) Anas dominica. 
Deutfeh. Die Kriechente von Domingo. 

Chilcanauhtli, Colcanauhtli. Hern, 
mexic. 

Aä) Anas erytliropus; derRothfus. rnä. 

c. & k.) ^ 

ee) Anas falcata f. falraria. 

Deutfeh. Die Sicbelente. 
Engl. TJie lalcated diirk. •* 

Rvß. Kafatoi rflefcn, Kofatfcb. 
Mongol. Borö-nogollun; Char-tologoi-ne- 
golVun. 

Wohnt in Siberien. Ihre fünf unteren , »crlängerre» 
Schwungfedern find abwärts licheüürmig gebogen, 
und haben zu dem Beynamen Anlafs gegeben. 

ff) Anasfei-ina. 

[Anas fera fusca f. media]. 

Deutfeh. Der Rothhals; die Reiherente; die 
Srraui'sente; die Aiittelente (weil ße 
kliincr als eine Ente, i.-ud gröjfer als 
eine A'rieke iß); die RotJiente ; die 
wilde graue Ente, die braunköpfige 
Ente. 

Holl. Rofle Ecnd : graauwe of bruine 

Eend; Roodkop, Roodhals; Mid- 
del-Eend. 

Dein. Brun-Nakke. 

Nortveg. Röd-Nakke, Kiserns-And. 

Schwed. Rödanka. 

Engl. The pochard ; the poker: the red 
headed wigeon ; the common grey 
Migeon ; jiuf den Loudner Markte 
platzen find ße unter dem Namen dua 
birds bekannt. * 

IFelfli. Hwyad bengoch. 

Franz. Le milouin; cane ä tete roufle. 

S En 



275 ^^^ 

Ei: Brie Mnrrtnn. 

Ilct, II collo loflb; ia niilliiina. 

Si-nii. El niiliiino . 

fi:-^. Goliibaja iifka; Goluliaja tfclici-nli. 

Lcit. Raiidawa, Raiidewitli. 

Sie wolinen iniNonlcn lind riclicn gcgoii Winter triipp. 
weilb nach Sililrn, Ibgar bis nach Afgvptcn. llir 
Kieilch ü't eine fchr belielte Speife. 

gg) Anas fulig\ila. 

[Anas criftata; anas ciiThata; — 
Glauciuin mimis. BriJJhii.'] ^ 

Dc'.'.tfch. Die curop'aifche Haubenentc ; die 

Straufsenre; die IMoorcntc; dieVuU- 

ente; Freleite; Kusgcn. 
Hol!. Toppertje. 
Dan. Den europifke Top -And. 

Novic. Truld-Aiid. 
Engl. The tufrcd duck. 

IFeifli. Hwyad t^oppog. 
Franz. Le petit ir,orilloii. 
Jtal. La morettina. 

reiifzia il capo ne^^ro, 
Span. Anade crütado de ribera pequeuo. 
Eiijf. Tlchernet; Kochlatar tfernil. 
Tatar. Kurultak. 

Wird hauptfachlich wegen ilirer Schönheit von den Lieb» 
habern gezogen. 

hh) Anas fulva. 

[ Penelope mexicana. EriJfou.'\ 
Li Mexico Quapachnauhtli. Raj. 

ii) Anas fiisca. 

[Anas fera fufca; anas nigcr.] 

Dcutfch. Die braune See-P^nte; der Turpan; 

die nordilche Ichwarze Ente. 
Holt. Bruine Eeiid. 
Dan. Svart-Aiid. 

Chrißlans'öe Svserte. 

AW?f rg. Soe - OiTC, Hav-Orre; des 

Pontoppidan Sav-Orre ; Einige Land- 

tetite nennen ße Sorte. 
Schwed. Svärta. 
Engl. The velvet duck; the black duck. 

IVelfh. Hwyad felfedog. 
Frenz. La grande macreul'e ; la double ma- 

creiife. 
Jtat. La doppia velia. 
Spa». Anad|^'uegro grande. 
Rujf. Turpan. 
Föin. Glowienka. 
Bfl^ckiih: Vrok. 



ANA 2:" 

Ofjjnt.: Tulb'ik. 
Burät. Ukir karafcl.i. 
lakuizk. Tlclicriiit niorskaja. 

Kk) Anas galericnlala, 

Dcitlfch. Die Fcdt-rkapppc. 

Hell. Gekapte 'l'alin;:;. 

En^l. The cliinelb tcal or duck. 

Franz. Sarci-Ue de la Oiinc; von einiget]. 

canard de Nanquin. 
^'apau. Kin mod fuis. 

Sie wohnt in China und J.ipan, nnd verdiente wegen ihrer 
inncrglcichlich Ichijüen Xt-ichniing in Kuropa jje- 
zos;c!i zu werden. Die Cliinerer Icli.itzen (ie i(;Ur 
hoch »uuflv erkaufen (ie tlicuer ; man lieht fic oft 
.Ulf ihrem Papier und Porzellan abgebildet. Auch 
hrilteu fic lelbi^c lür ein- Siinibild der ehelicheii 
Ticue; cjncI5raut erhält den .Abend vor ihrerj-loch- 
zeit ein Paar der IclKiiilten Knteii, mit Bändern ge- 
llhmückt, zum Geilhenk von ihren \'crttanten. 

11) Anas gambenfis. 

Deutfih. Die ganibilche Gans; der Schwan 

von Gamba. 
Engl. TheGambo goofe; Üie Tpar winged 

goofe. 
Franz. L'oie armce, l'oie de Gambie; l'oie 

du cap de boiine efperance. 

mm) Alias gattair. 

Arab. Gattair. Forfk. 

im) Anas glacialis. 2) Anas hyemalis. 

i) Anas longicauda ex infula terrae novae. 
2) Anas longicauda islandica. 

Dentfch. Die Eisente; die Wintcrente, die 

» Kirre, die Angeltafche. 

Bali. Winter -Eend.' 

J)än. Islands-And: (Vinter-And). 

CliriiiiausÖc Klaeshan, Gadifle; — 

Dykker. 

Norweg. Ungle, Angletafke, Troe- 

förer; Havold, Havaslder, Ha-ella, 

Haold. 

lilani Haavella. Haold. 

Frro'! Ocdcl. [^Q^dcrquediila fcreenßs'). 
ScJiTfd. Vinter-.'\nd. 
Eng!. Thn lor.gtal'.cd duck, i) The fwa!- 

low-tailed fneldrake. 2.) The fliarp- 

tailed duck called huA-elda. 

Ifclfli Hwyad gynffon gwennol. 
Franz. Lc canard ä longue queue. 1) de 

toire neuvc; le canard de Miclon, 

3 ) d'Islande. 
Ri'Jf. Kaü.^.bak, Sawka. 
CrÖnL A^ieJi. 

Sie 



277 ANA 

Sis «-ohnfii im Norden von Europa, ARnn und AmeriKS, 
i;nd find w?iiig von cinandn- verfeineren. Aus ih- 
rem Sc/.«-;n;7.e gehen l.inge Keilern hcn-or. üir 
t'ieü'ch !climec.ki. nicht lomieriitii. 

oo) Anas glauciüii. 

[Anas plaryrhynchos. } 
Dmifcr:. Der Breitfclinabel, die Scl'.a'.ent-e, die 
Löfieleiite;. iV. Saclif. Lepellchnute. 
No'!. Brulnetje. 
J)än. Krekkop, Dykker. 
Schifed. Brunnacke. 
Eng!. The moiillon; thegre^' headedduck. 

U^clfh. Hwyad benlhvj^d. 
Franx. Le morillon. 

Ell Brie. Le jacobin. 
Ital. La moretta. 

Venczic. il capo roffo. 
Sie foll diefelbe Ente feyn, welche die Griechen wegen 
der Farlie ihrer Augen glaiikion genannt haben. 
Sie wohnt im Norden von Kurona nnd Afien. Au 
der Brult und am Bauche liat lie vortrelfliche Du- 
nen, liir Eleifch (chmcckt gut, wenn es einige Tage 
in Eflig gelegen hat. 

pp) Anas hiftriouica. 

Deittfch. Die Kragenente, die Harlekinsente. 
Holi. GckraagdeEeiid, Jr,n Potciij^ieKend. 
Island. Straumaiid, iirimdue, Gravand. 
Engl. Tlie harlequiu d'ick ; tlie ftone duck; 

the dufky and Ipotted duck. 
Franz. Canard a coUier de tene neiive. 
Ruß'. Karaeniifcha. 
Wohnt meiü im Korden von Europa, Afien, und An-,e- 

rika, ift beynalie Co grcfs aU die gemeine Ente . 

trägt eine v eilie, icliwai z eingelalste kragenformi^^e 

Binde , und führt, vv-egei; ihrer Ibnderbaren i^cicn- 

jiung, den Namen hilirionica. 

qq) Anas hycmalis. Conf. an. glacialis. 
rr) Anas hyperborea. 

[Anler niveus.] 

Dcufßh. Die nordifche Schneegans; die Sclilc- 
ckergans. 
■/ HoU. De nordlche Snemvgans. 
- Dan. Snce-Gaas. 
Schwed. Snö-gns. 

Enß;l. The fnow goofe ; the white brant. 
Ruß". Bjeloi gus (rf. /. weiße Gans.) 
■ ffakut. Yrung gafs. (d. i. weiße Gans.) 
Oßjak. Ungula cliateng (d. i. Znngrnlofei' 
oder ßumwrr Schwan ; diefe Devtn. 
tmng rührt daher, weil er im Fliegen 
keinen Laut vonfich hören laß). 
Wolint im Norden von Amerika und Afien ; dient ilen 
Bewohnern der nordbTilichcnW'iirteiieyen vouSibe- 
rien zur vorziiglith-len Nahrung. 



ANA 



27s 






^ Anas islandica. 

Islani. Hrafn-Önd. 
tt) Anas kagolka. Cmel. nov. mmu veh-op.. 

L't eine \'arietät von anas penclops. 
Eigentlicli heill kagolka oder chocholka der Schopf 
oder Fcderburdi einiger V^gel. 

uu) Anas kekufchka. Gmel. Her, in, 24g, 

Wohnt am kafpifcheu p.Ieerc , üir Fielfch, lut einen 
ranzigen Gelcinnack. 

Yv) Anas leucoptcra. 

Deutfeh. Die v.'ciis geflügelte See -Gans auf 
den Falklandsinfeln. 

Engl. The wliite winged antarftic goofe; 
tlie bouftard goofe. 

Franx. L'oie de lies Malouines ou Falk- 
land ; — l'outarde. 
Ihr Fleifch ift gefmul, nahriiaft und wohifchmeckeud. 

w\v) Anas mavila. 

[Anas fiibterranea. ] 

Dentfch. Die Bergente; die Moderente, die 
Murente ; die uncerirdifche Ente. 

Ho!l_. Bcrg-Eend, 

Ddn. Poli'k /lidelmand. 

Schwsd. IMull-and. 

Engl. The fcaup duck. (d. i. Äinfchelenfe ; 
• weil fie Jich von aißgehrocfieneu MiU 
fehein nähren foll.) 
U'elfh. Llygad arian. 

Franz. Le millouinan. 

R-ß. Longitfchensh ; — Kagolka. 

Den IJpynamen marila hat fie wegen ihrer herrfcheiide.q 
Farbe erhalten; iitnrUe ift eis griechifches Wort, 
vnd heift Kohlenft.^ub, Loderalchc. Inzwilchen ift 
ihre übrige Farbenzeichnung fehr vcri'tiiiedeu, (a 
dafs unter einem Trupp von jp bis so ielten zwey 
einander ühnlich find. Wohnt im Korden, zieht 
im October nach Süden, und hiilt fich oft aiU'iuuu« 
irdili:hen Holen. 

xx) Anas merGi. 

De:(tfch. Die Ruderente. 
Engl. The Ural duck. 
Ruß'. Sinjaiafawka; Sawkalinjanofaja(<;f.f. 

Ente mit einem blaneii Schnabelß. 
Bafclikir. Air.ik bajan. 

Sie hat eine vorzügliche Gefchicklichkeit im Schwim- 
men, nnd bedient fich ihres Schwanzes als eines 
Steuerruders. Defiio untauglitlier ilflie zum Ge- 
liCü und Fliegen. W'eim man fie ängftigt oder 
1 ci/t, fo verändert fich die blaue Farbe ihres Schna- 
bels und wird allmählich bleyblau, fo wie er allmäh- 
lich wieder blau wird, fo bald fie fich beruhigt liar. 

S 2, yy) Anas 



«79 



ANA 



ANA 



2S0 



y\0 Anas nicxicana. 

[Anas chpcata mtxicana. Erißor..^ 
Hlexico. Yacapatlahoac. Raj. 

72.) Anas moUifluna. 

[Anfer laniiginofiis ; Anas pliimis moHilTi- 
mis; Anas Sti Ciitberti f. Farncnlis]. 

JJii'tfch. Der Eidcrvogel, die Eidergans ; die 
Sanrt Kutberts-Ente; die Bergente. 
Holt. Eiciorvogel. 
Dan. Edcrfiigl. Eddergflas. 

Fivör. Kider\ogel; und wenv er ein 
^alir iß und feine Federn geweclifclt 
hat Eiderblicke. 

Dronllieim ji-X'ugl. /Erfteig, yEfteg. 
r^onveg. Edderfugl, 
Island. yEdarfiigl. 
Schited, ada. Eider, Gudunge, adarfogel. 

Bakus. yEra. 
Engt. The eider; tlie foft feathered duck; 
tlie St. Ciithberts duck; the great 
black and white duck. 
^?</' den Jl'eftinfeln tlie colk. Martin. 
Orkney. The duntiir gnofe, Sibb. 
Galic. Lacha lorhlannnch. 
irelfh. Hwyad fwythbki. 
Pranz, L'eider, l'oie ii duvet, le canard ä 

duvet. 
Ita!. Oca di piumc moUiffime, o eider, 

oca di pcluria. 
Span. La oca de tloxel u del plumon. 
Port. O pato de frouxel. 
Riiff. Gachka. 

Läppt. Haud; das Männctieu Likka; und 
wenn der Fogel ziierß feine Federn 
geweclifelt ItatMnokke ; Eine kleinere 
Spielart Jiihrt den Namen Hover. 
Grönt. Mitek, Merkit; das IVeibclicn Ar- 
nauiak. 
Diefer nordifche Vogel ift allgemein bekannt wegen fei- 
ner weichen Federn, weiche man Kiderdiinen nennt, 
und wovon diejenigen am mcilten gefchätzt werden, 
welche er fich lelbft ausrnpft, um fein Neft damit 
zu bekleiden. Sein Fleifch ift thraniclit, und wird 
daher in Norwegen und Schweden nur von armen 
■ Leuten gegeffcn ; die Grönländer hingegen, welche 
überhaupt grcffe Freumle vom Thran ;ind, eilen es 
mit Begierde. Auch die Eyer dienen zur Speil'e 
und füllen ziemlich wuhlfchmeckend leyn. 

J>en Namen Eider führt er, weil er fich h.'iufig auf dem 
Eidcitlnjs im Hoifteiniicben liehen ISIt und nn't fei- 
nen Dunea dalelbft ftarker H;u.dcl getrieben wird. 

Die Eiderduneu heill'cn aufFranz^ififch nciie^dun und 
aigle-don. Die letztere VerftlimmriuTig hat ehe- 
dem Viele verleitet zu glauben, . :i >; riefe Dunen 
aus dtri^ Xijte gewifl'gr Acitr £eno-.nu)«'n würdeih 



äaa) Anas mnfcluU:', 

[Anas indici: cairina; libyca; fylvcdris 
bralilienlis. ] 

Deutfch. Die Bifamcntc; die ti'rkirche Ento; 

die indianilVlic Enre ; die cairilche 

Ente ; die libyfche Ente. 
//(','/. Moskaat-Eend. 
J>Hi'. Desmcr-And. 
Srhwed. Desnian - And- 
Eiigl. Tlie indian duck; the Guinea duck; 

the Cairo duck; the mufcovy duck. 

{d.i. die Ä'lofc'ms- cder Bi/aniente, 

aber lüiht die mofkouiUfclje Ente, wie 

Kay fchou augrtncrkt lud.) 
Franz. Canard murine'; grolTe cane de la 

Guine'e; v.'i/::)« canard dinde, canard 

de Barbcrie, cane de Guine'e; In 

Gtiiann canard fraiic. 
Ilat. L'anitra niiischiuta; aiiitra d'Lndia; 

anitra di Libia. 
Span. Anade de almizcle, o de Berberia. 
Fort. Pato almifcavado, pato de India. 
Puln. TiM-ecka kaczka. 
Brjßt. Ipcca-guaca. 

Ift urfprtinglich in Amerika zu Haufe, obgleich ihre ge» 
inciiieu Bcneunungen ein .'indevesveiniuthen lullen. 
Sie i irt lieh leicht zahm macliei; , uiui wird häufig 
in l'.uropa gezogen. Ihr Fieiüh wird von einigen 
gerühmt, andern hingegen will es nicht gefallen. ■ 
V.s riecht und Ichmeckt ziemlicli flark nach Bifam, 
daher (ie auch den Bcynamen cihaltcn hat. Dic- 
ier Geruch entfleht v-in Feuchdgkciten welche lieh 
in gewiffen üriilen auf dem Bilizel befinden. D.i- 
mit al!b dieFeuchtij^keit nicht ins Fleuch Übergebe, 
fo pllcgen die K'.che den Bürzel dicler Ente, fo 
bald tie gel'clilachtet ill, abzulchneiden. 

bbb) Anas nigra. 

JJeutfcti. Die fchwarze Ente. 

Hntl. Zwarte Eend. 

Norui'. SvartAiid; fort Dnp- And. 

Engl. The fcoler or black diver. 

Franz. La inacreufe. 

Ital. La velia. 

Wohnt im äuifcrflen Norden ; ift leiclit zahm zu fiia- 
chen ; n;ilnt (ich von Schalthiereii ; hat einen ran- 
zif'cn Gel'c'im.ick ; ilt jedoch hl catbolifthen Läu' 
dem als Fallf nipeile erlaubt. 

ccc) Anas novae hifpaniae. 

Tokecülotti f. Metzcanahacbtli. 

ddd) Anas «lor. n i. an. cygnus;. 
cee) Anas penclops. 

[Anas lüiuiuris. } 

Deutfch. 



2SI 



'ANA 



ANA 



aSa 



Ikittfch. Die Pfeifent'e; die Sclimiente, die 
Schmeycnte, die Sclimiiente; die 
; Speckent-e; die Blafseiite; die Eis- 

ente mit einer ^veijTen Pialte; die 
Seälfter; die Weifsflirn. 
BolL Smient, Fluitende Eend. 
Dan. Brunnakke, Blas-And, Gräs-And, 

Stjert-And. 
Schwcd. Vri-Aiid. 
Engl. The wigeon, the whewer ; tlie ^vllim, 

JVelflu Chwiw. 
Franz. Le canard fiffleur (Le vingecn). 
In einiß'in Provinzen Oignard. 
£» baffe Picardic Oijfne. 
En bäij'e Bretagne Penru (rf. i. Roth- 
' fi-opf) ■ 
Ital. L'anitra fifelnatrice. 
Span. Ai;ade penelope. 
Kn/. SwieltK-li, Swifcli, Swiftarn 
Kamtfch. Swies niygum. 
Bcifkir. Tanbak. 
Ptnetofs liiefs bey den Grieclien eine gewifTe Art Ente, 
welclie man gewühnlich für die Pfeilente zu Iialteu 
pllegr. 
Sie ift kleiner, als die Haiiscnte; fie lalst einen durch- 
dtiiigenden pfeifenden Ten, im Finge, von ficli hu- 
ren ; ihr Fleifch hat einen delicaten Gel'chmack. 

eee) Anas perfpicillata. 

Dcutfch. Die Brillen te. 
Holl. Bril-Eend. 

Engl. The black duck, the great black duck 
^. from Hudlbn's bay; the whilk. 

_., Franz. La macreule a bec rouge; ]e mar- 
rhand ; la grande macreule de la baye 
de Hudlbn. 

"l^'olnit in Nordamerika; ift etwas gril^/Ter, als die ge- 
. wühnlirbe biite; flüirt den Beynamen wegen der auf 
ihrem Sclmabel befindlichen Flecken. 

fff) Anas picta. 

Deutfeh. Die Landgans. 

/. Engt. - The paintcd goofe. 

"^ohnt in Staatenland; Ihr Fleifch ill delicat; auch ihre 
Eyer lind Ichmacklialt. 

Sog) Anas querquedula. 

JJev.tfch. Die Winttrkrieke, die Winter -Halh- 
ente; die fdiäckige Kriekente; die 
Bergente; Knäikente; Keniell. 

HoU, Wiricertaling, Aliddel Eud. - 
1| • Dan. Krik-Aüd; Säur- And. 

*■' Island, ort. ^ 

Sclitaed. TCryp-Aiid; Arta. 
■ I 
II 



Eng!. _Thegarfrancy; — An einigen Orten 

the fummer "teal. Penn. 

ireifli. Hwyad addtein. 
Franz. La fareelle commune. 

In vcrfchiedenen Provinzin cercelle, 

cercerelle, alebrande, halebrand, gar- 

zotte. arcanette. 
Ital, L'arzavola comune; farche'tola, 

Sartella, cercedula, cercevolo, gar- 

ganello, fcavolo. 

Sardin. Anadone (d. i. hkine]ßnte). 
Span. Cerceta. 

Ba:i. Cerceta. 
Port. Cerceta. 
Rnff. Tfcbirok, Neklow. 
Poln. Cyranka 
Böhm. Cirka. 
Lett. Prikfchke. 
Kamtfch. Tfcliirok pefuckchitfeh> 
Tunguf. Tfchirkuti. 
Kirgif. Tlchirogai. 

hhh) Anas ruficollis. 

Deutfett. Die rothbriifliige Gai« ; Rothhals; 
Meernordgans. 

Engt. The red breafted goofe. 

Riff. Morfkaja kafarka. 

Poln. Gatgolka. 

Tatar. Karakchas (d.i.fchwarze Gans). 

Oßjalt. Tfchakwoi {von ilirem Laute'). 

Samojed. Tfchagn. 
Wohnt in Nordfiberien ; ihr Fleifch ift fehr fchmack. 
Haft; fie kann aber nicht häuslich gezogen werden» 

iii) Anas rufiiia. 

Dcutfcli. Die einfatije Ente. 

Engt. The great red headed duck; the red 

crefted duek. 
Franz. Le canard fiffleur huppe'. 
Am Icafpifetten Meere Tfchmakowaja utfchk», 

kkk) Anas ratila. 

[Anas cafarka. ] 
Dcutfcti. Die gelbrothe Ente. 
Ruf. Krasnaja utka, Warnaw»; KfäSndi 

turpan. 
Tunguf. Angder. 
Bnrät. Aiigir. 
lidtinuk. Argur, 
Bncliar. Kanger. 

Kirgif. Kifil kai (^d.%. rottit Ente). 
Oßjak. At, 
Vchnt im füdlichen Siberien; baut in hohle Pappef» 
und andere Bäimie, oder niitet, wenn diefe Ithltu, 
in verlaiTenen Dachs- und Muriiielthierliöhleii. ü«- 
l ic'i;th iil delicat. 

111) Anas 



d' 



■2$3 



ANA 



111) Alias Icaiidmca. 

[Anas fltoora. Müller Xoo'. Da«.}, 
JkutfcU. Die r>npplaiiditcheEnte, 
l)j)i. Lappifk And. 
Engl. The Lapmark duck«. 
Lnppl. Skitr. 

minni) Anas firfiiir. 
A-ab. Sirfseir. Forß. 

nun) Anas fpcclabilis. 

[Anas fretl Hudibnis. ] 
Denlfch. Die zicrÜclic Ente. 
Län. Süe-Orro, Hav-Orre. 
Engl. The king-duck; the grey headcd 

duck. 
Franz. Canard ä tete grife ; canard de labay© 

d'Hudlbn. 
Gi-öiit. Kingalik. 
D.is Fleikh ift lehr fclmiackliaff. 

ooo) Anas fponfa. 

Dmt feit. Die Braut; die PlümentA 

Uoll. Bruidje. 

Engl. The fummer duck, 

franz. I-e beau canard huppe'; le canara 
huppe' de la Louißane; le canard 
d'ete'; von den in Louifiana ctablirtcn 
Franzofen canard branchu ,{tveil fte 
cmffilegt). 

Ital. La bell' aniti-a capelluta. 

Mexico. Yztaftzon yayauhqui {^i.e. avis varü 
capitis. Heniand.). 

Eilie der fchoiiften Enten ; fie ift weit kleiner als die ge- 
ir.eineEnte; ße baut in Iiolile Bäume, am liebften 
in folche Baumncfter, welche die Ellleni verlalTeu 
haben; ihr Fleuch ilt lehr delicat; den Namen 
fponfa führt fie wohl wegen ilires zierlichen Kopf. 
putzes. 

ppp) Anas ftrepera. 

DeiUfch. Die Schnatterente, die Schnarrente j 
derLeiiier; die Lockente. 

ffoll. Roep-Eeud, Roeper, Baanroeper, 

I)än. Knarr-And; Knarr-Gaas. 

Schwed. Snatter-And. 

Engt. The gaddwell, or gray. 

Wclfh. Y gors h\v\-ad Iwyd. 

Franz. Le chipeau {in Norniandie). 
Picardie Rldenne, ridelle. 

Ital. L'anitra ftrepitofa. 

R'iijf. Polumateraja ; polucha utka. 

Sie fchuattert ftKrker, als die gemeine En'e; man Iinlt 
fie, um wilde Enten t erbeyzulockcu; fietauchi lehr 
fertig; ihr l'ieifch iü icüniaddiaft. 



..ANA P84- 

qqq) Ana.? tadorna. 

[ Chenalopex, vulpanfer.] 
Dfutjch. Die Brandgans ; die Furhsgnns; die 

Erdgans; die Ringelgans ; der Tifi h- 

treiber; die Kracligans; die 13erg- 

cnte; die Lochgans. 
' ffoll. Brandgans. 
JJä>:. Brandgaas; Gravgaas, 

Ffvöe. HuNtimmer. 

Noi-weg. Vagcrgaas; RInggaas; Ur- 

gaas; Rödbielte. 

Island. Avckong. 
Schwed. Brandgas. 

Gotbland. Jugas. 
Engl, The fliieldrake; the borrough duck. 

Jn the Orblies the fly goole (rf. ?. 

die lißige Gans, die Fitclisgans), 

Aiglf. Berg- Ander. 

Galic. Grit vihcadh. 

Jl'flßi. Hwyad \r eitliini HNVyad 

fruith. 
Frenz. La tadorne. 

Picardie Berclan. 
Ital. La tadorna, o branta. 
Span. Tadorna. 
Port. Tadorna. 
Rn[f. Picgaiika, Peganka. 
Bafchkit: Turalak.^s. 
JGrgif. It al.-ikas, Itala. 
Kalinnk. ChancJio Ualak, 
Tnnguf. Buntal. 

Sie wohnt in den enropäifchen und afiatifchen S?ejjegen« 
den ; lie legt ihre Eycr in Euch^- und Kanincheii- 
Jüclier, daher ihr Name Fuclisgans. VorziiglicJi aber 
fcheint lie dielen Namen deswegen zu verdienen, 
weil fie ihre Jungen, wenn Jagd dai auf gemacht wird, 
mit vieler Lift zu retten fiicht. Sie wird mehr der- 
Sclu'inheit wegen, als zum Nutzen gezogen. ilire 
Dunen find fo weich, wie Eiderduneii. 

rrr) Anas vidiiata. 

Umtfch. Die Wittwe. 

Eiii^l. The fpanifli duck. 

Franz, Le canard du ftlaragnon; le canard 

ä face blanche. 
Span. Viudita \d. i. kleine IFittwe^. .7, ' 

Pie fnanifthen Einwohner zu Karthagena in Amerika nen- 
nen fie t'/.((i/V/7 , welches Wort von denr^uto^•en irrig 
in viiidila verwandelt worden ift. 

Etwa«! Aehnlichkeit mit diefer hat die Ente auf der Inl'el 
St. Domingo, welche von den daligen l-JinM-ohneri» 
fiiue genannt wird. Gmelin hat fie unter dem Na- 
men Anas Jacquini angeführt. 



ANASTÄTICA. [Botan,^ 



Anjtfta- 






A^•A 



ANC 



286 



Aiiaftadca hicrochutit^ca, 

[Rof.i hierochontea; rofa de hierIcliO.] 
DcHtj'ch. Die Jericliorofe. 
Hol!. Roos van Jericho. 
Pän. Jerikorolc. 
Schtced. Jerikoros. 
Engt. The rofe of Jericho. 
Fninz. ' La j t'rore' liygometrique. Encijd, 

vn!g. la rol'e de jt'rico. 
Ital. Rofa di Jerico. 
SpiV!, Rofa de Jerico. 
Fort. Rofa de jerico. 
Foiii. Roza Jetychonska. 
Böhm. Ruze z Geryciia. 
/f.gifpf. Kaf iTicirjam. Forfk. 

D.ev rflanze fiiliit mit Unrerlit den Namen Rofe von 
Jericlio, weil (ie «eder eine Rute i(r, iiocli in den 
uinliegcnden Gegenden von Jericho, iondernandcn 
l'andigen Ufern des rotiien Meeres , Palafriiia und 
Cairo, gefunden wird. 

Wenn die Frucht zur Reife kommt, fo fallen alle Blätter 
der Pdanze ab, «eiche alsdann gänzlich vertrocknet 
und lieh mit ihren Zweijjen in einen fauftdickeu ßall 
zufammcnzieht. Iir dicier Gelralt bringt man iie als 
eine Seltenlieit nach Europa, unter dem >.amen Rofe 
voiijeiicho. Sie breitet alle ihre/weige wieder aus, 
weiin fie von einer Feuchtigkeit durclidrungen wird, 
und zielit (ich in einen Klumpen zuCammen, wenn 
Jie au'jtrocknet. Die .Markticlireyer und italienifchen 
MVnche bedienen (ich des Balls, den (ie auch i\Ia- 
rienrcl'e nennen ,' zu abergläubilclien Deutungen, 
indem (ie aus der baldigen Ausbreitung dcflelben die 
baldige Niederkunft einer Ichwaugereii Peii'ou pro- 
phezeihen wollen. 

Die Pflanze bat wegen ihrer eben erwähnten Eigenfchaft 
den Namen anaitatica erhalten; nach dem Grieclü- 
fchen aaaßafii, i. e. refurecüo. 

Sie wird in europäifchen Gurten aus Samen gezogen, 

ü n a ft m f i S. [ Anatom. ] 

Die Verbindung oder Gcmeinfchaft der Adern nnd Rüh- 
ren mitteilt ihrer in einander gc-henden Mündun- 
gen. Vornänilich illes dieZulammenkun)t(inus- 

r culatio) der Blutader- und Sclilagadergelidie, fo 
dafs das Blut aus den eiiieii in die andern iiber- 
, geht. Das Wort ift zulammengefetzt aus dem 
•^iriechifchen «»<■)■ per, floma, os. — Hoil. In- 
monding der Vaten , Kusvatcn , Adei\legtiiig ; 
Diiii. To Aarcrs SammeufiJ'd ; Scliutä. Twä 
.Adrars Sammanlogaude ; EKgt. the imioii of the 
inouths cf two veffels ; Fiaiiz. Anafiomofe, em- 
bouchement ou inofcularion des vaißeau.x; 
Sj-uiii. (sc. Analloniüfisj Junta de dos valbs por 
fus extreniiilades. 

Hiernach lagt n.,in auch von andern mit ihren Spitzen 
in einanderlaufenden Dingen, da(s fie zuläinnieu 
anallomo(iren. Z. B. 

» aß o m o/n y.t es i a >ii i , verfchiedener Koralle'.i. 

>ia'loi:io/'ai! tei li i / .T f . i;) don Flügeln verWilc- 
deuer iafcctcn (,He:uoiob;us;. 



^na/lomofantti tubi, Tfrlchiedener.BJbrallenge- 
wachte. ' , 

^>:aj' amofanli a filamtHl a (confervarum). 

Jlnatl otiiofes. ( Andrtimcda anallomofans ; geranium 
liriatum ; polypodium reticulatum &c. ) 

ANAVINGA. [ßoto.] 

ö) Aiiavingne äfeuilles lanceole'es.') -, 

V) Anavijigue u feuüies ovales. j t-ttcifd. 

Mal. Anavinga. Rheed.- 

Bram. Talana. 

liidian. Admetha, 

Diefe Namen fiihrcn einige den Botanikern noch Wenig 
bekannte indianiichc Bäume. 

Aliceps; Grlech. diftomos. 

Deiitfch, ZAveyfchtieidig. 
Hot!. Tweefnydig; Wederzj'ds fcherp» 
Dan. Tveegged ; hvas til begge Sider. 
Schwed. Tva - aggat 
Engl. Two-edged. 
Franx. Gladie; a deux tranchantS. 
Itat. A due tagli. 
Span. De dos filos. " 
Fort. Bigumeo. 
Anceps catida eines Krokodils. 

Aiice-ps caiilis. [/>/;«. botaii.'] WennderStamn» 
in zwey entgegengefetzten Winkeln etwas fchnei- 
dend ilt. (Allium angiilofum ; Karcifl'us pfeudo- 
narciffus &c. ) 

Anceps corpus, a) eines Fifches (Sepia; Ophi- 
dium) — b) verfchiedener Würmer. 

Anceps fotium, i. q. enfiforme ( Sifyrinchinnj 
bermudiana). 

Ait:eps roflriim, a) einiger Vögel (Alca.impcn- 
nis). — b) einiger Filche. 

Anteps teßa. \^Tenii. coiulii/t.J Cor.f. ancipifes 
helices. 

Ancipitcs auf r aß HS. \_Tnrin. coiicUyt.l Helix 

fcarabaeus). 
An civil es keii c e s. So nennt man in der ConcJiy- 

liologie diejenigen Schnecken , deren Windungen 

Qanfrartus) auf bcyden Seiten, die Länge herab, 

eingekielt (ind (Hali.v fcarabaeus). 

AKCHUSA. iBotan.} 

At.:'t;ifa war bey den Griechen ein gleichbedeutendes 
Wert für buglolfum , und man glaubt, dals der 
Name vcn a,:ch:iteiii , fuco ülincrc, herkomm* 
und eine färbende Wurzel anzeigt. Nach andern 
lb!l er von atuheiit hergeleitet werden, und aul 
die \im fiiflbcatoriam diefer Pfl;u!ze anifielen. 

Denffch. Die Ochfenzunge, 
Hc!!'. OlTetong. 
D'dii- O.xctim re. 
^.'M'ed. O.xtuüga, 



287 



ANC 



ANC 



288 



JEngf. The buglofs. 
Fynnx. La liii^;lolVe. 

Ital. Ancufa. buglofla, 

Span. Aiicluila, biip;lof:i. 

Port. Aiichuia, buglolVa. 

a) Ancliufa flava. Forß. 

[^An ancliufa veiTiicofa. Lama>ck.'\ 
/Effvpf. SjubbajHa, Dabbnna. Forfk. 

b) Anchulix officinalis. 

[BiißlolTum officinale; buglofla officinalis.] 

Dcvtfch. Die ofFicinelleOchfenziinge; die gc- 
\v(')Iin1iche Ochfenzunge, die deiit- 
fche Ocbfenzunge, die rotlie Och- 
fenzunge, die grolTe Oclifenzunge; 
die röche Hundszunge; das Acker- 
irannskraut : derBauernboretfeh ; die 
Augenzicrdc. Liebäugel; Im Zilkr- 
tlial Bruderlc!iffl:m?.nder. 
Holt. Winkel- Ofletong. 
Dein. O.Netunge. 

Norwpg. Ortung, Kutung. 
Schwed. Oxtunga. 

U^lavid. Fära'uiigor. 
Gothlav.d. Järnrot. 
Enc^l. Tlie officinal buglofs. 
Franz. La buglofs. 
Ita/. Buglofla officinale. 
Spa>i. Anchufaoficinal; buglofa, lenguade 

buei; foajen. 
Fort. Anchufa medizinal; buglofla, lingua 

de vacca. 
Rujf. Wolo'wüi jalük. 
Pofti. Wolowy jfzyk ; miodunka. 
Böhm. Wolowy gazvk. 
Ciain. Volouri;e jelik. 
Ungr. ökör - nyelv fii ; mezei atratze'L 
Leit. Wehrfcliu meliles. 
Per/. JMufehgufcii. 
Shtef. Tfu tfao. Low: 
CoclÜMch. Tu thao. Lour. 
T Jichft durch ganz Europa an den Wegen nnd auf den 
Aeckern, mehr in den flidlichen, als in den nördli- 
chen Gegrnden; wird ;nich in Gärten gezogen. In 
den Apotheken ift fie iehr bekannt unter dem Namen 
buglolVum, welchen fie wegen der Geftalt ilner Bh'it- 
ter erhalten hat. Aufier dem medizinil'chcn Gebrauch 
dienen die grünen Blatter in mehreren Gegeiidt-n 
zuKohl, und in Suppen. Mit Alaun gefbtten, gi'.bt 
der Blumenfalt grllne Dime. — In China wird die 
Vurzel bey den Blattern und gegen die Krätze ver- 
ordnet. 

c) Anchufa fcmperviren.s, 

[Bugloflum fempervirens.] 



Dfutfi'i. Die iiTimcrgri'iiic Oclifenzungc. 
Holl. Alryd grocn OlTcfong. 
F.ngl. The evergrccn buglofs or alkanct. 
Frnix. Liiglufe :'i iargcs fcuiiles. Encycl. 
Syaii. BugluiVa fifnipre verde. 

d) Andiura tinrtovia. 

Dcutfch. Die Farber- Ochfenzunge; die äclite 
fraiizöfifchc rotiie Ochfenzunge; das 
rotlie Farberkraut. die türkifciie Rri- 
tlie; die Orkanettc; die Alkanna- 
wuizel. 

HnU. \'er\vend Osfetong; Orkanette. 

Dan. ürkanettOi 

Schwed. Orkanctre. 

Engl. Tbc dycr's buglofs or alkanet. 

Franz. La buglole teignante. 
vntg. l'orcanertfc. 

Ital, Ancus.i tintoria. 

Span. Anchii.sa de tin'-e. 
Ai'caneta. Boir'.ts. 
Palomilla de tinforcros. i 

Port. Ancbusa <le tinta; alcanna haftarda. 

W'iicliil im flidlichen Kuropa. Ihre Wurzel jll in ueti 
Apotheken u. d. N. aliai)n:t l'puria bekannt , uird 
wn'd noch von deuAerzleii in gcwillen Ivranlvhei'eti 
verordnet. Belbiuier.f braucht man lie, um vcrilhie- 
deno Arzneycn roth zu f;irben. ~ Auch wird der 
W'ejngeill zu den Thermometern danirt gefärbt. 

ANCISTRUM. [Botan.^ 

Jlitkiitioii \\\ ein griechü'chcs Wort, und bedeutet 
einen jeden Haken. Dielen Namen iiat eine l'tlanze 
erhalten, deren Kelch mit gekreuzten Wieder- 
haken verleheu ifl. 

Anciftrum anferinaefolinni. Forßer. 
Anciftnim fanguifoibae. Lin. fil. 

Deutfeh. Der W'iderhaken. 

Franz. L'aticiftre ä feuilles d'argenh'ne. 

Encycl. 

Pimpenelle de la nouvelle Zelande. 

Commerfon fand diefe Pflanze auf der magellanirchen 
Meerenge, und nach ihm Forfter ehondafelbll. Sie 
hat viel Acinilichkeit mit den Piniperuellen oder 
Beclierblumen. 

ANCOR [Anat.-l 

Der Ellbogenhöcker, l'^id. Olecramim. 

Anconaei miifculi. [Avat.] 

Die HVckermufkelii, die Amihöckermu/keln. S» 
nennt man die vier .MnJkeln (externiis, iiiteriuis, 
major, minor) die lieh in den Ellbogenh"cker 
(ancon f. olecranum) einichiielfen, und zur Aus- 
dehnuiig des Ellbogens dienen : lii'ii:, lancone 
Hiterne, le grand aJicone ou le long exteiileiir, 
le petU aiicoue. 

Aney- 



-o9 



AND 



AND 



290 



Aiicyroides proceflus. {Tt-m. anat.'] 

l'ui. coracoides. 

A^^DRACHNE. [Botmu^ 

Audrachiie Iiiels bey den Griechen der Portulak. Der 
Marne foll aus anäreios, viriüs, und achne, ^lu- 
ma, zulanimengeretzt feyn. 
Dcutfch. Die Spaltblume. 
HcÜ&c. Andrachne. 
E.'^l. The baftard orpine. 
Franz. L'andrachne. 
Diele Gattunj enthält nur zwey bis jetzt bekannte Pflan- 
zen, wovoii die eine (/\ii'dr. telephoTdcs) ein klei- 
nes I\i;i!itgevachs, und die andre (Andr. fruticolä) 
oin fehl- kleiner Str.iiich ilh Beyde find exotiich, 
und ihre Blumen Iiaben wenig Anfehen ; auch wer- 
den fie nur in botanifchen Gärten gezogen. 

Androcephaloides. {Lithoi.} 

So nennen Verrchiedene einen Stein, der die Geftalt 
eines Menfclienkopfs hat; vtilgo Em verftciiieiter 
INlenfciienkopf; Franz. Uiie pierrequi a la figure 
d'une tete huniaine. 

Androdamas. [Lithol.'] 

Diefen Namen führt beyni Plinius ein gewifler Stein, 
delTen Bedeutung man nicht beftimmen kann. In 
neueren Zeiten veriteht man darunter einen et- 
was vcr.lchobcü wiirflichten, durchlichtigen Späth, 
von dem man verlthiedcue Arten anzugebeji 
pflegt. 

Androgynus. 

Ein Zwitter. HJ. Herm.iphroditiu. 

Andl'GJ^yna; Zwi^terlnfcften; Ftan^. Tnfeftes qnt 
rei:!MiTe"t !es deiix lexes, et qui fe funili?nt ä eux 
meme.?. — Dieie Hypothele hat ehedem viel An- 
h;<r.ger gefunden. 

'Androgyiia ^lanta. Conf. Älonoecia, 

Deutfeh. Eine balbgetrennte oder einartige 

Pflanze. 
Hoii. Wannetjes en Wyrjes-Bloemert af- 

zoiiderlyk geplaatft. 
Schüed. Man -och Qvinblommad Växt. 
Engl. Fl:ints bearing male and female flo- 

v/ers on the fame root. 

Fra^iz, Une plante qui porte fiir le meme 

pied des fleurs mdles et des femelies. 

So heiffen, nach dem linneifchen Syftem, diejenigen 

Pflanzen, welche auf einem und eben demfelbeii 

Stamm entweder mitnnUche Blumen, (Staubfaden), 

oder weibliche Blumen (Stengel), von einander 

abgefondert, tragen. Sie machen beym Linne' die 

Klaffe Monoecia aus, und haben häufig ein amentum 

ftatt des Kelches. Dahin gehören z. B. Wallnufs- 

täume, Birken, Hafelllräuclie, Nefleln,Cypreffen &c. 

ANDROMEDA. [Botan.^ 

Eine Pflanzengattung, die mit der Heide (erica) iu 
'naher Veibindmig lieht. Ihre Blumen Ündmeh. 
CatholUou. A'atiugefc/iichte, Bd. L ' 



renteils zierlich, und oft find (ie fehr fchrVn ge- 
zeichnet. Linne' gab ihnen den Namen Andro. 
meda, und freute lieh nicht wenig über feine Er- 
ündung. In feiner Flora Lapponica lägt er bey 
diefer Gelegenheit ; Si Ovidio, fabulam de An- 
dromeda confcribenti', liaec ante oculos fiiiire«' 
planta, vi.\ melius quadrarent attributa, quiinore 
poetico e;; humili tumulo produ.\iffei Olympunr. 
ßekanntüch war Andromeda eine Tochter des 
Cepheus uud der Cidliope ; fie wurde wegen des 
Stolzes ihrer Mutter an einen Fellen gebunden, 
»mi von einem Meerungeheuer veri'chluugea an 
werden ; Perfeiis erlöfete fie. 

Deutfeh. &c. Die Andromeda, 
Franz. &c. L'andromede. 

d) Andromeda ärborea. 

Deutfck. Die baumartige Andromeda; der 

Sauerampferbai^m. 
Holt, Boomagtige Andromeda; Zuuring^ 

boom. 
Engl. The Ibrrel tree. 
Franz. L'andromede en arbre. 
Wächit in Nordamerika; wird dafelbft wegen des faure» 
Gekhmacks ihrer Blatter the forrel tree (Sauer- 
ampferbaum) genannt; pflegt auch in Gärten ge- 
zogen zu werden. 

b) Andromeda bryantbus. 

Rujf. Bolotnik ftelajuftfchii. E. Roff. 

c) Andromeda caerulea. 

[Andromeda taxifolia. Fall. Fl. Rojf.'] 
Nojweg. Kreklyng. 
Franz. L'andromede ä fleiirs bleues, 
Ruff. Bolotnik dulozwet. Palt. 
Wächft in Lappland und Sibirien. 

d) Andromeda calyculata. 

Riißl Bylina, BolotnajaMyrtis. 6'. e.wyt: 
ins pr.'.vßris) ; Bolötrdk fcherocha. 
towoi. E. Roß. 

e) Andromeda daboecia. 

Engl. The irifli or cantabrian Iieath, 

f ) Andromeda erycoides. 
Rvjf. Bolotnik wereHiOWoi. 

g) Andromeda hypnoides. 

Noiweg. Finnebrifk. 

Rnff. Bolotnik mochoobrasnoi. 

In Lapplaiid und Siberieu; hat Aelmüchkeit mit de»» 

Aitmccle. 

h) Andromeda japonica. 

^apan. Sifigaluire. Tnunb. 
i) Andromeda mario.na. 

Deutfeh. Die Mariiäitdilche Andromeda. 

T £;ig/. 



S9I 



AXD 



AND 



C9i 



Engl. Tlie Marybnd -Ol- bioad leavcd ait- 

dromcda. 
Franx. L'andromi'dc du Maryland. 

Eine der rrhöiillcn l'tlatizeii in (iicler CiattmiK; iliie 
Blätter liiiJ licii rtcrdeii nrul dem Riiid\ icli Icliadllcll. 



K) Andionicdii polifolia. 



Dtutfch. 



Holl. 

Dan. 

Schwed. 
Engl. 



Fr mix. 

Ehßu. 



Die Aiidromeda mit Poleyblattcrn ; 

dioRosmnrinlic'ide. der kleine wilde 

Rosmarin; die kleine Gränzc; die 

LavendcUicidc; die Torflicide, Tor- 

foras. die Sumpflieide, die Rloor- 

heide; der fnlfche Porft oder l'oU, 

fallcher Kienlioft, klciiiov Hüft. 

Rosmarynbladige Andromeda, ni 

Heide. 

Vild Rosmarin. 

Vild Kosmarin. 

The marfli andromeda, the marfli 

ciftus, the marfli rofmary, tlie wild 

rofemary. 

L'andromede ä feuilles repüe'es. 

Bolotnik podbjei. 

Sokalud. 



Wäclift in Deutfchland und in den nördlicheren Gegen- 
den von Europa, wild, in Torf, und Moorländern; 
hat Aelinliclikeit mit den- Port inid Rosmarin; da- 
her jiire verfchiedenen Benennungen. 

Andromeda racemofa. 

Deutfeh. Die Andromeda mit einem Trauben- 
kamm. 
Eng!. ThcPenfylvanian red-bud andromeda. 
Franz. L'andromede ä grappes. 

m) Andromeda ftelleriana. 

Riißl Bolotnik mocLozwet. Fl. Roß, 

n) Andromeda totragona. 

Ruß'. Bolotnik toliloliihvennol. E. Rojf. 

In Bertranis cabalogue of foreft trees and fhrubs findet 
man noch eine Andromeda unter dem eignen Na- 
nienthecarolinian iron- wood Iree (der Eilienbaum) 
aufgezeichnet. Beym Marfli al heilt fie fie andro- 
meda plumaia (the plumed andromeda). 

Andropodites. [L/cAo/.] 

So wird von Verfchiedenen ein Stein genannt, der 
mit dem Fuf,e eines Menfchen Aehnlichkeithat; 
fut^o einverlleinerterMenfchenfufs; Fi ant. pierre 
qui imite le pic d'un homme. 

ANDROPOGON. iBotan.-] 

Iß aus dem Griechifchen a;jf ?•, vir, m- d^M^un, barba, 
zufammengefetzt, und einer Graspflanze beygelegt 
worden, deren Aehre dieGeftalt eines Bartes hat. 
Deutfeh- 'Das Bartgras, (das Blutgras). 
Mol!. Laardgras. 



Dlhi. Sk.^pffeprrcs. 
Schwed. Skii .'.ij;- (jr:is. 
Engl. Tiie andropogon. 
Franz. Le barbon. 
Ital. &c: Andropoivon ; crba barbone. 
Diefc l'naMzcnga(tun)r bosrcilt viele Grasarten in fichi 
deren grölster llieil anllerhalb Kmopa wäehll, 

a) Andropogon bavbatum. 

Deulfcli. Pas kammartige Bartgras. 
Engt. The bcardcd andropogon. 
Franz. I>e barbon crdtele'. 
Malab. Koiida-piiUu. Rheed. 

b) Andropogon bicorne. 

Di'utfch. Das Bartgrns mit zwey Hörnern. 

Franz. Barbon bicorne. 
Arab.fd. Mhah. F.irfk. 
Brafil. Cupupeba. Pifo. ■ 

Wächll in Jam.aika, Brafilien und Arabien : wegen der 
gepaarten Achrcn fuhrt es den Beynaiiien bicorne. 

c) Andropogon ciliatnm. 
^apan. Karo Koja. ThunI). 

d) Andropogon gryllns, 
Dciitfch. Das purpurrothe Bartgras. 
Holl. Krekelig Baardgras. 
Franz, Barbon panxule'. 

In Verona, Montpellier, Schweiz; vennuthlich hat (üe 
Gellalt der ßliitlie Ai.ltis zum Beyuamen grylliis 
gegeben; der Cart ifl: purpurroth. 

e) Andropogon iichaemum. 

[Gramen datlylon ] 
Deiitfcli. Das gefingerte Bartgras; das deut- 

fche Bartgras mit dem Hühnerfufs. 
Holl. Hoenderpoot. 
Engl. The woolly andropogon. 
Franz, Le barbon digite'. ,J 

Montpellier pied de poule. 
Port. Ifchcmo baftardo. 

J/chaimos heiftim Giiechifchen , was eine bUitftillende 
Kraft hat; es lälst fich aber nicht errathen , woher 
(liefes Gras den ßevnanien lülirt. Die Aehrcheu 
find fingerförmig. Hühnerfufs heill es wohl wegeo 
der Qelfalt, Anzahl und Verbindung der Aehren. 

f) Andropogon nardus. 

Deutfeh. Das Nardenbartgras ; die Spikanardl, 
die Nardenwurzel; der indianifche 
Nardus. 

Holl. Spiker.ard; de indifche Spike-Nard, 

Dr.n. Sivkenardcs; IndianUk Nardes. 

Si'lif'rd. '^nikef arde. 

Eirg'. The jpikenard. 

Franz, 



=93 



AND 



AND 



294 



Franz. Le barbon nard. 

Le nard indicn 011 fpica-nard. 
Ital. 11 nardo (indiano). 
Svan. El nardo (iudiano). 
Fort. Nardo iiidico ; nardo da RIagdalena. 

' ■ Die IVardus indica officinarum \i\ ein Gewinde von rüt'i- 
iiciibraunen Wiirzelfafern, in Gelhik eines kleinen 
Büfchels, der auf Latein ifcli fpica heill, aus wel- 
cher Url'aclie diefe Narde auch ipica nardi genannt 
wird. Sie hat einen bitteren, icliarfen, aroiiiati- 
fchen Gefchmack, und einen ziemlich angenehmen 
Geruch. Die .Einwohner in Java brauchen (ie in 
ihren Küchen als ein Gewürz. In altern Zeiten 
: Murde lie als ein herzftärkendes Mittel und als ein 
Gegengift fehr angeprielcn; heut zu Tage hinge« 
gen lieht fie in keiner großen Achtung. 

g) Aiidropogon fchoenanthus. 

[Juncus odoratus f. aromaticus; Palea f. 
ftramen camelorum. ] 

Deiitfch. Das Kanieelheu, das Kameelflroh; 
Squinanth; Kandifch Heuj Wohl- 
riechende Binfen. > 

Holt. Kemcishooy; Welriekende Bieze, 

Dan. Kameelhöe. 

Schürf. Kamcl!;ö. 

Engl. The fcenanth or camel's hay. 

Franz. Le barbon odorant. 

Le joncodorant; fcbenantlie ; paille 
de la Mecque; fourrage et litiere des 
cha-nieaiLX. 

Ital. Sclinanto; fieno di camello ; giunco 
odoroib. 

Span. Efchenanthe; paja-meca; junco olo- 
rofo, juncea. 

Port. Efquinanto, efchenantho; junija, ou 
junco cheirofo. 

^rab. Teben inekkai, (d. i. Stroh von Mek- 
ka); Auvid. 

Shief. ]\lao hiatn. Loar. 

Cocliincli. La fa. Lonr. 

Wächft in ludieii und Arabien in findigen Gegenden ; 
hat enien fanften, aromatüchen Geruch, und einen 
pikanten, fehr aromatifchen Gelchniack. Es wird 
in der Medizin gebraucht, ledoch nicht fo hiiufig 
luid nicht in fo vielen Krankheiten, als ehedem. 
In Indien diftillirt man daraus ein Oel von eben fo 
angenelimen Gefchmack, als Geruch ; es ift unter 
dem Namen oleum firee bekannt; denn, nach 
Rumph, heift dies Gras auf den ortindilchen Inleln 
firee. 

In den fandigen Wilften von Arabien ift es fehr gemein, 
und als ein Futter für die Kameele, welche die Ka- 
rawanen mit lieh führen, bekannt; daher ift der 
Name Kameelheu entftanden. 

Sthofnaiitfias ift zufammengefctzt aus dega Griechifchen 
" fdiotiios, juncus, imd aiiihos, flos. Daher habea 



Viele den fchoenajithu.? der Alten, von dem Ka- 
meelheu nnterfchciden wollen. 

ANDROSACE. {Botan.^ 

Ein aus dem Griechifchen nner, vir, und ''jkos, fc»- 
tum zufimmengefetzter Name einer bcym Dio- 
Jkorides und Plinius vorkommenden Pllanzc. 

Deutfch.__ Das Mannsfcliild, derl\lannshanufcli. 
In den übrigen Sprachen. Androlace. 

a) Androface maxima. 

Deiitfch. Das grofste Mannsfchild ; Bey einigen 

Das Nafaelkraut. 
Engt. Tlie oval IcaVd androface. 
Franz. L'androface' ä large collerette. 
Span. Cantarillos. 
Foln. Rzjfa fkalna. 
Ungr. Gomba - fii. 

b) Androface feptentrionalis. ' 

Deiitfch. Das mitternächtliche MannsfchUJ. 

Schwed. Hilfkb. 

Engl. The toothed kavd androface. 

Franz, L'androface' feptentrionale. 

Ritjf. Pereloinajatrawa; grüfchnaja trawa. 

Diefe und die übrigen Pftanzen der Gattung find Überaus 

klein und zierlich ; von den Schlüffeiblumen find 

lie kaum zu unterfcheiden ; fie wjch.'en auf hohen 

Bergen ; man zieht iie nur in bctaniichen Gärten. 

ANDRYALA. [Botan.-\ 

Deiitfch. Der Zülllcli oder Zülch, die Weil» 

diftel. 
Hoü. WoldifVel. 
Dan. &c. Andryala. 
Franz. L'andriale, 

Aiidrijala ift beym Theophraft der Name der gemeineu 
Gänfediftel. Da die Pflanzen der gegenwärtigen 
Gattung mit einer Art Wolle bekleidet lind, f» 
künnte man fie Woildiileln nennen. Zilch ift ein 
altes Wort, von dunkler Herkunft, vielleicht aus 
felium zufammengezogcn, )6 wie man noch an var- 
fchiedeiien Orten lagt Peters Zilch, ftatt PeterfiUe. 

Die WoUuiftelii tragen fchöne gelbe Blumen; fie wer'« 
den nur in botaiiifchen Gärten gezogen. 

Anelitra. {^Term. entom.] 

Se nennt man diejenigen lufec'ten, welche keine FIS« 
geldecken haben. 



ANEMONE. lBotan.:\ 

Anemone /. e, berba ventl; dicitur, quia 
flos eius nunquam fe aperit, nifi vento 
fpirante. Fun. XXI, ir, XVI. 23. 
Deutfeh. Die Anemone, die Windblume, das 

Windröschen. (Adonisröschen). 
HolU Anemone. 
D'dn. Anemone, Vindrofe. 
T a Schwed. 



^95 



ANE 



ANE 



29Ö 



Scfiicrd. Anemon, Sippn. 
Ent^l. The anenioiio or wind floxvcr. 
frivtz. L'anemone ; liictbe au vent. 
Jtal. Anemone. 

Venezia. Anemolo. 
Skit. Anemulii. argeiiiulu. 
Span. Anemone, anemona. 
Port. Anemone, anemona, anemola. 
Ru^. Wjetreniza, Wietxu. 
Pöln, Zawilek. 
Vngr. Papits fü. 
Kach liem liniieirchcn Syftem geliureii 2ur Gattung ckl' 
Anemonen auch die licpatita und pull'atUla. 

a) Anemone alpina. 

[Pulfatilla alba.] . 

Dei'.tfcli. Die Alpenanemnne; die wellll' Kii- 
clienfchclle ; die weilVe Schotenblu- 
me ; Schneeblumen. Schneehandel, 
Wildmiinnskraut ; TculelsbarC, 

Hol!. Alpifche Keukenfcl^elle. 

Enal. The alpine anemone. 

Franz. L'anemone des alpes. 

b) Anemone cernua. 
ffiipan. Ollina gufa. Thnnb. 

c) Anemone coronaria. 

Anemone hoitenlls i)tenuifolia 2)latIfolia. 
• Z)n.'^7;. Die Garten -Anemone, die Kronen- 
Anemone. 

Half. Tuin-Anamone. 

£)än. Hange- Anemone. 

Schwed. Trägards-Sippa. 

Engl. The garden anemone. 

Franz. L'anemone des fleuriftes. 

Jtal. Anemone di giardino. 

Span. Anemone hortenfe; anemone de 
Coronas, anemone corouada. 

Fcrt. Anemone dos jardins. 
j&ie Anemonen find wegen ihrer Schönheit allgemein 
bekannt; man hält den Orient für ihren urlpriing- 
lich Wohnort. Baclielier brachte (ie 1660 zuerll 
nach Frankreich, und fetzte jeden Blumenliebhaber 
mit ihrer Schönheit in Kriiauneii. Er war zu ei- 
genfuinig, um feinen Sch.itz andern mitzutheilcn, 
bis ein angefehener Mann, üiittr dem Vorwando, 
feinen Garten zu liehen, ihm etwas Samen ent«'aiidre, 
und in der Folge andern Liebhabern Getchenke da- 
»lit machte. Auf diefe Art tollen (ich die Anemonen 
durch ganz Europa ausgebreitet haben. 

J>;irch die Culcur find l'o viele Varietäten entftanden, 
dafs man bis jetzt fchon über 300 zähVen könnte; 
auch vermehrt fich noch immer die Anzahl. Alle 
diefe Yariet.'iten führen ilire befonde.'e Nimen, d.e 
aber nicht diefel|3en in rerfchiejenen l.'.ndern find. 
Bie L.Cv;li^ef richten iith gewühalith liicli dejJ 



Holl.'indifcheil, uud vorzüglich nach dc^i Harleni- 
fchcaVerzfichiiifien. Die hamburgifchen und leip- 
ziger Kata'.. gen find auch d.in^ch cingci i>,htet. 
Man kann auch die EncyclopSdie voiiKrünitz nach- 
lohen. 
Man thcüt i'.ie Anemonen in zwey Hatiptrcflionen ein, 
nämlich in einfache (/-/(»«ä. pavoti) und in dop- 
pelte o^Qf gefüllte Anemonen. 

Diefe Hauptfeclionen werden wieder nach ihren Far- 
ben abgrtheilt, nämlich i) in karmefin rothe 
a) noifchfarbige, und rothe mit weifs und piirpur 
geftreif;, 3)geftrcift karmefin, 4')aclialfarbij;e, gt- 
Itrtift mit roth und weils 5) rolirnfarbige. gcftreift 
mit weifs, 0) blaue, 7) lichtblaue, mit weils mclirt, 
8) purpurfarbige, 9; lilas, 10) weilfe, leingraue 
oder alchgraue. 

Endlich erhalten die einzelnen Spielarten der Unterab- 
theilungtn ihre eigne Namen. Da diefe den Lieb- 
habern bekaimt genug find, fo will ich hier nur 
verfcliiedene in Ipanilcher Sprache anführen; cl 
bonete de cardc-nal; el cardenal inl'ante; la andro. 
nieda; alejandro magno, andronico; la amable; la 
creta; (cupido ; el duque de Orleans; eneas ; la 
alba del dia; la paftora; la monica ; la reina; mi- 
nerba; la princcl'a de las flores ; la prmcelä deau- 
fttirias; la agata rcina; la agata real; la bella mo- 
rifca; el coral amable ; el elertor palatino ; etprin- 
cipe de oranje; elprincipede las llores ; la memo- 
rable; la leodamia; cl manto ducal ; tcrtuliano ; la 
perfeccion ; el arzobifo; el non plus ultra; las bel- 
las america, afia, yeuropa; la herniofa violeta; 
la Corona real; la reina de francia; la valeria; et 
carderal ide fleuri; el de tencin ; el gran mogol; 
la anjelica; la belL>filvia; diomedes ; el rci rie 
perlia; el (ileno ; la urfula; ariüofanes ; el arcci 
iris ; faufon ; el tauxo, &c. 

d) Anemone hepatica. 

Deutfeh. Die Leberblume, dasEdelLeberkrant, 
Leberkraut, das Gülden Leberkraut, 
das Herzkraut, der Giildenklee, das 
blaue Märzblumchen, die blaue Holz- 
blume, das fchwarze Biätterkraut, Mie 
Anemone. 

Hbtl, Leverkruid; driebladig Leverkruid 
Aard - Leverkruid, Edel Leverkruid; 
Gulden Kiaver. 

Dan. Lever-Urt; /Edel Lever-Urt. iEdel 
Klever, Adel-Klever, G^'lden-Klever. 
Norweg. Blaae Simmer. 

Sckved. Bliifippa. 

Gothland. Killingablomma, 
Skhu Bläluck. 
Sn:iJand. Blaveror. 
IVermel. Blaves. 

Engt. The hepatica, or rioble liver Wort. 

Franz. L'anemone he'patique; l'lie'patique 
des jardins. 

lial. Anemone fegatella. 

Spot. A.Eemone hepatic». 

Fort: 



:97 



ANE 



ANE 



298 



Port. Hepatica nobie ; hepatica dos jardins. 
Ruff. Solotnikowa ttawa; Trilülnik. (_rf. /. 

Brcijulott.') ■* 

Pohl. W'jtiobnik. ziele. 
Böhm. Gatrojk. 
Ufigr. Nemes Maj-fii . (d. i. Edel Leberkrant.^ 

M eoiyoro - a'lly a - fii. 
LiHi. Akkuiia alibofing ; Pallagsdi. 
JE/;/?;:. Mafia rohhi. 

Wäclili in waldigen und fchattigen Gegenden, vnA wird 
wegt'n iiirer frühen und Icliünen Blumen in Garten 
gezogen, wolelbit l:e auch gelullt erfclicint. Kraut 
liud Blumen find officiuel und in den Apotheken 
initer dem Namen. herlia liepatica nobilis (^vermuth- 
licli weil (ie wider Leberverrtopfungeu gebraucht 
wird), bekannt. 

e) Anemone inirciffiflora. 

Deutfeh. Die Anemone mit NarciilenbliitTie, 
die N;'rcilVen- Anemone; das Berg- 
hiilinclicn, 

HoU. Narcisbloemige Anemone. 

Eiisrl. The narciflus flowered anemone, 

Finanz, L'ane'mone en ombelle. 

Span. Anemone con flor de narcifot 

Tungiif. llbegakta. f^ 

Ar.emone nemorofa. 

[Ranunculus fyivarum. ] 

Veutfch. D'*^ kleine Waldanemone, die wilde 
NveilTe Waldanemone, die weifle 
Windblume, der NveilTe Waldhahnen- 
fufs, das weifle Waldhähnclien, der 
weifle April^ahnenfufs, die weitTe 
Apriiblume, die I\larzblume, die 
weifle Holzblume, weifle Bufchveil- 
cben, V,'indröschen, Heinanemone; 
die gefüllte Sforcliblume; die Käfe- 
blume, die Katzenblume: Augen- 
wurz ; Wittöckfchen ; — Luck. Lickt 
(ivie in einigen fchwedifchen Frovin- 
Z':n). 

Holt. Bofchminnende Anemone ; Bofeh- 
Haanevoet. 

Dan. Hvidved; fl\-idfippe, 

Nurweg. Hvid vife, Hvid Simmer, 
Geitlimmer, Kvitlimmcr, Sau-Simia. 

Siltwed, Hvitlippan. 

Gothl. i-ageblomma, 
Sinnland. Hvitverf.! • 
IV. Gotlä. Hvitläcker, 
Wiirml. Hvitves. 
Helßngl. Kjälblomfter, 
Skän. Luck. 
j^n einigen Orten H^•itmej^, 

Engt, The wood anemone. 



FraiiZ. L'-'Uie'raone des bois- 

i'ulgo la filvie; le bacinet blanc; la 
re'noncule des bois; la faufle ane'» 
mone printaniere des foretS. 
£« f .?^o/i' riloletta. Fic(tt,\ 
Ital. Anemone de' boschi. 
Span, Anemone de bosqiies. 
Fori. Anemone de bosqacs. 
Ungr. Fejer Bereg virri'g; Feje'r PipatS. 
Sie wächft in den curopjiilclien Wäldern, und blüht ge- 
gen Ende des M:irz und im Aoril. In Deutfchland 
ift fie unter dem Xamen Marzblümchen am nieiften 
bekannt. Sie wird allgemein geliebt, niclit blo-s 
wegen iJirerSch.'.nheit.fondem weil fie eine der erftcn 
Blumen im Frühjahr ift. Man hat ihr auch einen 
officincllen Nutzen zugefchrieben. Im Norden di- 
ftillirt man aus den Blumen ein WafTer, womit fich 
das Frauenzimmer im Sommer die Flecken voruGe« 
ficht abzuwalciien fucht. 

g) Anemone palmata. 

Dcutfch. Die bandförmige Anemone, die 

portugillfche Anemone. 
Holl. Gepahnde Anemone. 
Franz. L'ane'mone a feuiUcs <le ciclame. 
Port. Anemone do Tejo {IVeil fie amFluJfe 

Tcja icächß). 

\\) Anemone patcns. 

Deutfeh. Die ofl'ene oder ausgebreitete Ane- 
mone; die kleine KückenfclieUey 
die kleine Ofterblume. 

Engl. The woolly leav'd anemone. 

Franz.. L'ane'mone feptenirionale.. 

Ritß'. Wjetrenik, Wjetreniza; Poftrel. Od- 
noraofchetsnaja, Odnomofetfchnikj 

Tiinguf. Argoakta, 

i) Anemone pratenfis, 

[Pulfatilla flore minore nigricante. ] 

Deiiffch. Die Wiefen - Anemone , die Feld- 
anemone ; die braunfchwdrzliche 
kleine Küchenfchelle, die kleine dun- 
kelblaue Kdchenfchelle, die fchwärz- 
liche Windblume, die kleine Ofter- 
blume; der kleine Ziegenbart; dag 
Weinkraut; die Bisblunie, Biswurz, 
Ritzwurz. 

Holl. Veldfche Anemone of Keukenfchelte; 
Wilde ftlans Kruid. 

D'dn. Feldt- Anemone. 

Schived. Fältiippa, 

Franz. L'ane'mone des pre'ä; la coquelourije 
n'oiratre. '• 

Spivt. &c. Anemone pratenfe. 

Pohl. Ozarne ziele (d. i, Scfunarzkrauf). 

Ungr, Leany Kükörtfui^ 

k) Affe» 



fl09 



ANE 



h) Anemone pnlfatilln, 

Dcutfch. Die Kriclioiifcholle, oder Ki'irlicn- 
fclialle, die gemeine Ki'ichenfcliellp, 
die OlTcrfclicllo, dicOicerbliime, die 
wilde KucIienfrlifUc, das Ki'ichcn- 
krauf, das W'ildmannskraut; das 
Windkiaut; die Anemone; dasWein- 
kraiit; das graue Bergmanchen (ive- 
(r?n des f^rauharigen Kopfes, deu man, 
nach der Blütlie, auf die/er Pßauze 
ficht) die Mutterblume: das Bocks- 
"kraut (nicht Bocksbart) die falfche 
Schalottenblume; das Hackenkraut, 
das Hackelkraut; der Tagefclilaf, 
Tagfchlaferchen.Siebenfchläferolien, 
dasScIilafkraut; Schweitz &c.Bi\7.- 
wurz, Bizwurz, Biswurz, Beiswurz; 
O'-ßreich die Arfchkucke {Kucke he- 
äenict dafelbß, was die Geßalt einer 
halben Eijerfcbale hat). 

Hotl. Gemeene Keukenfchelle, 

Dan. Koebildc, Oxeore, Blaa Varurt. 

Scfiwed. Backfippa. 

Schiu'aland^ Oxöron. 
n^. Gothl. Yxnor. 

Engt. The pafque flower. 

Franz. L'anemone pulfatille. 

vi.'.go la coquclourde;. l'herbe au 
vent; (paffe fleur); — Enpatois tete 
de Loyze. Hcat. 

Ital. La pulsatilla; fior di donna. 

Sjoan. Puliatilla. 

Port. Pulfatiila, pufatllha. 

Kuff. M'etreniza, Poftrel, Son trawa. 

Kirfrif. Sortfchup. 

Pohl. Safanka. 

Bäht)!, Zwonek kuchynskj'. 

Ungr. Kifleb Leamy-Kükörtfin; Lo-K'ü- 
körts. 

Ehßii. Karro keppad. 

Fuifnnlla foll, wie man glaubt, eine Pflanze bedeuten, 
A\e durch den Wind in Bewegung gefetzt wird. 
Von der Bedeutinig des Wortes Küclienlchelle weils 
man keinen Li i'prung anzugeben, man millstedann 
die etwas i'chellenl j'rniij^e Geftalt der Blumen mit 
zu Hülfe nehmen. Ileilswurz foll fie deswegen 
heillen, weil die Hirten fie als ein äufierliches ^iit- 
tel gegen giftige Bilfe, beym Vieh zu gebrauchen 
pflegen. ]eJoch wird diefe Kraft mehr der Wielen 
anemone ztigelirhrieben , die ebenfalls und nodi 
niehr tniccr dem Namen Beifswiirz bekannt ilt. 
Von ihrer Bliithezeit hat fie den Namen Ofterblume; 
Engt. r.afi]ue -flower erhalten. — ifir O'ebraucli in 
der Ar^ney ill fait ganz ans der Mode gekommen. 
'Alis ihrem Snfte kann Tnan eine grüne Dinte be- 
reiten. Mit den ölumenblattem iiuot man an eiuj- 
gea urteil die OiLereyer. 



ANE 300 

1) Anemone rannncnloidcs. 

[Ranunculus iicmorofus hitaus. ] 

Dcutfch. Die Ratumkcl-Anemone, das gclr.e' 

\\ aldveilclicn, Geelögfchcn. 
Holt, Kanvinkelagtige Anemone; geda 

Bofch - Haanevoet. 
Dan. Gunlfippe. 
Scliwed. Giillippa, Toffippa. 
Engl. The yellow wood anemone. 
Franz. I/aiu'mone a fleur jaune. 

imlgo bacinet, grenonillotte. 

En patois rilbletta. fkat. 
Siber. Mütioc. 

Die Kamtfchadalen feilen mit dem Saft diefer Pflanai 
die Spitze ihrer Pfeile vergiften. 

m) Anemone fylveftris. 

Deutfeh. Die wilde Anemone, die Waldana. 
mone, die W'.aldranunkcl. die Holz- 
anemone, die grolle wcifle l'erg- 
anemone, die Aneiuoneiirofe, die 
Wiiidrolb. 

Holt. Wilde Anemone. 

9äfi. Vild Vindrofe. 

Schwed. Mofippa. ; 

En-^il. The wood anemone. : 

Franz. L'aue'mone fauvage. j 

ii) Anemone vernalis. "j 

Deulfch, Die Frühlings - Kiichenrchelle, die' 
Fr'iihlingsanemone, diß Waldkuclicii- 
fclielle mitl?ppichblattcrn; die wilde 
Tiilpe. 
Hntl. Voorjaars Keukenfchelle. 
Dan. Giethivel. 
Schwed. TjäUippa. 

ireßmannl. Rlovippan. 
Upland. Tjaltuppan. 
Engl. The fpring anemone. 
Franz. L'anemone printaniere. 
Blüht im Frühjahr; der Stamm ifl mit einer Menjjevon 
fcidencn und gliinzenden Härchen bekleidet; die 
Bl.'itter find au.'igefchnitten, wie Zellcriblfitter, da- 
her lieill (ie auch die Anemone mit /^ellenhlätfern. 
In Schweden kauen die Landleute die Wurzel ;ils i 
ein iMittel gegen Zalnm-eh. j 

ANETHUM. lEotan.^ •! 

Dies Wort kommt hey den alten Griechen und Rö- 
mern als die Beneimung des Dills vor, und (oll, . 
wegen feines gcfchwinden Wachsthnms, Misaum,, j 
fiirfum, und llteta, cnno, zulanimengefetzt leyn 

a) Ai:ethum focniculum. 

[ Anetlium iVuaibus ovatis]. 

Fceiii. j 



301 



ANE 



AXE 



30a 



Foenicuhim, faeniciiliMn, fcnic-uliim findet man bevm 
Plinius. Verfchiedcne wollen das lateiiiiiclie 
Wort von foemmi herleiten, und vermutiien, dafs 
der Fenchel, wegen feiner Blatter, die an Fein- 
iTSit dem Heu gleichen, .obigen Namen erhalten 
bat. Die Benennung foenitulum iit, wie man 
gleich felien wird, in den meilien eiiropäirchen 
Sprachen, bald mehr bald weniger verändert, 
beybelialten worden. 

Griech. Maratliron. 
Lct. barb. lanciilum. 

Deiitfi^h. Der Fenchel; Finchel, Fönchel; 

iV S-.chf. Fcnkohl. 

Teuton. Finachal. Glos, Monf. 
Holt. Venkel. 
i^JJän: Fennikel, Fenikel. 

Islj-.ui. Fönicel> Hej -jurt (d. i. 
' Hei'.kraut.) 

■■ Schiaed. Fankol, Fenkal. 
Engl. Tlie Icnnel. 

Angif. fenol, finol, finul, finngl. 

Galic. Feneul. 

JVrlfh. Ffenigl. flunell, 

Cormfi!. Fenochel, funil. 
Franz. Le fenouil. 

Alt. Fenou, fanouil. 
Ital. Finocchio. 

Brcfcia. Scartosi, 
?pan. Hinoio. 
Fort. Funcho. 
Rnjf. Wolofkoi ukrop.' 
Pohl. Kops wlofky, Kopr walafTcy (rf. /. 

urlfcher oder italienifcher Dill.') 
Böhm. Fenykl; wlaly kopr. 
O. Lauf.z. Befichel. Anton. 
Ungr. Köme'ny. 
Epirot. Meraay. 
Left. Wenkahls. 
Arab. fei. Sekamar. Forfk. 
§'apan. Kureno womo ; Senrjo. 
binef. Höel hiam, Lonr. 
Cochiiich. Tieo hoi. Lour. 

Syrien und die azorifthen Infein werden für das Vater- 
land des Fenchels gehalten. Von da ift er ziierft 
nach Italien, hierauf nach Deutfchland, Frank- 
reich &c. gekommen. Man findet ihn zwar hin 
und wieder in Europa wild wachsend, allein er iit 
Wahrfcheinlich durch Zufall aufgetonimen, zumal 
da man den wilden Fenchel nur iu der Nähe von 
Gärten antrift. 

Durch die vieljährige Kultur und den verfchiedenen 
Boden hat der Fenchel an Gröffe , Gefchmack und 
Geruch mancherley Verändrungen erlitten, fo dafs 
die Güte deffelben, nach denOerterii, wo man ihn 
zieht, gefcharzt wird. D.irnacli führt er z; B. (I;e 
Namen foei.iciiluni ronianiiin, florentinnm, bono- 
nierfe.^erTr.anicum, mifnicuni, herbipulitauum, bam- 
bergei;fe. Atc. &c. 



GewühnTrch zählt man dreyVarietä'ten. \) Foeniculuiu 
duicc. nia'ore & albrv femi'ie; der fülTe Fenchel, 
der G.irtenferchel , der itaStniiche oder florentiiii- 
fche Fenchel, der Frauenieiicliel, FmHz, le fenouil 
doux, le fenouil de Florence, l'aneth doux; . Iial. 
finochio dolce; Port, funcho doce. Von diefeui 
Gartenfenchel wollen X'erfchiedene den äcluen ita- 
Jienifchen Fenchel, welchen fie foeninuluin azoricum 
nennen, unterl'cbeiden. — 2") Foeniculmn vulgare 
f. germanicum ; der deutl'che Fenchel, der gemeine 
Fenchel; Fi anz. le feijcuil commun. Der Samea 
diefes Fenchels wird in l'aris zuweilen unter dem 
falfthen Namen anis oder aneth verkauft. — 3) 
Foeniculum vulgare , minus, acriori et nigriori fe- 
rn me ; der wilde Fenchel 1 Fi am. le fenouil fau« 
vage, le fenouil des vignes; Fol», kopr kobyli. 

Andre kennen nur den Unterfchied zwifchen foen. itali- 
cum f. romanum und zwifchen foen. germanicum. 
Auch behauptet man, dafs der fiiffe Fenchel verwil- 
dern, und dafs aus dim wilden wiederum fiifler Fen- 
chel gezogen werden kann, luid dafs hierin der ein- 
zige Unterfchied beileht. 

Der Fenchel iil ein bekanntes Kilchengew.ächs. Die 
Italiener lieben ihn am meilten und. benutzen iha 
auf mancherley Art. An mehreren Orten wird ftar- 
ker Handel damit getrieben. Wurzel, Blätter und 
Samen find officinel. 

b) Anethum graveolens. 

[Anethum fraftibus ovatis.] 
Griecli. Anethon, 
Deutfeh. Der Dill, das Dillkraut, Dillenkraut, 
Dillfenchel, Dyl, Till, llle; der Gar- 
tendill; das Hochkraut; das Küm- 
merlingskraut, Umorkenkraut. 
Holt. Dille. 
Dan. *Dil, Dild. 
Schwed. Diu, 
Engt. The dill. 

Anglf. Dil, dile. 
Galic. DUe. 
Franx. L'aneth; l'aneth odorant 
Ital. Aneto. 
Span. Eneldo. 
Port. Endro. 
Rtf. Ukrop. 
Fohl. Kopr. 

Böhm. Kopr ; kopr zarahdnj. 
Serb. Konopi. Anton. 
Uiigr. Kapor-fii. 
Lett. Dilles. 
Ehfm. Til. 

Aigifpt. SJDebet, Siamar. Forfk. 
Arab.fel. Schibt. Forfi. 
Armen. Swid. 
Von der fo allgemeinen Benpnnnng Dill läfst fich kein 
Ursprung angeben; denn wer wollte wohl denieiii- 
geii Kr.niok.'oen beypflichten , die es von anth)Uis, 
cdor "r.n anthia, uder vnn dem df utfc'ien Beyworte 
toil'berle ten. Die Reiieiii^un^ Hochkraut jft eins 
Ueberfetiung von aneth^jii. Kümmeriingskraut/'a^t 

tiiaa 



3^3 



ÄNF 



ANG 



304 



man nn rr.cIirprenOi trn,\verl man Hie iiin(r*nKRminf r- 
linge oder C'u.imitrn mit Dill clji7.iim;alicn pllcgt. 
GarteniliU urnni Äan ilm zuweilen , um ihn vom 
DSrendill, Wauzendill und HmiasJiUi zu uiiter- 
Irlieideiu 
Die AUcn krönten ficli bey ihren nafim-ilein mitDiUkr.in- 
zen. Die Fccliter midiiren den Dill unter ihre bpei- 
li-n, weil mai\ ilni filr lehr nahrliafr hielt. Man 
ffirgto difN:MTcn damit zu licilen, diilier die Rf- 
dcnsart anethniii rcquiri. 
ElicJem lamnulte man all- Theile desDnisfdr dieApo- 

tlicUen, jcizt aber verwahrt man nur den reifen und 

gctroikncten Samen. 
Li den Küchen braucht man da.s Kraut nchft dem Samen, 

V ouii mau etwas in Effigeiniuaclienwill, alsGiiikeii, 

K.ippcskraut. Ferner zub'leifch, zu WDnleii, zu 

QiiarkUal'e. 
Diu bellen Dill erhält man aus Portiig.il , Spanien und 

],;,!,(;„. — ßey verl'chiedeiien Autoreu iiiidet man 

ein anctlium arabicum, welches fie GewUrzdül 

nennen, und dcflen Vorzüge rUhmeu. 

6) Ancthum legetum. 

[Foeniculum lufitaiiiciitn, minus, atinuutn, 
anetlii odore. 7o:iriiff.^ 
Dcntfch. üer Ackerdill ; der kleine wilde Dill ; 
dcrportugiiifche Fetichel; der Acker- 
fencliel. 
Holt. Vclddille; kleine wilde Dille; de 
kleine jaarlyflte portugeefche V'enkel. 
Franz. L'aneth des champs. 
Port. Endräo. 
Er ift um dielliilltc kleiner als der Gartendill, blüht im 
Sommer, und hat einen lehr angenehmeu Gerucln 

Anfi^'^ctus. • 

Dentfch. Die M'indungen oder Gange. 

Holt. Windingen, Gieren. 

JDän. Gangene. 

Schfved. Vridningarne. 

Engl. Whirl, turn, wreath, winding. 

Franz. Les tours. volutes, revolutions. 

Ital. Volute, giri. 

Span. Vueltas, giros, tornos. 

Port. Völtas, circumvolu96es, giros. 

^iifraitMS. \_Tenii. covc!i:/l.] Der L.iuf der Win- 
dungen um die Acliie oder Spindel einer Schnecke, 
von ihrer Oelnung an bis zur Spitze. Dievornehm- 
fteii Charactere der Windungen (namlicii aiiTr. bifidi, 
■ canaliculati, c^mcellati . dextri , fcripti &C. ) wird 
man nach alpliabctilcher Ordnung in uiefem Werke 
erklärt finden. 

jfiifraitiis [Temi. anal.], gijri f. iiitefliniita ceyebri. 
So findet man die Schlfingelungcn und Windungen 
genannt, welche fleh auf der Oberfläche des Gehirns 
befinden. 

ANGELICÄ. iBotan.^ 

Dit'fer Nnme ift den Grieclien nnd Römern nicht be- 
kannt gev/efen. Nach ^ner alten Sage foU die 
Kraft dtrAngelika je.nanden von einem Engel, im 
Traume, eutdeckt worden fey;i und daher dtu 



Kamen erhalten liabeiu Andre Tagen, fie Iieiffe- 
Angelika, wegen ihrer unvergleichlichen Eigen, 
itliafien. Da die zahme Angelika noch mehrere 
N'or/.liße bclilzt. Ib iltdicfe letztere arrhangeUca 
oder rudix fpiriius l'.iiu'ti genannt worden. 

a) Aiigclica archangelica. 

f Angelica fativa, angelica major; frayr- 
iiium. ] 

Dmtfch. Die edle Angelika oder Engelwurz, | 
die Erzengelwurz, des heiligen GeU 1 
ftes Wurzel, die Dreyclnigkeitswur.*' j 
zel, die Gartenangelika, die zahitie j 
Angelika, Angilje; die IBrullwurzel, ! 
die Luftwurzel. ' 

Ho't. Tammc Engelwortel, Tuirr-Engel-! 

wortel. 
Dan. Angelika, EngelHäer, Engtlurt.* 

Norwc^. Aiigelik ; Hochflämmige 
Slöke, Slüjkc; Mit nicdrigrm Stam- 
me Quanne, Qvannrot; der Stengel 
vom zwcijten !'^'a!nr joli. 
' Faröe Qvander. Dd'cs. 
.Island. Hvcinn , /Etehvönn ; der 
Stni'jcl vom^zweytm Q'ahre Niöle. 
Sctiwed. Angelika; Änglaürt. £ 

Dakk. Qvanrot. 1 

irernil. Slökii. J 

Altnord. Hvann. Heiv. Saga. » 

Eng!. TJie angelica, the garden angelica,, i 
tlie herb archangel. 
IFclfb. Llyliaur Angel, Llyfiaur, 
A'fgyfaint. 
Cornifli. Coiclinat. 
Galic. Ainyjabg. 
Franz. Angeiiqiie des jardlns ou de Bohe'- 
me; archange'lique; la racine du St. 
efprit. 
Ital. Angelica; arcangelica. 
Span. Anjelica; arcanjelica. 
Port. Angelica hortenle. 



Riij]\ Angelika, Djagilnik, Djagil, An d(t 

If'olga Wiuch. 
Pohl. üziygiel ogrodny, 
Böhm. Angelika; (w. ducha kolenj. 
Ungr. Angj'e'lika gyöke'r. 
Tnnguf. Kopta 
Burät. Surubuhun. 
Lappl. i) Im erßen ^atitr Fadno.^Fatno 

2) Im zweiten ^ahre Bofk, Pafk 

3) IVe^iii die Wurzel noch keine) 
Stengel gefehojfcn hat Urtas ; 4), Der 
gefc halten Stengel Ra.li; ^J IJie Doldi' 
i'afklui liiwc. 

Grönl. iikfuglit, Kwannek. 

Sil' 



uJ 



3^5 



AKG 



AJvG 



•3e.(j 



Siewäclift auf den. emopäirchon uiirl nci^dirclien Alpen, 
>md ai:f feiicliten Plauen. Wurzel, Blätter und 
Snmen werden für die /\pot!ieken gpfanimclt. Be- 
sonder.? iO ilire VViirzel von jeher berühmt gewefen. 
Sie \iiirde bey- der PeO und andern anflcckendeii 
Krsnklieiten häufig, als ein N'erwalirung.'imittel, ^e- 
br.T'c'it. Ferner gegen den tollen Hinidebils, Zalm- 
weh &c. Ferner in der Oekonomie bey der Horn- 
viehfejichc&c. — Die Dienen lieben die Blüthefelir, 
»nid geben 'darnach vielen und guten Honig. -^ Die 
junpen Wurzeln, dieBlntter mi'lJer Samen werden, 
7.11 inanclierley Gebraucii. (iiiHllirt.!-r- Die St^igel 
lu'd groflen Wurzeln weiden mit Zucker einge- 
macht; die von Niort in Poitoü find aie bellen, und 
werden am rsieillen gei'iicht. 

Im Norden, vorzüglich in Lappland, dient die Angelika 
den Menlcheii zur Nahrung. Die Lappländer efie.u 
dieS.tcngelfowohlroh, als InTliran gel'chnitten, mit 
dergrüllen'Begierde. Auch wiffenfie das getrocknete 
Mark der Stengel in Meiil zu verwajideln, und Brod 
daraus zu backen. 

Diejenigen welche auf dem Felde wachfen (die aber nicht 
mit der angel. lylveftr. zu verweclifeln find) werden, 
im Korden', den cultivirten vorgezogen. Jene haben 
weit mehr Harz (^reiina), und find viel kräftiger. 
Ebt-n diefesHaiz wird C(ia genannt, und davon hat 
die Pflanze in den nordilthen Ländern den, Namen 
GinHne, QiaHder, Hiö'-n &c. erhalten. 

Aberglikibifche Leute haben der Engehvurzel viele über- 
triebene Kr-äftebeygelegt. Befoitders iblltefie wider 
hole Cieifter und Hexen wiikeii; und ein ficheres 
Mittel g«gcn den iogenaunt^^^,H?,\6iU'chfife Qyieera 
,,, .magica;) feyn. ;i4 y,ri ' '.V^wd 

'!0 Angclica fylveftris. "> 

." ^««(/i/r. Die .wilde Angelika, Walclflnn;elika, 
\ViefeiiangeIika, Wafferangelika; die 

; kleine wilde Eruffwii^-zel ; wilde 

Luftwurz; wilde Geiftwurz ; Gtifs- 
fars> Giers ; Sdloter. 

HoU. Wilde Engehvortel;Water-AngeKka. 

Dan, Vand- Angelika. 

NmwrfT. Skoglbit, Skovftut, ^Vut, 
Sprutftok, Slökfnit, Luur,. laeit- 
qvann, GiedejoU, Sqvette. " .,v^ 
l^lar.d. Snoka.:^ijr,, üeita,Eäur, 
Geitnahyänn. .'^j^ yt-,'' 

iSf-ivwrf, Vill- Angelika. rj '.' 
Skkn. og Sitnd. T^titori.. 
Dalarne: Loka, 
Boliusla'n. Sqvättor. 
IVeßbotn. Björnftut, 

- ^«HfW; Myrilut, .' .. .':"•■' "^ 
Datek. Bjornlokä. "''^ -. ,, 
/f. Gpf/i/. Strätcör. - '"'> '^uA 
Engl. The wild angelica. .ti'JÜ. 

' Franz. L'angeliqiie faiivage. 
• ItciL Angelica felvatica. 
Span: Aftjelica filveftre. 
tMktthon, h'at!i)£eSshUhli, Bd. I, 



. Pon'. Angelica fyh-eftre. -^ 

Ruß'. Djägil; vül^o Schtonuk traw.?, Sto- 

ton ti-awa, Snit. 
Pohl. Dziegielnika. 
Böhm. Angelicka. 
Ünstr'. Angye'lika, Angyal-fu. 
j. Leu. r • Saules fakkenes, Sirdfe nafi» 
Ebfln. .Heinpiitkid. 
Le.ppt.' Achian Päfk. ■ 
Bnfchkir. Schußia. 

ff^fpk.Vsgnnm. ' ' 

Kartiffch. Kutachtrchu, 

Sie ift wfnig von der ächten Angelika unterfchleden ; hat 
aber lange nicht den aromatifchen Gernch, den Ge- 
fchniack und die Kraft dcrfelben. In einigen Gegen- 
den von Rufsland wird die Wurzel roh als Nal'chwerk 
I gegeflen. Sie hatcinigenofficinellen Nutzen. Wur- 
zeL und Samen zu Pulver geftoffen, vertreibt die 
Läufe. Uebrigens ifl: fie ein gutes Futter für KShe, 
Ziegen und Schweine. Auch wird fie von den B.Vreii 
geliicht, und hat dalier verfchiedene fich auf diefe« 
Umltand beziehende Namen im Norden erhalten. 

In verfchiedeneii Gegenden von Norwegen machen die 

kleinen Knaben aus den Stengeln Handfpriitzea 

■ [,CSP-°''^'")> °'l^'' Blasrülire (Luurer); daher die 

noTdifchen Benenmnigen Sprut, Sprutftöck xuid 

Luur. ■' - ' > 



Äiigiotogia. [Anat.l 



.Uft( zufam,mengeletzt aus dem Griechifcheil <j»^«o//, 
vas, und logoi, fcrmo. 

< -.h Dentfch. Die Lehre von den Blutgefäflen. 

Engl. Defcription of the veflels in the hu- 
man body. 

Franz. La pattic qui traite des vaiffeaux dl 
r/i' ,1^11. i . Corps .huipain. ■ 

A 11 g i S p e r m i a. [Term. botan.'] Perfonata. 

Deutfeh. Pflanzen, deren Samen mit einer 

Kapfei bekleidet find. 
Holl. Planten, welke hun Zaad in deZaad- 

vaten opgefloten hebben. 
Dan. Planter, livis Säd er indviklet i en 

Kapfiil, forfkiellig fra dpres Beger. 
Schwed, örternes frön fc«n ärö inneflutne i 

Fröliufet. 
., A^p<^' .,.,. Piants wliofe feeds ai'e covered with 
; ,: .. .i-..' '^. capfule. /' ' , ' ; ' 
.Franx. Alantes dont les.grairies fönt renfer- 

mees dans un pe'ricarpe. 
ii^.- Plante che hanno il lerne involto In 
'"■•""""■ •Caflet'tö;'-' ,'^'. ; 

Span, Plantas , cuya femilla fe encierra en 

dos membfanas dificiles de feparat 
.ff rr".-' !c/^^ la almendrita- 
'Poii. Plantas, que tem as fementes cober« 

tas, ou dentro de hum pericarpo, 
U Nach 



30? 



ANG 



AKG 



308 



Nacli dem linne'irchei» Svft»m Hiid fifiticnvoylc. Ordnung 
iu dorCIaäJeDidy'aauim. 

ANGUIS. 

Der lateinilchc K;ime angiii^ w.ir, iiebil rcipens uiul 
coluber, bcy den Alten die allgemeine l^cncnnuiij 
der üchl.iugen. Zw.ir \'M, nach ^ervliu, unter 
ferptns eine Landft hlrni^e, und nnter ani^nis^ oine 
WalVerfclilange zu veirtelien leyii, Ijeduch gefielic 
erlcllill, d.il's niledisle üenennupgeii ohnoUijter- 
fchied gebraucht worden Und. ■ ■ ' \ 

Linn^ begreift unter anguis diejenigen SchlÄljcen. 
welche keine Schilde, londern Sciiu[n>ea am Uau- 
che, und Schuppen linten am Scliwanzc habeiit 

Die allgemeinen Nainen der Schlangtn in den bekaiin- 
terc n Sprachen wird mau uuter dem, Artikel fer- 
pcntes astreHen. '■>•■ 

Dcutfch. Die Schlange, die Asllchlang*-^, die 

Schuppcnfchlange. 
Hol!. De vSianjr. 
Dan. Snogflangen. 
Sch.tt'ed. Fjällorm. 
Engl. The fnake (with fcales under the 

belly and tail). 
Frajue. .Serpens qui ont des ecailles fq)is le 

Corps & ibns la qucu'e. ,' 

Itaf. Serpi con fcaglie fotto il corpoe 

fotto la coda. 
Span. Serpientes con escamas debajo del 

ciierpo y de la cola. 
Port. Serpentes com escamas debaixo' do 

corpo e da cauda. 

il) Anguis ceraftes. 

Deutfclu Die gehörnte Schuppenfchlange, der 

-Hornträger, 
HoH. Hoornflang. 
Diin. Hornflange. 
Schwed, Hornornl, 
- Engl. The homed fnsk^. ■ '• ' 
franz. Le fei-pent coraü. ' • ' 
Jtat. La ferpe cornnta. " '^ 
Span. La cornuda. 
Port. La fei'pente cornuda. ' • 
.Arah. Harbaji. 

Haflelquirt hat fie nebft der gfh'.'iiiten Natter fcoluber 
ceralte-i) iii/Vegvpten wahrgenomnun. Kei as heilst 
im Griechilciienlefn Hörn, und darnach haben, die 
Alten eine gi-hürnte Schlange- Cgrafte.5 geiiainir. 

; ' Die gegenwärtige Schlauste hat am. oberen Kiefer 
zwey BackenzähiiC, die wie ein Paar krumme HüPuer 
über dem Kopf hervorragen. 

is) Anguis GolubFinus. 

_ J^eiftfch. Die Narferfclilange, «lür Natteraal. 

U 






;' Fraiis!: ' Le fcrnent cölnbrin."-: 
_\,,Spau. ' JL'a culcbrina.' ' ' , '■■ 
.h\ ebi-nf.iüs von, Han'eliiuUi iaAegypten w«tii;genommaii 

worden. Von den Nattern unterfclieidct lie ficli 

durcii ihren kleinen Kupf, 

-0 Anguis eryx. 

Dcutfch. Dit; langgercWanzte Schuppen- 

fchlarjge'; der Langfchwanz, 
E>ia;t. The Aberdeen i'iiake. 
j Franz. L'erv-x. 

Wohnt in Amerika und In Aberdeenfliire; ihr Schwanz- 
illlänger, als der übrige Thcil ihreilvörpe;.«. 

'd) Anguis Trngilis, 

Coecilia vulgaris; coecula; GriVc/«- Typlil- 
ops, typhline; Kjuphiüs (üf. /. taube 

Schlange ). 

Deutfeh. Die Blindfchleiche,' der BlindfchlVu 
eher, der Blindwiirm; die Kupfer- 
fchlange ; der Halelwurtn, der Hart- 
Vurm. 
Holt. Blindilang. 
.- Dwn, Staalorni, lilindfnog. 

Norw. H\idorm, Blindorm, Kobber- 
-■■ -^ ■ fiange. 
Schwed. Kopparorm, Ormfla. 
Engl. The blind worm , the flow worm : 
bey ebuifen the deaf adder (nach dem 
Grh'chifchn koophias ). 
Cornwall. The long cripple. Borlafe, 
Anglf. SlaW-wyrm. 
: Franz. L'orvet; orVert, anvoye, aveugle. 
Picardie &c. Couleuvre. 
Itäl. Cicigna (cicolina, ciecolina). 
Span. Cecih"a; fcrpiente qucbradiza. 
Port. Licran^O. 
'[■'Riilf. Mjedenjza (_d.i, Kupferfcklange'). 
PolnY Wa> flepy {d. i. blinde Schlange). 
E'ghm, Slepey^, flepy hatT; Wijtejnice. 
Strb.' (O'.'Lw'f.) Recze^iza; Kneziczka. 

(N. LaiipRefchenzo.' Jnton. 
Uiigr. Vak-Jy'gyo' (d.i. blinde Schlange). 
Leit. Cilohd^ns. 
Ehßn. Wafk maddoi VFafk fing ( d. i. Kit- 

pfcrfihlmtgi;).-' ' • ' 
Finnl. Wafkikänne (ii. /. Kupferfchlange)j 

Päwa vis(^..^l. Sorincnfthlaiige). 
Kirgif. Ok - d?bila;ji; ;( d. i. Pfeilfcblange). 
Hebt: Chomety i«-. y\y. 30 {Nach der l u- 
Irt^'frfchi'ii. , Üeberfetximg : ft'inco'n!. 
7TiKh 'a,)ideni, eine Art Eidechs dci'- 
tmtcr veyfianiai, mrden/o!!)^^ , . . ; 

,\ ... V ■ u; '. .V.A ~ .»«Wr 



109 



AK& 



DcM Begrif einer bliirden Sclilange findet man f^Tc ill-allen 

Sprachen, auch im I.:i*einif'!ieii und im Griecin- 
fcheii, lind liat leinen Ui rpriiMg d.iria, d.ils die Augen 
diel'cr Schlangen (ehr l<leiii und k;nim zu liemerkea 
lind. Weil ihr Gang langliini und Pclileicheud ift, fo 
ift daraus der Ziil'atz \i\mi\f(hleic!ie ( the fioil-worm ) 
entlianden. Anguis fragiin oder Bruclifchlange iieilsl 
i\e, wejl ihr Kurper zerbreclillch ifi, und man ilui, 
ohne viele Gewalt, mit einorGerte gleich'initteilvdti 
einander hauen kajui. Aus eben dielei' UVfacbe findet 
mau lie auch Je/pe:it lie leire oder Glasrchlange, 
ferner Hafelwurm ( weil man das'Ekpeiiment, um fie 
2U)'thl:igen, mit einer Halelgerte macht, oder auch, 
weil fie (ich zuweilen unter dera Halelgeltäude auf- 
hält), »erner Harlwurm genannt. Von ihrer kupfer- 
rotlieu Farbe hat fie den Namen KupjtrJchlaKi^e 
erliakeii. 

Sie lebt in Europa und in Siberien, gewöhnlich in dum» 
pfigcn Gegenden und in allerley Hü'hlen. Man hielt 
ehemals ihren Bifs für giltig, in neueren /leiten hia- 
gegen wieder fUrunl'chadiicb gehalten, zumal, nach- 
dem Laurenti die fleifligften V'erAiche darüber ange- 
bellt hat. luzwifchen haben andre Natuiforfther 
das Gegentheil bemerkt, wie z.B. Fiicher in ieiner 
Katurgeli-hichte \ün Licvland (v.J. lygi)- ^^ 

1 li:heint dafs fie in einigen Gegenden und nur zu 
gewiüen Jahreszeiten gefährlich find. 

Einige Nachricht von der Lebensart der Blindfchleiche 
findet man in laCepede hift. nat. des ferpens, Paris 
1790. La Cepede rlihmt die I5eobachtungen des 
Mr. de^Sept-Fuutaines als die bellen und einzigen 
in diefer Art. 

Die Büirdfchleiche bringt ihre Jungen lebendig zur Welt. 

e) Ariguis jaciüator. 

Dtiitfck. Die Wurfichlange. 
Holli De Schieter. 
Franz. Le trait. 
Span. La faeta. 
luAegvpteu, wofelbft Halfelquift fic beobachtet hat. 

f) Allguis Uiticauda. 

Deutfeh. Der Breitfchwanz. 
Hol!'. Brcedftaart. 
Frar.z. La qüeue lanceole'e. 
Span. La cola de lanza. 

lu Surinam : fie unterllheidet fich von den übrigen Arten' 
dürr!' i'icn platten Scliwanz. Und da diefer in eine 
fcliarfe Spitze auci-äift, fo ifl'dadurch die franzülUciie 
Benennung vcraiilalst worden. 

g) Anguis lüiiibricalis. 

[Amphisbaena fubargentea. Erown.'\ 

Deutfui. DieVv'iirmfchlange; der Wurm. 
Hol!. \A'onn|]aiig. 
En^rl. The fih'cr lliake. Brown. 
Franz. Leionibric; lerpent d'oreille. 
Span. La lombriz. 
In Amerika; hat beynalie die Geftalt eines Erdwurms. 



fiF)'^;Angttis ■itiacdafc.^. 

Dev.tfch. Die j^cfleckte Sclinppetifchlange, der 

SchuppentT.iger. 
Ho!l. ■ Gcvlakte Slang. 
Span. Le miguel. 

In Aincuka.; eine Sorte aui Paraguay erhielt Seba über 
ä|>anie'n, liÄlfer dem N»fai_enJUigpei,de Tucuman. 

i) Atiguis meleägris;t;.j;f ,v:i;i ,' 

[Serpens coecilia f. fcytale. Seha."] 

Deutfch. Die geflickte Schuppenfclilange. 
Hot!. Geborduürde Slang. 
Franz". La peintade. 
Spflf«. La pintada. 
In Indien; ihre Farbe fa'llt ins Grüne, und ift mit 

fchwarzen Punften, der Lange nach, liiüenfürnug 

gezeichnet. 

k) Anguis platu'ra. 

[ Anguis cauda compreiTa obtufa. } 
. Deutfch. Der Plattfchwanz. 
Franz. La queue-plate. 
Spani La coiä aplanada. 

Wolint an>Ufer der im llillen Meere liegenden lufelPine« 
V'' isle. FofJUr. ■ -. ■ 

Anguis reticulata. 

' Deutfch. Die Netzfchlange. . 
Hüll. Netswyze Slang. 
Franz. Le re'feau. 
Span. La enrejada. 

In Amerika ; die Farbe ihres Rückens fallt ins SchvArx. 

graue ; auf dcu Scliuppeu bchnden (ich weifTe Fie- 

, <ken, und haben in ihrer Verbindung das Ani'ebe« 

eines Netzes. -^j .*h.'< . .^ 

m) Anguis icytale. ^ . 

Detttfch. Die Walzenfchlange (der ZweykopO- 
Ho!/. Stokflang. 
""^ Franz: Le rouleau. 
. Span. La rpUe. 

In Indien, ihr Rumpf i(l walzenförmig, und ihr Schwane 
lehr kurz. 

n) Anguis ventralis. 

[CacCilia maculata. Cateshtj.} 

i?««f/i-A.. Die Glasfchlange ; der Dickbauch > 

der Konigsbauch. 
Hotl. Clasilang; Dikbuik. 
Eng!. The glas fnake. Cafcsbtj. 
Franz. Le ferpent de verre; — le jaune & 

brnn. Crvcüe. 
Span. La ferpiente de vidrio. 
Befindet iicli' ihäiifig in den WiiWern von Carolina unel 
N'ii'^iüieli-, \Voielbft fie von Catesb> und Garden 
U i • Üeob- 



3" 



ANG 



ANG 



ä?>* 



Blin-Kiiilticlic. lialier hat man ilir den Namen ül.ls- 
fclil.lii)?e>e8r'l)eii. IlirlMii^Ii ilt Umr. uiul wie mit 
einer Nnlit "an doir. Hbripcn Tiicil dej K' ipers bcfe- 
rtigti daher der lU-yiiHme veiUralis. ,.Sie illiiiHucr 
Ave eine der rchunllehSclil.iiigen. Ih^birswü-du'kht 
luchr für gefährlich gehalten. 

A ngular IS v aiigulatus ; angülofiis. 

Doiffch. Eckig, kantig, Nvinklig, Eeecfcli' voll 
t ■ ■ Ecken. .... .- I 

Bo/L Hock ig, Rehoekt. ' ' -: 

Dan. Kanfcil, liiorned, angled, huked, 
Srhwfd. KiintiR, liöriiig. • , : , / 
Ali!''. Arftular. anjfuiated, afigiilous. 
•Franz. h^^sl^\\nxe, w^\k, ■.mc,u\bu\. 
fto.L Angolarc, aiigolatQ,. iviRolofo. 
^pan. AiiguUu-, angulado, angulolo. 
Fort. Angular, angulado, ;ijJigulolo., -. 

V- »rW<r;«s den in; tlie Eckiahne. • Die vier Eck- 
''zalaie der Pferde heilVeii Engl, the tömer-teeth; 
Franz, les coins; i/fl/. cautoni, quadrati. — Ctmf. 
canini. 

^„Sufafis clumna. ErkCäule der Kryftalle'. 

-Ärsii'taia- apti^iü^a. iTrn»- to^uluit.} Wenji 
der UmfAiiR der Mundoftnimg enici- t>cbiiecke mit 
e,„er oder mit mehrereu Ecken verlehen i^ 
(Trochus). ■ • 

ytrsvlnia biiidnn, [ T"«-»/. conchijl. ] Eckige 
Kinkhörner. Kckhörner CB"coinu"n "ndofiiiTi , be- 
zoar, glaciale, imdatum, .f*ticil|a.tiim , lutidullun, 

laexigatuni)- t:h.:'-,t<--x r.\ L 

j . 1^ , ^ fa; da r fet-m. icKlhijol. ] Ein «an- 
''■IfgerSchwan;; uen„'-LseitenUifie'4arf h 
\^ lieht (Scomb?;:,trachurus> 
jtnp-<taln coriiiia. '[ 7V;Hr. <•«^. ] EckigeT^or- 

iier; Hürner mit erhabenen Kanten. 
.tinüul'ata fe,nora. ITerm. e,;/»/«. ]^-EcWg6 Sehen- 
• %e\- SebenliBl, die ;mit Jpit?.igcn Hervorragaiigen 

und Nahten verlehen lind tÜryllus)- 
iS»gulata opentila. iTerm. Uhthnol. 1 EeJ^^ge 

Kiei'endecUel. „J , .^ , . ._ ,, j 

Ang:<latci <ova. [7"^»'.. «;'/ö«. J * Eckige EyerVcr- 

Ichiedenerlnfeften. " i • 

An"ulata pupa. {Term. entoM.I Eine eckige 

Pupe. 
.^Kgiilaia fiutflla. Eckige .Schildchen der oberen 

^Schale einer Schüdkrute. 
Auguiaii filicu'la. ' itei'Hti . %.3^ Ein eckiges 

Schütcheii. , ' ■■ '*' " ''/;'' 

A»s:itata /ujie'iiör <)/a«rfj 6 ^«'ArerfchWecer 

vügei. ' " '''-■', ■ ':- 

.■Ji: p;:ittta 1i b i tt. [ Ternt. txtotilr'^ ' 'EekigfeiSchicD- 

'beiuc (.GrylUis). ■ ' -i 

^»Putaiae ä'tdK-irirr.i. rv/,.»J.J :Eckige.'»aer 
■ •■ oC7lackteFI!V',*! i ■ A«.'/. gehakkeldeWiCken,; rrsyit, 
'Sites -deutelt«; (Pspilic rhanüii,- Spliiiix. pppuli> 



Jf't'iljtdt al at f elf eine. ' larui i; . ;. ,u 

./■tti^fi/alat uiantlae. ^ '^ 

t/lHguliitat nt'axillae (Terebclia), 

Ari£iiltiia* fijuanme. 

jiugalaiae leßije. 

yifiigultit^fie vatvat (Cardiiim .mcdiiiin). 
■^figuJaliJ d-efet*s. . Eickige /Saline. , : 

AtfSfiiäfi g,prjj.._\ .Ecjiige Poren einiger Millepofen. 
jiugulati radii. Strahlen mit fch.uitn Kanten, ver- 

Ichiedener Schnecken. 
Ang'itiUi rami. Acde mit fcliarfeii Kanten verfcliic- 

dcner KorallengcWachlis. ' 

^HgHl ato-drp t effu m fo.ßrum. Ein eckig ni€' 
dergedriickter Selnia,bel venehiijdencr Vögel. ' 

^n'g'Ulizt<">oßrat.a ttßa (Telllna roßrata). 

'jiii pülnlum' abdofiitt»' o) verrchiedcner Eifclw 
,(E.\ocoetus^. ^- i) ehilger tjehlangen. 

Ah gula tum etij)ut «^ verfchiedejier FiCche. b) 
verlichiedener Schlangen. 

jtiigMlftiim corpt'S «) vcrfthiedeiier Filche. i) 
verlchiedciier Amphibien ( rana el'ciileiita). 

Angnlntuiti iorjnm^ Verlblüedener Amphibiea«.! 

^iigutatum teg'nmeii. tine eckige Hlflfe. 

/tn'giil'^f^i'^'»-^'''P vsculiDii. Eckige Mündung 
einiger Cellepcren. 

if'^gu'tatiriH rcßraii:. Ein kantiger Schnabel 

(^ Picns ). 

Angulatus petia'i»^.' 'Ein eckigefBIattftiel. 
Angulaliis thorax veiTchiedener Infeften. 

A'igulatui tru-iicui. Ein kantiger Rumpf verfcbie- 

dener jVniphibien. 
Angii'l iitns ifUHCUS. Ein eckiger Stamm (Mo». 

orda filialol'a) 
Augiitofa caiida. \Tefm.'utith^ot.'\ Eiaaiifdcn 

Seiten gekielter Schwanz CScomber). 

Angiitofae ßellaa. Eckige Sternchen einiger M;* 
dreporeu. .o 

Angulus. 

Veutfch. EinWitikel, eine Kante. 
HolL Hoek, Hoekje. 
Dan. Vinkel, Hiörne, Kant. 
Schiaed. Höni, Kant. 
Enal. Angie, corner. 
Fram. Angle, coin. 
Iloi.'- Angolo, cantq, 
Span. Angulo, canto/ 
Fort. Angulo, canto. 

ANGURIA. [Botm.] 

Deuißh. Die Ar.guri». 

Woff: 



i 



3^3 



AN(3 



Holt. Ancjiirk. 
Franz. J.'angnurie. 
jlKgri i i> n) pedata C^u Domingo); t") frifoliata 

(_zu Domingo) ; f ) tiilobatn (üu MartiMiqne"). 
Eine exotifrlie Pnanzenpattiing, deren Frtlchte mit den 
tCukiMiieruAelmlicIiiicii haben. Die Frucht der tircy- 
blÄtterigeu .Oligurie ilt lehr iiils. Man findet iieielteu 
in den europ;iifc!ien G;irten, auch geben fie nur Sut 
Jerlt leiten Samen iu nnleten Klima. 

Angufi;us, a, um. adj. 

üeutfch. Eiifr, fclimal. 

Hol'.. Smiil, eng. 

Dein. Smal, trang, fnaevem 

Scliiveä. Smal, trang. 

Er.ryl. Strait, narrow. 

Franz. Etroit. 

Ita!. Angufto, ftretto. 

Span. Angotto, eftrecho. 

Fort. Kftreito. 

^Kgxjla tingua ß) der Schlangen, t) einiger 

Fil'che. 

J!i:giiji a vena. Schmaler Gang; er wird dem mäch« 
tigen entgegengefetzt i //««i. filun etroit. 

'Anguß a vulvn. [Term. i-oriclujl.'] Wenn die Schaam« 
lijipen dicht zul'ammen liegen. 

jingußae maxillae. Schmale Kinnlade einiger 
filclie. 

Angiiflae nares. Nafenlocher, die eine kleuie 
Üefnuiig iiaben ; ejige Nafenlocher. 

Atiguflae piiinae, [^Teim. icfith^o/.} Schmale 
Floflea. 

AMgnß ato - laureolata folitim. Schmale lan- 

zetförmige Blatter (Prunus pumila ; Frotea llrobi- 

lina ). 
Anguß atum Caput. [Term. eiitoni.l a') Antiee, 

Einvorw.irt,s verengerter Kopf (Curculio ; Panorpa). 

t) Poflur, Kin hinterwärts verengerter Kopf (Atte- 

labus . Raphidia). 

Augußius torpore enpul (Ammodytes). 

AHg:tflum abdomtt:, Wenn es nicht fo breit, .-üs 
die Urnfi i.1. 

Aiigußiim taput ( Syngnathns ; Ammodytes), 

-Anguflum derjum. Ein fclnnaler Rücken. 

Auguflum ntiHtimi. Ein fchmales Kinn. 

■^''gufluni ytitm. Eine enge oder fchmaleBruft» 

Alliinal. — GriecU. Zoion. 

. DeutfcL EinThier. 
hoil. Ken Dier; Altfrlcf. Diar. 
Dan. E: Dyr; /v/(jui. Dyr. 
Scnweä. Et Djiir; y^/i. üyr.' 
£»gl. An aninial; AnJif.'Deoi, 
Franz. Un anuiiai. 
Itcil. Un animale» 



AM 314 

%pmi. Ün animal. 

Port. Hum animal. 

Ruß'. Swjer. 

Foln. Zwierz, ZwierZfi 

Böhm. Zwire. 

Croat. Zve'r, Sivad. 

Wlacli. Ssoja. 

Epirot. Areflbue. 

Ungr. Elo - a'lJat. 

Lctt. Lohps. 

Ehßn. Lojus, EUajas, EllaU 

Finnl. Eläin. 

Lappl. Waiftje, Juttas. 

Hehr. Chai," Cliajah j Nepbefch chajah. 

Chald. CJiivah. 

Grönl. Nerfut. 

Animalculiim; — (h-itch. ZwdioB» 

Z&;flanon. 
Deutfeh. Ein Thicrclien. 
Hol!. Een Diertje. 
Dein. Lille Dyr. 
Schtved. Et litet" Djur. 
Engl. An animalcule. 
Franz, Animalcule. 
Ital. Auimaletto. 
Span. AnimaliUo. 
Port. Animalejo. 
Jinß. Swjerök. 
Poln. Zw'ierzgtko. 
Böhm. Z\^'iiatko. 

Im gemeinen Leben ein kleines Thier. ßie Natuvforfchenf 
hingegen nensen nur diejenigen Thicre aninialcula, 
welche fie nicht anders, als durch Gläfer deutLeÄ 
beobachten können. 

Animale regnum. 

Deutfcli. Das Thierreich. 
Hall. ' Hct Ryk der Diereih 
Diin. Dyreriget. 
Schwed. Djurriket. 
Engl. The animal kingdoia 
Franz. Le regne animal, 
Jtal. 11 regne animale. 
Span, El reino animal. 
Port. O reino animal. 



Aiiiiualts fpiritus 
le* elprits animaux. 



die Lebeiisgeifter: DjCfti. 
Coiif. nerveum fininum. 



A» itiiati um hißoria; zoo gr apki a:, dieThiei* 
gefchichte. 

Anhiiatis camtra. Ift in der tliietilclien M.-ifcljne 
dasjenige Fach, welches das Welen der Tliierc uit» 
hält, t td. Camera. 



Aniscalptor. Mm feke unter anus. 



Anli'tr 



3^'> 



ANN 



AN^M 



^3iS 



A iii fo ft c '1 o n p c t a 1 a\ Ißo^aii.,'] 

Ftl,iii/pii. WtUlie melir.Sl^mlii..lrli, idsD'ir.iicJlblüUrr 
lKil)eii. Diolrii.vieli'yibiäPii Namen llilirr die jte 
ClalTe inW'.icheudorl» natürlicher Metlioiie. 

ANNONA. [Botan.y- 
J>:,:o,:a ift A\>- imiiaiiilclie , viclloiclit verftümnielte 
nciiciituiin; lies zacUr^cti Flardienbaums , uml ilt 
von Liniie iiiin üaitunssuameii gewählt wordeiL 

Deutfch. Der Hafchenbaum. 

Half. &c. Annona. 

£)jjt/. The cuftnrd apple. 

Fvanz. Le corolVol, ou coroffolier, 

a) Annona ambotay. Aublet. 

Franz. Le corolTol a petites fleift's. Encyd. 
Ein Strauch, dclTen Rinde einen pikanten und aromati- 
Ichen Gelcl.mack hat, und gegen büsartige Gelthwure 
(Icsmalnigres) gebranclit wird ; wacl m den Wäl- 
dern von Guiana, wülelbft ihn die Lihwohuer ambo- 
tay nennen. 

b) Annona afiatica. 

Deutfch. Der oftindifche Flafchentaum; der 

Piirpurapfcl. 
Holt. Ooltindifche Annona. 
Franz. Le corolVol d'Alie. 
Ceylan. Alughas. Bnrm. 
Cochinch. Cay Binh bat. Low. 
Kach Burmann foll die Wurzel in Ceylau zum Rothfarben 
gebraucht werden. 

c) Aimona clierimolia, 

Deutfch. Der penianifche Flafcbenbaum. 

Franz. Le coroflbl du Perou. 
Die Spanier in Peru nennen dielen Baum chirimoya ; feine 
Frucht wird für eine der bellen des Landes gehalten, 
und gewahnlich der Ananas vorgezogen. 

d) Annona difcreta. Thef. Sviogoth. 

Surinam. Birkeboom. Ibid. 

e) Annona giabra. 

Deutfch. Der glatte nordamerikanifche Fla- 
fclienbainn. 

hotl. Gladde Annona. 

Engl. The carolinian fmooth - barked an- 
nona. 

Franz. Le corolTol ä fruits glabres. 

Die Fruchtborke ill glatt ; die Frucht ift elsbar, fejir milde. 
aber etwas unicJnnackhaft ; fie dient den Eidechien 
zur Nahrung. 

^) Annona giabra. Forfk. 

Indian. Annanäs. Forß:. 
Arab.fel. S'tcrdjel hindi. Forpi. 
Kairo. Kelchta. ForfK. 



\, 



f) Annoiia lonf^ifiilia. Ai'-^td. 
Franz. Le corolTol a feuillcs longiies. Encycl. 

Lo Pinaioiia rfc.v Indics. 
Jilan findet dielen Baum in Giiiana ; die Frucht liat ciiief 
fehr guten Gerdmiack. 

g) Annona uiuricata. (pomis cordato-obhtt' 

gis incnrvis) — ■\) potnis rotundioribus. 
Deutfch. Der zackige Flafchenbaum; der faure 

Bi.Ten. 
Hüll. De- Zuurzakboom. 
Engl. Tlie roLigh-fniited cuftard- apple, er 

four-fop- 
Franz, Le corolVol a fruit lie'riflc. 

f) viilg. lo cachinuin, le cachimaib 
ticr, la pomtTte de canelie. 
Span. Annona de piintitas. 
Fort. Guanambaö. 
IVeß-lnd. Anona. 
Oß-Ind. Manoa, Menona. 
Amboin. Nonas. 
Diel'er B.iuni \v-m\ü\ im mittHglichen Amerik.T ; die Frucli' 
wird von den Cieoleii lehr gelchiitzt, den neu an- 
kommenden F.uropäern hingegen will iie iiichl 
fchmtckon. 
Die Franzofen nennen ihnCoroflol, nach der Infcl Curaf 
fao. Die Spanier pflegen lieh des indianiUhcn Na. 
mens guanaban zu bedienen. Sour - fop trcc wird ci 
von den iMigl.'in.lcrii, vcrmuthlich weger; des lauer 
lithf.dlen Gelchmack leiiicr Fiucht, genannt. 
Hieher fcheint auch der Tljaka-maraiu der Malabaren zi 
gehüYen; die Frucht delTclbeii heilst Jloll. Soort 
lacken; r^rt. jacqueira. 

h) Annona paludodi. Aub'.pt. 

Franz. Le corolVol fauvage. Encijct. 

vulg. Le petit corolVol ; le petit coeu 
de boeuf. 
Ein kleiner Baum in Guiana, deffen Frucht cfsbar ift. 

i) Annona paluftris. 

Deutfch. DerSumpfllafchenbaum; derWaffei 

apfel. 
Hall. Waterapfel. 
Engl. The alligator apple tree; tlic corls 

wood- 
Franz. Le corodbl de marais. 
In den waffcrigen und l\.mpfii;en Gegenden von Siidamt 
rika Das Holz füll wie Kork leyn, und vnn den hu: 
woimern ftact der gewöhnlichen Stöpl'el gcbraucl 
werden. 

k) Annona rcticnlata. 

Deutfch. Der netzförmige Flafclienbanm, d« 

Rahniapfel, der Cuftard-ipfel ode\ 

vielmehr Fladenapfel (. Zimmetapfel . 

Hol. 



,17 ANN 

Holl. Vlaadcappel. 

En^l. The cuftard apple tree. 

Franz. Le corollbl rericule. 

vnf<^o le coeur de boeuf. 



^ Sfian. Annona de redecilla. 
'\ vulgo otTA chirimoya. 

; In Sildameiika; Die Fniclit ifr bcynalie fchmacklos und 

* ; .liiUi nicht IbnderlicU beliebt, die hat wohl wegen des 

Ge'chtnncks, oder auch wegen ihres weichen und 

weifi'en Fleii'ches den Namen Cuftard - apple oder 

Fladenapfel erhalten. 

Uieliar fcheint auch der anona-niaram der Malabaren 
' < zu gehören. 

Einen ähnlichen Baum fand Jacquin zu ;\Iartinique; er 
Jiennt ihn annona mucola; die Franzofeii nennen 
. ihn cachiman niorveux, Houttuyn nennt ihn Snot- 
"' ' appel, und eben tb könnte er im Deutfchen Rotz- 
•' apfel, oder Schleimapfcl genannt werden. Die 
l" fc'rucht wird ebenfalls wenig geachtet. 

t) Annona fqiiarnofa. 

Dmtfc4i. Der fchuppige Flafchenbaiim; der 

fiideBinen ; Honigapfel, Zackerapfel. 

^rßoH. Steciiappelboom; tamme Kaneel- 

appel. 

Engl. The iVeet fop, or fiigar apple tree. 

The undulaced cufrarj apple. 
Franz. Le coroflbl a fruits e'caiÜeux. 
Span. Annona efcamosa. 
f^.Sinef. Pii uon xii. Lonr. 

Cociiinch. Cay l\Iong cau. Lour. 
Wichft in Südamerika, in Ollindien und auf den mohik- 
»r.ikifrhen Inleln; Die Früchte liaben einen angeneh- 
men Gei'chmack luiii lieblichen Geruch, fie find fchr 
jj^ erquickend , und werden daher überaus gel'chäut 
I lind gefucht. 

m) Annona triloba. 

j X>ra^c/:. Der dreylappige Flafchenbaum; der 

I r . ■ Pappawbaum. 

i Holt. De driekwabbige Annona. 

Engl. ■ The triple fruited pappaw ; the three 

cornered cuftard- apple. 
FrarrZ, Le corofl'ol trilobe'. 

vidg. L'ajrim inier. 
Span. Annona de tres lobnlos. 

lo Caiolhia und andern Tlieilen von Nordamerika. Die 
Frucht hat eir.en Knangenehmeii (leruch; led'c'n 
wird fie von den Wilden gern gesellen ; auc^ kön- 
nen ftch die Europäer nach ujid nach daran gev.öh- 
neu. Das Hoiz dieles kleineu Baums iit fehl liart. 

n) 'A^inona uncinata. Encyci. 

j [_AnTaod\v3..\a\\xRheed.mat.— Lo\\g.yQxi]. ' 
\^^,f^anz. Le corofiül ä crocl-ets. ', - 

IIi»J«l«dci~f.Tnce, Jto4agaft«.(»iOÄi»<liett. . 



ANN 313 

A n n u 1 a r i .s ^ b) annulatus , c) annulus. 

Deiitfch. Ringförmig, b) Geringeid. f) Ein 

Ring. 
Holt. Ringswyze. t) Geringd. c) Eeii 

Ring, Kring. 
Dan. Ringförmig. [/;) Befat med Ringe. 

f) En Ring. 
Sckwed. Ringförmig. ^)Ringad. OEnRin*. 
Engl. Aniiular. b) Ahnuhtcd. c) Aring. 
Franz. AnnuTaire. b) Annele'. c) Un an- 

neau. 
Ital. Anulare. Ä) Anellato, anellofo. cj\Jn 

anello. 
Span. Anular. b) Enfoftijado. c) Xhi anillo. 
Port. Annular. b) Annelado. c) Hum 

annel. 

yinniilaie ligamentum. [Teiw. ajin/.l Ein 
ringförmiges Band ; dafs ringlörraige Handband. 

Anniilare f. circulare os. Ein ringförmige^ 
Maul. (Petromyzon). 

jii! KU Iure ß I g m a. [ Tena. botaii. ] Eine ring- 
förmige Narbe. 

jiniiulnrei larvae. [Tum. ruf 01».'] Ringel- 
raiipen ; Raupen,, welche ihre Ever in ipirallörmi. 
gen Ringen mn die PflaiiieufleH^tl legen. 

jiattularei firiae. 

yluntitAris anthera. 

jiiintilaris, cricoidea f. initominata car. 
titago. iTeiHt. atial.l Der iRingknorpel ; Er 
liegt am Kehlkopf unter dem Scliildluiorpel, und 
gleicht einem dicken Petfchierriuge ; i-iaiu. le car- 
tilage annulaire. 

Annularis digitus. 

Griech. Paramesos; epibates. 
Dei'tfeh. Der Ringfinger, der Goldfinger, der 

Prunkfinger, der Herzfinger, der 

Arztfinger. 
Holl. Ringvinger. 
Uä;'. Ringfingeren. 
Sclnt'ed. Ringfingeret, Läkefingret. 
Engl. The ring finger, the foiirth fitjger. 

j^nglf. Goldfinger; Lsecefinger ((^. /. 

Arztßngii-. ) 

ff 'elf h. Rieddygfys. (d. i. Arztßnger.): 
Franz. Le doigt annulaire; le medidn. 
Ital. Dito anulare. 
Span. El dedo anular. 
Fort. O dedöflntmlar. '■■•■. 
Poln. Zloty palec. (d. ?". Goldfinger.') 
Bifliiir. Srdefny prft. (d. i- Herzfinger.} 

Prftennj prft. (d. i: Rirtgfiitger.) 
Ur.m: Gyürus uj. (d, L Ritigfi'nger.) 
Ff.i:. Selta piiilb (.'/,-?■. Goldfinger.)) 

Eii^iv. 



319 '^^^ 

Ehfln. KImffiPtus (urm. (d. r. Nfmßv^rr-) 
Fi)»'!. Nimittömän. (.f. /, Ncnnfingcr.) 

lll dfr vircit» Finger, vom Dirnnen ^n gerechnet. F.r 
führt die obigen N.lmeiil?ingfinRer oHrrGoUKinser, 
wegen de': Ringes ileii man geu-ühnlicli an diclein 
Finser tragt. Elieilein liicls er aiuli meriiciis, weil 
die .Mtcrcn Acrrte ihre Arzneyen damit uiiu ülirten. 

/t anularis m acuta. Ein lingfürmiger FleclPfn , 
a..B. auf den Flügeln verltliicdener Inleften. , 

JlniiHlnris p rot »b e r a r.l i a, pons l'aroUi. 
xTnni. attift.'\ Die Brücke; der markige Kmg , 
well licr die beyden Schenkel des verlängerten 1 lini- 
marks umgiebt ; Fnn:z. protiibcrance annulaire. 

Ai:i:-ilat3 cauia. (?) Ein mit hornartigen Rin- 
gen beletzter Schwanz (DaiVpus). — *) Ein geriii- 
Rslter Schwanz verl'ciiiedener Amphibien. — c)ü(^i 
Schwanz einer l'npe , wenn er aus dcuüicli unter- 
fchiedeneu nnd nnbewegliclien üliedern beliebt. 

Aiii'ulata corr.ua. Mit erhabenen Ringen be- 
fetzte Hörner (Antilopo dorcas). 

Jl)!>::itatn ova. Ringeleyer ; wenn die Ranpen 
iiire Eyer einzeln um die .'Tiftchen der Uaume le- 
gen, (l'hsl. bomb, neullria). 

^titit'lnta I eil »acuta. Geringelte FilhlPaden. 
(^Aplirodite). 

Geringelte Fühlhörner 

Geringelte Windungen, 



ANO 



32Ö 



Geringelte Haare. 
Geringelte Füffe verfchiedener 



/} I! I! 11 1 a t a e an teiinae, 
verfchiedener Infeften. 

^finutati auf r actus. 
(^Turbo nauticus). 

guttut ati er in es. 

^HHulati pides. 
Infeclen. 

AiiMutatHHi abcioiiien. Der geringelts Hinter- 
leib der Infeaen. Co::f. abdonien. 

Anntilatum corpus. o) Wenn der Kürpcr eines 
Fifche«; mit erhabenen Ringen oder Linien umgeben 
ift. (Trigla). — t) Der geringelte Körper verfchie- 
dener Würmer. (Lumbricus). 

AriHulatiis ctifpeus. [Tenii. eiltet:.:'] Ein mit 
Ringen befetzter Schild. (Cimex). 

jlisKiil atus flipes. Der mit einem Ringe umge- 
bene Strunk eines Schwammes. 

Amin latus triiiicKS.- Ein mit fdiuppigen Rin- 
gen umgebener Rumpf. (Amphisbaena), 

Annitlr. Ringe oder Ringel, z. B. a»if der Oberflä- 
che manciier Thierkörper. 
A.tt«'il' f. i ncifurae ahdominis. /W. ab- 
domen. 

Annulus ab domiitis, Vid. abdomen. 
Au»iitus a gar id.. ^ Die Ringförmige Unterfeite 
oder der \Vulft eines Blätterfchwamnis. 

AnnUa COrnna. HJmer, weiche jäbrUch ab. 
geworfen werden, wie die der Hirfche. 

Annita fotia. Blätter welche jahrlich abfallen. 
(Lauru« aeftiv ; acer monfp.) 



Ann'ua plartn. Eine i.'ilnlgePnanre ; eine Pfliiuo ' 
die nur aus Samen gc/.i^en wird, und alle lalirwi'-- 
der geriet werden nuils ; Holt. Ja.trlyUlc Vlanlcn, 
Zaayplanten ; Franz. plantes anuuelles. 

Annun radix. Kino jNhrige Wurzel; wenn de 
iiSnilich im Herbft mit dem Stamm abftirbt , und 
das ficw.ichs durch den Samen wieder fortgcptlanzt 
werden muls. 

Anmii flores. Die Blftthe einer jährigen PfUnnc ;' 
Fl am. fleurs annuellcs. 

Anocysti. 

Seeigel, die den After an dem Gipfel ihrer Schale h*. 
beil. Ift aus dem Griecliifclicn «»to, l'upra, iiiiil 
Li/J'us, anus, zulammengcfetzt. — Coh/. Cidarcs. 

AN OMA. {Botan.'\ 

Aus dem üriechifchun auomos, irregnlaris. Diefen 
Namon Hiebt Loureiro einer l'tlaiuenf attnng, de- 
ren Krone und Schoto irregulkr find. Er giebt 
drcv Arten an, ii;>mlicii; 

a) Anonia moriiiga. 

[ Morin^'ja Zcylaiiica. Burtii. tab. 75. ] ■ 
Indian. Moringa. 
Ein in Indien fthr häufiger mittelm.^mger B.aum ; LofU 
rciro hat ihn in Bengalen beobachtet. 

b) Anoma momnga. 

[Moruns;.^. Rumph. Amb.'\ 
Conchinch. Ba ciau deüi. 
Ein mittelmäfliger Baum; wächTt wild in Cochinchina,. 

ferner in Afrika zu Mozambique. 
Die F.iinvohner von Amboina effen die Blätter, dieAfrX« 
kaner die Blumen, ;iind die Walabaren die zarten 
Schoten, welche fie fieden. 
Wnrzel und Rinde der moringa und morunga find oflS- 



c) Anoma cocMnchinenfis. 

Cochinch. Ba däa nho la. 
Diefer Baum wiichft in den ^\';^l(}ern von Cochinchina. 
Linne hat diefe, nunmehr von Loureiro fleiffig beobach- 
tete eigene Pttanzengattung für eine Art der Gui- 
landine gehalten. CoiiJ. Guilandiua. 

AuomaluS, a, um. Unregelmaflig; wasvoa 
der Regel .abweicht, z. B. 

A »oiiiala e b r an thi ae. 

Ajtontata» gemmae. (Abies, Pinus, Taxus &c.) 

Anomal ae ptantae. Irreguläre Pflanzen, die 
fclnver zu clafliticiren find; Fi am. plantes ano- 
males. Ray, Tournefort und ^Pontedera haben In 
ihren Metlioden eine belbndere Claife allb genannt. 
Auch führt in Linnei methodo calycina diefeii N^ 
men die neunte Clafi'e. 

ANOMIA. [Conchyl. & titM.] -', 

Die Bedeutung des in der Conchyliologie bekanbtWl 
isanieiis anomia ift lehr veri"clii«dea, luid was die 

eigeul- 



321 



ANO 



ANO 



32a 



eigentliche anomia fey, noch nicht aDjgemjichf. 
Nach einigen heifst (ie allo wegen ihrer nnregel- 
mänigcn Geftalt. Nach an.ieni giebt man die(i?ii 
Kamen allen gegrabenen Sciinecken uiidMulVhelii, 
deren Originale noch unbekannt find. Wieder 
nach andern find es l'olche Mufcheln , deren eine 
Schale nicht auf die andre pafst. Andre haben 
den Namen bios auf die Narrenkappe cinge- 
1 fchränkt. Nach Chemnitz, hat Linne unter diele 

Gattung diejenigeu K6'rpsr geietzt, die er fonft 
nirgends unterbringen konnie. 

Man fieht leicht ein, difs es nnnuVglich il>, für der- 
gleichen unregelmäffige i;i]d noch wenig bekannte 
Kürper allgemeine Gattinigskor.nzeichen anzuge- 
ben. Daher ft£henderlinii>?i/cljen Befchreibung bey 
jedem Beyfpieie diefe oder jene Wideriprilche ent- 
gegen. 

Die meiften Beyfpieie , welche Linne' anrührt, find 
blofle Verfteinernngen, oder Anomiten. 

Vollftindijere Nachrichten undkritifche Unterfuchun- 
gen über die Anomien findet man in Da Cofla 
elera. of conch. pp. 251 fqi ; — in Schröters 
lithol. Le.x. f. h. v. , — in der encyclopedie nie- 
thodique f. h. V. 

Anomia, Conchu anomia; terebratula, 
concha perterebrata. 

. Dtutfch. Die Anoinie, die Bohrmufchel (/^ 
eine wörtliche Ueberfetzung von tere- 
bratula, ti-r'.d bezieht ßch darauf, dafs 
entweder • die obere oder die untere 
Schale der Mufchel durchbort iß); die 
Baftui-Lmufchel. 

Bolf. Anomie. 

Dan, ^nomie, GliTgfkisel, Borftisel, ufsed- 
vaolig Skisei, Terebratuler, 
Isläid. Gluggafkiel. 

Schwed. Klö-lal. 

Er.gl. The anomia. 

Franz. I/anomie; terebratule. 
vntgo pelure d'oignon. 

Ital. &c. Anomia. 

a) Anomia aculeata, Mull. zool. dan. 

Deutfeh. Die kleinfte ftachlichte Anomie. 
Franz. L'anomie epineufe. 

Anomia angulata. 
Deutfeh. Die winklichte Anomie; der Keil, 
HoU. Hoekige Anomie. 
Eine Verfieinerung. 

c) Anomia am'ita. 

* Dentfch. Die Anomie mit kleinen Ohren; die 
OiiriTiurchel. 
Hol!. Cieoorde Anomie. 

Wenn man-nSm!.c.'i den durchborten Wirbel gensu be- 
trachtet, lo ichcint es, als wenn die beydeu Seitea- 
CalhuUcon. halurgefchichn, Bd. I. 



.^ 



XrSnde der Cefnnng einige Achnlichkeit mit kleinen 
Ohren hatjen. L'ebrigcns kommt fie mit dem Schlan- 
köpfe ubcrein, undill, mit derfelben, im norwe- 
glichen Meere anzutreifen. 

d) Anomia biloba. 

Dentfch. Die Anomie mit zwejr Oefnungea 
oder Falten ; der Bilobit. 
Eine Verfteinerung. 

e) Anomia caput ferpentis. 

Dentfch. Der Sclilangenkopf. 

Holt. Slangekop. 

Dan. Slangehoved. 

Schwed. Ormhufvud. 

Engl. The ferpent's head.' 

Franz. La petite poulette, la poupotine. 
(tete de ferpent) ; le fcarabe'. 
La petite terebratule alongee. 

Ital, La teila di ferpente, 

Span. La cabeza de ferpiente. 

Fort. A cabeija de ferpente. 
Diefe Anomie hat vermuthlich den Namen von ihrer 
Geftalt erhalten; die Schaler, find fein und zer- 
brechlich; fie wohnt im Abgrunde des norivegifcheÄ 
Jleeres. 

f) Anomia cepa. 

[ Anomia violacea. Enci/cl. ; cnticula cepae]. 
Dentfch. Die Zwiebelfchale; die violetröth. 
liclie Zwiebelfchale oder Bernftein. 
aufter. 
Hall. Uij enfch il ; paarfche Bernfteen-Oifter . 
Dan. Lcigrkaal. 
Schwed. Lökfkal. 
Engl. The onion's peet. 
Fraitz. L'anomie violette; la pelure d'oi- 
gnon violette. 
Ital. La fcorza di cipoUa. 
Span. El pellejo de ceboUa. 
Fort. A cafca de cebola. 
Sie kommt in den Haiiptumftünden mit dem .<>attel und 
der Bernfteinanoniie überein; ihr Bau ift fehr Ter- 
fchieJen; die gewölbte Schale iil violetröthlich, die 
L'nierfchale weils, und erlfere findet man gewöliu- 
lieber, als letztere, complete Dupletten hingege« 
find eine grofi'e Seltenheit. Die einzelnen Schale« 
findet man in groffer Menge an den Ufern des mit- 
telländifchen Meeres. 

g) Anomia craniolaris. 

[Numiilus brattenburgenfis ; Crania bratten- 
burgenfis ; Oftracites brattenburgenfia.] 

Deutfeh. Die Todtenkopfsmufchel; der brat- 

tenburgifche Pfennig. 
HoU. Het Bekkeneeltje; Brattenbnrgfch 

Penningie. 



3^3 



ANO 



ANO 



32V 



Dar. l^rnftcnburgifke Dalcr. 

ScIiUfd. ßrattenburgsPenningar; A'irh Limie' 
nrnnfi>i,vi ßeinSchwiiicit IVLiilikaard, 
U'fL-kcs irort vcninttlilich ans Marle- 
kor /. e. niarga indurata ainorpha cor- 
runipirt iß. 

f^'i^'. The IcuU; thel^rattenborougli moncy. 

FranZ. Ecii uu moiinoie de Bratteiibourg; 
tete de mort. 

Ita!. Scudo di Brattemburgo. 

Span. Efcudo de Bratteiiburgo. 

Port. Elcudo OLi mo(?da deBrattenburfro. 

Das Original wnlmt im miitellaiidifclieii Mccie, wnA ift 
äiiJierft l'ellen -. liaufiKer findet m.in die X'eil.t- iiie- 
riiiis. Der Deckel liat bevni Sclilofle drey Grlib- 
cüeii und cbei. fo viel erhobene glaite W'ulfte, wel- 
ches dieX'frglcichun;.; mit einem Tcültcnkopfc {.»lebt, 
t.beii diel'cr Deckel ill der lo genannte brattcnbur- 
};iiVlie Pfeiniis, und heilst aU'o, weil er bey der ailen 
Butienburg in Scboneii gefunden worden ift. 

h) Anomia crifpa. 

Dnitfch. Die kvaufe Anotnie. 

Holt. Gekrulde Anomie. 
Eine Verfeinerung. 

i) Anomia electrica. 
[Oirreum eleftrium]. 

Deuifch. Die Bernftein- Anomie. dieBernftein- 
aufter; die Uf-lhc ZwicbelCcliale. 

Holl. Barnftccnoefter; Barufteenlampje. 

Dan. Bernficenöfter. 

Sclnred. Barnftenoftra. 

Snsrt. Tbe fmall amber oyfter. 

Franz. L'anomie ambre'e. 

Peliire d'oignon jaune; huitre d'am- 
bre jaune. 

Jtal. Anomia ambrata. 

Span. Anomia ambrata. 

Port. Anomia de ambar. 

Sie ill dünner als die Zwiebelfchale, und kleiner; ihre 
Farbe ift goldgelb, wie Berulteiii. 

k) Anomia ephippium. 

Deuifch. Der Sattel; dieweifleZwiebelfcbale/ 
der Fcnfterladen, das Fenfterdiiplet; 
die Klebaufter. 

fioü. PooUche Zadel; Venfter doublet; 
Kleefoefter. 

Fjüti. Den polflie Sadel. 

Scaived. Polfka Sadelen. 

Eng!. The larger anomia; ihe onion peel. 

Franz. La pelure d'oignon. 

itcil. La fella. 

ScßH. La fiUa. 

Fori. A fella. 



Dali.'; die Thierc mit ihrer .Si'lialf a\\ andre Kürperz. 15. 
an Keifen, fcl'.wimnicnilis lloli, (;n>ffo Mulrliel!>, 
bcfundcr.s aber anAuiierü anbanj^eii. (ii haben dirif 
Anoniicn den Namen KIcbau.'icni crhaltcu. Sie 
komnv.il in aüerley Gtiialten vor, und und darnaeli 
niit de;i obigen Namen belei-t worden. So iithur 
man einige z. ß. iiwiebellchalen (peUne.sii'oignoii\ 
weil fie dieielbe Farbe !;aben , und aulferdcm diliiu 
und tranfparent find. 

Der .'iattel ilt Iclir gemein ; in I.angned'oe fpoifet man 
das darin wohnende Tliier, und zieht es auih wohl 
den Auliorn vor. — In den Cabinetteu ilt der De- 
ckel feiten. 

1) Anomia farcla. 

Dculfch. Die aufgeblafene Anomie; die Nufb'. 
Hol!. Dikke Anomie. 

VÄr.c X'crfleinerung; \on. ihrer Dicke hat fie die l\ame)» 

ci'lialtcii. 

m) Anomia gryplius. 

Deutfeh. Der Grypliit. 
Holl. &c. Grylief. 
Franz. Grypliitc. 
Ital. &c. Gritite. 

Eine Verfeinerung; den Namen gryphites erhielt fie 
zueifl vor. Luid (in litophyl. brit. X, 473), der ihre 
Krümme mit einem ürcülchnabel am bellrii ku ver- 
gleichen glaubte. — r Sie werden in gel'paltene und 
ungefpaltene eingetheilt ; eritre werden von Walch 
geflügelte gcn.unit. — In den Ciibinetten gehören 
fie zu den gemciniteii Verftcincrungen. — Von dem 
gryphu,";, d. i. dem Original de.s Gryphiten , kann 
nun die E.\i)tenz bis jetzt noch nicht gewifs be- 
haupten. 

n) Anomia hyllcrita. 

Z^mf/f/;. Der Hyflerit, der Hyftcrolith , der^ 
Mutterftein. 

Holl. &c. Hyfteriet. 
Eine Verfleiuerung; Cotif. Hyflerolilhus. 

o) Anomia lacnnola. 
Deiitfch. Die gefurchte Anonsie; die Farchf, 
Holt. Gegroefde Anomie. . 

Eine Verfteinerung. 

p) Anomia patelliformis. 

DaUfch. Die patellenförmig? oder napfloJ- 

mige Anomie; die Kappe. 
Ho':'. Patelagtige Anomie. 
Dan. Faddannet Anomie. 
Franz. L'anomie patelliforme. • 

Im norwegifclien Weere ; gleicht fehrder gelben Palelle; 
i!t in Cabinetten eine grolle Seltenheit. 

q) Anomia peften. 

Deutfeh. Die k.-immUhnlicl e Anomie, der 

Pet"M:init. 
Holl. &c. Peetiiiier. 

Ebi» 






ANO 



ANO 



326 



Eine VerAeinernnff; fie ift etwas feiten; man findet de 
vorzüglich in England. 

r) Anomia peclinata, 

Dadfch. Die kammartige Anomie, der Kamm. 

flnH, Gekamde Anomie. 

Franz, L'anomie pertine'e. (conf. Encycl.) 

Linne' kaiinte fie b!os verfeinert ; Chemnitz entdeckte 
d.is Original; die gewölbte Schale hat Uaniniartige, 
rauhe, Icliuppige Streifen, daher der Beyuanie. 

f^ Anomia placenta. 

Demfch. Die Durchfichüge, oder der Tran- 
fparant; (der Pfannkuclien); die 
Fenfterlcheibe, das fineülche Glas; 
(der Nveiffe engUfche oder polnilche 
SatteD, 

Holt. Tranrparant; (Poolfche Zadeldou- 
biet). 

Dan. GiennemCgtig Anomie. 

Engl. Thechincfe pellucid oyfter. 

Franz. La tranfpaiente, la glace'e, vitre chi- 
noise ; (la feile polonoise papyrace'e). 

Ita!. I^a tralparente; il vetro Chinese. 

Span. La transparente ; el vidrio Chinese. 

Port. A transparente ; o vidro chinez.; 

Die Schalen find fehr dünn nnddurchfichtifj; dieSinefer 

und Indianer bedienen fich ihrer ft:itt der Fen- 

Iteri'cheiben ; wegen des runden Lmr:ires und 

■ der flachen Seh ilen hat wohl diefe Anomie von 

Linne den Kamen placenta erhalten. 

t) Anomia plicatella. 

Deutfeh. Die gefaltete Anomie ; die Falte. 
Ho!l, üeplooide Anomie. 

Eine V'erf'einernng ; die Falten, woher fie den Namen 
hat, laufen fenkrecht; man findet fie vorzüglich iu 
der Schweiz, jedoch etwas feiten. 

u ) Ancmia piittacea. 
Deutfeh. Der Papageyenfchnabel, der Vogel- 

fchnabel. 
Holt. Pappegaaisbek. 
Franz. Le bec de perroquet. ' 

Führt df n Namen, weil der Sc::nahel. der einen etwas 
gr'ifi'ern und niehr verlängerten Sdule fich, u-ieeiii 
Vo«ei!';!niabel, über die andere kleinere Schale hin- 
Ober beugf. Man findet fie auf der StraÜe Davis. 
Sie irt fehr feiten. 

v) Ar.craia pubefcens. 
Daitfcli. Die haarige Anomie; dleHaarmufcheL 
Hol!. llaairige Anomie. 
Dan. Kaarfulde Anomia. 
Im nonvcgifc!-c;; Meere, man findet fie an den Thler- 
pflanztii : lie ;:r w>?il3, imdkaum von der Grüffeeines 
Gurkenkerns ; fie iit mit kleinen Häi'chen befetzt, 
welche man durch Hliife eines Mirolkops wahrneh- 



men kann ; ob aber dlofe H.-irchen ihr eigen find, 

oder ob fie felhige von fremden Körpern hat, fc'ie!:;f 

«» r.uch niclif .-M-.sgemacht zu feyn, inzwifchen hat ri» 

• wegen dicfcs ümftandes den Beynamen erkiiteiu 

Sie ifi: feiten. 

. w) Anomia punctata. 

Dentfch. Die punftiite Anomie. 

Franz. L'anomie poiitue'e. Encycl. 
Auf der InfelFaröe findet man fie, gemeiniglich an Mc- 
fchelfclialenbefefiixt. Die Schalen' find durchfichtig 
und io zerbrc.hlich. dafs man fie kaum anrülirei. 
kann, ohne fie zu befchädigen. DiePnnc> auf der 
überlchale find ausfteheud und beobachten eine ge- 
wille Ordnung, die auf der Uaterfclwle büigegeij 
find eingetieft, ohne Ordnung. 

x) Anomia reticularis. 

Deutfeh. Die netzförmige Anomie; der Hohl« 

decker. 
Hell. Neiswyze Anomie. 

Eine Verfteinerung ; ihre Schalen find kreuzu-eife ee»- 
ftreift. " 

y) Anomia retufli. 

Dcutfch. Die ftumpfe Anomie; die Stumpf 

mufchel. 
Holt. Stompe Anomie. 
Dan. Slövet Anomia. 
Im norwegifchen ileere; fie fitzt auf Alcyonien. 

z) Anomia fcobinata. 

Deutfeh, Die abgefagte Anomie, die Feilej 

die Bo;irmiifchel. 
Ho!!. Gevylde Anomie. 
Franz. Anomie ftriee de la mediterranee 3 

petits oreillons; te're'bratule rabo- 

teul'e. 

Sieht man durch die fonft glatten Schalen , fo entdeckt 
inan eine iMenge fenkrecht gekerbter Streifen, die 
der Mufchel das Anfehen einer Feiie gebea; daher 
der Beyname. 

aa) Anomia fpinofa. 

Deutfeh. Die dornichte Anomfe. 
Ho!l. Gedoornde Anomie. 

Eine Verfteinerung. 

bb) Anomia fqiuimula. 

Devtfeh. Die Fifchfchuppe, die Schuppe. 

Hol!. Schubbetje. 

Dar.. Skisellignende GluglTtiasl. 

ScI.tt'ed, Firkfjailen. ' 

Eng!. The fcale; the fmall anomii»» 

Franz, L'e'caille. 

Ita!. La fcaglietta, 

Spn)u La efcama. 

Port, A efcaminha. 

Xi Dieft 



3^7 



ANO 



ANT 



32s 



Jöiefc Anomien hiibni mit dm Fifcliuppcii viel Actin- 
li(.'ik.cii; lie find weniger l.itiir, nls bicit, iincl von 
drr UröHe des Nagels am Goldtuijer. Sie bchndcj» 
«ich in grofler Menge am SiraiiJe der Olt - und 
Ncrdlcc, wo Tie auf Kr.iblien, SchnecUen, Seetang 
&c. (iueii. Sie werden nicht Ibtiderliili geachtet. _ 

cc) Anomia ftriatnla, 

Deutfeh. Die Reftreifte Anomie; die Streif- 
fcbale. 

Holt. Geftrcepte Anomie. 
Fine Verrtcinerung. 

dd) Anomia ftriatnla. Encycl. 

[Squama magna. Chemniz VIU, 87-] 
Dentkh. Die grofle Fifchfclnippe. 
Franz. L'anomie ftriatule. Encycl. 
fni noi wegifchen Meere bey Drontheim ; fie ift fchr feiten. 

eo) Anomia tcrebratula. 

Deutfeh. Die Terebratel, oder Bohrmufcbel. 

Holt. Terebratul. 

Dan. Terebratiiler ; Bordannet eller na- 

verdünnet Anomie. 
Schwed. Terebratuler. 
En^l. Tlie terebratula. 
Franz. TtVt'bratule. 
Ital. &c. Terebratula. 
Eine Vcrfteinerung, wozu noch znr Zeit das Orignal 
fehlen foll — Von den Terebratiiliten , im allge- 
meinen genommen, lehe man unter Terebratula. 

ff) Anomia trnncata. 

Dentfch. Die abgeflumpfte Anomie; das 
Stumpffchlofs. 

Holt. Geknotte Anoniie. 
. Dm. Stiimpet Anomie. 
Wird im norwegifchen Meere auf Corallen gefunden. 

gg) Anomia undulata. 

Drutfch. Die wellenförmig geftreifte AnomiCr- 

Franz. L'anomie onduleufe. 
Im norwegifchen und mittelländifchen Meere. 

W) Anomia vitrea. 

Dtiitfdi. Die Glasbohrmufchel; die glatte 
Anomie von Mahon; der Halm und 
die Henne. 
Jlolt. DeH.ian cnHen; zeldzaame ziiiver 

wirte Terebratula. Catal. I.ee.rs. 

Franz TeVeTsratule liue , anomie de ]\lahon 

unie, le coq et la poule, la poulette. 

tmMitteländifchen Meere; ihre Schalen find glinzend 

weils, überaus dünn, durclifichtic. z^rhrechhch . 

•..-i elciche- dem ftirfen Manengl.i.e : ihreBildtJng 

M «^lörmjg. &« tüd noch iiemlich feite». 



ANOMTÄL, conchac ar.oniiac, musculiii 
anoniali. 

Ikiitjll:. Anntniren, vcrl^cihcrce .\r.omicn. 
Franz. Aiiomies, anoniites, poulertes pc- 
trifie'cs. 

Anomoiodiperianthac. [Tmn. ^'o/.] 

Diefen fürchterlichen Namen fi.lin die dritte Claffe in 
Wacliendorfs natürlicher Mediudc. Fllanzcn di- 
re n 1 heile .de ; Kelches von den Tlieilcn der Krone, 
der Aiizahi nach, vcrllhicdcii Und. 

Anoniphalus. 

So nennt man ein Gelchüpf, das oline Nnbcirchmir 
znr Welt gekommen iiL Dies Wort ili eiRcntlich 
nur auf uiilitre erftcn Kitern, Adam im.l l-va, .-m- 
zuwciidcn. weil diile gefcliaften und nicht gelo. 
ren worden find. Ans dicler Urlaclie werden ht- 
auch wohl ohne Nabel abäebildet. 

Ans er es. [Omitliol.] 

DciUfch. Die SclnvimmvögeL 

Holt. Zwemvogelen. 

Dan. Gaafefloegteii. 

Schwed. Vattnvoglar. 

Engl. The water - fowls. 

Franz. Les oifeaux aqnatiques« 

Ital. Uccelli acquatici. 

Span. Las aves aciiaticas. 

Port. As aves aqnaticas. 
Die Anferes find im linneifchen SyUem der V"ge' '^" 
dritte Ordnung, und (iiid, nach demlelben, fol.-he 
Vögel, deren Schnabel mit einer dünnen Oberhaut 
Überzogen und an der Spitze meilleii-: mit einem 
iiageUormigen Anl'atz verfehen ili. Die hierunter 
begriffenen Vögel find; Anas, mergus, phaeton, 
plotus, rhynchops, diomedea, aptenodyta, alca, 
procellaria, pelecanus, larus, fterna, colymbus. 

Antagonista. [Term. anat.'\ 

EinGeecnmnlkel; eiiiMulkel, der aufeine der Aft-nn 
euies andern Mulkelsentgegcnaeletzte Artwirlff. 
z B adduÄor et nbductor oculi ; flexores et ex- 
tenfores brachii &:c. — h'cJI. Tegenllanders; 
Ftaiiz. antagonifte , ou mufcles qui conlpirent » 
des mouveinents oppofes. — Kine folche entge- 
gengeCetzte Aftion heifst antagoiinmus.] 

Antales. [L/f.'/o/.] 

Antalitcn- So nennt nian die Weinften Dentalitefl» 
oder Zahnröhrenfteine. Conf. DentaliaJ . 

Antelabia. [Anat.] 

Die Vorderlippen ; Engt, the extremiües of the liß*. 
Anten nee. [Term. entom.'] 
Devtfch. Die FtJhlhorner. 
Holl. De Sprieten. 
Dn:i. Famleftengler, 
Sckmd. Sprö-. 1 ^^^^ 



I i 



3^9 



ANT 



ANT 



330 



Eiißl- Tlie antennae (or feelers}. 
Franz. Les antennes. 
Ital. Le antenne, o cornn, 
Span. Las entenas, los cuernos. 
Fort. As antennas, os cornos. 

Die Aiiteniiae find eine Art kleiner, arficulirter, mtU 
ftens beweglicher Hürner , welche lieh am Kopfe 
der Inl'ectrn befinden. Da ihr Gebranch noch nicht 
bekannt irt, Ib war es zu voreilig, diefe Werkzeuge 
mit dem Namen Filhlhörnfi £u belegen. 

Bie Theile, woraus eine Antenne befleht, heifien; /j) 
balis, der Grund ; er ill unmiltplbar amKopfe, oder 
auch auf einem kleinen beweglichen Knöpfchen 
(capitulum); t) Ilylu5 f. articuli, der Stiel oder die 
Glieder; befinden fich zwifchen dem Grunde und 
der Kolbe ; c) apex f. capitulum, die Spitze oder 
die Kolbe. 

Unter allen Thieren find nur allein die Infeften mitder- 
gleitiien Anteinien verfehen, denn die Ibgenannteii 
Fiihliiärner dci- Schnecken und anderer Schalthiere 
find nicht aiticiilirt. 

Jedes fechsfüfiige vollkommene Infeft befitzt zwey An- 
tennen ; diejenigen , welche gar keine Antennen 
haben (nnU-de antennae), z. B. die Spinnen, Mil- 
ben, Skorpione &c. oder diejenigen, welche mehr 
als z«ev Antennen haben, z. B. die Krabben, ha- 
ben auch immer mehr, als fechs Füffe. 

Die.meiften Lai~ven haben keine Antennen ; find fie aber 
damit verfehen, I'ü initerrcheiden fich diefelben meh- 
rentlipils fehr vo;i den Antennen des vollkommenen 
InfeAcs. Oft haben auch Männchen und Weibchen 
ganz verfchiedene Anteinien. 
Die Antennen erlialten nach ihrer Lage, Proportion, 
Gellal'., Articulation, Spitze, Richtung und Verbin- 
dung mancherlevßeynamen, welche man, nach der 
alphabetifchen Ordnung, in dielera Werke finden 
kann. 

Antennul3e, palpi, tentacula. [Term- 

entom.^ 
Deutfeh. DieFiihlfpitzen, die Frefsfpitzen, die 

Bartfpitzen, die Seitenbärte. 
Hotl, Voelertjes, Proevertjes. 
Dan. Mundftasngler. 
Schwed. Mundlpröt. 

En^^t. Tlie aiitennulae, the palpi orfeelers. 
Franz. Les antennules; ies barbillons; les 

cloifons. 
Itat. Le antennette, o barbette. 
Span. Las entenas pequenas, ö cueraedl- 

los, las efcobillas. 
Port. Os palpos, as antennulas. 
Kleine bewegliche, articuiirte Fäden am Maid der mei- 
. fcfien Inletten. Der Gebrauch derlelben ift noch 
i nicht bekannt, daher find auch alle lienejmunjen 
9- bis jetzt nocli gewagt. Diejenigen, welche den 
groffen Aitennen oder Ibgenannten Fiihlhuriicrn 
den Smn des Gefühls bevlegen, wollen den kleine- 
ren Antennen lieher den Sinn des Geruchs zufpre- 
clien.tund alfo dieBetiennuug von FühlfiMtzen nicht 
gelteu laflen. Frefifpitzeu werden fie genannt, weil 



iE? Miiilcii glauben, d-Tf*.- fie Jen Infeften das Frcf. 
fen erleichtern. ' Bartlpitzen oder Haarbllfchel ■ 
f^ "''■''•>>■««?. barbillons, nennt man iusbefondere die klei- 
nen Antennen oder Blättchen, zwifchen welchen A't^ 
Spiralzmige eines Schmetterlings liegt 

Die In feilen haben zwey, gewöhnlich vier, und feiten 
fechs kleine Antennen. Zweij: die Spinne, der 
Skorpion, die Schmetterlinge; Vier: die Hvme- 
noptera i;nd fall alle Coleoptera; Stchs : Cicindela, 
carabus; Acht: die Krabben und Krebfe; Gar 
keine: dieHemiptera. — Sehr wenige Larven find 
mit groflen und kleinen Antennen verfehen. 

Die kleinen Antennen erhalten nach ihrer Lage, Ge. 
Halt, Articulation, Spitze und Proportion mancher- 
ley Beynamen , welche man , nach der alphabeti- 
fchen Ordnung, in diefem Werke finden kann. 

Anterior f. exterior angulus. [7>rw. 

entom. ] Der Vorderwinkel an der äufferen Spi- 
tze des Flügels. 

Anterior facies conckae. Der Theil einer 

Mulchel in der Gegend, wo fich das Band befindet; 

Fraiit, la face anterieure. 
Anterior»/, anticus margo liy eonefiar. 

Der Vorderrand oder die Vorderfeite einer Mufchel ; 

der Rand vor derScham. i) Der Vorderrand eijies 

InfeftentlügeU. 

Anterior }nu/cutui> . Ein Vordermulkel. 

Anterio* .pu tura. [Term. eiitom.'] Die Vor- 
dernath oder Kopfnath ; fie befindet fich bey den 
Käfern da, «0 der Kopf eingewachlen ill. 

Anteriores loytgiorfi ntae. [7>/>». entom. "^ 
Wenn die Vorderflügel eines Inlefts etwas läjigei' 
find, als delfen Hinterflügel. (Ephemera). • 

A.-.teriores nares. [Term. icluhi/ol'] WentJ 
fich dieNaslu'cher derFifche .in dem vorderen Theile 
der Schnauze befinden (Muraena conger). 

Anteriores f. atiiiti pides, VorderflUTe." 

Anthachates. Flm. XXX Vll, lo. 

Ein Achat, der, wenn er gebrannt wird, nach Myrr» 
hen riechen foll. 

Ajlthelix. [Term. anat.] 

Dmtfch. Der Gegenkreis, die innere Leifte 

des Ohrs. 
Holl. De Binnenrand, ofTep;enf!angentrel:w 
Dan. Rand i öret neft den yderfte. 
Schwed, Inre Randen af cirat. 
>. En^L: The inmoft rim oi' rJie ear, 
Franz. Le bord Interieur de loreille. 
Ital. 11 giro interipre dell'orecchio-. 
Span. Borde interior dd oreja. 
Fort. Cifcuito interior da orellia. 

Eine mit t^r äufferen Leide oifer dem Saume des Cli- 
res (helix) beynahe gleichlaufende läuglicht rui.de 
Erhöhung. Zwifchen helix und antlielbt liegt il;ij 
fogenannte Schiffchen (fcapha). 

Anthe- 



33» 



ANT 



ANT 



33a 



Anthcmidcs. inotan.} 

MolirfamiKC Pflaiiüen ; T. B. bcllis. — Dlefcn Namco 
fiJiiit luCklalpiiis Syftcm die eilfte Clafle. 

ANTHEiMIS. lBotau.-\ 

^i:iheiMii war f in gleichbedeutender Name ftlr Kamille, 
iiiidfoU aus dam ünecbifcheii rt/i/«^«, floreo, her- 
zulcileu feyn. 

Dentfch. Die Kamille; die Afterkamine {um 
ße von der mutricariaÄ« unttrßhciden'). 

Hol!, Kamille. 

/).■?»;. Kameelblomft, 

Schwed. Kamlllblomma, Kuüor, 

Eifgl. The camomile. 

Franz. La camomille. ^ , , 

Itaf. La camomilla, anthettildtf, 

Span. La manzanlUa. 

Port, A maccUa. 

a) Anthemis arveiifis. 

[ Chamoemeluin inodorum. ] 

Deutfeh. Die Ackerkamille, die Fcldkamllle, 

die faltche Kamille, die gcruchlole 

Kamille, die wilde Hundskamille; 

Hundsdille, Kuhdille ; Kuhauge, Och- 
■^ fenauge. Rindsauge; wilder Hennel; 

Way- Unkraut. 
Hol!, \Vilde Kamille, Reukelooze Kamille, 

Koedille. 
Dan. Vild Kamille. 
Schived. Äkerkullor. 

Skhi. Balfebro. 

Dal. Eckergr'äs. 
Engl. The corn camomile; the unfavory 

camomile. 
Tranz. La camomille des champs. , ; . . 

La camomille fans odeur. 

Langiicd'oc &c. Rlargaridier^ 
ItaL Camomilla arvenfe. 
Span, Manzanilla arvenfe. 
Port. Macclla arvenfe. 

£111 Unkraut ; ift ohne Geruch; wächd unter den Korn- 
(riichten , befoiiders aber auf den fclm-edilcheix 
Brachäckern i'o häufig, dafe d.is ganze Feld weifs zu 
feyn l'cheint. Die Schafe freli'en ihre ganz zarten 
Blatter gerne. Sie werden auch , in lirinangehing 
der rümifchen Kamillcu, in den Apotheken gebraucht, 

b) Anthemis cota. 

Deutfeh. Die itaüenifche Kamille. 
Franz. La camomille d'Italie. 
Wäclift üi Italien auf Brachäckern. 

Aiitheinis cotiüa. 

[Chamoemeluin foeüdmn : 
tida.J 



c-otula alba^fotf« 



Dcuffch. Die Sinkende Kamille, die Stinkka- 

niillc, Hundskamille, Hunilsbiume, 

Hiindsdill, KrötondilKKululill.Himds- 

romey. Strcichblume, Heilige Dille, 

Ganfekopf. 
HolU Stinkende Kamille ; Paddcbloem. 
Dan. Koedild, Huiidckameelblomlr, Hun- 

deurt, Gaafedild, Baldcrsbraa, Baiser- 

blom. 

Noitv. Siurj^uld, Gaafeguld, Gaafedill. 
Sclmed. SurkuUor; Hundkamiller. 

l(^. MaTiu!. Surtuppor. 
• Upland. Siirkulior. 

Dalen. Hviteteja. 

Skiin. Ballensbro. 

Engl. The ftinklng camomile, er maysveeti ; 

the dog's fennel. 

IVi'tfli. Llygad yr ych. 
Franz. La camomile puante. 

vnl]^. himaroucte; oil de A'arhe. 
Ilal. Camomilla Tetida, cotu'.i l'ct'da. 
Span. Manzanilla fctida, cotula tVtida. 
J'crt, Macella feLida, cotula baftarda. 
Kuß'. Solotucha (trawa). 
Poln. Pfi rumieii ; Rumieniec smierdzncy. 
Bahnt. Pfy rmen. 
üngr. Eb kapor; Bildöike. 
Lctt. Sunnifchi, Sirgu kummelis (rf. ;'. 

* FfcrdkanüUc ') 
Ehßn. Kännaperfed ; Kanna pcrfe hein. 

Hat einen fiarken, urar.t;enthmen Geruch, Tonfl aber 
viel Achi'lichkeit mit der Ackerkaniiilc. Sie ift oHi-., 
cinell. — Die Kröten lieben iie , «je andere ftin- 
UendeGewächie, ungeincini daher ficüucli Krütenrfill 
genannt wird. Dcnllieiien hingegen ill ilu' Geruch 
unerträglich. Man foll auch die Flölie damit vertrei- 
ben ku'nnen. 

d) Anthemis maritima. ' 

Burgas TermadiUyna, Diliona. Forjk, 

e) Anthemis nobihs. 

[Chamoemelum nobile ; leucanthcmtim odo- 
ratius ; Anthemis f. leucanthemis odo- 
rata] 

Deutfeh. Die edle Kamille, die gemeine Ka 
mille; Mf/^H Härmelchen ; Franken 
Kiihmelle. 
Botl. De edle of Roomfche Kamille. 
Dan. Det sedele eller romerfie Kameel- 

blomfter. 
Schwed. Sötkullor, Camilblommor, Romerfk 
Kamlllblomma. 
Sfiiiiland Sötblomiter. 
Nerike Tyfkantops. 

Engl. 



333 



ANT. 



ANT 



334 



. Engt. The common jcamomtle, the Aveet 

camomile, the rornan camomile. 
Franz. La camomille odofante ou romaihe. 
Ital. La camomilla odorofa. 
Span. Manzanilla noble, odorofa, romana, 

Manzanilla de botica. 
Port. Wacella nobre ou romana. 
Sie komraf in vielen Stücken mit der mntricnria chamo» 
irilla iibcreiii, daher auth beyde oft mit eijiander 
verv/echfelt wordeii find. Ihr Genicli ift feiir! ange- 
nehm, und in der Medizin wird fie häufig gcbraiiclit, 
befonders wirddaraustin l'elir welentlichesOel dilül- 
lirt. Wird auch in Blumengärten gezogen, 

i) Anthemis pyrethrumv 

[Pyreth'rum officinaram ; radix falirariaj 
deirtaria ; pes Alexandri. ] 

Deutfeh. Der Bertram, der fpanifche Bertram, 

der italienilciie Bertram , Pertram ; 

die Zahmvurzel oder Zalin\\'urz; 

Speichelwurz, Geiferwurz ; St. Jo- 

hanniswurz (Alexanderfufsj. 

Hotl. Bertram, Tandwortel, Vuarwortel, 

I Kwyhvortel. 

! Dan. Den rette Bertram, Bertramsrod; 

Spytteurt 
j Schu'sd. Bertram. 

; £»g/. The fpanifTi camonule, er pellitory 
of Spain. 
Franz. La camomille pj-re'thre. 
1 ' vulg. p}-retre, meine falivaire. 

' (pied d'Alexr.ndre } 

Jtal. Piretro, pib.tro- 
Spa;?. Pelitre, piretro, hierba falival. ' 
Port. Piretro. 

Polii. Zebne ziele, Zjbownik {d. i. ZahiU 
kraut ). 
; Bolityt, Peltram; Serb. Peltram. 
Ungr. Ta'rkony. 

• •/ iikroH kommt ans dem Griechifchen pif, igni's, nnd 
zeigt eine auf der Zunge brennende Wurzel an ; ver- 
muthlicii ift auch daraus d-.ir^ deutiche Bertram oder 
Pertram c;u;tanden. Man kann aber nic'it ficlier 
' behaupten, dafs das pyrethron der Alten mit unferem 
Bertram einerley fey. 

ie Wurzel des Bertrams hat einen fehr fcharfen und 

I brennenden Gelchmatk, und zieht den Speichel ßark 

I zufammen , wenn man fie käuet, daher iie auch 

Speichel- oder Geiferwurzel genannt v.ird. Man 

bedient fith ilirerbey Zungenlahmu:igcn, bevFliiflen, 

insbelbndere beym Zahnweh, daher Cie den Jvamen 

, %2ahn\vurzel erhalten hat. — Innerlich wird fie wenig 

gebraucht. — Man mifcht lie iji Niespulver. — 

Man bedient fich ihrer auch beym Eüigbrauen. — 

-1 , Die Pflanze trägt fchüne Blumen. 

:) Anthemis tinftoria. 

[Buphthalmum vulgare,] 



Denffcfi. Die F'ärberkamille ; das Ochfenauge, 
das Rindsauge, die Rindsblume ; die 
Gilbblume, die Streichbiume ; Jo* 
hannisblume. 
Hol/. Kleurende Kamille, Koeoog. 
Dan. Oxeöye, 

Schwed, Krgkuüor; Letblomftef (^d. i, Fdf* 
, ber]iliimc'). 
Upiatii^, Färgegräs. 
Gothland, Santte HansBlommor, 
Engl. The yellow camomile. 
Vit! ff. The oxeye. 
Franz. La camomille des teinrurlers. 

jviäg. l'oeij de boeuf colorant. 
Ital. ' Camomilla de' tintori ; occhio di bue. 
Span. Manzanilla de tintes; manzanilla loca, 
Pori. ' Macella dos tintureiros. 
Ruß'. Pupowka, Petufchnik. 
Poin. Wolowe oko, St. Jana kwiat. 
Böhme- Wolowec. 
Den Namen hat diefe Kamille, daher erhalten, weil man 
fie, mit Alaun eingemacht, zum Gelbfärben der 
Wolle gebrauchen kann. Dies gefchieht befonders 
in Gothland, die Behaiidliidj findet man in >:ija 
Jiciijka eto.icniijka^liUeHftiie^i Aiab. umßändlich 
beschrieben. ' '••■..•. 

Ferner if^ fie oBic/nell; insbefondere hat man fie .-ilseiii 
iMittel Z"'i^^'^ d:e Gelbluclit eirtpfohleji. — In der 
BlUtne iltlie fehr fchqn, und verdient ihre Stelle in 
deiiBlumengiü'ton. 

h) Anthemis valentina. 

[Coiula flore luteo radiato.} 
• Deiiifih. Die Kamille aus \'p.lence. 
•Hüll. Borftelige Kamille. 
Engl. The purpleftalked camomile. 
Franz. La camomile de \"alence. 
Port. Pampilho de Valenca. 
EracUJJ'e. Watalina. Forfk. 

Sieüt fehr nahe mit der fpanifcI.enRingbJiirr.e (anacvtUis 
valentinus) verwandt. 

Ä n t h e r a [ Term. botan. 1 , capfula fcaminis, 
apex. 

Dev.tfch. Der Staubbeute!, der Stnubbalg, der 
Staubbehälter, die Staubkolbe, das 
Staubfach. 

Holl. ■ Stofknopje, Meelknopje, Helmpie. 
Dan. Knappen, Stövknappen, Stövpitiden, 

Sädvift. 
Schwed. Knappen. 
Engl, Thel"ummit,thetop, t\ieü^(Letz-ires 

gebraucht man befonders von Gräfern ; 

chives hingegen ßr.d die ßawina'). 
Franz. L'aDthcre, le iommet, le fach er. 

Ital. 



335 



ANT 



ANT 



336 



fläl. Atitcra, apice. 

Span. Antcr?, apice. 

rort. Anthcra, 
Aus ilom Griecliii'clieii nnthof^ flos. — So nenn^ (Jie 
üut.iniker eine Art BMitel odorKapfel, die ila.'i W'e- 
Cen des StaiibgeCillVs (llnincii) ausm.iclu, lyid g;c- 
. Wölmlicli »cMi einem K;iden (lilunuutunO unterlHiWt 
«•ird. b'.s iil darin der IMtiiiieiill.iub (pollni) entlial- 
Iwlten, der, wenn er reiT irt, aiif die Narbe 01iK'"'0 
des StSmpfcls (piflillum) (all tj und von da ftul den 
feyerrtock übergetragen wird. 

ANTHERICUM. [Bo/an.] 

Den Stensel des AffodiU? findet man bey Theopliraft 
und Pliiiins nnlhencoi genannt, walirfcheinlii li 
wegen der Menge der Blumen, die daran fitzen. 
Nachlief ift dies Wort mit der AffodiUpflanze'ftll/rt 
pleiciib.edcutend gcM'orden, und Icheiiu dem wcH- 
Icn AlTodill insbeloiidere zugeeignet gewelen zu 
fevn. Liiitie wählte rfielin Namen, um iiui einer 
ir.it dem Afl'odill nahe venvsndten fflansrengat- 
tmig lierziilegeii. 

Dfutfch. Das Spiiinkraut, die Zaunblume. 

HoH. &c. Anthericum. 

Franz. L'antht'ric. 

Ita!. &c. Antcrico. 

a) Anthericnm calyculatum. 

Dentfclu Die Kelchzaunblume; «las unachte 

Beinbrechgras. 
Hol}. Kelkbtoemig Anthericum. 
Dan. Biörnebrnd. 

Nonr. Biörnbrödd, Valdfak, Voldfak. 
Spndm, Valfax. 
Schwed. Biörnbrodd. ■ ■ 

En^l. Tlie fcotch anthericum or afphodel. 
Franz. \^ petit lis calyculc. 
Span. &c. Antherico con caliz. 
Ohne Botaniker zu fcyn, kann man dieCe Pflanze von dem 
aiitlier.bflifr. fclnverlichunterfcheiden. — Sieifbin 
Norwegen felir bekannt. — Sie wird von Schafen 
und Ziegen ftehcn selalfen. 

b) Anthericum liliago. 

DiHtJch. Die Lilienzaunblume , die Sandlilie; 

das Erdfpinnenkraut ; der grolVe 

weiflc Widerthon. 
Holt. Ongetakte Anthericum. 
Dan. .Sandlilien. 
Schwed. S.Tndliljan. 
Engl. The grafsleav'd anthericum. 
Franz. "Le petit lis ä hampe. 
Ift von dem anther. ramof. wenig unterrcbieden, 

c) Anthericum Uliaftrum, 

[Llüallrum alpinum minus. TourHff.'\ 
Vtutfch. Die un'ächte I>ilie ; das groffe Spin- 
nenkraut. 
Eoll. Lelieagtig antiiericum. 



Engt. The Savoy nnthericum, or fpider- 

\Vürt. 
Franz. Le lis de Saint- Bruno (weil fm nah» 
bi't) einer Kapelle die/es Namsns ge- 
fiinden irird ). 
Die Blume gleicht, an ücflalt, der weilVm T.ilie, nnd ift 
d.ther von Toiiriiclort lilialTium genannt wordcH. 
Die Blumen dieler l'llaiue lind wolilritcliend. 

d) Antiiericum olTifragum. 

[Pfeudo-arphodelus palufttis.] 

Deutfeh. Das Beinbrechgras, der Knochenbre- 
eher, die Zaunblume mit de^jenför- 
migen Blattern. 

Holt, Beenbreekcnd Anthericum r Been- 
breekend Guis, Luncajlerairo'dil ; 
Geele Wateruffodil ; Dey der. La^id- 
leutrn Kgelgras. 

Dan. Beenbriid, Norfk Beenbrudgroea. 
Noiit'i'g. Sturgrsss. 
Dronthfim und Bergen Valfa.'t, Stikl?- 
"■ grjfs, Kröklcgnrs. 

Norlaud. Myrebrod. '-^ , 

Aafiord. Biönbrodd. . "'1 

Stau.u.Lifl. Rommegrses, Liaagfaes. 
An andern Orten Mingelgraes, Igle« 
graes. 

Sclitf-ed. llagräfet. 

Engl. TheLancafliire anthericum or afpho- 
del; the yellow marfh anthericum; j 
Galic. Am bliocan. t 

Franz. Le brife-os. ' 

Ital. Antcrico offifrago. 

Span. Anterlcu oliifrago, o' qulebra-huefo. 

Wäehft im Norden von Europa, in fumpfigen Gegenden, 
daher (ie auch in ?%'orwcgei! an verlchiedenen Orten 
ßhj/b/oäJ genannt wird. Die Blumen find gelb, und 
gehen des Abends, wciiH der Thau darauf lallt, eini- 
gen Wohlgeruch von fich. Die Stengel haben einen 
etwas fiifien Gefchmack. Die B.'ireii irellcn iie gerne, 
daher der Name ßiörnbtotiii. Die Bl.Htter find dcgen- 
förmig oder gleichen einer Sichel, daher der Name 
Liaaegiüs ( Sichelgras); und da fie wie die Blätter* 
einer Scheere übereinander liegen, Ib liat man die 
I'flanze in verrcliiedenen Gegenden von Norwegen 
yaljax genannt. 



Die Pflanze ift fchon fehr lange berUchtigt gewefen, «Dct 
finden die Fabeln, die von ihr erzählt werden, bej 
den Landleuten noch Glauben. Sie bilden fich näm- 
lich ein, dafs d.as Vieh, nach dem Genul's derfelbei 
lahm und, fo zu Tagen, beinbrilchig werde. Diell 
Krankheit nennt man in Norwegen Siikle nnd Ktökle 
daher dieBenennngen .VO/^/c^raj, Kröktegräs,Beeii\ 
itudgräs, woraus auch der latcinilirhe Beynsn' 
»Jßfragum entrtanden ill. Ferner gl.iubrn fie, dal 
die Pflanze die F.getkrankheit bey den Schafen ver 
urfache, und nennen fie deswegen in Flandern £5// 
gtai, in .Schweden y/fg>*u, iindiiiNorland /^/«'^'«■ 
•der i/»>Sf /^/ äf . 

e) Ai 



It 



337 



ANT 



e) Anthericiira plaiiifolium. 

Dcuffcli. Das porhigififche AnthericntO mit 

flaclieii Blattern. 
Port. Ouropezo. 

f) Anthericiim ramofum. 

[Phalangium majus, ramofum. 
Horologium florae. ^cf. Bern. i'^66.'\ 

Dcuffch. Das .'a(b!ge Zaut]kraut, das äftige 

Spinnenkraur, Erdfpinnenkraut ; die 

Graslilie; der kleinblutnige weifle 

\\ iderthon. 
Hol!. Takkig Anthericum; het gemeen of 

groote Prialangium ; Aardipinnen- 

kruid. 
Dan. Edderkopurt (d. i. Spinnenkraui), 
Ssimed. Spindelorcen. 
Engl. The branchy anthericum or fpider- 

wort. 

yfiigif. Atter-coppan-bite. 
Ffanz. Le petit lis a hampe rameuCe. 

Phalange, l'herbe ä l'araigne'e. 
, Ital. Falangice ramofa. 
Span. Falanüo ramofo. 
• Port. Anterico, ou phalangio Tamo^o, 
Potii. KolaLki, Paieczky ogon ziele. 

Den griechirch^n Namen phalangion foU die Pflanze dalier 
haben, weil Blatter, Blumen und Samen derfelben 
ein nützliches Mittel gegen den Bife der Spinnen, 
Skorpionen und anderer gütigen Infeften Teyn Tollen. 

■'■' 'Vielleiclit Keifst fie auch allb, weil fich die Erdfpinneii 
gerne in ihrer Nähe aufialten. Die Blumen diefer 
Pflanze beobachten eine gewüTe Zeit im Wachen und 
Schlafen, daher ift l;e hoiclog.nni fiorai- von Müller 
(n-.tm. de la fociete de Eerce, 1766) genannt 
worden. 

ANTHERURA. [Bo.'a«.] 

Der Name einer Pflanzengattung in Lonreiro flora 
cochinch. — Er hat ihn zurammeiigefetzt aus 
dem Griechifchen aMineta und &itra. cauda, weil 
die Staubbeutel derfelben gefthn-äazt find. 

Lnthcrura rabra. 

'1 [Carj-ophyllafter ruber. Äi-ijpJ.J 

i j Deutfeh. Die Schwanzkolbe. 

' I HJalab. Tsjenckeutan. Riimph, 

' Cochinch^ Cay lau, Lovr. 

^ininCochinchinaliin und wieder wild wachfendesBaam- 
chen; trägt dur.kelrüthe Beerchen ; die Blätter wer- 
den gegen Zahukhmerzen gebraucht. 

Änthefis. [Term. bot.'] 

DieAufblühimg, die Hochzeit der Pflanzen; derwahre 
Zeitpiincl der Blüthe, und der Augenblick, In wel- 
chem fich ü!:- Staubbeutel CEiieu, um den gereiften 
Blumenftaub ausznlciiUtteu. 

€»ifKlieojb. üatiirg-'.i-.ishle, Bä. I. 



ANT 33s 

ANTfflSTIRIA. IBofan.^ 

Anthiftiria ciliata. 

[Andropogon quadrivalve, tiutans.}' 
Dcntfch. Der indianüche Vierfpelzert 
Franz. L'anthiftri de linde. 
Span. Anthiftiria peftanofa. 
Eine indianirche Graspflanze, 

ANTHOCEROS. iBotan.-\ 

Deutfeh, Der Hörnerfchorf. 

Hall. Hoornbloem. 

D'dn. Hornblomfter. 

Schwcd. Hornblomfter. 

Engl. The anthoceros» 

Franz. &c. L'anthocere. 
Ein Aftermoos. Der Name diefer Pflanzengatkng' ift ans 
dem Griechifchen amlios , flos, und keras, cornu, 
zufammengefetzt, und bezieht fich auf die Geftalt 
ihrer männlichen Fruchthcile. 

A n t h o 1 i t h U S. [Lithol.'] Phytolithus floris. 

Eine petrificirte Blume ; fie find eine grolfe Seltenheit ; 

auch find fie mehr AbdrücUe, als wahre Verfteine- 

rungen; die meiften Exemplare in deuCabinette» 

find wohl nur bloffe Naturfpiele. 

'ANTHOLYZA. {Botm.-^ 

Deutfeh. Die Steinblume. 
HoU:&c. Antholyza. 
Franz. L'anthoUfe. f) La menanelle. 
Eine der Schwerdtlilie fehr nahe kommende Pflaiizengat. 

tung. Dev griechilche Name ülzufaminenge.'etzl: a'Jä 

amhos, flos' und fj/J/a, rabies. 

AnthbphagEe. 

: Infeften, welche ihre Nahrung auf Blumen fiicheiu 
ANTHOSPERMUJL [Botan.] Ambraria. 
Deutfeh. DerAmberftrauch, der Amberbaum* 
HoH. Amberftruik. 
Dan. Ambratrae. 
Schwed. Ambrabufke. 
Engt. The anjber tree. 
Franz. L'anthofperme. 

Arbrifleäu ambre'. 
Ital. &c. Antofperrao. 
Der aus dem Griechifchen »Hthos , flcg , und fptrmSi 
fernen , zufammengefetzte Name einer exotifchen 
Fflanzengattung. Das äthiopifche anthofpermun» 
hat einen weniger ftarken luid viel angenehmeren 
Geruch, als Ambra, daher auch diefer Strancbjl«n 
Namen ambraria führt. 

ANTHOXANTHUM. [Eatan.-] 

Ein aus dem Griechifch anihcs, flos, und xatilioi. 

flaviw, zttfamjnenEefetites Wort, Diefea ^^en 

Y fuiirt 



339 ANT 

fuhrt r\nr Gnttiing von GiMspflanwu , wrgcn der 
. gplbrii F.iilip iliier Aflueii. — Ich weis iiiclit, 
WJiiiin (lasaiitlinxaiitluMn lieber fo viel, als niiii.oi 
Hi:ihu>K, d.i. Hliiiiie der Blumen bedeuten foll. 

ßffitfch. Das Riicbgras. 

//o/{. ■ Geelbloein. 

Dan. Guiil A.x. 

Scinved. Värbraild. 

E^igl. The fpritiggras (^darnach nennt mnn 

es auch zuweilen im Dentfchcn t'rüli- 

lingsgras). 
Frat;:^.. La ilouve. 
Ital.&c. Antoxanto. 

a) Aiithoxuntliuni indicum. 

])eiitfch. Das indianifclie Ruchgras. 
Franz^ La tloiive de linde. 
Ceylan, Ka\^•llla Herrn. 

b) Anthoxaiithum odoratmn, 

[Gramen pratenfe fpica flavefcente. 
Gramen avenaceum odoratum fpica fl«. 

vefcente. 
Fla via. Heißer. Fabric. ] 

Detttfch. DasAvahre gelbe Ruchgras, das korn- 
" ä'.rige Gras, Wiefengras mit gelben 

Blumen, Goldgras, Ackergras, Bet^- 

gras, Früblingsgras, Lavendelgras, 

wilder Lavendel, Tunkagras, Ruche- 

werle. Alelotengras. 
Hoif. Welriekend Geelbloem, welriekend 

Gras. Reukgras. 
Dan. Grses med guule A.x. 

Nofit'. Guui-Ax, Vaarbrodd. 
Schwed. Värbrädd {d.i. Frühlingsgi-as'), La- 

vendelgräs. 
Engl. The fweetfcented fpringgras, or ver- 

nal gras. 
Franz. La flouve odorante. 

Chiendent odorant, felouve. 
Ital. Gramigna odorofa. 
Sfm. Grame -de olor; aleftas. 
Port. Grama cheirofa. 

Ift in Europa fehr gemein; blüht im April uik) May,- und 
wird daher Friililingsgras gen.innt; hat einen ange- 
Tielinien , gewiirzhaften Geruch , welchen ?.•; auch 
demHeu mittheilt; 'edoch riecht die Wurzel i't.irker 
■und etwas widerlich ; illeins der heften Futtergr.'iler; 
jn der Blüthe wird es h.'aifijj von den Bienen belncht. 
Die Wurzelbli-tter geben dem Schnupltaback einen 
angenehmen Melilotengemcb. 

c) Anthoxaiithnm paniculatum. 

DeiUfch. Das rifpenförmige Ruchgra*. 
Franz. La flouve pani'cöle'e. Enctfei, 



ANT 



340 



Viele halten es fllr eine Varietät der vorhergehenden 
Art. Nach Sinith's (in tansaft. of the Linnean Ib. 
üet^ \, irO Verfichcrung exiltirt es gar nitlit, iui». 
dvrn lll mit der fertuca fpadicea einerlcy. 

d) AnthoKaiitluini pulrherriinum. Lour. 

Cochinch. Co tlii'u tlii'a. Lour. 

Wäilill wild auf den Aeckcrn und in den Gärten von 
Cochiiichina; hat keinen Geruch. Wird auch wohl 
kein anthoxanthum Ceyn. 

A n thr a Cl 11. [ TJthol. ] Anthracodendron. j 
Das zu Kohlen verbrainile und nachher in Stein ver- 
wandelte Holz; fiaiu. Charboii de bojs iietrih^. 

Anthracites. [Litlwl.] 

Vcrfleincrles Ho'z, da.? die Farbe der Steinkohlen 
hat; l-'iari. pierre coultar de cliarbou. 

ANTHRENUS. [Entomol.-] 

- Pie Griechen nannten eine Hornifs ^crabro)anthrene, 
GeolTroy wählte diel'n Nainen (pr eine eigene In- 
feclengattung, welche Linii- vui ner nut den Coc- 
cit>ellen verbunden hatte. iSacIil.er trennte Linntf 
fie ebenfalls von den Cocriiu Ken, gab ihneii aber 
■den Gattinigsnamen Bynlm.s, den m;in bey Geof- 
froy wieder für eine andre Gattung findet. Ka- 
bnc:u.s hat den Namen Anllnenus beybehalfen, 
und den von l;iyrrhns einige'i Arten ertheilt, wel- 
' che Linne' unter dieklbe Gatiung^ebracht hätte. 

. , [Antki'enus. Geoff'roij, Fabric. 
Byrrhus. Liii. 
Dermeftes. Degeer:"] 

Deutfeh. Der Bhimenkäfer ; der Blumen-j 

ftaubkafer {weil er fick gern im Blu 
menßajf'l'e, hefonders in Tnipen. auf- 
hält) ; der Knollkiifer {von der Qt- 
ßaltdrr FMIiörner) derWoUenkäfer. 

ffoll. Blocmtorretje. 

Dan. ödebillen. , V 

Schtred. Sfiidare. ■■'.■. 

Engl. T'ie ant-hremis, pr fiower beetle. 

Franz. L'anthrene. Encyct.' 

a) Atithretuis nnifconira. • -^ 

[ Byrrhus mufeorum. I.in. . , 

Anthrenus florilegus. Fourcr.l 

Deutfeh. Der Kabinetkäfer. 
Holl. Kabinettorretje. , 
Franz. L'anÜirene dellrufteur. Eneycl. 
. J^'amouretce. üeoffr. 
Le dermeile des cabinetrs. Degeer. 

Die Lirven diefes Käfers find die gefi^hrlichrten FeintU 
der Inlecten, Vogel und anderer Thiere, weicht die 
Narusalienfammler in ihren Kabinetten Ifaulbevva'r. 
reu Aus dem Grunde hat djeferBiumenkilfer de.. 
Beyn.iinen erhalten, 

k) Antbrt 



341 



ANT 



AMT 



34a 



b) Anthrenus pimpiiiellae." 

[Aiitlirenus fcroplnilariae. Fourcrotf.'} 

P''i'.ffili. Der Pimpinellnager. 

/jV//. Gebordiiurd Blofintorreije. 

Franz. L'anthreiie brode. Encyrl. 

L'antlirene k brodcrie. Gcofft: 

'yi'U üudet ihn vorzüglich auf dei Pimpiiielle ; Dfe Larv-e 
leb: in ausgedürrtenCadaveni uud in halbveiiaultea 
rtlanzeii. 

c) Anthrenus fcrophulariae. 

[ IJyrrhus fcrophulariae, Liii. ] 

Deutfeh. Der Braunwurznager. 

Hotl. Torretje van het Speenkruid. 

Franz. L'anthrene onde'. Encycf. 

Dermefte de la fcropliulaire. Degcer, 

d) Anthrenus verbafci. 
[Byrrhus verbafci. Lin.'\ 

Deutfeh. Der Wollkrautnager, der WoUkraut- 

frefier. 
Franz. L'anthrene fafcie'. Encycl. 
EiM-js grüiTer als der rimpinelliiager, mit deflen Larve 
diele eiuerley Leben führt. 

A n t h r p 1 i t h U S . [ IJthol. ] petrificata 
animalia hominum, zoolithus hominum. 
Verfteiiierte Moiil'c'iciiküiper , oder einzelne Theile 
davon. Sie liiid,_wo nicht verdächtig, doch 
überaus ftkcü. Das Verzeichniis von lolcheii 
faifchen und iichten Pctretaften findet mau in 
Schröters lithol. Lexic. IV, 152 fB. — Fiam. 
petrifications humaincs. — Bey Einigen heiflen 
iie auch anthropumorphi. 

A n t hr p m r p \\ a. 

So nennt man fokhe;Thiere, die in ihrer Gertalt ei- 
nige Aehiilichkcit mit den Menfchen haben. Eine 
Abhandlung über meiilriienähnlicheThiere findet 
man in Linn. amoen. acad. VI, 63. 

Anthropomorptii. [Litho!.] 

' • Stcinfpiele, welche Bilder von MenTchen, oder deren 
einzelnen Theflen z. 15. einen Kopf (anthropoce- 
phalos) vorftellen. Ehedem ftanden fie in An- 
l'ehen, nun aber werden fie nicht mehr geachtet, 

Anthropophagi. 

Menfchenfrefier, Ka]iib..len; Franz. perfonnes qni 
mangent de la chair humaine. 

ANTHYLLIS. IBotan.] 
Diefer Pflanzenname kommt fchon bey PLinius und 
Diotkorides vor, nnd bedeutet uürtlich eine Blu- 
|. me, deren Blätter ii.it Wolle bekleidet find. 

I Deutfeh. Die \^'ü!lblunie; das Wundkraut. 
Holl. Wundkruid. 
Dan. VundiTt. 
Sehwed. Ullboudler, 



Ev^l. The anthylüs'. 

Franz. L'anthylüde, i'anthylle. 

Ital.&c. Antilli'de, 

a) AnthyUis barba jovis. 

-Deutfeh. Die Junitersblume ; der Silberbart; 

der Silberbufch. 
Holt. Zilverkleurige AnthyUis; Donder- 

baard. 
Dan. Jupiters Skiaeg, Sölvfkiasg. 
Sehwed. Jupiters Skägg, 
Engl. The flU-ery anthyllis er Jupiters 

beard. 
Franz. L'antbyllide argente'e, ou barbe de 

Jupiter. 
Itcü. Barba di Giove. 
Span, Earba de Jupiter. 
Fort. Barba de Jupiter; anthyllis maior. 
Ein IVhwiies Strauchgewachs, deflen mit einer filher- 
larbigen Wolle bekleideten Blätter Anlafs zu den 
obigen Beiieimungen gegeben haben; wächftin Spa- 
nien, Provence und im iMorgeiüaude auf Fellen. 

b ) AnthyUis cytifoides, 

[Barba jovis incana hifpanica flore luteo, 
Tour lief. ] 

Deutfeh. Die geifskleeförmige Wollblume. 
Franz. L'anthyllide faux-cytife. 
Span. Boja blanca, 

c) AnthyUis erinacea. 

[Genifl-a erinacea; erinacea hUp.inica, J 

Deutfeh. Die Igelblume, die ftachlichteWoli- 

blume. 
HoU. Sterk gedoornde Anthyllis. 
Engl. The prickly anthyllis. 
Franz. L'anthj'llide he'riJVonne'. 
Span. Erizo. 

d) AnthyUis heterophylla. 

[Barba jovis minor lufitanica flore minun» 

variegato. Tournef.] 

Fort. AnthyUis menor. Brotero, 

e) AnthyUis indica. Lomeiro. 

Conehineh. Cay Ka'oc fa't. Lour, 

f ) AnthyUis montana. . . 

[Aftragalus purpureus. ] ■^* 

Deutfeh. Das Bergwnndkraut; daspnrpnrrotRe 

Wirbelkraut. 
Holl. Bergs Wondkruid. 
Engt^ The mountain anthyllis. 
Franz, L'anthyllide de montagne. 
Y a g) Anthyl- 



343 



ANT 



ANT 



344 



g) Antliyllis vulucraria. 

JJchtß!:. Das gemeine Wundkraiih dcrWmid- 
klee. grofl'er KatzenkUe, gelber Ha- 
fenklee; Iven: Kanferkraiit; wilde 
Bülincii; Bcriifskraut; Hcnilehveis; 
Im y^i Hertha!. Harendatzen. 

Holl. Gemcen W'ondkriiid. 

Ifäii. Katteklever, Harcklcvcr. 
Island. J-otur. 

Schwed. {Bakus') Rafklor. (rf. /. Fuchslilef). 

Engl. The common anthyllis or kidney 
vetcli ; tlie ladies fingen. 

Franz. L'aiuliyllide vulneraire. 
vnlc,. La vulneraire. 

Jini. Vuineraria. 

Spcn. Vuineraria. 

Fort. Vuineraria. 

PoIk. Solnik. Solne Ziele. 

üngr. Nyul here-fii. (rf. i. Hafenklee.') 

Sie bat die Namen wegen ihrer lieilendeii Ki:ift erhalten. 
Ein gutes Viehfutter. Die Ichwedilchen Landleiite 
färben gelb mit dem Kraute. 

Antise, capronae; anteventiili, propen- 

duli cvines; (frißrt heijfen ßc Mulus, 
ein Tiippe'.') 
Griech. prokottia, prokomion. 

Deutfeh. Das Schopfhaar, der Schopf, der 

Haarfi-hopf vorne an der Stirn, b') ei- 
nes Pferdes der Wirbel. 
Hol!. Hairbos; enBosoverhangendeHaai- 

ren. !^) Bles. (/o heiß auch die Bläße.) 
Dan. Haardufk, Haartop. 
^chwe'd. Hirlugg, Hartofs. 
Engl. The foretop of a head of hair. b) the 

feather. 
Franz. Le toupet, la touffe, le toupillon. 

b) L'e'pi, la molette. 
Mal. Ciulfo, ciufletto, ciocca. ft)ilciufro. 
"■'SpaK. Copete; ßa/2r. Copete'a. &) Copete 

de caballo. 
Port. ■ Topete, bordefronte, b) rofa de pe- 

!o, topete. 
R^ff. Perednile Nvolofü. 6) Griwa ( /b /if«y? 

üihh die MiHme.') 
Pohl. Szypelek.wlofow. b) Czupryna. < 
-Böhm. Piednj wlafy, Kfflice. b) cuprj-ny, 

Hriwa. 
^'^Vfigr. ' Hötnlokra fiiggo fürt, b) Lohak 

iiflöke. 
Le!f. Matnrkufchkis. b) Zikkuls, 
Ehl'n. Tiivri. 
i^rÖul. KellertU. 



Aiitibrachinm, [Aiat.] 

J)eittfch. Der Vorderarm., 

Holt. Voorarm. 

iJän. Forarmen. 

Schited, Förarnion. 

Engl. Tiie i"(jre armi 

Franz. L'avant-bras. 

Ital. 11 braccio anteriore. 

Span. El brazo anterior, el antebrazo. 

Port. O bra^o anterior. 

Der Zwilchen dem Kllbogeii und derF.iuft liegende, Ullcl 
die gri'flo luid kleine KUbogenrübre in fich fafleiid'i 
Tlieil des Armes. 

^H t i I' t n c li ru IM ifl bey den vierfUdigen Thleren daC 
felbc, w:is bey den Menfclieii der Vorderarm ift. 

ui II I i t'r n i h in m. Der Vorderarm in dem Flügel eine» 
Vogels. So nennt man dicjeiiigcn zwey Knochen, 
welche zwilclien dem Hinterarni (brachium) und 
der Handwujzel (^ca'ipus) eines Flügels liegen. 

A 11 1 i c a r d i u 111 [ Term. amt. ] fcrobiculus • 
cordis. 

Deuffch. Das Herzgri'ibclien. 

Hol!. Hartputje, Hartkuiltje, Hartkolkje. 

Dan. Hiertegnibe, Hiertekule. 

Schwed. Hjertgrpp. 

Engl. The pit of rhe ftomach. 

Franz. L'avant-coeur. 

vttlg. Le creux de l'eftomac. 

Langued'oc. Brechet, brlcliel. 

Bcis-bret. Brächet. 
Ital. La fontanella dello ftomaco. 
Span. Hueco, o cavidad del corazon. 
Port. O oco do eftomago. 
Ruß. Düfchka. 
Poln, Do-lek pod pierii?. 
Böhm. Dulek w frdcy. 
Lett. Peclirds. 
Ehßn. Suddame auk. 
Finnl. Södamen ciioppa. 

So nennt man diejenige iiiifferc Höhlung, welche fich 
in der Mitte der Brüll unter demBruftbein befindet. 

ANTICHORUS. [Botan.^ 

Antichorus depreflus. :1 

Dentfch. Möfeke. 

Franz. L'antichore couche'e. Encyct. 

Eine kleine mit dem Muskraut (corchorus) nahe vert" 
wandle Pflsnze. Sie wachft in Arabien. Ihre Ge- ] 
ftalt ift unbedeutend. In Kuiopa ill fie notli nicht i 
cultivirt worden, auch iti iie den Botanikern wenig i 
bekannt. 

Anticus, a, um. /• 'j' anterior. — ^»w» > 

Bcijff'iel : 



I 



34.1 



ANT 



ANT 



34'> 



jlr.lica Itfla. ITenii. coiithyl.'] Der vordere oder 
der dem Gewinde ((pira) am niicliften liegende 
Tlieil der Schale. 

Jlntic a f ar s f. bafis thor aci s i tifect o > um. 

jintiie p>ignßatu>ii capui. \_Te>m, iiifci«.^ 
Ein nach vorne verengerter Kopf. (Curculio). 

Atttice dilatala lingna. Eine Zunge die vorne 
breiter ift, als liiiiten. 

^utite filaiii-entofa liiigua. Verfchicdene 
Vügel haben eine Zunge mit einem fadenähnlichen 
Aiiliitz. , 

Anlice itttpreffiis thorax. [Ttrm. en/ot/t."] 
Wenn das Brufti'child oder der Vorden-ilcken eines 
Inftib nach vorne zu eingedrückt ilh (Scai-ab. nali- 
corni^. 

Antici fiMuatus thorax. Wenn da-sBrullfchild 
eines Infecls aach vorne zu ;bulcnfürraig aiisge- 
fchnitten ift. 

Jjfilici digili; Vorderfinger, Vorderzehen. 

Jtntici ocuti. Wenn die Filche ihre Augen nahe 
an der Spitze der Schnautze tragen. 

Antici peiies; VorderPiine ; Äis//. Voorpooten, 

^Htictim tabium einer Schnecke. 

Anticiim OS. (Sipunculus). 

AnticKs detis. [Tetni. conchift.'i Der Vorder- 

zahn; der Zahn, welcher der Scham einer Mul'chel 

am nächften ift. 

Auticus fnargo. _ Fid. anterior. 

ANTIDESMA. [Botan.-\ 

1(1 aus dem Griechifchen nnli, contra, und desnia, 
vincuUim, zufainniengeletzt ; bedeutet ein Gegen- 
gift. -Bunnann gab dicfen Kamen 'einem auf Cfy- 
lan wnchlenden ]?auine, veil er ein bewahrtes Mit- 
tel gegen den Bifs einer daielbft wohnenden gifti- 
gen Schlange ifr. 

•_a) Antidesma alexiteria. 

Deutfeh. Die Schlangenbeere, der Flachsbaum* 

Hol!. Vlafchboom, Vlafchhout. 

Franz. L'antidesme alexitere. 

Span. Antidesma alexiteria, o contrave« 
neno. 

Port. Cordueira. 

Malab. Noeli-tali. Rheed. 

Bram. Beftram. 
Ein mittelmaffiger Baum, W;ichft auf der mslabarifchen 
Küfte und in Indien. Aus der Rinde deffelben ver- 
fertigt müu Seile, wie aus Hanf oder Flachs. Die 
Früclite find erquickend und werden gerne gegefTtii. 
Die Blätter feilen ein Gegengift wider den Bil'ä ei- 
ner gewiffen Schlange li?yn, welche die Halabareu 
Heretiniandel nennen. 

b) Antidefma madagascarienfis. Encyd. 

Franz. i/:- ^dtVi-A '!»> A'ad^üiscur. Ewtfi-!. 
viihn bois de mafoutre des i\Iada- 
gafles. 



Vielleicht der AmpoiifoHtcUi , von welchem Flaccant 
redet. 

c) Antidesma fcandcns. Loureiro. 

Sinef. U chaö lüm. I.onr. 

d) Antidesma fylveftris, Encyd, 
RMab. Mail-ombi. Rhecd. 

e) Antidesma zeylanica. Encys!. 

[Antidesma fpicis geminis. Bnrm. itul. 
XXII, 10.] 

Franz. L'antidesme de Ccylan. Encyd. 
Ceylan. vEmbilla. Bnrm. 

Diefe Art liefert ein Mittel gegen den Bifs einer giftige« 
Schlange, welche von den Portugifen cobra de ca- 
bello genannt wird. 

ANTILOPE. [Mammal.-\ 
Ein neuer Gattungsnamen worunter theils die Gazel- 
len, theils die wilden Ziegen begriffen find. Die 
Antilopen halten das Mittel zwifchen den Hirfcheii 
und Ziegen. Sie wohnen vorzüglich in Afrika, 
nur einige in Afien, nur eine (rupicapra) in Eu- 
ropa; in Amerika wohnen gar keine. 

a) Antilope bubalus. 

[Bubalus veterum; — Oppian, Plin.&c. — 
buciila cervina; buselaphus, mofche- 
laphus.] 

JJeiitfcli. Der Stierhirfch ; die Hirfchantilope, 
das Hirfchthier; das grofle Tliier; 
die Kuhantilope, die Kuh ans der 
Barbare}', das Rindvieli aus derBar- 
barey; die Biafengazelle; derBubal, 
der lUibalus der Alten: InderBibel- 
iiberfetzmig heijjcnße Weidrinder, 

Holl. Hartebeeft. 

JDän, Hiortantilope. 

Schwcd. Hjortantilope, Dvergbuffel. 

Eng!. The cervine antilope. 

Franz. Le bubale; la vache de Barbarlf, 

Ita!. II bubalo. 

Span. El bubalo. 

Fori. O bubalo. 

Hebr. Jachmur. Dentr. XIV, 5. — I.Reair. 
/V, 23, al. V, 3. — Confer. Sclio- 
deri liicrozoic. IIl. 24fqq. 

Arab. Beker el Wafch, Beker Vafch. (/, e. 
bos jUi-eßer.) , 

Die Hottentotten. Camaa.' 

Die Caffern. Licama. 

Wohnt in Afrika und Arabien ; fcheint zwifchen dem 
Ochltn und dem Hirl'cb eincl^Httelart zu ffyn. und 
h:it daher den gr'.'ii-cn T e;l d ■:■ obi-cii Beiieniiuu. 
gen erhalten. Blafeug.izplip hoifs-t «r bey Einigen, 
weil er mit einer Gallenblale verfehen ift. 

Man 



347 



ANT 



ANT 



3^ 



Man ficlit ihn in ßrolTen Truppen, und er ISiift mif einer 
niisiiplimeildcii Cielcliwiiuliftkiit. S.-iii lU-iiili ift 
lilimaokliaft. DieColoiiiiten auf ileiii Kap viifcrli- 
RCM LüiFel aivs li.'iiien Hörnern. 

Tlor (■(.•rvii'! Temama^ama des Scba fcliciiit liiclier zu 
geliüren. 

b) Antilope cervicapra. 

[ Capra cervicapra ; c.ipra bczoartica; pazel- 
la africana f. anrilope ; tragus ihepli- 
coros ; — ftreplicoros f. addax Fli)iii. 
DtutU. Die Antilope; die Hirfchziege; der 
.^ '' Bezoarbock; die afrikanifclie G.a- 
zelle; die Lidme- Antilope; die ben- 
galifche Antilope ; der HirfciibDck. 
Fall. Da gemeene Antilope of Bezoarbok. 
Diin. Antilope cUer Bezoarbuk. 
Schived. Bezoargeten, Hjortgeten. 
Üngl, The common antelope, the broNvn 

common antelope. 
Franz. L'antilope. 
Ital. &c. 11 antilope. 
Amb. Lidmee. Shaw. 
lu Afrika und Indien; können ficli aber aucli in Europa 
erhalten und fortpflanzen, in welchem talle man 
fie wie die andern wiederk.iuendeu Tliicre ernährt. 
Sie gehen ebenfalls truppweife, niid machen . im 
Fliehe«, aulVerordentliche Sprünge. Die Antilopen 
fmd in ihrer Grüfe verfchioden. Die groflen Anti- 
lopen, welche man mit dem Namen Liümec bezeich- 
net, find weit gemeiner in Afrika, als in Indien; 
die von mittlerer Gröffe findet man zahlreich in den 
Geacnden vonTremezen, Duguela, Teil und Z.iara. 
Die indianilche Antilope (l'antilope des Indes) ill 
die kleinlle; die heidnifchen Priefter tragen die 
Hörner der letzteren als ein Ehrenzeichen. 

c) Antilope Corinna. 

• ßeutfch. Die Korinne, Korine, das Korine 
oderKorin; der bunte Bock, der ge- 
fleckte oder gefchäckte afrikanifche 
Bock. 
Engt. The fpotted antilope. 
Franz. La corine, ou corinne. 
Ital. &c. La corina. 
lu Afrika; noch kleiner als der Kevel, und demfelben 
fehr ähnlich, jedoch nicht das Weibchen deflelben. 
Es giebt einzelne Korinen die mit weiffen Fleci;eii 
ohne Ordnung gezeichnet find. Den Kamen Korin 
Rihrt diele Antilope in Senegal. 

d) Antilope dama. 

[ Dama Ptinii et vetmmi. ] 
Deutfch. Die Damantilope, die Damhirfch- 
antilope, die Dama der Alten ; der 
Nanguer; die afrikanifche Gems. 
Engl. The'fwift antelope. 
Fratiz. Le nunguer, la gazelle nanguer. 



InSenepl, wofelhft fie nanguer oder nangiienr genannt 
wird ; i't behend im Laufen, läl'st ficIi aber leicht 
>''un machen; libiigens ein lehr artiges, fchüncs 

'i:.:er. 

c) Antilope dorca.s. 

[Capra dorcas; gazcüa africana. 
Dorkas. yElinu.] 

Dfutßli. Die Gazelle, die gemeine Gazelle; 
die afrikanifche Ziege, die libyfche 
Ziege ; die Dorkas, dai Tfebi ; in 
der ßibclübcrfrlziing Rehe. 

Hüll. Gazelle; Afrikaanfche Gazelle. 

Diin. Gazelle; Afrikanlk Gied. 

Schwed. AtVikanfke Gazelle; Griibocken. 

Engl. The barbarian antelope. 

Franz. La gazelle commune, la gazelle 
d'Afrit]iie. 

Ital. &c. La gazella comune, o africana. 

Hebr. Zebi. {d. i. ein zierliches Tliier). 

Conf. Schobert hierozool. HI, lo- fqq. 

Iij Syrien, Mefopotamien, und andern morgcnländifcheii 
l'rnvinzen, in derßarbarey und in allen nördliche« 
Tlieilen von Afrika; ein Ichünes Tliier, mit munte- 
ren l'chwarzen Angen, man findet (ie daher im lie- 
hen Liede genannt, und ill noch jetzt bey den ori- 
entalil'chen Dichtern ein Ilild, womit l'chüne Mäd- 
chen verglichen werden; lebt in Gel'elUchaft, ift 
fanfter Natur und leicht zahm zu machen ; das 
l'leilch ift fchmackhaft. 



Antilope gazella. 

[Capr;t bezoardica; liircus bezoardicns. ] 

Deutfch. DieBezoargazelle; der Bezoarbock; 

die Hirfchziegc. 
i/o//. 6ff. jjt-zoargazelle. 
Engl. The bezoar antelope. 
Franz. L'algazel. 

Eine nngewifle Art, welche fchon bey Gesner ein animal 
igiiotum genannt wird. Sie wird am meiften mit 
dem wilden Ziegenbock (aegagrus) für eiiierley ge- 
halten. 

g) Antilope gnu. 

[Bos poephagus. Fo>y?.] 

Deutfch. Der Gnu, das Gnu, das Gnuthier. 

Hol!. 't Gnu. 

Franz. Le gnou, ou niou. 

Ju verfchiedeiien Gegenden von Afrika, unter .andern.' 
beym Cap, wolelbft diefe Antilope von den Hotten- 
totten Gnu oder Nju genannt wird. Kommt in vie- 
len Stücken theils mit dem Pferde, tlieils mit dein ™ 
Siter, Itheils mit dem Hirl'ch iiberein. VicHeifht ' 
ift es da.f iKiniliche Thier, das mau in Indien und 
China findet, der Stierhirlch (le tanrean-cerf ) des 
Cosmas, und derPferdehirfcli (le cheval-cerl'3 der 
Su)eier. 

b) Antilope 



349 ANT 

h) Antilope grimmia. 

[Mofchus grimmia; capra grlinmia ; tra£^u- 
lusalricanus; capra filveftris africanaj. 

Deutfih. Die grimmifche Antilope, die grim- 
mifche Ziege, die Ziege des Dr. 
Grimm, Grimms Waldbock; der 
Jiingfernbock ; der afrikanifche Mo- 
fchus ; der Schwulskopf ; die ame- 
rikanifche Gazelle mit dem Haarbü- 
/chel auf dem Kopfe. 

/?«£[/. The Guinea antilope. 

Franz, La grimme, chevrc de grimme, che- 
vrotin d'Afrique. chevreplongeante, 
le bouc damoileau. 

Woliiit in Guinea; fuhrt ihren Namen von Dr. Gtimm, 
der fie unter dem Namen Cdpra illvertris africana 
befchric-Dcn hat, in mi/iell. iial. c:iiwf. dec. i, a. 
4, j). 131, ßg. 13. — Sie ift lelir furchtfam. 

' i) Antilope gutturofa. 

[Capra campeftris gutturofa hydropliobos.] 
Dentfch. Die Kropfgazelle; die finefiche Ga- 
zelle; die gelbe Ziege; die walTer- 
fclieue Ziege; die Jmefdche Gems. 
Engt. The chinefe antelojie. 
Franz. L'antilope goitreule, clievre jaune. 

In den Mongolifchen W'iiften, und zwiichcn Thibet und 
China, wolelbil fie in grofien Haufen zulainnien 
gehen; im Laulcn and Springen find Tie unermüdet; 
das Männchen hat einen Kropf am Hälfe. 

k) Antilope kcvella, 

Dmtfch. Der Kevel, die Ke welle, dasKevel; 
; das Platthorn. 

Engl. The flat liorned antelope. 

• Franz. Le kevel. 

• Perf. Dfchairan, (Tzeiran). 
Eilie noch dunkle Art. 

1) Antilope lerwia. 

Deutfeh. Der Kob oder Lervl; die kleine 
braune Kuh von Senegal. 

Engt. The tifh tall, the lerwee. 
The gambian antelope, 
, Fraiix. Le kob, la petite vache brane. 

m) Antilope leucophaea. 

Deutj'ch. Die blaugraue Antilope, die blaue 
Antilope, die lirhtgrane Antilope, 
der blaue Bock, die blaue Ziege, 
der Mmmelblaiie afril^uiifche Bock. 

Fnql. The bl'ie. aiite'ope. 

Franz.T. L'antilope grife, ou d.evre bleue 
du Cap. 



ANT .[35». 

TL) Antilope leucor^rx. 

Deutfeh. Die weilTe Gazelle. 

0) Antilope oreas. 

[Antilope ory.x. Pall.'\ 

Deutfeh. Der Empophos (der Cudu) ; der 
Canna; die grofie wilde Ziegenanti- 
lope ; das kapfche Elendthier. 
Holt. Kaapiche Eland. 
Engl. The indian antelope. 
Franz. Le canna, l'clan-gazelle(le coudou) 

l'elan du cap. 
Die Hottentotten. Canna. 
Die Kaffern. Impoof. 
Li Indien, Congo und im mittäglichen Afrika; fie gehen 
truppweüe ; ihr Fleuch ift ein herrliches Wildpret; 
das Knochenmark wird als eine Delicateffe gelpeifet . 
Das Fell ift lehr brauchbar; aus den Hürnern ver- 
fertigen die Hottentotten Tabakspfeifen. 

p) Antilope oreotragus. 

Deutfeh. Der Klippfpringer, der Klippenlprin- 

ger, der felfenlpringer. 
Holt. Klipfpringer. 

Franz. Le Klippfpringer, ou le fauteur dee 
rochers. 
In Afrika; er heifstKlippenfpringer, weil er fich in felfi. 
gen Gegenden aulhält, und vüii einem Fellen auf den 
andern Ipringt, wenn er verfolgt wird. SeinFleifch 
wird auf dem Cap für das befte Wildpret gehalten; 
aus feinem Haar werden Decken verfertigt. 

q) Antilope oryx. 

[Antilope refticornis; antilope bezoartica; 

capra gazella. ] 
Deutfeh. Die Bezoargazelle, der Bezoarbork. 

die Bezoarantilope ; der Pafan, die 

Pafanantilope. 
Holt. &c. Gazelle, BezoardgazeUe, Pafan. 
Engl. The egyptian antilope. 
Franz. Le pafan , pafen , la gazelle du he- 

zoard. chamois du fap. 
Ifal. 11 pafan. la gazella del helzoar. 
Hebr Tao, Toa. (Coi/. Schoben hieroz. 

111. r- ) 

jEgt/ff. Dabi, Ghazell. 

Wohnt auf dem Cap, in Aegyptet», Arabien «nd Indien. 

DasFleifch ift efsbar und wolilfchmeckend ; im l'ial- 

tecmagen diefesThiersM'ird derorientalifcheBr;-.":ir 

crzmgt, den manVbeniall.; bey der antilope ga/tcli;* 



r) Antilope picta. 

[Antilope albipes. ] 



D-^i^h. 



3^* 



ANT 



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35» 



Deutfeh. Die wcifsfiüTige Antilope, derNylgan. 

Engl. Tlie wliite footed antdope. 

Franz. Le nilgaut, ou nyl-gliaut. 
In Indien; ein rtliüncsTliier; liat ebenfalls viel Aelmlicli- 
kcit tlieilsniit dcniSlier, ihcils mit licni Hirlch ; das 
\Veil)clicn nnterfclieidet (ich alier Iclir vom Miinu- 
clicii. — Der Nilgau ilt Itblialt und liebtdasFicye, 
lälft ficli aber doch zieiiihcii leicht regieren. Er i!i 
eine Seltenheit in Indien, daher ift es Sitte, dal's die 
Einwohner den Nabobs und anderen angel'elicnen 
Perfonen damit Gefchenke machen. Das Kieilcli 
dc-ffeiben Toll l'elir Cchmacklialt feyn. — Das Wort 
Nvl-ghau bedeutet einen blauen Stier, und f'chickt 
lieh wohl flir das M.innchcii , deflen herrl'chende 
Farbe blau iih Verfchiedene Nilghaus lind nach 
London tranTportirt worden, wolelbft William 
Huntcr fie beobachtet uud befchrieben hat, 

f) Antilope pygarga. 

Deutfeh. Der Springbock, die Luftfpnngerga- 
zclle. die fpringende Gazelle, die 
liüpfende Atuilope; derPygarg, der 
Weifsarfch (Kuba). 

Holl. Springbok. 

Engl. Tlie white laced antllope, tlie moun- 
tain antilope. 

Franz. Le fpringbok, ou la chevre fautante, 
la gazelle fautante. 

Hebr. Dilchun. Sparrm. (^Conf. Schoderi 
hkroz.HI. 20.) 

Ijl Afrika; hat einen weiden Bürzel, daher er pygargus 
genannt «ird ; Springbock heilst er , weil er, bey 
bevorüehenden Stürmen, allerley Lnftfprünge macht. 
Sein gewöhnlicher Aufciithalt iil im Inneren von 
Afrika; nur der Hiuiger treibt ihn nach den Colonieii 
des Cap, alsdann erfchcint er in Ungeheuern Truppen 
von zehn taufend bis fünfzig faulend. Wenn man ihn 
jungfiuigt, Ibläfcterfich leichtzahm machen, jedoch 
bleibt dasMäinichen ausgeladen undfall'ch. — Der 
Koba fcheint eine Varietätdes Kob (antil. lerwi.i) zu 
feyn, er ift viel größer, und wird daher auch lagraade 
vache brune genaiiut. 

t) Antilope pygmaea. 

[Cervus juvencus perpufdlus. Sebcr» 
Guevei - Cajor. Adanf. ] 

Dftttfch. Die Zwergantilope ; der König der 
Hirfche ; das kleinfte guineifche 
Hirfclichen, das guineifche Zs^-erg- 
hirfchchen, das kleinfte guineifche 
Böckchen oder Hirfchrehj der Gue- 
vei, der Guevi Kagor. 

JSolL Guineifch Geiqe, 

Engt. The royal antilope. 

Franz. L'antilope guevei ; le rol des cerfs ; 
petit cerf, petite biche; le chevro- 
tain de Guinee ä cornes. 



Im heifTen Afrika; \n fehr klein, lievnahe von derCiröflfe 
eines Hafen, die Heine (iml Ib Hiuin, wie ei)i Gänfe- 
kiel, man macht /iahnitöcher daran-:; fie macht 
crltaunüche Sprünge, wohl bi.s zwülf Fufs lioch, 

i"ed'ili köi'iien lie die Indianerin! Laufe fangen. Ihr 
•'loilch ift lehr delirat. Sie ilt zierlich gebildet, fsnft 
in ihren Manieren und umgänglich. 

Diefe Antilope heifit in .Senegal guevei, UJid wenn fie ganz 
klein ili, gnevei-kaior. 

u) Antilope redunca. 

Dcntfch. Die rothe Gazelle ; die Antilope 
mit zuiiickgebogenen Haken, das 
Krummliorn ; der Nagor. 
• Franz. Le nagor. 

Li Senegal. — Vie lieichtgeh"rthieherauch der geho'rill« 
Hirlch aus Nculpanien, Mazamt genannt. 

v) Antilope rupicapra. 

[ Rupicapra aiitoruni. 
Grieclt. Ai.x agrios. Oppian. — Aigagros.— 
Kemas yElian.] 

Dmtfch. Die Gems, derGems,das Getns, Gemfe, 
Gembs ; 0. dcutfch Gams, Garns ; Im 
Theuerdank Jemblr. — Die Felfen- 
gei.s, die wilde Jr'elfengeis, die Feld- 
geis, die Steingeis, die Steinziege. 

HoU. Gems, 

Dan. Geed, Steengeed, Raageed. 

Schwed. Vildget, Stenget. 

Engl. The cliamois. 
Galk. Gabliar. 

Franz. Le chamois. 

Alt. Yfard. San-is. 

Ital. Cainoscio, capra falvatica, nipicapra; 
fem. camoicia, caniozza. 

Span. Gamuza, camuza (A7i:/i/ cabra mon- 
tes, denn dies iß der Steinboik, ibex), 

Port. Camur^a. 

Riiff. Koza dikaja. 

Pohl. Giemza; Koza dzika, 

Böhm. Gemz_vk. Kamzyk. 

Crain. Doviakoza. 

Kalmuk. Gama. . . 

Illyr. Dika kofa. 

ü^'gr. Havafi-ketske, Vad-ketske» 

Lctt. Kalnu kafa, Mefcha kafa. 

Diigor. Ske. 

\Vohnt anf den befchneieten Alpen von Schweiz, Tirof, 
Italien, Griechenland &c. ; foll 20 bis 30 Jahre alt 
werden, nährt fichvon den heften und gewürzliafte- 
ften Kräutern, auch vom Laub der Bäume und voa 
Wurzeln ; leckt, wie die Ziegen, gerne Steine ; die 
Sinne des Gehürs, Geruchs und Gefichts befuzt fie 
im vortreflichäen Grade; fie ift Überaus lebliait, und 
gefchicjit , fich gegen ilire Feinde zu venheidigeii ; 

bekauiK 



353 



ANT 



ANT 



354 



bekannt fpiiugif^ die (jorihrürlieGemrenjagd. Man 
hat liemerkt, daf:» die Cieinieii jetzt iiicbc niclif Tu 
lij'ufig lind, aU in den ehemaligen Zeiten. 

Das Fleifch der Gems ift fchmackhaft; das Blat foll die 
ii.iinMchen Ipecifiauen Kigeiilchalten haben, als das 
Blut des Steinbocks; das aus ihren Fellen bereitete 
Leder, welches man Säniilch Leder, (/>fl«f. cha- 
mois) nennt, i(i bekapiit genug; ferner benutzt 
man das Fett und die H"rner. 

In dem Panzen der Gems findet man die fogenannte- 
Gemfenkugel, welches die aegagropila im eigentli- 
chen Verbände des Worts ill. Conf. acgagropila. 

Dos Wort Gtms begreift bcyde Gefchlechte unter fich ; 
will man /ie uiiterl'cheiden, fo nennt man das Männ- 
chen G?>«jiv/fi, und das Weibchen G«mij(>^«, üems- 
thiir. In Stcyeimark, Tirol und in der Schweiz 
unterscheidet man zweyerley Gemfen, nämlich eine 
grolle dunkelbraune , und eine kleinere röthliche 
Gems; erftere nennt man Aas ff'aldthiei , und letz- 
tere das Graththier. — Craih ift der Gipfel oder 
Kücken eines Bergs oder Gebirges. 

W) Antilope faiga. 

[Antilope fcydiica; capra tatarica; capra 
faj'ga; iijex imberbis.] 

Deutfeh, Die tatarifclie Antilope, die tatarifche 
Ziege, die fcytifche Antilope, der 
ungarifche Ziegenbock, der unbär- 
tige Steinbock, der hochgehomte 
krerifche Bock, das Ziegeneinhorn, 
die Steppenziege, die wilde Steppen- 
ziege, die wilde Ziege, der Tartar, 
das Straubfchaaf, die Saiga, Seiga, 
Seigak, der Suhac. 

En^U The fcythir.n antelope. 

Franz. Le fa/ga, chevre fauvage, le bouc 
de Hongvie. 

Piijf. (ct'J.O Margatfch; (/fw.) Saiga. 

l. In. Suhak. 

Tr.tar. Saiga, Saigak. 

Ktrgif. Akkuk. 

Kantiuk. Gakai Gürofen. 

2urk, Akoim. 

In Klcinrufsland und Polen, auf den karpatifcheit, fau- 
cafifthen &c. Gebirgen; man fieht de in grolfen 
Truppen, wohl zu zehn tanlend ; im Laufen find fie 
überaus i'clinell, daher die Jagd fehr befchwe' lieh 
ift; ihr Geruch ilt ausnehmend Icliarf; fie blocken 
«•ie die Scbafe; wenn lie gral'en , gehen fie rück- 
_W.'irts, wohl aus dem Grunde, weil ihre Ober-Lip- 
pe hangend ü't; zuweilen erblickt ni.in fie mit drey 
H,"inern, fciidner mit einem Hörn, in welchem 
letzteren Falle lie das andere wahrl'cheinlirh verlo. 
ren haben ; im Sonr.ner leiden he (ehr durch die 
Maden ics Oeitrns, da dann ilir Fell unbrauchbar, 
und ihr FIcilch ungeaijsbar wird, im Winter hin- 
gegen paliirt es fUr ein ziemlich gutes W'ildpret. 

Das Wort iiaiga bc.leuref eine wjlde Ziege. In hkntzk 
hingegen verliehen die T.iraren unter Saiga, das 
Bifamthier. 

faikolicon. I^atuts?fchichte, Bd. I, 



x) Antilope fcripta. 

Deutfcli, Die Schriftantilope, die bunte Asui'- 
lope, der bctnahlte Bock, die bemalii-e 
Antilope, die anf^efchirrce Antilope, 
der bunte Bock, derKreuzbok; der 
Guib, der Gib. 
Engl. The harnaflied antelope. 
Fräfiz. Le guib. 
./iiH Senegal: Oualofes, Zalofes. 
Am Senegal ; man fieht fie trupweile bis zu zwey tau- 
fend; fie führt die obigen Namen wegen ihrer Zeich- 
nung, indem fie auf einem kaflanienbraunen Gru«. 
de., weide Linien trägt, kieuzweife, in Geftalt ei- 
nes Harnifches. 

y) Antilope ftrepficeros. 

[Cer\'us capenfis; Bos ftrepficeros.] 

Deutfeh. Die Antilope mit gewundenen Hör- 
nern, die fchlangenhörnige Antilope ; 
der Kudu das Kuduthier, Kutu, der 
.irrikanifcheKutu ; der Condoma oder 
Coesdoes, das Condoma. 

Engl. The ftriped antelope. 

Franz. Le condoma ou coesdoes, coudoug. 

Die Hottentotten : Coesdoes. 

Im Inneren der Länder des Cap ; ein fchunes Thier; 
macht erftaunliche Sprünge; geht nicht truppwcilf; 
wie andre Gazellen; man kaun fie zahm niarhen ; 
ihre Stimme foll dem Gefchrey des Efels ahiiticU 
feyn. 

«) Antilope fiibgutturofa. 

Deutfeh. DieGazelle mit einem kleinen Kröpfe. 

In Perfien, zwifchen dem fchwarzen tmd kafpifclie« 

Meere ; geht truppweile ; ihr Fleuch iit fthmackhafr, 

aa) Antilope fylvatica. 

Deutfeh. Die Bufchantilope, der Waldbock, 

der Bufchbock. 
Holl. De Bolchbock. 
Franz. Le bosbok, ou bouc des bois. 
Hält fich im Inneren des Landes in den Wäldern bejm» 
Cap anf ; lebt pa.irweile ; ihr Laut iil ungefähr wie 
das Belfern der Hnnrte ; thut des Nachts den Ge- 
niüfeglirten und Weijibergen Schaden; ihr Fleifch 
ift efsbar. 

bb) Antilope tragocamelus. 

Deutfeh. Der Kameelbock, das Fockkameel; 

der Bockhirfch ; der Biggel. 
Engl. The Indoflan antelope. 
Franz. L'antilope-chameau. 

In Indien; trägt den Hals wie ein Kameel, und legt fich 
nieder, wie daffelbe; foll auch einen Hücker haben. 

Iwfong.ififi. Impalaiikhe, Rietbok, u. f. u. fmA imlo' 
de.x nachzufcblageii. 

Z ANTIMO- 



355 



ANT 



ANT 



35C> 



ANTIMONRJM. [Mmmil.] /O Regulas au- 
tinuuiii. 

Sdbiiim: GnVf/j. Stimmi, stibi, hrbason, 
alabastron &c. 
Deulfch. Das Spies^Ias. Spifss'as; Spies- 

glatiz. h) Spies^Iaskoiiitf. 
Holt. Spiesftlas, b) Spies^laskt)ning. 
Dan. SpidCt'slas. b) Spiiifeslaskonge, 
Scht'cd. Spiis^las. 6) Spitsglaskung. 
Engl. Tlie antimony. b) The regulus of 

antimony. 
Franz. L'antimoine. . b) Regule d'antimoine. 
Ilal. Antinionio. b) Regulo d'antimonio. 
Spaii. Antimonio. b) Regulo delanrimoiiio. 
Fort. Antiitionio. b • Regulo, ou a parte 

rcgiitina de antimouio. 
Rti^. Ai'itimonije. 
Foln. Szpiglas. Spirzs'as. 
Böhm. SkliMi'k, Spicate fklo. 
Unirr. Piskolrz, Pisklo'tz- 
Leu. hunuma fahle, {d. i. Ar zney Wider 
das Uebf.l.) 
Das Spiesglas ift ein erzartiger Körper, von einer me- 
tallitclici), glänzenden Bleytarbe, dcITen Stucke 
keine regclni;Ulige Geftalt haben, loiuiern aus lang 
übereinander hinliegenden zerbrecliliclicn hingen 
Nadeln beitelicn. Die Beftandtlieile delTelben (nid 
ein Halbnietall, welches man den Sp'eiglaskouig 
nennt, und Schwefel, mit welchem das Halb.iie- 
tall eben fo verbunden il>, wie die meillen inetalli- 
fcheii Snbftanzen, welche (ich in einem vererzten 
Zuftande befinden! Leoithaidi. 
Jlntimoiiium a) nativiim; gediegener Spies- 
glaskunig; Franz. l'antimoine pure, la mine d an- 
timoinc vierge. Swab entdeckte es in der lahlber- 
gilchen Grube in Schweden, S. Schuniifche Ab- 
h«ndl„>igen, X. — A) crudum; graues Spiesglas- 
erz; Franz. mine d'antimoine gnfe. Hieher ge- 
hört auch das rogenannte Federcrz — rubrum ; 
rothesSpiesglaserz; Fiain. mine d'antimoine rou- 
ge. _ rf) weiffes Spicsglaserz. - e) ochraceum; 
Spiesglasocher, natürlicher Spiesglaskaik. 
Das Spiesglas war den Griechen am meinen unter dem 
Namen stimmi oder stibi bekannt. Aus letzterem 
ift die lateinifche Benennung stibium entltanden. 
Das Frauenzimmer bediente lieh einer dnraus prh- 
parirten Schminke, um den Augen ein fciioncsAn- 
fehen zu geben und (ie zu conlerviren ; daher fin- 
det man es auch im Griechilchen platyophthalmon, 
cmmatographon und gynaikeion genannt. Das 
ifraeliifche Frauenzimmer machte einen ähnlichen 
Gehraurh davon, und die Hebräer gaben diefer 
Spiesglasrchminke den Namen puch. Im Orient 
herrfc'nt noch heut zu Tage diefelbe Mode. 
©er Urfprung des neueren Wortes antimnnium füll fol- 
gende lächerliche Tradition zum Grunde haben. 
Balilius Valentin, ein deutl'clie» M-iirh. der gegen 
Knde des dreyzehnten Jahrhunderts lebte, warf, wie 
die Sa'^e lautet, etwas Spiesglas den Sch'-vpinen 
«<ir, lind bemerkte, dafs fie nach einem heftigen 
Diirrhfall fogleich fett daiauf wurden. Hiernach 



glaubte er, dafs es bcy fcltien Kloflerbrlldern die 
iiSnilichc \Vii kling liorvorbringon 'wllrile. AlU-iu 
das Kxpcriiin.-iit l'ci|lug fo libcl .ui, dal'; lic alle dai - 
' imch darben. Daher foll diele Medizin den Nni'iie.i 
anti-moine :. /. contra monachuin erhalten haben. — 
Wenn man iiber da,< Spiesglas bcy den Arabcru 
aitmad oder alemcd genannt findet, (ii folltc man 
mit iiielirerem Grunde gl.iubcn, dafs die Benennuiij; 
antiinonium arabilcher Herkunft ill. 

Vor dem vicrzelinten Jahrluimlert fand der Gcbraucli 
des Spiesglafes in der Mi-di/in krine Statt. Der 
obenerwa'linte Bafil. Valentin fnchte ziiertt d.is Pu- 
blicum aufmerkfaiu darauf zu machen, lindem er 
unter dem Titel currus triumphalis antimonii eine 
Schrift publicirte, worin er das von ihm präparirte 
und reftificirte Spiesglas als ein Univerlalmittel an- 
pries. Man aclilcte nicht viel darauf, und vergaCs 
es endlich ganz, bis Paracellus es gegen Anfang de.s 
fechszchiiten Jahrhunderts ritt reehtin Gangbrachte. 
N.ichher fand das Antinioniuiii viele Anfänger iiiid 
Widcriacher, bis man den richtigen Gebrauch deli 
reiben kennen lernte. 

Außer der Medizin hat das Spiesglas' einen vielfachen 
und wichtigen Nutzen. Mau braucht es zu Brennfnic- 
geln, zum Glockeumetal , zum z-'iiin, zu Kanonen- 
kugeln, teriier in der Schriftgiefferey, ferner beyni 
Schmelzen der Metalle u. f. w. ' • ' 

Das tneifte Spiesglas erhalt man ausAuvergne inFrank- 
reicli, und aus Ungarn. 

ANTIPATHES. [Verm. zooph.^ 

Die urfprilngliche Bedeutung diefes Wortes ift unge- 
Wils. In altern Zeiten vermengte man die mit 
diefcm Namen belegten Arten von Knop; ytea 
mit den Hornkorallen (gorgonia). Pallas war 
der erfte, der fie Ceparite, und ilni find mehrere 
Autoren darin gefolgt, ohgleicli Lumc' es nicht 
für gut gefunden hat, die Aiitigathes zu einer 
eignen Gattung zu machen. 

Dentfch, Die Stachelkoralle. 
Holl. Zeeheefter. 
Ens^l. &c. The antipathes. 
Franz. &c. L'aiitipate. 

Die Stachelkorallen kommen in vielen Stücken mit den 
Hornkorallen ilberein. Dagegen unterfchciden fich 
crftere von letzteren vorzüglich dadurch, dafs ihre 
Oberfliiche rauh und ftathlicht ift, dafs ihr Holz 
dichter, fchwerer und weniger biegfam ift, und 
dafs ihr Holz, ftatt der kalkartigen Rinde, eine 
gallertartige Bedeckung hat. 

a) Antiphathes clathrata. 

Dritfch. Das Stachelgitter. 
Holl. Gewardde Zeedoorn. 
Franz. L'antipat« reüculaire. Encyct. 
Im indifchen Meere. 

b) Antipathes cuprefTus f. cuprefilna. 

Pritfrh. Die SeccyprelTe. 
f^r/i Z-^ccvpres. 

FrariZ. I/aiitipate cyprcs de mer. Encijd- 
Im indifcheu Meere. 

c) Anti. 



'j,f) Antipatlics dichotoma*. •, 

.rr- . Deiufch. Die p,abcirörniige Sta<jiiel!toralle. 
.-. Hoü, Twetledige Zeelieefter. 
... Franz. ;l,'antipate dicotome. Eiuyct. 
Im inittellftiidirclien Meere. 

, ,(1) An'tipathcs ericoides. 

y7(r?(;/f/i.' Die Heidekraut-Koralle. 
,^ ■ M^i/. . ■ . Zwarte Zeeheide. 
\. , Franz. \ L'aiitipate c'rico'ide. Encjfct, 
■^ Tm iiidirchen Meere. 

e) Antipathes flabellum. 

Dcntfih. Der Traiierficher. 
^^- Holl. Platte Zeelieefter. 

. Tranx. L'antipate e'ventail. Enct/ct, 
Im indifchen Meere. 

f) Antipathes foeniculacea. 
[Foenum marinum. Rnmph.'] 

Dentfch. Das Seehen. 
Holl. Zeeliooy. 

Franz. L'antipate fenouil de mer. Enc]/cl, 
Im mittelländfches Meere. 

g) Antipathes myriophylla, 
■ Dmtfck, Das Tanfendblatt. 

Hol!. Getakte Zeeheide. 
Franz. L'antipate myriophille. Encyct, 
Im indifchen uad mittelländifchen Meere, 

h) Antipathes orichalcea. 

[Aiirip?tes aenea. Encyd.'\ 

Dcutfch. Die kupfrige Stachelkoralle. 

Holl. Kleine gra.^uNve Zee\%aajer. 
^ Franz. L'antipate bronze', Eneyd. 
gim indiTchen Meere. 

■ i) Antipathes pcnnacea. :,,„•';• 

[Peucite=; prima. Aldrov. ■ r'iA itii 

Accabaar ruttiiruttu f. erifcS ■'itiarina 
• "crafia. Ru:nph.^ 

Dnitfcli. Die Federkoralle, 
//o//." Vederagtige Zeeheeftcr. 
Franz. L'antipate plumeu.x. Encyct. 
Tm indifchen Meere. 

k) Antipathes fpiralis. 

[Gorgonia abies fpiralis. Lin. 

Palmjuncus anguiniis, Rtmipk.^ 

Deutfeh. Der fchraubenforniige Seeftrik. 

Holl. Zeetouw. 

Franz. L'antipate /piral. Encyct. 



■ ANT 



358 



Ind. Tali-aros. (i. e. funis aquatilis ;VVe»f. 
Malaccn. Aei'p.Saar- vilar. 
linindifclien, mitte llandfciien und nonvegifchen Meere 

Antiprostatas. [Tcnn. anat.} 

Die Ce^envorftelier, oder die unteren Vorfteher; die 
Gegei'.famendrllfen. So nennt man zwey klenie^ 
läugliciite, platte, driifichte KCrper, weklie auf 
beydcn St-iteii des Harnganges liegen und voa 
den Treibninikeln der Riithe (_acceleratores) gäns-- 
lieh bedeckt werden. Sie lieiffen uneigentlicli 
proftätae inferiores, denn- fie find höher als der 
wahre probates. Coiif. proffates. 

Antiquata tefta, [Term. conchyl.'\ 

Eine der Länge nach durch unterbrochene Queeran» 
fatze angelaiimte gefin'ciite Schale; Dan. Over- 
Itryglkicel ; Fimiz. une coquille ruftique'e. (fiai- 
dium edule, cardiuin rnihcum). 

ANTIRRHiNÜM. [Botan.] 

So nannten die Alten eine Pflanze, wegen der GeOalt 
ihrer Blume, die mit einer Kalbsfchnauze Aehn- 
liclikc'it hat. Kben diele fonderbare Gellalt der 
Blume gab aucli AnUfs zu den Benennungen 
anarrhinon, kynokephalion, bukrauion; osleonis, 
vituli caput. 

Linne' hat diefe Benennung zum Gattungsnamen ge- 
wählt, beydes für den Dorant oder das Löwen« 
maul, und filr das Flachskraut (Linaria). 

Deittfch. Der Dorant, oder das Löwenmaul. 

Holl. Leeuwebek. 

Dan. Torfkeflab, Hundehoved. 

«Sf Afffrf. Dorant, eller Kalfmule. 

Engt. The toadflax. 

Franz. Le muflier. 

Ital. &c. Antirrino. 

a) Antiniiinum aegyptiacum. 
jEgypt. Dära^jfe, Aflile el dib. Forfk.' 

b) Antirrhinum aquaticum. Lour, 

Cochinch. Rau Chie'o nüoc. Lour. 

c) Antirrhinnm arvenfe. 

Peutfch. Der Felddorant. 
Holl. Akkerig Leeuwebek. 
Engl. The corn toad-flax. 

d) Antirrhimum afarina. 

f Afarina f hedemla faxatilis magno flofCk 
r , C. B.-^ 

j, Deutfeh. Die unächte Hafelwnrz, der unäcbte 
''; ■ Erdepheu. 

^ ^ Holl. Rondbladig Leeuwebek. 

Engl. The baftard afarum. 

Frarjx. L'afarine. , 

Ital. &c. Afarina. 

Z a e) Antirt- 



359 ANT 

t) Aiitivrhiniim cymbalaria, 

Dcutfcli. Das Zymbelkrauf. Nabelkraut, Feig- 
Nvarzen kraut, das Flaclislu"aut mit 
Epliciiblattcni. 
Moll. Klyfbladig Lecuwebek ; Cymbel- 

kruid. 
Dan. Cymbel iirt. < 

Schwtd. Cvnibalört. 
Engl. The ivvleav'd toad-flax. 
Franz. Le muflier ä feuilles de l'erre; la 

cymbalaire. 
Ital. &c. Citnbaiaria. 
Pohl. ZwieHeniec, Zwiefienca. ■'■ 

In ilfii meiften Gegenden von Europa, vorzilglich im 
Surfen ; liat Heil Namen cymbalaria walirfilieinlitli 
von lierGelLilt ihrer Blätter, die lii rund find.dals 
m,in (ie auch für eine Art Nabelkraut gehalteu likt; 
wird als ein blutlhllendes Mittel gebraucht. 

■f) Antirrhinuni elatine. 

Deiitfih. Die Erdwinde ; das Ehrenpreisweib- 

clien. 
Holl. Pickbladig Leeuwebek. 
Vdn. Hun - /Erenprüs. 
Schwed. Jordbiiide. 
Engl. The fiiai-p pointed toad-flax or flu- 

ellin. 
Franz, Le muflier auricule'; la velvote; la 

■ ve'ronique femelle. 
Ital. &c. Elatine. 
Potn. Powoyczyk, Powoynik. 

Wächil auf den Aeckern in Frankreich (befonders nahe 
bev Paris), in Deutfcliland, Kngland und Italien; 
ift officinell ; ihre Bl.'itter find mit l'ammetartigen 
Härchen befet^t, dalier die Name» velvote im Fran- 
zöfilchen, und fluelliii imEnglifcheii. 

g) Antiirhinum hcelava. 

jEgifpt. Hselava. Forfi. 

h) Antirrhiiium hirtum. 

Deutfeh. Der rauhe Dorant. 
Span. Conejitos gallitos. 
Tn Spanien. 

' i) Antirrhinuni linaria. 

[Linaria \'ulgaris; ofyris linaria f, urinaria. ] 

Dintfch. Das Flachskraut, das gemeine gelbe 
Flachskraut, der VVaUlflachs, der wilde 
Flachs, der Frauenflachs oder Marien- 
flachs, der Krötciiflachs, Heiclenflachs, 
das crolVe Leinkraut, das Acker-1>ein- 
kraiK. (lüsHanfrtraut; das Harnkraut, 
ias groiTe Harnkraut, das Stalikraut, 



ANT 



360 



das Sclicifskraut ; das Speiskraut ; das 
Fei^hlatrerkraut; das Feigwarzen- 
kraut; das Tackenkra'ut : das Nabel- 
ki-aut; das Stockkraut; die Katliari- 
nenblutiieii ; der Hundskopf. 
Teuton. Hunthaubito. Ghj]'. Mms. 

ffott. Het gemeene Vlafchkruid , wild 
Viafch! 

Dan. Vild Hör, Torfkeflab, vild Torfke. 
mund, Lth'cmund, Skideart, Hörurt. 
Norwrg. Torfkeflabb, Flueblonifter, 
Dödningshoved. 
Stavniiitr. Stranneblom. 

Schwed. Flugbloniftt-'r. 

Engl.. The conuiion yellow toad-flax', the 
■' wild flax caüliiuiit. ' ' 

IVclßj. üiiigrocnfcchan', Litn y for- 
wyn, Llifi y Hyllaint. 

Franz. Laiinaire, ou lin fauvage; la linaire 
corhmuiie jaunc ä graiides fleurs. 
En pätois iie' d'ozi. Fiart. 
.Ital.&c. Linaria. 
■ Rvf. D'ikoi Icn. 

Foiii. Leiuick Fanny Maryi, licl'.^-eder, 
Ziele nocne, Lnica. 

Böhm. Len matkj' ßo2j, hUtky y,:,'^] len. 

Ungr. Le-levelii-fii, UyUj. 'vaa-fü. 

Qiiro. • MXi] el malik. fo>f\ 

Slnef. Söy küe hoa, 

Wäcl.ft von felbll in ganz Europa an den Wegen luid 
Zäunen und in wiillen Gegerulen. Ihre Blatter 
gleiche;) den FlaclvsbläUtrn , daher die Namen 
Flachskraut, Leinkraut. Dio Blumen find gelb, 
und man kann Wollen- und Leit^tnztug gelb damit 
färben. Sie hat einen unaiigi-nelimen Geruch, 
daher pflegen fich in ihi er Näie Krüten aufzuhalten, 
daher die Benennung toadtlax, Krötenflariis. Der 
Gelclimack ilt bitter. In Schweden hält man die 
Fliegen mit dieier l'flanze ab, indem man fie ent- 
weder ins Fenfter itellt, oder in iNlilch legt, daher 
der Name Fliegenblunien, oder Flugblomficr, v.ie 
fte die Ichwediiclien Bauern nennen. Jedoch Ibll 
fie'von den Bienen beluciit werden. Das Vieh läl'st 
die Pflanze liehen. Sie ilt in den Apotheken unter 
dem Namen linaria bekannt. Sie l'oll wider die 
Gelblucht dienlich fc)», auch die Flecken im Geficlit 
vertreiben; ferner hat man fie wider die WalTer- 
fncht, Harnwiiide &c. gebraucht, auch, wegen der 
Wirkung, ihr den Namen Harnkraut gegeben. 
Jedoch li.ilt man den innerlichen Gebrauch diefcr 
l'fl.uize für verdächtig. Aus den zähen Stengeln 
lafleii ficli Beltn maclien , und mit den trocknen 
Blumen kann man die :\lotteii vertreiben. 

Y) pcloris, d.i., nach der würtlicben Ueberfetznngi 
ein Wunder der Natur! Diefeii Namen gab Linn^ 
eine ■ Pflanz», welciie von einem Siudenten. Namen» 
Si"ber?. i.I^ f742 a» der'fohwedifchen KU(:e. fiebi'n 
M'ileri von Upfa!, entdeckt! wurde. Man fand fie 
nachher hl mehreren Gegenden von Sihweden luid 



:i 



301 



ANT 



ANT 



3^2 



.(? - 



in Deiitrdiland mitten unter der Linaria. Sie wird 
Jy ■ . gegenwärtig für eine monftroTe Degeneration der 
Linaria gehalten. 

.•k) Aiitirrhinum majus, 

\, [Aiitirrhinum vulgare.] 

Dtutfclt. Orant oder Löwenmaul , der groffe 

.,, ,. Dorant. der welfclie Dorant, das 

grolle Löwenmaul, die Kalb'snafe, der 

Hundskopf, das Sterkkraut. 

Hol!. GrootLeeuwebek; Kalfsmuil; Tuin- 

Leeuwcbek. 
Dan. Lövemule, Kalvmule, Kalvnaefe, Do- 
rant. 
Schwed. Stör Orant, eller Kalfmule. 
Engl. Tiie common fnapdragon; the great 
<,t, . calflhout. 

^j-, U'djli. Trwyn y llo. 

; ' ' Franz. Le muflier commun ; mufle - de - veau, 
t>'- los muflaudes, mouron violet, ( oeil 

• " "dechat); gueule de lion , tete de 

veau, srorgedelion, gueule de loup, 
-; : mufle de boeuf, mufle de chieii. 

'i' Montpellier Cacalaca. 

• ■ liat. La bocca di leone, antirrino. 

Span. Becerra, o antirrino. 
' Fort. Antirrhino. focinho de bezerro. 
■'•' Poln. Wyzlina ziele. 

Böhm. Hledjk. 
' Ungr. Oroszla'n Szaj virag (^d. i. Löwen- 
C"' ■ ■ nmnlblume^ ; Piros gerezdes. 

Lett. Pulifchli. 
Die Namen ftilirtdieiV Pflanze von der Geftalt ihrer Bhi- 
' men. Sie wird nucii in Blumengarten ciiltivirt. 

llir Gebraucli bcy Hfilung der Wunden ilt mcliren- 
-t"' theils abgekommen. 

■•^ach Gmclins Bcric!-t, wird ein vortreP-- lies Oel aus 
dieler Pflanze gf'pfefst, welches von den Türken 
Kunlchut Jagi, und von den Perfern Kunlchut Rogoe 
genannt wird. Reife,: liurih Rjißlaitd, UI. 

1) Antirrhiniim minus. 

[Antirrhinum arveiife minus. C5. ] 

Dciitfch. Der kleine Dorant, die kleine Kalbs- 
rafe, das kleine Stärkkraut, der 
Hundsfchädel. 

HoU. Klein Leeuwebek, kleine Veld-Orant. 

Schwed. Lilla Orant. 

Engl. The lelTer toadflax. 

Fraihz. Le petit muflier; mufle de veau 
champetre de la petlte efpece. 
W.'ichd inEurooa auf mancherley Grund und Boden. 

m) Antirrhinnm molle. 

Cochinch. Rau Cliie'o loung. Loitr. 



n) Antirrhinnm oronticum. 

[Antirrhinum arvenfe majus; pliyteumaj 
Caput canis.] 

Deutfeh. Orant, Dorant, Taurant; das wilde 
Löwenmaul; Kalbsnafe, Hundskopf, 
Hundsfchädel, AfTenfchadel, Bracken- 
haupt, Todtenköpfel , Teulfelsband, 
Stärkkraut, Steckkraut. 

Hol!. Middelbaar Leeuwebek; Orant, Knap- 
pers, Knaptandekenskruid,Aapenkop, 
Hondskop , Gaaperkens , Kalfsbek, 
Kalfsmuil, Kalfsneiis. 

Dan. Orant, Dorant, Kalfmule, Kalvnaefe. 

Schwed. Orant, Kalfmule. 

Engl. The fmall toadflax, or calf's fnout, 
the lefler wild fnapdragon. 

Franz. Le muflier rubicond ; mufle de champs 
de la grande efpece ; l'oronce faii- 
vage ; tete de cochon, oeil de chat. 

Span. &c. Oroncio. 

Wächft durch ganz Europa wild auf dem Felde ; foll das 
orontium I. arantiuni der Alten feyn, daher in den 
neuern Sprachen die Namen Orant, Dorant; die 
Kamen HundsrchiiJel &.-C. hat die Pflanz? voü der 
Gel^alt ihrer Samenkapl'el ; fie foll nach Einigen 
giftig l'cyn ; Andre preüen ihre Wirkung gegen Äu- 
geniiülTe; eliedini !iielt man fie fiir ein Mittel wider 
die Zaubcrey, und wider iMilleckende Krankheiten, 
blos wenn man fie nur bey ficli trüge. 

o) Antirrhinum porcinum. Loureiro. 

Cochinch. llsM Cbie'o heo. Lour. 

In den feuchten Gegenden von Cochinchina, allwo dies 
Kraut zur Nahrung für die Schweine gefammelt 
wird; daher der Beyname porcmum, welcher eine 
wörtliche L'eberfetzung der in Cocliinclüua üblichen 
Benennung iit. 

p) Antirrhinum purpureum. 

Ehßn. Sappi rohliud. Fifchcr. 

q) AntiiThinum fpurhim. 

Deutfeh. Das un'ächte Löwenmaul. 
Franx. La velvote femelle; la veronique 
femejle ; Linaire ä feuilies rondes de 
nummulaire. 
Antithenar. [Term. c.nat.1 Adduftor, fe_ 
miinterofieus poUicis. 

So nennt man denjenigen Mulkcl, der den Danni«n 
gegen die Finger, oder auch der die greife Zah« 
gejen die übrigen Zähen hin btwegt; Fiaui. 
l'antithenar, l'adducleur du pouce. ... 

AntitragUS. \Term. m\at.'\ 

Der Gepenbock. So heifst die dem Ohrenbock (n a- 
gus") gegenUberOehende kleine knorplichte Erhü- 
huug. Co»f. tragus. 

Aii.'iata, 



3^3 



ANU 



Antliata. [Etuom.] 

Diefen N«mfn Pilhrt die jclite Claffe in Fabririi ento- 
m(>l^^>i1^heT< Sv'toni, iiiiJ wirj folc' f n iMli-ften 
beygtiogt, iiciii SaiigciUlTcl in einer iin,'eglie- 
derteii Scheide liegt. Daliin weiden \on il.m 
folgen )r Gattungen zahlt: oeAriis, tipiila, bbio, 
ftratiiiinvs, rliagio , fy-rplus, niujca, tabaims, 
riiin;:a,'a(ilu.<!, conops, ltonioN.-)-s, ravopa, culex. 
empis, bonibylius, hirTobosca, pycnogoniim, 
pediciilus, acaius. — Alau will fie im Deutfcheii 
ScliüpfrUffelniKuler nennen. 

A n 1 d i U m. [ Term. botafi.'i 

Ber Kelcli einer zufammengefetzten Blume. 

Aiitrorfum contortae nates. [Term. 

coMchyl. ] 

Anirorfun dirtila eorniia, V'orgebogene Hör- 
ner verfchiedener Inreften, 

Antrorfum porrecli dentfs. Wenn die Zäline 
einer Mufchejlcliale nach vorne zuausgeftrecktfind. 

Antrorfum verfa cornua vcrlchiedeneriSäug- 
thiere, z. B. des Ochleii. 

A 11 1 r u ni , antrofae thccae. [ Tcmi. bot. ] 

Coiif. arulla. 

Antrum hi ghmori. Die KinnbAckenhuiile. Hd, 
maxillaris linus. 

ANTURA. [Botan.^ 
Aiitnra edulis. Forfk. 

Ar ab. fei. Anthur. Forß. 
Anus, podex, culus, fcdes; nntes, clnnes. 

Lat. Barb. infernum. 

Griech. Proktos, archos, pyge, daftyliosl 

batolos, potnion, hedra; ephedra- 

na, glutoi. 

Deutfeh. Der After, das Gef.ifs. iler Hintere, 
der Hinterfte, das Hinterkafteel, der 
Podex, der Popo, der Arlcli, der Steis ; 
die Arlchkerbe ; An ri^igpn Ortni 
der Hetzer, der Stiuker : iV. Sachf. 
Eers.Neers. Agterpoort Gut; Ai'^s- 
^n-i^ Fiedle; üurläui Fucdie; ICefl- 
phal. Was, Gad; Ali. Stcrr, Klu- 
fak ; — die Arfchbacken ; A". Sachf.. 
BiUen. 

Tei'.ton. Goffe; Arsbelli, Arspello. 
* Die ^'ü^er nennen den Hintern eines 
Hirfches das Weidloch. 

MoH. Aars, Aers, Naars; Agteren, Agter- 
deel, Agtergedeelte. deHinderfte; 
Gat, Aarsgat, Aarskerf: \'yftert, 
Stinkert,,KEÜkk.ert ; BiHeii/Aarsbillen, 



AKU ^:4 

Dan. Ars. Arts; Sxdet; Riimpc, Rotnpe, 
Röv ; Maas; B:)gen, Bagonde, det 
Bagafte, Bagdeel; ArsbaUe, Ars- 
bakke. 

Island. Tharfagangur ; Sitiandi ; 
Giimpr, H'.aun ; Ende ; Bakhlute, 
Aptari Hlud; Thionappar. 

Schwed. Ars. Arts; Säte; Rumpa, Gump; 
Bakäiide : Kinderne. 
^//wori. Rals. Hiß. HrolfKrakes, 109, 

Daus. Runotpli. 
Gothlar.d. Hala. 'l'ojta. Kasfyr. 
Oß-Gothl. Gump. Srufs. 
Aiißermanul. Föa. 
AJedrlpad. Föna. 
Datek. Roflliter. 

Engt. The arfe; the breech ; the fundai 
tnent; thebottotn; the poderiors» 
the backlide, tlie back-parts; the 
arfehole ; tlie buttocks. — 7?« po^ 
belltaften Scherz bum", bumridtlle, 
Cracker, blind clieeks, fun, nock; 
In Cotton's Virgil double jugg; — 
Die Matrofen nennen ihn auch wohl 
Roby Doügl.ifs with one eye and a 
llinking breath. 

Anfff. Earfe, JErs,, Arsgang, Ears- 
thirl, Earsenda; Setl; Bsece, Gebae- 
cu. Baeftan ; Ring. 
Galic Mas, Deiradh, Ton; Nad, 
Ceos, Giorraide, Borruin, Gea<^ 
Buisgin. 

jrelj'h. Cwthr, Rliefr. Ffolen. 
Coniißi. Kylbah, Palüian, Penclur^ 
Tyn. 

Franz. Le cu. le cu!, le derriere. le felTier, 
le trou. la rave . la canonierc ; le 
fe'ant, le ponant : Ics feiTes. 
Alt. Coueou , cuou: pofteres, po- 
ftereze; paterlos; naches. 

ItaL Uculo; iUedere. ilfondamento, anb^ 
anello, buco dcl culo, foratne, zero;i 
le parti di dietro, il di dietro, il di.' 
retro, dietro via, il dietro a cafa, 
pofteriore, deretano, poftione, po- 
dice, preterito ; feflb ; culil^o, culat | 
tario, centopeli, boflblo dellefpezie, 1 
hello di Roma, utriusque, cupola, ■; 
cocchiume ; natiche, chiappe. mele, 1 
Vetu-zia. Roana. bero, bulb del culo, c 
tafanr.rio, tavcrnele. 
Brefcia. Cid, chittari. 

Span. El culo, cul; las aflentaderas; e 
tras, trafero, trascorral, traspentiti, « 
car 



^6o 



AOR 



APA 



3^6 



cara pofterior; arrabal; elfalvonor; 

orilicio pofterior, fiefo, boveda de 

cucro ; las nalgas. 
Port. Cd, ano ; pousadeiro ; o aflento ; a 

parte pofterior ; as nadegas. 
RhJK Sad, fadnitza, gusno, zado'k; jago- 

difzii. 
Pola. Zadek, zadnica, rzyc, posladek, diipa. 
Böhm, rit, prdel, zadek, zaciiiüe; zadnice, 

podütek, kyty. 
Illyr. Sadnitza ; Gufoby. 
Serb. (O.Lav f. )W]ecz. 

(N. Lauf.) Rijsfcli. 
Siiivon. Straxnjika, Guzika. 
ff^lack. Kur. 
'Epirot. Puththa, buzza. 
ifngi: Segg. Allel, Segglyuk ; Far, Segg- 

potäja. 
Leä. Sprahkle, Pakkaia, Rudfubiffe; Tiip- 

peklis. 
Ekßn. Perfe; Perfe palle. 

D'örpt. Urg, Urk ; Perfe tohhara. 
Finnl. Peppu, Pera, Perewiäre, Puo. 
Lapfl. Patra. Utre. 

Bot; pttiral. Baadak. Lecnu 
Hebr. Apholim, Pharfchednah. 
Perf. Kun. 
Tiirk. Gut. 
Grönl. NüUok ; — AUkitfik. 

Anus. [Term. coiishrjl.] So nennt man die der Scham 
einer Mufcbtl gegenüber bcHndliciie Vertiefung. 

^ni fc alp I o !.' [Tfrm. iiitat.] Latiflimus dorii, nius- 
f'.ilus dorlali-s- ni;;gnus. Der breite; Ritckeninulkel ; 
der Ariclikratzer. Ein lelir langer und breiter, 
nicht fonderiich dicker Mii/kei, welcher den Arm 
anf den Rücken dreht und ilm herunterzieht, 
venn man an den Hintern greifen will. Wegen 
dieftr V'erriclitung hat er feineu Namen erhalten. 
Ji'oU. Aar.skrabber ; Franz. le grand dorfal, le 
torche-cu!. 



AnKftt ambi CKle s 
(Squaliu). 



pinuae. [ Teim. iihlliyol. ] 



Aorta. \^Tert». anat.'\ Arteria magna. 

^ Deutfeh. Die grolTe Sclilagader, die groffe 
Pulsader. 
BoU. De groote Slagader. 
' Van. Den ftore Aare, Portaare, Stamaare, 
. Scliwcd. Stora Pulsi.dran. 
.Engl. The aorta, or great artery. 
Franz. L'aorte, la grande artere. 
Ital. &c. Aorta, arteria magna. 
Die aus der linken oder hinteren Kcrzkammer entrprln- 
gende prolVeAder, ufk' e i:\% iu.sdir KerzkjCiinior 
empfangene B!nf durch ihre Aeite und Xch^nftäm- 
nie in den ganzen Leib verfpiitzt. Sie wird in die 



auffteigende nnd abfteigende- abgethcilt. Aorta 
adfcendens heifst fie von ihrem Ausgang aus dem 
Herzen an, bis zum linde ilires grollen Boi^en^; 
defccndens heifst fie von ihrem grolfen Bogen an. 
bis zum Kreuzkiiochen ( os facrum ). — Nach der 
Lungenfchlagader ilt die aorta die grufste Schlag- 
ader. ' 

Aortae arcits. Der Bogen der grofl'en Schlagader. 
Diejenige Gegend, wo die grofi'e Schlagader bogen- 
förmig gekrümmt über die Lungenfclilagader weg- 
geht. Diefer Bogen fteht linker Haud nach hinten 
gegen den Rückgrad zu. 

Aortae rami. Die Aeffe und Nebenftärame der 
großen Schlagader. 

Aortae truncus. Der Hauptftamm der groflen 

Schlagader. 

AP ACTIS, \ßotan.^ Tlmnb.ß.jap.xgi. 
APALATOA. {Botan.^ Apalatoa guianenfis. 
Alibi. 
Franz. L'apalatou de la Guiane. Encycl. 
Ein groffer Baum ; wächft in Guiana , wofelbft ihn di» 
Wilden ylpalatoua nennen. 

APALUS. iEntom.^ Fabric. I, 2, p. 50. 

a) Apalus biniaculatus. Fabrk. 

[i\leloe bimaculatus. Lin. 
Pyrochroii bimaculata. Degeer.'] 
Deutfeh. Der Z\ve3d]eck, da.s Punctum. 
Franz. L'apale bimacule. Encycl. 

Cardinale a deux points noirs. Degen: 

Lebt iui Norden von Europa, in fandigen Gegenden, im 

Kriilijahr und ifi l'eiten. 

b) Apalus immaculatus; L'apale imma- 

CUle. Encycl, 

c) Apalus 4 raaculatus. Fabrk. 

d) Apalus ömaculatus; L'apale ta- 

chete. Emijct. 

e) Apalus teftaceus; L'apale briquete. 

Encycl. 

APAMA. IBotan.-] 

Apama fdiquofa. Encycl. 

Franz. L'alpan ä filiques Encycl. 
Malab. Alpam. Rheed. 
Bram. Apama. 

Ein bis jetzt nur durch Rheedius bekanntes inal;:I).i:i» 
fches Stuudengewächs , aus lieffen Saft und Oel 
eine Salbe verfertigt wird, welche dieKrnfze I eilt, 
u-id Pitt- c;_vi>''Wiire reinigt. Auch bedienet !nan 
fic-h diefe?; Saftes, mit Kalmr.5 vermifcht, gegeij den 
Bifs der Sc!ilangc;i. ' ' 

APATI-' 



367 



APE 



APE 



368 



APATITES. [Miuerat.] 

Dfr Apatit; Eine mit Pliosp!iorl*inreverliiin.'cnfKaIk- 
criie. Kliedem hielt man ihn fiii Flulsli'atli, ;Mich 
wohl fiir Aquamarin. Charpentier, KarOen und 
Klaproth haben fich um die genauere Keiiiitiiil» 
ileffelbcn verdient gemacht. 

APEIBA. [Botan.] 

a) Apeiba afpera. AnbUt. 

Franz. Apeiba ä rape. 

Ein (»rolTer Bamn, w.'ichft in Cayeniie, wofelbH ihn die 
Wilden /ifV.v wo» nennen. 

b) Apeiba ciiiarginata. Encyct. 

[Sloanea emargiiiata. Z,;«.] 
Franz, Apeiba ä feuilles echancrees. Enc. 

Ein ziemlich grolTer Baum ; wohnt auf der Infel Baha- 
ma; die Frucht hat einen anjjeiichmen, aber zu- 
fammenziehenden üefchmack, lie wird von den Vö- 
geln und andern Thieren begierig verzehrt. 

e) Apeiba glabra. Aubiet. 

Ein mittclm.ifligcr Baum; w.ichrt in Gulana, woTelbd 
ihn die Wilden ito.<v>a nennen. Sie bedienen 
fich des Holzes umt'tiier aiizmnarhen, indem fie 
zwey abgerundete und zugelpitzte Stückchen Holz 
an einander reiben; daher wird es von deuCreo- 
len bots ä iue;he genannt. 

d) Apeiba hiiTuta. Encyd. 

[Apeiba tibourbou. /buhlet. 
Apeiba. Mavcgr Brafil. 
Sloanea dentata. Löffl. ] 

Engt. The liairy apeiba. yliton. 

Franz. Apeiba velu. 
En Baum von mittelmMTiger Gröfle ; w.'ichft auf der In- 
Tel Cayenne und auf den Feldern von Guiana, wo- 
felblt ihn die Kinwohner Tiboutbou iienneji. 

e) Apeiba pctoutno. Aublct. 

Franz. Apeiba ä feuilles blanchatres. 

Ein grofftr Baum ; w.'ichft in Gniana, wofelbft ihn die 
Wilden (nebft der apeiba alpc ra) /'f ?o.-'ma nennen. 

Apericarpia lemina. \_Term.botivi.']i.q. 

nuda fcniina. 

ApeVtio floris. Das Aufblühen; der Zeitpmift, 
in welchem eine Blume aufzubrechen pflegt, es ley 
am Tage, oder in der Nacht. 

A p e r t U m roflnim. [ Term. khlkyo!. ] 

Vcrfchiedeiic Filche haben eine unbedeckte oder offe- 
ne Schnaiitze, d. i. ihre Mundöfnung ilt iiiht mit 
einem Deckel verleben (os non operculaiuni). 

Apevtura. r m-ificium, oftium). 
Dnitfcli. Eine Oefnung, Riiinduno;. 
Hol!. üpening, Mond, ftloniioi ening. 



Franz. 
Ital. 
Span. 
Port. 



Dan. Aabning, Miindlng. 
Sdvvcd. öpii'ing, IMyniiing. 
Enitl. A mouth or aperture. 

IJne oiivcrfure. 

Apcitiira, bocca. 

Una abcrtura, o boca. 

Huma abcrtura, ou boc«. 

ji})eriura [^naiom.] Diefen Nahmen führen mcli- 
rere Oefninigcn an den Theilen des menfchlichci» 
Körpers ; z. f5. apertura pelvis Uiperior, media et 
inferior; aperliirae finuum frot\taliuni ; .iperturae 
iinuum l'phenoidalium cel. — ComJ. orificiuni. 

j^ptrtHra bt anehi a tis. Fid. branchialis. 

■^ptriura. \^Tftm. coKchi/L] Die Mundöfnung der 
ganzen Sclinecke, nämlich nach ihrem Umlange 
beurtheilt; deini die Fortl'etzung der Mündung, ta 
weit man durch fie in die Höhlung des Gehäul'e« 
fehea kann, nennt man den Schlund (faux). 

apertura, [Term. bolan.] a) apertura antherae; 
das Auffpringen des Staubbeutels; es gefchieht ge- 
meiniglich durchs Zurückfchlagen der Klappen. — 
fr) .i}<ertura corollae; Die Mundöfnung einer lilu- 
menkrone., l'tU. Limbus. 

Apetalus, a, um. [ Term. botan. ], ftami- 
iieus, capillaceus, incompletus, imper- 
feftus; cui deeft corolla. 
Deutfeh. OJine Blumenblätter, kronoiilos. 
Holl. ZonderHloemblaadjes, ongebladerd. 
Dan. Det liar ingen Blade. 
Schwed. Utan Dlomblad. 
Engl. Haviiig no petals or corolla. 
~ Apetale, fans pe'tales. "i 

."^eiiza corolla, apetalo. * 

Sin corola, fiii petalo. 
Sem corolla, despetaleado, desco» 
rollado. 

Aptt alus flos. Eine kronenlofe Blume; wenn.. 
nämlich die Blumeiikrone g.inzlicli fehlt, und die 
\Verlu;euge der Ueiiuchtuiig blas von der Blumeii- 
decke umgeben werden, (Lepidium ruderale ; tilia 
apet.). 

Den älteren .Syftematikern verurfaclife die Gegenwart 
oder Abwel'enheit der Blumenkrone mancherlei, 
Schwierigkeiten. Beym Sexuallyftem find derglei-, 
c!ien Stliwiei igkeiten niclit erhcbllcli. — ClirilUaii 
Knaut, ein Sachl'e und Zeitgenolfe des Touniefort 
leugnete die K.xiltenz kroiienlofer Pflanzen. 

Wenige katzchentragende Blumen, und nocli weniger 
aus der Klaffe cryptogamia find mit Blumenblättern 
verleben. Auch find verl'chiedene Grafer kronenlos, 

Apftclcie plantae. Diefen Titel gab m.in einer 
belbnderen Clafle, worunter die krönen lofen Pflan- 
zen begi iffen wurden. 

Apex, (^ofi/. mucro). 

Detitj'ch. Eine Spitze, der Gipfel. 
Hol!. Tip, Punt. 



Franz. 
Ital. 
Span. 
Fort. 



i^ 



Dm. 

I 

4 



0^9 



APH 



Pän. Spids, Top. 

Schued. Spetfen, T(ipp. 

Engl. Tiie tip, fummit. ^ 

Franz. Sommct,extremite anterienre,pointe, 

Ital. Sommita, punta. cima, ^pice. 

Span. Cima, ponta, cumbre, coronamienfo. 

Fort. Topo, cume, ponta. 

/'.pex. [Term. ni:n/.] So nennt man verfcliiedene 
fpitzig zugehende Theile ; z. B. apexcordis.'lingiiae.- 

Apex. [T^nii. entoKi.] <?) Die Spitze oder das aiif- 
itrlte Ende des Hinterlcibe;;. A) Die Spitze oder 
der hintere Theil der Flügeldecken, c) Die Spitze 
oder der Hinteitiieil des Bruftftiicks. if) Der dem 
Schienbein am nächften liegende Theil der Hüfte. 
*) Die Spitze, Kolbe oder das äufferfle Knde der 
Antennen. Couf. capitulum. 

^p ex. [ Term. coiuhul. ] a) Die Spitzen der S.i'u- 
len und Gänge einer Schnecke, b') f. vertexj die 
Spitze oder der Scheitel einer Napfichnecke, die 
Gegend oder der Strich, wo iiir Rücken zufaramen- 
läuft. 

Aptx. '[Term. holan.l ß) Die Spitze oder das 'obere 
Ende eines Blatts; das untere Ende wird die Bafis 
oder der Fuls genannt, fr) Couf. anthera. 

pin voIlftändigeresVerzeichiiiü von Beyfpielea ill über« 
flüflig. 

APHANES. iBotan.^ 

Utpltaties i. t. obfcurus, titcon/pt rttur, 
foll eine kleine, niedrige, unanfelmJiche Pflanze 
anzeigeil. 

Aphanes arvenfis. 

[Alcliimilla minima ^Tilgaris, 

Alchimilla arvenfis. Encyd.'\ 

Detitfch. Der Ackerfinau; das Frauenm'äntel- 
chen , das Marienmantelchen; der 
Jiingfenikarara ; das Ohmkraut ; das 
kleine Nadelkörbel , Nadelmöhren , 
das. kleine Nadelkraut; der kleine 
Steinbrech, derenglifche Steinbrech, 
Percepier. 

.JJolL Perchepier. 

.D'dn. Jomfruekamm. 

■ Sckwed. Jungfrukam. 
JEiigl. The parsley piert, or percepier; — 

colickwort. 
Franz. L'alchimllle des champs. Encijct. 

Le petit pied de lion de montagne, 

ou des champs. 

vnlg. Le perchepier; perce-pieiTe. 

Eine fehr kleine Pflanze; wächft auf trocI-;»r.cn und ma- 
geren Feldern ; hat einen etwas bittc'<=i) Gefchn-.ack;^ 
kann über Salat gcltreut werden, ■>• ; ^ in England _ 
gefchehen ibil. In der Me^i7i^ -'^en ad- 

ftringirenden Nutzen habeii. i';. .; ■ <"» ein 

gutes Futter auf Brach- uud Stopf ei;ci i. - i 
CalholUoH. Katurgejdiichie, jS»- 



APH 3-0 

Apliidiferre plantae, fe-it-dj 

PJlanzen worauf fich gewühnlich befondre Blattl-infe 
aufhalten ; dergleichen findz. B. fambucus, ribcs, 
aegopodium, viburnum, lychnis, brafüca, rofa, 
Carduus, abiinthium, fagus, acer, vrtica &c. 

Apliidivori. 

So nennt man diejenigen Infeften, welche fich von 

Blattläul'en näliren; wie z. B. die Lan-en der 

Coccinellen, der Stinkfliegen; Franz. maiigetirs 

i de pucerons. — Reaumur hifloire des vers auui« 

geurs de pucerons. 

APHIS. lEntom.^, 

Dcutfch. Die Blattlaus, die Baumlaus, dift 

Pflanzenlaus; Meiffen Neffe. 
Holl. Plantluis, Eladluis, Boomluis. 
Dan. Bladluus, Traeluus. 
Schwed.WiüAi'^nt, Bladiöfs, Trädlöfs. 
Engt. Plantlouse, treelouse, puceron. 
Franz. Le puceron. 
Ital. Pidoccliio delle plante. 
Span, Piojo de las plantas ; pulgon. 
Port. Piolho das plantas ; pulgSo. 

Die Blattl.^ufe fijid allgemein bekannte Infeften. Sie 
' finden fich fad auf allen Pflanzen, und jede Pflanze 
hat gewühnlich ihre eigene Art. Diefe verfchiedene 
Arten erhalten ihre Namen nach den Pflanzen, wor- 
auf (le leben ; daher wäre es überflüilig, in einera 
Würterbuche ihr Namenverzeichnifs zu liefern. | 

Ueber die Lebensart und Erzeugung der Blattläufe ha- 
ben dieNaturtorfcher in neueren Zeiten die fleifllg- 
ften Benbachtungen angeftellt, namentlich Bonnet, 
Lyonnet, Reaumur &e. — Vieles bleibt indeÜ'ea 
noch räthfelhaft, manches unglaublich. 

Die befläubten Arten werden gemeiniglich Mehlthau ge» 
iiannt. Vom Honigthau, oder der honigartigen 
Feuchtigkeit, welche die Blattläufe ausipritzen, fehe 
man unter mellugo. 

jiphis fcheint ehedem derName einer Art WaiizeTge- 
wefen zu feyn. _ Die franzülifche Benennung puce- 
ron zeigt einen kleinen Floli an ; der Geftalt nach 
hat aber dies Iiifett_nüt einer Laus mehr Aehulicli- 
keit. 

APHRODITA. irerm.mollufc.} 

Deiitfch. Die Seeraupe, die Aphrodite. 

Hol!. Zeerups. 

D'dn. Venmuus, Skiönmous, Aphrodit» 

Schu/ed. Skummare. 

Engl. The aphrodite. 

Frans:. L'aphrodite, ou chenllle de mer. 

Ital. AfVodita, bruco di mar. 

Span, Afrodita, oruga de mar. 

Fort. Afrodita, lagarta de mar. 

Grönl. Koperdlnfoak. 
Ein länglicher, platter mit Schuppen. bedeckter Wurm, 
der fonft nirgends, als in der See lebt. Man fin- 
det ihn auf Midicheln, Madreporen, aach auf Tang 

A a TW«» 



T.t 



APH 



APH 



3:- 



\mA andrrn Sfcprodiiften, womit er .ms Ufer f?- 
vorfcn wirft. Von der Lebensart iiml Krzeugung 
der Aphroiiiteii weife man veiiig Gcwifics. 
^phios I. *. /puiiia; dnlier Aphrodite, ein Bcy- 
iianie der Vcnns, deren Urlpruiig von den Dirlncn» 
aus dem Mcnreslch.iinn hergeleitet wird. Der Ciat- 
tnngsn.ime nplnodite bezieht (ich entweder nuf die 
Schönheit des Thicrs, oder .inf jenen Uuiliand, dafs 
es mit dem Mceresfchaum au den Strand geworfen 
wird. 

a) Aphrodita aculcata. 

[Vermis atireu.s; pliyrali.s; Jilftrix marina; 

triica marinii; mus marinus; puden- 

dum reg.ile. ] 

Deutfeh. Der Goldwiirm, die Seetnaiis, Meer- 

mau.s, die Goldmaii^. die Seeraupe, 

der Glanzwurm ; der Staclielrticken. 

Holt. Stekelige Zeerups; Zeemuis; Zee- 

flak. Goudinuis, Goudwonn. 
D'dn. Söeinuus, Guldtnuus. 
Schwed. Sjöijiiis. 
En^l. Tlie aculeated aphrodite or fea- 

mouse. 
Fta)iZ, L'apliroditc herifie'e. Encycl. 

La foiiris de mer, chenille de mer. 
La taupe de mer, la grofle fcolopen- 
dre de mer. 
Ital. Sorcio di mar, topo di mar. 
Sjjan. Rata de mar. 
■ Port. Rato de mar. 
Im europäifclien Ocean; ein tiberails prächtiges Ge- 
fchöpf; man bekommt es im Smnniei-, feltener in 
andern Jahreszeiten. Wegen der harigen Beklei- 
dung und übrigen Geft.alt ill es Seemaus oder See« 
raupe genannt worden. 

b) Aphrodite plana. 

[ApVirodite cirrata; aphrodite imbrlcata.] 
.Deutjch. Die flaclie Aphrodite; der Ziegel- 
rücken. 
JioU. Gladde Zeerups. 
Engl. The fmooth aphrodite, the imbrica- 

ted aphrodite. 
Franx. L'aphrodite cirreuse, l'aphrodite ä 

tuile^. 
Grönt, Koperdhir ksoak. 

«) Aphrodite fcabra. 
Deutfeh. Die raube Aphrodite; der. Rauch- 
puckel. 
Kot!. Ruuwe Zeerups. 
En^l. Tlie rou^h aplirodite. 
Franzi L'aphrodite raboteufe. 

cl) Aphrodite fquamata. 

[Aphrodite punftata. iKTü//.] 



Deutfeh, Die Tchuppigc Aphrodite; derSchup- 

pciirücketi. 
Hüll. GciVhiibte Zeerups. 
Dan. Skahii!;tig Aphrodit eller Venmuus. 

Island. Skere. 
Eni^l. The larpe fcaled aphrodite. 
Franz. L'aphrodite ponftue'e. Encijcl. 

L'aphrodite a grandes t'cailles. 

APFIRONITRUM. \_Mlnerat.-] 
[ Natrum murorum. ] 

Deutfeh. Das Mauerfalz ; das Kajkfalz. 

Holt. IVhjiirfalt. 

Dan. Murfalt. 

Schwed. Miirfalt. Kalkfalt. 

Enirl. The mural falt. 

Franz. Le fei muiat. 

llal. Säle di muri. 

Span. Sal de muroi?. 

Port. Sal de muroa. 

Man findet es auf alten Mauern, vornJtmlicli «m folclien 
Stellen, wo der Kc^eii nicht anlpülen kaini. Ks 
führt immer etwas Kalkeide bey (ich, und unter- 
fclieidet (ich dadurch von dem reinen niineralifchen 
Latigenfahe. 

A p h r .S e 1 e n i t e S ; Fraucncls, Marlengla^, 
l'^id. Seleiiites. 

APHYLLANTHES. [5oto.] 
Aphyllanthes monfpelicnsi.«-. 

[Caryophyllus coeruleqs monrpeliensium.^ 

Dcntfek. Die Blattlofe ; die blaue Binfeunelke« 

Uoll. Bies- Anjelier. 

Eng!. The aphyllantes, or blue Montpellier 

pink. 
Franz, Jonciole. aphyllante de Montpellier; 

petit oeillet bleu de Montpellier. 

Montpell. Bragalou. 

Eine kleine Pflanze, mit einem hinfenarti^en .Stamm 
imd blauen nelkenälmlichen Blumen. Da die Blät- 
ter am Fuffe des Stammes kaum zu bemerken find, 
und bald vertrocknet) , Ib hat man i\e aus ditfer 
L'rfache aphyllanthes, d. i. ein blaftlofes Blumeri- 
gewächs, genaimt. Irrig heilt fie bey Einigen dia 
Blattrofe, denn dies ilf wohl urfprilnglich ein Schreib- 
fehler, rtatt Blattlofe. Sie wichft nicht blos um 
Montpellier, woher fie den Beynamen hat, fondern 
Buch in Provence und im comte' de Kice, in gebir- 
gigen, Ihinichtcn, üJ<?n Gegenden, und auf trocke- 
nen \yiete». — {vlavi pflegt C\e in diefen Gegenden 
um KSfe zu wickeln, wovon derfelbe fett werdfu 
tmd einen guten Gel'chmack bekommen foll. 

Aphyllus, a, um; 

Drnifch. Rlartprlos. ungeblattert. 
HolL Bladorloos, ongebladerd. 

D'dfi- 



373 



API 



API 



3H 



Dan. Bladlös. 

Schwed. Obladat. 

EnsrI. Deltituce of leaves. 

Franz. Sans feuilles. 

lial. Seiiza foglie. 

Span. Sin hojas, desahojado. 

Port. Sem folhas, desafolhoso. 

^phtjlla cauda. \_Ttim. eutom."} Einige Krebfe 
liabeii einen Schwanz ohne Blätter. 

^jifiyllae plan las. In der Metliode des Sauva- 
ges fuhrt dicfen Titel die erfte ClaJTe, worunter die 
blaltlolbii Pflanzen der lieimliclien Elien begriÄea 
(ind; z. ß. INloos, Binfen, Lauch &c, 

^phiflLum capi t nlnm. {Tonil. bi)t.\ Ein blUt« 
terioler BlUtheuknopf. 

APHYTEIA. IBotan.^ 

Aphytcia hyduora. 

[Hydnora africana. T\mnh.'\ 
Deutfch. Die Schmarotzerblume, die Blume. 
Franz. L'aphyte'e parafite. Encycl. 

Der griecliifdie Name bezieht fich darauf, dafs diefe fon- 
derbaie Pflanze weder Blätter noch Stamm hat, fon- 
dern dafs die Fruchttheile unmittelbar aus der Wur- 
zel heivorwachfen, und erihe nur auf der Ober- 
fläche der Erde zu tehen find. Sie wächft auf dem 
Cap, an der Wurzeln der mauritanifchenEuphorbie. 
Der Geruch der Blume und reifen Frucht ift ziem- 
lich angenehm. Die Hottentotten eflen fie entwe- 
der roh, oder in Afche gebraten. Auch wird fia 
von den Fiichfen, Zibethkatzen, und andern Thie- 
ren begierig gefreffen. 

, Apiatum faxuni. 

flal'erig; F'nn:. madre'. Diejenige ■Eigenfchaft einer 
Wand oder eines Gefteins, da es wie gewimmerte 
V. urzeln unter einander gewachfen ilt. 

-Ap 



Ap 
Ap 



i CatUS^ Mit einer Spitze verfehen. 
ICUlatUSj Mit einer kleinen Spitze verfehen, 
1 C U 1 U S. Ein Diminutivum von Apex. 
APIS. \_Entom.-\ 

Die allgemeinen Benungen derBienen wird man unter 
apis niellifera, ib wie die der Hummeln unter 
apis bombinatri.x antreffen. AuflTerdem findet 
man liier nur die bekannteren Arten von wilden 
Bienen, weil für die übrigen keine eigenthümli- 
che Benennungen in den lebenden Sprachen vor- 
handen find. 

Y) Apis bombinatrix. 

[Bombylius, apis hirfutüTima, fuciis fvlv*. 

ftris. •' 

Deutfch. Die Hummel. 

Holt. Hommel ; Alt Bombel. 

Dan. Humlc, Humlebie, Brumbie. 

Islani. Humla, Hunle, Raudüuga. 



Schwed. Humla.' 

Engl. The humble . bee; Gegen 'JFeßen 

Dumbledore ; -E^HwiTDrumbledrane, 

Aii^,lf. Humble. 

Gatic. Seillaia. 
Franz, Le bourdon. 

Alt Prov. Foussalou, 

Bas -Er et. Sardon. 

Langlied. Taban. 
Itat. Pecchia o ape filveftre. Gincm^ 
Span. Zangano, o abeja filvefirre, 
Port. Zangao, o abelha liveftre. 
Serk. Czmewa. Anton. 
Lett. Dunduris. 

Ehßn. J\lots mesfilane, Wablanne. . 
Lappl. Oblo. Ihre. 

■ Die Benennungen Hummel, Humla haben diefe Infcftei» 
von dem Geräulch, welches fie im Fluge verur- 
iachen, erhalten. Die meillen Wörterbücher' ver- 
wechfeln die Hummeln mit den Horni^n, Wefpeii, 
Flerdefliegen und andern Infeften. 

a) Apis centuncularis. 

Deutfch. Die Lappenbiene; die Rofenbiene. 
Holl. De Lapper. 
Dan. Bladklippere. 

Franz. L'abeille coupeuse. Encijcl. Reaum. 
L'abeille charpentiere a ventre velu 
et ronx en deflbus. Geoffr. - 
In ganz Europa ; man findet fie ^wohnlich auf Blu- 
men; fie lebteinlam; ihrNeft baut fie in dieErde, 
und braucht zu Baumaterialien kleine Stücke Blät- 
ter, befonders vom Rofenltock ; wegen diefes Uin- 
ftandes hat fie denlateinifchen Beynanien centuncu» 
laris von Linne, und den flanzölil'chen la coupeufe 
von Reaunjnr erhalten, 

b) Apis cunicularia. 

Deutfch. Die Minierbiene, der Gräber, die 

Höhlenbiene. 
Holl. Holen graaver. 
Franz. L'abeille mineufe. 
Bitr'dt. Chonu Georgi. 

In ganz Europa; fie gräbt ihrNeft ins trockue und laa« 
dige Erdreich, 

c) Apis hortorum. 

Deutfch. Die Gartenhummel. 
Franz, L'abeille jardiniere. Encycl. 

Abeille k couronne du corcelet ci- 

tron, et extre'mite' du ventre -mi- 

partie de citron et de blanc. Geoffr. 

In Europa; fie ift etwas feiten, fie baut in die Erde; 

vielleicht ift fie eine Varietät der Erdhummel. 

d) Apis lapidaria. 

Deutfch. Die Steinhurnmel, dieStreJcHiummel. 
A a a Holt. 



375 



API 



API 



3:ö 



Hoü. Stfonlioirnicl. < 

Diin. StciMihunilc. 

Sclucrd. Stcnlnimbl;). 

Fnviz. L'abeillo l.iuiiiaire. Eiut/c!. 

L'abi'illi^ iRiire. avec le dcrincrs an- 
Ticaiix du vcntre lauves. 
In Europa; (io Irbl in GefclIlVli.tft; gcwülinlicli trifft 
man fie auf ftliimm an; ihr Neil baut fie am mei- 
nen in Siriüluiufeii. 

e) Apis lucllilica. 

i) was. a)ßmii:a. 3) neufra. 

YerfcfiieJmi'' Inteinifclie Benennungen Apis, 

apes, apis vulgaris, apis domcflica, i) Fu- 

cus, für. — 2) (/« altern Zeiten rex, re- 

jTulus). In neueren Zeiten Tc^m:\.; — ma- 

trix, magna mater. cybcle, dux. — 3)0pe- 

ratrix. fpado. geriilae apes, breves apes; — 

mellis matres. Yarro. 

Verfchiedene griecliifehe Benemuin^en BIclilTa, 

melitta; — melia, pararueia, anthrcne //f- 

yjorf, — apus, scliadon Rufawi. — phorios 

Eefijch.; — Ferner verfchiedene Epitheta 

plästeis, antlicdones, xaiithai, bugpneis» 

simai, bombylai, bombylui, aeridones &c.^ 

l) thronax, phor, afynteles. ateles, kephe- 

res oistroi; — 2), Hegemon; r- 3) ple- 

thos. clireste melkte. 

Veutßh. Die Biene; Die Honigbiene; In Nie- 

drrfachfen die Imme; Oberdentfch 

Bie; Oeßrcich Bein; Veroneßfck' 

deutfch Pain; In älteren Zeiten Bin, 

Eine, Byhe, Pin; — Teuton. ole- 

thardis, alethardis, elecharde LL. 

fal. &c. 

1) Die Drotie, Dröne ; 0. Sachf. 
Threne, Drehne; — Die Brutbiene, 
.' die Helmbiene, dieHolmbiene; die 

Afterliummel, ahurireY{umme\', An 
einigen Orten der WaiTertr'äger. 
a^ (Der König); Die Königin; der 
Weiser, Weisler, Wiesel; die ]\1ut- 
terbiene, die Bienenmutter, die Zug- 
biene, die Zuchtbiene; der Heidherr. 
3) Die gemeine Biene, die Arbelts- 
biene, die Werkbiene, . die kleine 
Biene, die flugbiene, die Gefchlecht- 
lofe. 
." MoU. By, Honigby. 

i; Dekby, Manne'je, Broedby, 

Baftcrdhommel. 

vl) (KonL)g); Koningin, Moerby, 

g) Werkby. 



Dan. Bio; den tanmic cllcr alniindtlij^c 
Bie, Hüuingbie; Island. Bylluga. 

• i) Hanbie; Bey den Alten V'andbie. 
2)Hunbie; IMedronning, Biemodie; 
Vileren ; Alt Vifcln. 

3) Arbcidsbie. 
Schit'cd. lii; HemtamdtBi; In den alten Wefl- 
golhifchrv Gefetze.n kopp ; hiernach 
hiefs auch der Zehnte oder die Ah- 
gäbe von den Bienen kopitinda, und 
ein Bienenfchwarin koppofund. 

• i) Drönare; /;; altern Zeiten, inii 
noch heym gemeinen Mann Viittubi ; 
weil man glauht. dafs fie \das IVaJj'er 
in den Stock trügt. 

a) Vifen, Bimodre. 
3) Arnetsbi, Verkbi, Dragare. 
Engt. The bec, the lioney-bee, tlie hive- 
bcc; — Anglf.ViC^o; GnÜf. Beachan, 
feilain ; Cornifh Guanan, guenencn, 
guenyn. 

i) The drone, the drone-bee, the 
male parent ; Exinore Drumbledrane ; 
Anglf. Dran, Dräne, Dr^en, Dora; 
Galle. Proimpfkeillaiii. 

2) (The kitig of the fwarm) ; the 
qveer, the qveen- bce, the fovereign 
bee, the female parent; — Anixlf. 
Beomodr {EinBeireis, dafsderJl^ei- 
fer fchon damals fiir ein IFeibchen 
gehalten wurde'). 

3) The common working bee, tlie 
honey-bee. 

Frcws. Abeille, abeille a miel, mouche a micl, 

l'abeijle domeftique ou des ruches; 

Alt abaille, aboile, avette, es, espe, 

espie. 

t) L'abeille-male, le faux-bourdon; 

ia couveuse. 

a) (Le roi des abeilles); Ia reine, 

lareine-mere Ia mere- abeille. 

3) L'abeille commune, l'abeUle ou- 

vricre; les mulets ou neutres, l'a- 
beille fans fexe. 
Ital. Ape, pecchia; Venezia ava; Brefcid 

ava: 

i) 11 pecchione, il fuco ; Brefcia avo' ; 

Sizil. Cioeche. 

aj) (11 re) ; Ia regina delle pecchie 

o api. 

3) Ape operlera, pecchia comnnc. 
Spani 



xh 



(77 API 

Span. La abeja. 

i) El macho, d zangano. 

2)(Elrei); la abjea reina. 

3) La abeja coraun, d trabajadora, 
Port. A abellia. 

i) O macho, ou zangäo. 

2) (O rei ) ; a rainha, abelha rainha,"] 

3) A abelha trabalhadora. 
Rujf. Pschela. 

i) Truten, 

2) IVlatka pfchelnaja. 

Poln. PszczoJa, pszczolka. 

i) Trad; pszczola niepoiyteczna« 
2) Älatka, macierz. 

Böhm. Wcela. Wcelicka. 
i) I\Iedogedka. 
2) Wcel matka. 

Sirb, (O. Liiulitz) Czola. Anton, 
(.V. Laiißtz) ZoUa. Anton. 

Slavon. Pcsela. 

Ittyr. Pschela. i) Truten. 2) Älatitza, 

Crain. Zhebela. 

Wlach. Albina. 2) Matke'. 

Ejßirot, Mialzate. 

Vngr. ]\le'h. i) Here. 

J^tt. Bitte {In den älteßen Zeiten gaben 
die Letten den Bienen einen eignen 
Schntzgott, und eine befondre Schutz- 
gottin; erßeren nannten fie Babiles, 
und letztere Aufteja). — i) Tranni. 
2) (BIfchu tehwinl'ch); Bifchu mah- 
tite. 3) Meddiga bitte. 
^'ißn. Lind ( d.i. Vogel j; RevaL'MeÜWane; 
Z?ör/;M\lehhine, Mehilenne; Penirtu 
MeiTilenne. — 2) Reval. IVIeirilalte 
emma; D'örpt. Mehhitfe emmä. 

Tinnl. Mehiläinen, Meüainen. i) Kimalainen. 

Tatar. Kurt. 

Bafclikir. Kurt. 

Wotjak. Mufch. 

Kalmiik. Sjago. 

Bucliar. Arik. 

Armen. ]\leri dfchangl, 

§'apan. Bodfchi. 

Bebr. Deborah {von dhabar, regieren, an- 
fuhren ). 

'i« eh'mologilchcn Untcrfucliungen über den Urf|irung 
folcher Namcu, die einen laiii^ll und allgemein be- 
kannten Gegenftand bexeidinen , find jederzeit un- 
ficher. Die Derivation des lateinichcn Namens 
apis, vona-pes, d.i. fiil'slo^, weil die I.n'\cn oder 
Maden der Bienen nhnc FüfTe find, ilt- auch de.slialb 
xn verwerfen, weil ninn in genitivo nicht ra(;en 
kann apedi.';, fo wie in compes und bipes, und nuui 
(iir eine kleine Biene apicula ftgt. Varro nennt 



API 



378 



die Bienen zuweilen aves, woraus man fchlielTen 
foUte, dals apis To viel fey, als avis ; allein die Bin- 
nen find keine aves, l'ondern volucre';. Gewils ifl 
es, dafs die Namen abeille, abeja, abelha ans apis 
entllandenfind, vielleicht auch, wie Einige glauben, 
die Namen Bi, Bce, Biene. — Die griechilche 
Benennung der Biene, niclifia, irt am ficherlten von 
meli, d. i. Honig, herzuleiten. — Drüne l'oll ent. 
weder eine iiacliahinende Benennung des Lautes 
feyn, oder auf die 'l'riigheit des iM.innciiens anlpic« 
len. — \Veil<?r ill Ib viel als Anführer, dux. 
Die einzige Beflimmnng der Dronen befteht darin, fich 
dereinll mit der Königin zu paaren. Die einzige 
Bellinmnmg der Königin ill, lieh befruchten zu lauen, 
und ihreEyer in die befiimniten Zellen oder Mutter- 
pfeifen zu legen. Die Werkbieneu allein bauen» 
tragen ein, und beforgen die Brut. 

f) Apis mnraria. EncijcL 

[Apis caementaria.] 
Deutfeh. Die Maurerbiene. 
Holt. De Wetzelaarby. 
Dan. Muurmefter. 
Engl. The free mafon. 
Franz, L'abeille ma^onne. 

Abeille ma^onne ä poils roux. Geoffir. 

InEuropa; fie baut ficli ilir Neft an Mauern, *die gegen 
der Sonne liegen, aus Grand und Erde, mit bewun- 
dernswürdiger Gelchicklichkeit. 

g) Apis mufcorum. 

Deutfeh. Die Mooshummel (die Grasliummel), 

Holl. Wooshommel. 

Dan. Moshumle, Engehumle. 

Schwed. Moshumla. 

Franz. L'abeille des moulTes. 

L'abeille fauve, ä venire jaune & 
extremite' lauve. 
In ganzFnrepa; fie baut fich ihr Neft aus Stroh, He\i 
und Moos, in Form eines kleineu Gewölbes, 

h) Apis fylvarum. 
Deittfch. Die Waldbiene. 
Ehßn. Kimmalanne. 

I) Apis terreftris. 

Deutfeh. Die Erdhummel, die grofle Hiimme>, 

die Hummel. 
Holl. Aardhommel. 
Dein. Jordhumle; Zj.'flJirf. Hunangsflug.'». 
Schwed. Jqrdhumbla. 
Engl. The htuiible-bee. 
Franz, L'abeille tcrreftre. 

L'abeille ä couronne du corcelet. & 
liaut du ven'-re citron , & l'extrt-niite' 
du ventre blanche. Gcojfr. 
Sie ift-felir gemein in riav.r Europa; fie baut ilir Neft in 
die Erde, und bedeckt ei mit Müos. 

li) Apis 



3:9 



API 



API 



380 



k) Apis violaccn. 

[Apis ftigas. Dfc^etr. _ 

ßoiubyliiis lulitaiiicus e rugro coerulcs- 
ceiis. 7V/;i'. ] 
Deutsch. Die Holzbiene, die violetfcliwarze 

"' Hiimmelbiene, die Violctlmmmel. 
Holl. ' Blaauwagdge Hominel, Hüutboor- 

dcr. 
D'dn. Ti-Kbierne, Troeborerne. 
Franz, L'abeille perce-bois. 

L'abeille gigantesque noire, lulfante, 
k yeux briins, a ailes violettes, ver- 
datres &• bronzues. Degeer. 

Li R.iropa, Afrika und Amerika ,• üe bohrt der Länge 
nach LSclier in trocknes Holz, tlieilt fie mit dünnen • 
Spänen üi Zellen ab , und legt darin ihre Eyer. 

APIUM. [Botan.] 

a) Apium dulcc. 

[Celleri italonim; fc-linum dulce.] 
Pevtfch. Der Ccllcrie, Zeilen, Sellerie, der 
fülle Aeppich, Krautcelleri, Garten- 
celleri. . 

Holl. Sellcry, Celleri, Seldne, Tuin-Eppe, 

Zoete F>ppe. 
Dan. Selerie ; Island. Kveiinafroo. 
Schwed. Selleri. Sälleri, Zelleri, SUleri. 
Enffl. The Celery. , . ^ • 

Franz. Celeri , 011 fceleri , le celeri des jar- 

dins, oucultive; Langited. A^'i. 
Ital. Sedano ; vidgo fellaro. 

Brefcia Se'leno. 

Span. Apio liortenfe, apio dulce. 

Port. Apio hortenfe, apio doce. 

Ruß. Seldcri. 

Pohl. Zelerya. 

Lett. Selleriies. 

Unfry. Tzelle'r, Selleri. 

Der Name Celleri oder Sellerie ift wolil aus einer cor- 

rumpirten Aiislprache von felimim entOandeii. 

Ans Italien ill der Celleri zuerft nacli I- rankreich, 

und von da nach Devitlchlaiid gekommen, wie man 

vermuthet, erft gegen Ende des vorigen ]ahrhun. 

derts. 

Die bekannten Sorten von Celleri, welche durch die 

Cultur hervorgebracht werden, find a) Apium 

dulce latifolium; der weilTe oder breitblätterige 

Zelleri, der italienifthe Celleri, der Kräuterfellen 

oder vielmehr Krautfelleri ; Holl. Rrabantfche 

Seldrie; B^i". Toplellerie ; Sckweä. Topplelleri; 

EkpI. the italian, or upright celery; J-taf!z. le 

celeYi long ou tendre. Man zieht ihn wegen leiner 

feinen Herzblätter, die man zu Salat und andern 

Speilen braucht; die Wurzeln dcfleiben find m der 

Küche nicht brauchbar. — Apium dulce dege. 



rer radice rapacca , apium rapacenm ; der KnolU 
felkii, Scileriknolleii, Selleriwurzeln , Kohlrabi- 
felleri, Selleriak; /Uli. Seldericwortel, Seldriak; 
n.in. Rodfellerie, KnoUrcllccie, Selleriak; Sehurd. 
KnoUielleri, Krälti?llefi, Selleriak; £«1;/. th« 
celeriac; Fiai.z. le celeri ü grolTes ratiiies, 1» 
rclcri ;1 navcft. Man braucht die Wurzeln in der 
Kilche zu Salat und andern Speifcn, und da er auf. 
Terdem einen guten Herzfcliofs oder Herzkohl trei. 
bell kajui , fo wird er dem weill'en Selleri vorge- 
zogen 

Buc'hoz zählt fünf verfrliiedene Sorten des cuUivirten 
Selleri : i) le celeri long ou tendre, 2) le ce'lc'rl 
court ou le dur, 3) le ctfleri plein, 4) le ccWri 
fourchu, 5) le celeri i grotfes raciues 

Nach Millers Behauptung irt der Selleri eine befondere 
Art. Linne und viele Andre hingegen halten ihn 
für eine verbelferte Varietät des llarkriechtiidefl 
Acppichs. 

b) Apivini graveolens 

[ Apium ofllcinarum ; apium paludrc, paUii 
apium; clcofelinum, licliofelinum, hy 
(.Irolllinum, fclinum; apium vulgart 
ingratius. ] 

Deutfeh. Der ftarkriechende Aeppich (Appicl 
Eppich, Eppe, Epte, Epff, Apfl 
Hepfen, Hupfen, lauter l'^erßüijimt 
lungen von apium), der gemein 
Aeppich, der wilde Aeppich, dt 
Bauernappich (der WalTerdppich' 
WaH'frpeterfilie, die ftarkriechend 
Peteriilie; der M'ilde Zelleri, Zelle 
Zellerch , Selino ; Jungfernmerl 
Aeppiclimerk, WalTermerk; Waffe 
moreilen. 

Hol!. Sterkruikend Eppe, Eppe, Moera 
eppe; wilde Seldrie; Juffrouwmer 

Dein. Vandmerke; Vandperfille 

Schwed. Vildväxande Celleri. 

En^l. The fniellagc. ^ ^ 

Franz. L'ache vulgaire, ou le ce'ie'ri n( 
cultive'; le perfil des marais 
Laiißitcd. Api-bouscas. _ ^ ■« 

Ital. Appio, appio paluftre, appiorifo^rij | 

Span. Apio de olor pefado, apio, apioq 
luftre, o' acuatico; perejil de agus 

Port. Aipo, apio. 

Bohiii. Apich, Miiik, Licok 

Pohl. Opich. t 



yEgypt. Kerafs. Forß. 
Wachft wild in feuchten Gegenden ; hat einen ftarkl 
gewiirzhafteu , jedoch widerlichen Geruch , i' 
einen bitrern Gcichmack; ill otTicinell; fon(l «» 
fie für gefährlich gehalten! indeffcn wird lie n 
den Ziegen, Scliafen, und zuweilen von den Kill« j 
gefreü'eii i die Pferde berührea üe iiitht. 

«) Api» 



SSI 



API 



APL 



_ c) Apiiim pGtrofeliinun. 

' [Apium hortenfe, vulgo petrofelinum ; laf. 
barb. petrifellum.] 

Deutfeh, Die Peterfilie, die gemeine Peterfilie, 
Peterchen, Peterlein, Peterlinjr; Gar- 
tenappich, Aeppich ; N. Saclif. Silk. — 
Teuton. Pedarlü. Gloff, Mon's, 

, üolL Peterfilie. 
Däu. Peterfilie. 

Island. Peturfelia. 
Si-hwed. Pcrfilja, Peterlilja. 

£»gl. The common parfley, 

/^;i,^//'.Peterfilige,Stanmerke,Stonfuc. 
Giilic. Pearfal. 
IFcIßi. Persli. 

Franz. Le pcrfil, le perfil de jardin, le perfil 
commun, oii ordinaire. 
Bas-br^t. Perifil, perichil, pirichil. 
Montprll. Jaouhert (das coniuni heifst 
dafelhß ^'aoubertaßa). 
/llt. Jauver, juver, gimbert, perfin. 

Ital, Perroielino, appio ortenfe; appio vul- 
gare dettoprezze'molo, peCrolemolo, 
petrofello, petrofiUo. 
t^enezia. Perfembolo. 
MüiVio. Erborina. 

Span. Perejil. 

Fort. Perexil, peregil, falfa. 

Ruff. Petruschka. 

Fohl. Pietruszka, 

Böhm, Pctruzel. 
" Itfifr. Petroschil. 

Slavon. Pershim. 

tfJach. Petrsenfchel, 

Epirot. Pierrofel. 

Ungr, Petreteliycm. 
. Lett, Pehterfilies. 
■ Ehfln. Peterfiilii juur, Perterfellr. 

Kahnuk. Talantagnai. 

Armen. Kiachur. 

Georg. Niacbur. 

^apan. Kin, Seri. 

jEgtf^pt. Baqdunis. 

Ein bekanntes Klicliengewaclis ; ßammt her at« Sicilien, 
wofelbft es bey den Brunnen iinj Quellen wächft. 
Dafs die meiden obigen Benennungen aus dem Giie- 
chifchcii petrofelinon herkommen, lieht man gleich 
beym erlien Anblick. 

Mail cultivirt vorzüglich drey Sorten; i) Apium hör- 
teufe, petrofelinum vulgo; die gemeine Peterfilie 
flie glatte oder fchlichte Krautpetcrfilie ; J/oU 
gemeene, gladde Pererfelie; He,,,. Hefte Tooperl 
fillen; Selnted. Bladperfilja ; E„gl. the common 
parsley, with flat leaves; Franz. le pei-fil com. 
miu). Sie wird wegen ihres Krautes in den Gärten 



^ 



38a 



gezogen. — 2) Apium r. petroreliniim crirpum ,• die 
kraule Krautpeterfilie ,• //o/i. KiuUpcterfelie ,- rj.in. 
Kruläde TopperfiUan ,• Se/iti ed. Krusperfilja Mngl. 
tlie curied pariley; Fraiu/. le perfil fril'e. Sie l.ilst 
fich am (icherften vom Schierling und der Huiids- 
peterfilie unterfcheiden. — 3) Apium hortenfe 
latifolium, maxima, crairidima, fiiari et eduli radi- 
ce; die Wurzelpeterlilie , die Peterfilie]iwiirzelii; 
Ho!l. Wortelpeterfelie; DU:,. Rodperfille, Perfille- 
rü'tter; Schaed. Rotperfilja; Eh^I. the large roo- 
ted pariley; Franz. le gros periil, le perfil d'Aii- 
.gleterre. 

Wurzel, Kraut und Samen der Peterfilie find ofilcinel!. 
Man darf fie nicht in Utbermaffe genieflen. iMeh- 
reren Vögeln Ibll fie ein Gift feyn , den Papagei eii 
belonders. Sie foU ein gutes, nahrhaftes, gefuii- 
des Futter fürs Scbafvieh fevn, und von demlelhen 
gern gefreffen werden ; einige neuere Oekonomea 
haben daher den Vorfchlag gethan, kiinftliche Wie» 
fen mit Gartenpcterfilie anzulegen. 

APLUDA. [So/fl»r,] 

^jP/.vrf« heifst, beyPlinius, der Abgang vom Getraide, 
Kaff, Hülfen &c. 

Deutfeh. Das Stumpfgras, 
Hall. Breedblad. Houtt. 
Franz. L'aplude. 

Unter diefem Gattungsnamen ftehen verfcliiedene Gras 
arten, velche in Amerika und Indien mit anf den 
Wiefcn wachfen und dem Vieh zum Futter dienen. 
In Europa findet man fie von keinem Nutzen, daher 
fie nur in den botanifchen Gärten gezogen werden. 

APL YSIA. [ renn, molhifc. ] 

Ift aiis dem Griechifchen a priv. , nnAptyiw, lavo, 
zufammengel'etzt. Man findet denlSamen apiyfia 
bey Ariftoteles und Pliuius für ein gewilTes 
Schwammgewächs, oder liir einen unfürm liehen 
I Schwamniklumpen , den man nicht aiiswindeii 
oder auswafchen kann. — Laplyfia ift ein Schreib- 
fehler, de« die nieiften Autoren nachgefchrieben 
haben , io findet maii z. B. in der neuen Ency- 
clopädie Laplyfie, fo auch iu Barbut's hifl:. 
verm. &c. 

AphTia depilans. 

[Lepiis marinus. Rändelet, 
Lernea. Bohadfch. ] 

Deutfeh. Der Seehafe ; die Giftkuttelj die 

Seelunge ; der \'erharer. 
Holl. Zeehaas, Zeelong. 
Dan. Süeharen. 
Schwed. Sjöharen. 

Engl. The depilatory aplyfia. the fea-hare. 
Franx. L'aplyfie; lievre de mer; liniace 

de mer. 
Ital. Lepre marina; die neapotitanifehen 

Fifcher nennen ihn cefto del mare, 

Bohadfch, 

Span. 



3?3 APO 

Span. Liebre marina, gatto marlno. Hutria 

/obre Flinio. 
Port. Lebre marinlia. 

Pill Uli förmlicher Klumpe; rIcIcIU, der üufTcren Geflalt 
nach, einer Erillclineckc , man kann (ich ihn auch 
als eine Lunjc vorteilen. Mit einem Haien hat 
das Thier wciili; Aohnliclikeit , es millste Ibyii ent- 
weilcr wegen licrKiililläitcii, oder wegen der Färb», 
wie Plinius ( L\, 4S ) lagt: in noitro m»ri ofla 
inl'ormis, colorc tantuni lepori fimilis. 

Der Scchafp wird für gfTtig gchallcii , der Geruch, <1cii 
er von rieh giebt, \A überaus ekclliaft; wenn mau 
ihn berührt, oder ihm mit dem Gefleht zu nahe 
kommt, !o erregt er Gellhwülfte, und macht, dals 
die Haare ausfallen. Mit Gel gerieben giebt er ein 

^ herrliches Depilatoriuin. Wegen dici'es Umlfaiides 
hat er den lateiiiifcheii Beyiiamen erhalten. 

M:m findet den Seehafen am Strande des mittellandi- 
fclien Meeres, worauf er durch Stürme geworfeu 
wird. 

APOCYNUM. {Botan.-^ 

DcKtfcIt. Der Hundekohl. 
Holt. Hondsdood. 
Dan. Hundedöd. 
Schtücd. Htinddöd. 
Engl. The dogsbane. 
Franz. L'apocin. 
Ital. &c. Apocino. 
Die obigen .ins dem Griechifcheii {Iberfetzten Namen 

haben weiter keinen Bezug auf die Eigenfchafteu 

der I'flanzeii diel'er Gattung. 

a) Apocyuuni alternifolium. Lowelro. 

Shief. Fu muon than. 
Ellne apocynum? fragt Loureiro. 

b) Apocynum andvofaemifolium. 

Deutfeh. Der Hundekohl mit Grund heilblät- 
tern; die Fliegenfalle, der Mücken- 
"würger. 

Holt- Breedbladige Hondsdnod. 

Engl. The tutfan-leav'd dogsbane. 

Franz. L'apocin gobe-mouche. 

In Canada und Indien , wie auch in Sirilicn ; wird als 
eine Zierde in den curcpäil'chen G:irten gezogen; 
verfclüedcne Infeften bullen auf dieler l^flanze das 
Leben ein ; denn wenn fie den Rüffel zwil'chen die 
Staubfäden und den Honigbehaltniffcn der Blumen 
ftecken , um den Saft einzuhohlen , Ib pflegen fie 
am Rüffel hangen zu bleiben. — Die langen, fei- 
denartigen Haie des Samens laffen fich zum Aus- 
ftopfen der Polller brauchen. 

c) Apocynum canabinum. 

Deutfeh. Die Seidenpflanze. 

Holt. Smalbladige Hondsdood. 



APO 



38+ 



Engl, Tlie hcmp dogsbane ; the indian 
Jicmp. 

Franz. L'appocin ä fleurs herbace'es. 

Nach Kahn fall fie von den Franzofen 
herbe ix lapiice genannt werden. 

Ital. Lino d'lndia. 

In Virgiiiienund Canada; den Beynamen führt fie, weil 
man ihre Stengel, wie die HanflteiiEcl benutzen 
kann, und, wie man meint, mit ungleiiTi geringerea 
Kolfcn. JJic daraus verfertigten Stricke find weit 
ll.')rker, und liaUen länger im Waffer. 

d) Apocj^num frutefcens. 

. lu der Kncyclopädic wird diefe Art ausgefchlojeii, 
und auf den Artikel !{t(iihel ver\i iel'en. 

c) Apocynum juventas. Loureiro. 

Cochinchina. Ha thu o nam. 

Die Aerzte in Indieh verlichcrn , dafs die Wurzel dieftr 
Ffl;uize die Lcbensgcilier dermaffen erquicke, dali 
man, durch einen anhaltem'cn Gebrauch derlelben, 
wieder jugendliche Kräfle erlangen kunne. Ein 
gleiches behaupten die Sineler von einer Pflanze, 
welche fie Ho .\en u neuneu, uud mit J euer ÜX 
einerley halten. 

f) Apocynum minutum. 

Franz. L'apocin fluet. Encycl. 
Auf dem Cap. 

g) Apocynum paniculatum. Encyd. 

[Apocynum acuci. Aublet.'] 

Franz. L'apocin :t panicules. Encycl. 

Wächft in Guiana, wofeiill fie von den Wilden afouct, 
aategri genannt wij"d. 

h) Apocynum reticulatum. 

[ Olus crudum. Rtunph. 
An apocynum indicum. Encyd. 

Holt. Geaderde Hondsdod ; Het bittere öf 

raauwc Moes. 
Franz, L'apocin des Indes. Encyd. 
Cochinch. Deei .xanh. Loureiro. 

Die Blätter des von Ruinph fo genannten ohis crndilM 
werden von den Indianern bald roh , bald gekocht 
mit andern Spcifen, inibnderlieit mit i''ilclien, ge- 
gelVen. Sie halten fie gcfund für den Mageu. 

i) Apocynum tiliaefolium. EncijcL 

Franz. L'apocin ä feuilles de tllleul. 

Malab. Watta-kakacodi. RJieed. 

In Indien; ihre Blumenfträulfe haben ei» fchü'nes, voll«' , 
kommenes Anfehen. -'i 



\, 



Apodes. Vid. apus. 



Aponen^ 



385: ,. APO ^^^„^ ^ .. 

AponenfÖTis.' [Tcrm. an]";"t 

Eiue leliiii^e Ausbreitung; die liautlge Ausbreitung 
einer MUikelfthne ; Franz. apojie'vroiiB. 

Apontutoti:a meir.brnnai apoiitvfo:icus miiscHius. 

APONOGETON. [Botan.] 
DieregriecIlifcheDeiiennuiig foll eine Pflanze anzeigen, 
die im Waller wäthlt, und gleichlam Ichwimmt. 

a) Aponoeeton diftachyon^. ' ll" . '.' '^ ' 

Deutfeh. Der Schwimmer mit einer doppelten 

Aehre. • . ; 

Engt. The broadleav'd aponogeton. J^iton, 
Franz. L'apoiioget » double e'pi. Enctjcl. 

AufdemCap; .in Bächen; von Thunberg beobachtet; 
die Blumen rieclien überaus angenehm; man l'peifet 
ihre in Althe gekochten Zwiebeln. 

b) Aponogeton monoftaehj'on. 

[Saururus natans.] "■■■/'-■ 

Deutfeh. Der Schwimmer mit einer einfachen 
Aehre ; der fchwimmende Eidech- 
fenfchwaiiz. 
Franz L'aponogec a e'pi fimpJe. ^nctffK 
MalaJ?. Parua-Kelanga, Klieed.^ c. :-v , ■ 
lu den iiidifchen und malabar|ifchea Gewäir^ni. 
Apophyfis. \_Term. anat.l T. ptoteffasi ,' 

Ein Knociienfortfatz; eine aus dem Knochen unmit- 
telbar herauswachfende betr.'ichtliche Erhöhung. 

Ap'op h ijfi s c apfu lae [ Tum. bot. ] verfcbiedeuer 
iVIofe. 

Ap*Fiendix:-'V ,: :'' ';'^ <^^^^'C^---^\^ 

Dmtfch. Anhang,- ÄfÄti^iNeb^ntheÖ'; Zia'twft. 

Ho/l. Byhangzel. 

Dan. Anhang, Vedhjeng. 

Schwed. Bihang. 

Eniff. Appendix. 

Tranz. Appcndice. 

Ital. Appendice. - 

Span. Apendice. 

Port. Appendice. 

ApptHiiix f. eyiphijfis. [Term. atiMt.] Ein 
Anfatz, ein Beinanfatz. /7rf. epiphyfis. 

Apptiidices an der Balis der Hinterfchenkel ver. 
fchiedener Infetlen (carabus, cicindela). 

jfjipeiiäices am Ende des Bauches verfchiedener 
Inl'ecleii (.Libellula, oiiiscus afellus). 

^ppettiiieutaris arteiia. f'id. coecalls. 

App rndicul atus ; Mit Nebentheilen verfehen ; ge- 
lappt; Hol!, gebyhangzeld i Fi am. appeiidicul^j 
Fort, appendkulado. ■ 

A^prndiculata fotiola. Angehängte Blättchen 
' (ferula nodiflora). 
CatkolKOK. i\aiuigefMthtt, Bä. 1. 



APP 



*8ö 



^SPfnÄiculati detttes. Sie himgeq bey der 
fcTtiilajria .avlcu^aria a^ den Zäbnciien der erftei 
Oidnuiig. ' ■ ' 

Appeiidi culalum Caput, (Pha?. acar. ) 
Apper.diculatHS aiius. Der After eines Infefts, 
wenn er Cch mit eüiein befijudjern Anhange eudirt 
(Libellula). ..... ,.., ' * 

, Appritditulatus pelllttis. Ein gelappter Blatt- 
.\ fiiel, wenn nämlich derfejbe mit Tiäutigen , blattar- 

tigcn, ausgebreiteten Lappen velrfehen ift (Onouw 

cernua ). ., ;■/■_' 

Approximatus, a, um. 

Deutfeh. Nahe, dicht »n einander, gedrängt. 
Holl. Digt aan elkander, digt aan eVn. 
Dan. Naer, noerliggende, nasrhos, na^rved. 
Schwed, Nära, närliggande, fammanfutaiide.. 
Engt. Approximated. 
Franz, Approclie', appnye*. 
Itat. Approffimato, apprelTato. 
Span. Aproximado. 
Fort... ^ Aij)proximado. 

Appioximata cormia. 

.901.'. ' 
Approxlmafa folia. (taxus baccifera^ 

Appioximata labia. \Term. eot!:h:jl.'\ Die Lip- 
pe(i liegen dicht beylamraen. Wenn die .vulva einer 
■ Mulcliel'eng ift. So fajt man aucir, appraximatae 
nymphae. . , 

Approximata fcuteUa. Wenn die Schildchen 
auf der Oberdecke einer Schildkröte fo nahe neben 
einander liegen , dafs fie Tich mit ihrea Käudern 
berühren. 

~ Approxiiiiala Jlamitta. [femt. iot.] (Arne« 
thyftea). 

App ro x'imai a Volva. [Term. bot.'\ Wenn bey 
einem Schwämme derWnlft nahe am Hut lieht. 

Approximatae an t e nnae mehrerer Fliegen. 

Approximatat »ates. [7>>;.-i. coKcfiifl.] Wenn 
(ich bey einer zulämmengefchloffenen Jlufchel die 
Hinterbacken berühren (Venus peSinata, Venus 

inibricata). 

Appioximatae pinnae dor falls; v»n» 
1 1 a 1 e i. 

Apptoximati dtntes einer Mufchel, wie z. B. 
bey der Venus. 

Approxioiali ocali fl) verfchiedener Fifche (Cal- 
lionymus). — i) eines Lifefts (monoculus). <) 
der Krokodile. 

Approximati pedes verfchiedener Infeften. 

Appoxima li rami verfchiedener Ccrallgewäc'ife. 

Apricus, a. um. 

Dem Scnnenfcheine ansgefefzt, aprica loci, — A« 
der Sonne wachfend , aprici fleirs äic. 



B b 



APRI- 



387 APT 

Aprinus, a, um. 

^'as von einem wilden Siliweine kotrimf; fei, pul- 
mo' &c. So auch .ipnigniis, aprugiiieus. 

APTEXODYTES. [Omiilwi.] 

Herr Dr. Korfier liat iimor dirfem CiatdinRsnnmen die 
»,» Arien <ler Pinguine, welche ficli vorher unter den 
G.itliingen dinniciica, pliaeton bcfiUiden , verji- 
.,ij-i)igt. J..R,cmh|. For/Ur hiltoria aptenodytae , in 
*.,,... «ro^iin^entat. Sop ie(.' Tcient. üötting.',.f,?8p; Vol. 

liüV^-M li«- %•; , ■.. ;, ;,;:■..■;:, 

Deutfcli. Der Pinguin, die Fettgans. 

Holt. Penu,uyii, . 

J)äii. Penguirt. 

Schtied. Penguin. 

Eng!. The piiiguin. 

Franz. Le pingouin , le manchot, le marl- 

chot pitigoin. 
Hat. &c. Pinguino. 

a) Aptenodytcs catarraclcs. Forßer. 

Engl. The red-footed pinguin. . 
Im Südmeere ; hat die Grüffe einer Gans. 

b) Aptenodytes chryfocome. Forßer, ^ 

Deutfeh. Der Pinguin mit der goldenen Haube, 

der Springer. 
Engt. The crefted pinguin. 
Franz. Le manchot fmteur, le manchotiJiup- 

pe de Siberie. 

WoÜnt nicht in Srbirien , fondern auf den Infein Falk- 
land und im Süden von Neuholland. El" ilt klein ; 
' feinen goldfarbigen Schopf l'et^l er auf; wenn *r 
gereizt wird; im Schwimmtn hüpft er mit unter 
au.s dem Waffer hervor, und tauciit dann wieder, 
beydes zu wiederholten I^Ialeii. 

d) Aptenodytes magcUaiiica. Forpr. 

Wohnt im Meere von Magalhaenland , Feuerland, 
ferner bey den Falklands- uhd Stateninlijln, in 
grclfcr Anzahl. Er nalirt fich von Fifchcn, und 
gegen feine Feinde vertheidigt er ficIi mit dem ' 
Schnabel; feinFleifch fdimeckt, gebraten, nicht 
unangenehm. 

e)' Aptenodytes papaa. Forßer. 

Engt. The Papuan pinguin. Latlt. 

Franz. Le manchot Papou. Sonnerat. 

A"fMcn Falklandsinfeln und in Neuguinea; an Stutnr 
nnd Grölfe iil er- dem patagonilchen Finguiii ain 
n;ic!;ften. 

f) Aptenodytes patagonica. 

JDeutfch. Der groffe Pinguin, der patngonifche 

Pinguin- 
lÄigl, , Tfte Patagoman pinguin. 



APT 



388 



Franz. Lo grand mainclibt; le inanclu)t Ar; 
lanouvc'lle GuineV; .Jni][^ajw;l)Ot des 

lies I\Ialoiiios. '', ' ', " 

Wohnt an den Ufern des Magnlhaenlandc^il.ndpr Patago- 
nien, der Falklandsinlelii, (ieorgicii und Xi iiiumiea ; 
ift g^^üfl'er alseineGans; Ibin Fleuch irt lehr Ichwarz, ■' 
jedoch efsbar. Uie obcnltqlienden IJenenuungen 
bezeichnen K'Hhrßkeiiilie/i ciuen uiidebeji deulelbeii 
Vogel. 3 . . 

A^ ■ ' " ■ (. 1 : K A l.u 

pterus, a, um. 

Deutfcli. Ungcflügclt, fl'iigello^;' •'•^''■■'' 

Hok {'On^övleugold. 

Dan. Uvingcd. 

Schivcd. Ovingad. 

Enifl. \jnNvinged. 

Franz. ApteVe, (ans alles, privc d'alles. 

Ital. Senza ale. 

Span. Sin alas. 

Port. Sei^j^zas», 

Iil zufammengefetzt aus det<i Griechifchcn a priv., cnd 
yleioH, ala. ^on alatds. 

^jyteia. Diefen überfliinUgen Namen hatte tnan Jen 
■ Würmern und Kanpen beygelcgt. 

dtflerjt. Ungeflügelte Inleften ; diefen Namen fuhrt 
die lljebeirte Ordnung in dem linneiliL'heii entomclo". 
glichen Syllem. Es lind folgende Gattungen dar- 
initer becrilien : Lepismä, podura, teinics, pedi- 
culus, piu«x, acaru',, phalangium, aranea, fioipio, 
Cancer, iiiQiU'culus, onistus, Uj-olppendra, juli;s. — 
Irrl'Schu'ecliicIien Werden (le, nach Retzius, Kt-i/m 
. pare genannt. Vericlhedene jleutfche Scribejiteu 
haben die ßebente Ordnung mit einem Worte Q/i». 
fiigler überichrieben, iie dürften aber wohl wenig 
' Nachahmer linden. ' '\ 

Apterygius, a, um. {Term. iclithyol.'\ . 

piejtttjctt. Ohne Flünen,,,^aflenlos. 

'Holt. Ongevind, zonaerVinnen. 

Dan. Uiinned. 

Scliwcd. Ofträled'. ' ' 

Engt. Witliout fins. 

Franz. Depourvu de nageoiires, apte'rygien; 

Itat. Senza ale. 

Sfnn. Sin aletas. ^ 

Po- 1. Que nao tem p'inrias ou barbatäijas» 

Ift ?ufii;n uengefetzt au.? dem Griechifchen a prir'. und 

fliriiglo,!, pinna. 
^j: i e > tj gi n ciT^.i^. VAn Schwanz ohne' Flüfffn 

(Tr'ichiunis, Syngnatiis ophidion ). 

j^pterij gium dorfuvi. Kin Rücken ohne FloITen 
"(Gynniohu). — Fiscis apteiijs'" dorjo. 

Apus; gmi. .apodia. 
Dei'tfch. Ohne Fufie. 
Holt. Zunder Pooteia 

Dihy. 



3^9 



APY 



AQU 



39« 



ßän. FodiTi. ', 

Schucd. ■ Fotlös- 

Er.-^l. 'W'itliout feet. 

Franz. ; Sans partes, fans pieds. 

Ital. ' Senza pledi. , . 

Span. Sin pies. 

Port. Sem pe's. 

/ipiii, i. e. pedibus tat er.!. Die natilrliiftori- 
icheii Solirifmeller haben diejem griecliil'chcn Ad- 
jeftiv eine lateinilche Endung beygelegt, und Ihgen 
apodu5, apxida, apodiim. 

Apodae larvai. Fufslofe Larven. Die meiden 

. • JUaf;\)eu haben keine Fiiffe. Faft alle Diptera, die 

, I jneiften Coieuptern und Hynienoptera. "^ 

Apodei, Die fchleicfiendcn Amphibien (ferpeiUes) 

l^a^b^, fo wie die AVürmer , keine' Fülfe; les "Ifer- 

peiils' ibnt depourvus de membres. ' 

Apades. Fifche ohne Bauchflsflen ; oder Kahlb'iiiche, 
wie Einige fie nennen. Im jinneilchen Svflem 
machen fie die, erfte Ordnung aus. Die darunter 
begriß'enen Gattungen find: Muraena, gyninotus, 
aiiarrhjchas , ftroniatcus , afnmodytes, l'eptocepha- 
lus, trichiurus, ophidium, xiphias. Sit grenzen 
,zuiiä€h(V an die CchHimm^ndrai Amphit^en , lind 
verichiedene dcrfeilJen find den Schlangen ähnlich. 

^podes. Der Cl:a'after der Würmer oder kriechenden 
Thiere, da fie keine FüP.e .haben. Diereiiiflallgcl 
der Fülle erfeizt ihnen ihre belondre Bewegung 
^motus periftalticus). - 

Apodus Iruneus. DerRumpf einer Schlange heilst 
aUb, weil er keine Gliedmaüen hat. 

Apyros, a, uni (igne noji doniabilis). 

Deuifch. Feuert eftindig, feücrfeft. 
Hoü. Vuurbeitehdig, ohbrandbaar; 
Dan. lidiaft. /' ' ' ' 

Sc'iwed. Eidfall;' El'dhärdningar. 
Engl. '''Apyrous; reliiting the force of fire. 
Fraiix. Apyie; refdtant au feu.- ' ' 
Itäl. Apiro; cl;a refifte al fuoco. 
Span. Apiro ; q.ue relifte al fuego. 
Port. Que refLlie ao Ibgo. ■ ■ '" • 

Ift zufammengefetzt aus dem Griechifchen '« priir.i "tthd 
pur , ignis. — F'euerfefte oder fenerbeftändige 
Körper ■»•iderfteheu der gröiiten Wirkung des 
Feuers, ohne dadurch eine merkliche Veränderung 
zu leiden. 

Apyrinae. 

Piefen Namen fiHirte difr'dreynndfuafzigfte Cl^e -in 
Gerards flora gall j- provinciali. Die darunter 
begriffenen Gattunge.i find der Myrfenba^pt ^d 
der Granatbaum. 

lipifriHus oder apyrenus heifst eigentlich kernlos, und 
ift zufammengel'etzt aus dem Griechilchen a priv., 
und pijye», nudens. Die Alten gaben diefen Bey- 
namen eir.er Sorte Granatäpfel mit fehr zarten 
Kernen. — Artocarpus Iruclu apyreno. Forft,\ 



AQUA; Grich. hydor. 

Dev.^j'ch. Das Waffer; N.'Sachf. Water. 
Hoü. \\'ater. 
Dan. • Vaodj './j/aitiif, Vatn. 
Schiced. Vatten. 

McfogQth. Vato, AhvH. Ulphit. 
.-. ' -:i.'-J]Oßgoihl.Ya(s.: ■_:! , 
Etigt, \X'atcr. 

ylng/f. W3eter,Weter,Ea,Ewe,Lago, 
Lagu, Logi?, Holirii 
Galic. Uist^e, Oiche, Easc, Eascong, 
An, Ear>, Beathra, Döbliar, Fual^ Lua, 
Lo, ßir, GU. ■ 
IVelßi. D\v[r; Avefldwr. 
Cor'nifk. Dour..,'( ^»,4 
Franz, Eau. '. •'- 

yi!t. Yawe (Yare). Jave, Liave» 
Leav,e, Esvie, Evie, .Esve, Aive, 
Ayga, Awes, Age, Aigue, Eauve, 
Eave; Dur, Dour, Douwre. 
Bas- Bret. Dour; an pays dtYanats 
Deur. 

Langued'oe. Aigo. 
. Ital., -Acqua. 

Brefcia. Aigua, aqua. 
Span. Agua. 
, Port. Agua. 
■■ Rn£'. Wodä. 
Pohl. Woda. 
Böhm. Woda. 
Slavon.. Voda. 
Illyy. Woda. 
Serb. (O. Laußz) ^X'oda. 

(A^. Laußx) Wohdiu 
Crain. Voda. 

Croat. Voda. ^ 

Epirot. Vie. 
: rmck. Ape. 
Neugriech. Nedro. 
Ungr. Viz. 
Leit. Uhdens. 
Ehßri. Weffi. 
■;) FinnL Wefi. 

Läppt. Tjade, iÄr?; Zhiaetze. Letkt. 
Lei-gifck. Gtlira,' Gtli, Chlim. ' 
Szirjän u. Perm. Wa.' 
Mordwin. Wätj. 
■ TfcJürem. Wju^ Wjuti. • 

. Tfclutw. Schiwa, Schiu. 
Wotjak. Wu. 

JVogul. Uta, Uitj, Witü, Age?. 
Oßjek. Jing, Eng. 
Bb 2 Ptrf 



391 



AQU 



AQU 



39i 



'^^Perf. Aabj, Appi. 

Hein: Alajm. A 

j-}i\}!i. Mai, man, mojo. 

Till*. Su. 

Tatar. Su, Sau, Sou, Sug, So. 

^'nkiit. II. ■ 

Jirmen. Tfchjiir, Tfcliur. 

Sawojcii.}, Ji. 13 i, Be,Tui,'Jjä,pti,ütj, Witj'. 

Alonßo!. Uffu. ■ ■ 

* '^'Kalmnk. Siiu, UQunj. 

Tmgiif. &c. ]\1li. 
.■ .KiKo'ji^ki IVlimc^ly^'Mima, J. 

Kamtfch. Ji, Ja, Afathchj: 

Q'apan. .Midfi.' 

yi«;;/. Pe, PI.- 

Maiißtr. MuIie. *'■'■•"* ' 

"" ■ 'rSiiipf. Scliuj, Tlclnoj. 
* ,.' ■ /w//iT». Panii, Panni, Udakj. 

Rialab. Nirj, Panj. 
r^; Tanml. Tannirjv 

Malej. Ajerj. 

^avn. Banmo, ßa'i'a. , ^ 

Auf den Siidfceinfeln. Jewäi, Jewai, Je\Voj,Way. 

Aquaticus; aquatilis; aquofus. 

Deittfch. Im oder am WalTcr lebend, odenj^ach- 
fend; wäfierig ; vqU Wafler. 

HoU. Dat in't Water \vaft of Iceil; Avate- 
rig, wateragtig; ' waterryk. 

Dan, Som !e ver, voxer, er i elkr ved Vand ; 
Vandig; Vaudfuld. Vandrig. 

Schwed. HvadTomlefver eüerväxer i Vatnet; 
Va^tig, Vattenaktig ; Vattenrik. 

Engl, Aquatic, waterj-, living or growing 
in tlie water; aquatile. inhabjting 
the water; aqueous, aquofe, wa^ery. 

Franz. Aqiiatique; aqueiix^ajjiiatile). 

Itat. Acquatico ; acquatfle ; acquofo. 

Span. Acuatico ; acuatil ; acuofo. 

Port. Aquatico ; aquatil ; aquolb. 
Aquatita (^loca"); wäflericlite , fehr Ceuchte Ge- 

u^qiialicat araifeae. Wafrprfpinnen^ '. \ 
ytqu aticae aves. WaffenCgel; ,, t'-\-V 
Aquaticae plantar. W^ITerRflaBzen. tJerjfCame 
einer PflanzenclafTe in deaiMeMiy:^en= desDoäoiieus, 

Porta, und J. Baiilitnj ■ . ■''■ . ..' .. . •> ' ^V- 

Aquatifus f. aqtt-iius- ' ttlor. fJ'V/i.hvali'mis. 
Aquatites {_fril. bf/h'iie'). WotSerthiere. \\ 

A^uatiiitt , J[6»/X . *ii im äM)i >■ j yS'aHsttiuiie. 

.§nli .jinil, .r.-.V.\0 

£d-f 



Aqtttus im MO f. [Tfi^w^ mint.] Die wiifferigp «der 
Maflrrklare Fciicluigkeit des.Aligcs; l'ia::x. l'Ii;»- 
nu'iir aqueiile ; Sugl- the watery.lnirnoifr. 

Aquofi liimiores. W'ijllcrartige Feuthtigkeitcn, 
z.U. Stliweils, Tliiväiie«. •• 'i • 

Aquofi ocutil Miifte Ayj^en ; im Gegeiifatz der 
feurigen oder blilzeiHleii Äiigeii. 

Aqnujui fapor. Ein ^v*aXsricllter GcrduiiÄtk. 

Aquofi t as. Wäfsrigkeit.'' 

Aqu aedut tu i. [Tenii. ai/at.'] Waffcrg.'iilgc ; rftr- 

glciflien giebt es clroyciiey , die ihre Nanicii v^a 

' den berlilimten Zc^rgliederern Kallope, Sylviiis und 

Niick erhalten haben; Jiugl. Aqueuiitt; ' t'nD.i. 

Aquediic &c. 

Aqti a eJ :i e /m fntlvpii, der fallopirche'fteinerne 

Nervciii;aiie in den tJeindien des Oeliörkhochen. 

. Aq uae dui / ;/ V »;.•/ c k/i , die niRkilchcn Waflcrgänge 

Bellen voll der tlunba' thoroiüea in tuiiicanT Icitro» 
f. .-,' ' : .i-j"« ■'>.)■.' . : ■- ',-1 

tnani. 

Aqtt'deHu{tH5 fftiii, . der Gang des Sylvius geht 

aus der dritten Gehirnkannner. iu die.viert^ 



Aqiiali cutus. l'id. abdomcn. \ '^ ". 

Aqu ifo lins; was fp UÄig? Blatte? . hat. VÜ. acri- 

Aqiifgtnüs; im .Wairei' ' get)oliren. Acföig^ia ani- 

'-"■'^^ ' ■' -. ■ ■ f>.--f'^i 

A^ua marina. ;- 

Deutfeh. Der Aquamarin. '' 
■HqII. Aquamarin, Zeewaterfteen. 
Dan, Aquamarin. , , . 
Schwed. Aquamarin, 
,' \BngL The: aqua marina* of aqua -marine. 
Franz, L'aigue - marine, eaü maiün. 
I(al. ' Acqua marina. 
Span. Agua marina. 
Port. Agua marinha. 

Der Name aqua marina ifi einem gewiffen Edelftein 
von leegrüner Farbe beygelegt wprdcn. In altern 
Zeiten liicls das .Wafler üul Fvartii'filcli ajgne, wie 
maH oben unter aqua naclilbhen kann ; -daher die 
nodij jetzt übliche traiuö/ilVhe ■BenenUBKf -aigue- 
niarine. j.. _ . , • 

Der Aquamarin ill eiq Edelßein von blafl"er,berggr!i»ef 

Farbe.derimFeuerlciiniilztund unter deiiEdeüfciiicn 
die mindelte Hsrte Leiitzt. Klitdem hielt man ihn 
fiir ,di?u Beryll l'elUft ,, ; auch wird er noch fiir eine 
Alt des I5crylls gehalten. Werner, Voigt, Hol- 
niann luid Karftcii bringen ihn, i'einer Criffallii'atiou 



nach, unter den Topas. 



0.'. 



,, AQUARTIA. iB(>(aiMMac^. 'Aitierk.Kf^-f la. 
• Aqitartia nciiieata. ' ' ;■ 

Frmz. L'aquart epineiix, 1S.ncyc\. 

-Efjj .Standri-eeM'iidis , /(la^ von Jacqiiin nach reirpoa 

2 „■'- Freunde Ai;!iart,/deri,timjnJ)uiiiingo im Botfmi'iren 

rMi.i-.l'fil'.^lfeft igeH^i^'i^ftS, ii^qHaitiag,eiia(int,>iurde. — 

..V>;«>', .o::jij^^ij u;.'jü Euqii^ .! .' — .if);i-.'>. *>'• 



393 



AQU 



ÄRA 



394 



L Sie NvSchft in Domingo, zwirchen den Feireii am 
Ufer des Meeres. Bis jetzt ift fie in Europa noch 
nicht ciiltivirt worden. 

AQUILARIA ovata. [Bota,:.] 

Cavanill. dijf. bot an. VIl, '^i'j, 
AQUILEGIA. iBotan.] 

Von dem Urfprunge diefer Benennung weifs man durch- 
aus nichts GewilVes, man liat fich aiil» Rathcn 
gelegt. Einige fageii iiquilegia heifle fo viel als 
aqiülina pl.mta, und liihre dielen Namen wegen 
der 'krumm gebogenen Spitzen ihrer Blumen. 
Bauhin, Matthioli u. a. haben fie daher auch 
aquilma genannt. Eben wegen diel'cr Schnabel- 
krüinmnng heilst fie ancli wohl beym Cidalpin 
coUunbina und im Englill-Iien colunibiiie. Nach 
andern 4ol(-aquilegia aus'dem Lateinilclien aqua 
lind ledere zulainniengefetzt fevn, weil die noch 
1 liicl'.t riusm bieitettii Bi.itter leicht 'den Regen in 

5 ei'ficti'lammelii, Aquiliga rota heilst beyn» Ter- 
tuliian cui Scheijitrad (heltininiter haufloria rota) ; ' 
auf .ähnliche Art köinite mau auch aquilegaplanta 
ftgen. — Sollte fie etwa von der .Stadt oder dem 
Gebiete Acjuilegia den Namen erhalten haben? 
Auf dieieu Gedanken komme ich blos, weil HaU 
1er in "Emend. aä. Helv. VI, 37 von der aquilegia 

II alpin;!, lagt : -nascitur paillm in Aquilegiensi liitio- 
*^'' ■ jie. — Uebrigens findet man gleich, dals die mei- 
ften europäilchen Nanien dielcr Pllanze Verftüra- 
'-. melungen aus dem Lateiiiilcheh find. 

Iquilegia vulgaris. 

£ Aquilegia II eftariis incurvis; aquilina; co- 
lijmbina; leoiitostomiim, i. e. leonis 
osculum ; leonis lierba; jovisflos: — 
]?>,s\oue Theophr, — isopyrum. Diofk.'\ 

If.eutfch. Der Ackeley, die Aquilegie, Acker- 
i ley, Aquiiei, A^ley, Agleyen, Akel- 

cheii; iiiiferer lieben Frauen Hand- 

fchuh; die Jovisblume; irrij^. a'er 

/zä'(/fgGlockenblume, Glocke, Glock- 

lein. 

Akeley; Klokkebloem. 

Akclcie, Ackeleye; Klokker, blaae 

Klokker. 

Nonfi'g. Akeleje, Aakerlei. 
Sihwed. Ackleja, Akerleja. 

Häfiiigl. Tyfka Kläcker. 

The columbine. 

Galic. a' cholmsin. 

IVcljh. Troed y ceiliog, Troed y 

glommen, Llyüau'r cwlwm, Colwm. 

bein. 

Ancolie, andiolie, aiglantin^; ia 

colombine; la galantine; gands de- 

Notre-Dame. ^tt, und noch in Lan- 

gued^oc v.ni andern Provinzen galan- 

tino. 



Hotl. 



Engl. 



Franx. 



Hat. 



Span. 



Port. 



Ruf. 
Pohl. 

Böhm. 
Üngr. 
ffapan. 



Acquilegia, achelle'a, aquilina; to 

lombina; perfetto amore ; celidonia 

fnaggiore. 

Venezia Galeti. 

Pajarilla ; guilcna (d. i. agiiilena. iiud 

alfo eiiierky mit dem Lateinifchm 

aqttUina); manto real. 

Acquileja, aquilegia; amor perfeito 

dosvelhos; flor depombinhos ; fau- 

dades. 

Kolokültfchiki (rf. {.Glockenblume). 

Orlik (/. e. aquilina); rozycyk» 

(Röschen) ; cynowod. 

Worlicek. ( i. e. aquilina). 

Harang-viriig. (d. i. Glockenblume.') 

Odamaki. Tliunh. 



fl) Aquilegia fylveftris, der wilde Ackeley; l'ancolie fait- 
vagc. — b*) Aq. hortenfis, der Gartenackley ; l'an- 
c6lie des jardins. — Aq. montana magno flore. 

Die Aquilegia hat von ihrem ehemaligen Credit verlo- 
ren, vermuthlich weil man fie allzufehr erhoben 
hatte. — Die Gartenaquilegia erl'cheint in nian- 
cherley Gellalten, und mit verfchiedenen Farben, 
daher zahlt man viele Varietäten. — Für die Apo- 
theken fammelt man Vnrzeln, Blumen und infon- 
derheit den Samen 1 wiewohl ihr inedizinifcher Gct 
brauch gegenwärtig lehr eingelchräukt ift. 

AQUILICIA. [Botan.-] 
Aquilicia (anibucina. 

[Staphylea indica. Burm.'] 

Deutfeh. Der Sauger, der Wafl'erftrauch ; de? 

indianifche Pimpernufsbaum. 
Holt. Waterlh-uik. 
Franz. L'aquilice. 
Malab. Nalugu. Rheed. 

Eine indianifche Staude; Blätter, Holz, und Wurzel 
find officinell ; der Salt der Betren brennt au< der 
Zunge. 

Aquiliinis lapis. Hrf. Aetites. 

^iluilimn naf:ii, accipitnmis, refimiis nafus ; Eine un- 
ter fich gebogene Nafe , eine Habichtsnafe ; von 
Pferde», eine Ramsnale ; Holl. Arendsneus, over- 
hoefde Neus; Dan. Vn kroged Nsfe ; Schued. 
Kroknafa ; Engl, a h.iw ked , (ronian) or aquiline 
iiofe , Fl am. nezaquiliii ; hat. nafo aquilino ; Span. 
nariz aguilena ; t'oi t. uariz aquilino. 

AR ABIS. [5oto.] 

Hat den Namen von Arabien, und ift ehedem dem 
arabilclien Senf iieygelegt worden; E>igl. arabian 
mullard. Faikiitf. 

Beutfeh. Das Gänfekraut, das unächte Tliura- 

kraut. 
holt. Honigfchub, 
Dan. Gaafeurt. 

Sctiit-ei. 



.:c5 ATvA 

Schired. Akeilciikojcr. 
Eti^l. WaU-crefs. 
Franz. L'arabctte. 
iS>ai!. &c. Arabide. 

a) Arabis alpiim. 

[Draba iilha filiquofa; lencoiiim vernum 
percnne albuni niajiis.] 
Deulf.h. Vi^.: Alpengänfekraut, Alpentluirn- 

kraut. 
Hotl. Alpifch Honlgfcluib. 
Engl. Tlie alpine wall tiffs. 
Fra-.fZ. L'arabette des alpcs ; le giroflier des 
alpes. 

Auf den Alpen von Oeareicli, Schweiz, Provence, Dan- 
pliine, aiicli in Lappland und Island. Sie ill dia _ 
einzige Pflanze , welche vor den übrigen Arten ei- 
nige Annehinliclikeit hat, und in den Gärten eine 
Stelle verdient. Auch blüht fie fchon gegen Ende 
des M.är;r, und hat einen lieblichen (ierucli. Man 
glaubt, dal's fie mit V'ortlieil für die Bienenzucht 
cuUivirt werden kann. 

b) Avabis thalana. 

[Turritis vulgaris ramofa. Toiirnef. 
Pilüfella liiiqiiola minor. Thal. 
Draba anguftifolia. Barre!. ] 

Detitfch. Das Glinfekraut des Thalius, der 
Tbiirnkohl, der kleine Tliurnfeiif, 
die Ackerlevkoje, die wilde Krefle, 
das langfchotige Täfchelkraut. 

Holt. Thalaans Honigfchiib. 

Dan. Agerlevkoy. 

Schived. akerleukojer. 

Engl. The common wall crefs ; the fmall 
poddedmoufe ear; the Tliale's crefs. 

Franz. L'arabette rameufe; la petite pilo- 
feile a filiqiies. 

Sie wächft anfliolien, trockenen Wiefen, und in fand!- 
gen, wUften Gegenden. Ihren Bevnamen führt fie 
nach Dr. Tiialiu'!, der eine Abbildung von ihr ge- 
liefert hat in cat.nl. plantar, in inontjbus et vicinis 
hercyniaefponte nali:entium. Francoi. adM. ilSg- 
cum figg. in 4to- 

c) Arabis turrita. 

[Arabis ochroleuca. Encycl. 

Tiirritis ochroleuca. Ft.franc. 
Leucoium hefperidis folio. Tournef. 
Turrita major. Cluf. ] 

Dtutfch, Das thurnförmige Ganfekrant; Das 
gemeine Gänfekraut, o<ier un'ächte 
Thuriikraut; Die Leucoje mit dem 
Blatt der Nuchtviole. 

hell. Kromhaauwig HonigTchnb. 



ÄRA 



39« 



ikeir 



£«^7. Tlie towor wull crefs; the towei 

pndded nionfe ear. 
Franz. L'arabette ochreufe; chou-Kfauvage; 

platcau. 

In Sicilien, in dir Schweiz, in Ungarn' und »uf deii'Gj 
bilden der Indiiihen Provinzen l-'raiikreiclis. si 
blüht gegen linde des Aprils. » 

ARACIllS. {Botan.l 
Araclüs hypogaca. 

[Scnna totraph}-lla f. abafi congenf^r, hl. 
futa m.iucrafpatenfis, foLliculo^ iiib te 
ram condcns Fink. — r Chamaebalant 
japonica. Rumph. ] 

DeutfcW. Die unterirdifchc Erdnufs, die Er 

piftazie, die Erdeichei. 
Holl. Indifche Aardcikcl ; Aardaakei 

Piendel. 
Dan. Jordpiftacie, eller Jordpillafke. 
Schwed. Jordpiftacie. 
Engl. The America earth-nut; — pim 

or ground-nuts. Brown. 
Franz. L'a'rachide a quatre fcuilles. Ency, 

Piftache de terre, noix de terre.^ 
Fat. Piftacchio di terra. 
Span. Wani, manobf. 
Fort. Amendllinas; mundubi. 
Brafil. l\'lundubi, manobi. 
Cochinch. Cay dau phung. Lour. 

VVächft urfpriinglich in den fiidlichen Gegenden rf 
Amerika und Alien ; eine kleine Pflanze , deii 
Frucht unter dem iSaiiieii Erdiuiis oder t'.rdeicl •; 
bekannt iit. weil (ie einige Aehnlichkcit mit H:i • 
nullen und kleinen Eicheln hat. Sie werden c- 
weder roh, oder wie Kaftanien gebraten, gcgcH. 
Roh Ichmecken fie wie grüne Erbfen. Die Ne:-^: 
verzehren fie in grolfer Menge, und viele Eiiropfijif 
genieffen fie als eine Delicatelfe. Sie. Tollen flj* 
Fleifchesluft erregen. Auch prcfst man Oel darr. ' 

Den Namen arachis führt fie wegen ihrer Aehnüch! t 
iTiit den Erbfen, denn Arako? hiels bey den G - 
eben eine Art Erbfen. Bey Theophr.ift findet rn \- 
arachydiia, i. e. infra fupraque terram liufi» 
edeiis. 

Arachneolitlii. [Z;VAo/.] Aflxoitae u 

liti figura ovali. 

Spinnenfleine. «) Verfteincrte Spinnen, aiifftln"« ■ 
zen Schiefern. />) Eyrunde Coralloiden, we« 
fpinnenähnliche Flecken haben, t) Einige i« 
kenntliche Ueherbicifel von S-cfterncn, we« |^: 
fich inlbnderheit auf Sandlleiiien befinden.— \ 
/";/i;.'z. araclincolithe, araigue'e petriSoc; e'l* j 
de mer peirifi^., 

Arachni »li 



?7 



ÄRA 



rachuites. [Litlwl.] 

D;;ieiiigen Steiiifpiele, welche die Geftalt einer Spin- 
iie, oder einiger Theile derfelbcn liabeii i Fitiitt. 
plerre qui imite uiie araiguee. ^- i} i. q. ajacli« 

ncolithus. 

rachnoides, \_Lifhot.'] 

Venleiiierte Zottenköpfe, oder fpInnenf.Vrmige See- 
j;ew;iclifei Mediifenhäiipter, Mclche entweder 
ganz oder inStiickeii ausgegraben werden; J-'ra,.z. 
aracliiioides folliles. 

raehnoidea tunica. [Term. amt.] 

So nennt man n) die diinnfte Hirnhaut; einezwilcl:en 
der harten und weiclieii Hirnhaut (dura niater et 
pia niater) liegende dünne, zarte, durchficiitige 
Haut; das Hunlpiunengewebe ; //o//. Spinnewebs- 
vlies ; ßiii:. Spir.delhinden. — b) eine überaus 
z:irte Haut, welche die gläi'enie und cr\llallene 
l-'t uchtigkeit des Auges umgeben Ibll. Die Exi- 
llenz dc! leibdn wird von mehreren Auatoniikern 
geleugnet. 

. rachnoideiis, a, um. 

Bedeckt oder überzogen mit kleinen zarten Fäden, 
wie mit einem Spinnengewebe. Ein Be)-wort das 
aucli in der Botanik verkommt. z.B. die Klette. 
Bevni I'linius heifst ein folches Gewebe ntanea 
XXli, 9. lalicis fruftus aiue maturitatem in ara- 
neain abit. 

RALIA. iBotan.l 

Certfch. Die beerentragende Angelika» 

JiolL &c. Aralia, 
Franz. L'aralie. 

) Aralia arborea. 

■ [Hetlera arbor, follo haftato. Plum.] 
Deutfeh. Die baumartige Aralie ; der beere» 
' tragende Angelikbaum. 

,HoU. Boomaginge Aralia. 
I 'Franz. L'aralie en arbre. 

)n dieiem baumartigen Gewächs hat man noch nithf 
- viel Gewifl'es. Nach den handfciiriftlichen Bei'chrei- 
bungen von Plumier imd den Bemerkungen von 
! . Jacqiiin fcheint diele Pflanze eine Art von hederazu 
l'^feyp. Lamark hat fie auch in ieiner Encycii pädie 

■ dabin veiwiefen; jedoch hat er unter den- Artikel 
tierre ferne Meinung geäuderU — 'üir Vaterlaud üi 

, Jamaica^ 

)• Aralia chinenfis. 

Cocliinah. Cay Quoong. Lour, 

) Ai-alia ccchleata. Ev.cyd. 

[ Scutellarid prima. Rumpli. ] 
Franz. L'aralie ä feuilles en coquille. 
41 Staudengewäclis auf den molukkifchen Infelu. 

5 Aralia cordata. Thunb. 

I ^\zpan. Udo, Toku kuats. Thmb. 



ÄRA 398 

e) x'Vralia japonico. Thunb. 
ffapan. Jaats Ta, Jaatsde- TImnb, 

f ) Aralia nudicaulis. 

[Chriftophoriana vlrginiana, zarzae radici- 
bus fiirciilolls & fungofis. Pluk. 
Deutfeh. Die teerentragende Angelika mit 

blofiem Stamme. 
Holt. Ongebladerde Aralia. 
Engl. The naked ftalk'd aralia-. 
Franz. L'aralie a tige nue ; falfepareille de 
tcrre ; l'aralie bafle ä racine de falfe« 
parille de l'ile de Terre • Neuve. 
In 'Nordamerika. 

g) Aralia octophylla. I^>ur, 

Cochinch. Cliim chim nha, 

h) Aralia palmata. Lotif' 

Sine/. U kia pi. 
Cochinch. Ngu gia bi. 

i) Aralia pcntaphyla. Thunb. 

§'apan. Asjebo, Asjemi, Dari, Wukogi, Kjoh. 

. Thunb. 

k) Aralia racemo.fa. 

[Chriftophonana canadenfis racemofa et 
ramofa. F.h'.k. — Panaces carpimon f. 
racemofa canadenfis. Cornut. — Ange- 
lica baccifcra. Munt. — Aralia cana» 
denfis. Tournef, 

Deutfeh, Die Aralie mit dem Traubenkamm: 

der Wiefenanis. 
Holl. Trosdraagende Aralia. 
Engl. The berry bearing aralia. 
Franz. L'aralie ä grappe ; l'anis fauvage. 

In Canada; die Wurzel foU ein wirklames Mittel gegeu 
Wunden und alte Gefchwüre lieyn. 

1) Aralia fpinofa. 

£ Chriftophoriäna arbor aculeata, virginiei). 
fis. Pluk. — Aiigelica arborefcens, fpi- 
nofa f. arbor indica fraxini folio, cor- 
tice fpinofa. Coimnel.^ 

'Deutfeh, Der ftacblichte Angeiikbaum." 

Hol!, Gedoornde Aralia; boomagtigc go^ 

doornde Angelika; IndÜche Boom 

inet Esfchenbladen. 
Engt. The thorny aralia, or angelica tree; 

tlie Virginian angelica tree. 
Franz. L'aralie e'nineufe; K*/g. ange'Iique 

fauvage. 

I.i 



599 



ÄRA 



ÄRA 



400 



In Caiindn «nil V!rg!nien; eine nclit bis zelmFiif^ !io1ie 
ülaiule; wegen llirer male, ilclieii Abwechreluiig 
verdient fie eine Stelle in Gärten. Sie ill aber noch 
Tehr leiten, weil ilir Samen Rhwerzilbekomineuill. 

ARANEA. {Entom.^ 

Aranea, arancus, araneola, araneolus; 
Grirc'i. Arachnc, aratlinion, 

Dfutfck. Die Spinne; Li cinifTrn Proviiixen 

Ganker, KanEcr; Dortmund in ireß- 

fhn!. Koble. 

Jlt Räch. A'ilim & Franc, ^mu in 

iniler. {Nach dem Griccliij'chea 

nraclme). 
Holt. Spinne, Spinnekop. 
Dan. Ediierknp, Spindel. 

NoruTg. Koiigle, .Spindel, Kongro, 

\'A:vekoiie. 

liiaiui. Konsul Vüfa ; vulßo Kongulo. 
Schivcd. Spinnel, Spindel. (/)/7;rj/. Spinnlar). 

Aitiiord. Kongvefia. Hcru'ars Saga. 

Konj^uloe. Kongulvefa. Damafc. 

Dalek. Kangrä. Hünplierds JJagbok, 

^'ä:iitl. Kangre. 

Mcdrip. Kangro. 

O. Gothl. Lücke. 

Skan. Loeka. 
Eiigl. The fpider {Unter Spinner hingegen 

vi'rßeht man das pJiaUingiuni). 

Nord Engl. Araiii. Groß. 

In einigrn Orten Attercob. (Grofe 

Jagt, dicfer Name feij znfammcnge- 

fetzt ans Cop, ein Tyrann, und ater, 

Blut, welches letztere von andern 

durch Giß ilhcr fetzt wird). 

ylnglf. Ättercoppa , Gangelwaerfe, 

Gang\va;rfe, Lobbe, Rynga, Ringe, 

Grytta. 

Gatic. Damhan -eallaidh. 

JFclfh. Adyrcop. Corr, Corryn. 

Cornifh. CyfVniden. 
Franz. L'araignc'e. 

Alt Yraigne. 

Langued'oc. Iragnado. 

Bas-Bret. Kefniden, Kevniden, Keo- 

riden ; in verfchiedenen allen Büchern 

Quiniden. 
lial. Ragrio, ragnolo, ragnuolo, ragnatela, 

ragna, aragna, telaragna. 

Venezia. Scarp'ia. 

Brefcia. Talamora, Sbursol». 

Arana. 

Aranha, aranhi(,-o. 

Pauk. 



Span. 
Port. 

Kuß: 

Foln. 



Bohrt. 


Pawauk, Pawauiriiia. 


Ilhjr. 


Pauk. 


Serb. 


Pauk, 


Crain. 


Paik. Paigk. 


Slavon. 


Paiik. 


mach. 


Paunfchin. 


Uugr. 


Pok. (diniimit. Po'kotsk.a). 


Epirot. 


Camaiiia. 


Lett. 


Sinicklis. Dfirneklis. Sirnakfüs. 


Ehßn. 


ömbiik, H.-imlik, ämlane. 


Finnt. 


Henne. Ihre; — Hxviie. Leem, 


Katmv.k. 


Aldfciiin, Ojonzek. 


IFotjak. 


Ludfeh. _ 


Burät. 


Tcmefchin. 


Armen. 


Kozara. 


Helir. 


Njakobifch, Simmith. 


GrÖvJ. 


Aufiek. 



Pai?k. 



Das Lateinilche aranea fclieiiit aus dem Gricchifcheil J 
araclme entftaiiden zu leyn ; die eiiropäiCcIieh Be«"] 
nenmmgen araignte, ragiio , arafia find aus deni 
Lateinil'chen tiuftandcn. Will aber der Ktymolog j 
leine Conjeäuren weiter treiben, und aranea vou 
aer ableiten, weil die Spinne mitteilt ihres Netzes 
in der Luft ichwebt, l'o tallt er unllreitijin.'; Lächer- 
liche. Zufalliger Weile heilst im Hebriiirthen arag, 
tcxuit; CS verlieht fich allb, dafs die Klyniolog^i| 
arathne und aranea von arag abgeleitet habertj 
Spinne kommt lier von fpinncn. Das deutl'chePro^ t 
vinzialwort Kanker (tlieint das latcinifclie rancer 
zn leyn, und \i\ wolil der Spinne wegen ihrer Aehti* 
lichkeit mit den Krabben bevgtflegt worden. Merk- 
würdig irt es, dals man in vorl'chiedcnen fchwedi- 
fchen Provinzen die Spinne ebenfalls Kanker neiuit.- 
Die Sylbe op oder cod in Spiiniekop, Kdderkop, 
cobweb (^Siehe araneum) &c. hat zu viele paffende / 
Bedeutungen, als dals man diefen oder jenen Ui>- y 
Iprung mit Üeberzeugung annehmen könnte. In , 
alleren nordifclien Schrillen findet man den iSanieB 
Kap auch für andre Inletten, für Bienen {Conf. apis 
mellif) ; man könnte alfo kop für die in' ältereil 
Zeiten gebräuchliche Benennung der Inletten im j 
Allgemeinen halten, und darnach die obigen com« I 
p»fita mit leichter Mühe erklären. ,j 

iJf-^ftv V Eintheilung der Spinnen in fieben Familien: » 
a) Araneae retiariae; les tendeui'es ; die Stricker, i 
dieStrickfpinnen., Man nennt fie auch Gartenfpinnen; 
//»//.Tuinlpinrien ; /idj/.HaugeCpiudel ; f,.'^/. Garden 
fpiders ; Fianz. Araignees des jardins ; lial. Ragni 
degli orti, ogiardini; Span. Araiias de los j.ardins. 
Araneae reticulis orbiculatis l.ijler; Araneae ver» 
ticales C/fffi. 'Sie fpinnen, in verticaler Richtung, 
ein zirkelrundes, regelmäffiges Netz. — b') Ara- 
neae textoriae; les hlandiires; die Weber, die 
Veberfpinnen. Dies find Hombergs KeUerfpinnen; 
jjnll. Kellerfpiunen, Wehl'pinnen ; Dan. Kleider, 
fpindel; Sclmed. Kälderfpindlar ; £«5/. Cave fpi- 
dersv /V««?. araignees descaves; //a/. Ragni dclle 
cantine ; Span. Arai'ias de las cnevas. Araneae re- 
ticulis conglobatis Lijiei ; araneae irregulares6'/«f*. 
Ihr Gewebe ifl urregelmälfig uud ohne bellimnite 
Geltalt. — Araneae veitiariae; les tapiflieres; 
die Tapezierer. Dies find Hombergs Hausipinnen; 
fiott. Huislpuuieii ; Da». Huiisipindel ; Sclmeä. 

Hu US- 



i 



401 



ÄRA 



,ARA 



402 



HuiisTpindlar; Ettgl. Hoiife Tpiders; Frant. aralg- 
ne^es domtftiqiies ; Spa». aranas domefticas. Aia- 
iieae felis lintcoformibns Liflfr ; Araiieae textores 
Cte/ck. Ilir Gewebe \i\ Jiclit und regelmäillg-, die 
Lage deflVlben horizontal. — <i) Ara-'ieae liipi ; les 
loups; die Wolflpiiinen. Araiieae liipi Lijler, 
Clenk. Heriimiiieiide Spinnen, die kein Gewebe 
verfertigen, fondeni ihrer Beute nachlaufen. — ■ 
i) Araneae phalangia; phalaiiges, fauteufe.«;, vaga- 
bnndes; Läufer, .Springer, Schwärmer. Araneae 
J'halangia Lifler, Cleick. Sie verlertigen kein Ge- 
webe, l'ondeni jagen hüpfend und fpringend ihrer 
Beute nach. — /) Araneae cancroides ; lescrabes; 
die Kiebslpinnen. Araneae cancroide.5 Lijlei, Cleick. 
Sie vei icrtigen kein Gewebe, (ie haben einige Aehn- 
lichkeil mit den Krabben, indem lie dabey ihren 
Gang feitwarti; richten. — g) Araneae aquaticae ; 
les araignees aquatiques ; die Wafl'eri'pinnen. Ara- 
neae aquaticae tieick. Sie leben im Wafier. 

Hierzu ift noch die aclite Familie gekommen, worim- 
ter diejenigen Spinnen begriffen find', welche in 
der Eiicyclopadie araignees niineufes , und von 
Boniare araignees mayoimes genannt werden. Die 
Minierl'piiien graben fich in die Erde ein walzenför- 
nn'ges Ke.'t, tapezieren es mit einem leichten Ge- 
webe, und vcrlehen es an beyden Seiten mit einem 
Deckel. Eine folche Spinne bat Sauvages in Lan- 
gued'üc beob;;chtet, und Brown eine ähnliche iii 
Amerika. 

Die obigen fieben Familen desDegeer flehen unter drey 
Hauptabtheilungen; i) Araignees fileufes, a, b, 
(. — 2) Areignees chaüeufes, d, e, f. — 3) Araig- 
nees aquatiques, g. 

Die Spinnen find von jeher ein Gegenfland der Auf» 
merklainkeit des Philolbphen und Naturforfchers 
geweltn. Viele Beobachtungen findet man in den 
Schrillen des Anrtoteles ynd Plinius. Unter den 
j.mern find, unter andern, folgende Namen zu be- 
merken (Moutfet, Aldrovandi, Jonllon), Leeuwen- 
hcek, Liller, Swammerdam, Reaiimur, Geoäroy, 
Clerck, Degeer. 

Das Alter, welches eine Spinne erreichen kann, I.^ilst 
/ich noch nicht angeben ; Clerck lalst fie in Schwe- 
den nicht über ein Jahr leben ; iiacli andern ;leben 
fie drey oder vier Jahre. — Die Spinnen häuten 
fich zu verlchiedenen Malen, allein lie ändern da- 
durch nicht ihre Geflalt, wie andre Infecten. — 
Die Spinnen haben acht einfache Augen, deren ver- 
fchiedene Lage man bey den Autoren mitPünftchen 
bezeichnet findet. — Sie haben keine Fühlhörner 
(.antennae), londern nur allein Fiililfpitzen (anten- 
nulae), wiewohl GeoEfroy letztre für wahre Anten- 
nen gehalten hat. — Die/^eugungstheile des Männ- 
chen liegen in den kenlen- oder kolbenfürmigeii 
Fühlfpitzeii, beym Weibchen liegt die Oefnung am 
Unterleib vorne gegen der Brüll. Die Begattung 
iftfür das Männchen gefährlich, weil es gewöhnlich 
nach der Handlung vom Weibchen getödtet wird. — 
Nur eine Art ausgenommen, welche auch kleine 
Vögel verzehrt, nähren fich alle Spinnen von an- 
dern Infeften. Sie künneii aber auch' lange Zeit, 
ohne Nahrung, fortleben. — Die Frage, ob die 
Spinuen giftig find, läfst fich noch nicht mit Ge- 
wilsheit beantworten. — Man hatverichiedene Bey- 
fpiele, dafs die Spinnen kinc werden, und fich an 
den Umgang mit Menichen g,ewöhnen kuuuen. — 
Calholttori. Katiitgffihuhle, ßit. /. 



Man hat verfiicht, das Gewebe iin(}l Eyergefpinfl 
verfchiedei.er Arten Spinnen zu Seide zu verarbei- 
ten, dasProducl: ift aber gar zu armlelig ausgefallen. 
Die Fuhlfpitzen (antennulae, palpi) der Spinnen heifie« 
bey den meiden! lateinilchen Autoren tentacula. 
Die äufferen Kinladen oder Mundzangen (mandibii- 
)ae) beiden bey Lilfer tela, bey Clerck retinacula, 
bey franzolil'chen Autoren tenailles, griffes, l'err :, ; 
Hoil. Nyper.s of Tanden ; Engl. The claws or pin. 
ccrs; y/a/. Pinzi; .Sj»««. Pinzas. Die Spmnwarzeu 
(papill.ie) heiflen auf FnuizoTifch mamelons, oder 
Alleres; Uoll. Tepeltjes : Dan. Vrevorter; Ei:gl. 
Nipples or teats ; Span. Pezones ; hat. Poppeü 
line. — Die Beyden Vorderftdle heiflen Armen ; 
hol!. Armen; Ei:gt. the arnii ; Fram. les bras; 
Span, los brazüs &c. 

Von den vielen Arten Spinnen, findet man in diefem 
Wurterbuche nur die bekanntereu anzeigt. 

a^ Aranea aquatica. 

Dentfch. Die Wanerfpinnt. 
Holt. Waterfpin. 
Dan. Vatidfpindel. 
Schwed. Vattnlpinnel. 
Enfrt. Xlie wateripider. 
Franz. L'araignee aquatique. 

L'araignee aquatique noire, ou d'un 

brun obfcur. Deg. 

L'araignee brune aquatique, Geoff'r. 
Ital. Ragno acquatico. 
Span, Arana acuatica. 
Port. Aranha aquatica. 

Man findet fie in den Sümpfen und flehenden Waflerii 
in_ Europa; fie hält fich fcwohl unter als über dem 
Waller auf, und verfolgt allerley Waflerinrecteii. 
Sie verfertigt fich eine lehr kiin/lliche Wohnung, 
worin fie belondcis den ganzen Winter zubringe: 
Iiäufig wohnt lie in leeren Sciineckenhäulern, und 
überzieht felbige mit einem kuniireici.eii Gefpinft. 

b) Aranea avicularia, 

Deutfch. Die Vogelfpinne, die Bufchfpinne., 
der Colibrilreflcr. 

HolL Weftindifche Bofclifpin. 

Eng!. The large fpider of South. America, 
the bird fpider. 

Franz, L'araigne'e aviculaire.' 

L'araignee des oifeaux tapüTiere, 
extrememeiit velue, d'un brun noi- 
r.atre ou rousfötre, a pieds larges et 
veloute's. Deeger. 

Span. Arana monftruofa. 

Vermuthlich ein Tapezierer ; eine von den gröfsten Spin- 
nen; lebt in Cayenne und Surinam; ihre Lebens- 
art ill noch nicht hinlänglich bekannt; aulTer den 
Infeften, wovon fie fich nährt, verfolgt und tödtet 
fie auch kleine Vögel, infonderheit den Colibri. 



C c 



c) Aranea 



403 



ÄRA 



ARÄ 



404 



O Anincii diadema. 

[Aiinipus diadcmatiis. Clfrck. 
Araiiea ciiicij^cr. Dcnirr. 
Aranea Liniici. 'S"i'''/). ] 

Deutfeh. Die Kreuzfpinno; — der Kreuzkaii- 
kcr; die Diadonifpinne. 
Die groITe rütJilicli gelbe Spinne, 
Frifch. 
Die Kiiselfpinne. Scitwenkf. 

fioll. Gekrooiide Spinnckop. 

Däu. Hvidkaartot Spindel. 

Islauii. Fialla - ki)nu,ulIo. 

Schreti. Korsfpindcl. 

Engl. The crofs fpldcr, tlie hazel fpider. 

Franz, L'araigne'e porte-croix. 

L'araiu;ne'e a croix papale. Gcoffr. 
L*araiu;iie'e ii croix tcndcufe, a ven- 
ire arroiidi. d'iinbniii obfcurouroux, 
ä deux tubercules, uvec des taclies 
blanches für le dos, place'es cii triple 
croix. Deireer. 

TtaL La croceragna. 

Eine .SlrickTpinne ; fie ift vorzilglicli groTs; ninii findet 
(ie in g.iiiz Europa; Kreuzfpimie heilst fie, weil lie 
ein weils pimctirtes Kreuz auf dem Rücken trägt. 

d) Aranea domeftica. ' 

[Araneuä domefticus. Clerck. 
Aranea Derhami, Scopol!. 1 

Deutfeh. Die Hausfpinne, die Fenfterfpinne, 
die gemeine Spinne. 

Ho/I. Huisfpin. 

Dan. Huusfpindelen. 

Norw. Vlndvefpindel, 

Island. DorgdingiiU. Fifkekarl. 

Schwed. Dvergen ; Fönderfpindcl. 
Sndiland. Lache. 

Eyigl. The house fpider. 

Franz. L'araigne'e domeltique. 

L'araigne'e de niaifon. Lijon. 
L'araigne'e brune domeftique. Gro^r. 
L'araigne'e domeltique tapiffiere, 
d'un brun grifatre, a ventre ovale, 
velu, moüchetc' de noir. Degder. 

Itnl. Ragno domeftico. 

Span, Arana domeftica. 

Port, Aranha domeftica. 

Eine Tapezierfpinne , von mittelni'iffiger Gr'i'fTe, in 
ganz Europa, luden Winkeln der Haufer und Scheu- 
nen, vor den Fenüern &c. 

e) Aranea extendi. 

JJtutfck. Die Spinne mit auspieft-reckten Fiif- 
fen, der Streckfufs, der Langkörper. 



ff/yf/. UiriTcrektc Spinnckop. 

Diiii. L'dltrakt Spindel. 

Srliircd. Utllrackt Spi)inel. 

Engl. Tlie fpider with extcnded Icgs. 

Franz. L'araigm'e patte-etendne. 

L'araigne'e ä ventre CN-Iindrique, et 
pattes de devant e'tendiies. Gcoff'r. 
L'araignee patte e'teiidiie tcndeufe, 
k ventre tres alonge, d'ini briin gri- 
ßtre, et a pattes e'rendues en avant 
en ligne droite. Dcgccr. 

Eine Strickfpiune, in ganz Europa. Sonderbar ift i'ne 
Stellnng, wenn fic ruht, denn (ie hält die vierVur- 
dcrtüffe nach vorne, die letzten zwey FiKle n.irh 
liinton und die vorletzten nach der Seite ausgc- 
llrcckt; aus dielcr Urlache hat lie den Beyiianien 
cxteiifa erhalten. 

Sie ftrickt vorncmlich auf dem Felde, auf Pflanzen und 
Stauden, zumal in etwas feuclitcn Cicgendeii. Ihr 
Gewebe und Fadenwerk l'oU zum liigenauutcu flie- 
genden Sommer werden, jcdotli IMi os auch noch 
mebrcrn Arten geben, die dies Pliiinonien hervor- 
bringen. Coiif. Fila aeftas volitans. 

f) Aranea fimbriata. 

[ Arancus fimbriatus. Clerck. ] 

Detitfch. Die gefaumte Spinne, die Saumfpin- 
ne ; liie Siimpffpinne. 

Holt. Gezoonide Spinnekop. 

Dan. Brsemmet Spindel. 

Franz, L'araigne'e frange'e. 

L'araignee cendrc'e ä trois lignes 
blanches für le corcelet. Geoffr. 
L'araignee-loup des marais, a corps 
alonge', brun, dont le corcelet~^et le 
ventre fönt borde's d'une bände blan- 
che, ä pattes brunes. Dcgeer. 

Eine Wolffpinne, in ganz Euri,pa, am Rande der Bärlic 
und Sümpfe, Zwilchen den Wafferpflanzen. Mit 
vieler Fertigkeit l.aift fie auf der Oberfläche des 
Waffers, ohne nafs^ zu werden und ohne Gefahr, 
zu finken. Das Weibchen hängt ihr Eyergelpitmft 
an Wafferpflanzen, und verläfst es nie. Der Hey- 
name fimbriata wird durch die obenftehende Be- 
fchreibung des Degeer erklärt.^ 

g) Aranea foliata. Foyreroi. 

Franz, L'araigne'e porte - feuille, Geoffr,, 
Foitrcr., Encyel. 

EineStrickfpinne, man findet fie auf denWiefen in den 
Gegenden um Paiis. 

h) Aranea fumigata. 

[Aranens fumigatus. Clerek."] 

Deutfeh. Die Rauchfpinne, die räucherige 
Spinne. 

mn. 



405 



ÄRA 



Hol!. Bniine Spinnekop. 
Franz. L'araignee eiifumee. 
Eine Wolffpinne. auf den Feldern, in Europa. I!,re 
Uoh.umg Ic d.iRt fie in der Nil,e eines Raupcnnc- 
ftes a,>t m,d tcdtet eine Ranpe „ach der andern 

' . !L^ '■? 'l"'?"^"",'"""""- ■'^<=" Beynameu hat lie 
ven ihrerlarbe cihalten. 

i) Aranea holofericca. 

[Aranciis palüdulus. Clerck.'l 

DexUfch. Die Sammerrpinne; die braungelhe 

Spinne. 
Holl. Flu\veelan-%e Spinnekop. 
1-ranz. L'araignee la;ine'e tapiflie're, d'un 
gris de fouris, ii ventre velu.- ovale 
et alonf^e', avec deux taches jaunä- 
tres en deHons de la bafe. Deaeer. 
Eine Tapezicrfpinne, a;i( Pflanzen und Bäumen, deren 
ölatter he ziiljnimen«iclielt,.und darin lieckt. Den 
ßeynamen hat fie von der iämmetartigeu liekleidune 
: des Hinterleibes. 

k) Aranea labyrinthica. 

[Araneus labj'rinthicus. C/?r<:;i.]] 

■ Deutfeh. Die Wiefenfpinne; die Spinne inj 
Labyrinth. 

,. Holl. Doo'lhofmaaker. 

, Engl. Tiie field fpider. 

i.Franz. L'araignee Jabyrinthe. 
Ene Tapezierfpinne, faft in ganz Europa. Sie Bber- 

. - rpnnit hm und her allerley Gefträuch und Difteln 
und verbirgt fich im cylindrilchen Grunde : weeen 
diefes verworrenen Gewebes hat fie den ßeynamea 
erhalten. -' """" 

15 Aranea laevipes. 

[Araneus margaritatus. Clerck.'] 
-Deiitfch. Der Buntfufs, die Tigerfpinne. 
HoU. Bontpoot. 
Franz, L'araigne'e tigre'e. 

L'araignee - crabe tigre'e ä ventre 

court et aplati, d'un blanc flile, ä ta- 

dies noires, ä quatre pattes pofteri- 

eures courtes. JJegecr. 

Eine Krabbenfpinne, in Europa, die Fü/Te find afchfar- 

big und et\vas grUn , mit ichwärzlichen Flecken 

gelprenJielt, daher der Beyname. 

31) Aranea nidulans. Fabr. 

[Tarantula major fubhirfuta, fub terra nidu- 
Jans. Brown.'] 

Bcutfch. Die Minierfpinne. 

Engl The great fcorpion fpider. 

Franz. L'araignee reclufe. Enctfcl. 

"^Th^^l ff '^'"»:?""l-'t"' ""d auf den fUdamerikani- 
iciieu Infein. Man /ehe oben. 



406 



■ ÄRA 
n) Aranea nocturna, 

Deutfch. D:o Nachtfpinne. 
Frayiz. L'araignee hibou. Enc. 
In I^'iropa von mittelmä/nger Gröife; in der Nacht i» 
/;e thatig und am Tage ruh.g. daher der ßcyname! 

o) Aranea rcdimita. 

[Araneus red imitiis Clerck; aranea coronata. 
JUegeer. j 

Daiffch. Die Kranzfpinne. 

Holl. Bekranste Spinnekop. 

Franz. L'araigne^e couronne'e. 

L'araignee a couronne rouge filan- 
dicre, a venti-e ovale, blanc, avec 
un cercle couleur de rofe. Degec- 

p) Aranea faccata. 

[Araneus monticola. Clerck. 
Aranea LionetU, Scop.] 
Deutfch. Die Sackfpinne, der Sackträger, die 
Sackträgerin ;._ die Erdfpinne mit 
dem Eyerfack. Frifch. 
Holl. Zakdraager, Zakdraagende Spinne. 

Dein. Hvid faekket Spindel. 

Ifhmd. Hnodo Kongullo. 
Grönland. Aufiek. 
Schwed. Sackfpinnel .Sackbarare.' 
Engl. The bag bearing fpider. 
Franz. L'araignee porte-fac. 
Ital. Ragno portator de facco. 
Eine Wolffpinne : in Europa auf dem Felde nnd (n den 
Garten; von mittelmäfflger Cirühe. Sie fchleonJ 
ihren fJverfack allenthalben mit fich, daher ihrBer 
name; wiewohl alle übrigen Spinnen aus ihrer Fa- 
niilie das nämliche thun. 

q) Aranea feenica. 

[Araneus fcenicus. Clerck.]^ 
Deutfch. Die hüpfende Spinne, die Mauer- 

fpinne; die Kellerfpinne; die komi- 

fche Spinne, 
Holt, Muurfpringer. 
Dan, Muurfpindel. 
Schwed. Muurfpinnel. 

Eigl, The wall fpider; the jumping fpider. 
Franz. L'araignee che\ronnee. Encycl. 

L'araignee fauteufe ä trois chevrons 

blancs. Geoß'r, 

L'araigne'e -phalange ä bandes blan- 
C c 2 • ches 



407 



ÄRA 



cTics noire, ä vcntrc ovale avcctrois 
bandes transverfalos, deniicirculaires 
blanches. Di-t^ar- 
Span. Arana puly;a. 

GrÖiJ. Nikfoarfiik {fo lirifst bey tknen auch 
die arnnra truncomn)- 
Ein Scliw.'iriner, liiüifiR in Kiiiopa, auf Däcliorn offenen 
iM:iiireii tVc. Mit lathteii Scliiitten iiäbeit liicfe 
Spii\ne licl) einer Fliege, imd wenn fie ihr nahe 
geniijä ill, r<) liüpft lie mit erllaunliclicr Behendig- 
keit auf ihre Uciite. Sie niaclit kein Gefpinft. 

r) AvaiiCi\ Tpeciofii. Pallas. 

Die uralil'chcn Kolacken nennen fie Bofh'e misgin 
A. i. Gottesipinnc, weil fie aucli In denNVnikeln, 
wo die Bilder der Heiligen aufgefteUt werden, iM 
Gewebe zu machen pflegt. 



f) Aranea tarantula. 



Dcutfch. Die Tarantel. 

HolL Tarantel. 

Dan. Tarantel. 

Sclmtd. Tarantel. 

Eni^l. The tarantula. 

Franz. La tarentule ; l'aralgne'e enragee. 

Ital. &c. La tarantola. 

Ruß: Misgir. 

Bnchar. Gunda, Sarabagur. 

Kalmnk. Surbaga,' Sarabogau. 
Eine Wnirrpinne, eine der gröCsten in Europa. Sie lebt 
faft in ganz Italien, in Sicilien, Sardinien ^eapel, 
Corfica, Provenze, in verfchiedenen Gegenden Kuls- 
lands, in Perfien &c. Ihren Namen flihrt fie von 
Tarent einer Stadt in Apulien, wolelhlt fie am haii- 
fißlien ill, und wo man 4ie am nieilten für giftig ge- 
lialten liat. Sie macht kein Geipinft, fondeiui grabt 
firh ein nach ihrer Gröffe eingerichtetes Loch in 
die Krde, und bezieht die Wiinde mit einigen ha- 
dcn, damit keine Krde einfMft. Streicht ein Infeft 
ihre Wohnung vorhev, fo Icliiefst fie mit einer bewun- 
dernswiirdigen Behendigkeit auf dallelbe nnd ver- 
frhlingt es ganz bis auf die hartelten Theile. Oe. 
gen Ende des AuguQ legt lie eine grolle Menge tyer, 
welche fie feil einipinnt, und dann das i\elt allent- 
halben mit fich fclileppt. Ihre Jvmgen ernährt de 
lind tragt l'elbige, wohl fechzig an der Zahl, lo lange 
auf dem Rii#en, bis i\e fich zum erltenmal gehäu- 
tet haben. Die allgemein bekannten nachtheiligen 
Folgen des Tarantelbilles, nämlich infonderiieit die 
Tanzfeuche (tarentismus), werden von den Neuem 
zn den Fabeln gezählt. Die Taranteln werden von 
den Schafen mit Begierde, und ohne Nachtheil ver- 
fchlungen. Falk erzahlt, dafs die Taranteln aus 
diefem Grunde die Schafe vermeiden, und iclion 
das Fell und die Wolle derfelbeii Ib widrig finden, 
dais, wer auf Schaffellen oder FUiien fcliläft, voa 

' ilmen nicht incommodirt wird. 

■t) Araiiea venatoria. 

Deutfeh. Die Jagerfpinne. 
Moli. Jaagerfpin. 



ÄRA 408 

Emrt. Tlic lumting fpider. 
Franz.' 1,'araignJe clialVcufe. 
In Südamerika. 

u) Aranea viatica. 

Deutfch. Die Wegrpimic, die Cartenfpinne, 
die Krabbenfpinne, der Harlekin. 

//o//. Potfenmaaker. 

Eiigl. Tlie crab fpider. 

Franz. L'araignc'e loirale. 

L'araignc'e a pattes de devant lon- 
gues et arlequiiies. Geoffr. 
L'araignee-crabe briine'bordc'e, grile 
ou brune, a ventre ovale et apiati, 
borde' d'Que bände brune obfcure, et 
d'une ligiie blandie Degeer. 

Eine Krabbenfpinne; in g.inz Kuropa, an Gärten, auf 
li.iumen iiiiid Pflanzen. Wegen ilires Ibnderbaren 
Ganges, indem das zwcyte Paar ihrer Fülle grüller 
illi, als die übrigen, kann man fie den Harlekin 
nennen, auch And ihre Fülle bunt gezeichnet. 1 

Araiieum; aranea; aranea tela, araneaercte, 
aranearum opera, veftis aranei ; — fcutu- 
latum rete aranei Plin. — Gricch. arach- 
ne; leptos arachnes peplos; araclinion. 

Deutfch. Das Spinnengewebe, die Spinnwebe; 

N.Sachf. Spinwebfel; Dortmund 

Kobswebfe. 
Hall. Spinrag, Rag, Räch, Spinweb, Web. 
Dan. Spindelvsev. 

Nonv. Spindelvasv. 

Island. Hegome; Gonguroai-Vefur. 
Schwed. Spinnelväf, Dvergväf. 

Altnord. Kongulvavovef. 

IV. Gothl. Kongelväf, Spinnekafva. 

O. Gothl. Läckenät. 
Engl. The cobweb, the fpider's web.1 

In einigen Gegenden Attercob. 

Anglf. Treogwul. 

Gälte. Lion an damliain eallidh. 

IVelfh. Gwawn, Gwe'r Corr. 
Franz. La teile d'araigne'e. 

Bas-Bret. Cannivet. 
Ital. Tela di ragno, il tiiato de' ragnateli, 

ragnatela, ragnatelo, ragna. 
Span. La telarana. 
Port. A tea de aranha. 
Ruff. Pautina. 
PciJn. Pai^czyna. 
Böhm. Pawucina, 
jrtach. Paunfchin. 
Ungr. Po'k-halü. 
Leu. Sirnekla tihkis, Simekli. ._ 



1 



409 



ARB 



ARB 



410 



Eh.ß». 



änJäfe Wärk. 

Reval. ömlillko vark. 

Dörpf. Wörk ; hämlikko worg. 
FiMi!. Hämahäkinkina, Häniähiikiwercko. 
Lappl. Heune werbme. 
Gr'onl. Ni'j^ak. 
Hehr. Kurini. 

Aranearum exuviae. 

Der Balg einer Spinne. Die Spinnen häuten fich zu 
verlchiedenen Malen, oder legen ihren Balg ab, 
wie wir oben bemerkt haben. 

Aranea tunica [Temt. anat.} j.q. arach- 
iioidea. 

Arbitrarius pulmo. 

Kill* wiUkührliclie Lunge haben die Amphibien, indem 
fie mitteilt derl'elben auf dem Lande Athem hoh- 
len, im Waffer aber ilm an fich halten können. 

Ar bor, arbos; Griech, Dendron, dendros. 

Dcutfcli. Ein Baum ; A^. Sachf. Böhm. 

Tc:'':on. Poum, Boum, Baum. 

Altfrief. Barn, Thre. 

Der We'tjs Knn'ig Pam, Pawm. 
EoU. Boom. 
Dan, Trase. 

Island. Trie; Die Edda Böm. 
Schwed. Trsed. 

Attntn-d. Thollur. 

Mofogoth. Triu, Triuw, Bairas. Ulph. 
Engl. Tree. 

Aiglf. Treow, Triow, Treo, Triw, 

Tryw, Wuda. 

Galic. Craobh, Crann. 

irelfh. Ceubren, Gwj-dd, Wydd. 

Cortiifch. Bren, Guedhan, Guiden, 

Gwytb, Withen. 
Franx. Arbre. 

M. Aubre. 

Bas-Bret. Gwezeo. 
Ital, Albero, arbore. 

Brefcia Erbor. 
Span. Arbol. 
Port. Arvore. 
Ruß'. Derewo. 
Pöln. Drzewo. 
Böhm. Strom, Sftep, 
Slavon. Dervo 
Crain. Dervu. 
Illyr. Derewö. 
[Flach. Kopatfch. 
Epirot. Lis. 
ünjir. e'lö-fa. 



LttH. 


Kohkz. 


Ehßn. 


Pu. 


Fluni. 


Puu. 


Lappl. 


Muor, Mor. 


Tunguf. 


Mo. 


Szirjdn 


Pu. 


Gitan. 


Dar. 


Perf. 


Daracht. 


Türk. 


Agatfch. 


Hebr. 


Njez. 


Giald. 


Ihlan. 


Grönl. 


Orpik. 



Arborescens. 

Was fich derGel^alt oderGiolTe eines Baum«« nSfcert;, 

Was mehr ift, als ein Strauch (Ciltus incanus). 

Arboreus caulis. 

Ein baumartiger Stamm, wenn nur ein einziger ftarker 
Hauptftamm vorhanden ift,- rm Gegenfatz von 
fruticofus, fuffruticofus, herbaceus. 

Arbuscula. 

Ein Bäumchen; I/o!!. Boompje; Ilnl. alberetto, 
Syan. arbolete, arbolito, aiboüco; Fort, arvo- 
rezinha. 

Arbuftiva. [Term.botan.'l . 

So hief'i die neunynddreyfligfte Pflanzenordnung iii 
den erften Ausgaben der linneifchen Fragmente 
einer natürlichen Ordnung, und enthielt folgende 
Gartungen: Myrtus, philadelphus, eugenia, guk- 
yava, pfidium, caryophyllus. — In den neuern 
Ausgaben formiren fie die neunzehnte Ordnung 
unter dem Titel Hefperideae. 

ARBUTUS. [Botan.-^ 

Arbutas oder arbutum kommt bey den Alten vor als 
eine Benennung des Erdbeerbaums, Fiin., rirgil, 
Ocd. — Arbutum hiels auch die Frucht dief»s 
Baums, riigil. 

a) Ai-butus alpina. ^ 

[Vitis idaea, foliis oblongis, albicantibus. 
Beuh. Tournef.] 

Deutfeh. Der Arbutus auf den Alpen; dieMos- 

heidelbeere. 
Holl. Alpifche arbutus. 
Dan. Heftebser. 

Noi-w. Heftebser, Biöndbaer, KorjÄ- 

baer, Ravnebaer, Rypebaer, Troldbser, 

Fiaeldbaer, Liupebaerlyng. 
Schwed. Fjällbär. 
Engl. The alpine arbutus. 
Franz. L'arboufier des alpes. 
Sibir. Ampryk. Fl.RoJf. 

^ ^ Läppt. 



411 



ARB 



ARB 



4i;i 



Läpp. Garnnasinyric. Fl. Läpp. (d.i.Ra- 
bnibccre ). 

Ein Strnucligcwäclis, in etwas feuchten. Gegenden auf 
(Ich Ali<en von Lappland, Kürwcgeu , Scliweilcii, 
Sii>iric-n , Schweiz, Kiiglnrul , 'in der Duuphine uiul 
nuf den P)renäen. Die liieren find ejsbar, und 
fciinicrUen ziemlich fills, werden aber, wegen ihres 
Revgel'cliniaclss , von den I.appliindern wenig ge- 
achtet. Uelto willkomnuier lind (ie nen Hierden, 
Büren, Raben (Korp, Rav ) , und Hafclliiihnern 
(Rypc), daher lic auch die obigen Namen ili Nor- 
wegen inid Lappland erhalten haben. 

b) Arbiitus aiidrachne. 

[Antirachne ffutcfcens, fpica erecta, follis 
ovatis integerrimis & ferratis. Ehret. ] 

' Deutfeh. Der morgenländilche Erdbeerbaum. 
Hol!. Syrifclie Arbutus, 
Enirt. The oriental ftraw beriy. 
Fratiz. L'arboufier a panicules. Encijd. 
Bin überaus fchüner Strauch etwa 6 bis 8 Fufs hoch, 
im Morgciüande, wird nunmehr auch in England 
und Frankreicli ziemlich häufig gezogen. Ehret 
hat fie unter dem Namen andrachne befchrieben. 
Sie wird aber irrig iür die andrachne der Allen 
gehalten ; diele wird in der Encyclopädie als eine 
eigene Art, unter dem Namen arbutus integrifoha 
(arb. fül. non l'err. Bauh, Tounief. ), angegeben. 

c) Arbutas unedo. 

[Arbutus folio ferrato ; arbutus & unedo. ] 
Griech. Kamaros, und die Fnicht meme- 
kylon. 

Deutfeh. Der Erdbeerbaum ; derMeerkirfchen- 
baum; der Hagapfelbaum; der frem- 
de Ptlaumenbauin. 

Ho!!. Europilche Arbutas , of Aardbezie- 
boom, Hagappelboom. 

Dan. Jordbtertraee. 

Sditved. Smultrontntd. 

E>ig!. The ftrawbcrry tree. 

Franz. L'arboufier commun. 

indiy- Le fraifier en arbre; I'arbre ä 
fraifes ; die Frucht arboufe, arboife> 
arboulle. 

Ilat. Arbuto, albatro, albaro, corbezzolo; 
die Frudit corbezzola. 
Brefcia Corbel. 

Span, Madrono, madroiiero ; arbozera, abe- 
rozcra; — die Frudit madrono, en 
las montaiias de Burgos borta. 

Port. Arbuto, medronheiro, madronheiro> 
ervodo; a'/> /"r;.'r/rf medronho. 

Ri'S". Ljesnaja jablon. 

Polii. Jezowka wlofka, przofkotnica; die 
Fnidtt Jezowki. 



Bö'nV. Platiif gabloff. 
Ungr. \'ad-altTia-fa. 
Inäen Giirtciizn Conßantinopä Komaria. Forfk. 

Eiu Strauch mit einem banmartigen Stamme, wird iin- 
i;efäl)r vier bis lieben Fufs hoch. — Die Fruclit hat 
Aehnlichkeit mit einer Erdbeere, fchme.kt rtifs, 
aber unlieblicli ; in den filrilirlien Gegenden von 
Europa wird fie von den armen Leuten jegclfen. 
Ans dem Laube, der Rinde und derFruclit bereitet 
man irwar ein Decoft gegen den Durchfall, es wird 
aber von Vielen für fcluidlich gehalten. 

AulTer dem Erdbeerbaum mit rundcn'Frilchten find noch 
folgende zwey Varietäten zn bcnierken : (?) Der 
Erdbeerhaum n)it ovalen Früchten ; arbmus oblongo 
• et acuto fruftu ; l'arboufier ;\ (ruits ovales ; zuweilen 
TarboufiiT d'lt.ilie. — b") Der Eidbeeibaum mit 
rotlicr BItitlie ; arbutus folio ferrato , flore pur|>u- 
rafcente ; l'arboufier it lleurs rouges. 

Man hält den vnedö des Plinins mit der Meelbce^e für 
fiiierley ril;inzp. Vnedo heilst fie' wie die Etymo- 
logen wollen, daher, weil man nicht mehr als eint 
Beere davon geniellcn darf. 

d) Arbutus uva urfi. 

[Uva urfi; radix idxa piitata et uvaurfi.J 
Griech. idaia riiiza, arttoilaphylon ? 

Deutfeh. Die Bärentraube, die Bärenbeere, die 
Mehlbeere, die Sandbeere, die Stein- 
beere, die fpanifche Heidelbeere; die 
Wolfsbeere (die Preifelbeere) ; 2^elle 
Möhrbeere (d. /.' mürbe Beere). 

Ho!!. Beerendrulf, Meelbeffen. 

Dan. Weelbrer-Riis. 

Norircg. Meclb^er, MiGlbKr, Miöl^e- 

bscr, Miölbacrrüs. 

Island. Sortulyng; die Beeren MyU 

ningar. 

Scliwed. Mjölon, Mjöionris. 
Gotliland LinSär. 
Oßgoth!. Mjölabär. 
Ah einigen Orten Degb'dr "(rf. /. Teig' 
beere). 

Engl. The trailing arbutus or bear berry; 
bear whortle berries, 
Galic. Bracileaga-nan-con, 

Franz. Laboufferolle, ou l'arboufier trainant. 
vulf^. Le raifin d'ours. *buxerole. 

I'al. Corbezzolo uva d'orzo. 

Span. Uba de ofo ; ubaduz, gayuba, gayu. 
bera, ayauja, 3^'iijes. 

Port. Uva de urfo. 

Ruf]. Toloknj.inka (d. i. Mdilbeere),Tola- 
janik. 
Medsvefchi, woltfchi jagodiL 

Poln, Boro'wk.a. 

üngr. 



413 



ARB 



^\qt: Medve fzolo. 
, Leti. Wiltenes (d. i.Mrklbeere ). 
Ehßn. Alahk - niarja, Alahk - marri (d. i. kleb. 

richte Beere ). 
Fmn!. vSianpuoiainchruo, Taikinalnen. 
Sibir. Tolokilika. 
Jld itrbcm Turopez Talagnanik. 
^akut. Ongochtach oton ( Ofon heifst da. 
jel'jß eine Beere). 
■ Penn. Pon - p liI ( i. /. Hundbeere ). 
. Korjäk. Kltfchimmuna. 
Kamtfch. Katakynun. 
Kuril. Aca'capu. 

In Nordamerika Jackashapuk, Sagacklioml. 
Jin Strauch. wiSciift in den fteinichten , fchatfi^en „nd 
bergichten Gegenden von Buiopa, gewöhnlicl, un er 
den Pre.ireibeeren (Rubus vitis iciaea) „nd "er 
dem Heidekraut; auch in Nordamerika. Die Frucht 
heilst Mehlbeere, weil fie, nach abgelcliälter H.u 
in Mehl .erlillt; fie wn-d von den V,:geln begierig 
gefreflen; für Alenlchen ,ft fie keine Speile, Lwi! 
Ichen wnd iie im Nothlall, von den Lappländern 
ent^^'eder roh oder getrocknet gegeffen. Sie wird 
gegen Ausgang des Sommers reif und roth bleibt 
bis zum U inter hingen, Ichmeckt mehlig und fade. 
älteren Zeiten war die Bärentraube in der Medizin 
nicht bekannt, dagegen wurde fie in den neueren 
. Zeiten wegen ihrer ganz belonderen fteintreibenden 
vornanilich fteiiizernialmendeu Kraft ( lithontrimi' 
eon) Obertrieben gelobt, und ohne weitere \'orhcht 
^Pjf"^'^- Di« Apotheker verweehlelten fie huifie 
mit derPreiffeiheere, mit welcher fie viel Aehnlich? 
^cit und bevnal;e cinerley Kräfte hat. Nur die 
.getrockneten Blätter find, wegen ihrer zufamme, ! 
ziehenden, Ichweifs- und fieintreibencien Kraft 
officmeli, und u d N. herba oder folia uvae uifi in 
'j den Apotheken bekannt. 

l'Blätter eines nordamerikanifchen Strauches reben 
nmer Ranchtoback geinifcht, einen angenfhmen 
Geruc:, und Oeichmack, und ftärken die Speichel- 
Pi"f?"' Vo"- ungefähr 60 Jahren brachte man diele 

' a7 ;"^' ^^"^^' ''^'""'- '■-'""''^'i entdeckte man 
• ^."'^ ?"" .'■'^''''sliapuck mit der europäifchen uva urfl 
' , eiiieney Pflanze war. 

D Blätter werden in Schweden zur grauen und fchwar. 
zenJrarbe genommen. Die Corduanbereiter inßer. 
gen bereiten daraus ihr Schmack. Linne lagt- eft 
Planta coriarja apud nos ufitatifiima. In Eneland 
braucht man he ebenfalls zum üärben des Leders 
im Calaniclien Gouvernement und in andern Ge' ^" 
genden von Ruisland bedienen fich die Saffianbcrei- 
ter d,s ganzen Strauches mit Stämmchen m.d Blat- 
^ern, um Garben des Saifians, weil er, lo wie and e 
^eüe, damit gelclnvinde und gut durchgegerbt 

■"'w^i"'^^^ f^",,''" ^^'} Sommermonathen die 
r "ube^^ «-»chemlle au deu Wurzeln der Jiareu- 



ARC 



414 



Beym'Verrenden derPreilTelbeeren mufs man die B'ii-en- 
trauhen wohl aiislefeii, weil |ene Ibnrt ein3a unan- 
genehmen Gelchmack bekommen. 

Sie führt auch den Kamen Sandbeere, weil fie fand,=e 
Gegenden vorzüglich liebt. 



ARCA. [Conclnjl.] 

Unter Arciie ftellt man fich den Kaften des Noah oder 
emSch.lc ohne Malt vor. Der Aehnlichkeit wegen 
hat man meicn Namen einer MuCchelgattung bev- 
ge egt. Das darin lebende Thier ill noch nicht 
bekannt, man hält es für eine Tethys. — Von 
der Uiama imterfcheidet fich die Area dadurch, 
da s Ihre beyden Schnäbel fehr weit von einander 
Jtelien. — Verfieinerte Archen (Arciten) find 
ungemein feiten. . 

Deutfeh. Die Archen, die Archenmufcheln, 

Holt. DeArkeiLofArke-NoachDoiibletten. 

JJüH. Arkeii, Kiftefkia;!. 

Schwed. Arken. 

Engl. The arkfliells, arks or boats. 

1-ranz. Arches. ^ 

Ital. Arche. 

Span. Las arcas. 

Port. As arcas. 

a) Area antiquata, 

[Anomalocardia effufa Klein. Peften virgl- 
neiis; concha jamaicenfis ; arcafcapha; — 
(concha polyleptoginglvmos. Fab. 'Co. 
lumnay, Anadara; (Robet) Jdaiifon.] 
Deutfeh. Das. Paketboot; die Baflardmufcliel, 
Baltardarche ; der Jungfenikamm' 
Jungfernkamm -Mufcheln , Mädchen- 
blume. 

Ball. Paquetboot; Bafterdtrse, Maagde- 

bloem. 
Dan. Pakketbaaden. 
Schwed. Packetbäten. 
Engl. The virgin cockle; the Jamaica ark 

or cockle. 
Franz. L'arche anadara. Encijct. 

Coeur en arche de Noe', coeur en 
carene. 

Faufle arche blanche canele'e. 
Itat. &c. Anadara. 
Malacca. ßia anadara. 

den Meeren wärmerer Länder, üi Ofi-- und Wertin- 
dien, an der Külfe von Afrika, im mittelländichen 
Meere. Sie heilst Balfardarche, weil fie der ächten 
Arche nahe kommt, und in einigen Stücken von 
Ihr abweicht; Junglernkamm wegen ihres gezähnel- 
ten Randes; Mädclienblume (eine unanlhändi^e 
\ergleifhunp\ wegen der rothen Feuchtigkeit, 
welche das Thier von fich giebt. Nach Rumpfs 
«encht findet man in der Miifchel ein Steinchen, 
Ctenites genannt, ron der Gröffe einer Erbfe. Au* 

Aber- 



415 



ARC 



ARC 



416 



Abcrplaiibcii tragen die Indianer ilifs Steincliefi, 
lim bcv ihrem .Miilchellaiig (;liUklicli zu Icyii. Die 
Mukliel ill in diu Cabiuttltii weder gemein iiucU 
leiten. 

b) Area bart:\h\. 

[Cliamn arpcra. RnndrI.I 

Deiitßlt. Die bartif^e Arche, die Bartarche, 

Holl. Gebaarde Ark- doublet. 

jDän. Skixgget Aik. 

Schweii. Skäggarken. 

Engl. The tVinged ark. 

Franz. L'arclie barbue. 

Jtal, Area barbata. 

Span. Area barbada. 

Fort. Area barbada. 
Au verrdiiedeucn europiiifclien Kilften, im rotlien Meer, 
aufTraiiquebarctc. DieKal'ern, womit fic bekleidet 
ift, find nach der Vorderl'eite zu am ftcifllen, und 
bilden einen Bart. Gewöhnlich ift diele Mufchel 
noch einmal fo breit als de lang ift. 

c) Area coneamerata. 

Deutfeh. Die Mönchskappe; die grofle herz- 
förmige Arclie mit einer inneren 
Scheidewand. 

Hott. Monnikskap; Baftard-Ark met een 
Scheidfei. 

Engt. The monksnood. 

Franz. L'arche chambre'e. 

Coquehichon de moine. 
Tm Indifchen Meere; eine Seltenheit. 

d) Area decufiata. 

Deutfeh. Die gefleckte Arche; die gefleckte 
Kücli'enmufchel; die kreuzweife ge- 
ftreifte Arche, die Kreuzarche. 

Holl. Gekruifte Arkdoublet (geelgevlam- 
de PoxTcr). 

Engl. The croffed ark. 

Franz. L'arche tachete'e. 

Furie ou came flamboyante. Fav. 
d'Herb. 
Im Indifchen Meere; aufden weflindirchenZuckerinfeln; 
die vollüändige Diiplette ift leiten. 

e) Area fufea. Encyd. 

[Amygdalum frixum f. toftum, tefta oblon- 
ga decuflatim (Iriata. Martini VlI, 357.] 

Deuifih. Die braune Arche ; die gebratene 

(^richtiger gebrannte) Wandel. 
Holl. Gebrande Amandel. 
Engl. The brown arkfchell. 



Franz. L'arche brnne. 
J/arnande rotie. 

Coeur des Iiuics ä cart'ne etroite, de 
la forme d'une smande dcpoiiillce 
de fa coque. Davila. 
InOflinditii, an dcnUtcrn der weftindifchen Antillen &c. 

Area glyeymcris. 

[Glycymeris; conclia nigra; — chamaelea 
cifciimata Klein; arca mutabiiis glycyme- 
ris Linnci. Martini. ] 

Deutfeh, Die glatte Arche, die veränderliche 
'Arche ; die glatte Pufierdiiplette, 
oder naeh dein von Müller angenoni' 
tnencH niirnhergifelien Neime.n eines 
fußen Kuchens Gogelliöpflein ; die 
fiilsfchmeckende Arche. 

Holl. Gladde Puffer. 

Dan. Den glatte Ark. 

Sehwed. Den glatte Ark. 

Engl. Tlie orbicular ark. 

Franz. L'arche glvcyme'ride. Enrijcl. 
Bignet. — Le vovan. Adanf. 

Ital. Arca liscia. 

Span. Arca lifa. 

Port. Arca liza. 

/^m rothcn Meere. Metliiftrachibada. Forß. 

Im niittelländifclien Meere und im Ocean, an dcnUrerit 
des rothen Meeres &c. Glycymeris heifst fic wegen 
des llilVen mit etw;is I5itterkeit vermiCcliten Ge- 
l'climaiks ilires Fleilches ; glatte Arche, um fie 
von der arca undata zu unterlcheiden ; verander» 
liehe Arche, weil (ie Ibwolil in der Farbe, als in 
der Zeichnung lehr veränderlich ift. Die guten 
Dubletten find ziemlich feiten. 

g) Area granofa. 

[Concha polylepto-ginglymos. Fah. Co- 

lumna. 
Peften granofus Rumph. — Corbula ZJ'.i^r- 

genv. Corbicula. — 
Anomalocardia peften polyginglymos. 
Klein. ] 
Deutfeh, Das Körbchen, der Korb; die gerippte 

körnichte Arche. 
Holl. Korrelige Bafterd-Ark; 't Korfje. 
Dan. Kurven. 
Sehited. Korgen. 
Engl. The grain cockle. 
Franz. L'arche grenue. Encyd, 
vulg. la corbeille. 

Corbeille-coeur en arche Se Noe'. Fav. 
d'Herb. ; arche blanche ä ongles. 
Oudaan ; arche • batarde grainee. 
Knorr. ^ , 

Jtal. 



If 



•41? 



ARC 



ARC 



Ital. n corbellino. 
Span. La ceftitla. 
Port. A ccftinlia. 

Im mittelländi'clien Meere, auf den Antillen, bey Cam- 
pefclie Are. Sie heilst granofa wegen der k'irniciit 
ciugerclinitteiien Rippen ; K'jrbchen, vi. üeirht we- 
gen ihrer Geftalt, indem etun diefe knot' ;en Rippen 
. ui:d der zuriickgekrümmte Schnabel an len Spitzen 
ilir das Anfehen eines gtflochtenen Ht-nkclkorbs 
geben. IijdelTen herrlcht wegen der Sjnonyniie 
noch einiger Zweifel. Gute Dupletten vuiu Körb- 
chen find nicht ganz gemein. 

' h) Area laccrata. 

Deutfeh. Die zerrilTene Arche. 
Franz. L'amande cilie'e. E^icyd. 

L'amande ä cüs. Fav. d'Herb. 
Came rare, mavron clair de la forme 
d'une amande. Davila- 
Ihr Wohnort ift ungewifs; von der gemeinen Bartarche 
ilt fie kaum zu iinterfcheiden ; laceiata heilst lie, 
weil man ihr moosartigesEpiderm leiten unverletzt 
findet. 

i) Area ladea. 

Dcutfch. Die milchweilTe Arche, die Milch- 
arche, das kleine Milchboot. 

Holt. Melkwitte Arkdoublet. 

Engt. The lictle (ilver cockle. 

Franz. L';^rclis larte'e. Encyct. 
Le jabet. Adanfon. 

Faft an allen Stranden der europäirchen Meere; am 
Senegal ; lie ill Ithr klein, ungefalir von der Grüflie 
eines i'ferdebjhnchens. 

k) Area modiolus. 

üeuifck. Die Gondelarche. Scttroter, 
Die Gondel. Müller. 
' Holt. Hoekige Arkdoublet. Houtt. 

Zoega fand fie im mittellSndifchen Meere; fie ift voa 
der Giofie einer Pierdebohae ; und wenig bekannt. 

1) Area noae. 

[Concha rhomboides. Rondet. 
Mufculus polyleptü-ginglymus. Ktein, 
Mytilus ambüinicus maximus, Petiv.'} 
Veutfch. Die Arche Noah, die Noahsarche, 

der Kaften Noäh, das Schiffchen. 
Holt. De Noachs Ark. 
Dan. Noae Ark. 
Scliwed. Noä Ark. 

Engl. The Noahs ark, &e Noahs Hghtef. 
Franz. L'arclie de Noe'. 

La muflble. Adanfon, 
Cathtlieon. ^'aiu:gejcliichte, BJ. I. 



fl» 



Itat. Area di Noe. 

Mitolo o murculo rhomboide o 

ftriato. Miif. Mofc. 

Venez. mufTolo, muzzolo. 
Span. Area de Noe. 
Port. Area de Noe. 
N.Griech. Kalagnoma. Forfk. 
Arab. Om efchlul. Forfk. 

Im mittelländifchen Meere, an den afrikanifchen KüOen 
aiil den Antillen &:c. Forikäi meldet, dafs man 
fie auch am rotlien Meere findet, und dafs die Araber 
das i: leilch deflelben roh, und zu Smirua gekocht 

m) Area nucleus. 

[Area margaritacea, Encyct. "] 
Deutfeh. Die Kernarche, die Perlenmutter- 
arche, die Silberarche, die verfdberte 
Arche, das Pfefferniifschen. 
Holt. Ronde Arkdoublet. 
Engt. The filver-ark. 
Franz. L'arche nacre'e. Encucl. 
In verrdiiedenen enropäifchen Meeren ; fie Mi von der 
Grolle enier Halelnufs und ihre Schalen find inwen. 
dig wie überfilbert ; lehr feiten. 

n) Area numaria. 

Deutfett. Die platte Arche, die queereeftreifte 

Arche, die Oblate. 
Holt. Platte Arkdoublet. 
Franz. L'arche nutnifmale. Encyct. 

Im mittelländifchen Meere; fie ift überaus klein, gljtt, 
und mit den feinften Queerftreifen gezeicluiet. 

o) Area pallens. 

Deutfeh. Die blafsgelbe Arche, die blafle K^ 

chenduplette. 
Hott. Bleeke Poffer. 
Engt. The pale arkfliell. 
Franz. L'arche pale. 
In der Encyclopädie wird gezweifelt, eb die Art is 
Schröters Conchylienlehre (HI, 271) mit der lia- 
ne^ifclien diel'elbe ift. 

p) Area peftnnculus. 

Deutfeh. Die kammartig geftrahlte Arche, die 
geftrahlteKuchenmufchel; das Paftet- 
lein ( Gogelhöpflein ). 

Holt. Gevoorde Arkdoublet; geribde Pof- 
fer, geribde en bruiu geplakte Poffer- 
doublet. 

Engt. The fpotted ark. 

Franz, L'arche peftoncle. Encyct. 

Peftoncle fans oreilles. Dav- 
Peigne fans oreilles. Fav. d'Herb, 
Bignet canele'. Lecrs, 

D d Aa 



419 



ARC: 



ARC 



1 



420 



An verrchiedenen wf (Viiidifclien Stranden , im rotlifn 
Meere, auf den Antillen. Sie ift linrenlC.rinig, nnd 
die Rippen bilden anf der Überfliclie einen Kamm; 
dalier die obigen Namen. 

q) Area pcUa, 

[ Area fragilis, Martini, ] 

Deutfeh. Die zerbrechliclie Arche; die Jölle. 

iioIL Eyronde Arkdoublet; JoU. 

FratiZ. L'arche transparente. Eiicycl. 
Im mittelLindifchcn Meere. Pella oder Julie ift eine Art 
Fahrzeug von runden Bau, womit diele Arclie we- 
gen ihrer eyfOrmigen Geft^ilt verglichen wird. Sie 
ift ungefähr fo grofs, wie der Samen einer Sonnen- 
bluiiie. Sie ift durchficlitig , zerbreclilich und 
feiten. 

r) Area pilofa. 

[übcardia nux pilofä tarentinorum. Klein.'] 

Detttfch. Die behaarte Arche ; die harige See- 
nufs oder Meernufs; die Sammetmu- 
fchel, das Schmalzkiichlein, 

Holt. Haa'rige Arkdoublet, of Zeenoot. 

Ddn. Flöjelarken ; SöenödJen. 

Schwed. Samtr.etarken ; Sjönöten. 

Engt. The hairy ark, orcockle with hairy 
ftreaks. 

Fr(aiZ. L'arche velue. Encyd, 
Noix de tner. 

Itat. Area veüutata ; noce dl mare. 

Musculo hirfuto effendo coperta d'ua 
pelo come niufco. Muf. Muß. 
Conca di gufcio forte e affai pefante, 
dentata nella circonferenza e coperta 
di pelo molte corto e morbido. 
Ginani. 

Span. Area felpuda ; nuez de mar. 

Port. Area felpuda ; no'z de mar. . 

Im' mittelländifchen Meere, in den afiatifchen Meerburcn, 
an den weftindilcheii Stranden. Sie ift mit kurzen 
Haaren, wi' mit Sammet überzogen. In der Jugend 
hat fie eine ganz andre Geft.-jU, als im Alter, fo 
dals man fie für zwey verfchiedeneDupletten halten 
!.önnte. Von der arca glycymeris ift fie nicht leicht 
zu unterfcheiden. Sie ift wie eine Nufs geftaltet. 
Ziemlich feiten. 

f) Area rhombea f. rhomboidea. 

[Peften bullatus. Runipti.'} 

Deutfeh. Die rautenförmige Arche, das Rauten« 

körbchen. 
Holt. De ruitagtige Arkdoublet» 
Engl. The filoos cockle. 
Franz. L'arche rhombo'i'de. 
Malaua. Bia filoos. 



In Oflindien, und anf den Kiiften vonBraRüen. Sic hat 
viel Aehiiliclikcit init der arca grauofa und Ul 
kleiner. 

r) Arca tobet. Encyct. 

Fratiz. L'arche robet. Encycl. 
Robct. Adanfoii. 

Am Sencg;il; ditfc Arche ift noch weiter «licht bcbuillt, 
als .ins derlicfchrcibiuig von Ad.infon. 

n) Arca roftrata Martini. 

[ Area minuta. MnUrr zool. Dan, 
Arca martini roltratra. ] 

Diutfcti. Die gcfchiiabelte ( martlnifche ) Ar- 
che; — die Flufsarche. SctirSter. 
Franz, L'arche roftrale. Enajcl. 
Grollt. Imenningoak. 

Im baltifchen und norwegifclien Meere und in den FlUfTen 
von Schweden &c. ; man hat fie in dem Mageu 
»erfchiedener Fliehe gefunden. 

v) Area fcripta. a Born. 

Deutfcli. Die gezeichnete Kuchenmufchel, die 

Buchftabenarche. 
Franz. L'arche e'crite. Encyct. 
Zu St. Domingo ; die Oberfi:(clie ihrer Schale ift mit 
braunen Winkelzügeu oder Zickzacks gezeichnet. 

w) Arca fenilis. 

Denffcti. Die Breitrippe. 

Hall. Breed geribde Arkdoublet. 

Franz, L'arche ride'e. Enajct, 

Le petit coeur de boeuf. d'Argem. 
Coeur de la Jama'i'que peu commun, 
blanc, a groffes ftriu-s longitudinales 
larges & applaties. Davita. 
Le coeur de la Jamaiique blanc. 
Le fagan. Adanfon. 

Bey J.-'msika; an den weirindifchen StranJen, auf Gul« 
ne.i i;c. Hat acht fahr breite Rippen, erreicht eine 
ai-.!"eHnliche Groffe; fie ift nicht leiten. Die Neger 
am Senegal find groffe Liebhaber von dieferMufcheJ, 
und fiichen fie in betritchtlicher Menge. 

x) Area ftellata. Encycl. 

Deutfeh. Die Srernarche. 
Franz, L'arche e'toile'e. Encyct, 
Le vovan. Adanfon, 

y) Area tortuofa. 

[ Oftreum papuanum fic diftum a litore in- 
dico ubi generatur Bnn/vini ; oftreum tor- 
tuofum Rimipli. ; parallelipipedum cinereum 
ftriatum rariiTunum. Klein. J 

Peutfch. 



421 



ARC 



MC 



42» 



VtiUfch, Die pedrehete Arclie oder A'lfler, 
die Weife, die Hafpe!, di" krumme 

'■ Koshs Arche, die papiiJiniTclie Aufter. 

EoU. Gedraaide Arkdoublet, gedrr.aide 
Oeftcr. Hafpel, verkeerde Hafoel, 
kromme NoahslAxk, Hafpeldoublet. 

Dan. Kringlet Ark. 

Sckwcd. Omvriden Ark, krokat Ark. 

Engl. The diftorted ark, the twifted ligh- 
ter mufcle. 

Frdm. L'arche bill-onrne'e. 

La biftourne'e, le devidoir, I'arche 
torfe, l'liuitre tortueufe, I'arche de 
. Noe' tortueufe, la cuiiTe. 

Ttat. Arcaftorta; il nafpolo. 

Span. Area torcida ; el argadillo. 

Port. Area torcida ; a dcbadoura. 
Su Ollindien und. wenn man will, in verfchiedenen en» 
ropiiifchen Meeren. Die Kamen führt fie wegen 

■ jhrci" fonderbaren Geßal*, indem fie wie gedreht 
und ver;chobcn ift; fie ift wchi dreymal breiter als 

■ fie lang ift See. Die beyden Schalen find ganz ver- 
fchiedeu gezeiclinet. Die oftindifche Hai'pelduplette 
ill fehr feiten, und in holländilchen Auöionen wohl 
mit 62 fl. bezahlt worden. 

2) Area undata. 

Deutfch. Die wellenfonnig gewäfferte Arche, 

das Törüein. 
Holt. Gegolfde Arkdoublet. 
Franz. L'arche ondulc'e. 

Aichipelagites; graptolithes map- 
palis. 

Ein Landcharteuftein. So nennt man rmen Mergel« 
fehiefer, der wie mit lauter Infein gezeichnet ill, 
folglich mit einer Land- oder Infelcharte Achu» 
il lichkeit hat. In Pappenheim. 

ARCTIUM. IBotan.-^ 
Arftium und lappa find gleicligeltende Worter nnd 
bedeuten eine Klette. Ehedem war bcy den Bo- 
tanUicrn d.•^s Wort Lappa als «in Gattiwgsnamea 
der Kletten gebräuchlich. 

!a) Arftium carduelis. 

il £ Lappa carduelis. Encycl. 

11 Cirfium arctio'ides. Scopot}."] 

' ' Deutfch. Die diftelartige Klette, Diftelklette. 
Holt. Diftelige Kiiilen. 
Franz. Bardane ä feuilles e'pineufes. Enc. 
hof den Alpen von Ober •Craiu; fie hat die Geftaic einer 
HabcrdifteL 

b) Ariitiura lappa. 

[B.vdatia f. lappa malor; arfUum DIosco- 
ridis; peribnata; — lappa iglabra. 
Encyd.l Gritch. Profopites, antithe- 



Deutfch. Die gemeine Klette, die groffe Klette, 
Klettenkraut, Klettenwurz, Klettendi. 
ftel,Hopfenklette, ButzenkJette, Ro&- 
klette; Dockenkraut; Ohmbiiitter; 
Grindwurz; An einigen Orten Kiep, 
pe; jFroKÄ^n Lederlappen ; N.Sachf. 
KIy\-e, Klive, Klibe, KleiTe, Küfle. 

Holt. Gemeene KliffcD, Klitten, Kladden, 

Dan. Agerburre, Agerfkreppe. Tordeo 
Skreppe, Stör Skreppe. - 
Lißerenf. Klunger, Lungegraes. 
Drontlieim. Burrer, Haarklsegg. 
Söndmor. Burre, Lufeblad. 

Schwed. Karborre, Eorrar, KardborregraS^ 

Töflor. 

Skin. Dyneskräppor, 

Engl, The common burdock, or clot-burr, 
the common bur. 
Nord Emrl. Clufs, clots. 
Anglf Clife, Clate. 
Galic. Mac-an-dogha, Suircean fui. 
rieh. 

IVilfh. Ciawa, cacamwcci, crlbaur 
bleiddiau, cyngafmawr, cangaf.Lly. 
fiaur hidl. 

Franz. Bardane ä te'tes glabres. Encycl. 

vutgo Bardane, glouteron, herbe aux 
teigneux, herbe au.x punaifes, tig< 
non ; napolier, lapourdier. 
Alt. Bardano, lapoudie. 
Montpell. Alapas, lainpourde. 
Langned'oc. Alapas, lampourdo, De. 
tiropenus. 

liat. Lappola, bardana. 

Venezia Grapeia, 

Brefcia. bonaghj, pe'gola. 
Span. Lampazo, bardana. 

Bafc. Lapaza. 
Port. Lapa, lappa, lappSo, lapas; arcio; 

pegama^a, herva de pegamafos. 
Ruff. Lapufchnik, Repeinik. 
Pohl. Jopian, Bazyna, Rzep wieiki, Rzepla» 
Böhm. Lupen, fepjk. 
Serb. lopian, Czylz. Anton, 
Illyr. Lapufchnik, repeinik. 
Crain. Repie. Scopoli. 
Ungr. Lapu, Sze'les-lapu. 
Lett. Dadfis. 
Ehfln. iReval.) Kobbro lehhed. 

ISorpt.) Takkä lehhe. 

\Pernau) Kobrat, 
D d 2 Winnt. 



423 



ARC 



ARC 



424 



Fmnt. Tackiainen. 

Ka'.iiink. Scharaldfchin. 

Tatar. Kumianck. Tfchcn, 

Tfchereni. Korffhanga. 

Tfcliuw. KorlVhanga. 

IVotjak. l'intuwin, Arykman. 

Mordtv. Kormaran. 

gapcin. Bufuki, Uma bufugi, Gobo. Tliunb. 

Eine felir bekannte und in Europa überall geraeine 
Pflanze. Ihre Blumenk/ple find mit Scliuppen ver- 
fehen. die (icli oben ni ein krnmnies Hikchen en- 
digen. Mittelft diefer Hiikclien hängen ficli die 
Klettenkäpfe an die Häute der Tiiiere und an die 
Kleider der Menl'clien. Wegen des lezteren Um- 
ftandes ill fie von den Gneclien zuweilen pliilaii- 
thropos (amicus tiominuni') genannt worden. Von 
den übrigen älteren Bcnennmisen Iklst fich kein 
Urlpnnig angeben. I'erl'onata lieiist fie wegeji eines 
uralten Gebraiiclies, Melken aus ihren grolTen Blät- 
tern zu niaclifeii. Klette, glaubt man, kommt her 
von klettern. 

Die Plätze, wo die Kletten wild wachfen, zeigen ge- 
meiniglich einen lockeren tragbaren Boden au. 
-Sniirt aber darf der Landwirtli lie auf den Wieieu 
nicht dulden, weil fie ficli zu ftark ;ai-, breitet , und 
von dem grü.sten TmciI des Vielies Itelien gelalVen 
U'ird, auch der Wolle nachtheilig ill, weil dieScIiale 
felbige im V«rbcyti'eiben hängen laH'en. Man baut 
fie wohl in Luilgärten wegen ihrer l(:hu'i)en, grofleii 
Blätter, jedoch nur anl" wenig Plätzen, weil ihre 
Wurzeln ziemlich tief gehen. In mehreren Gegen- 
den nüut man die jungen Stengel als Spargel, auch 
iist man wol',1 die jungen Blätter in Frühniigslaiaten. 
Die zahme Wurzel afs man eiiedeui in Suppen, 
auch hielt man f\e für ein gutes ftimiilum venertum. 
Wurzel, Bläiter und Samen find officinel. Die 
Viehärzte haben die Klettenwurzcl ehedem häufiger, 
als jetzt gebraucht. Unter den Blättern halten lieh 
Kröten, EidechitEn &c. gerne auf. 

c) Arftium perfonata. 

[Carduus perfonata. ^acq. — Lappa per- 
fonata. Encycl. — Circliim latifolitim, 
lappae capitiilis. Tonrncf. — Carduus 
moUis latifolius, lappae capitulisÄz«//,.] 

Deutfeh. DieMa^etiklette; die weiche Diftel, 

die Alpeiik'ette. 
Holl. Alpifche KUnen, 
En^L The cutleav'd burdock.' 
Franz. Bardane h feuilles cilie'es. Enryd. 

Auf verfchiedenen europnifrhen Alpen; fie gleicht mehr 
einer Diftel, als einer Klette. 

d) Ardium tomentofam. 

[Lappa tomentofa; Encycl. 1 

Beutfeh. Die Wollklctte; die croffe Bere- 
Wette. ^ 

Franz, Bardane ä tetes cotonneufes. Ene. 



\a gebirguhten, (leinichten und wllrten Ge(;e')<ieü , zwi- 
(Vhen ihren Kclchlcliiippen befindet fich eine An weif- 
fer Wolle ; lie hat mit der gemeinen Klette tiiicr- 
ley Kräfte. 

ARCTOMYS. [Maw»ia/.] 

Irt zufammengefetzt aus dem Gricchifchen artlos, nr» 
(US, und »/.yj, nui?. Die Alten nannten allb eine 
gowilVe Maus, welche, nach Art der Bären, auf 
gerichtet einhergelit. Uieli? Kige nIcIiM't hat auch 
das Murmelthier. M.ni l;af in den nriieftcn Zei- 
ten den ardoniys zum (iattungsnamen g( wählt, 
w iewohl er mit dem Murmelthier nicht für ciner- 
ley gehalten wird. 

a) Arctouiys bobac. 

Deut/eh. Der Bobak , rkh'ic^rr Robiik ; der 
Tarbagan ; dasriiirifi hcMurmeltliier ; 
das polnifclie J\lurmfltliier, der pol- 
nifche Zilil. 

Hall. Poolffli IVl;>!Tnelili:>r. 

Franz. I.c bobak, la n.ynnotte de Pologne. 

K'[[f. Ssiu-ük, Sal).'r;.^an. 

Foln. swisztz, svszcz zwierzf ; Bobuk. 

Böhm. Lesny niys, Popelice. 

Älehi h'.n[l'. Raibak. 

KofakkcJi.. Baibak. 

Tatar. ':■ uiir. Sii'.ver, Sugur, Surka, Schul- 
Jan, Kililgal. 

Fin^if. 'i'uJuir, Sahüre. 

Mordwln Surka. 

Tievl. Sur. 

Biiehar. Sugur. 

Bnfchhir. Suwur. 

Tjchmnifch. Suwur. 

Jfotjak. Bufarga. 

Kaliimk. Tarbagaen (Nicht Tarbiki). 

Sibir. Tarbagän. 

Tungut. Bfcha. 
Vcii den Alpcnmurnieltliieren find fie wenig verfcbie- 
den, auch hat man fie mit jenen für einerley gehaU 
teil. Sie leben ftmilienweife in Höhlen, die durch 
die aulueworfeneji Erdhaufen leicht erkannt wer- 
den. Sie find furclitläm, aber doch leicht kirre zu 
niachen. Sie khlafen den Winter Jiindurch. Ihr 
Fleuch ift elsbar. Ihr Pelzwerk ill dicht und ftark, 
aber auch Heil und grob. Man hat fie irrig für 
Zwitter gehalten. — Die Manier wie fie ihre Höh- 
len mit Heu bel'chlagen und dafl'elbe zuführen, fer- 
ner wie fie einander bekriegen, gehört zu den F;»- 
beln. In Polignac's Anrilucrez findet mau diele 
Erdichtung vortrtHlich benuut. (^Lib/o l'I.y . 

b) Arftomys citellus. 

[Mtis norlcusquemcitellumappellant. Mus 

fuslica ; Glis citellus, marmota citellus.}- 

Deiitfeh. Der Ziefel. die ZieOilratte, die Zie- 

felmaiis, der Erdziefel, Zifel, Zyfel, 

Zt'ifel, Zifsmaus. Zysmaus. Erdzei- 

felchen ; der Suslik ; die Bilchmaiis, 

Bilg, 



4i5 



ÄRC 



Bilg, Bilich, Rille; eile polnifrlie 
Mans, (die grofTe Hafelmaus), das 
kleine iVIurmelthier ; eine Bergratze ; 
die !aiij3;e oder langgeftreckte 
fchmäclitige Ziefelratte ; der orien- 
talifche Hamfter; Jevrafchka. 
Hotl. Zyfelmuis. 
Dan. Jordrotten. 
Sckii'ed. Jordrättan. 

Engl, The Cafan marmot, the earlefs mar- 
mot. 

Ans;lf. Sisemus. 
Franz. Le zizel, le (buslik, 1a marmotte je- 

vraska; le lapin d'Allemagne. 
Rufs. Susük. 
. Pol». Suiiel, mylz polna. 
Böhm. Syiel, Po Inj mys. 
Craiit. Puoh 
Un^r. Hörtfök. 

Sil'ir. Jemuranka, Jewrafchka, A\VTafchka. 
Brif Totiisk. Urgu- 
Mord'vin. Suslik, Simral, Imral. 
Bafchkir. Jemuran, Jemuran kafuk. 
Tatar. Schurnron, Schömran, Dfchumra. 
Kircif. Sakildau-tQ;aD. 
Ti'ckw.c. Tirgas. 

Kalnmk. Surman, Zurma, Charchor, Surman. 
Burät. Suniura. 
KoÜ'al. Yrka. 
Kra^nojar. Jyrgan. 
^'akut Thrugäh. 
KaiV-tfch. S\Täth. 
Korj'dk. Schilä. 

yld Setengam et Baikal. Piftfc^uc'ha, 
Ifet. und Barah. Stepnye kofchky (rf. /. Feld- 

nnii'.fe). 
Parthen. Simor. Hrfych, et Varinus. 
Suili'l heifst im Rudifcheii an etwas lecken, darnach 
foU man in Ruiiland die ZirelmSufe Suslik genannt 
babeji, weil fie lielir begierig auf Salz find uud be- 
ftiindis; dar-au leciien. Gewifs iii es, dals die deut- 
fche Benennung^ ZiTel aus den llavilchen Namen 
diefes Thiers entltanden ilt. Bey Albertus Magnus 
. heils; der Ztfel ceacodylus, fonft heilst er im Latei- 
nifclieu citellus oder citiUis, diefe Namen find nach 
dem deutichen Worte 2ilel fornürt worden. In äl- 
teren Zeiten wurde die deutfclie Benennung oft ver- 
vechfelt, fo findet mau z. B. auch das Bifamthier 
iiifel genannt, eben lo die Spitzmaus (forex). So 
findet man auch im Angelfichfirrhen den Namen 
fiseiBus wohl nicht für das gegenwärtige,' fond^ra 
für ein ähnliciies Thier. — Bilch ilt auch der Name 
des Siebenlchlafers. 
Dii Zifelmäul'e leben ^m Käufigften in Ungarn, jpolen 
und Siberien ; fie graben fich tiefe Wolinungen in 
die Erde in freyei' Get-endcn, nie in Wildern oder 
in der Nähe von S;'mpfien. Den Gew.'ichrpn, wo- 
von fie fich fall allein nähren, thun fie viel Schaden. 
Sie find leicht zahm zu machen, jedoch dds Münn- 



ARG 4«6 

'chen leichter, afs das Weibchen. SJie haben inv 
V>'inter einen überaus felien Schlaf. Ihre Fcl'.e 
find gut und fehr wohlfeil; in mehreren Gegenden 
bezahlt man taufend Bulge nur mit fecbs bis zeiai 
Rubeln. Ihr Fleifch finden Einige elsbar. 

c) Arctomj's empetra. 

Deittfch. Das kanadifche Murmeldiier, das 

quebekfche Murmelthier, der bunte 

Zifel. 
Engl. The Quebec marmot, the canadaa 

marmot. 
Franz. La marmotte de Quebec; la mar- 

motte de Canada. 

d) Arftomys gundi. 

Deiitfch. Der Gundi. 
Engl. The Gundi marmot. 
ylrab. Gundi. 
In der Baibarey, nahe am Atla9{ hat die Gröfle einea 
Eichhörnchens. 

e) Arftomys marmota. 

[Mus alpinus, mus montariHs; glis mar- 
mota, mus marmota.] 
Deutfeh. Das Murmelthier, das Alpenmurmel- 
tliier,. die ]\lurmelmaus , Salzburg 
Murmamentl, Schweiz Murmentle, 
Miftbellerle ; — die l\Iarmotte; die 
Barmaus (eine wdrtlirke üeberfetzung 
von arffoniys); die Alpenratze, die 
Alpmaus, die Bergmaus, die Berg' 
ratze ; der Bergdachs ; das Mur- 
zerchen. 

Teiiton. Miirmenti. Notker. 
Hol!. Warmeldier; Bergrot, Rot der Alpen, 

Marmot. 
Dan. Murmeldyr. 
Schted. Mormeldjuret. 
Engl. The marmot, the alpine marmot 
Franz, La marmotre ; le rat des alpes. , 

Alt marmontain, marniotaine, mar- 
mottan, murmönt. 
Jtal> La marmottä, il marmotto. 
Graubiindten Montanella. 
Trident Warmontana. 
In einigen Gegenden von Italien ya- 
rofa. 
Span. La maiTOota. 
Port. A marmota. 
Ungr. Havasi-hörtsök. 
Das Murmelthier giebt, indem es lauft, einen mtirmefli- 
den Ton von fich, den man fiir ein Zeichen der 
Behaglichkeit hält. -Von diefem Laute foU es fei- 
nen Namen erhalten laben, wie Klein und andere 
behaupten. Viel gewilTer ift derUriprung dfr obi- 
gen Benennungen aus dem Latein! fchen mus mon« 
tauus herzuleiten, zumal da man iu älteren franzü- 

fifthea 



427 



ARC 



ARC 



4?» 



fifchen Scliriften niarinontain findet, und nor?i fin^ 
zu Tage iii Tiident marmoiitaua ausgefprocIiLn 
wird. 

Di» Murmelthiere wohnen auf den favoifclicn, fcliwci- 
zirifdicn, rlijitifclicii , norilclicn wnd lyreiieilciicii 
Alpen. Sie leben faiiijlieiiweirc iniJ praben (ich 
Wolinungen tief in die Erde. Sic liibrii die Vär- 
me; fo bald diele abnimmt, fallen ße in den tief- 
flen Schlaf, und erwachen wohl gar t -H !i.icli zehn 
Monathen. Sie nähren fichvonWnrzelii und allcr- 
ley zarten Kräutern; wenn iie zahm find, {r(;ft'cii 

I Jie, was ihnen vorgcfeut wird, am liehften Buiter 
und Milch. Sic find leicht z.^Iini zu machen, und 
find fehr gelehrig. Die Savojarden bringen ihneij 
allerley Kimflfti»kcheh nnd Poflen bey, ziehen da- 
mit in fremde Länder, und lafien fie für Geld fe» 
hen , jedoch vormals häufiger, als gegenwärtig. 
Daget;cn foUen die Savojarden i-on den Murmel-' 
thieren das Klettern gelernt haben, wenn fie die 
Schornfteine fegen; denn die Murmelthiere klettern 
auf die niimliche Art zwifchen Felfenwande, oder 
Twifthen zwey Mauern. — Die armcMi Tiroler und 
Savojarden effen das Fleifch derfelben ; es wäre 
auch ziemlich geniesbar, weun es keinen unange- 
nehmen Cienicli h.'itte. Eben wegen diefes büli-'n 
Geruchs leidet man das fonlt fo unterhaltende Mur- 
melthier nicht in Häufern, wozu noch kömmt, dafs 
fie die Mobilicn und Kleidungen nicht fchonen, fon- 
dern felbije nach Art der MSufe annagen. — Mit 
den Hunden können fich die Murmelthiere nicht 
vertragen, fonfl: aber find fie friedfertig, wiewohl 
iie mit ihren Zahnen tiefe Wunden verletzen könn- 
ten. — Ihr Alter können fie anfacht bis zehn Jahre 
bringen. — fAu äen Fabeln gehört, d;il's die Mur- 
melthiere eine Wache ausftellen, dafs fie die Ver- 
änderungen des Wetters zum Voraus verkündigen, 
ferner die Art, wie fie einen WuUervorrath ein- 
bringen u. d. m. 

f ) Arcftomys monax, 

Deutfeh. DerMona.x; das amerikanifche Mur- 
melthier, das virginilche Murmel- 
thier; der bahamifche Afterhafe, der 
Afterhafe, der Afterhafe aus Java; 
der graue Ziefel; (der Hamller); 
das Ferkelkaninchen. 

Ho^. Amerikaanfche Marmot. 

Schwed. Nordamerikanfke Ratten. 

Engl. The monxx; the Maryland marmot; 
the groundhog, the rabbit, the wood- 
jack ; the Baham coney. 

Franz. Le mona.x, le fiffleur, la marmotte 
d'Amerique, la marmotte de Baliama. 

Ift ungefähr fo grofs, wie ein Kaniiicheui üiriliüshlit 
efsbar. 

ARCTOPUS. [Botan.-i 
Ardopus echinatus. 

Deutfeh. Der ftachlichte Bärenfufs. 
Bo!/. Gedoornd Beerenpoot, 
Dan. Biörneföd.| 



Eü^., T!t? rnußh nrftnpu«. 
F:\-nz. L'aiCf ipc tioili/e. 

Eine auf dem C»p v. .Th*tT.de Vflnnze, die vejen Ihref 
•> Ge/bi.t nnd r.iuheii . BIfitter «Icn giicchilclien N*« 
mcu arftopusj (d, i. liuronTuf») vou Line'e erhal- 
ten li.-it. 

ARCTOTIS. [Botan.-i 
Dentfeh. Das Bärenohr. ' 
Hoil. Ruigaart, Beerenoor. 
Viiti. Biönieore. 
S:!:wcd. Björiiöra. 
£;',^/. The arctotis, or bear*« eaf. 
Franx. L'arolotide. 
Span. &c, Ardotis. 

Eine Pflanzengattung, worunter eine Mengi Arten be« 
griffen find, deren gröfster Theil in Afrika cinhei- 
niifch ift. Theils find es artijc immergrüne StrSu- 
che, theils inteie/fai-.te Pflanzen von Wuchs upi 
BUUhe. Wegen ihres rauhen Samens nannte Vatl- 
Jant felbige arctotheca, welchen Namen Linne in 
arftotis (A. i. Barenohr) zufamniengezogen hat. 
Da derlWlbe mit dem Samen der Anemonen Aehn- 
lichkeit hat, fo wurde diei'flanzeiigattung von Her- 
mann und andern anemonolpermos genannt. 

ArCta Ipica. Eine dichte oder verengerte Aehre; 

Holt, bekrompen. (Elymus caninus.; 
Arclo • /tri atus. Mit dichten Streifen gezeich- 
, net; z. B. arfto - ftnatum corpus verichiedeBer 
Larven. 

Arcuatus, a, um. b) Arcus. 

Deutfeh. Bogenförmig.gebogcn. &)EinBogen. 
Bb'f^ Boogs--v3 ze. !i) Boog, Böge. 
Dan. Krumbüjet Tom eu ßue. b) En Eue. 
Sehwed. Krökt fom en Bage. b) En Bäge. 
Engl. Crooked, bent. b) A bo\v. 
Franz. Arque, courbe' en arc. 6) Un arc. 
Ital. Arcuato, in forma d'arco. b) Ua 

arco. 
Spayi. Arqueado, en arco. b) Un arco. 
Port. Arqueado, em arco. /«) Hum arco. 

^tiiialia o//a. [ TV;»». anal.Z OHa temporam, 
offa fincipitis. 

Jtrcuafii futuia. [Term. «Mal.] Fiii. coro- 

nalis. 
^rtiiata apertuy a. [Term. ichilitfol.] Kier(;n- 

cfiijniigen in Form eines halben Cirkels haben di« 

weiften Fifche. 
^rtuata »perlura. [Tttr». (onc/tyl.J Bogen» 

förmige Munduüiung einer Scluiecke. (Helix cdn- 

torta). . ■ - 

^riv " < ^ eatidae fiittrta. {Ternt, ichlhyof.\- 

Eine halbcirkelrunde Schwanzflofft?. (Scomber"' 
thynnus). 

brutal a tornua. Homer, welche In dci MitCO 
{ekiUniiut üud. ^Ovis auuaon). 



429 



ARD 



ÄRÖ 



430 



Ariiiata torttu» verfcliiedene Tnfeften, 
Anuata ftiuora verfchiedeiier Infeftcn. 
Jlrtuaia muadibMia verfchicdener Inrefteti. 
(Scolopeiidra^. 

^r<uata optrciita, BogcnniJlde Kicfendeckel. 
(Xiphias), . 

^nuaia fpir acuta. [Ttrm. tchtfiifot.'] JBogen- 
ruiide Lcftl.Vcher Qevents). (Squalos, Raja). 

J!rsuata It/ia. \^Tfim. ifinchijl. } 

j}i cuaiaf /tiitetinaf. Bogenförmig gekriimte 
Anttnncu. (Velpa). 

Ariuatai dorfatts pinna». [Term. iiktftyot.'^ 

f'iti. falcatp.e. 

Bogenförmig laofeiide Binden. 
Bogenfafern. 
Bcgeulinien. 
GekrUmie Stacheln verfehle» 



Jii tuatae fcfc i a e, 
^r tu al ae fibrit. 
Ariu atae litttae. 



^r ^nat ae fpinae. 
dener Mufciieln. 

JIrciiatat fitiae. 

Ai tuatat firi^at 



Bogenrtricho. 
Bogeiiftreifen. 



^1 cuatai tibi a* verfchiedener InTeften. 

A> cuati dtnlti. Zoline die wie Hürner gebogen 
find. 

Ar cuttti ungitts. Stark gekrlimmte Krallen ; der- 
gleichen haben die RaubtSgel. 

Ar mala -ftriata t t/t a. Eine mit bogenrmi- 
dcn Strei/en gezeichente IVIiifcheifchale. (_Pholas 
pufill.) 

Arcualum Aorfum verfchiedener Fifche, 

A rl^atum der/um verfchiedener Fifche. 

4lrc;iatum roflrum «} vfriciiitdencr Vögel (Tan» 
taius). 6) Verfchiedener Infeften (Nepa). 

Arei-aiuz tardo. [Term. roi-ctirl.) Wenn der 
Ange! an den Mufchellchalen bogealörraig gekrümmt 
Ol. (arca nuckus). 

Ar tu at US riet ms. [ Trrm. iclitA^ot. ] Wenn die 
Oefnung des Mundes in Geftalt eines Bogens ge- 
krümmt ift. (Squalus priftis), 

4rtus [y!Kat.] z. B. arcus atlaniis, arcns aortae, 
arcus ventriciili, arcus oflis bregmacis, arcus oflium 
pubis, arcus fuperciliaris, arcuj zy^^cmaticiUi 

1r f IIS branchiarutn. 

Ircuaiio; eine bogenrunde KrUmtnuag. 

^RDEA. {OrnitUot.^ 

Deutfeh. Der Reiher, Reiger. 

Holt. De Reiger. 

Dan. Heyren. 

Schwed. Hageren. 

Engt. The he'ron. 

Ital. Airone, aghlronff. 

Span. La ^arza. 

Port. A garja. 



tans, 
hc zit 



Diefen Namen füiirt »Ine eigene Gattung von Sumpfvö- 
geln, worunter auli'cr den Reihern (ardea aufor.') 
auch der Stoicii, der Kranich, die Rohrdommel &c. 
begriflen find. 

a) Ardea agami. 

Fra)ix. L'he'ron- agami.' 

Der Agami in Cayenne ift mit der pfophia crepi 
welche ebenfalls den Namen agami führt, nicK. 
verwechfeln. Er ift einer der fchünften Reiher. 

b) Ardea alba (f. Candida). 

Gnech. Leiiker:i".!ios. 
Deiitfdi. Der weiffc Reiher; der weifle Gelb- 
fchnabel, der weifle ungehaubte eu- 
ropäifche Reiher. 
Holt. De witte Reiger. 
Engl. The white heron; the great whlt» 
gaulding. 

IVelfh. Crvr gwyn. 
Franz. L'he'ron blanc. 1 
Jtal. La garza bianca. 

Sardin. Cau marinu. 
Span. Garza bianca. 

Catal. Agro blanc. 
Rujf. Tterk. Tl'chapura Belaja. 
Pohl. Czapla biaia. 
Kivsif. Küsfelik. 
Biichar. Leglin. 
Katmuk. Tfchagan Chöhun, 
Erafil. Guira-tinga.. 
Mexico. Aztatl. 
In Europa ; am kafpifchen Meere &c. ; in Nordame- 
rika &c. Er hat beinahe die Taille des gemeinen 
Reihers, nur trägt er die Beine höher. Sein gan- 
zes Gefieder ift bletidend weils, zuweilen fallen die 
Dunen in» Gciblichte. — Eine Varietät ift riieron 
blanc ä calotte aoire, oder l'he'roii huppe de Cay- 
enne. 

c) Ardea americana. 

[ Grus americana. ] 
Deidfch. Der amerikanirche Kranich. 
Holt. Amerikaanfche Kraan. 
E,isrl. (in Hüdfons Bay) Thehoopingcrane. 
Franz. La grue d'Amerique, la grue blanche, 

ü) Ardea antigone. 

[Grus Orientalis indica. Eriß'.'\ 

Deutfeh. Der oitindifche Kranich. 

Holt. Ooftlndifche Kraan. 

Engl. The indian cranej the greater indian 

crane. 
Franz. La grue des Indes orientales. 
e) Ardea brafilienfis. 
Vfutßh, Der braüliaoifche Reiher. 

Engl, 



431 



ARD 



ARD 



43a 



Engl. Tlie braßllan bittern ; tlie clucking 

licn. 
Franz. L'onore des |bois. 
Braßl. Soco. 

Ein fclir wiKicr Vogel, der fich mit feinem Schnabel 
heftig %crtheii1igt, ilud ihn insgemein nach den Au- 
gen richtet. Kr nährt fich von Filtlien ; i'cinKIcilch 
ilt rchmackhaCt. 7umal wenn er jnng il>. — ünor(^ 
oder honore' \\\ der Name, welchen man zuweilen in 
Cayenn« allen Reihern ohne Unterfchied bcylegt. 

f) Ardea caenilca. 

f [ Cancrophagus caeruleus. ] 

Deutfeh, Der blaue Krabbenfreder. 

Jjoll. De blaaawe Krabbeneeter. 

Engl. The blue heron or bittern ; the blue 

gaulding. 

Fraiiz. Le crabier bleu, l'he'ron bleu. 

Ital. 11 crabiere turchino. 

Span. El cangreiero azul. 

In Amerika, fein gan7:es Gefieder ift blau; er nährt fich 
vorzüglich von Krabben. Varietäten find: a) Le 
crabier bleu a cou briin , oder l'heron bleuätre de 
Cayenne. bj Le crabier chalybe, oder le crabier 
du Bre'lil. 

g) Ardea ciconia. 

Ciconia; Griech. Pelargos. 

ßeutfch. Der Storch ; Stork ; derweiffe Storch, 
der Klapperftorch ; ^n einigen Or- 
ten Klapner, Knepner; Hennotter; 
N- Sachfen Adebar, Edebar, Ebeher, 
Ebehr, Eber; Schwab. Eiber, Aiber; 
Eibiger; Braunfchweig Heilebart, 

Hotl. Oijevaar; Alt. Odevaer, Oudevaer, 
Ouwevaer ; Alt/rief. Adebar. 

DU». Stork. 

Island. Storkur. 

Schifed. Stork. 

£»ig/. The ftork. 

Jngtf. Store, 
Galic. Corra-bhan, 

Franz. La cigogne (blanche ou ordinalre). 
Alt. Gente ; — cigoigne, cicongne. 
Langueioc. Ganto, 

Itat. La cicogna, la cicogna bianca. 

Span. I a ciguena. 

Port. A cegonha. 

Ruf BiifeL 

Pohl. Bocian. 

Böhm. Bocan, cap, fsatan, 

Serb. (0. Lanßtz) Bac2on. Anton. 

Crain. Zhapla. 

/ 



Mfr. Roda. 

Siavoii. Roda, 

/flirh. KokofstWrk, 

Ungr. Efterag, Ertrag, Gilya. 

All. KoGita. 
Lctt. Stalirks, Swehtclis, Wehts putns, 

Scliubburis, Scluigguris, Schiggnris, 

Dlcfe. 
Elißn. (Reval.) Tone kurg. 

(Dorpt.) Waigekurk, Sakfama kurk, 

Aigr, Aigro, 
Finnl. Nälkäcurki. 
Epirot. Loilecu, Lollech. 
Türk. Leglek. 
Szirjän. Turi, 
Arab. Zakid. 
Hebr. Chasidah {wiewohl Luther damnler 

einen Reiher vcrßelit). 

Von den Wörtern ciconia und Storch lafst fich kein ge« 
wilier Url'pnmg angeben. Storch ift dem Laute 
nach mit dem Uiigrilchen Ellerag verwandt. Mit ' 
dem Urlprimge des Wortes Adebar, Kdebar, Ode. 1 
bar, woraus Kber und die übrigen ahnlich lautendea : 
Benennungen entftandeii find, haben lich die Ktym». ; 
logen in ihren Unterlüthugen zitmlicli getjuält, in» 1 
dem die Wörter ade, ede, und ode vielcj ley Uedeu» j 
tungen haben. Wächter leitet es her von ede, ein 
Vogel, und Jareßt, reifen; ein reileiider Vogel, ein 
Zug^■ogel. 

Der weifle Storch ift ein fehr bekannter Zugvogel; man 
fieht ihn in Kuropa, Afien und Afrika; feiten in 
Italien, wenig in England und noch il?ltcner im libri. 
gen Norden. Erbaut ii^inNelt aulBäiinien, 4ifelem 
und hohen Gebäuden; er nährt (ich von Schlangen, 
Eidechl'en, FrüTchen, Würmern und Waiferin fetten, 
ferner von Fifchcn, belonders Aalen ; nur fril'st er 
keine Krüten. In Gegenden, wo Bienen gezogen 
werden, füllte man ihn nicht dulden, weil auch diefe 
einen Ifheil feines Unterhalts ausmachen. D«,, 
Fleifch des Storchs 'ü\ eine fcblechte uuii anreü{f |i 
Speife. ij 

Der Storch ift überall ein fehr beliebter Vogel, man be- 
fördert und erleichtert ihm leine Wohnung, wohin 
er fich wendet; auch zeigt er gegen Menfchen weder 
Furcht noch ^listrauen. iMan hat ihm allerley tno- 
ralifche Tugenden zugeeignet , vornämlich die , 
wechfelfeitige Liehe der Alten und Jungen. Wenn ; 
nämlich die Alten unvermögend werden , fich lelbfl , 
zu eniäliren, fo werden fie von den jungen gepflegi ' 
und verforgt. Die Griechen nannten darnach di« ( 
Tugend der kindlichen Erkenntlichkeit antipelargia 1 J 
und die Gefetze worin fie den Kindern die Verlor ; i 
gung der Eltern befohlen, pelargikoi nomoi. Be; | , 
den Römern hiefs er avis pia et benigna. Dii '^ 
Aegypter malten einen Storch, wenn fie einen dank 
baren Sohn bezeichnen wollten &c. — Sonftwcr /, 
den noch eine Menge Fabeln vom Storch erzählt 
Man verachtet den niediziiiilchen Gebrauch, dei 
die Alten von dem Fleifch, F'ett, von den Eyern 
von der Galle, ja fogar vom Koth des Storclu ge 
macht liabea. 

h) Arde 



433 



ARD 



ARD 



434 



h) Ardea cinerea, 

Ardea; ardea cinerea C. pulla; Ardeola; 
Gricck. Eriijdios (peilos^. 

Deutfeh. Der Reiher, Reiger, Raiger, Reyer, 

Rejer, der gemeine Reilier, der blaue 

ReiJier, der graue Reiher, der f ifch- 

reiher; Alt. Aigel, Eigel, Reger, 

Reggel, Reigel, Rager; An einigen 

Orten Yoker, foke; — dieHeergaus. 
ffoll. De gewoone blaauwe Reiger, de 

afcbgraauwe Reiger; Alt. Rieglier, 

Reigel, Reigher. 

Friesl. Raig. 
Dan. Hejre ; — In einigen Provinzen Skred- 

hejre, Skidhejre. 

Norwegen Heigre, "Reyger, Hegre. 

Island. Heire. 
Schwed. Hager. 
Engl. The heron, the common heron ; the 

hern. 

Anglf. Hragra. 

Galic. Corr, Coraghlas. 

IFelßt. Cryr, Cryh3'r, Crehyr. 
Caerntartemßiire Crychydd. 

Cornifh. Kerhez ; Alt. Cherhit. 
Franz. L'he'ron, he'ron commun,J heVon 

cendre'; diniin. he'ronneau. 

Langued'oc. Ghirau - pescaire. 

Bas-Bret. Kerc'heiz. 

Orleanois Aigron. 
Itai, Airon, aghirone, la garza cenericia. 

Padna Arione. 

Venezia Airon. 

Ravenna Sparzo. 

Savdin. Perdezornadas. 
Sfian. La garza real, garza cenicienta. 

Catalon. Agro, Capu d'aigua. 
' Port. Garza real. 
Rujf. Tfchapura feraja, Czaplja, Ptitza, 
Pohl. Czapla; Diniin. Czeplf. 
Böhm, c'epc, wolawka. 
Serb. {O.Lauf.) Czap, Czapula. Anton, 
Crain. Zhapla, Ranger. 
Illyr. Tlchapla, Ptitza, Tfchepura. 
Slavon. Cfaplja. 
Ungr. Gern, VasGem, Feje'r Gern; Dimin. 

Ge'metske. 
Lett. Garnis, Gahrnis. 
Ehfln, Tone kwrg. 
Finnl. Haicara. 
Jrotjak. Kola. 
Tmguf. Ukar. 
KcUmitk. Koke Chotnn. 
CathelitQn. Naturgefchiclue, Bd. J, 



TilrL Balakzel. 

Arah. Bargach. 

Mgypt. Kukupha. 

^'apan. Goi - Saggi (der gemeine Mam tiemtf 

ihn dafelhß O tluri fama, d. i. großer 

Herr Kranich). 
Hebr. Schalacli {ifl irrig ditrch Schwcm 

übrrfetzt worden). 
Malab. Kokku, 
Otahcite. Otoo. 

Dafs das lateinirdie ardea von einer Stade diePes Namens, 
oder von dem lieilleii Kotli dieCes Vogels, oder von 
der feurigen Tapferkeit delTelben &c. herzuleiten 
fey, verfcliwindet, (b wie der vorgegebene Urfpning 
des Wortes Reiher &c. «ingenblicklich, wenn maa 
die wahrfcheinüchfte Vernuithung annimmt, dafs 
ardea, aghirone, heron, hejre, hager, Reiher &c. 
insgefammt Verftümmelungen desGriechifcheu ero- 
dion find. 

Der Reiher lebt faft Überall in den beydeo Welten, nahe 
an Sümpfen undFlliflen, einfam und traurig. Seine 
Nahrung berteht aus allerley Fifciien , auch wohl 
Frufchen, welche er ftUtkweife, zuweilen auch ganz 
wieder von ficli giebt. Er niftet auf hohen Bäunien ; 
oft findet man auf einem einzigen Baume mehrere 
Keller, zuweilen in grofler Anzahl, wie z. B. Pen- 
nant über achtzig Reilier. Nefter auf einem und 
ebenderafelben Baume gefunden hat. Er ift eigent- 
lich kein 2ug-vogel, obgleich er auch weite Reifen 
unternimmt. Er foll ein Alter von 60 Jahren errei- 
chen können. 

Nicht blos das ziemlich fchmackhafte Fleifch eines jun- 
gen Reihers , fondern die Schwierigkeiten , die 
Reiher zu fangen oder zu tödten, waren Urfache, 
dafs ihre Jitgd für eine der edelften gehalten wurde. 
Man fieng' die Reiher durch abgericlitete Falken 
oder andre abgerichtete Raubvögel. Diefe Jagd 
heifs die Reiheracize ( la chalfe du heron ; engl. 
heron -hawkiiig), und der dazu abgerichtete Falk, 
der Reiherfalk (laucon heronnier'). — In Ländern, 
wo die Reiher gehegt werden und nilten fotlen, baut 
man zu dem Ende Reiherhütten (heronnieres ; engl. 
heronfhaws). — Fürften und Könige belulVigten 
fich mit der Reiherbeize, und man nannte das 
Reiherwildpret eine königliche Speife (viande ro- 
yale); der Vogel lelbrt heilst in Spanien und Por- 
tugal der königliche Reiher (garza real). — Ge- 
genwärtig hört mau kaum mehr von Reiherbeizen. 

In Japan wird er für den vornehmften und gliicklirhfien 
Vogel gehalten. JNIan mahlt ihn, um einen glück- 
lichen Ort anzuzeigen. Ohne kaiferliche Erlaubnifs 
darf ihn niemand fclüeffen. 

Ehedem wurden in England diejenigen in Geldflraf» 
genommen, welche die Reihernelfer zerllörten. 
Daher das alte Sprichwort not to know a hawk 
from the heron -fliaw (welches letztre m.in nachhet 
ganz ungereimt in band- faw corrumpirt hat), um 
eine groffe Unwiffenheit anzuzeigen. 

In Niederbretagne findet man auf den Bäumen viel Rei- 

hernefter, und unter den B.'iumen viel Fifchwerk, 

das die Reiher herabfallen laüen. Daher pflegt 

E e man 



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l nun TpottweiTe von dem landa zii.rnpeii, djCs da- 
ftlli!) die Schweine mit KiKlini gciiiM^t worden, 
die von den B:iinncn licralirallen. 

Der holic Flir^ eines Reihers füll Sturm , xmd das Cle- 
ichrev dcrtelbennm Finge ein bevorltelicndes Kc-- 
geuwetier anzeigen. 

Die langen H;ds- und nrnftfedcrn des Reihers find zu 
allen Zeiten ccichlitzt worden; fie find von vor- 
fchicdcnemWerth; die l'cliünrten find in derTilrkejr 
ein fiirAlicher Schmnck. Aus dem Fett des Reihers 
bereiten die Fillher einen vorzüglichen Köder. — 
Das Fett des Reihers wurdtf von den Aiteu in der 
Medizin gebraucht. 

. i) Aidoa cocoi. 

[.Ardea cayanenfis criftata. Brijf.] 
BrnJU. Cocoi. 
In Brafilien und Cayenne; das Flcifch diefcs Reihers 
ii't efsbar. 

k) Avdea comata.' 

[Cancropliagus Intens. Brijf.'\ 
Dev.tfch. DerKrabbenfrefler mit einem Schöpfe 

untl röthlich gelben Schnabel. 
Franz. Le guacco, le crabier jaune. 
In.Bologiia. Sguacco. Aldrov. 
lu Bologna; der nämliche Vogel foll fich auch in deil 
Gegenden des kalpüchen Meerbufens befinden. 

1) Aidea cracra. 

[ Cancrophagus americanlis. Briß"} 
Franz. Le crabier d'Ame'rique. 
Die Franzofen in Martinique nennen diefen Krabben.» 
Treffer Krakra, jiacli dem Laute, den er von fidi 
hören lalst. 

m) Ardea dubia. 

Engl. The gigantic crane. Latk. 
The argill er hargill. Ives, 
(The boorong cambing^or booring 
A'oiar. Marsd.^ 
Li Indien und Afrika. 

n) Ardca egretta. 

Deutfeh. Die grolTe Aigrette, 
Ent^l. The great egret. 
Franz. La grande aigrette. 

In Amerika; fie i(t noch einmal fo grofs, als die Aigret- 
te ; ihre Federn aber werden weniger gefchätit. 

0) Ardea garzetta. 

[Ardea alba minor f. garzetta.] 
DeutßJi, Der kleine \^-ei(TeRcilier; die kleine 
Aigrette oder der Dufchreilier. 



Ejiirl. Thp littlocgret; M.[thc cvh]. 

Franz. L'aigrctt-c. 

Jtal. Garzetta bi.inca; agroti. 

Spa)i. Garcira bhmca. 

Rujf. NnfclHia. 
Er lebt in den wiirniercn Ciegendeii, nalie boy den .Silm» 
ufen und Flilllcn. Kr ili wogen (einer vorzligiicheii 
Federn berühmt , und l'oll, wegen dos Gebrauchs-, 
den man in den Riticrzeitcn davon zu llehiibiiCchcn 
gemacht iiat, den Namen Aigrette erhaltcji haben. 

p) Avdca gigantca, 

[Grns knicogeranos. Pa/Ias.^ 
Dcnlfch. Der fibirifche Kranich. 
En0. Tiic Iibcrian crane. 
Ruß'. Sterch. 
Bafchkh: Ak Tiirna. 
Barb. Kigelok. 

Tatar. Kengclak, Küchlihik, Chas Chalafch. 
Y.irgif. Syiigrau, Sinkiravv. 
Perm. VDin. 
Am kaCpiCthen Meere, und in Sibirien; er ifi der grrVlste 

\'ogcl imter den Kranichen; frifst Fr iilclie, Kidcch- 

fcn und kleine Fifche. 

q) Ardca grus. 

Grus ; avis palamedi^. Griech. geranos. 

Deutfeh. Der Kranich; Jtit. Krön, Krancli, 

Krcy; Sehtriz. Krye; N. SarJii'en 

Kralin, Krohn ; y^n einigen Orten 

Grunch. 

In den alten Laj^rfchcn Gefetzcn 

Crano. 

Im Schwahenfpiegel Cranch. 
Holl. Kraan, Kraanvogel. 
Dan. Trane. 

Island. Trana. 
Schwed. Trana. 
En-gl. The crane. 

Angif. Cran, Crajn, Cornoch. 

Grt//c. Corramhona,Corraghriodhach, 

Welfh. Garan. 

Cornifch. Garan, Grew. 
Franz, La grue. 

Alt. Ganto. 

Langiied. Gante. 
Itat. Grii, grue. 

Venez. Grua, 
Span. GruUa, grua. 

Catalon. Gabilan, grua. 
Port, O grou {nicht ema, denn /ö nennen 

die Portugiefen einen gewißcn exoti- 

fchen Stra.usvogcl), 
Rvff. SchurawU 



43T 



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. Fo!n. zoraw. 

Bölm. Gei'ab. i'erab. 
Serb. (0. LmiQ zeraw. 

{N.Lanf.) zorraawa. 
/%»•. Schdral. 
Kiiavon. Xdra'l. 
Crain. Scheriau ; Togorou. 
Efirot. Cherrilate. 
. Vngr. Darü. 
Lett. Dlelirwe. 
Ehßn. Kurg. 
Finnl. Curki. 
Lappl. Qworg. 
Bafchk. Tiirna. 
Babar. Turna. 
"Kirgif. Turna, 
Kalwuk. Tadurun, Tagaran* 
^'otjak. Tun. 
Annen. Darna. 
Tunguf. Karau. 
. Biträt. Bochoru. 
Korjak. Lopasastoaet. 
• 'Kamt/dl. Kaclitawato. 

Hebr. Agar ( IFird jedoch nach Andern für 
eine Schwalbe gehalten ). 

Cr:<s , grye, gieto, gaiaii, crati , kian, kraiücf (sc. 
Und insgclüiiinit am gewilfelten aus dem Gnechi- 
fcheii geraiios , welches man auch gcroimos ge- 
ichrieben findet, herzuleiten. In verfchiedeuen 
nordiltheu Spraclicn ill eine Buchftabenverweclil'e- 
lung vorgegangen , indem es trana ftatt krana 
heifst. — Ein junger Kranich heilst beym Plinius 
vipio(X, 49); im Franz Vfilchen zuweilen gruau, 
oder gruoii. — Die alten Dichter nannten den 
Kranich den Vogel des Palamedes, weil man glaubte, 
<ials Palamedes, während des trojanilchen Krieges, 
vier gricchil'che Bucnftaben und die Wachtparole 
von ihm gelernt habe. 

Der Kranich lebt iu Europa,- Afien und Afrika, und 
zieht, Vinvm die Kälte eintritt, gemeiniglich in Wi:r. 
'mere Gegenden. Obgleich er einer von den gröls- 
ten Vügcln ift, ib unternimmt er doch dieweiteften 
Reiten, und fliegt lo hoch, dal's man ihn aus dem 
Gefichte verliert , _ auch ilt fein Flug anhaltend. 
Er verweilt nirgends während feiner Reife. Er 
wählt iiimpfige Gegenden zum Bau feines Neftes. 
Allerley Iniecten , liidechfeu, Würmer, Wufcliehi 
&c. und Pflaiizenramen find feine Nahrung; oft 
fällt er in grolTen Scharen auf di^ Getraide- und 
Erbfenfelder, und richtet vielen Suaden an. 

Du Fleifch des Kranichs mufs , zumal wein er etwas 
alt ift, durch vielerley Zubereitungen i nd Gewürz 
geniefsbar gemacht werden (la chair doit etre fai- 
landce). — Die Alten, befonders die Römer, 
fchätzten das Fleifch eines jungen Kranichs lehr 

1 hoch. Noch jetzt werden in Polen und in der Ta- 

I tarey junge Kraniche gemäJlet und gegeflen, 

;Da die Ki-aniche fehr hoch fliegen, fich tapfer, auch im 
Fluge, gegen Raubvögel vertheidi^en, Ib fanden 



43a 



nirrtlicfie Perfonen in älteren Zeiten ein vorzüo-i; 
dies und edles Vergnügen an der hohen Japd de« 
Kranichs. • Dazu richtete man verfcl.iedene Falken 
ab, welche man Ki-anichfalken ( faucon gruver • 
iil'ßH. grueroi Lat. gruinus falco) nannte. ' 

Man rühmt die Wachfanikeit des Kranichs, und w-ihlt 
! >n znm Sinnbild diefer Tugend. ^0 findet man 
ilm aul Wachthäulern bald abgemalilt, bald aus-e 
hauen. Mancherlcy fonderbare Dinge erzählt m\n 
vom Kranich, und mancherley Fabeln, welche wie 
übergehen, weil fie auch denÄndern bekanntfind.' 

Die Federn des Kranichs gebraucht mau zu Federbit- 
icJien, und die ftarken FlUgelfedern , im Nothfall 

a1.;^, /' r? 7!'- .^'t' ^'^'"'y l^ra^chten die 
Alten das I-eifch, das Fett, die Augen, deaWagea 
und die Galle des Kranichs. . «uiwgeij 

O Ardea helias. 

Dentfch. Der Sonnenrelher, 
Hüll. Het Zonnereygertje. 
E^'gl. TJie caurale. 
Franx:. Le caurale. 

L'oifeau du foleil. Fmtihi. 

Gi'.iana. Petit paon des rofes, 

Petit paon des rofeaux de Cayenne ■ 

Rozier. 

Ein feltener amerikanifcher Vogel. Er breitet feine» 
Schwanz aus wie ein Pfau, und ift überaus frhoii 
gezeichnet; daher die obigen Benennungen. Cau- 
rale ift zufammengefetzt aus cau, i. e. queue, und 
räle, und foU eine langgefchwiinzte Ralle auzeigeiu 

Ardea hoaftli. 

Engl. The dry bird, the dry heron. 
Mexico. Hoaftli, Hofti, Hoafton. 

t) Ardea hohu. 

The houhou heron ; — Le houhou, 
Mexico. Xoxoukqui hoafUi. 

u) Ardea leucogafter. 

DeutfcK Die Halb-AIgrette. 
Engl. The demi-egret. 
Franz. La dem! - aigrette. 

L'heron bieuatre ä ventrc blans de 

Cayenne. Bit ff, 

JtaL La femigarza. 
Span. Semiayron. 
Iu Cayenne und Louifiana, 

v) Ardea magiiafi. 

[Ciconia americana.j 
Braßl. Maguari. 

E e a -w) Ardea 



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Av) Ardca mimUa. /Jrdrola. 

Di'Htkh. Die kleine Rolirdonimcl. 

Holt. Kleine Butoor. 

Engl. The little biticrn; tJic boo-onk or 

Ion};- neck. 
Franz. Lcblongiosde Siiide; le pctit butor. 
lu der Baybarcy IJoo-onk. Shaw. 

Einer Jer kleinfteii Reiher; man fiflit ihn in Arabien, 
Syrien niid Sibirien, fcllcner in vcrCchiedcnen Ge- 
genden von K.iiropa. — '/.u dicl"cn\ kleinen Keilier 
des Edwards, linlion und Shaw jjelio'rt wahrlchein- 
lich die aideola des Nozcman. Diefer kleine Hei- 
her heilst in Holland Wolter , weil er den Laut 
wof wof von ficli giebt; man nennt ihn auch Hoiit- 
pitoorije, um ihn von der Rohrdommel zu niitei- 
i'cheiden ; viele nennen ihn Woiidaapje, andre Woud- 
hopje , imd die ßauern W'oudop. Es kollet viel 
Miilic, ihu zu fangen, lagt Nozemaji. 

x) Ardca nigra. 

[Ciconia nigra; ciconia fufca.J 

Deutfeh. Der fclnvarze Storch. 
Holf. Zwarte Stork. 
Dan. Den forte ftork. 
Schiird. Odenfvala. 
Eng!. The black ftork. 
Franz. La cigogne noire; la dgogne brune. 
Ital. I.a cigogne nera. 
Ruß: Ai'ft. 
Pohl. Sziaft. 
Lett. Dfehle gohrls. 
Tatar. Kara irlon. 
Äirgjf. Kara Tama. 
Barak Kara Tfchilang. 
Kalmuk. Chontfchil du. 
frotjak. Giirpan. 
Oßjak., Tulbun. 
Buf'dt. Schill. 
Tunguf. Chara, Tögeru. 
Li Europa und bis nach dem kafpifchcn Meere ru; er 

ift leltener als der veilie. Storch, und etwas kleiner ; 

er Icheut die Gefelllchaft der Menlclien. Uebri- 

gens führt er einerley Lebensart mit dem weifleii 

Storche. 

y) Ardea nyfticorax. 

Vetäfch. Der Nachtreiher, der Nachtrabe, 
Nachtratn; der bunte Reiher; der 
Schildreiher; der Quakreiher; Sie- 
fen Foker ; Meißen Spitzpumpe ; 
Livl. der Nachtrchätten. 

Hoff. Kwak, Kwakreiger. 

Dan. Natheire, 

Schii-ed. Natthäger. 

£ngf. Thenight-heron; the night -raven. 



Franz, Le biliorcaii, Ic roiipeau, Ic corbcau 
de nuit; Tiicron gris. 

//;:/. 11 nitricorace. 

Span. La giirzota, el cuervo nofturno. 

Port. A g;ir(;ota, 

Jitijf. Kwakwa. 

Foln. Stc'powron. 

N. Griech. Nyktokoraka. Forfi. 
Wühnt verrchiedeiitlich in Europa, Alien und Amerika; 
iiahrt (ich von Kilchcn , Auipliibicii und Inletten. 
Am Tage lal'st er lieh Iclleji Icheii. Des Nachts 
(i-hreit er mit raulier und widriger .Stimme quak; 
daher hat er liL'ine Bcynamen erhalten. Ucllon 
glaubte, er liicfiV roupeau, weil er aufFellen nille, 
allein er niliet am nieilien auf den Gipfeln hoher 
Baume, hefondcrs der Erle. Sein Fleuch ift u"- 
fchmacUhalt. 

z) Ardca ohula. Motina. 

In Chili. 

aa) Ardca pavonina. 

[Pavo marinus; b.ilearica; grus balearica.] 

Deiitfch. Der Pfauenreiher, der Seepfau, der 
Waflerpfau ; der balearifche Kranich, 
der Diademkranich, der Königs vogcl. 

Hol!. DeKroonvogel, de balearifche Kraan. 

Dan. Paafuglhejre; den kongelige Fugl. 

Sctiwcd. Pafogelliäger. 

Engt. The bale.iric crane , the crowned 
heron, tJie crowned bird, tlie crowned 
african crane. 

Itat. L'Uccello reale. 

Iij Afrika; man findet ihn nicht auf den batearifchen 
Infein; dafs man ihn den balearifchen Kranich 
nennt, rührt daher, weil Plinius von einer grus 
balearica redet, da man doch nicht wifTen kann, 
welchen Vogel Plinius darunter gemeint hat. Die 
übrigen Namen führt er wegen feiner Schönheit. 
Er lebt von Würmern und Pflanzen. Sein Flug ift 
lioch und anhaltend, und im Laufen ift er felir fer- 
tig. Sein Fleifch ift zähe. 

bb) Ardca pondiceriana. 

Franz. Le bec - ouvert. 
Ital. 11 beccaperto. 

Sonnerat fand ij||k^ in den Gegendea. von Pondicliery. 
Obgleich er ^Bit alle Charaftcre eines Reihers hat, 
fo kann man ihn doch, wegen Jeinerfonlligen Ueber- 
einkunft, nirgends anders, als unter die Gattung 
der Rei'ier bringen. 

cc) Ardea pumila. Lepecltin. 

Deutfeh. Der Zwergreiher. 

Ensl. The dwarf heron. Lath, 

Rujf. Krasnaja Tfcliapura. 
Am Terek uud iji allen kafpUclien Steppen. 

dd) Ardea 



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44» 



dd) Ardea fcolopacea, 

Eng;l. Tlie fcolpaceous heron. Latit. 

Franz, Le courlan, ou courlire. 
In Cayeniie; wegen feiner Aeliiilichkeit mit der Schnepfe 
(i'colopax, fram. courlis) hat er von den Franzo« 
Ten deu Namen courlan und courlire erhalten. 

ec) Ai'dea fülonienfis. 
2^ti Sologne Quoimeau. Salerne, 

ff) Ardea fquaiotta. 

Franz. Le crabier caiot» , 

In Bologna Squaiotta. 

gg) Ardea ftellaris. 

[Botaurus, butorius, butlo. — Taurus. 

Piin. ] 
Grieclt. Alterias, Oknos. 
Deutfeh. Die Rohrdommel, der Rohrdommel, 
der Rohrreiher, der Sternreilier ; In 
altern Zeiten und noch in verfchiede- 
iieu Provinzen Rohrtrummel/ Rohr- 
dump, Rohrbrl'iller, Moos- (rf. /. 
Swiipf)TeiheT, Moosochfe, Mooskuh, 
Muspel, Mofs, Rofsreigel, Rofsdumpf, 
Wafl'erochfe, Urrind (LV d. i. Quelle), 
Meerrind, "Lofsrind, Berind, Kropf- 
vogel, Erdbill, Erdbull, Pickart, 
Iprump, Ikrum, Hortybel; N. Sacitf. 
Domphoren. 

Teiiton. Horatüpil. Gloff. Monf. 
Horotnbil. Rohan Maur. 
Horotumbel. Notker. 
I Uoü. Roerdomp, Roertrompe ; Butoor, 
abnßve Pitoorj ./^It, Puttoir, Domp- 
horen. 

>Dän. Rördrum; Stiernehejre, den ftiernede 
■ Hejre. 

. Sckwed. Rördrum, Rördrommel. 
.Engl. The bittern, or bittour. 

Im Norden the mire-drum, myre» 
; drumble. 

Im Süden the buttal, or butterbump. 

Schottland Boutlour. 

Galic, Stearnal, 

If^elßi. Bwmp y gors; Buddai (lieifst 

urfprünglich ein Quirl); Aderyn 

y bwn. 
Franz, Le butor; Mie'ron e'toile*. 

j^lt. Pittouer. Bellon. 

En Poltou. Buhor. 

En Bretagne Gallerand. 



Dans les emirons de la forä d'Of 

Icans Behors. 

En Berry & en Solosrne Biliour. 

En Gascogne Le parefliiux. 

In verfchiedenen Gegenden Butour, 

Bitour, Bilior, Las-daller, taurea» 

d'e'tang, boeuf de marais. 

Bas-Bret. Born- gors. 
Itat, 11 terrabufo, tarabufo, trombone, 

trumbotto; — garza bionda o di 

color d'oro. Zin. 

Sardin. Corvu ambidaftru, cioe Cor- 
vo delle anguille. Cetti (weil ße fielt 

von j^alen nährt, zum Nachtheil der 

Fifcher. ) 

Gli Algherefi Gargih. Cetti. 
Span, Alcaraban, alcaravan, bitor, butorio, 

toro, croto; garza dorada. 
Fort, Alcaraväo (nicht gazula, dies tf'ort 

iß den Portugiefen mibekannt). 
Ruß. Buik (d. i. Ochfe ), Bugai, Wip. 
Pohl. Bak (diefen Namen führt auch die 

Hummel und der Pelikan). 
Serb. (0. Lauf.) Eiim^ak. Anton, 

(N. Lauf.) Hejb. 
Illyr, Buip. 
Ungr. Ordito' - madar (d.i. Brüllvogel); 

Na'di - bika ( d. i. Rohrßier ) ; Matska- 

gem. 
Lett. Dumpis (bedeutet v.rfprünglich ein 

Gerät fch); Efara galÜs (d.i. Sumpf. 

hahn ) ; Uhdens wehrfis ( d. i. IVäf- 

f er ochs ) ; J uh ras wertis ( d. i. Sumpf- 

ochs ). 
Ehßn, Merre hüup, Hüiip, üüp ; In der reva- 

lifchen Bibelüberfetzung Körwe lind, 
Finnt. Meri harke (d.i. Meerochs); Rhq; 

■wonpäriftäja. 
Kirgif. Sungis. 
Tungif. Ocschok. 
Türk. Gelve. 
Arab, Ariel. Forfk. 
Hebr, Kaah, Kaat (Andre verßehen danvnte» 

den Pelikan). 

Der Rolirreüier giebt, wenn er im Schuf oder R'liricht 
fteckt , einen dumpfen in der Nacht befondera 
fürchterlichen Schall von fich, der mit dem Gebrüll 
eines üchlen oder dem GetO'le einer Trommel Aehn- 
lichkeit hat. Wegen dieles Umftaudes hat tr, t^ft 
ohne Ausnahme, alle obige Benennungen bey alien 
Nationen , wo er nur bekannt ift , erhalten. Ein 
Sprachforfcher kann fich hiervon aus dem Obigen 
nüt leichter Mülie überzeugen. -^ Von ßotaurus 



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(d. i. ein Stier, ein Billllodis') ift nndi und n.ifli 
cnt("t;iin1en butoriiis, biiiio, biilor, biitcni iVc-. — 
1^11 griecliü'clicii J^iamcn aftoiins iiiid donlclbcn 
Kampii in lateinilclier Sprache (tellaris ardca. wo- 
mit mau ihn rliemals bezeichnete, hm er wolil von 
feiner Zeichnung erhalten. 

AVolint in den geniüdlgleren Gegenden von Furopa, be- 
fucht autb, wenn's Sommer ift, dcil Mord, fc'.r 
iiahrt fich von Küchen, Kröten, t'rölihcM, Kidecli- 
fen, WalVerinleftcn, ancli wohl von Feldmauli?« 
und Ratzen. Kr baut lein Ncft zwilchen den'Rohr- 
gebllfchen; Männchen und Weibchen tragen wecli- 
felsweife Sor^e für ihre Jaiigen. Er erwartet ganz 
ruhig fowohl feine Heute, als andre Vögel, die ihn 
angreifen wollen, ohne jene weit zu fliehen, oder 
(lielbn zu entweichen. !•> wehrt lieh tapfer mit It-i- 
1 err. Schnabel, jSgt die Raubvögel in die l'lurlir, 
nicht leiten auch die erllen Hunde, die ihn angrei- 
fen. Sein Schnabel ifc imuicr zucrft auf die Augen 
feines Feindes gerichtet. Den Jägern und Huiidea 
flicht er durch feinen Flug zu entgehen, ill er aber 
verwundet, fo flieht er weiter niclit, fondern wehrt 
fich auf die eben gemeldete Weile. Mit Unrecht 
liat man eitle fo mutliige Erwartung feines Feindes 
fürDummheit gehalten, und darnacli einen Dumm- 
kopf oder Tölpel im Franzöllfclien uii butor, und 
ein dummes Weib une butore genannt. 

Vev Rohrreiher läfst einen andern Laut hören, wenn er 
im Fluge ift, und einen andern wenn er im Röh- 
richt fitzt. Jenen kann man durch coh cob nach- 
ahmen, wenn man einen ernfthaften Ton darauf 
legt. Dieler ift das dumpfe Getöfe, wovon er, wie 
oben gemeldet worden, leine Namen erhalten hat. 
Ob er letzteren Mos in der Bruiiilzcit hören läfst, 
ift nicht ganz gewifs, denn man vernimmt ihn vom 
Februar an bis gegen Auguft. Jedoch hat man auch 
bemerkt, dafs er bey einer bevorllehenden Verän- 
drung des Wetters auf eine ähnliche Art brüllet. 

Das Fleifch desRohrreiliers wurde ehedem fehr gefchätzt ; 
gegenwärtig macht man lieh nichts mehr daraus. 
Vermuthlicb wufte man es als eine Delicatelle zu 
appretiren, und ihm den moderigeu Gefchmack zu 
teiiehmen. — Auch an der Jagd des Rohrreihers 
fanden groffe Herrn ehedem ein edles Vergnügen, 
und lieffeil zu dem Ende befondere Falken abrich- 
ten. Mit Entzücken fallen fie, wie er fich in einem 
fchneckenförniigen Kreife hoch in die Luft erhob, und 
wie er dann, faft aus ihrem Geiichte verloren, vom 
Falken herabgeftoffen wurde. 

hh) Ardea tigrina. 

Deidfch. Der Tigerreilier. 
Efigl. The tiger heron. 
Franz. L'he'ron tigre; l'onore. 

In Südamerik«; verbirgt fich im Röhricht und jiiftet iu 
die Erde. 

ii) Ardea im dulata. 

Deutfch. Der Zikzakreilier. 
Engt. The zigzag bittern. 
Fraiue. Le petlt butor de Cayenne. 



kk) Ardea violacc.x 

[Cancroph.igus baliamcnns-J 

Dcutfch. Der Violetrcihcr; der Krabbenf.efTer 

von Lialiama. 
Holt. Kr.ibbi-nocter, of gcktiifde Hutonr. 
Eiigl, Tlie crciled bitteni ; tiie gri-y cnvftcd 

gaulding; the j-ellow cruwiicd lie- 

ron. 
Franz. Lo crabicr gris-dc-fer; Iccrabk-rde 

Bahama; lo biitor liuppe. 
Ital. 11 crabiere d'un colore grigio di ferro. 

In Carolina *ind in groffer Menge auf den bahamifchen 
Infelii ; nlihrt lieh von Kjabben und Muftheln ; ni- 
flet auf dem Gcfträiicli, das zwili:heii FcÜcniitzeii 
wächft; ift nicht fehrlcheui fein Fleifcii ift li:lnuack- , 
haft. 

11) Ardea' vir'go. 

[ünis mumidica. ] 

■DcHlfch. Das numldifchc J'tingrerclien ; der 

Gaukler. 
Holt. 'tjuffertje; de numidifclie Kraan. 
Engl- TJie denioileHe heron, tiie demoi- 

felle of Numidia. 
' Franz. La grue de Numidie, oii deinoifelle. 
Hat. La damigella di Numidia, olagalliiia 

di Faraone. 
Kirgif. Kaskarale Turna; Su Turna. 
Kalmuk. Chutun. 
Armen. Leglek. 

In der Barbarey oder dem ehemaligen Nnmidien, iu 
/Egypten -und in andern Gegenden von Afrika, fer- 
ner am kaliJifchen und fchwarzen Meere ii:c. Die- 
fer'Reiher ift von der GrölTe eines Kranichs, und 
hat wegen feiner zierlichen Geftalt und feines All- 
ftandes die obigen Kamen erhalten. 

Falk erzählt ungefähr Folgendes von der linne'ifcheii 
virgo : Sie niftct auf den Gipfeln der höcliften Bäu- 
me und ift fo Ichcu, dals man ihr fchwer und nur 
mit Lift beykommen kann. Die Jäger verkaufen 
den fchön befiederten Balg zu hohen Prellen. Man 
fclilägt ihn über einen Stock und giebt ihm die 
Form eines -gebogenen Hornes. Solcher zwey Hür- 
ner hinden die Kirgilien in üeftalt eines Kreuzes auf 
die Mützen ihrer trauen und Töchter; eine Mütze 
von iL-^r Art ift nicht nur ein grolfer Putz, foiidern 
auch aas Zeichen des vornehmen Standes. 

Ardesia. [M/w^ra/.] Dachfchiefer. l'id. 
.Schiftus. 

ARDISIA. [Botan.^ 

Der Name einer neuen exotifchen Pflanzengattunp, 

worunter verfchiedcne von Sloanc und .Swarts 
bel'chrie'bene Staudengewächle begrfffeii find. 

•J-) Ardifia exccllh, Alton. 

Engl. The laurel-le.iv'd ardifia, oraderno. 

ARDUINA. 



445 



ARE 



ARE 



446 



ARDUINA. [5o;fl..'.] 
Arduiiia bifpinofa. 

Ein Straucligewächs, auf ilem Vorgeb. (3er guten Hof- 
nmig. MiUer hat (tab. 3c~) unter dem Namen 
Lycium eine Abbildung davon geliefert. Arduina 
beifst fie zu Einen des ehemaligen Profeflbrs der 
Oekonomie zu Pavia Petr. Arduino. Er fchrieb 
obfervat. botan. Spec. I, 1759; Spec, II, 1764. 
PÄtav. in 4to, c. figg. 

ArCü. Ein leerer Platz, ein leerer Zwifchenraam. 
In der Anatomie bedient man lieh diefes Ausdrucks 
z. B. bevMulkehi, Driifen &:c. So heilst auch eine 
Glatze, oder eine kahle Stelle auf dem Kopfe. 

_ AiHae. Die durch gezackte Fugen abgetheilten Fei- 
der auf derKrufie oder Schale eines Seeigels (echi- 
nus); Hall, l'erkeu; Sihueä. Tegarne ; Engl. The 
^ aieae &c. 

^ Ar tat. So heiffen auch runde Flecken auf dea Flü- 
geln verlchiedener Infetten. 

ARECA. lBotan.-\ 
a) Areca catechu. 

[Palma cujus fruftus reffilis faufel dlcihir. 
Bunhl — Palma arecifera. Piuk. — 
Pinanga Är«;;/'A. — Caunga ä/wjo/j.] 

Dentfch. Die Pinangpalme, die Arekapalme; 

die Katecliupalme. 
HoH. Pinangboom, Areekboom, 
• Franz. L'arec de l'lnde. 
. Port. Arequera. 
y Coclihich. Caycau; Binh lang. Loiir, 
Sinef. Pin lam. Lonr. 

Eine Palme von. niittlerer GrJ'lTe, fängt erft im fünften 
oder fechften Jahre an zu blühen, wächft in Indien, 
auf den molulddTchen Infeln, Ifelten in den mittag- 
lichen Gegenden von China &c. Die Frucht ift un- 
gefähr von der Gröfle eines Hühnereyes. Sie liat 
z\var in verfchiedeiten Gegenden und auf jeder In- 
„..■ fei ihre eigene Namen, diefe find aber, 10 wie fie 
" die 'Reifebefchreiber aufgezeichnet haben, ficher 
in>;.^efammt wenigftens verftUmmelt. So i.eifst iie 
z. B. bey älteren Autoren, in CochinchinriChupany, 
nnd in China Binan ; eine andre Ausfpiaclic aber 
findet man oben, nach Loureiro. Ferner heiis't fie 
bey den Reii'ebefchreibein Boa, goa, hena, hoa, 
tiua, koffel, pac, plou, poac, pua, rapo, fupary&c. ^ 
Kach £bn Sina heilst fie im Arabiicheii faufel. -r- 
Am gev.'öhnlichfien ift fie unter dem Malaifchea 
Namen Pinang bekaimt. Die Portiigifen iienr.ca 
fie areca, und diefe Benennung hat Linpe zupi Gat- 
tungsnamen gewählt. Rhmph hat die jungeFrucnt 
paynga und die alte Frucht areek von den .\Ialaba- 
rcn nennen gehurt. Auf Coromandel foll die alte, 
trockene Frucht koffol genannt , werden. Man 
findet aber den Baum fo wenig in Coromandel, .iis 
in Ijenjalen ; es ift alfo dieler Name von der dahm 
transportirten Frucht zu verfielien. Die Walrver 
rennen die junge Frucht pinang moeda, und die 
alce pinang touwa. Auf Teruate foll die griiae liena. 



tind die trockene pare genannt werden.— DieBlu- 
menkolbe helfet Majang, die fie umgebende Sciieide 
Ploffer, und die äulVere dicke Rinde dielier Scheide, 
liebft der Bafis Coroerong. Von der Scheide kaini 
man eine pergamentähnliche Haut ablchiileiii aus 
diefer verfertigen die Maleyer TabaksroUeii zum 
Rauchen, welche fie Bonkos nennen. 

Dergleichen verfchiedene häufige Benennungen zeigen 
an, dafs die Frucht in Oftindien fehr bekannt ift und 
allgemein gebraucht wird. Die Frucht dient uicht 
zur Nahrung, ibndern zur Erquitkung, ihr Ge- 
brauch ift in Indien ungef.ihr eine eben fo herr- 
fchende Gewohnheit, wie in andern Landern der 
Gebrauch des Tabaks. Man käut nämlich das .iul- 
lereFleifch derfelben, oder noch häufiger den Kern 
mit dem Betel, einer Art dangen Pfeffer, der aiiclv 
Siriboa genannt wird. Der Betel benimmt der Are. 
ka den herben Gefchmack, und die Schärfe des er- 
fteren wird zuvördcrft durch Aufternkalk temperirt^ 
daher es kommen mag, dafs der allzuhäufige Ge- 
brauch denZäbnen nacbtheilig ift. Man pflegt diefe 
Coinpofition Pinangbetel, oder Siripiuang, oder 
fchltchtweg Betel zu nennen.' 

Der Pinangbetel hat znerft, wenn man ihn in den Mund 
nimmt, einen fehr icharfen aromatifchen und nach- 
her einen lehr angenehmen Gefchmack. Er färbt 
den Speichel purpurroth. \Ver ihn zum erftermal 
käut, fällt in eine Art Schwindel, fo wie derjenige, 
der zum erltenmal Tabak raucht. Der mäffige Ge- 
nufs gicbt dem Blut eine gelinde Wärme, ftäiktden 
Magen, gjebt einen wohlriechenden Atheni, und 
dem Gefleht eine lebhafte Farbe. Der übermällige 
Gebrauch hat mancherley nachtheiligeFolgen : be- 
fondeis erfolgt darauf die Auszehrung, das Ausfal- 
len der Zähne &:c. 

Man hat geglaubt, daft die fogeuanntc terra catechu 
oder cachu nichts anders, als der verdickte Saft 
der Arekanüffe fey. Daher hat dei'Baum dcnBey- 
namen catechu von I.inne erhalten. Es ift aber 
nunmehr gewils, dafs fie von einer Art Acacia(iiii- 
mofa catechu) herkommt. Loureiro fagt: Nomen 
areca catechu inn iblura efi improprinm, fed erro- 
neumj per me libentius direretur .areca hortenfis. 

b) Areca glandifomiis. Encycl. 

[Pinanga fylveflxis, glandiformis. Ä/wp/i.] 
Franz. L'arec glandiforme. Enctfcl.' 

Auf den molukkifchen Infeln; fie ift viel hühernnd diiii. 

. : ■- ner, als die Piiiangpalme ; ;die Nu/s ift etwas bit- 
ter, jedoch kann fie, in Ermanglung der Pinanga, 
gebraiiclit werden. Die Flederniäufe lieben nnge. 
mein das CuiTe Flei'ch der Frucht, und belüchen 
den Baum in groffer Menge. Auf Celebes wird aus 
den jungen Blättern Faden gezogen, »-raui inaa 
Säcke macht. 

c) Areca globulifera. Eucyd. 

[ Pinanga orj-zaefomiis. Rumph. 
Areca 'fylveftris. Loureiro. ] 
Hoil. De R^-stkorrels Pinang Boom. 
Franz. L'arec globulifere. Encyel. 
Cochinch. Cau rung. Lour. 



447 



ARE 



ARE 



448 



Auf den Molukken, beronders mf Cclrlip^ ; der Stamm 
irt frlir diini), und i\ic kiigelriiiidp (• iikI.i klein, mi- 
gcfahr wie ein Reiskorn oilir wie eine uiitlclniiillige 
t rble. In Corliincliina iR lie efw;is Rröder. M;iu 
ifst die gaiize P'niclit, weil der Kern uidit hart ili. 

d) Areca olcracca. 

Deutfeh. Die kohlrragendp Arekapalme. 
Holl. De Koolbüom, ofPalmiet. 
£«£f/. The cabbage tree. 
Franz. L'arcc d'Amcrique. Encycl. 

vuli^o Le palmilie franc, le chou-pal- 

mifte. 

Eine von den hücliften Palmen fn Amerika ; das Siiflcre 
Holz deflelben ill härter als Ebenholz, inwendig 
aber ift der Baum fafcriclit und weich. Die Stam- 
me werden daher ausgeluilt und zu Wafferruluen 
gebraucht. Der fojjenannte Palmenkolil, oder die 
dicke Kiiolpc, welche mitten im Bündel der Blatter 
liegt, wird von den Amerikanern ausgefchiiitteii 
und entweder roh, oder gekocht, oder gerüftct ge- 
gefl'en. Er hat einen delikaten Gelchmack, und ill 
mit den Artilchocken zu vergleichen. — Es ilt 
zweifelhaft, ob .dielisr Baum zu den Arekapalmen 
gehurt. 

e) Areca fpicata. Enajd. 

[Plnanga globofa. Rumph.'] 

Franz. L'arec k e'pi. Encycl, 

In Indien; der Stamm ift etwas dicker, als bey der Fi- 
nangpalme ; die Frucht ilt kugelrund, und von der 
Grufle einer gewöhnliciien Kirfche. Sie ift nicht 
von der Güte der Piuang, wird jedoch in Erman- 
gelung derfelben genoÄen. Vermuthlich gehört 
hieher die areca fylveftris des Loureiro. 

ARENA. — Griecli. psammos, ammos. 



Deutfeh. 
Holl. 
Dan. 
Schwed. 

Engl. • 



Franz. 
Itat. 

Span. 

Port. 

Ruß. 

Fohl. 

Böhm. 

Serb. 

Slavon. 



Der Sand. 

Zand. 

Sand ; Island. Sandur. 

Sand; Altnord.Mol,Eyn; M.Goth. 

Malma. 

The fand; Angtf. Sand, Sond. 

Galic. Gaineamh, Grothal. 

Cornifh. Dreath, Treath, Draitb, 

Trait, Tywardraith, Grou. 

Le fable. 

Sabbia, arena, ren»t 

Brefcia. Sabid. 

Arena, fabulo. 

Area. 

Pefok. 

Piafek. 

Pifek. 

{O. Lauf.) Piefzk. 

(.V. Lanf.) Pefk. 

Pifak. 



Uliji: 


Pefok. 






mach. 


Nefsip. 






Epirot. 


Rena. 






Uu^r. 


fövcny, Homok 


, 




Leu. 


S'inilts, Smilktis. 






Ehfln. 


Liiw, Liwa. 






Finnl. 


Hieta. 






Lappl. 


Sadde. 






Gravi. 


Siorhk. 






Arena ceis granis 


confcrta 


tcfta. 


[ Couchijl. ] 






Eine aus 


fandartigen Kj'rnern zufamme] 


igefeute 


Schal 


ie (Sabella). 







ARENARIA. IBotan.^ 

Eine Pflanzengattnng, die aus dem Grnnde arenaria 
genannt wird, weil die meillen Arten derielbea 
auf einem fandigen Bq^leii wactlleu, 

Deutfeh. Das Sandkraut. 

Hol!, Zandmuur. _ 

Dan. Sandurt. 

Schwed. Sandört. 

Engl. The fandwort. 

Franz. La fabloniere, 
Ital, &e. Arenaria. 

a) Arenaria media. 

[ Spergula annua. Dillen. ] 

Deutfeh. Das mittlere Sandkraut; der kleine 
Knöterich ; der weiffe feine Sand- 
fpergel. 

Holl, Middelflag Zandmuur. 

Engl, The downy fandwort, " 

Franz, L'alfine des alpes. 
In Krankreich und Deutfchland. 

b) Arenaria peploiäes. 

Deutfeh. Das Sandkrant mit Portulakblättern; 

der Seeportulak. 
Holl. Zeeporfelein. 
Schwed. Vild Portlacke. 
Engl. The fea fandwort. 
Franz. La fabloniere des bords de mer. 

^'ächft an den Meerufern in den kälteren Gegenden* 

von Europa. 

c) Arenaria rubra. 

Deutfeh. Das rotlie Sandkraut. 
Holl. Rood Zandmuur; Zeefpurrle. 
Diin. Knsegraes. 
Schwed. Knägräs. 

Engt, The red fandwort, the purple chict 
weed, the fpurrj. 

d) Arenarli 



449 



:arg 



ARG 



450 



d) Arenaria ferpyllifolio, 

[Alline minor; alfine minima, j 
Daäfck. Das Sandkraut mit Quendelblättern, 

Das kleine Ganiekraut, das kleine 

Voge! kraut. 
HoU. Thymbladig Zandmuur; het kleine 

Muur. 
Schwed. Foj^elört. 
Engl. Tlie tbyme-leav'dfandwort; theleft 

chickweed. 
Port. Sapinho. 

In Wäldern, auf fandigern Boden. Die kleinen Vügel 
iVeli'en mit Begierde den Samen diefer Pflanze, 

e) Arenaria trinerva. 

[AUine plantaginis folio.] 

Drutfch. Das dreyrippige Sandkraut. 
Holl. Drieribbig Zandmuur. 
Schwed. Skogsurt. 
Engl. The plantainleav'd fandwort. 
Franz. La morgeline d'Europe. 

In den europfüfchen Waldungen ; die Blätter der Pflanze 
haben drey Itarke Adern oder Rippen ; daher der 
Beyname. 

Areola papillaris. J'id. papillaris. 

/Ireotati friictus. Gegitterte Früchte. [Amio» 
iia palullris] : HoU. Geperkt, afgeperkt, 

ARETHUSA. IBotan.^ 

Dtiitfch. Die Arethufa, der Runzelbart. 
Hol!. &c. Arethufa. 
Franz. L'Are'chufe. 

Die Arten diefer Pflanzengattung find exotifch, nnd. 
waclifen niehrenteib in naffen Gegenden. Wegen 
des letzteren L'mitandes hat die Gattung den Na- 
jnen /\retluifa erhalten. Arethul'a hiefs eine Quelle 
in Sicilien, womit (ich der Fluls Alpheus unter der 
Erde vereinigen foU. Die Fabeldichter fchufen da- 
her die Arethufa zur WalVernymphe, und gaben ihr 
zum Liebhaber den Alpheus. 

ARETIA. [Botan.] 

^relita lebte in der Schweiz und \V£r zu feiner Zeit 
einer der beriihmterten .Pflanzenkenner. Er fam- 
Tnelte viele Pflanzen auf den Alpen, und fchenkte 
fie an Gesner. ihm zu Ehren gab Haller einigen 
moosartigen Pflanzen den Gattungsnamen Aretia. 
, Die aretia alpina führt im Zijlerthal den Kamen 
Speick, blauer Speick. Briefe von Schrank und 
MM. 

ARGEMONE. \_Botm.l 
Argeinone meiicana. 

[ Papaver fpinofum/] 

Cmholiion. Isaur^ejihichK, B.i. }, 



Detitfch. Der Stachelmohn ; die Doppelklap. 

pen ; die Teufelsfeige. 
HolL Kiepheul. 
Dan. Pig\almue. 
Schwed. Piggvalmoge. 
Engl. Tiie prickly argemone or poppy. 
Franz, L'arge'mone du Mexique. 

vu!go le pavot epineux, le chardow 

be'ni des Antilles. 
Ital» Argemone di Mexico ; papavero fpi- 

nofo; fico d'inferno. 
Span, Argemone de Mexico; adormider* 

efpinofa. 
Port. Argemone do Mexico; papoula 

efpinhofa. 

Diefe Pflanze ift in Mexiko und auf den Antillen einbei» 
mifch ;■ wegen dei*Schünheit ihrer Blätter und Blu- 
men wird üe in den europäifcheu Gärten cultivirt. 
Ihr Samen ift abführend; die Blätter foUen die 
Augenl'chmerzen lindern. Wegen des letzteren 
L'niltandes hat fie den Namen Argemone erhalten. 
Argemone hiefs bey den Alten enie Mohnpflanze, 
velche gegen Augenentzündurigen verordnet wur» 
de, und kommt her aus dem Griechifchen argeraa 
f. argemon, i. e. ulcufculum ocuü albura in iridis 
circulo. 

Argen teus, argentatus. 

Griecb. Argyreos. 

Deutfeh. Silberfarbig. 
HoU. Zilverkleurig. 
Franz. Argentin. &c. 

ARGENTINA. [M.%o/.] 

Deutfck. Der Sllbertlfch. 
Uoll. Zilvervifchje. 
Dan. Sölvblaeren. 
Schit-ed. Silfv-erfilTr. 
Engl. The filverfifli. 
Franz. L'argentine, I'argeute*. 
Ital. &C. Ageutina. 

a) Argentina Carolina. 

[Harengus minor bahamenfis. Catesby.'] 

Deutfeh. Der Silberfifch aus Carolina; der 

kleine oahamifche Hering. 
Engl. The Carolinian filverfifli. 
Franz. La Caroline. 

Ein Flufsfifch in Carolina; Man würde ihn beym erftea 
Anblick für einen Hering hallen, er ift äher Uei- 
ner; fein Fleifch fchmtckt ziemlich gut. 

b) Argentina gloflbdonta. 

Arab. Bouuk, Bunuk. Forfk. 
Im rothen Meere. 



f f 



c) Argentina 



451 ARG 

c) Argentina machnata. 

Atjh. Alachnat. Forfk. 
Im roflicn Meere. 

d) Argentina fphyracna. 

[Pifciculus Romac arp,cntina diftus.J 
Deutfeh. Der tofkanlfclie Silbcrfifcli. 
HoH. Ansjtnis. Houtt. 
Er.'^L Tlie Slieppy fifli. 
Ft\-}iZ, Le haiidn. Encijcl. 
Ital. Argentina; pesce arj^entino. 

Ini Tolkaiiil'ciicii Meere &c. Die Blafe dieres Fifclies 
i(i lilberfarbig, Ib wie der untere Tlieil feines Kör- 
pers . es werden daraus nnäclite oder kllnltliclie 
Perlen gemacht. 

• ARGENTUxM. /« der Ckcmk luna. 
Gtiech. Argyros, argyrion. 
Diutfck. Silber; Teitton. Silbor. 
Holt. Zilvcr; Allfrief. Selver. Seloer. 
Dan. Sölv ; Island. Sylfur, SUbr. 
Schwed. Silfvcr; Sölfver. 

M. Gothl. Silubr. 
Engl. Silver. 

■^iiglf. Seolfer, filure, filuer, Jylfor. 

Galic. Airgad. 
Traiiz. Argenh 
Ital. Argento. 
Span. Plata; j^lf. prata, ajenje. 

Galicicf. prata. 
Port. Prata. 
Rvf. Serebro. 
Poin. Srebro. 
Bötim. Stijbro. 
Serb. {O. Lauf.) Szljebro. AntoK. 

(N. Lauf.) Szlobro. 
Slav. Srebro. 
Plyr. Srebro. 
Crain. Srebru, 
mach. Ardfchinf. 
Epirot. Rgiand. 
Vngr. Eziift. 
Lett. Sudrabsr. 
Ehfln. Höbbe. 
1^««/. Hopia. 
Läpp!. Silb, Siiba. 
Knm. Tatar. Silvir. 
Szirjän. Efeys. 
Mongr/. Mungu. 
Tungnf. MongniT. 
Lcmiiit. Me'guen, 
Korjäk, ElnipelvTÜtinn. 
Sinef. Indfa. 
Twk- Gumircii. 



ARG 



45a 



Perf. Nogra. 
Hfhr. Glielbph. 
Chald. Giiaspah. 

l) Argcnfum nativmn, nudiim f. virgo ; Keiiifjew.ichre- 
iios oder gediegenes Silber. I3lanerz, Silberglas, 
JJauenierz ; Kiii>l. tlic native or virgin (ilver ore; 
Franz. Argcnt iiatif cu pur des mines, argent vier- 
ge; llal, Argento nativo, o virgine. — 2) Arg. 
corneum ; Hornlilbercrz, Horncrz, gewaclilenes 
Hornfilber; (Blacliniann, Plachmanii); ^"A''- 'lie 
corneous orÜiorny (iWer ore; Ftant. mine d'nr- 
gcnt coruee ; llul. niinicra d'argciito cornta. — 
3) Arg. vitreum; Glaserz, bleyfarljig Silberglas; 
Engl, tlievitreous (ilver ore; J-'/a,u. mine d'argcnt 
»itreulc; lia/, miiiiera d'argento vitrea. — 4) Arg. 
Tubrnm; Kotligüldcnerz; Ä'«;?/. t!ip red filver orei 
roficier; Franz. niine d'argcnt rouge, roliclair; 
llal. niiniera d'argento rolTo ; Span, un^i Pott, ro- 
ficier. — 5) Arg. albnm ; Weiligiildenerz, Weifs- 
erz; Kngl. tlic white lilver ore; Ftaiiz. mine d'ar- 
gcnt blantlie. ~- 6) Arg. cinereiini, minera argenti 
grile.'i; Kahlerz, Silberl'ahlerz, Grauerz -, Selured. 
griiSiltvermalm ; Fiigl. the grey filver ore; Franz. 
mine d'ar.;ent gril'e. — 7) Arg. arfenicale; Arfeni- 
kaKilber; iiatu. argent arfcniqne. — 8) Arg. zin- 
coluni; Die l'ccl:blende; Franz. Blende tenant ar- 
gent. — 9) Arg. nigrnm ; Schwarzgiildtnerz, 
Schwarzerz; /'"/a;;!. Mine d'argcnt noire. d) fuligi- 
rolUm ; Silberl'chwärze ; Span, nigriltos. i) Ira- 
gile; Sprödes Gln^crz, Röl'chgewächfe. — 10) Mi- 
nera argenti lapiden, ftercoris anferini ; Gäiifekö- 
thig Silbererz; Engl, the goüfedimg ore; Franz, 
mine d'argent merde d'oie. — 11) Minera argenti 
foliacea; Zundererz, Bergzunder. — 11) Minera 
argenti butyracea; üutternülcherz. 

Die fpanifchen und portiigifiCcheiiBenennungerT der Erze 
kann man leicht nach dem Italienilcliei), und eben 
fö leicht die Dänifchen, Schwedifchen und Hollän- 
difchcn nach dem Deutl'cheii überretzen. In den 
letzteren Sprachen, zumal in der Schwedifchen, 
werden die deutfchen Namen am gewühnlichften 
unverändert beybehalten. 

Bey Alonzo Barba und andern Autoren findet man die 
verlchiedenen Benennungen der Silbererze, wie fie 
bey den Spaniern in Peru üblich find: fie find aber 
nicht deutlich genug helirhrieben i) paco, 2) taca- 
jia, 3) plomo. 4)machado, (Federerz; odirFarrn- 
krautfilber, argent fougereV;, 5) roficier ^rothgUl- 
den), 6) negrillos (Silberfcliwirze). 

Argtntiiin viviim; QueckfUber. Vid. Lythargy- 
rum. 

ARGILLA. — Grieck argilos, argillos. 

Deutfeh. Thon. 
Kle^, 



Holt. 

DM. 

Schwed. 

Engl. 

Franz. 

Hat. 

Span. 

Pott. 



Leer. 
Lefä. ' 

?'^', ' 
Argile. 

Argilla, argiglia« 

Arcilla, barro. 

Barro, argilla. 



r 



453 



ARG 



ARG 



454 



Rujf. Crma. 

Potn. Giina. 

Böhm. Hljna. 

If'lach. Vieris. 

Ungr. Agyag. 

Lttt. Mahls, MablL 

E'nßn. Sawwi. 

Finnl. Sawi. 

LappL Laire. Raire. 

Das lateinifche Wort argilla kommt ans dem Ciriechi- 
fclien argillos, und diefes von argos, d. i. weifs, 
weil der Thon melireiitheiU weifs ift. 

Verfchiedene Thonarten find: porcellaiia, leucargilla, 
limus, bulus, )itlioinarga, tripolitaiia, coticula, 
niarga &c. Man findet fie in diefem Werke nacij 
der alphabetil'chen Ordnung. 

jSrgill ace a terra; Tlionerde; — ein thoniger 
Grund und Boden; Franz. Texte argilleufe. 

Jir gillaeeae petrat; Thonartige Steine; Hott. 
Kleyige Steenen. 

jlrgillaieus fapor; EijJ tlioniger Gefchmack. 

A> gillr>{us niJus; Ein aus Thon zulammenge- 
letztes Vogelneft. 

ARGON AUTA. [Couchy!.] 

f Carina nautili, nauplius, pompilins, pfeu- 
do-nauti!us, cymbium, nautes, nau- 
tilus polypofus, domuncula polypi, 
OYum polypi. ] 

Deutfeh. Der Papiernautilus, der Segler, die 
Fahrkuttel, die SchifTkut'tel, das 
dliniifclialige, zarte, oder feine 
Schiffsboot, die gerippte Galere, der 
ReisbreinautÜDs, die Kammertuchs, 
haube, die liolldndifche Haube, die 
Seenympfe. 

Holt. Papieren Nautilus, Zeiler, fyne 
Schippertjes, geribde Galeere, Rei- 
ftenbrei- Nautilus, Doekehuitje. 

Diin. Kronjagten; Argus; den öyede Por- 
celinTiiael. 

Siluved. Seglare. 

Engl. The paper failor. 

Franz. L'argonaute ; nautile papyrace', nau- 
tile de papier ; la galere, la chalonpe 
cannelee ; coeffe de Cambray. 

Ital. Argonauta; moscarolo, moscardino, 

Span, und Port Argonauta, nautilopapiraceo. 

Aiiihoina. Kilia wawutia. 

}.Jalej. Roema gorita (f. e. domunatlapoljfpi). 

Gröfil. TuUukaurfuk. 



Das in Vierer Concliylie lebende Thier. welches die mei- 
fte Aelinlichkeit mit einer Sepia hat, fthwimmt auf 
der Oberfläche des Meeres in feiner Schale, wie 
die Argonauten oder Schiffer inid Segler auf dem 
Schilfe Argo. Eine fehr vollmundige Erzählung von. 
der Lebensart und den Merkmalen diefes Thiers, 
das den Alten u. d. K. polypus bekannt war, fiiiaec 
man fcbon beymPlinius. 

a) Argonauta argo. 

Man fehe die obigen Benennungen. Die bekanntefteu 
Varietäten find: i) Der Ichraalkic-lige Segler r 
Bot!, fmalkieide papiere Nautilus; Engl, the 
courfe brittle failor ; Fram. argonaute 
papyrace ä carene e'troite. — 2) Der breitkielige 
Segler; Notl. bredkielde papiere Nautilus; Efigti. 
tiie great biittle failor; Franz. argonaute papy- 
race ä carene large. 

Man findet den Papiernautilus in den meiften Meeren, 
von dem indifchen bis nach dem grönländifche« 
Meere. Dennoch ift er feiten und theuer. 

b) Argonauta cymbium. 

Deutfeh. Der Kahn, der dünne odef feine 

Kahn. 
Holl. Het Kleiutje. 
Franz. L'argonaute cafque. Encyel. 

Im mittelländifchen Meere; er ift überaus klein; fodafs 
man ihn ohne VergrülTerungsglas kaum erkenne« 
kann. Dies ift auch wohl die LJrfache, warum et 
lö feiten ift. Der Bewohner ift nicht bekanut. 

ARGOPHYLI ,ÜM. [ Botan. ] 
Argophyllum niridum. 
Deutfeh. Das Weifsblatt. 
Franz. L'argophylle luifant. 

In Neufchottland ; Ein Staudengewächs, detTen Zwei- 
ge, Stengel. Kelche, nebil den Unterfeiten dec 
Blätter mit einer leidenartigen, glänzenden Wolte 
bekleidet find. 

Arguatula. l''id. Arquatula. 

A r g U t e - dentatUS. Fein gezähnelt ; ein mit 
dicht bey einander ftehenden Zähnen befetztef 
Rand, z. B. eilics Blattes. 

ARGYREIA. {Botan.} 
Diefen Gattungsnamen giebt Loureiro einem ftauden- 
artigen Gewächs, weil die Blätter deffelben einen 

Silberghtnz haben. 

a) Argyreia acuta. Lour, 

Sinef. Pa ho than. 

b) Argyreia arborea. Low. 

Co'ehintL ] '^"'°"g ^"^" ^°^' 

Wächft in den Wäldern von China und Cochlncliina, 

wird auch dafelbft in den Gärten cultivirt. Die 

Blätter und Wurzeln habea ein« verdüuuendp, auf- 

F f a lÄeaie 



455 



ARI 



löfondc iinil rpiiiigendeKiMfl, häufiger .ibcr werden 
iie aiiirorliilj bcy Kiuziimlimn iiM<t ,\iiircliwciluin; 
der Briillwarzcn als ein Umlilibg eebrauclil. 

i) Argyreia obtufifolia. I-our. 
Cocliir.cli. La bac tliaii. 

Argyiitcs, argyntis, arguritcs. 

So üuAet man genannt i) Eine Art weiden Glim- 
mer ; :) Kine etwas bleicliere Art Silberglätte; 
3) Spuma argenti. J'/iii. X.Wlil, 7. 

A r g y r b u r i t e s. 

Was mit einem Stiitk filbcrfarblgen Elfenbein Aehn» 
liehkeit hat. 

Avgyrocomus. 

Was mit filberweilfen Haren bekleidet ift, z. B. Blätter. 

Avgyrodamas, 

So heilst bcy Einigen 1") Einc"Art Kat£enrilber 2)Eiti 
weilfer Talk. Tlieils wegen des ücinantglanzes, . 
Thcils weil letzterer, nach Alt des Demants, 
dem Feuer widerlteht. 

Argyrogrammodes. 

Em mit filbcrfarbisjen Linien gezeichneter Stein. 

Argyrolithus. 

Mit diefem Namen hat man verfcliiedene Stejne be- 
legt, die wie Silber glänzen, z. B, i) Einen 
weilten dmchfichtigen Glimmer; 2) Das rullilche 
Fraiicnglas; 3) Den Sclenit ; 4)DasKatzenliJber 
5) Den T..lk. 

Man enthält fich billig der Wörter argyrites, argyro. 
damasnnd argyrolithus, fo wie derjenigen, deren 
Gebiaiicii nicht fixirt ilh Dahin gehurt auch 
die nach dem Alphabet l'olgeiuie dunkle Benen- 
nung argyromelanos. 

■Argyr oplites. 

Ein Stein der mit einem filberfarbigen Harnifcli ar- 
mirt ift. Co«/, armatura. 

Aridus, a, um; Griech. Xeros. 

DeutfcH. Trocken, ddrre, (fafdos). 

Holl. Droog, fchraal, dor. 

Dan. Torr. 

Sdiwed. Torr. 

Engt, Dry, (without moifhjre). 

Franz. See, aride. . 

Ital. Secco, tiritJo. 

Span. St'co, arido. 

Port. Seco, fecco, arido. 

Rnjf. Suchü. 

Pol». Suchy. ., 

Böhm. Siichy. 

Ungr. AfzCzu, fova'ny. 

Lett. Saufs. 

ELjin. Kiiiw, talihe, 

Ftnitl. Cuiwa. 



ARI. 

Avil las. [Tcmi. W.] 



45Ö 



Dcuifch. Der Umfclilag, die Samenliaut, die 

Hauti;raiine. 
Holl. Zaaddopjc. 
D'dn. Fröliudcn. 
Schwed. Fröliinna. 
Engl. The fced coafc; the proper cxtcrlor ^ 

coat of a feed wliicl) falls off fpon^ 

taneously. 
Franz. L'e'piderme de la femence. 
Ital. Epidermide dclla femcnza. 
Span. Arilo, epidcrmia de la rcmilla, 
Port. Arillo, tej^umento das fementes. 

Die Nebenbekleidtmg oder äuflere cigenthilmliche Haut 
des Samens, welche den Samen entweder ganz, 
oder zum Thcil, oder dcrgclialt bedeckt, dal's Iie 
nur in der Gegend des Nabels an demi'elben an- 
Iiängt, lonft ab-'r fiberall. von der Schale getremit 
ifi. ■/.. B. Colfea, cynoghiffum, diosma, celafirus, 
dirtamnus, cucumis, jasminum. Sie ift laftig, z. 
B. evonymus; knorpelig, z. B. bey den Citroneii- 
keinen i&c. &c. 

Atitlata ftmina. Samenkörner, welche mit dem 
ebenerwähnten Uml'chlage bekleidet find. 

Aripistilum. 

So findet man cineFoflilic genannf, die mit dem Grif- 
fel der Aronswurz (arum) Ao-hnlichkeit hat. 

A r i S t a. [ Tt.rm. hotan. ] Griech. aüier. 

JDeutfch. Die Grane, die Grane, dieKornfpitze, 
die /Ehrcnrpif-zo, der Eart am Ge- 
traide; Frauken und Schwaben 
Acheln, A;>;eln, Ajren, ahufwe Ach- 
feln; Schweiz die Fäfen; Oeßreich 
die Gräten ; Sachfcn und Laußz die 
Sp'älze; In einigen Gegenden die 
Stupfel, die Hachein (von Hecken d, 
i. flechen) ; das Haar am Korn, 

fToH. . De Raardjes van eene Aar. 

JDän. Axefkisegget 

Schwed. Snärp. 

Engt. The beard of corn. 

Frunz. La barbe d'e'pi. 

Ital. Refta, barba, punta della fpiga. 

Span. La rafpa, o' barba de laefpiga; arifta. 

Port. Pragana. fariiea. 

Raff. Ost (u köloia). 

Polit. Broda, Ose (u klosa). 

Böhm. Wofyna. 

O. Lauf. Kocht. A'nton. 

Ungr. KalaJz. 

Lett. Wahrpas afmins. 

Die Granne ifi ein fpitzirer rauher Zahn nrler Anlatz an 
dem Bälglein oder dem Kelche derGr-tfcr (gluma). 
Die Beneniiiuig Grajine oder Grane iii fehr alt und 



i 



457 



ARI 



ARI 



453 



hat tinen Bart bedeutet. Man felie in Dufresne 
giofl. f. V. gr.ini , grenones, graiioiics; ferner in 
V'erelii glofl". ; ferner in Kiiian etymol. &c. 

Ariflae. So findet man auch, der Aelnilichkeitwegen, 
die l'ifcligraten, die Borllen &c. genannt. 

Ariflata glitma. Im Gegenfatz von mutica. 

Ariflata fpica. Eine begrannte oder tnit Grannen 
bew.iffnete Aelire; HoU. Gebaarde Aair. — Im 
Gegenfatz von mutica. 
. Ariftatae f. fetariae antennae. [ Teim. 
entom. ] Antennen mit einem begrainiten oder bor- 
ftenalmliclien Anfatze; dergleiclien haben einige 
Fliegenarten. 

Arijlalae aniherae. [Ttrm. iolan.] Begrannte 
Staubbeutel. 

ätrißatae valvulae. [Tow. totai:.] Mit Gran- 
nen verfebene Spelzen. 

ARISTEDx^. [Botan.] 

Deutfch, Die Drey^annen. 
HoU. De Driebaard. 
. Franz. L'ariiUde. 

Eine Pflanzengattung, deren Arten exotifche Gräfer find. 
Sie führt deniNamen arifiida, weil ihre einklappige 
Blumenkrone am Ende mit drey langen Grannen 
verfehcn ifl. — Die ariftida pliimofa Lin. oder 
aiiftida lanata Forfk. ift ein iehr fchönes Gras, und 
hei&t, nachForikäl, invEgyptenDhrsjr»; Sjaefsjuf. 

ARISTOLOCHIA. IBotan.-^ 

Deutfch. Die Ofterluzey. 
Hoü. Ofterlucie. 
Dan. Huulurt 
■. Sckvcd. Hallrot, 
Engt. The birthwort. • 

Franz. L'ariftoloche. 
Jtal.&c. Ariftolochia. 

Die Benennung ariftolochia findet man bey den Alten filr 
eine Pflanze, welche für Gebärende leyn foll, qund 
0rij!e fit tais loche! ais , lochiis fcilicet expeliendis. 
Daher findet man auch die Mittel, welche die lo. 
ciiia,%t). i. die Blutreiuigung der Kindbetterin be- 
lu'rdeni, arillolpchica genannt. Cicero glaubt, dafs 
die Pfianze den Namen von einem Entdecker, Na. 
mens Ariftolochus, führt. Das DeutlcheOl'terluzey 
ifl eine Verftümmelung von ariftolochia, und daj 

>■ Englifche birthwort eine Üeberfetzung, 

a) Ariftolochia anguicida. 

[Ariftolochia me.Kicanaflore acutiore. I[lorif.'\ 

Deiitßh. Die fchlangentödtende Ofterluzey, 

der Schlangentödter, 
Hol!. Slangdoodende Ofterlucie. . 
Franz. L'ariftoloche anguicide. 

In den Gegenden von Cartbagena in Neulpanien ; der 
Geruch diefer E'fianze ift miaugeuebm, und erweckt 



ein Erbrechen. Wenn man von der gekänten \\ ui •- 
zel einen oder zwey Tropfen einer Scliliiige von 
mittelmafilger Grüfle eingiebt, fo uird (ie d.ivor» 
dergeftalt betäubt, dals man mit ihr, was man will, 
anfangen, ja Re einige Stunden ohne Gefahr iui 
Biifen tragen kann. Die Amerikaner pflegen die 
Schlaugen in diefem Zuftande für Geld lehen zu 
laden. Giebt man ihnen eine grüifere Quantität 
ein, fo fterben fie in kurzer Zeit. — Auch feil 
man die Wurzel mit gutem Erfolg wider denfrifchen 
Schlangenbifs fowohl auflerlich , als innerlich ge- 
brauchen können. 

Auf einigen amerikanifcheu Infeln findet man eine Wur- 
zel, welche diefelbe Wirkung hervorbringt. Die 
\V'ilden nennen fie l'abiicani , und die Franz'.-I'ea 
Apiriel, von einem Cavalleriecapitiin diefes Namens, 
der fie zuerlt nach Europa gebracht hat. Auch 
heifst die anguicida bey den Einwohnern von Car- 
tYiagena. conti n capilan, indem die ariftol. maxima 
»ii^;/«;/ genannt wird. Man vermutbet, dafsdiean- 
guicida und der apinel einerley Gewächfe find. 

b) Ariftolochia bilobata. 

Franz. Liane k canne9on. 

In Domingo. 

c) Ariftolochia clematitis. 

[Ariftolochia farracenica. Dodon.'\ 

Deutfch. Die gemeine Ofterluzey ; die (kleine) 
lange, wilde, runde, dünne, kriechen- 
de Ofterluzey ; Ofterlung ; HohU 
wurz, die kleine falfche HolilwHrz; 
W'olfsapfel, Wolfskraut; Bruchwiir- 
zel; Kynfchwurzel ; Heilkraut, Heil- 
blatt ; Donnerwurz ; Fieberwurz ; 
Biberwurz ; Schwaben Fobwurz. 

HoU. Dünne Ofterlucie ; Lange Holwor- 
tel; BaarNVortel. 

Dan. Staaderurtens Huulrod ; Huulurt 5 
röd Hanekam. 

Schwed. Stör Hällrot. 

Engl, The upright birthwort, the climbing 
birthwort, the flender birthwort. 
Anglf. Sraeortwyrt, Smertwyrt (rf. /. 
Schmerzi/mrz , vevimithlich weil ßg 
bey Geburtswehen gebraucht wird ), 
Weißt. Afal y ddair ( d. i. Erdapfel); 
Uy-üaur efgorlys {d.i. Geburtskraut ^^ 
ysgarllis {ideni). 

franz. L'ariftoloche cle'matite. 

Zuweilen la farrafine ; poire ä puö'n. 
In Langji.edoc &c. nennt man alle da- 
.felbß u-ach/hide Arten der Oßerluze^ 
faouterno, fauternoa. 
. Ital. Ariftolochia clematide. 

Span. Ariftolochia clematite. 

Port. 



459 



ARI 



ART 



460 



Port. AriflolocMa ordinaria 011 rlcmaritc; 

clematite baflardu; herxabicha. 
Ruff. Kirkarzon, Karkafchun, Schikow- 

fchik. 
Poln. Kokornak. 

Böhm. Wlkowe jablko ( d. i. Wolfs apfel). 
Utttrr. Farkas - alma ( d. i. Wolfs apfel). 
Lftt. Balti wisbuli. 
Kaltimk. Chummufur - oeböiTün. Pallas neue 

nord. Beytr. i, 164. 

VorzSglicli in den fiidüclieren Gegenden von Europa, 
auf unbeb.iuteu und rteinichten Stellen &c. Sie ilt 
in den G.irten lelir verhafst , weil ilire wuchernde 
Wurzel die lien.ichbarten Pn.mzcn erfiickt. und 
nicht leicht auszurotten ift. Belbnders nachtheilig 
iil fie in den Weinbergen, und man hat bemerkt 
dafs der Wein einen unangenehmen (jelchmacK. 
darnach bekömmt. Ihre Früchte find mit kleinen 
Aepleln zu vergleichen. Die Wurzel ü\ lang dünn, 
kriechend und lalerig. Sie hat einen llaikeu Ge- 
ruch und einen Icliarfen , fchr bitteren Gelclmiack. 
Sie ift officineU. Wenn man die Blatter in \V aller 
abkocht, Ib kann man damit die Blattlaule und 
Wanzen von denGew.ichfen vertreiben. — -^c''""«- 
ber hat bemerkt, dals die Befruchtung dieferO ler- 
luzey von der tipula penniconns belüidert wird. 

d) Ariftüloclüa «mdica. 
Cochinch. Cay Khoai ca. Lo2tr. 

e) Ariftolochia longa (vera). 

Deutfeh. Die lange (wahre) Ofterluzey, die 

lange Holilwurz. 
Franz. L'ariftoloche longue. 
Port. Ariftolochia longa; eftralamim. 
Man zieht fie in der Medizin den übrigen Arten vor. 

f) Ariftolochia maurorum, 

[Ariftolochia peregrina Ramvolfii. Cluf 
Ariftolochia rhalut & rumigi. Kauwolf it.'] 
Ventfch. Die mauritanifche Ofterluzey. 
Franz. L'ariftoloche des Maures. 

g) Ariftolochia macrophylla. Encyd. 

Franz. L'ariftoloche ä longues feuilles. 

L'ariftoloche de Virginie en arbre. 
Jn Nordamerika; eine fehr fchüne Pflanze. 

h) Ariftolochia maxima. 

Deutfeh. Die Ofterluzey mit großen Früchten. 
Half. Grootvrugtige Ofterlucie, 
Franz, L'ariftoloche a gros fruits. 
vulg. Le capitan. 
In Neufpanien, in den umliegenden Wäldern Ton Car- 
thageua. 



i) Ariftolochia piftolochia. 

[Ariftolochia polyrrhyzos.] 
Dnitfch. Die fpanifche Ofterluzey. 
Holt. Kraamw ortel. 
Fitgl. Tlie fpaiiini branching ftemmed birtk- 

wort. 
Franz. L'ariftoloche crc'niilc'e. 

Fiftoloche de Narbonne. 
Span. &c. Piftolochia. 
Port. Ariftolochia mcnor; piftolochia. 

la Spanien , Italien und in den fildlichen Provinzen 
Frankreichs. Sie irt eine von den kleinftcn Arten. 
Pillolochia foU (ie lieilTen , weil man lieh auf ihre 
gute Wirkung vcrlalVcn kann ; jedoch hat man da- 
von keine genugthucnde Proben, auch ill cv nicht 
gewils, ob lie mit derpillolochia desPlinius eiaerley 
Ptlanze ift. 

k) Ariftolochia fempervirens. 

Arab, fei. Löaeja, Ghaghae. Forßi. 
1) Ariftolochia ferpentaria. 

[Serpentaria virginiana.] 

Deutfeh. Die Schlangenofterluzey. die virgi- 

nifche Schlangen- oderV'ipern wiirzel. 
Holl. Slangenwortel, virginifche Slangen- 

wortel. 
Dan. Slangröd. 
Schwed. Ormrot. 

Engl. The virginian fnake root. 
Franz. L'ariftoloche ferpentaire. 

vnlg. ferpentaire ou coluvrine de 

Virginie. 
Port. &e. Serpentaria de Virginia. 

In Virgiiiien, woher auch die Wurzel nach Europa ge» 
bracht wird. Die Wurzel hat einen angcnelimen, 
aromatifchen Geruch und einen etwas fcharfcn, 
bitteren Gefchmack. Auffer ihrem Ibnftigen medi- 
ciiiifchen Nutzen, widerfteht fie dein Gilt und der 
Fäulnifs der Säfte, infonderheit empfielJt man fie 
wider den gefälirlicheii Bifs d^er Schlange Boici- 
ninga, daher fie den Namen fei^pentaria fiüirt. 

ARISTOTELA. [Botan.-] 
Ariftotela macqiii, Heritier IT, 31. 
ARISTOTELEA. IBotan.^ 
Ariftotelea fpiralis. l^^r. 

Sinef. Hoan lum. 

Eine in den Gegenden von Cantou wild wachfendt 
Pflanze. Sie hat einige Aehnlichkeit mit der 
ophris fpiralis. Loureiro nennt fie ariftotelea, zu 
Ehren des Ariftoteles, der bekanntlich zwey Bücher 
über die Pflanzen liinterlaflen hat. 

Arm». 



461 
Arinatiira. 



ARM 



Kin Haniiftli ; FraKz. armature. Wenn die Steine 
auf der Übötflaclie mit Katzengold, K.itzenrilt)cr, 
Mai kafit imd ScIiwefclUics überzogen find , fo 
lagt man, dal's fie eine Armatnr oder einen Har- 
iiilcli liaben. Am h.'iufigften find die Amnioniten 
geli.irnifcht. Uem geharnil'chten oder armirtcn 
Steine giebt.mau den griechilihen Namen hoplitis. 

Arma. 

Die Scinitzwaffen «) der Thiere, r. B. Hörner, 
Hauer, Klauen, Schnäbel, Stachel &c. 6) der 
Pflanzen, nanilicli aculei, furcae, fpinae, ftimuli; 
Fl am. les dcfenies, les armes naturelles; Engl. 
arms, weapons ; Fait. armas ; Schuld. Vapen &c. 

Armenius lapis; armenus; armena. 

Der arnienil'che Stein ; Holt. Armeniefteen ; Engt. 
the armenian ftoiie ; Fi am. rarmenienne, pierra 
d'Aimenie ; Giiesh. armenius lithos. — Ein 
grünblauer undurchficbtiger Stein. Linne be- 
Ithreibtihn als ein cuprum coeruleum calcareum. 
Er hat leinen Namen daher bekommen, weil man 
ihn ehemals aus Armenien brachte ; gegenwärtig 
findet man ihn auch in Ungarn, Böhmen, Tirol, 
Würtenberg und in mehreren Gegenden von 
Deutfchland. Von dem Lafurftein irt er unter- 
fchieden. Einige haben ihn irrig Bergblau (coeru- 
leum montauunii bleu de montagne) genannt; 
das Bergblau ift nicht der armenilche Steni felbll, 
fondern die blaue Farbe, welche aus dielem Steine 
gewonnen wird. 

Armilla membranofa. [Anat.'\ 

Dcutfcli. Das Armband. 

Holl. Armband. 

Dan. Armbaandet. 

Schwed. Armbandet. 

Engl. The annular ligament of i^e arm» 

Franz, Le ligament du bras. 

Ital. II ligamento circolare del braccio. 

Span. El ligamento circular del brazo, 

Port. O ligamento circular do bra90. 

Kn rundes Band, welches in der Gegend der Handwur- 
zel die länimtlicuen Fliicblen umgicbt. 

armilla. [Term. oniilliol.] Ein Knieband; befon- 
ders gefärbte Federn , welche bey den Wafferhiih« 
nern ia einem Kreife über dein Knie liegen, 

A r m U S ; Gn'ech. a;mos. 

Dtutfch. Der Bug, der Vorderbug, das Vor- 
derblatt; das Schulterblatt der vier- 
füifigen Thiere. 

HoU. DeSchoft, Schoudervanviervoetige 
Dieren. 

Dan. Boug, Skulder paa Dyr. 

Schwed. Bog, Frambog. 
f Engl. The l^.oulder.; 



ARN 46a 

FranXi L'e'paule. 

Itat. La fpalla. 

Span. El brazuelo, Ia efpaldllla, 

Port. A Efpadoa. 

ARNEBIA, iBotan.^ 

Arnebia tetraftigma. Fc»-ßi. 

Mgypt. Sadjareb el arnab. Forji, 
ARNICA. iBbtan.^ . 
Arnica montana. 

[Doronicum oppofitifollum. Encycl, 
Doronicum germanicum; nardus alplnaj 
alifma; arnica; ftrangulator lupi; lagea 
lupi; fiftula paftoris; panacea lapforum; 
arnica vera officinarura. j 

Deiitfch. Die Wolverley, Wolferley, Wulfer- 
ley, Bergwolverley ; das Fallkraut, 
das wahre Fallkraut ; Luciänskraut, 
grofs Luciänskraut; Engelkraut, En- 
gelstrankwurz ; Marienkraut; Mut- 
terwurz ; Stichwurz ; Bluttrieb ; 
Schmeerkraut ; Trauskraut ; römi- 
fche Gemswurz ; die groffe gelbe 
Johannisblume ; das Laugenkraut; 
Mönchskappe, Miinchswurz, Hunds- 
tod; Verfangskraut ; Waldblume; 
Berg^vegebreit. 

Holl, Vaikruid ; St. Luciaankruid; Wol- 
verley ; alpifche Goudbloem. 

Dan. Volverley. 

Norweg- Guldblomme, Hefteblomme. 

Sondmör. Heflfolöye, Stockfvaevej 

öllkonge. 

Lißer, Giönfockblomme. 

Schwed. Fibler. 

Sniidand. HäMbler, Horfafiblei^ 
Dalerne. Märblomfter. 
Nerike. Vild Ringblomma, 
fF. Gotht. Härvä.xter. 
Skkne. Sanft Hans Biomma. 
Eohuslän. Burmänner. 

Engt. Tlie mountain arnica. 

frans:. Le doronic a feuilles oppofe'es. Ew, 
vnig. Le tabac des Vosges, Ia be'toine 
des montagnes, Ia bt-toLne - tabac, 
l'arnique des boutiqucs, plantaJn dff 
montagne. 

E)i patois du chafeati $Ocx Herba » 
etragni (i. /. Nieskraut). Fkct. 

Jtai. Arnica montana. 

• Sfon, 



4f'3 



ARO 



ARS 



464 



Spar. Arnica; tabaco de moiitana. 

Fort. Arnica. 

Lett. Tnilikume fahles. 
^n:ica foll eine corriinipirtc Aiiäfpradic von ptarmica 
feyn. Wolfeiley ill, wie Kinige vcrmuiiien , ans 
Wohl l'ilr allcilev eiitll.iiiden; nach Andorn follte 
iinr das Doronicum allein dielen Namen fiUiren, 
weil die Wurzel defielben die Wölfe tndtet. Die 
Namen Fallkiaut, Stichkiaut, Bluttneb, lillirt lie 
von iliren verlchiedencn WirUnngcn. Andre Namen 
fUlnt fie von ihrer Aehnlichkeit mit enngen 1 tlan* 
zen, von ihrer Blilthezeit &c. Auch rühren uiiter- 
fchi'cdiiche Benennungen daher, weil man lie in 
alteren Xeiteu häufig mit andern Pllanzen verwech- 
felt hat. 
Die Wolferley wächft in den nicht ganz kalten europai- 
iihen Liiiuleni, vorzüglich auf hohen Bergen. Uie 
ganze Pflanze hat einen Harken Geruch und erregt 
das Niefen , daher fie auch tabac des Vosges ge- 
nannt wird. In «ieji Apotheken iammelt man die 
Blätter, die Blumen nebft der Wolle (pappus; 
Fiarz aigrettc), und giebt ihnen den Namen hcrba 
et flores arnicae verae f. Plauenfis (weil man die 
von der Stadt Plauen im Voigtlande iiir die belle 
»ehalten hat); auch wohl doronicum germani- 
cum. — Auffer ilirein" officinellen Nutzen ilt he 
auch als eine Vieharznev in manchcrley Krankhei- 
ten des Viehes zu fchatz'cn. — Bey Menkhen itl 
fie mit Vorficht zu verordnen. — Uie daraus ver- 
fertigte Nieswurz ift bekannt, aber in SinAland 
bedienen ficli die Bauern aucli derlelbeu, im Noth- 
fall, rtatt des Rauchtabacks. — Man kann fie zum 
Gelbfarben gebrauchen. — Das Rindvieh l-ilst die 
Wolferley ;lfehen, die Ziegen hingegen freffen fie 
ohne Gelahr. 
Der japanifchen Benennungen wegen find hier noch 
anzuführen : 

Arnica ciliata. 

^apan. Ogankwa. Tfmnb. 
Arnica japonica. 

ffapan. Jaburekufa, Jamma finglkf. Thunb' 

Aroma, b) Aromaticus. 

Griech. arama. b) arojmatikos. 

Deutfeh. Das Gewürz, h) Gewürzhaft. 

Holt. Kruid; Specery. b) Kruidagtifr. 

bin. Kryderie; Specerle, b) Krydret. 

Schwed. Krydda; Speceri. b) Kryddaktig. 

Engl. Aromatics ; fweet fmelling fpices. 
b) Aromatic, aromatical, fpicy. 

FranX. Aromate ; e'pices, e'piceries, b) Aro- 
matique. 

Ital. Aromato, aromo; fpezie, fpezierie. 
t) Aromatico. 

Span. Aroma, b) Aromatico, 

Port. Aroma ; efpecies cheirofas. 6) Aro- 
matico. 



Dieienigcn PflaiiTcnthcilc (z.B. Rinde, Satnen), welche 
eiiu'ii Ifarkeii, lieblichen Genich ( fragraiitia) voll 
fleh gibon, z. B. Nagleiu, Ziminet 5;c. 

jiromitla. Der Name einer Clalle in Kay's, Monti'n 
und Scheiiclizers iMiitlieiluiig der Griiler. 

^loiiiiii i cae yhititae. Der Name einer ClafT« 
bey Diülcoiidcs, Clunus, Hernandez, ]. Bauliin, 
Jonfton, Rumpf iiiul verlchiedencn andern Botani- 
kern, welche die Pflanzen, n..cli ihren Kr.'iften und 
(imilichen l'".igrnli.l.afien, cingetlieilt haben. — Die 
Pflanzen der Ürdnung didynamia gymnolpcrmia des 
Linnefmd, wie die labiati des Tonrnelort , iiisge- 
faniint aromatil'cli. 

Aromatitcs. 

Ein Gewiirzllein , ein Stein der nach Gewfirz riecht, | 
Insbefondre nennt man allb den koftbaren Myrr- 
lienlUin, den man initgypten und Arabien liiidct. 



< 



Arquatula. \_LithoL'\ 

So nennt man eine Art Filchzaliii, der ein rchotenfüc- . 
niiges Anfehcn liat. Ein kleiner gelüpleker ,)|| 
Schotenllein. jj 

Arrhiza planta. 

Eine wurzellofe Pflanze. 
ARSENICUM. {Mmera^ 
Deutfeh. Der Arfenik ; vulgo Ratzenpulver. 
Holl. Arfenik ; vulgo Rottekruiil. 
Dan. Arfenik ; vulgo Rottekrud. 
Schwed. Arfenik ; vulgo Rottpulver. 
Engl. The arfenic. 

Franz. L'arfenic ; vulgo poudre aux rats. 
Ital.&c. Ärfemco. 

Ruf]. IVlüfclijak (rf. /. M'dufepulver), 
Pohl. Arfenik, 
Böhm. Vtreych, 

Ungr. Rosnika; vulgo Ege'r-mafzJag (d.i. 
Mäufvgift). 

Der Arfenik, oder weiOfe Arfenik ift der metallifcheKajfc 
rdie Blumen) des Arlenikkönigs. Der Arfenikko- 
iiiT (regnlus arfenici) ilt der fcl.were Tlieil, welch«' 
fich beym Sclimelzcn des Arfenilis zu Grunde letzt 

O Arfenicum nativum (nigrnm); der gediegene natUP 
liehe, reine Arlcnik; .SV/„m<. ged.gen eller fvar 
Arfenik; £,:"!. the native or pure arlenik ; /^»aw 
Parfenic natif. rt) Arf fquamolum ; der Arfenik H 
Blättern, der fogenaiiiite Fliegenaein, das !■ liegen 
ouKer das Ratzenpulver, das Mäufegilt; Schu/ti^ 
Lös och otäkt Arfenik; tvsl. tlie tl.iky arlemc 
Franz. l'arfenic ecailleux, poudre a mouches. - 
il Arf. teftaceum; der Ichalige Arlenik, der .Scher 
benkobald. der Schirlkllbald ; Scimed Tat oc 
Ikalig Arfenik; iV^/. the crufted ailenik; FraH. 
1-arfcnic teftace. — 2) Arf. pyritaceum; der Ai 
feiiikkies; .5,V«/«J. Arfenikkies; £;;^/. the arli 
feiiical mundick ; Fi am. pjnte blanche arfemcale. - 



!rt 



4^5 



ART 



«5 Arf Dietalliforme ferro mixtum ; derMIspiclel.-J 
*' i) Der Giftkies, der Raul'chgelbkies ; mine d'ar- 
,üJ' gent grife, pyrite d'orpimeiit. — c) IMincra arjeiiti 
arfeniralis, argentiim leucopyritacciim . Weifserz, 
Mispickelfilber, eileiihaltiges Arl'eiiilJilbpr. — 3) 
Ari'. ochracciim albiini; der wciffe Arl'eiiildtalk; 
üchued. Gedigen hvitArfrnik; Engl. The wliite ar- 
V fejiic, tbe caiciform arleiiical ore ; Franz. l'arlenic 
blaue natif. — 4) Arf. lulpliuratiim; der Scliwefel- 
^Jlc:;ik; Sihueä. Svafveiblaiuiad Arfeiiik: Engl. 
Tiie earthr arieiiic. — rt)navuni. AV(/. aiiripigrnen- 
tuin. — i) rubrum, yid. rifigalluiii, faiidaraca. 

Arfeilicum ift zufaiimiengefetzt aus dem Grieclufcheii 
arstM, mas, und nikam, iiiterficio; ill eine Au- 
fpieluiig auf die tr.'dteiide Eigciilcliaft des Arleniks. 
BeymAnlloteles findet man landarache, bey defl'ca 
Scliüler Tiieopliraflus Ereliusarrenikoii, beym Diol- 
korides &;c. arsenikon. Sie verltanden aber Iner- 
unter nur diejenigen Mineralien, welche beym Pli- 
nius und andern lateiniiclien Autoren landaraclia 
und auripigmentum heilten. £bn Sina nemit nicht 
nur das arfenicum aibum, Ibnderu auch das fubü- 
matum. 

Arsenothele. 

Ein Zwitter. Ift zufammengefctzt aus dem Grieclii- 
leben atsiH, mas, und iltele, femina. Man fin- 
det diefe Benennung nur bey einigen älteren 
■e ■ Auto reu. 

ARSIS. \_Botan.-\ 

Arfis riigola. Loimiro. 

Cochinch, Cay chua ke. 

.Arßs ift ein griechifclies Wort nnd bedeutet eine Erhö- 
hung. Loureiro giebt diefen Gattungsnamen einem 
in dem Waldungen von Cochinehina waclifenden 
Bäumchen, propter baccam » receptaculo iii pedi» 
cellum verfo elevatam. 

ARTEDIA. iBotan.-^ 
Artedia fquamata. 

[Artedia feminibiis fquamatis. 

Giiigidium foeniculi folio. Bauht 
Gingidium Rauwolfii. Cam.^ 

Deutfeh. Die fchuppichte Artedie. 
Engl. The fennel-leav'd Artedia. 
i Franz. L'Arte'die ecailleufe. 

'Eine Doldenpflanze auf dem Berge Libanon. Linn^ 
nannte fic Artedia zu Khren feines Freundes, des 
berühmten fchwedifrhen Naturforfehers und Ich- 
thyologen Artedi, deffen Ordnung der Doldentra- 
genden Pflanzen er i. J. 1738 herausgab. Artedi 
ertrank in einem Caiial zu Amfterdam i. ]. 1735. 

j Artedia muricata. Forfk. 

! ■'' Tenedos, Dardanellen Azingano. Jö>/A. 

JARTEMISIA. [BMan.^ 

Dctiifcli. DerßeyfUis. 

Moll. Byvoec. 

CullK/licon, üaturgejdihhle, .?/. J. 



ART 



466 



Dan. 


Bynke. 


Schwcd. 


Griibo. 


Engl. 


The mugwort. 


Franz. 


L'armoife. 


Ital. 


Artemifia. 


Span, 


Artemifia, artemira. 


Fort. 


Artemija, artemifia. 



a) Artcmilia abrotanum. 

Deutfik. Die Stabwurz; die Aberraute, Ab- 
raute, (abiißve Eherraute, Everraute, 
Ebenreis, Ebreis, Ebrifch, Ebrich, 
Ebritten, Alpraute, Abrute, Affrufch, 
Haberraute, Hofraute) ; Gartemvurz, 
Garthagen, Gartenhahn, Garthan, 
Barthiin, BartJiühn, Garthegen, Gart- 
hau, Gartheil, Gürtel, Gertel, Ger- 
telkraut, Gertwurz, Girtwurz, Gent- 
würz ; Befenkraut ; Kiittelkraut, 
Gänlekraut; Kuttelkraut ; Citron- 
kraut, Kampherkraut, Ganferkraut; 
Schofswurz, SchlofswTirz; ^'enfeit 
der Donau Hergotthöizel. 

Holt. Ayeroon, Tuin - Averoon, Averuit^ 
Limoenkruid. 

Dan. Abröd. 

Island. Beiskiugras. 

Schwcd. Abrodd, Abrud. 

Engl. The fouthernwood. 

Anglf. Aprotaman, Aprotane, Pm- 

tene, Wjelisc, Suthernewude. 

Gälte. Meathchalltin. 

Tfyfh. LI}-fiau'r cyrph, Bryttwo^ 

Siwdr mwdr. 

Cornifh. Dehoules. 

Fraiix. L'armoife citronelle. Encycl. 

vnlgo L'aurone des jardins, la cIffo< 
nelle, la garde-robe. 

Ital. Abrotano, abruotino, abruotina. 

Span, Abrotano, hierba lombriguera. 

Fort. Abrotano macho, citfonella maior« 
hier\"a lumbrigiieira. " 

Ruf. Bofchie derewo. (d.i.Gotteskö/zcheit.) 

Poln. Boiedrzwkko. {d.i. Gotteshülxchen.^ 

Böhm. Brotan. 

Scrb. (O. Lauf.) Driewko. Anton. 

Ungr. Iften - faja. {d. i. GotteshölzchcH.) 

Lttt. Deewa kohzinfch. (d. i. Gottesh'otZ' 
chen.y 

Kirgif. Duktfchufan. 



Sinei'. Yn chin hao. • ZoMr. 

Cochnuh. 



Thanh hao. Loitr. 



Gg 



Abrotancn 



46? 



ART 



ART 



468 



AbiOi^nsa ift die grrecliirdie Rcncnntiiig «lioler rn.iii.'.*, 
und uirii hergclellct vnn ttbri^u niiin, delicmii«, 
weil 'lic Blätter mit >!iicr lauften Wolle beklol.lct 
fiiut. Weil CS al^or im gcmcitu-n Lobiii aiirtal!i'ii- 
«Icr ift, ilafs die üläticr aiicli im Niinter grilii blei- 
ben, fo wäre der N;in)C Hclierri rem nhioios, im^ 
mortalis, litrziilciten. Die Hniennungen Aberraute, 
auroiic. averoon &C. &c. find insgeiatnnit verftilm- 
»iclte Aiislpraiiien von «brot.iimm. Wogen ilircr 
JanRon inid giadeii /^weigc lieilM lie im Oeutlclien 
Stabwurz, ünJ in verrcliieiioncii Gegenden Gert- 
wiirz lic. Die Engländer ucnnenCie routlieniwtKid, 
weil fie in den mitt.igliclien Gegenden von Europa, 
mid im iMorgenlande wild \vächl>. I3c-r veiriliete 
IVanzälilclie Name gardeiobe rilhrt daher, weil man 
fie zwillhen Kleider gelegt hat, um felbi^c vor Mot- 
ten zu verwahren. Kuitelkrant und Ganfekrant 
•ennt man (ic, vernuitlilich weil fie mit ins l-'üHlcl 
der Würfle nnd Gäule kommt, r.ombrigiiera (d. i. 
Wiirmkraiit) heilst lie in Svinifii imd Portugal, 
weil lie ein .Mittel wider die W'ilrmer ift. Die Na- 
men Herrgotiliölzel, Gottesholrohen beziehen (icli 
wohl auf gewilfe religinle Gebräuche. Kaniplicr- 
kraut, Lnuoenkruid, citronelle heilst fie \on. dem 
Geruch ihrer Blätter. — Die Alten nannten fie 
abrotanum ma.';, um fie von abrotaiunn femina, 
(fantolina), zu unterlcheiden. — Uebrigens ift die 
Stabwurz oflicinell. Ein Decoft darau.s loll den 
Wachsthum der Hare betürdern und fie vor dem 
t Allsrallen verwahren. Die ivirgilen bereiten aus 

den mit .Scluittalg vermifchten Blattern eine Uui- 
verfalJalbe, 

J)) Artemifia abfuithimn. 

[Abfiiitlnum ponticum f. romanum offici- 
narum et Diolcoiitlis; aloina et vay- 
rrha Germanonim ; herba fortis). 

Peiitßk. Der Wertimth. der gemeine Bauern' 

wermuth, Wcnnutlikraut; Mnrm- 

toil; das Grabekraut; das Wit^gen- 

kr.iut; An einifren Orten Alleny Eis, 

Altey; — WeronmutJi, Fremete, 

Wermpte, Wermüde, W'armbde; 

A''. Sachf. \^'örmde, Würmken, 

Warmken, Wanniide. 

Teilton. Warmota. Glöjjf. Monf.' 
'' ISolL Alfem, Alst; Alfeße. 
Dan. Malurt. 

Noiw. Malurt; Jfiland, Maluct. 
" ' . 'Schived. Malört. 

JF. GotU.WMei«, . 
Engl. TheAvorm\v.(Dod. 

Av.'jlf. Wexmod. 

Wi-ißi. Y Wennod Iwyd; Clnver- 
wlys. 

Cornißi. Feien. Feluin. 

GliIic. Burumaid, BurbiiH, 

2'orkßüre. J\lug%vort. 

im NorcUii. Äüngwort. 



Franz. I/abfintlie rfMiimiine. V^bfinltie anit}- 

re ; la grande ablintiip, l'abüntlie des 

boiitique.s. 

Alt. Aluinc, aloyno, ulVen. 

LanfTnetfoc Aoiiflen. 

En fiatnis Groii-fort; cit i-hattau 

tfOry Grot-foar. /'/Vuf. 
ftah AiTenzio. 

t'cnezia. Abfintio, Bomalßro. 

Padua. Abfuitio. 

Brefcia. Mt'def, Medec gcös. 
SpdK. Ajcujo. ainzna. 
Port. Abfiiitliio, losna. 
. Ruß. \>o\\n, Glillnik. 
Pobu Pii^iliui. 

Böhm, l'elynt-k. l'clynk.i, Pcluiika. 
Slav. Polin. 
IHyr. Pelen. 
Crain. Pelin. Pein, Bein. 
U'lach, Kiipelin. _ j 

Un^r. Fejt'r-üröra, i'irem. 
Pen. Wehrmeles; Pellenrs. 
Ehßv.. {Reval) Koi robhi (d. i. Mnffrv.krant.) 

(Durpt.) PalUn, Pellin, l'elling. 
Fiunf. Coiruoho. (d. i. MoUcnkraut:') 
Kir^if- JuPhan. ■ . . rj 

In 'dm Conßavtinopolitanifihen Garten Apfida. 

Forß. 
Hcbr. Laliana. 

/Ipimthio» iO die grifcliifche Benennung dieferPflanjej 
dcrUrfpvuiig des NameiLs ift nicht gut zu errathen; 
aiLs dem Griecliii'c'.ien find n.ich und nach entfian- 
den abfiiithium, allenzio, alfen &c. — Wermutll 
kann man am ficIierHen für eine corrumpirte Aas- 
fpraclie von Wurnikrant, oder dem Englifchcn worm- 
wood arnehmeib iMjilurt heilst ebenfalls Wurm- 
kraut oder Mottenkraut, denn in den nordirchen| 
Sprachen heUst .Mal eine Motte, Milbe, und aller- 
ley Gewürm. Bckanntlicli pflegt man mit Wer- 
iiuith die \\'iirmer abzutreiben. 

Der W'ermutfa wurde zucrft von den Römern ans Gri«« 
clieiijand-tiäcli Italien gebracht. Nunmehr wächfl 
er voH Iclblt. in, verichiedenen Gegenden von Europa 
auf unbeiiauten uiid trockenen flätzen. DerGrujid, 
die Lage lind das Klima maclien den Geruch und 
Gelchni-ick des Wermuths etwas verfchieden. In 
den Apotheken fanimelt man das Kraut, die blll. 
lienden Wipfel (fummitates) und den Samen. Di« 
Wurzel 'ift ohne Geruch und Gelchmack. ))«.< 
Kraut kann wolil zehn Jahre lici^en. ehe es feiner 
Geruch vu.iig verliert. Die Bitte rlvjit des Wer- 
mut' s liegt in den harzichtcn und gummriTenTliei. 
leii Jeflelben. — AulTcr der Mi dizin iti der Wer 
mulli auch in derOekonomievon Biancherley NutztJI: 
m 

c) Aiteuiüla annua. 
Slncß. Tsao cao. Loureiro. 

d) Artetai& 



ART 
\) Artemiik aquatica. Lom-^ 

Sine f. Hai tum. 
Cochincit. Cay thuy tung. 

) Artemilia arborefcens. 

Deutfeh. Der baumartig;e Beyfufs, der portu- 

j;;ilijche Wermutli. 
//o.y. Ijoomtgtij^c Byvoet. 
f^i'ijl. The tree wormwood. 
Ftwiz. L'armoife en arbre. 

vulgo L'ibfmtlie de Portugal. 
Port. Losna do reyno. 

I Portugal, und, nach Liniif', in Italien und in derLe- 
»ante. Wird vier bis fünf Fufs hoch und ift bauni- 
«1 tijr. indem der Stamm unten nacltt il't, und nacli 
der Spitze zu leine Zweige Ausbreitet. Hat ein 
fL-hünes Aiifchen , und übrigens viel Aclniliclikeit 

• mit dem gf-Rieinen Wernnith, niitH'elcliem er aucli 
einerley Wirkung hervorbringt. 

) Artemifia campeflris. 
: £Abrotanum campeftre. 
jj Ambrofia altera. Camer.'] 

IptUtfch. Die Feldftabwurz, der Feldberfufs, 
der rotlie Beyfufs. Die wilde Sf-^bf 
vurz; Feldbereis, B.freiikr;iut; Ahü 
brofmkratit, kleines TraHberkraut, 

IJbtI. Wild Averuit, of Averooii. 

Dan, n. Notier. Vild Abrod, Bynke. 

Schwed. Vill Gräbo. 

Engl, The field fouthermvood. 

FratiX. L'armoife des cliamps. 

vulgo A'aurone des champs. 

Ital. &e. Abrotano campeflro. 

Ungr. Mezei tzipros ; Älezei feprli fii. Fl. Pof. 

fandigen und dürren Feldern, anf trocknen und im- 
I fruchtb.iren Hügeln, und an den Wegen, in ver- 
fchiedenen Gegenden von Europa. Wegen ilires 
feharfen aromatifchen Gefchmacks heifst fie anch 
ambrofia, und da die Bauern in verfcliiedcncn Gegcii- 
deu Bel'en daraus binden, Befenkr.iut. 

) Artemifm capillaris. Thv.nb. 

'apan. Fkj janwjgi; Jamma intsjin; Tnt:sjin; 
Kawajanogi ; Ka\varajamogi.77i:6»&, 

) Artetnifia chinenfis. 

Sii'.ff. Khi nj^ai. jLnur. 
' Frar.z. Moxe des Cliino-is. 
I Port. Moxa dos Chinas. 

'fCanton. Aus den getrockr.eten RiSttern ÄleferPflun- 
I zt bereiten die Cliinefer ihre moxa, ■uozu fonft die 
' «rtem. vulg. gebraucht wird. Conf. artem. vulg. 

) Artemifia corymbofa. Encyd. 

[Abrotanum latilbliura, inodoram. Bauk.] 



ART 



IH 



FrtlHX. L'armoife dnreV. Enr-yd. 

vulgo i'aurone dore'e d'Italie. 

k) Artemifia dracunciilus. 

[Draciinculus hortenfis; di'aco lierba.j 
Deutfeh. Dragun, Dragoti, Dragonkel, Dri. 

goncelle, Traben, (Bertram)^ das 

gemeine Schlangenkraut; Zitwet- 

kraut; Kaiferfalat. 
Hotl^ Dragon. 

Dim. Dragon; Keyferfalat, Kongefalat. 
Sehwed, Dragon, Tragon, Tragmi, 
Engl. The tarragon. 
Franz, L'efnagon; l'armoife äcre; l'herbe 

au dragon. 
Itat. Dragoncello, ferpentaria. 
Syan. Eftragon, dragoncillo; hilTopUl» 

griego ; taragona. 
Port, Eftra^äo; dracunculo hortenTe. 
Polit. Torun. 
Ungr. Ki'gyo'trang. 
Elißti. Traggon. 
Arnmt. Targun. 

Wiichli naliirlich in der Tatarey und in Sibirien; raaa 
cuitivirt ihn, als .ein Salatkraut, in den Gemille- 
gärten. Kr hat, ungeachtet feiner Scharfe, eine» 
angenehmen, etwas aromatifchen Gefchmack. Er 
ift otlicinell. In Frankreich braut man aus deit 
Dragunbl.ittern einen Ellig (vinaigre d'ellragon'), 
deliVn man (ich in der Küche bedient. — Die obi- 
gen BeneiHunigen in den verlthiedenen Sprachen 
haben wofil einerley Urfprung; bcy alteren latein- 
iiilchen Autoreil findet mau auch tragun und tarciioa. 

J) Artemifia glacialis. 

[Ablinthium alpinum, candrdum, humile]. 

Dc'.itfch. Der Alpenbeyfiifs, der Eiswermuth. 
Holt. Ysbergig Byvoet. 
Ev.gl. The Itlky Wonnwood. 
Fietiix. L'arnioile glomeralo'e.- Eiuyd. 
-' ■• '.'-"yg? Le ge'ae'pi des Savoyards.' 
Auf dfH Alpen von Proveiue, D;^upliiu6-'U;ul Schweiz} 
eine lelir kleine und wohlriechsuJe Pflanze. 

m) x'^rtemifia jadaica. 

[Santonicuin.] 

Deiitfch. Per Wei'fnutli aus Judäa; Wuria. 

famen, Wurmkrant, /iittwerfamen ; 
f ' Revierkraut, Hexenkraut; Waldfara; 

N. Saehf. Reinfaam. 
Hofi.. Oofterfclie Byvoet; Worinkryi<i. 

Zeverzaad ; Reynevaar. 
Dan. Ormckrud; Reinelarn. 
Sehwed. IVlafkiVögras. 
Evgl. Tii* wormfced; 
G g s /Vw««. 



471 



ART 



ART 



47» 



FrOfiS. L'ÄrmoIfe ilc Jiulc'e. 

vulc^o femciitinc, b-'.rbotIiie : poinlrc 
:i vcrs. ou feinen contra (^des büuti- 
tiqucs). 

Ital. Afieiizio (U Giudea. 

Span. Ajenjo de Judea. 

rort. Losna de Jiidca. 

Siticf. Ngaoe plni diiong. Low. 

Cochinck. Ngnoc fu yonc;. Lonr. 

kl Jiid:'i:i, Arabien iiiiil in den nüfilliclicn CiCgenden von 
JMVika. Von diefeni W'ernuitli foU das iogenannte 
Wiiiiiipiilver kommen, das in den Apotheken, un- 
ter dem Kamen fernen contra (feil, vermes), be- 
kannt il>, und vom Orient zngcbraclit wird. Andre 
halten die in Perden waclifende artemifia contra f.ir 
die Mutter diefes l'nlvcrs. Man gebraucht es als 
ein Mittel wider die Klngcweidewürmer. Audi 

, ftSrkt es den M»geii, bricht die Winde ^uid erregt 
die Krshift. 

n) Artemifia maderespatana. 

Nelam-pala. Rkccd. Malab. 
L'armoifc de Madras. 

o) Artemifia maritima! 

[Abtinthium feriphium. } 
Deiitfch. Der Seewermuth. 
HoiL Zec-Alfem, 
Dan. \'ild Cypres. 
Schwed. Svenfkc Älarum. 
. Engl. The fea wormwood. 

]l''elßi. \^'ermod y moft 

■ Franz. L'armoife maritime. 

■ Ital. &c. Afienzio maritimo. 

Wacbft in den Secgenden von Europa; er riecht ehPiS 
angeneiimer»' als der gemeine Wermuth j ift ofEci- 
jiell, vertreibt ebenfalls die Würmer. 

p) Artemifia pontica. 

[Abfintiiium teniiifoHum. Dod.'\ 
Abfmthium Galatium. Loh. 

Deutfclu Der pontifche, edle Wermuth, der 
röraifche Wermuth, der Frauenwer- 
muth. 

Holl. Roomfche Alfem, Pontifche Alfem. 

FJän. Ponti'"k Malurt. • 

Schwed. Pontifls Walört. 

Eni^l. The roman wormwood. 

Franz. L'armoife pontiqiie, 

vul^o la petite ubfinthe, l'atrinthe 
pontique, ablinthe de Hongrie. 

hol. AlTenzio pontico, o romnno. 

Span. Ajenjo pontico, o romano, 

Port. Losna pontica ou romana, abfinthio 
do Ponto. 

Böhm. Panensky Polynek. 



Vncr. Bnrj^ny ürüm. (Schafwfmmtli.') 
/Ivab.fel. Hand, Ba^tran, ühobrcjre, Forfk. 

Wachft in den diiircn Gegenden von Italien. Ungaia, 
Romanicn &r. ; man cullivirt ihn in Garten. Er 
ilt mehr .iromatirch und minder bitter, als der 
gemeine W'cnmith; er wirkt auf die niimliche Art 
vielleicht in einem etw.as geringeren Grade. Ucbri. 
Rens hat die Pflanze ein Iclioiiei Anfehen, undihtt 
Blatter lind aufs feinlle ausgefchiütten. 

r) Artemifia fantonica. 

[ Semen fanftum. ] 
Dcntfch. Der hcili|^e Deyfufs, der tatarifch« 

IkyfiilV. 
Holl. Severachtig Byvoet. 
Engl. Tlie tatarian foiithcriiwood. 
Franz. L'armoife fantoniquc. 

vul^^o fantoliiic; fcmence de fantÄ 
Ital. Afl'cnzio fantonico; ferne fanto. 
Span, Ajenjo fantonico; femilla fanta. 
Tatar. Irben. 
In her Tatarey und in Perfien. Man hat ihm di« obi- 
gen Namen gegeben, wiewohl man noch niclit ge- 
wils weifs, welche PAauze eigentlich den Wufin« 
iämen trägt. 

f) Artemifia vulgaris. 

[Artemifia; artemifia mater herbanjiri. ToA.]! 
Bricumus Marccll. Empyr. — PartJiefiis. 

Deiäfcli. Der Beyrufs. der gemeine Beyfufs, 
der weifl'e Beyfufs ; Ali. Peipos, Pei- 
fos, Bcypofs, Beybes, Beyweich; 
Bück, Buckehi. Piiqgel; Ery eini- 
gen Autoren Johannisiriirte!, Sonnen- 
■wendgi'irtel, Gi'irtehi, Himmelkuh, 
Weiberkraut; Bremrn Muggert. 

Hall. Gemeene Byvoet; St. Jans - Gordel. 

Dan. BN'nkc, Graa Bynke, Graa lionne, 
Bu[i;gr3cs. 

Schwed. Grabe, Rödbo. 

Sm'ilay.d. Grabona. 
IV. Gothl. Bunrotu 
Dalarne Biiris. 
Bohnslan. Bona. 
Hclßngl. Binka. 

Engt. The mugwort. 

Torhfiire. IMotherA'ort- 

Anglf. Mugwyrt. 

Gcilic. Liathlus. 

IVeißi. Bydiawg hv^'d ; Y Feldlop 

Iwyd; Y Ganwraidd Iwyd; Llyfi« 

levan ; Llyfjau llwyd. 

Cornilh. l^es-luit. 

!Prarus. L'armoife vuly;airc. 

vulgo l'herbe de la St. Jeaa. 
jMngued'oc. Arienizo, 

iiä. 



473 ART 

l!al. Artemisia; erba di S. Giovanni ; c» 

nfipaccia. 
Span. Artemlfia, artemifaj hierba de San 

Juan. 

Bafc. ArtemiCa. 
£ort. Artemifxa, artetnija, artemige; erva 

de San Joiio. 
HuJ/l Tfchernobilnüf, Tfchemoi Bilinü, 
FoJn. ]5ylica. 
Böhm, cernobyl. 
Crnin. Metlicka. 
Ungr. Fekete-ürom. 
Lek. Eiwohtcs, Wilibotes; Wihbanta» 
£lißn. (Reva!) Poio rohlii, Poiud. 

(Dorpt.) Pol rolihi. 

{Peruan) Puijo. 
Finnt. Pujo. 

^'apan. Gai, Furaff, Jamagi, Motjigufa. Tliunb, 
Sincf. Ngai ye. Loiir. 
Cochinch. Tliuoc kuu. Lour, 

älrlimifia war Künigin in Carlen, und Gemahlin des 
Maulbliis, dem fie ein präciitiges Grabmal errich- 
tete. Sie Ibll den Gebrauch des Beyftifs zuerft be- 
kannt gemacht, und die Pflanze daher den Xameu 
artemifia erhalten haben. Andere behaupten, dafe 
fie von der Artliemis oder der Diana den Namen 
filhrt. Sie ift auch parthenis, d. i. Jungfernkraut, 
genainit worden. Der Grund dieler Benennungen 
ibll feyn, dals der Beyluls in älteren Zeiten in vie- 
len Krankheiten der Weiber gebraucht wurde. 

Der Name Beyfurs fpielt an auf einen alten Aberglau- 
ben, da man (ich einbildete, dafs, wer diele Pflan- 
ze am Fuffe trage, im Gehen nicht ermüdet werde. 

JohaniiisgUrtel ; ebenfalls ein alter Aberglaube. Wer 
/ich nämlich am Johannis Abend mit frifchem Bey- 
fufs krönt luid gürtet, und am Johannis Tage diefe 
Kränze und Gürtei mit befonderen Sprüchen und 
Reimen ins Feuer wirft, ift bis folgenden Johanni« 
von Zunberey, Krankheit u. dgl. befreyt. 

Der Beyfufe wachft in unbebauten Gegenden, an den 
Feld- und Landwegen, in verfchiedenen Theilea 
von Europa, auch in Afien. Er ift officincll, be- 
fonders braucht man ihn bey allerley Weiberkrank» 
heiten. 

Aus dem Beyfufs wird, wie man gemeiniglich glaubf, 
die in den .Morgenländern fo berühmte Mo.xa be. 
reitet, welche Gicht und Podagra heilen foll, indem 
man fie auf den leidenden Theil legt und fie anziiu« 
det. 

lirlemifi a> um catbones f. lapides flv.l- 
toriim. Beyfulskohlen, Narrenfteine. So nennt 
man eine Art Kohlen, die bey den Wurzeln des 
Beyfulfes um Johannis gefunden werden. Kliedem 
ftritt man fich nicht wenig über den Urfprung und 
die Kräfte diefer Kohlen, die aber nichts anders, 
als ausgetrocknete Wurzelu des BeyfuÜes find. 

Arteria. lAnat.-] 

Deutfeh. Eine Pulsader, Schlagader, srnftih- 
rende. Ader, eine Arterie. 



ART 



474 



Franz. 
Ital. &. 
Ruß. 
Pohl. 
Böhm. 

Ungr. 

Leit. 

Ehßn. 



Eofl. Polsader, Slagader,, 
Dan. Pulsaare. 
Schtved. Pulsader. 
Ensl. Artery. 

Artere. 

Arteria. 

Ejöfchtfchajasj'a sli'ila. 

Zyla pullbwa; zyla oddeeliowa. 

Pruduflhj, ziwotnj, frdecnj, pulfowoj 

zila. 

Elet - e'r, Fei - vero - e'r. 

Dllhwibas dfihfle. 

Ello foon, Stiddame foon, Tuüvsja 

foon. 

Eine elafiitche Rühre, durch welche das Blut au's dem 
Herzen in die äuüeren Theile des Körpers geleitet 
wird. Mitteilt der Blutadern (venae) wird das Blut 
wieder nach dem Herzen zurückgeführt. 

Artet iai. So heiffen auch dieienigen Adern, wel- 
che gewifle Säfte nach den Theileu hinleiteii z. K 
arteriae lymphaticae, adipolae. 

Arteria magna. Vid. Aorta. 

Arteria afp er a. l'id. trachea. 

Arleriologia; Die Lehre von den Pulsadern. 

A) teriofiis: z. B. arteriofusarcus, der Schla^ader- 
bogen der flachen «H.uid ; — arteriofus c;nialis f. 
duftus, der Schlagadergajig; — arteriofiu: circuhis 
oculi; arteriofus plexus ; arteriofus fulciis. 

Arteriae capiUares, arteriolae; die Isar- 
dünnen Spitzen, womit eine Schlagader fich enaitts. 
Fiatiz. arteres capillaires, arterioles. 

Arthrodia. lAnat.^ 

Eni flaches oder feichtes Gelenk; eine platte merk- 
lich bewegliche Beinfügung; z. B. die Einlcn- 
tung des Schulterbeiiis in die kleine Vertieluiig 
des Kopfs des Schulterbl.-\tts. — f-narthrodia 
oder inarticulatio hingegen heiCst eine merklieb 
bewegliche Kiiochenfügung, wenn dielelbe nicht 
platt, Ibudern tief ift. 

A r t i c u 1 u s, b) articularis, c) articula. 
tus. 

Grieck. arthron, ^i) irlbrikos, c) enarthrc?. 

Deutfeh. Ein Gelenk ; (alt. Glaich, Gleich;;, 
b) zu den Gelenken gehörig, c) Ge, 
gliedert, in Gelenke abgetlieilt. 

fib/7. Geurigr, Gelid, Lid ; Leedje, b) Be- 
hoorig tot de Leden, c) in Lede« 
verdeeld. 

Dan. Et Led, b) fom hörer til Leddene, 
f) Ledet, ledfat. 

Schiced. Led, Länk, b) fom hörer til Le- 
derne, c') 'Ledrull. 

Engl. .Joint, /') articular, belonging to the 
joints, c) jointed. 

FraiUS. 



475 



Frattx. 
Ital. 
Span. 
Port. 

M- 

Poln. 

Höhn. 

Uriffr. 

Lf'tt. 

Ehßn. 

Finnl. 

Lapfl. 



ART 

Articie, Joint, jointure, &) artlculair«?, 

() ardcule. 

Articolo, giuntura, b) artkolare, 

f) articolato. 

Articiilo, juntura, b) articular, c) 

articiilado. 

Articuld, juntura, b) articular, c) ar- 

ticulado. 

Sglb. 

Staw. 

Pfjheb. 

Izetske. 

Lolizeklis. 

Liikminne, Jak, 

Kiwelä. 

Swaltes, Jätk. 



ART 



476 



Die Stelle, wo fich zM-ey Glieder oder Knochen luraM- 
niefi fügen. 

jfrlic^lfies f. fijr.cviae gtandvlat. Ge- 
Ifiilidrüren-, /).i«. Ledyror ; Erst, the lynovial 
glaud«; Fl am. les glaiides articuUires. 

Jit li (tilat i s apophyfis. Drf Geleiikr,>rtni<x 
des Sclilafl^nochcns; Franz. »pophyfe aitiGulairs 
du temporal. 

^rticutat is tapfsilt!. Eine Gclenkkapfcl, eiü 
Gelenkband. Es bffiiidet fich darin das Gliedw.il- 
l'er; Fi am. capfule articulaiie. 

^rlieitlaris mtitas. Die GelenUliohle. Eine 
im Knochen befindliche zum Gelenk beftimmte 
Hühle; Franz. cavlte articulaiie. — Infonderiieit 
heilst allo die Hühle, am Gelcnkfortütz« desSciilat". 
knochens. 

tirtici'.l nri s tiquor; /i/fiovi*; axnMgia 
articular um. Das GüedwalTer, der Gelenk. 
faft, die Gelenkfchmieie, das Gelenkwafler, der 
Gelenkfchleim; Uoll. Lidwater; Dan. I.edfaft; 
Schufd. Ledvattcn; F.:gl. tlie watcr er gliiey fluid 
of the joints; Frar.z. la fynovie, la liqueur des 
capiUles articulaires. — Eine klebrige, durclificli. 
tio^e Feuchtigkeit, -. ckhe aus den Gelenkdriilen ab- 
gelbudert wird. .Sie macht die Gelenke fchliipfrig 
«nd vermindert dadurch das Reiben, wenn ielbiga 
in Bewegung gefetzt werden. 
Jirliiuln: is iiervus; der grolTe Achfelnerv; 
Frai-.i. le ucrf articulaire. CiU. a.xillaiis. 

^rtiml^ttit ca^da. «^ Der aus lauter einzelnen 
ringfu'rmigen Gliedern zufammengefetzte Schwanz 
«iniger An\phibien. b') Der articulirte Schwanz 
einiger Inlecten (panorpa, fcorpio), 

Articutata fascia. ['fe>iK. eatoin.] EineBin.» 
de, welche aus neben einander liegenden Flecken 
beftehr. 

Jlriiculm et foti a. Gelenkblatter (^caLtii.3 0puntia). 

^rti tut at a m a >: di h u l n. iTirnt. etttorn.] Wenn 
Jie äuflere Kiiuilade eines Intefts aus einzelnen 
Qiedern zufamraengeletzt ift. tPhalaiigium). 

Articutatm puntt». ^Ttim. comhitl.] Wenn 
ite i^f Tcrlclüedencu SehneckengeUaufen beHjidli> 



clien Piinfte ge!cnkfi';rmig an einander gereihet 
find, Friim. points articul^s. (Trochus phxrao- 
nius). 

Articulata radrx. Ein« Gelenkwiirzel. (con« 

valUrla polygonatum). 
Ariiculatii fpiia. Eine Gclenkihre. (Eriopho« 

rum polyftachycn). 
Artieutal» ßirps. Der aus melireren Gliedern 

zulammengeleuce Stamm eines Kor.illengcwächles. 

(Ws). 

Arlimlala rngina. Wenn die Scheide des hörn» 
artigen Riillel] eine:» Lir<:dü gelenkt ilt. 

^i'lifulalM t »t: lennar. [J'erm. en/om.} 

Arritulalme totliltai. Wenn die Scheidewitnd» 
und Kammern einer Scimckc vun aufltn wahrzu- 
nehmen lind. 

Arlif.'latat ßHijuae. Geglicdcito Schoten, 
(Curondla, Raphaniis). 

Artif.'laiai tefluc. Wenn die Stücke woraus 
eine Schale bellelit, Ib feil an einander gegliedert 
find, d:irs lie, von auflon beliacluel, nur cm ein- 
ziges Stück auszumachen Icheinen. (_Lepas). 

Ar ti culate - pittHatum folium. Ein gUe» 
derartig gofiedencs Blatt; wenn nämlich der Blatt- 
ftiel lö viel Gelenke, als Blatierpare hat. 

Articulati pnipi. Articiiiiite Fühlfpitzen. (ara- 

ne.;). 
A!tifiil"ii rami. Gegliederte Aeüe ») einer 

FM.ii;::e (gcniila fagittalis^; h) eine^ Korallein,e- 

Waclil'es. 

Articulati tarfi. Wenn die Fufsblätter eines 
Infeits aus drey, vier oder fünf Gelenken bcftehen. 

Artictilitio. [Ana/.} a) Die Knochenfüsimg 
oder Beinl'ügung überhaupt. .Sie hcrll auch iyntie- 
fis, coiijiMictio, commilTiira. Sie ift entweder IcTt 
und unbeweglich (ofiea)i oder kiiorplirht und \on 
fchwacher Bewegung (cartilaginea); oder du.ch 
Bander gefügt (ligamcntola); oder venu i Ich t (n-ix- 
ta). — i') tiiie bewegliche Knochenfügung. I licr- 
von gieht es vcrfchiedene Arten, deren Erklärung 
man unter diai throlis, enarihrofis, arfhrodia ,nnü 
fynarthi-ofis findet. 

Ar li cntitlio. [ Term. loitefi^l.] Die Zu rammen fli- 
gnng der Schalen oder Kl;:ppen ehicr Mulihel nnt- 
tglft eines Scharniers oder \Vechfelgelenkcs. 

Artictilatum ceralÜKM. 

Arli cula Inf corpus. So nennt man den aus 
«ulammenjeketteten Lamellen beftel'endeu Kü'iper 
einiger Filche. iPejaluj, Syngnatlii^). 

Arltiulatum torpus verfchiedener Würmer. 

Articul II I um Ir^umm. Eine geshEderle Hüifen. 
fruclu; wenn nämlich die ieeicn K/iunie zwilchiHi 
den .Samen zufanimeiigexogeu find. (^Hypocuum 
procumbens). 

j^r tt :k i u t u ■■» p e > i ta > p inm, 
y(rtiin im fti imlbni. (Adoxa, Lathrtea, Slarty- 
nia). 

A<rt!^'lt*t-'S 



477 



ART 



ART 



47^ 



^rti inlatus 

^iliculatHi i-hIimuS. 
perus articuUtui). 

Arlitutetus margo 

Aitic»lntu$ pedHK (uhts. 

ricajia). 

jlrliculaius petio.'ui. (Fagara pterota). 

jlriicnl^tut Iruucus. (i^nhvxs tuna). 

At li'-.ili «) der Antennen oder Fü' lli?,"rner, *) der 
Fiüilfpii/.cn, der Fa&blätter, J) des horuartigsn 



f Kquifetuni). 
(Juncus arricuUtus; Cy- 

«iries Echini. 

(Morisonia ame- 



KlilTcls eines 



:j aer r i 
lulecti. 



Arlieuli pr li ifi iaii. So nennen <\ie Litho- 
liigen die üelen.k« »on verlciiiedenen Thieixni z. 
B. verftpinerte Krebslclieeren, Kreüsfulie. 

Articuli. [Tum. ccuclnjt.} ciDijcr Siinllibote.' 

Ar ticuli. Die Knöpfe oder Knoten an verfcliiedenen 
Pnan;:en ; //o//. Kjioopen, Lc-djci; j?/.'^/. theknots 
or joints ; Franz. \es noeuds ; Spati, io» nüdos ; 
Port. nö«. 

Artitiiti äigi/orum. Liternodia; Phalanges. 

Ai tifiti ofus nidiis. Ein kilnftiiches Vogelaeft. 

I ARTOCARPUS. [Sof^K.] 

Dcuifch. Der Brodbaum. 

HoU. Broodboom. 

[ Dan. Brödcrsee. 

1 Schwed. Brödtrdd. 

Engl. The jaca - tree. 

Franz. Le jaquier; l'arbre ä pain. 

Ital. &c. Artocarpo. 

Span. Zueco. 

1 ■ jlrtocarpMs irt zufammengefetzt aus a«m Griechifcheu 
artos, panis, und karpos, fructiis. 

a) Artocarpus heterophylla. Encvü, 

[Iridaps. Commnf. 
' An foccus ai-boreus major. Rnmph.} 

Hol!. Nancha; Schoorzakboom. Rumph. 
Frar.Ti. Le jsquier he'te'rophylle. Encxjcl. 

lilOtiindien, aufden Molukken, Philippinen. DicFrudi^ 
ift, nacli Rumphs Bericht, oft lo ichwer, dafs ein 
Menicli fie kaum heOen kann. Man ilst zwar das 
Fleuch und den Kern derlelben, jedocli ift es ein» 
grobe und ichwer zu verdauende Nahrung. 

b) Artocarpus hirfuta. Encyd. 

[Caftanea raalabarica angelina'difta. Raj.'\ 

FraMZ. Le jaquier velu. Enci/d. 
Älalab. Ansjeli. Rhced. 

Auf der nialdbarilchen Kiifte, an fteinichten und fandi- 
geu Crttn. Die Frucht ift efcbar. Das Holz wird 
ZM verithiedeuem Gebrauch gezimraert. Inlbnder- 
heitwird der Stamm von den Indianern ausgchühlt, 
luid Ciient ihnen zu einem länglicliten Fahrzeuge, 
das man in dortigen Gegenden Mansjou nennt. Je- 
doch ift das Hol» der Fäulalls luid deta WurmlriOre 



iinrerw'orfen, zun-.alwenn man auf dem fulTcnFiBfe. 
watter Gebrauch von demiielben macht. 

c) Artocarpus jacn. Encijd. 

[Jaca indica; Iridaps jaca; jaqueira. 

Tsjaca maram & pelau. RUeed. MataB. 

f) Artocarpus intcgrifolia. Lin.fd. 

[Raderaacliia integra. Thunh. 

Soccus arboreus minor. Rumpk. 
Dmtfch. Der indianifche Brodbaum. 
E^'.ßl. The indian laca- tree. 
Franz. Le jaquier des Indes. 

i-.'f/go ie jaquier, lejaque, lejack, 
1« Oftindien. Die Frucht ift dick und fchwer und ett- 
häit eir.e Menge Kerne. Rheediu.? rühmt den lieb- 
lichen Geichmack und den Wohlgeruch derfelben, 
Coninieribn hingegen lägt, dalis fie übel riecht and 
eirieu ablclieuUchen Geuhmark hat. Die FrUcht« 
mülV«n alfo von lehr verfchiedener Güte feyu. Dia 
Kerne feilen jedcch, weini fie wie Kaftani«! J«- 
brateu werden, lehr gut Ichmeckeu. 

d) Artocarpus incillu 

[^Rademachia incifa. Tfunib. 
Iridaps rimma. Commc.rf. 
CamMigsi. Camell. Raj. 
Soccus i) lanosus, 2) granofus, 3) fyl- 
veftris. Rmiij:b.] 
Deutfeh. Der Brodbaum mit eingefchnittenen 

Blättern. 
Half. X) Katoen Sockusboom, 2) Korrel 
Sockusboom, 3) Wilde Sockcus- 
Tjoom. R-ituph. 
Sockomboom. T'atentyn. 
Franz. Le jaquier de'coupe'. Encycl. 

Le rima, ou fruit a pain. Sonner. 
Malej. Soccur {daranst hat Riimph feinen ta- 
teinifchen Namen foccus hergenommen). 
i) Soccun capas, a) Soccun bi(^i, 
3) Soccun utan. 
ffava. Soukou. 
ÄmbotH. Söun, Sune. 
Makaffar. Bakar. 
Tcriune. üomo. 
Infti Thilaii. Rima. 

Otaheite Eoroo. Pariinf. •- Torßer führt 
folgende otabeitifclie Benennungen von 
i 'arietäten mit kernlofer Frucht 
(Jrii&u apyreno) an : a) Um, b) Mai- 
ra, c) Patea, d) Tatarra, de plant, 
ffcul. 

D«r berühmte Brodbaum wächft anf den Südfeeinfeln, 
aufden Molucken, aufden marianifchen Infeln und 
in Batavia. Die Einwohner nähren lieh von dea 
Früchten deft'elben, indem fie felbige vor ihrer vül- 
ligea Reife entvieder Iclmittweii« röüeii, oder ganz 



4:9 ARU 

in den Ofen fchieben. — Die kenilofeii Frarlue 
werden den kerntragenden vorgczogni. — /!wcy 
oder drey Brodliaiinie find hinreiclieiid ein ganze» 
Jiilir liimiurL-li einem Mcnlclicn Unterhalt zu vei- 
((.liaücn. — Iti Otaheitp wild das an? der Frnclit 
1 ereifcte Brod Malie oder Maliie grnaniit. — Aus 
<€ni Hafte des Uainiis verfertigt m:ni Kleider; mit 
I em Hol/.e b.mt man Wolniiingcn und Scl.itle; die 
nännliclicn K:iizci-.cn dienen zu Wunder; aus dem 
>erdiclitelcji MiUiiraftehereiletmanV-igrllcim &c.— 
Auf der Inibl Cclelies luitzt man inionderiiclt die 
Kerne zur NalirunR, da man fie entweder in glU- 
liende Alclie legt oder in Waffer aulltocht. 

fr) Artocarpus iilülippeiifis. Encijd, 

Franz. Lc jaqiiicr des Pliilippiiics. 

Artolitluis. [LuhoL] 

Gegrabenes Brod ; ein Stein der die Gei\alt eine« 
Brods hat ; Fraiu. pain fodil. 

Artus. \_Anat.'\ Extremitates. 

Dnitfch. Glicdmaflen. 



ARU 



480 



Bali: 


Lidmaaten. 


Dan. 


Ledemodene. 


Schued. 


Lemmarne. 


Engt. 


The limbs or memberff. 


Franz. 


Les mcmbres. 


Itat. 


Le membra. 


Span. 


Los miembros. 


Fort. 


Os mcmbros. 



So nennt man alle Glieder, oder alle Theile des meiifcli- 
liehen Körpers, welche oben, unten und an den 
Seiten des Rumpfes befeltigt find. Complexus mem- 
brorum trunco aduatorura. , 

AruUa; volva, involucrum, (ciccus) ; Griecli. 
hyftera, metra, kardia, fplancbnon. 

. Deutfeh. Der Griebs, Gröbs, Grl'ibs, Grobifs, 
Grubs, Kröbs, Kreeps, Krebs, Kriebs ; 
der Butzen ; der Pnpel ; das Kerii- 
geftell ; Mark Brandcnb , das 
Schneckhaus, Schnickhaus; Am 
Niderrliein Bitske; Osnabrück Kar- 
»as, Kalmus; Bremen Kabuule; 
Hamb. Hunkunft; — Alt. Ewitz, 
Ebitz. 

Holl Klokhuis; Hart in de Appclen &c, 

Dan. Kisertiehuus. 

Schwed. Kärnliuiet. 

Engl. The core. 

Glouc. The fcore. Grofe. 
Galk. Criodhe, Cuairsgein. 

Franz. Le trognon, le coeur, la capfule, 
l'oeil. 

Jtal. 11 torfo, torfolo ; invoglia. 

Brefcia. Cofto, mago, Igagno, fgag- 
nul, fgargoi. 



Span. Carozo, cucsco. 

Port. Caruso. 

Poln. 0^ry,7k.-i, Ogryzek, Srzodek. 

Böhm, Oluyzfk, 

Elifln. Siklila, Ouna liidda. 

So nennt man im genuinen Lehen Jas ganze Keri^K»- 
li.'iui'e des Kernobltes , belbndeis der Aeplel und 
Birnen, üb die (bipen lateinilchen BonennuMj'en 
das Nämliche bedeutet haben, ift nicht ganz gewils ; 
jedorh pflegen fie dafür angenommen zu werden.— 
iMcJikiLs nennt die einzelnen Kerngehäufe antra. 

ARUM. [Botan.] 

Deutfeh. Die Aronswurz, das Arum, das Aroii. 

HolL Kalfsvoet. 

Dan. Miinkervands. 

Schwed. Arum. 

Engl. The arum ; the wakc robin. 

Franz. Le gouet. 

Ital. Aro. 

Span. Yaro. 

Fort. J aro. 

a) Aiuin arborefcens. 

[Allinga Im« Pifo.^ 
Deutfck, Das baumartige Arum. 
Fran^. Le gouet arborefccnt. 

In den feuchten und ftimpfigen Gegenden von Slldame» 
iika. Hat eine armdicke Wurzel, und einen fünf 
bis feclis Knl's hohen Stamm. Die Wurzel ift filfis 
imd liat einen ziemlich guten Gclchmack; die 
Frucht hingegen bellst und brennt auf der Zunge; 
auch find die übrigen Theile der Pllanze überaus 
fcliarf und verurCachen heftige Sclmierzen , 
Speichelfliifs und GelchwüK^e. Man pflegt den 
Negern die Pflanze auf den Mund zu legen, wenn 
fie licii eines Verl'ehens Ichuldig gemaclit haben. 

b) Arum arifurum. 

[Arum latifolium, colubrinum, majus.] 

Deutfeh. Die Möncliskappe; das Arum mit j 

breiten Blättern. 
Holl. Gekaperd Kalfsvoet. 
Engl. The hooded arum or friar's coNvL 
Franz. Gouet a capuchon. 
Ital. Arifaro. "■* 

Span. Fraylillos. 
Fort. Arifaro, arifl'aro. 
Coeliinch. Ray Jioatig. Lom: 

In Italien, Spanien, Portugal, Proveiizc &c. IhreBTu- 
nienl'cheide hat Aehiilichkeit mit einer Moiichilup- 
pe; daher die obigen Beneniiungeu, 

c) Arum colocafia. 

Dentfch. Das ügyptifclie Arum. 
Holl. Egyptifch Kalfsvoet. 
Engl. The egyptian AiiUB. 






Frr.nli 



i 



481 



ARU 



ARU 



48a 



Franz. La coIocaCe (chonx Cnraibes). 

Ital. Colocafia; aro d'Egitto. 

Span. Colocafia; haba ejipciaca. 

Port. Colocafia, inhame do Egipto. 

y^gi/pt. Kulkaas. 

Atah. fei. Kurr, Kerir. Forßt, 

Cochincit. R:iy bac ha. 

Oßind, Kelady (celadiuin Rumph). 

In /Egypten, Syrien, Candia&c. Oftindien; die Wurzel 
irt efsbar undgeluiid, obwohl nicht delicat; fio wird 
auf mancherley Art zubereitet. 

d) Arum cucullatum. Lour, 

Sinef. Chim mi vii. 

e) Arum dracunculus. 

Deutfeh. Das grofTe oder gemeine Schlangen- 
krauf, Dracl enwurz. 

Hol/. Voetbladig Kallsvoet; Slangekruid, 
Speerwortel. 

Engl. The common dragon. 

Franz. Le gouet ferpentaire. 

La grande ferpentaire; viperine de 
Viri^inc. 

Ital. Dracunculo, ferpentaria. 

Span. Dragoncillo, ferpentina. 

Port. Dracunculo, ferpentaria. 

^apan. Konjakf, Konjakfdama, Konjaku, Jam- 
ma konjakf, Kufa ko. Tlhunb. 

In rerfchiedenen Gegenden des fildlichen Europa &c. 
der Stengel ift wie die Haut einer Schlange gefleckt; 
daher die obigen Benennungen. 

f) Amm dracontium. 

Deutfclt. Das amerikanifche Arum j Zebrwurz, 

Holl. Palmbladige Kalfsvoet. 

Engl. The green dragon. 

Franz. Le gouet a longue pointe. EncifcL 

Cochinch. Cu Chaoc; ßan ha. Lour. 

Sinef. Puon hia. 

In Virginien und Neuengland auf feuchtem Boden. Ift, 
was die Einfchnitte der Blätter betriff, dem Schlan- 
genkraut ähnlich ; übrigens aber viel kleiner und 
ohne gefleckten Stengel. Loureiro rltiimC dea me- 
diziuilchen Nutzen diefer Pflaiize, 

g) Amm efculentum. 

Deutfeh. Das efsbare Arum; der indlanifche 
Kohl ; die Wafferbrodwurzel. 

Holt. Eetbaar Kalfsvoet; Karaibifche Kool ; 
Water - Kelady. 

Engl. The eatable arum; the indian kole. 

Frau«. Lc- gouer ombilique'. Encycl. 

ChoiLX f*.' Brefil; choux caraibes ; 
, chou poiNTe. 

A'atkvliioii. Kitturge/ihiiltte, Bd. l. 



^äpan. Sato imo, U. Thut^. 

Cochinch. Cay mon. Lour. 

Sinef. Hai yu. Lour. 

^'aua. Tallas. Forßer. 

Otaheite u. N. Seeland. Tallo, Tarro. Forßgr, 
Parkinf. 
Wächft vorzüglich auf den Siidfeeinfeln &c. Die Wur. 
zeln dienen den F^iuwohnern dalelblt zur gewöhnli- 
chen Nahrung. Sie werden entweder gekocht oder 
in Afche gebraten. Roh hingegen haben de eine« 
fehr fcharfen Gefchmack. 

h) Arum fla\'um. Forfk. 

Ar ab. fei. Dochaf, Forß, 

i) Arum macrorrhizon. 

Deutfeh. Das Arum mit grolTen Wurzeln« 

Holl. Grootwortelig Kalfsvoet. 

Ceilan. Habara. 

Sinef. Dea vu. Lour. 

Cochinch. Ray tlang. Lour, 

Otaheite Ape. Forßer. 

Freundfchaftsinfeln u. Sandwich. Kappe. Forßer^ 

k) Arum maculatum. 

[ Barba aronis ; dracontia minor; facerdotls 
virile; ferpentaria minor; pes vituli; alt- 
mum; thymiim; iarus; jarum; gicharum; 
giclierum; lupha, ] 

Dtutfch. Das fleckige Arum, das gewöhnliche 
Arum; Aron, Aronswurzel, Arons- 
ftab; kleine Natternwurz, das kleine 
Schlangenkraut; derKalbsfufs; Zehr- 
■wurzel, Zehrwurz; Fieberwurz j 
Frefswurz ; VeronikenMTjrz ; Magen- 
■würz; deutfcher Ingber, deutlcher 
Zucker; Pfaffenblut, Pfaffenpint; 
Pfefferpint; Efelsohren; Johannis. 
haupt; Kühwurz. 

HoU. Gevlakt Kalfsvoet; duitfcheGember; 
Alt. PapenkuUekens. 

Dan. Tydfklngefsr.Danfklngefaer; Mun- 

kefands, ]\luakefvands. 
Schwed. Aronsort; Arirot; ty(k Ingefdra. 
Engl. The common arum or wake- robin; 

cuckow - pint, cuckow-pintie j lorda 

and ladies; ramp. 

IFrlßi. Pidyn y Go^. 

South tFatts Cala'r gog ; CalaT 

mynach. 

Franz. Le gouet commun, I« picd. de- vea«> 
vulg. Aron, bonnet du grand pretr* 
Aron, herbe ä petre, ciievai bavsnl, 
pain de iievre, languß de boeu*^,' 

Hb '' che- 



483 



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484 



chevalct, fiifoaii. clinu ä b ferpontc, 

cornet, contrc feii , graiid rliiijol, 

epilffte. pileftc piloii, iiinrqiicttf, 

mourridc, tlioureux, vit de chien ou 

de pretre. 

Pfovfiire. Fiipuciron. 

Langiied'oc tifc. Figiileirou. 

En pntois. Pi de vi. ficat. 
Ital. Aro volc;are, jaro, piede di biic. 
Span, Yaro manchado ; barba de Aron. 
Port. Jaro, jano; pe de bczerro. 
Jiujf. Arönowoi kören, ill Arunowa Lo- 

roda. 
Pol». Obrazki, Aronowa broda ; Diablik, 

Wozo';\nik bialy. 
Böhm. Aronowa brada, Aronowy ko'icn. 
Ungr. Aron gyöker, Aron fzakallya; Bor- 

ju-lab-tVi; Nc'met gyöniber. 

In den wärmeren Gegenden von Kuropa. Die Wurzel 
h.it einen iiber.Tus fcliarfeii und brennenden Ue- 
fcliniack, der /ich aber verliert , wenn ni.in (ie 'je- 
trocknet hat. Sie ift utficinell, es illaber die fril'che 
Wurzel mit Vorliclit zu gcbruuclien. Man nannte 
die getrocknete Wurzel Ingbcr und Magenwurzel, 
weil man lieh dcrfelben bcy fclnvacliem Magen be- 
diente. — In den Blumengarten nimmt lieh die 
Pflanze artig aus, fowohl wegen ihrer lilnmen, als 
wegen ihrer fchünen hochrothen Beeren. Uiefe 
Beeren l'chmecken anffinghch etwas Ulis, vci urfac heil 
aber nachher eine brennende fchaiUiche Hitze. — 
Ehedem benutzte man die Blatter und Wurzeln auf 
mancherley Art in der Landwirthli-haft , Vieharz- 
rey &c. — Mit dem rothen Saite der Beeren 
fchminkten fich die jungen J5auerm.idchen, und die 
älteren fuchten fich die Runzeln damit zu vertrei- 
ben. — Die obigen Beiieniuiiigen find meillens 
ihrer Geflalt und ihren Kigenlchaften zuzulcltrei- 
•ben. Aron lieifst lie bereits bey Diolkorides, Theo- 
phrart|&c. Aron hat alfo nichts weni',er, als einen 
Bezug auf den Hohciipiieller Aron. Jedoch achtet 
man darauf im gemeinen Lehen nicht, (ondern nennt 
die Pflanze fo gut Prieller Aron und Aronsftab, als 
Munkefvaiids und vit de pretre. 

1) Arum pentaphyllum. 

Sinef. Tien nan fin. Lonr. 
Cochinch. Nam tlnh tau. Loiir. 
Die Wurzel ift ofiicinell. 

m) Aram fagittifolium. 

Sinef. Tai lei tiiaij. Lour. 
Corhinck. Ray üa. Lour. 
Die Wurzel ift efsbar und milder, als die übrijwj, 

n) Arum feguinum. 

Deutfeh. Das giftige Arum. 
ifo/'. Venynig Kalüvoet 



E'nirl. Tlie diimb aron or canc. /^ifon. Broun, 
Franz. Le goiiet venencux, ou iVgiiine. 
In St. Domingo, auf den Antillen &c. Der Saft diefer 
l'flanze ift fehr frharf, brennend und giftig. Di« 
Franzüfeu in Weftiudien iieniicii he legiiiue, 

o) Anini ternatuni. Tkaib. 

^'apan. Flfiaku, Fankc So. Tltunb, 

p) Arum trilübatutn. 

Cocliinch. Nam tinh. Lour, 

q) Arum triphyllum. 

^'apan. Jab ten Nansjo, Nanfoo, TenNansjo, i 
Karas Nolillaku, No fifiaku, Oiomi, ' 
Jamma konjakf. Tuunb. 

Sinef. Piion hia. Lour. 

Cochinch. Ban ha tau. Lonr. 

r) Arum virginiauum. 

In Virginien, Penlylvanien &c. Die Wurzeln werdem 
von den Schweinen begierig gefrelfeii. üebrateni 
i'ollen (ie wie Kartoffeln fclimecken ; die Indianer in 
NordanieriUa nennen lie Tiiaaho, Taahim. 

Aus Browiie's nat. hift of Jamaica werden noch folgende 
Arten, die wohl am ineirten mit arum colocafia uiidi 
clculenlum verwandt lind, bemerkt: i) Tlie purple, 
cocco, and taiinier. Die Wiplt-l dienen den Schwei-' 
nen und die Wurzeln armen l.eulLii zurNalirung. — 
2) The wiiite cncco, and tyre. Die Wipfel werden 
zuweilen gegelTi n ; die Wurzeln (ind gelondj nähr- 
halt, und werden zuweilen von armen Leui' i; ge-l 
nofien. Die alten Wurzeln werden white clicosJ 
und die jungen tyres genannt. — 3) The icratcli 
cocco. Die Wurzel Wird ebenfalls von armen Leu) 
ten gegeffcn, die alten heilfen li:ratch coccos, unt: 
die jungen edyes. — 4) The baboon or bog cocco ■; 
Die Wurzel lii lehr rauh und von nioiillrüfer Grolle' 
Sie werden vornämlich für Schweine gepflanzt 1 
welijhe recht iett darnach werden foUen. 

Arundinacece plantte. 

Diefen Kamen führt in Ray's Methode die fiebenund { 

zwanziglle Klaue; es find darunter diejenige,' j 

Bäume begriffen , deren Samen mit einem eil? 

. zeliien Samenblatte verfeheii find (moiiocotyle I 

dones); die Palmen gehören zu diefer KlaÜe, : ; 

Arnndinetum. ,, 

Gricck. Kalaman; donakeion. 

Deutfeh. Ein Rohrgebiifch ; das Röliricht, Ai ^ 

. Ro'irdickig. 
Ho!L Rietbüfch, Riet\-eld. 
Dein. Rörbufk, Rörkrat. 
Schiccd. Rürbufke, RöriHnd. ■; 

Eii^L Reed-plot, rr.cd-bed, reed-bank. i 
Franz. Les rofeaux ; * uue cannaye. 



4S; 



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486 



Jtal. Canneto; Brefcia canegg. 
Span. Canaveral, carrizal. 
Port. Canaveal. 

ARUNDO. [Botan.} 
Gj-iech. Kalamos. 

Dtutßlt. Das Rohr; das Rieth, Reit, Rleiv 

Ried; der Schuf. 

Tcufon. Ror. Glojf. Monf. 
Holt. Riet. 
Dein. Rör; Island. Reir. 
Sclttved. Rör ; Al.'nord. Reir. 

M. Gotlt. Raus. Ulph. 
Engl. The reed, the reed - grafs. 

j^ngir. Hread, Hreod, Ivcod. 

Galic. Giolcach,Giolc, Cuilc, Gainne. 

IVetfh. Calaf. 

Coniifh. Coilen, Zoul. 
Franz. Le roll^au. 

y^lt. Rolel, nieneaftre, 

Livn^ufd. Caiielo. 

Moiitpell. Cana. 
* Ital. Canna. 

Brrfcia. Cana. 
Span. Cana. 
Fort. Cana. 
Rnjr. Troft, Troftnik-. 
Foln. Trcina. 
Böhm. Trtina, Treft. Tr^. 
Serb. Sczina. Anton. 
Crain. Terft. 
Jl/p: Troft, Trska. 
mach. Trefstie. 
JJiigr. Na'd. 
Lett. Needra, Steebrs. 
Eltßii. Roog,.Pilli roog. 
Fitinl. Ruoco, ■ 
Lappl. Ruoko. 
GrÖnl. Sullub'k.. 

a) Arundo agreftis. Low. 

[Arundarboi-fpinofa. Rmiph.'] 

Cochinch. Tle'ri. Lonr.. 

Ein fchr hartes Rohr; wird befonders zu Umzäummi- 
gen in Cocliiuchina benutzt. 

b) Arundo arenaria. 

Deutfeh. Der Sandlialm (^"nV/fl)zrfHeIm,HeImd, 
Heelme), das Helmkraut ; Sandhafer, 



Sandrohr, Sandfchilf; Strandrohr; 

Flugfandgras ; Meerpfrifmengras. 
Holl. Zandriet; vuls^o Helm, Duinhelnv 

nach Einigen Halm. 
D'dn. Klitfetag; Senegrass; Hjebne. 

Island, ftlelur. 
Schwed. Sandrür, Margräs. 
Engl. The fea reed grafs. 

Schottt. Fent. Ligktf. 

Galic. Muran. Light/. 
Franz. Le rofeau maritime. 
Jia!. Canna maritima. 

Span. Cana de arenales. 
Fort. Cana maritima. 
Ungr. Homok - Na'd. 

Witchft auf den Dünen inid fandijen SeekülTen von 
Europa. Dies merkwürdige Gras icheint vor allen 
andern SandgewSrhren beliininit zu ieyn , nm den 
aus der See ausgeworfenen Klug- Sand zu henniieit 
und zu befeftigen (oder zu binden). Wegen diefes 
groIVcn Nutzens hat man in Holland und Schweden 
den Sandhalm durch Pflanzungen vermehrt. So- 
bald der Flug -Sand gedämpft ill, nimmt auch der 
Sandhalm im Wuchs allmählig ab, und geht zuletzt 
gar aus. 

IriiNothfall kann der Sandhalm zum Viehfutter dienen, 
jedoch nicht eher, als im Herbft, wenn er angefro- 
ren ilt. Feiner benutzen ihn die Dünenbewohiier 
zur Feurung, Deckung der Dächer &€. an einigen 
Orten zum Dünger &c. 

Den Dünenbewohnern in den nördlichen Gegenden ift 
das Sandrohr am meiften unter dem Namen Ne/m 
bekannt. iMan hat den Uriprung diefes Worts er- 
forfchen wollen. Nach Kilians Vernnithung heilit 
es alfo. quod ut galea Caput, ita hie frutex agros 
inuniat ab arenae incurfu. Die Herleitung ill lehr 
gefucht, doch weit vernünftiger, als die Herleifunj 
aus dem Griechifchen ha/s , das Salz oder Meer. 
Denn die Diinenbewolmer, als die erften Erfinder 
der Benennung Halm oder Helm, können wohl 
nicht h genau bekannt mit der griechifchen Sprache 
gewefen l'eyn. Honttuynwill es von Halm, culmus, 
ableiten. 

Im Meerfande bey Stavoren in Fricsland wächft eine 
Grasart , welche vom gemeinen Manne Rogkenäh- 
ren genannt wird. Aus Hang zum Wunderbaren 
hat man geglaubt, dafs fie aus in die See geworfe- 
nen Körnern entbanden find. Houttuyn hält fie 
für .Sandhalm und für Kennzeichen eines vormali- 
gen Seertrandes. 

c) Arundo bambos. 

[Arundo arbor; Mambu; tabaxJfera. ] 

Deutfeh. Das Bambus- Rohr, der Bambusbniim, 
der Rohrbaum; das indianifche Rohr 
oder Riet; das malabarilche Zucker^ 
röhr. 

Hb a Holl. 



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HoU. Bamhocsrict, Bamboezen. 

P'dy.. r.ambusrör. 

Sr'urcd. l?ambos, Bamborör. 

£*!.".', The bamboo iced grafs, or cane. 

Franz. Le roftaii d'liide. . . , 

Le bois de Bambou, le bamfiou, la 

rnanibou. 

Folf^ntdcSoi-ten Voiilou ; Cambrouze. 

Jliil. Caiina bambu; canna d'India. 

Span. Cana bambos, bambu, mambu. 

Fori. Bambu, bambueira, mambu. 

Ifapaii. Dfo, Fakona Salli, Fats Ku. Fatarama 
Take, Futfiku. Koma Safa, Murafakl 
Dake. Nako üake, Niga Dakc. Sala, 
Rotfiku. Sitfiku, Si no la, Taki. Take, 
Tfiku, Tsjintjiku Take. TImiib. 

Ceilan. Unaghas. Herrn. 

jEgijpt. Caflabel, Bamira. 

HlcJab. Ily, Kheed. 

Siiief. Ye cho. Lour. 

Cochinch. Tle vuon. Lour. 
Otaheite. E owhe. Fark'mf. 

Vk'ächft in Indien , vorzilRÜch .in den Ufern ; wird oft- 
mals fünfzig bis fechzig Schuh hoch ; foU erft im 
feclizigften Jahre blühen und bald darauf abfterben. 
Die indi.iner benuUen die Stämme aiit mancherley 
Art z. B. 7.U Pfählen, Angelruthen, Trügea &c. 
auch machen (ie kleine zwey/ltzige Fahrzeuge dar» 
aus indem (ie den hohlen Stamm der Länge nach 
fpaüen und ihn zwifclicn zwey Gelenken ausfchnei- 
den. Aus dem Ball verfertigen die Chniefcr ihr 
Papier- mit den Blättern packen fie Thee und an- 
dre Wa'aren. Die Bambusrohre (bamboches) welche 
man in Kurepa als Spatzierftücke verkauft, fuid 
Nebenfchöfslinge. 
Der Milchfaft, welcher an den Gelenken hart wird, 
führt den Namen Bambusziicker; auf Perfil'ch Ta- 
bafchir (d. i. verfteinerte Milch), Indianifch Buus- 
lochun. Diefcr Zucker wird von den Perlern und 
Arabern überaus gefchätzt, und, wie man fagt, dem 
Golde gleich geachtet ; vornämlich brauchen fie ihn 
in der Medizin. Uebrigens find auch die Blätter, 
die Rinde, die Knolpen und Wurzeln officinell. 
Die fingalefifche Benennung Uiiaghas heifst auf Deutfch 
ein Fieberbaiim. Denn in Ceylan wird verficliert, 
dafs diejenigen, welche f.th in Waffer, worin die 
Blüthe des Bambu gelalleu ift, baden, eincu Fie- 
beranfall bekommen. 

ff) Arundo calaraogroftis. 

Deutfch. Der Wiefenfchilf, das Rohrgras, der 
Schilf mit einem weichen braunro- 
then Straufle, das große Rohrgras, 
das Spuhlrohr, das IDach, das Waffer- 
gras, das Rietgras, das Federgrag. 



ffolt. Weid-Riet; Pluim-Riet. 

Dein. l£iigrör. 

Schwcd. Grenror. 

Engt. The wood recd -grafs; tlie branched 

reed-gral's; thc feather-top. 
Frawz. Le rofeau phimcu.x ; Idche. 
Ital. Canna piimiofa. 
Spun. Caiia cotno grama. 
Port. Caniijü dos brejos. 
WSchft in Europa auf morafligen Weiden. Für das 
Vieh ilt dies Rohrgras kein Futter, es ift hart uuJ 
unverdaulich. 

e) Arundo dioica. Loimiro. 

Cochinch. Cay bac mal. 

f) Arundo donax. 

[Arundo maxima et hortenfis; arundo ita- 
lica; arundo domeftica; arundo cypria.] 

Deutfch. Das zahme Rohr, das Gartenrohr, 
das- dicke Rohr, der grolTe Schilf, 
der zahme Schilf, das Schalmeyen. 
röhr, das immergrüne Rohr, das ge- 
pflanzte Rohr; das fpanifche Rohr, 
das portugiefifche Rohr. 

Holt. Hengelriet {d.i. Anf^elrokr); Zaay- 
Riet, Tarn Riet ; Cyperich Riet ; 
Spaanfcli Riet. 

Dan. Det dyrkede Rör^ Haugernes Rörj 
Spanfi-.rör. 

Schwed. Tr'ägärdsrör ; Spanfkrör. 

Engt. The manured reed- grafs. 

Franz. Le rofeau cultive', ou la canne des 
jardins ; nilg. cannc. 
Montpell. Cäna. 

I'at. Canna de' giardini. 

Span. Cana; lenofa, cana de Indias ; vitlM 
cana. 

Port. Caneira; cana ordinarla. 

Kirgif. Deresen. 

Dardanellen. Kupho kalamo. Forfk. ' 

Arab.fct. Kaflab. Forfk. 

JEgifpt. Buzz.haggni. Forßc. 

Caraib. Jacape', Manboulou, , 

Cochinch. Cay cuoi. Lour. 

In Spanien, Frankreich, Schweiz &c. Man ntltzt dies 
Rohr zu Unizäunuiiger!, zu Deckung der Dächer, 
worauf lie wohl bis vierzig Jahre liegen kiVnnen, 
ferner zu F'eurung in den Ländern , wo das Holr 
rar ift &c. Man gebraucht fie als Angelruthen; in 
Languedoc und Provence macht man daraus ein« 
Art Fifchr«ufe oder FiTchzaun, um den Fifclicn den 

Rück- 



489 



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45* 



Rückzug ins Meer zu verrperrei) ; foIcheFifcIizä'iine 
heilTen bey den EiiiwoliDeni bourdiiiues oder bor- 
digues. • — Infonderheit geben fie die bekannten 
leichten Spafzierftöcke, zu welcher Abficht fie der 
Hitze aiisgefiellt werden und zur völligen Reife ge- 
langen niülfen. 

Dooax ift der griechifche Name diefes Rohrs, und wird 
hergeleiret von doneat, agito, commoveo. 

Vielleicht war diefe Rchrart die arundo der Alten, weil 
fie weit dichter war, als iinfer gemeines Rohr. Sie 
gebrauchten arundo zu allerley Verrichtungen ; da- 
her findet man eine Angelruthe, eine Schreibfeder, 
eine Leimruthe, eine Rührpfeife, einen Mefslfab, 
einen Prügel, einen Pfeil &c. fchlechtweg antndo 
genannt, ftloderator aruodinis heilst in üvids Me» 
tan), ein Fillher. 

g) Arundo epigeios, 

Dmtfdi. Das Hügelrohr, der Hügelfchilf, der 

Laiidichilf, der BergfchiÜ". 
Holl. Landriet. 
Dein. Biergfiv. 
Schwcd. Bergrör. 
Er.gl. Tlie fmall reed-grafs. 
Franz. Le petit rofeau des collines» 
Span. Cana tendida. 
Cochinch. Cay trai. Lour. 
Mgypt. Halte. Forfk. 

Wäctift auf dürren Hügeln, auf fandigen und unfrucht- 
baren Feldern ; ein ziemlich gutes Viehfutter. 

h) Arundo farcla. 
Franz. Liane coupante de Cayenne», 

i) Arunda mitis. Low. 

Cochinch. Cay mo ho. 
^Arundarbor fera, Buly Swangl. Rutnph.'\ 

k) Arundo multiplex. Lour. 

Cochinch. Cay hop. 
[Arundarbor tenuis, Leleba difta. Rumph."} 

1) Arundo phragmites. 

[Arundo vulgaris f. phragmites Diofcori- 
dis; arundo vulgaris paluftris; harundo; 
arundo vallaris f. vallatoria ; arundo fepi- 
ariy f. fepicularis.] 

Deutfeh. Das gemeine Rohr; Rohrfchilf, Bü- 
fchelrolir, Pfeifenrohr, Deckrohr, 
Teiclirohr, WafleiTohr, Weiherroiir, 
Zaunrieth, Waflerfedergras. 

HolL Hec gemeene Riet, Waterriet, Dek- 
riet. 

Däii, Gemeen Rör, fem voxer i IVIoradler. 
Nonc'ca. Röjr, Rör, Strandrör, Vatu- 
rör, Vafsrör. 



Schwed, Strandrör, Takvafs, Takror.! j 

Skäne. Vafs. 

0. Gothl. Vafs. 

Smaland. Kafa, Skiärvafe. 

Nerike. Bladvafs. 

Upland. Rör. 
En^l. The common reed-grafs. 
Franz. Le rofeau de marais, le rofcaa com» 

mun. Le rofeau ä balai. 
Itat. Canna paluöre. 
Spayi. Cana paluftre, cana de cercaa, 

vul^o Carrizo. 

Bafc. L^garriza. 
Port. Carrizo baftardo; carrizo das vafibi- 

ras. 
Riijf. Kamyfch. 
Poin. W^odna Trzcina. 
Lhigr. Borda-na'd, Fedö-na'd, 
Bnriit. Eholochon. Georgi. 
Tatar. Dgigan. Falk, 
^apan. Dakekf. Thinh. 

Die übrigen Namen) fehe man oben tinter srtmdo. Von 
dem Worte arundo oder harundo läfst fich kein Ur- 
fprung angeben. Der griechifche Name phragmites 
zeigt an, was zu den Zäunen gehört, oder zu Um- 
z